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Alle Rezensionen von meggie

Seite 1 / 52
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England, 1784: Lysias Sorgen sind groß. Ihr Vater früh verstorben, ist nun nicht genug Geld vorhanden, um das gewohnt vornehme Leben weiterzuführen. Außerdem wurde das Haus einem entfernten Verwandten vermacht und es droht der Umzug nach London in eine nicht so herrschaftliche Gegend. Ein weiteres Erbe ist jedoch die Schmugglerbande, die Lysia übernommen hat, um ihrer Mutter, ihrer Tante und ihren Schwestern vielleicht doch noch ein angenehmes Leben bieten zu können. Der Earl von Darrington will jedoch gegen die Schmuggler vorgehen und so droht alles aufzufliegen. Mithilfe ihres treuen Gehilfen Gibbs und dem sehr aufregenden Rossknecht Jack Ryder versucht Lysia noch genügend Geld für das Haus in London zu verdienen . Nur ist es gerade Jack, der sie von dem Vorhaben abzulenken droht. Immer wieder komme ich in Versuchung, solche Liebesschnulzen zu lesen, obwohl sie gar nicht in mein bevorzugtes Genre fallen. Bei Lisa McAbbey jedoch kann ich nicht nein sagen, da mir ihre Geschichten sehr gut gefallen. Dies hat aber damit zu tun, dass sich die Autorin Themen annimmt, die nicht so populär sind und damit etwas abseits vom Mainstream agiert. Hier kann man nämlich auch so einiges lernen, was einem vielleicht gar nicht interessiert hätte. Diesmal geht es um Schmuggel von Alkohol und Tee. Im 18. Jahrhundert fand dieser nämlich in großem Maße statt. Ein höchstinteressantes Thema. Die Liebesgeschichte, die sich drumherum spinnt, wirkt dadurch gar nicht so aufdringlich, eher aufregend. Denn Lysia, eigentlich eine vornehme Dame, verguckt sich ausgerechnet in einen Mann unter ihrem Stand. Mit einem sehr flüssigen Schreibstil erzählt die Autorin Lysias Geschichte. Der Kampf um die Existenz ist hart, doch Lydia ist eine starke Persönlichkeit, die nicht aufgibt und nach jedem Strohhalm greift, der sich ihr bietet. Dass dieser Strohhalm illegal ist, nimmt sie in Kauf. Sie will für ihre Familie nur das Beste und benötigt Geld, um einen neuen Start hinlegen zu können. Nachdem der Earl von Darrington verlauten ließ, dass er dem Schmuggel ein Ende machen will, ist es für Lysia doppelt so schwer, alles geheim zu halten. Hilfe bekommt sie von ihrem Gehilfen Gibbs, der mich irgendwie - wahrscheinlich wegen dem Namen - an einen Piraten aus Fluch der Karibik erinnert hatte. Mr. Gibbs ist dabei die rechte Hand von Jack Sparrow, eine treue Seele. Und so ist auch Gibbs in dem Buch. Loyal und hilfsbereit. Ein echter Freund und - nach dem Tod von Lysias Vater - auch eine Art Vaterersatz. Weitere Hilfe gibt es von Jack Ryder, einem Rossknecht, der ausgerechnet auf dem Anwesen des Earl von Darrington arbeitet. Jack hat mir sehr gut gefallen, da er eine sehr forsche Art hat und Lysia mehr als einmal zum Erröten bringt. Er sagt, was er denkt und steht auch dazu. Er ist Lysia ebenfalls treu ergeben und testet auch gerne Grenzen aus, die er eigentlich nicht überschreiten darf. Die Wortgefechte zwischen Lysia und Jack waren höchst unterhaltsam. Zwischen den beiden knistert es gewaltig und das verwirrt nicht nur Lysia. Ich habe mit Spannung auf das Ende hin gelesen, um dann meine Vermutung bestätigt zu bekommen, die ich ab Mitte es Romanes hegte. Dies hat mich persönlich sehr gefreut. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Der Unterhaltungswert ist hoch und nebenbei lernt man so einiges über Schmuggel. Lysia und Jack haben mich begeistern können. Fazit: Eine historische Liebesgeschichte mit Lerneffekt.

