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Alle Rezensionen von meggie

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Über 50 Jahre Doctor Who - Zeit für ein außergewöhnliches Abenteuer: die ersten 11 Doctoren müssen sich vereinen. Ihre Begleiter verschwinden spurlos. Die Suche gestaltet sich schwierig, bis der Elfte Doctor auf das Versteck des Entführers stößt. 11 Doctoren und ihre Begleiter - vereint durch die Zeit. Ein Gegner, der gegen sie spielt. Immer wieder verschwinden die Begleiter des Doctors, entführt von einem Unbekannten. Im ersten Band des großangelegten Abenteuers, in welchem die ersten 11 Doctoren auftauchen, geschehen seltsame Dinge. Jedes Kapitel ist einem Doctor und seinem jeweiligen Begleiter bzw. seinen jeweiligen Begleitern gewidmet. Im ersten Band treffen wir somit auf den Ersten Doctor bis hin zu seiner sechsten Inkarnation. Das Comic ist so aufgeteilt, dass immer ein Abenteuer bestanden wird, an dessen Ende der bzw. die Begleiter des Doctor verschwunden. Wer dahinter steckt, wird erst nach und nach enthüllt. Einzigartig wird das Comic dadurch, dass 11 Doctoren zusammenarbeiten müssen, um ihre Begleiter zu befreien. Wie es jedoch dazu kommt, dass eine Zusammenarbeit überhaupt geschehen kann, wird eben in dem auf zwei Bände angelegten Comic erläutert. Unterbrochen werden die einzelnen Kapitel von kleinen Beiträgen von (auch ehemaligen) Mitwirkenden an den Comics. So macht John Ainsworth den Anfang, der bei Big Finish Productions als Produzent, Regisseur und Lektor arbeitet. Aber auch andere kommen zu Wort: Gary Russell (ehemaliger Drehbuchredakteur) und Alan McKenzie (ehemaliger Redakteur des Doctor Who Magazines). Am Ende erwartet einem ein Interview mit Scott Tipton, der zusammen mit seinem Bruder David für die Texte des Comics verantwortlich ist. Durch die hier erzählten Hintergrundinformationen bekommt man noch einiges Wissen vermittelt. Man bekommt Einblick hinter die Kulissen der Erfolgsserie aus England. Die einzelnen Storys sind von unterschiedlichen Zeichnern angefertigt. Der Text wurde von den Brüdern Scott und David Tipton beigesteuert. Der unverwechselbare Sarkasmus des Doctors sowie die unerschütterliche Treue auch gegenüber seinen Begleitern zieht sich durch das ganze Comic. Dies ist man auch so von der TV-Serie gewohnt und macht für mich auch einen wichtigen Teil der Reihe aus. Da ich die ersten Doctoren nur vom Hörensagen kenne und noch nie die alte Serie gesehen habe (ich bin erst mit dem neunten Doctor zum Whovian geworden), ist mein Interesse jedoch nun sehr groß, mich auch mal den älteren Folgen zu widmen. Das Comic besteht aus zwei Bänden. Im ersten Teil gehts um die Doctoren Eins bis Sechs, während im zweiten Teil Sieben bis Elf behandelt werden. Ein abschließendes Kapitel behandelt die Zusammenkunft aller Doctoren. Ich habe den zweiten Band vor dem ersten gelesen, hatte somit erst mal ein paar Verständnisprobleme, dich ich selbst aber nicht gestört haben. Nun, nach Lesen des ersten Teils, kann ich mir alles sehr gut zusammenreimen und bin wieder ein Stück mehr begeistert von dem gut durchdachten Universum rund um Doctor Who. Die Zeichenstile haben mir ausnahmslos gut gefallen und auch die einzelnen Storys waren sehr interessant. Diesmal kann ich keinen Favoriten ermitteln. Jede Geschichte ist in sich abgeschlossen, endet jedoch auch immer mit dem Verschwinden des jeweiligen Begleiters. Fazit: Ein einzigartiges Werk.

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Finn, Leon, Elif und Lissy sind beste Freunde. Ihre Freundschaft wird jedoch auf eine harte Probe gestellt, als Vanessa neu an der Schule auftaucht. Denn sie bringt alle vier gehörig durcheinander. Während Finn ins Schwärmen gerät, ist Leon eher misstrauisch. Doch auch bei Elif und Lissy stößt er damit auf taube Ohren. Die sind nämlich ebenfalls begeistert... bis plötzlich alle anfangen, Geheimnisse voreinander zu haben. Eine Intrige jagt die andere und Vanessa scheint immer der Mittelpunkt zu sein. Als die Freunde an die Ostsee zu einer großen Party fahren, kommt es zu unvorhergesehenen Ereignissen und einer Leiche. Dies ist der Auftakt zu einer neuen Jugendromanreihe, in welcher es vorwiegend im Geheimnisse und gesponnene Intrigen geht. Vier Freunde, die füreinander durch Dick und Dünn gehen würden, werden plötzlich auseinandergerissen, weil sich eine fünfte Person in die Clique drängt. Doch jeder ist auch irgendwie fasziniert von der Neuen. Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich. Elif hat ein wildes Teenagerleben hinter sich, besinnt sich jetzt jedoch darauf, einen guten Abschluss hinzulegen, damit sie eine Zukunft hat. Lissy ist eher die Träumerin und verliebt in den gutaussehenden Schauspiellehrer. Finn ist ebenfalls ein Träumer, hat jedoch einen Hang zu dramatischen Auftritten. Leon aber scheint alles egal zu sein außer seine Drogen und Alkohol. Und trotzdem haben die vier sich gefunden und halten zueinander. Bis Vanessa auftaucht. Ein hübsches Mädchen, dass mit ihrer Art alle um die Finger wickeln kann, dies aber auch nutzt, um ihre Vorteile daraus zu ziehen. Und wenn ihr etwas gegen den Strich geht, kann sie ganz schön sauer werden und sinnt nach Rache. Der Auftakt der Reihe hat mir leider nicht so sehr gefallen. Dies lag wohl auch daran, dass mir die Protagonisten nicht sympathisch waren. Ich fand keinen Zugang zu ihnen, mir fehlte die Tiefe. Außerdem blieben