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Im 9. Jahrhundert nach Christus brachen auf Island Vulkane aus und hinterließen ein Kälteperiode, die sich über ganz Europa ausweitete. Das Land wurde unwirtlich, Rohstoffförderung schwer, Amerika nie entdeckt. Dampfkraft, Æronautik und Elektrizität läuten jedoch eine neue Periode ein und der Fortschritt neigt sich in eine andere Richtung. Das viktorianisch angehauchte Zeitalter wartet mit Dampfmaschinen auf und Zeppeline fliegen durch die Luft. In dieser Steampunk-Anthologie haben sich 13 Autoren so ihre Gedanken zu diesem alternativen Europa gemacht und eine Kurzgeschichtensammlung der fantastischen Art herausgebracht. Die verschiedenen Protagonisten in den Geschichten könnten nicht unterschiedlicher sein. Wir begegnen Agenten, Tagelöhnern, Dieben, Mördern, Handwerkern, Navigatoren und vielen anderen interessanten Persönlichkeiten. Wir treffen aber auch alte Bekannte, wie in der Geschichte Der Puppenmacher von Judith Vogt C. Vogt, die uns auch schon von den Büchern Die zerbrochene Puppe und Die verlorene Puppe bekannt ist. Die Geschichte Der Puppenmacher hat übrigens auch einen ernsthaften Hintergrund, welcher HIER nachzulesen ist. Wir plündern mit Friesen, führen Aufträge im Namen Ænglands aus und begeben uns in unwirtliche Gegenden. Eines haben die Geschichten jedoch gemeinsam: Sie sind absolut spannend zu lesen. Ich war durchweg begeistert und auch mal wieder total fasziniert, wie unterschiedlich die Autoren doch an das Thema herangegangen sind. 13 Kurzgeschichten, die verschiedener nicht sein könnten, aber immer den gemeinsamen Nenner Eis und Dampf haben. So meint man, sich zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Orten aufzuhalten und hofft fast, dass am Ende alle Charaktere in einem großen Showdown aufeinandertreffen (soweit sie ihre Geschichte auch überleben). Ein paar haben sich mir besonders ins Gedächtnis eingeprägt. So z. B. Honig mit Hindernissen von André Wiesler. Wir begegnen Tindwerch, einem Riesen von einem Mann, der eigentlich nur seine Zahnschmerzen behandeln lassen möchte. Durch Zufall rettet er jedoch Heike Most vor ihren Entführern und bekommt danach von deren Vater ein unmoralisches Angebot. Tindwerch hat mir sehr gut gefallen, da er naiv wirkt, aber es faustdick hinter den Ohren hat. Er nutzt seine Art aus, weiß aber ganz genau was er will. Außerdem ist er nicht auf den Mund gefallen, sagt, was er denkt und wirkt dadurch noch sympathischer. Das Tourbillon von Henning Mützlitz erzählt von einem Uhrmacher, der für die Großherzogin zum Geburtstag eine besondere Uhr anfertigen soll. Dies tut er auch, wird allerdings erst im letzten Moment fertig und bittet seinen Gehilfen, die Uhr nun abzuliefern, damit sie noch rechtzeitig übergeben werden kann. Die Geschichte wartet mit allerlei Interessantem auf und hier war es vor allem der Schreibstil, der mich in den Bann gezogen hat. Im Auge des Sturms von Stefan Schweikert hat mir auch besonders gut gefallen. Hier geht es um Samantha, ein junges Mädchen, das Anführerin einer Straßenbande ist. Mit Diebstählen halten sie sich alle über Wasser. Als Samantha geschnappt wird, kommt sie in eine Art Irrenanstalt und muss für Experimente herhalten. Bei dem Angriff der Friesen auf die Stadt, kann Samantha jedoch entkommen und bekommt ihren größten Wunsch erfüllt. Dies war für mich die traurigste Geschichte des Buches, da mir Samantha in kurzer Zeit ans Herz gewachsen ist. Allein muss sie sich und eine Horde Kinder durchfüttern, wird von einem gleichaltrigen Jungen gepiesackt, der ihr die Führung abspenstig machen möchte und gerät dann auch noch an die falschen Leute. Dies ist nur eine kleine Auswahl an Geschichten, aber das Buch ist voll von spannenden, interessanten und fantastischen Storys. Die Schreibstile sind durchweg flüssig und packend zu lesen. Jeder Steampunk-Begeisterte kommt hier voll auf seine Kosten. Absolut empfehlenswert. Fazit: Steampunk-Storys der feinsten Art.

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Hildegunst von Mythenmetz, Bewohner der Lindwurmfeste, wacht am Totenbett seines Dichtpaten Danzelot von Silbendrechsler. Bevor dieser endgültig von ihm geht, übergibt er Hildegunst ein Manuskript und die Aufgabe, den Verfasser dieses großartigen Meisterwerkes zu finden. Einziger Hinweis: Buchhaim, die Stadt der träumenden Bücher. Dorthin begibt sich Hildegunst und ist bei Ankunft gleich fasziniert von dem Ort, an dem Bücher auf jede erdenkliche Weise geehrt werden. Antiquariate, Verlage, Druckereien, gemütliche Lesecafes, Dichter und Denker an jeder Ecke, Geschäfte, die sich mit allem rund ums Buch befassen. Alles hat mit dem gedruckten Wort zu tun. Bei seinen Nachforschungen stößt Hildegunst auf Phistomefel Smeik, der ihm dabei helfen kann, den Verfasser des Manuskriptes zu finden. Doch kann Hildegunst ihm