fast alle sehr blass, mit Ausnahme von Leon, dessen Hintergrundgeschichte schon sehr interessant war. Trotzdem bekommt man nur wenige Details, die einem alle näher bringen. Trotzdem konnte er mich eine Weile faszinieren, doch der Drogen- und Alkoholkonsum hat mich dann wieder abgestoßen. Die typischen Teenager-Probleme werden aufgegriffen. Schwärmerei für einen Lehrer, heimliche verliebt in eine Mitschülerin, Lernstreß und Druck von außen, ja nichts verkehrt zu machen sowie Drogen- und Alkoholkonsum. Und die hübsche Unbekannte, die nichts von sich preis gibt. Der Autor beschreibt am Anfang des Buches die tiefe Freundschaft der vier Freunde. Sie stehen sich sehr nah. Bis Vanessa auftaucht. Die plötzlichen Abgründe, die sich auftun, spaltet die Clique. Hier wird auch deutlich die Unsicherheit der einzelnen Protagonisten deutlich. Sie sind zwar auf dem Weg, erwachsen zu werden, aber eben noch nicht mit dem nötigen Wissen. Und so ergeben sich daraus Probleme, mit denen sie eigentlich gar nicht selbst fertig werden können und eigentlich Hilfe von einer erfahrenen Person bräuchten. Aber wie Teenager nun mal sind, fragt man keinen Erwachsenen um Rat. Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig. Aufgrund dessen hatte ich das Buch auch schnell gelesen. Die Handlung ist leicht nachvollziehbar. Das Netz aus Lügen und Intrigen, dass gesponnen wird, ist sehr ausgeklügelt. Fazit: Leider konnte mich die Geschichte nicht fesseln.

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Laura ist Italienerin, lebt aber in Deutschland zusammen mit ihrem Lebensgefährten Martin und der gemeinsamen Tochter Sara. Mit ihren Freundinnen gründet sie eine Agentur für italienische Klischees. Die Agentur läuft sehr gut an. Gleichzeitig geht es jedoch mit ihrer Beziehung zu Martin den Bach runter. Laura zieht die Notbremse und zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus. Als sie dann jedoch auf den gutaussehenden Alex trifft, weiß sie so gar nicht mehr, was sie eigentlich will. Laura merkt immer mehr, dass die Unterschiede zwischen Italien und Deutschland größer sind, als sie dachte und weiß, dass sie sich entscheiden muss, um selbst endlich richtig glücklich sein zu können. Wir alle haben unsere Vorstellungen, was das Leben in Italien anbetrifft. Alle essen den ganzen Tag Spaghetti, die Frauen stehen am Herd und kümmern sich um die Kinder, die Männer sind bei der Mafia und es gilt Dolce Vita das Leben lang. In ihrem aktuellen Buch Dolce Vita für Fortgeschrittene zeigt die Autorin aber das genaue Gegenteil. Sie lässt uns teil haben an der Lebensweise der Italiener und schon bald merken wir: die haben die selben Sorgen wie wir Deutsche auch. Die Protagonistin Laura ist freiwillig nach Deutschland gekommen, um dort an der Universität zu studieren und ihren Weg zu gehen. Der verlief nicht so, wie gedacht. Aber sie kann zufrieden sein mit ihrem Job in der Pharmaindustrie, ihrem Kind Sara und dem dazugehörigen Vater Martin. Wäre da nicht die Unzufriedenheit in ihrem Leben. Die Beziehung zu Martin scheint eingefahren. Immer mehr stört sie an ihm und so macht sie das für sie Sinnvollste: sie trennt sich von ihm. Doch so einfach, wie sie es sich vorgestellt hat, ist es dann auch nicht. Dass sie nebenbei auch noch eine Agentur zu leiten hat, macht alles nicht leichter. Nur gut, dass ihre Freundinnen sie so gut es geht unterstützen. Wer dieses Buch liest, wird mit Klischees förmlich überschüttet. Gleichzeitig wird aber auch richtig gestellt, dass es gar nicht so ist, wie man denkt. Und das Italiener auch Klischees über Deutsche verbreiten. Alles in allem eine heitere Richtigstellung von beiderlei Nationen. Laura ist sehr sympathisch, sehr chaotisch, sehr italienisch und vor allem eines: sehr unglücklich. Ihr Freund Martin kritisiert sie ständig. Und so fühlt sie sich missverstanden und macht sich natürlich Gedanken, ob sie sich von Martin trennen soll. Da taucht der gutaussehende Italiener Alex auf und verdreht Laura gehörig den Kopf. Laura und ihre Freundinnen gründen zusammen eine Agentur namens Frag mich nach Sonnenschein . Diese Agentur vermittelt italienische Klischees . Ihr erster Auftrag führt sie zu einem italienischen Restaurant, dass sie aufmöbeln , in dem sie typische italienische Klischees einbringen. Vespas, italienische Snacks, gutaussehende Italiener, die vor dem Restaurant stehen und Dolce Vita versprühen. Die Autorin hat einen sehr lockeren Schreibstil und so ist man förmlich mitten in der Geschichte drin und erlebt mit Laura das Auf und Ab ihrer Gefühle. Sehr gut gefallen hat mir die Tochter von Laura und Martin, die vierjährige Sara. Sie ist - wie ihre Mutter - nicht auf den Mund gefallen und lässt viele Knaller raus. Ein sehr pfiffiges Mädchen, das viel italienisches Temperament hat. Aber auch deutsche Züge zeigt. Erwähnen muss man, dass 2012 eine Kurzgeschichte erschien mit dem Namen Frag mich nach Sonnenschein . Hier wird in gekürzter Form die Geschichte von Laura erzählt. Mit Dolce Vita für Fortgeschrittene hat die Autorin nun die Story vergrößert und etwas umgeändert, so dass eine neue, aber ebenso lockere Erzählung entstanden ist. Es freut mich, dass gerade die kleine Sara eine etwas größere Rolle bekommen hat. Fazit: Mit viel Charme, Witz und jeder Menge Aperol Spritz ergibt sich eine lockere Geschichte rund um Lauras Leben. Ich bin mir sehr sicher, dass viel von der Autorin in dem Buch verarbeitet ist.