wirklich trauen? Ein großartiges Buch in Bilder gebannt. Die Graphic Novel umfasst die erste Hälfte des Buches Die Stadt der träumenden Bücher und erzählt, warum der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz die Lindwurmfeste verlässt und nach Buchhaim geht, um dort den unbekannten Verfasser eines Manuskriptes zu finden. Hildegunst erlebt so einiges in der Stadt und lernt auch so manche Leute kennen. Einige meinen es gut mit ihm, andere nicht. Ich bin wirklich begeistert von der Graphic Novel. Der Autor Walter Moers hat mehrere Jahre an der Umsetzung gearbeitet und zusammen mit dem Illustrator Florian Biege nun eine Graphic Novel vorgelegt, die seinesgleichen sucht. Die Bilder sind aufwendig gearbeitet, mit vielen Details geschmückt und spiegeln den Inhalt der Geschichte in wunderbarer Weise wider. Oftmals sind mir Dinge erst auf den zweiten oder dritten Blick aufgefallen, nicht etwa, weil sie schwer zu finden sind, sondern weil eben sehr viel zu finden ist. So gibt es auch etliche Anspielungen auf andere Zamonien-Romane wie z.B. Der Schrecksenmeister oder Die 13 1/2 Leben des Käpt¿n Blaubär . Diese Detailverliebtheit hat mir sehr gut gefallen, denn so hat man in meinen Augen noch viel mehr von dieser Graphic Novel. Die Texte waren ebenfalls sehr informativ gestaltet. Mit knappen Worten wird die Geschichte von den Charakteren erzählt. Kleinere Kästchen mit erzählender Wirkung taten den Rest. Ansonsten sprechen die Bilder. Der Autor, der ja eng mit dem Illustrator zusammengearbeitet hat, konnte dadurch auch seine Vorstellungen einfließen lassen. Man merkt der Graphic Novel die viele Arbeit an, die in ihr steckt. Alles wirkt sehr durchdacht, hochwertig und stilvoll. Und auch genau auf das Buch abgestimmt. So geht der Reiz der ganzen Geschichte nicht verloren und ist eine wertvolle Ergänzung. Ich würde mich freuen, wenn es vielleicht noch mehrere Zamonien-Romane schaffen, gemalt zu werden. Die Geschichte an sich ist gerade für Buchverrückte sehr interessant. Denn hier werden Bücher in den Mittelpunkt gerückt. Auf sehr fantastische Art und Weise wird hier eine kleine Hommage an Bücher aufgetischt. Alle Formen, Genre, Farben und Größen werden gehuldigt. Gepaart mit den teilweise sehr schrulligen, komischen, bösen, naiven und geheimnisvollen Einwohnern Zamoniens ergibt sich eine spannende Abenteuerreise durch die Stadt Buchhaim mit seinen vielen ober- und unterirdischen Orten. Hildegunst von Mythenmetz, der selbst ein großer Schriftsteller werden will, geht erst naiv an die Aufgabe heran, wächst jedoch mit jeder neuen, die er löst, ein großes Stück und stürzt dabei in sein wohl größtes Abenteuer. Band 2 erscheint im Januar 2018. Ich freue mich. Fazit: Ein Abenteuer in einer ganz besonderen Stadt auf eine ganz besondere Art.

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Harry Freudenthal ist Jude und lebt zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Für ihn kein leichtes Unterfangen, muss er doch verheimlichen, was sein wahrer Glaube ist. Irgendwie schafft er es, den Schergen der SS zu entfliehen, ist jedoch auch immerwährend auf der Flucht. Durch Zufall und dem Einwirken der Reichsfilmregisseurin Leni Riefenstahl nimmt er am Jahreslauf zu Ehren des Führers teil. 1000 Kilometer von Berchtesgaden nach Berlin in tägliche Abschnitte aufgeteilt. Der Sieger hat die Ehre, dem Führer am 20. April zu seinem Geburtstag zu gratulieren. Harry wird zu Paul Renner und läuft inkognito mit, hat jedoch Mühe, sein Geheimnis zu bewahren. Doch er muss durchhalten. Bis zum Geburtstag, bis zum Bunker, bis zum Ende des Krieges. Der Klappentext verspricht einen grandiosen, tragikomischen Roman , der am Ostersonntag, 1945 beginnt. Denn dann startet Wir laufen für den Führer , ein 1000 km langer Lauf von Berchtesgaden bis nach Berlin. Was sich als irrwitziges Unterfangen seitens des Juden Harry Freudenthal herausstellt, entpuppt sich als ein Lauf um sein Leben. Ein Lauf, um sich und seine Religion zu retten. Und so lässt er sich auf den Lauf ein und gibt sein Bestes. Wir lernen zu Anfang den Juden Harry Freudenthal kennen. Er sitzt in einem Friseursalon und mit seinen über 90 Jahren trägt er nun schon seit langer Zeit ein Geheimnis mit sich herum. Jetzt, hier im Salon, muss es heraus und er beginnt zu erzählen. Von seiner Jugend, von dem Lauf und von seinen Erlebnissen mit diversen im zweiten Weltkrieg lebenden Personen. Wir treffen auf Leni Riefenstahl, Goebbels, Eva Braun, Hitler und andere seiner Schergen. Wir erleben die Schrecken des Krieges, die letzten Tage des Adolf Hitler sowie Harrys Angst, ob er lebend aus dem Ganzen herauskommt. Der Lauf von Berchtesgaden nach Berlin ist in Etappen aufgeteilt. Jeden Tag wird ein bestimmter Abschnitt gerannt, wobei man durch die unterschiedlichsten Gegenden läuft. Je näher Harry alias Paul an Berlin herankommt, umso mehr bekommt er vom Krieg mit. Bombenabwürfe, Tote auf der Straßen, brennende Häuser, geplünderte Dörfer, das ganze Elend des Krieges. Das Ende ist so nah. Während dem Laufen hat Harry viel Zeit nachzudenken und so bekommen wir Rückblicke auf sein bislang 25 Jahre währendes Leben. Und er hat viel erlebt. Sehr viel. Sehr, sehr viel. So viel, dass ich ca. in der Mitte des Buches mehr als skeptisch war, ob man so viel überhaupt in 25 Jahren erleben kann. Denn die Rückblicke sind so zahlreich, dass ich den Überblick verloren habe. Den Überblick über Harry, seine Freunde und seine Erlebnisse. Und dann ist da noch Harrys selbst auferlegte Mission. Er will gewinnen, um in den Bunker zu Hitler zu gelangen. Denn so hat er vielleicht die Chance, zu überleben. Und er schafft es tatsächlich, zu gewinnen. Doch im Bunker angekommen, neigt sich alles dem Ende zu. Er erlebt die letzten Tage des Adolf Hitler und seiner Getreuen. Der Autor hat mich am Anfang noch mitreißen können. Doch dann verzettelt er sich meiner Meinung nach so sehr in seinen Rückblicken, dass ich Mühe hatte, auseinanderzuhalten, ob wir uns jetzt im Jahre 1945 befinden oder in den Rückblicken. Harry trifft auf eine Unmenge von Menschen, in seinen Gedanken und während des aktuellen Laufs. Viele Namen werden genannt, viele Orte besucht und so einige Erlebnisse erlebt. Mir war alles einfach zu viel. Teilweise habe ich die Rückblicke auch nur überflogen und versucht, nur dem aktuellen Lauf zu folgen. Erst die letzten 50 Seiten haben mich wieder fesseln können, als sich Harry im Bunker aufhält und dort Adolf Hitler, Eva Braun und andere bekannte SSler kennenlernt. Und ab da wird es auch wieder sehr fantastisch , die Phantasie des Autors kennt keine Grenzen. Und kommt auch wieder an das heran, was ich zu Anfang des Romanes so gut fand. Der Schreibstil ist anfangs noch sehr packend, aber irgendwann ließ es bei mir das Interesse nach, eben aufgrund der so zahlreichen Informationen. Fazit: Guter Anfang, gutes Ende. Nur zwischendrin war es einfach too much .

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Fanny Funke arbeitet als Jahrespraktikantin in einem Grandhotel in der Schweiz. Das Hotel wird Wolkenschloss genannt, weil es aufgrund seiner Lage in den Bergen eben an ein solches erinnert. Fanny übernimmt Aufgaben wie Kinderbetreuung, Hilfe im Wellnessbereich, Reinigung der Zimmer oder auch die Bewältigung der Wäscheberge, die täglich anfallen. Als eines Tages der Job als Babysitter fast in die Hose geht, ist ihre Rettung Ben, der Sohn des Besitzers des Hotels. Er kommt in den Weihnachtsferien, um im Hotel zu arbeiten. Fanny findet Gefallen an ihm, aber da ist auch noch Tristan, ein junger Mann, der zusammen mit seinem Großvater im Hotel Urlaub macht. Fanny hat jedoch alle Hände voll zu tun. Weihnachten und der große Silvesterball stehen an. Viele Gäste quartieren sich ein. Die russische Familie Smirnov, berühmte Autoren und ehemalige Sportler sowie Gäste, die schon seit Jahren die Ferien im Hotel verbringen. Als das Gerücht vom Hotel-Kidnapper die Runde macht, glauben alle, dass dies im Wolkenschloss nie passieren könnte. Fanny macht jedoch nicht nur das Gerücht zu schaffen, sondern auch ihre Gefühle für Ben und Tristan. Welch eine zuckersüße Geschichte. Man ist von Anfang an verliebt in die Figuren, das Setting und die Handlung. Nach und nach lernt man die Charaktere kennen, die sich in unser Herz schleichen und mit ihren Schrullen und Eigenarten den ganzen Charme des Hotels in den Wolken ausmachen. Vorneweg ist es Fanny, die die Geschichte trägt. Als Jahrespraktikantin hat sie es nicht so leicht. Sie ist das Mädchen für alles, muss verschiedene Stationen im Hotel durchlaufen, unter der strengen Hand von Fräulein Müller, die man eigentlich nie zu Gesicht bekommt. Fanny ist Kindermädchen, Putzfee, Wäscherin, Wellness-Beraterin und eigentlich immer unterwegs. Die kurzen Ruhepausen füllt sie mit der Fütterung von zutraulichen Dohlen, Nachforschungen über Ungereimtheiten, Flirten mit gut aussehenden Jungs oder einfach, um ihre Neugier zu stillen. Die Autorin erzählt dabei in einem leichten Stil die Geschichte, als würde alles so nebenbei passieren. Viele Klischees werden erfüllt, doch kommt dies einem gar nicht so vor, weil es einfach nur Spaß macht, Fanny bei ihren täglichen Aufgaben und Erlebnissen zu begleiten. Fanny steckt voller Energie. Mit 17 Jahren hat man diese noch. Und sie nimmt alles fast klaglos hin. Ihre Pflichten erfüllt sie gewissenhaft, kommt mit ihren Kollegen und den Gästen sehr gut aus, kümmert sich hingebungsvoll um die Kinder und hat auch immer einen netten Spruch auf Lager. Das Cover ist einfach wunderschön. Fliederfarben ist das Wolkenschloss abgebildet und vermittelt so schon das Gefühl einer wunderschönen Geschichte. Welche auch wirklich im Inneren steckt. Ich bin immer wieder