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Archibald Leach und seine Assistentin Sarah Goldberg werden in einen sehr persönlichen Fall hineingezogen. Archibalds Onkel Heisenberg wird von dem mysteriösen Marquis de Mortemarte unter eine Art Bann gestellt. Außerdem gelingt es ihm den horriblen Unschärfekompass des relativen Bösen von Archibald an sich zu bringen. Diesen benötigt er, um die Ätherkraft zu speichern. Außerdem verwandelt er unschuldige Menschen in Tiermischwesen, um damit alle anzugreifen. Archibald und Sarah verfolgen den Marquis um die halbe Welt und treffen dabei auf die ungewöhnlichsten Leute. Voodoo, Magie und die Kraft des Äthers kreuzen ihren Weg. Und mehr als einmal muss Sarah feststellen, dass sie ihren alten Freund Archibald doch nicht so kennt, wie sie dachte. Und ihm doch viel näher ist, als sie meint. Schon die Kurzgeschichten des Autors um Archibald Leach und seine Assistentin Sarah Goldberg in verschiedenen Anthologien haben mich sehr begeistern können. Gerade Sarah, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, hat eine sehr schlagfertige Art, die in manchen Situationen auch vonnöten ist. Eigentlich sind Archibald und Sarah Freunde aus Kindheitstagen, siezen sich aber. Dies wohl aus gegenseitigem Respekt heraus. Trotzdem merkt man deutlich, wie vertraut die beiden sind, da sie sich ja schon von Kindesbeinen an kennen. 14 Jahre haben sie sich allerdings nicht gesehen und Sarah weiß auch nicht viel darüber, was Archibald in der Zeit getrieben hat. Nur bruchstückhaft bekommt sie heraus, was er in dieser Zeit erlebte, kann sich aber auch nicht wirklich einen Reim darauf machen. Und so lernt sie ihn quasi aufs Neue kennen. Gleich von Anfang an wird man auf eine wahre Achterbahnfahrt mitgenommen. Sarah und Archibald haben fast keine Verschnaufpause und müssen sich ständig mit den Einfällen des Marquis de Mortemarte herumärgern. Doch sie bleiben am Ball, steht doch eine große Bedrohung für die ganze Menschheit bevor. Die unterschiedlichsten Personen helfen den beiden auf ihrer Suche nach dem Marquis. So landen Archibald und Sarah mal auf einem Piratenschiff, mal in einer Voodooshow, auf seltsamen Inseln oder im bestbewachtesten Gefängnis. Bekannte und neue Figuren tauchen auf. Der Autor hat sehr interessante neue Figuren geschaffen, sich aber auch historisch belegter Persönlichkeiten bedient. Oder einfach mal Charaktere von anderen Autoren übernommen. Dies ergibt einen bunten Mix an den schillerndsten Figuren. Mir persönlich habe die beiden Agentinnen Daphne und Carmille sehr gut gefallen. Mit meist ungewöhnlichen Mitteln und einer sehr sexy Ausstrahlung wurde ihnen jeder Wunsch erfüllt. Aber auch Sarah konnte mich voll und ganz überzeugen. Sie ist nicht zimperlich, hat tolle Ideen und mit ihrem Wissen über Mechanik holt sie sich so manchen Pluspunkt. Der Autor hat die weiblichen Figuren als sehr gleichberechtigt dargestellt, auch wenn es immer wieder Männer gibt, die mit Blicken deutlich zeigen, dass sie dies nicht so sehen. Und doch ist es gerade Sarah, die dann mit schlagfertigen Argumenten jedem den Wind aus den Segeln nimmt und sich so auch den nötigen Respekt schaffen kann. Der Autor hat einen sehr fesselnden Schreibstil und so fliegt man förmlich durch die knapp 600 Seiten und denkt sich am Ende: Wie? Schon fertig? . Aber es wird schon auf den nächsten Teil verwiesen und so darf man sich auf ein weiteres Abenteuer mit dem sehr sympathischen Gespann Archibald Leach und Sarah Goldberg freuen. Sehr erwähnenswert ist wieder das tolle Cover. Darauf sind - in verschiedenen Brauntönen gehalten - Archibald und Sarah zu sehen, umringt von den Mischwesen, die der Marquis erschaffen hat. Hier wurde viel Liebe in die Details gesteckt, was sich in der Geschichte auch widerspiegelt. Da es sich um das Genre Steampunk handelt, finden sich natürlich auch diverse Dinge wieder. Die Waffen (z. B. Spektralrepertierrevolver, Plasmaflinte), die mysteriösen Gegenstände (z. B. Meister Heisenbergs horribler Unschärfekompass des relativen Bösen), dampfbetriebene Kutschen, Zeppeline - alles wird perfekt in Szene gesetzt. So macht es einfach Spaß, sich in der vom Autoren geschaffenen Welt zu bewegen und Abenteuer zu bestehen. Als kleiner Running-Gag gibt es ein Vorwort von Katharina Fiona Bode, die mit ihrer erschaffenen Figur Erasmus Emmerich einen ebenso verschrobenen Detektiv kreiert hat. Erasmus und Archibald können sich nicht leiden, sind aber jeweils angetan von den Assistentinnen. So erwähnt Katharina Fiona Bode Archibald auch in ihrem Roman (Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé). Dort gibt es ebenfalls ein Vorwort, geschrieben von Markus Cremer aus Sicht von Archibald Leach und Sarah Goldberg. Eigentlich könnte ich noch stundenlang schwärmen. Ich möchte dieses Buch einfach jedem ans Herz legen, der Steampunk, Detektivgeschichten und Fantasy mag. Die Mischung ist in meinen Augen einfach genial. Fazit: Eine abenteuerliche Verfolgungsjagd um die halbe Welt mit einem außergewöhnlichen Team.

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Als das Wild Cards-Virus in den 40er Jahren die Welt veränderte, wurden 90 % der Opfer getötet. 9 % mutierten zu den sog. Jokern, verachtet vom Rest der Welt. Die restlichen 1 % wurden zu Assen, geliebt und gefürchtet. Ihre Fähigkeiten sind ohnegleichen. Doch plötzlich müssen alle zusammenarbeiten, denn eine außerirdische Bedrohung ist auf dem Weg zur Erde, um alles zu vernichten. Die Schwarmmutter will die Herrschaft übernehmen - und keine Macht konnte sie je aufhalten. Die Wild Cards-Reihe ist dem Superhelden- und Alterntivweltgeschichten-Genre zuzuordnen. Dies sind Geschichten, die in einer Welt spielen, ...in der der Lauf der Weltgeschichte irgendwann (am sog. Divergenzpunkt) von dem uns Bekannten abgewichen ist... (Quelle: wikipedia). George R.R. Martin, der zusammen mit anderen Autoren aus New Mexico die Serie Wild Cards ins Leben gerufen hat, ist auch der Herausgeber. Der sog. Mosaikroman zeichnet sich dadurch aus, das verschiedene Charaktere eine zusammenhängende Handlung abdecken, erzählt in einzelnen Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren (Quelle: wikipedia). Hier befinden wir uns in den 40er Jahren, ein Virus verändert die Menschheit. Viele werden getötet, einige werden zu Jokern (Mutationen) und einige Wenige werden zu sog. Assen, die ihre Fähigkeiten meist für Gutes einsetzen. In Der Schwarm wird nun von der ersten Generation erzählt, von den Menschen, die unmittelbar von dem Virus betroffen sind. Eine Bedrohung aus dem All macht den Bewohnern der Erde zu schaffen. Die Schwarmmutter lässt ihre Kinder frei, um die Erde einzunehmen. Die Asse machen sich auf zur Bekämpfung, doch auch die Joker müssen ihren Teil dazu beitragen. Und so schließen sich die verhassten Joker mit den Assen und den Normalsterblichen zusammen. Doch nicht jeder arbeitet so, wie von ihm erwartet wird. Und dann sind da noch die ägyptischen Freimaurer, die ein Wörtchen mitreden wollen. Immer wenn ich ein neues Buch der Wild Cards-Reihe anfange, habe ich Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Es wirkt immer alles so wirr und unkoordiniert, was aber auch daran liegt, dass an dem Werk ja mehrere Autoren mitwirken. Und so lernt man viele neue Charaktere kennen bzw. man bekommt suggeriert, dass man sie schon kennen würde. Bis man richtig versteht, um was es eigentlich geht, ist meist schon das erste Drittel rum. Wer sich auf das Wild Cards-Universums einlässt, erlebt eine Komplexität ohnegleichen. Unendliche Möglichkeiten ergeben sich, die von den Autoren geschickt ausgenutzt werden. Die Fähigkeiten der Asse sind perfekt auf die Bedrohung abgestimmt. Sei es Telekinese, Übertragung des Bewusstseins durch Sex, Fliegen, Teleportation, Bilden von Hologrammen, Gedankenbeeinflussung, Verwandlung in verschiedene Dinosaurier etc. Alles scheint ausgereift und stimmig, bringt aber noch mehr Verwirrung rein. Wenn man bedenkt, dass an dem Projekt so einige Autoren beteiligt sind, könnte man meinen, dass am Ende totaler Quatsch rauskommt und doch ist dem nicht so. Selbst vom Schreibstil her ist es fast nicht möglich - zumindest mir - Unterschiede festzustellen. Und trotzdem war ich letztendlich nicht so zufrieden wie bei den anderen Bänden. Es hat das gewisse Etwas gefehlt. Zwar steht die Bedrohung durch Außerirdische im Vordergrund. Und doch nimmt diese keinen großen Raum ein. Die Bekämpfung wirkt unspektakulär. Es geht hauptsächlich um Joker und deren Machenschaften. Kaum ein Ass kommt zur Sprache oder es werden ihnen größere Szenen gewidmet. Neben der Hauptstory geht es um viele kleine Machenschaften, die zwar immer wieder zum eigentlichen Thema führen, aber doch den Anschein erwecken, wichtiger zu sein. Der Faszination tut dies fast keinen Abbruch, obwohl ich ca. in der Hälfte des Buches einen Durchhänger hatte und erst mal etwas anderes lesen musste. Die Autoren haben sich etwas mit anderen Dingen verzettelt und Nebencharaktere eine größere Rolle zugewiesen, obwohl dies in meinen Augen nicht notwendig war. Wild Cards ist so ein Ding für sich. Entweder man liebt es oder man mag es nicht. Ich persönlich bin jedoch froh, diese Reihe für mich entdeckt zu haben. Erwähnen möchte ich, dass mitten in der Reihe die Covergestaltung geändert wurde. Leider passen nun Band 1 und Band 2 optisch nicht mehr zueinander. Fazit: Ich bleibe der Reihe treu.