überrascht, wie das Cover das Innere eines Buches widerspiegelt. Alle Charaktere sind schön gezeichnet, tragen mehr oder weniger zur Geschichte bei und eigentlich gibt es keinen, den man so gar nicht mag. Selbst die Bösen kann man nicht hassen. Auch wenn die Geschichte bis kurz vor Ende so vor sich hin plätschert, kommt doch keine Langeweile auf. Und zwischendurch gibt es sogar Stellen, die ein bisschen fantastisch daherkommen. Dies macht den magischen Reiz des Hotels aus und führt auch zu einigen Fragen, die am Ende ein bisschen beantwortet werden. Ich habe jetzt schon mehrfach gelesen, dass es sich hier um einen Einzelband handeln soll. Eigentlich schade, da ich gerne noch längere Zeit in dem Hotel verbracht hätte. Vielleicht entscheidet sich die Autorin - auch wenn es kein allzu offenes Ende gibt - doch nochmal in die Schweiz zurückzukehren und uns weitere Abenteuer mit Fanny und dem Personal des Wolkenschlosses erleben zu lassen. Gerne würde ich in diesem Hotel einmal Urlaub machen, gerade zur Weihnachtszeit. Ich bin kein Fan von Schnee, aber der Zauber, der von allem ausging, hat mich sehr gefangen genommen und ließ mich nur widerwillig wieder aus der Geschichte auftauchen. Fazit: Eine zuckersüße Geschichte mit zuckersüßen Charakteren und einem zuckersüßen Cover.

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Mats Krüger ist Therapeut und leidet an Flugangst, versucht diese jedoch zu bekämpfen und fliegt von Buenos Aires nach Berlin, um dort seiner schwangeren Tochter Nele bei der Geburt beizustehen. Kaum im Flugzeug angekommen, bekommt er einen Anruf, dass Nele entführt wurde und er sie nur retten kann, wenn er es schafft, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Seine einzige Waffe: ein Passagier, bei welchem er eine vor Jahren gelungene Therapie rückgängig machen soll. Mats muss eine schwerwiegende Entscheidung treffen: Rettet er Nele und bringt dafür über 600 Passagiere, die Crew des Flugzeugs und sich selbst dabei um oder rettet er das Flugzeug und verliert dafür das einzige Gute, was er in seinem Leben noch hat? So viel hat uns der Autor schon durchmachen lassen: Hetz- und Verfolgungsjagden durch Städte, seelische Abgründe, die das Schlimmste aus einem herausholen, stürmische Inseln, auf denen perfide Spiele gespielt werden, Träume, die einem in den Wahnsinn treiben, Kreuzfahrten in den Tod. Immer wieder wird dabei mit der Psyche gespielt, immer wieder treibt uns der Autor in den Wahnsinn, weil letztendlich alles anders ist, wie gedacht. Nach den letzten für mich etwas schwächeren Bänden, habe ich nun auf einen alten Fitzek gehofft. Einen Roman, der mich fesselt, mich packt und mir zeigt, dass der Autor es kann. Die Therapie oder Der Seelenbrecher haben mich gelehrt, dass das Dunkle in jedem von uns steckt. Abgeschnitten zeigte mir, dass ich lieber nicht bei Sturm auf einer Insel sein möchte und Kreuzfahrten habe ich mir nun sowieso abgeschminkt. Nun begeben wir uns die Höhe und fliegen zusammen mit Dr. Mats Krüger nach Deutschland, damit er dort seine schwangere Tochter Nele bei deren Geburt begleiten kann. Er selbst leidet jedoch an Flugangst und kann nur mit viel Mühe an Bord der Maschine gehen. Doch möchte er den Wunsch seiner Tochter erfüllen. Und als hätte er es geahnt, kommt es zu Komplikationen. Nicht, weil das Wetter schlecht ist, sondern weil er durch einen Anruf von der Entführung seiner Tochter erfährt. Außerdem sei er der einzige, der sie retten könne, wenn es ihm gelingt, das Flugzeug abstürzen zu lassen. Schon sind wir mittendrin in einem spannenden und packenden Psychothriller, der mal wieder offenlegt, wie einfach manche Leute zu manipulieren sind und welche perfiden Spiele mit einem getrieben werden können, damit der Wille einer einzelnen Person seinen Weg findet und durchgesetzt werden kann. Die Geschichte wird in drei Strängen erzählt. Einmal hoch in der Luft durch Mats Krüger, einmal in Berlin durch seine Tochter Nele und - ebenfalls in Berlin - durch Mats Kollegin Feli, die seinen Hilfe(an)ruf ernst nimmt und sich auf die Suche nach Informationen macht. Mats selbst war mir nicht sehr sympathisch, zumindest die ersten 2/3 des Buches. Er wirkte auf mich eher fahrig (vielleicht auch bedingt durch die Flugangst), teilweise war sein Handeln nicht nachzuvollziehen. Und doch ergab alles am Ende einen Sinn, was bei mir persönlich dann auch ein paar Sympathiepunkte ihm gegenüber hervorbrachte. Nele hat es nicht leicht. Sitzengelassen vom Ex-Freund, muss sie, schwanger und auch mit einer gefährlichen Krankheit geschlagen, alleine für ihre Zukunft sorgen. Sie geht es zwar schon richtig an, in dem sie für sich und das ungeborene Kind viele Pläne hat, doch scheint sie mir recht naiv und auch unentschlossen. Sie tat mir sehr leid, weil ihr einfach eine Bezugsperson fehlte, an der sie sich orientieren bzw. die sie etwas fragen konnte. Feli, eine Kollegin von Mats, soll eigentlich an dem Tag heiraten, doch der Anruf von Mats führt sie dazu, nach Nele zu suchen und kommt dabei Ungeheuerlichem auf die Spur. Feli fand ich persönlich noch am interessantesten, weil sie mit der Suche nach Nele ihr Leben selbst in Frage stellt und wichtige Entscheidungen trifft, die nicht nur ihre Zukunft besiegeln. Auch wenn ich nicht zu 100 % zufrieden war, war die Geschichte dennoch spannend und irreführend. Es gab einige Wendungen, auch wenn ich von Anfang an einen Verdacht hatte, der sich auch bestätigte. Die Psyche wird gerade bei Mats voll ausgereizt und er überrascht am Ende dann doch, so dass die ganze Story nochmals einen gewissen Kick bekommt. Der Autor bedient sich einem aktuellen Thema. Der Absturz der German Wings Maschine im Jahre 2015 - der damalige Pilot ließ die Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in Südfrankreich zerschellen, weil er beschlossen hatte, Suizid zu begehen. Aufgrund dessen soll es nun stärkere Tests für Piloten geben, um herauszufinden, ob diese psychisch angeschlagen sind, unter Depressionen oder sonstigen Krankheiten leiden. Der Autor spinnt nun die ganze Geschichte weiter und heraus kam dabei eben Flugangst 7A . Wer sich fragt, warum gerade 7A muss das Buch lesen, da mit kleinen Andeutungen auch diverse Statistiken im Buch untergebracht sind, die für an Flugangst leidende Personen bestimmt sehr interessant sind. Ich selbst mag den Start und die Landung bei Flügen nicht und bin froh, wenn ich es hinter mich gebracht habe, vom Fliegen wird mich das Buch und meine Angst jedoch nicht abhalten, weil ich eben gerne fremde Länder erkunde. Viele Themen werden auf den 400 Seiten abgehandelt, eigentlich viel zu kurz, um alles richtig zu erklären. Das Ende war interessant und teilweise überraschend, was eben den Protagonisten Mats angeht. Das hochwertige Cover verführt regelrecht zum Verkauf. Man blickt auf die Außenseite des Flugzeuges bzw. auf ein Fenster und eine erscheinende Hand. Entfernt man den Schmutzumschlag, kommt ein Wackelbild zum Vorschein, welches das Innere des Flugzeugs zeigt. Das Wackelbild erzeugt gleich eine Unmenge an Fantasie und passt zu der innenliegenden Story. Fazit: Eine spannende, wenn auch etwas vorhersehbare Geschichte mit einigen Wendungen.

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Der Zufall führt den Piloten Ian, die Piratin Sina und den Mechaniker Juri zusammen. Angeführt von der BeanSidhe El¿ara reisen sie mit dem erbeuteten Raumschiff, der Melnir durch das Weltall, einer Spur folgend die zu einem unbestimmten Ziel führt. Die bunt zusammengewürfelte Mannschaft muss sich nun mit dem modernsten Schiff der Galaxie vertraut machen. Etwas Großes steckt hinter allem und die Gruppe muss sich Gefahren stellen. Doch können sie einander vertrauen? Die Geschichte erinnert an eine Mix aus Star Wars, Star Trek und Guardians of the Galaxy. Fremde Welten, exotische Wesen und eine bunt zusammengewürfelte Truppen, die in einem modernen Raumschiff das Weltall retten müssen, aber nicht mal selbst wissen, was in ihnen vorgeht. Die Autorin bietet von Anfang an tiefe Einblicke in die Gedankenwelt der Protagonisten, so weit es die Persönlichkeiten zulassen. Bei Ian und Sina ist dies vor allem der Fall, denn in meinen Augen tragen die beiden den größten Anteil an der Geschichte. Zwar sind noch El¿ara und später auch Juri involviert, doch strahlen Ian und Sina mehr Faszination aus. Die unendliche Weite des Weltalls wird in diesem Roman auf einen kleinen Punkt zusammengefasst. Das Universum kommt einem gar nicht mehr so groß vor, obwohl doch einige Orte angeflogen werden. Aber es wird auch viel Zeit auf dem Raumschiff, der Melnir, verbracht. Denn die Melnir wird zu einem neuen Zuhause, nachdem aus unterschiedlichen Gründen eben diese verloren gegangen sind. Ich muss zugeben, dass mir die Größe der Melnir trotz der Beschreibungen ein Rätsel blieb. Teilweise war alles sehr verwirrend. Eine kleine Zeichnung zu dem Schiff hätte mir geholfen. Auch die Planeten und Orte waren unübersichtlich. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen, an den richtigen Stellen packend, einfühlsam und in die Tiefe gehend. Gerade die Protagonisten werden greifbar und Sina (was aber nicht an der Namensgleichheit zu mir lag) hat mir besonders gut gefallen. Ihre Vergangenheit und die Gegenwart ließen mich immer nur hoffen, dass sie in Zukunft ein besseres und ruhigeres Leben führt. Im Nachhinein betrachtet würde dies zwar nicht so recht zu ihr passen und doch wünsche ich mir für sie einfach eine Konstante, die sie durchs Leben führt. Augenblick der Ewigkeit ist der Auftakt zu einer Reihe und hört auch an einer sehr spannenden Stelle auf. Ich hoffe, der zweite Teil ist schon in Arbeit und erscheint recht zügig. Fazit: Ein spannendes Weltraumabenteuer.