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Emma besucht das Internat auf Schloss Stolzenburg. Beim Aufräumen der Bibliothek stößt sie zufällig auf eine alte Chronik des Schlosses. Beim Lesen merkt sie jedoch, dass es sich um eine Art Tagebuch handelt und dass Eintragungen in das Buch in Erfüllung gehen. Emma benutzt dies natürlich auch gleich, um selbst einige Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Anfangen möchte sie mit dem unmöglichen Darcy de Winter, der sich aufführt, als gehöre ihm das Schloss. Emma merkt jedoch bald, dass ihre Wünsche aber nicht richtig ausgeführt werden und sich auch unnatürliche Sachen zutragen. So macht sie sich daran, herauszufinden, was es denn mit dem Buch auf sich hat. Und mit dem Faun, von dem im Buch ständig die Rede ist. Gleichzeitig versucht sie auch etwas über Darcys Schwester Gina zu erfahren, die vier Jahre zuvor verschwunden ist. Dabei kommen sich Darcy und Emma näher, doch das macht Darcy auch nicht sympathischer. Glaubt Emma zumindest... Ich muss zugeben, das Buch war ein reiner Coverkauf. Aber die tollen Farben und der ungewöhnliche Buchtitel haben mich dazu verleitet. Dass sich dahinter dann noch eine süße Geschichte verbirgt, war dann ein reiner Glückstreffer. Leider habe ich von der Autorin nämlich noch nichts gelesen, obwohl ich auch Die Buchspringer noch ungelesen im Regal stehen habe. Dies wird sich aber nun ändern. Die Autorin nimmt uns mit auf das Schloss Stolzenburg, ein ehrwürdiges und traditiosnreiches Internat. Mit ihren 16 Jahren ist die Protagonistin Emma sehr selbstständig und gewissenhaft. Ihr Engagement für die Schule ist beispielhaft. Sie hilft, wo es geht, hat gute Noten und ist beliebt. Dies macht sie in meinen Augen schon etwas zu perfekt. Bis Darcy de Winter plötzlich auftaucht und Emma mal so gründlich aus dem Konzept bringt. Die beiden sind wie Feuer und Wasser. Der eine kann nicht mit dem anderen und so ergibt sich so mancher herrlicher Schlagabtausch. Durch das traumhafte Setting (Schloss, eingebettet im Wald mit anschließender Klosterruine, gelegen am Rhein) ergibt sich zauberhaftes Bild. Man gerät schon fast ins Schwärmen, wenn man an das Internat denkt. Denn hier scheint es einfach perfekt zu sein. Emma zumindest hat nichts auszusetzen und auch die anderen Schüler sind allesamt stolz, hier zur Schule zu gehen. Tradition wird großgeschrieben. Mit viel Geschick lässt die Autorin auch eine Liebesgeschichte einfließen, die an Stolz und Vorurteil von Jane Austen erinnert und so ergibt sich eine Mischung aus Romantik, Komödie und Fantasy. Gepaart mit der Jugend der Protagonisten ist eine locker-flockige Geschichte entstanden, die durch ein paar düstere Fantasy-Elemente noch einen gewissen Kick bekommt. Auch wenn es einige langgezogene Szenen in dem Buch gab, überwog der Unterhaltungswert. Die Jane Austen-Erinnerung ist übrigens gewollt. Die Autorin wollte zum 200. Todestag der berühmten Autorin eine Adaption der Figuren und Motive aus deren Büchern zaubern und greift deshalb die Romane auf. Die Idee des Buches konnte mich sehr überzeugen, allerdings gab es einige Stellen, die meiner Meinung nach nicht so recht in die Geschichte passten und deswegen das Buch unnötig in die Länge zogen. Dafür war mir das Ende etwas zu schnell und hätte bestimmt noch einige Seiten mehr vertragen können. Man merkt jedoch deutlich, dass das Buch eher an jüngere Leser gerichtet ist. Die Geschichte wirkt süß und klebrig, jedoch im positiven Sinne. Sie zeigt mir deutlich, dass man so auch mal dem Alltag entfliehen kann und man sich einfach auch mal etwas Zucker gönnen sollte. Deswegen kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, dass mich die Geschichte einfach sehr gut unterhalten hat und mich die witzige und vor allem erfrischende Art der Autorin für ein paar Stunden ins Reich der Fantasie schicken konnte. Fazit: Eine süße Geschichte rund um ein vergessenes Buch, dass Wünsche wahr werden lässt.