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Man kann nie wissen, was sich hinter einer Maske verbirgt. Sie kann Gutes tun oder zum Bösen verleiten. Man fühlt sich wohl oder lernt Gefühle kennen, die einem das Fürchten lehren. 16 Autoren haben sich dem Thema Masken gewidmet und sich Gedanken gemacht. Herausgekommen ist ein Mix aus fantastischen, mysteriösen und dunklen Kurzgeschichten. Horror und Liebe treffen auf Krimi und Thriller. Fantasy mischt sich mit Realität und letztendlich weiß man nicht, ob es erfunden ist oder wirklich so stattgefunden hat. Für jeden ist etwas dabei. Man rätselt, man lacht, man fürchtet. Alle Geschichten führten zu einem Abgrund, dessen Grenze man nicht überschreiten möchte, aber manchmal auch gezwungen wird, einen weiteren Schritt zu gehen. Verführerisch kommen manche Masken daher, andere verstecken oder holen etwas aus einem hervor, das zu dunklen Gefühlen führt. Jede Maske hat ihr Eigenleben. Manchmal braucht man eine in Form von Porzellan, Holz oder Tuch. Manchmal steckt sie in uns. Und ist es immer ein Teil von uns. Man lässt sich nicht dahinter schauen, verbirgt etwas und doch kommen Dinge hervor, die so nicht geplant sind. Nicht alle Geschichten enden mit Happy End. Dies hat mir jedoch sehr gut gefallen, da so Abwechslung ins Ganze kam. Man konnte sich nie sicher sein, ob es für den jeweiligen Protagonisten gut ausging oder ob er der Verführung verfällt. Das Rätselraten, ob bis zum Ende durchgehalten wird oder man (sich selbst) verliert. Alle Geschichten haben mir sehr gut gefallen, doch gab es wieder welche, die ich hervorheben möchte, da sie mir durch Schreibstil, Ausdruck oder Inhalt aufgefallen sind. Dämonenmaske von Bianca Brach erzählt die Geschichte von Brittany, die als Graue Maus durch das Leben schleicht. Mit 27 Jahren noch Jungfrau und eigentlich eher der introvertierte Typ, versteckt sie sich hinter Büchern und ihrem Job im Reisebüro. Ihr bester Freund Matthew, gut aussehend und eigentlich das genaue Gegenteil zu ihr, versucht jedoch, ihr die Freuden des Lebens zu zeigen. Als beide zu einem Maskenball gehen, bemerkt sie, dass die Masken, die dort getragen werden, schreckliches verbergen. Die Maske des Gargoyles von Stefanie Bender hat mir von Anfang an schon wegen dem Titel gut gefallen. Gargoyles sind für mich sehr faszinierende Geschöpfe und wenn ich Wasserspeier auf alten Kirchen oder Häusern sehe, muss ich diese sofort fotografieren und in meinem Kopf fängt die Fantasie an zu sprudeln. Die Autorin zeigt uns jedoch den Gargoyle von seiner schwarzen Seite. Kriss Ruhi führt uns an den Baikalsees und zeigt, was einem erwarten kann, wenn man sein Vertrauen an die falschen Leute verschenkt. Alle Geschichten sind ausgereift und interessant zu lesen. Was aber auch an der Aufmachung des Buches liegt. Denn dies ist auch wieder hervorzuheben. Die kreativen Ideen der Herausgeberin ziehen sich nämlich durch alle Bücher hindurch. So macht das Lesen einfach Spaß. Diesmal ist das Cover in Brauntönen gehalten und erinnert mich auf den ersten Blick eben an einen Maskenball aus dem Barock. Das Versteckspiel, das Geheimnisvolle und Mysteriöse spiegelt sich wider. 16 Geschichten, 16 unterschiedliche Ansichten. Ich bin immer wieder erstaunt, was Autoren aus einem vorgegebenen Thema machen. Das Buch ist eine kurzweilige Unterhaltung, regt auch zum Denken an und gibt Antworten auf die unterschiedlichsten Vorstellungen des Bösen und Guten. Fazit: Eine faszinierende Vorstellung, ein (Masken)Ball der Gefühle.