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Damien Justus wird als Polizeilieutenant auf der dunklen Seite des Mond eingesetzt, um dort in der Kolonie Purgatory für Recht und Ordnung zu sorgen. Kaum hat er mit der Arbeit angefangen, erwartet ihn auch schon ein kniffliger Fall. Ein Mord nach dem anderen wird ausgeübt und irgendwie stehen alle mit dem Gründer der Kolonie, Fletcher Brass in Verbindung. Auf der anderen Seite des Mondes macht sich ein wahnsinniger Androide auf den Weg in die Kolonie und hinterlässt dabei ebenfalls eine Spur aus Leichen. Doch wie steht dies alles miteinander in Verbindung? Justus Recherche lässt ihn immer weiter in die dunkelsten Geheimnisse von Purgatory eindringen. Nach dem ersten Lesen des Klappentextes war ich nicht so recht überzeugt, ob dieses Buch etwas für mich ist. Aber bekanntlich soll man ja allem eine Chance geben. Dark Side hat definitiv eine Chance verdient, denn der abgedrehte Schreibstil, die düstere Atmosphäre aufgrund des Settings (dunkle Seite des Mondes) und die herrlich durchgeknallten Charaktere ergeben eine Mischung der besonderen Art. Purgatory ist eine Kolonie auf der dunklen Seite des Mondes, die von dem eigensinnigen Milliardär Flechter Brass gegründet wurde. In Purgatory und deren Hauptstadt Sin finden sich jegliche Kriminelle, die es auf der Erde nicht mehr ausgehalten haben und dort ein neues Leben anfangen wollen. Natürlich gibt es Polizei, doch Korruption ist Alltag und die Polizisten drücken eher ein Auge zu oder handeln unverantwortlich. Bis der unbestechliche Lieutenant Damien Justus auftaucht und anfängt für Recht und Ordnung zu sorgen... Die Geschichte beginnt damit, dass einem erst mal der Mond an sich vorgestellt wird. Man wird direkt vom Erzähler angesprochen und bekommt eine Führung der besonderen Art. Dieses Ansprechen gibt es nochmals in einigen Kapiteln und macht mir ehrlich gesagt den Mond nicht gerade schmackhaft. Aber gut, dass dort oben ja keiner lebt. Oder doch? Ansonsten spielt die Handlung abwechselnd aus Sicht von Justus oder einem Opfer des Androiden. Auf der Rückseite im Klappentext steht, dass das Wallstreet Journal folgendes zu dem Buch sagt: Hochinspirierter Wahnsinn... . Meiner Meinung nach trifft dies den Nagel auf den Kopf. Der Schreibstil des Autors hat etwas fesselndes. Nicht nur sein Erzählstil ist ungewöhnlich, auch die Story, die sich langsam abzeichnet, ist so dermaßen anders als man gewohnt ist. Und doch gab es Momente, in denen ich dachte: Stop. Das ist jetzt aber wirklich zu viel. Doch diese hielten sich in Grenzen. Die Vorstellung des Lebens auf dem Mond hat der Autor hier sehr gut gelöst. Es gibt so einiges, über das er sich Gedanken gemacht hat und das auch vernünftig erklärt wird. Dass sich in der Kolonie Purgatory, die ja auf der dunklen Seite des Mondes liegt, der Abschaum der menschlichen Rasse angesiedelt hat, passt auch sehr gut. Die Charaktere sind allesamt sehr gut getroffen. Der Lieutenant Justus kam mir allerdings manchmal etwas zu cool vor. Seine Gefühle hat er sehr gut verstecken können und es bringt ihn auch fast nichts aus der Fassung. Vor allem, wenn er von seinen Kollegen verspottet wird. Hier hätte er als Chef schon mal eingreifen müssen. Der respektlose Umgang mit ihm hat viel von seiner Sympathie einbüßen lassen. Dass sich neben den Ereignissen in der Hauptstadt Sin dann auch noch ein wahnsinniger Androide von der anderen Seite des Mondes auf den Weg nach Purgatory macht und dabei ein Blutbad hinter sich her zieht, hat dann noch einmal einen gewissen Kick in die Geschichte gebracht. Man rätselt, was der denn eigentlich will. Nach und nach zeichnet sich jedoch ein Bild ab, welches dann aber doch noch gegen Ende der Geschichte total über den Haufen geworden wird. Fazit: Ungewöhnliches Setting, ungewöhnlicher Plot, ungewöhnliche Umsetzung. Mir hat es Spaß gemacht, mich mal auf die dunkle Seite zu begeben.

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Über 50 Jahre Doctor Who - Zeit für ein außergewöhnliches Abenteuer: die ersten 11 Doctoren müssen sich vereinen. Ihre Begleiter verschwinden spurlos. Die Suche gestaltet sich schwierig, bis der Elfte Doctor auf das Versteck des Entführers stößt. Bei diesem Band handelt es sich um den zweiten Teil des groß angelegten Abenteuers, dass die ersten 11 Doctoren miteinander vereint. Vom Siebten bis zum Elften Doctor ist jedem ein eigenes Kapitel gewidmet, welches jeweils damit endet, dass die aktuelle Begleitung des Doctors spurlos verschwindet. Entführt von einer mysteriösen Gestalt. Nach und nach treten also die Doctoren und deren Begleitung auf. Angefangen bei dem Siebten Doctor und dessen Begleitung Ace. Im Abschlusskapitel (dem 12.) kommt es dann zum großen Showdown mit jeder Menge Action und natürlich der gewohnt sarkastischen Logik des Doctors, diesmal in 11 verschiedenen Variationen und geballt auf einem Haufen. Von Doctor Who geht eine Faszination aus, der sich fast keiner entziehen kann. Diese Faszination ist aber auch sehr schwer zu beschreiben. Der ungewöhnliche Plot, die faszinierenden neuen Welten, die unterschiedlichen Charaktere und Figuren, seien sie nun Alien oder Mensch, ergeben eine perfekte Mischung, die sich durch alle Staffeln der Serie sowie der Comics und Geschichten zieht. Die einzelnen Kapitel sind spannende und typische Abenteuer, die der Doctor mit seinen jeweiligen Begleitern erlebt. Dabei hat mir vor allem Kapitel 9 und 10 sehr gut gefallen. 10 vor allem deshalb, weil die Inkarnation des Zehnten Doctors meine liebste ist. Ebenso die Begleiter, hier allen voran Rose Taylor, dicht gefolgt von Amy Ponds. In dem Comic ist all das vorhanden, was man sich von einer guten Geschichte wünscht. Spannung, Leid, Witz, Action, Neid und Hass sind gut verteilt, ergeben tolle Storys und erwecken die Sehnsucht, auch mal mit dem Doctor in der Tardis in fremde Welten zu reisen. Die Suche nach Hinweisen bezüglich des Entführers hat mir auch sehr gut gefallen. Und der Sarkasmus kam natürlich auch nicht zu kurz. Nach jedem Kapitel erwartet einem ein kleiner Beitrag eines Angehörigen von Doctor Who, also jemandem, der irgendwie an der Serie, den Comics oder den Geschichten beteiligt war oder ist. John Freeman (ehemaliger Redakteur des Doctor Who-Magazins), Scott Gray (Autor), Clayton Freeman (Umschlaggestalter) und Tony Lee (Autor) erzählen über ihre Erfahrungen. Außerdem erwartet einem am Ende ein Interview mit John Ridgway, dem Comic-Zeichner schlechthin. Hier gibt es auch interessante Einblicke in dessen Arbeit mit Doctor Who. Die Texte im Comic sind von Scott & David Tipton. Die Zeichnungen sind in den Kapiteln jeweils von anderen angefertigt. Und so ergeben sich für jedes Kapitel andere Zeichenstile, wobei mir persönlich der Stil von Kapitel 8 nicht gefallen hat, da er mir zu kindlich wirkte. Ansonsten ist fast alles vorhanden. Ein harter, dunkler Stil, ein weicher, heller Stil. Mal farbenfroh, mal trist. Jeweils passend zu der Story. Durch die Vielfalt der Mitwirkenden an dem zweiten Band ergibt sich ein spannendes und rasantes Abenteuer mit einem Wiedersehen aller Inkarnationen bis zum Elften Doctor. Fazit: So macht Zeitreisen Spaß.

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Mallorys Kindheit in einer grausamen Pflegefamilie führte dazu, dass Panikzustände ihr Leben beherrschen. Mit Therapien und ihren neuen liebevollen Pflegeeltern Carl und Rosa schafft sie es jedoch, sich ein neues Leben aufzubauen. Mit 17 Jahren wagt sie es nun, an der Highschool ihren Abschluss zu machen. Trotzdem hat sie immer noch Probleme mit anderen zur reden oder überhaupt Vertrauen zu fassen. Auch wenn es zu laut ist, muss sich Mallory zusammenreißen, damit ihre Angst sie nicht überwältigt. Als sie am ersten Tag in der neuen Schule auf Rider trifft, weiß sie nicht, ob dies gut oder schlecht für sie ist. Denn Rider war ebenfalls in dieser grausamen Pflegefamilie und hat eigentlich auch ein kaputtes Leben. Aber Rider war auch ihr Bezugspunkt in der schweren Zeit, ihr Beschützer und ihr Freund. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen, und nun scheint es so, als sei Rider derjenige, der alles besser verkraftet hat. Bis Mallory merkt, dass auch Rider ziemliche Probleme hat. Ich dachte eigentlich, ich komme so langsam auf den Geschmack von Liebesromanen, merke aber auch nach Lesen dieser Geschichte, dass mir dieses Liebesding einfach zu schnulzig ist. Es gibt Ausnahmen, wenn die Liebe sich nicht zu arg in den Vordergrund drängt oder zu schmalzig ist. Dies war hier leider nicht der Fall. Und doch habe ich das Buch fertig gelesen, weil ich einfach wissen musste, wie sich Mallory und Rider aus ihrem Elend mit der schlimmen Kindheit befreien. Jennifer L. Armentrout ist ja bekannt, dass sie gut Drama schreiben kann. Und hier konnte sie sich so richtig austoben. Mallory und Rider hatten keine schöne Kindheit. Die leiblichen Eltern tot oder ohne Interesse an ihnen, wachsen beide in einer Pflegefamilie auf. Sie erfahren keine Liebe, nur Schmerz und Hass. Dabei haben Rider und Mallory nur sich. Rider ist der Beschützertyp und steckt auch mal Schläge ein, die Mallory galten. Und Mallory ist eine kleine graue Maus, die sich gerne versteckt und keinen Mucks von sich gibt. Beide werden erst nach langer Zeit mit 13 Jahren aus der Familie geholt und kommen unterschiedlich unter. Vier Jahre später hat sich einiges geändert und sie sehen sich durch Zufall auf der Highschool wieder. Beide haben aber auch immer noch ihr Päckchen zu tragen, obwohl ihr Leben sich grundlegend geändert hat. Die Geschichte wird aus Mallorys Sicht geschildert. So bekommt man hautnah auch ihre Gefühle und Ängste mit. Und das ist teilweise schwer verkraftbar. Ich muss zugeben, dass mich beim Lesen dann nur noch gereizt hat, mitzubekommen, wie Mallory denn ihr Leben auf die Reihe kriegt, nachdem sie mit solch schweren Angstzuständen zu kämpfen hat. Die Liebesgeschichte habe ich dabei etwas ausgeblendet, obwohl ich sagen muss, dass bis zum Ende hin doch eine gewisse Neugier vorhanden war. Mallorys Panikattacken werden durch simple Dinge ausgelöst. In erster Linie Lärm und viele Menschen. Auf einer Highschool ja nicht wegzudenken. In zweiter Linie, überhaupt zu sprechen und dann noch vor vielen Leuten. Eine Therapie konnte ihr helfen, doch muss sie raus, sie muss praktisch verarbeiten, was sie theoretisch vom Therapeuten erzählt bekommen hat. Also wechselt sie vom Privatlehrer an die öffentliche Highschool und trifft dort prompt auf ihre Vergangenheit in Form von Rider. Und dass dies nicht einfach wird, ist ja wohl vorprogrammiert. Doch nicht nur Mallory hat Probleme damit, auch Rider. Als sich die beiden dann auch noch verlieben, wird es richtig schwer. Denn Rider hat so einiges in den vier Jahren gemacht, dass Mallory sich gar nicht vorzustellen wagte. Hinzu kommt der sehr gefühlvolle Schreibstil der Autorin. Dadurch kann man sich wunderbar in Mallory hineinversetzen und auch teilweise ihre Panik spüren. Rider bekommt man nur aus ihrer Sicht vorgestellt. Er scheint der perfekte Junge, immer bemüht, es Mallory recht zu machen. Doch das machte ihn in meinen Augen zu perfekt, bis zu dem Zeitpunkt, als die Stimmung im Buch umschlägt und es zu einer Tat kommt, die ich unheimlich traurig fand. Was genau passiert, kann ich nicht schreiben. Ich kann nur sagen, dass sich ab diesem Zeitpunkt so einiges ändert. Mallorys Entwicklung ist sehr interessant. Die Reaktionen in ihrem Umfeld aber auch. Gerade das Verständnis der Mitschüler fand ich ein bisschen unglaubwürdig, da Kinder bzw. Jugendliche doch sehr viel verletzender sein können. Ab der zweiten Hälfte des Buches hatte ich jedoch Probleme, dies wegzulegen, da die Dramatik einfach so sehr anstiegt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie nun alles endet. Fazit: Eine Geschichte, die unter die Haut geht. Die Liebesgeschichte war mir jedoch etwas too much .

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Shahrzad ist aus Raj geflüchtet und steht nun - nachdem sie ihren Vater halb tot in der Wüste gefunden hat - in einer Wüstenstadt unter einer Art Arrest. Sie wird beobachtet, kann sich jedoch frei bewegen. Dort halten sich auch ihre Schwester Irsa und ihre ehemalige Jugendliebe Tarik auf. Tarik ist es, der sie dazu überreden will, in ihre altes Leben zurückzukehren und ihn zum Mann zu nehmen. Doch Shahrzads Gedanken sind ständig bei dem Kalifen Chalid und dem Fluch, den es zu brechen gilt. Durch Zufall erhält sie Kenntnis darüber, wie Chalid zu helfen ist, doch dazu braucht sie seine Hilfe. Sie muss zu ihm, findet auch einen Weg und schmiedet mit ihm neue Pläne, ohne zu wissen, dass es in den eigenen Reihen einen Spion gibt, der nur auf die Gelegenheit wartet, das Shahrzad und Chalid sich einen Fehler erlauben. Nach dem für mich grandiosen ersten Teil Zorn und Morgenröte war ich gespannt auf den zweiten und damit letzten Teil der Dilogie rund um Shahrzad und Chalid. Doch konnte mich die Geschichte nicht mehr so faszinieren, was wohl daran liegt, dass sich 3/4 des Buches nur damit beschäftigen, wie Shahrzad und Chalid sich nach einander verzehren und Shahrzad nach einer Möglichkeit sucht, den Fluch zu brechen. Es wird viel geredet und philosophiert, abgesehen von den Streitereien mit Tarik und nächtlichen Ausflügen, die aber wiederum dazu führen, dass viel geredet wird. Ich habe lange für die erste Hälfte des Buches gebraucht und zwischendurch auch immer wieder andere Bücher gelesen, weil ich einfach nicht richtig in die Geschichte hineinkam. Dies lag aber keinesfalls am Schreibstil der Autorin, sondern daran, dass eben einfach nichts passierte. Die zweite Hälfte hatte es dann dafür so richtig in sich. Nachdem zwar wieder viel gerätselt wurde, wie denn der Fluch zu brechen sei, kam nun endlich Fahrt auf. Es tat sich etwas, es wurde gehandelt. Shahrzad und Chalid müssen sich einigen Prüfungen unterziehen, nicht in wörtlichem Sinne. Sie müssen sich entscheiden, ob sie für eine gemeinsame Zukunft kämpfen wollen und dafür aber auch einiges aufgeben müssen. Hier ist es vor allem Shahrzad, die viel Überzeugungskraft anstreben muss, denn Chalid ist wahrlich kein einfacher Mann. Wäre der Schreibstil der Autorin nicht gewesen, dann hätte ich sicherlich aufgegeben. Durch ihre flüssige Art war ich gerade im letzten Teil sehr gebannt. Die fantastischen Elemente waren diesmal viel ausgeprägter, als im ersten Teil. Diese Szenen erinnerten dann wieder an die Geschichten aus 1001 Nacht. Meine zwei Lieblingsfiguren Despina und Jalal hatten leider nicht so große Auftritte wie erhofft, wobei Despina schon für eine große Überraschung sorgt. Sowohl zu Anfang, als auch am Ende. Trotzdem hatte ich mir mit den beiden mehr Zeit gewünscht. Meine Hoffnung liegt nun auf dem Wunsch, dass die Autorin den beiden vielleicht ein eigenes Buch widmet. Eine Kurzgeschichte gab es für die beiden ja schon (siehe: Motte und Licht). Ich denke, dass die Geschichte von Despina und Jalal noch nicht fertig erzählt ist. Letztendlich war ich nicht so begeistert, wie bei Band 1. Erst die zweite Hälfte konnte mich fesseln, obwohl auch hier Längen vorhanden waren. Fazit: Ein nicht so gelungener Dilogie-Abschluss mit einigen Längen.

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