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Jeb, Jenna und Mary finden sich in der vorletzten Welt des Labyrinths wieder. Das Meer liegt in seinem unendlichen Blau vor ihnen. So weit das Auge reicht ist kein Ausweg in Sicht. Mary jedoch weiß, was sie erwartet, denn es ist ihre Welt, der Ort, an dem sie aufgewachsen ist. Und schon erwartet sie die nächste zu nehmende Hürde, ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen ihre Ängste. Gnadenlos wird ihnen zugesetzt. Das Ende scheint sehr nah. Die retten Lösung führt zu einem weiteren Verlust, aber auch zu den so lang ersehnten Antworten. Und zu noch mehr Problemen. Denn das Labyrinth kennt keine Gnade. Teil 3 hat der ganzen Trilogie nochmals das sprichwörtliche I-Tüpfelchen aufgesetzt. Ich habe noch nie eine Reihe beendet, die mich so derart unzufrieden zurückgelassen hat. Vorab: ich liebe offene Enden, bei denen man seiner Phantasie freien Lauf lassen kann und sich so manche weitere Szenen noch selbst vorstellen muss. Doch das, was der Autor hier am Ende hat stehen lassen, ist für mich sehr unbefriedigend. Das erwartete Happy End ist keins, weil es eigentlich so gar kein Ende gibt. Die Geschichte bricht ab, nachdem eine Person eine Entscheidung getroffen hat, zu welcher man noch getrost drei weitere Bücher hätte schreiben können. Nach Lesen der letzten Seite schreit das Ende quasi nach einem weiteren Teil. Und doch ist die Reihe abgeschlossen. So dermaßen offen mag ich es dann auch nicht. Nach dem schwachen ersten Teil, den der zweite jedoch ausgleichen konnte, hat mir der dritte Band bis auf die letzten Seiten gut gefallen. Spannung, Gefahr, Trauer und Hoffnung haben sich abgewechselt und somit einen spannenden und packenden Teil gebildet. Dann die (gelungene) Auflösung der ganzen Angelegenheit. Bis das dicke Ende kommt... und dann nichts mehr. Nicht mal in der Danksagung wird erklärt, warum das Buch so endet. Dies finde ich sehr schade, da ich so nicht nachvollziehen konnte, was der Autor sich dabei gedacht hat. Die neue Welt, in der sich Jeb, Jenna und Mary zu Anfang befinden, ist sehr bedrohlich, obwohl sie auf den ersten Blick beruhigend wirkt. Das Wasser und vor allem die sengende Hitze wird jedoch zum Problem. Auch die im Meer lebenden Bewohner setzen den drei ordentlich zu. Mary übernimmt diesmal den starken Part und tritt in den Vordergrund. Warum, wird dann ab Mitte des Buches sehr deutlich. Gerade bei ihr ist eine ordentliche Entwicklung auszumachen. Ist sie in den ersten beiden Bänden noch eher das schwächste Glied der Kette, hat sich dies geändert und Mary ist der Charakter, um den sich alles dreht. Jeb und Jenna treten sehr in den Hintergrund, was sich später aufklärt. Der Schreibstil des Autors ist durchgehend packend, auch wenn sich ein paar Wiederholungen eingeschlichen haben. Dies stört jedoch den Lesefluss nicht. Die Idee des Autors ist unheimlich interessant, die Umsetzung war - nach dem die Auflösung ans Licht kam - auch gelungen. Und man versteht nach Lesen des dritten Teils auch, warum der Autor das Wort Labyrinth gewählt hat, was mir nach Lesen der ersten beiden Bände noch ein Rätsel war. Fazit: Bis auf das sehr offene Ende eine spannende Reihe.

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Absinth - ein Getränk, um welches sich viele Legenden ranken. 12 Autoren haben sich nun diesen Legenden angenommen und daraus Kurzgeschichten gesponnen. 12 Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Anthologie führt zu den verschiedensten Orten. Einmal ist die grüne Fee als Muse unterwegs, ein anderes Mal ist sie grausam und brutal. Doch jedesmal hat sie mit Künstlern zu tun. Sie regt die Phantasie an, nährt sich davon oder mordet. Wir treffen auf die unterschiedlichsten Personen, fiktiv, wie auch historisch belegt. Schriftsteller, Maler, Dichter... allesamt Personen, die durch ihre Phantasie kreativ wurden und auch gerne zu dem grünen Getränk gegriffen haben. Zumindest in den Kurzgeschichten. So begegnen uns Arthur Conan Doyle, Jules Verne, Mata Hari, Oscar Wilde und viele, viele mehr. Auch wenn ich alle Kurzgeschichten ausnahmelos gut fand, gab es doch einige, die für mich aus der Menge herausstachen. Scheiß auf Nemo - rettet die Nautilus von Markus Cremer z. B. ist eine lustig-wirre Geschichte über eine grüne Fee, die in einer eher abgewrackten Kneipe als Muse für Künstler unterwegs ist. Je mehr Absinth konsumiert wird, umso mehr kann sich die Fee in die Gedanken der jeweiligen Kreativen hineinversetzen und ihnen als Muse dazu verhelfen, ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. So kommt es, dass sich die Fee in den Gedanken von Jules Verne wiederfindet und im dazu verhilft, dass er den Roman 20.000 Meilen unter dem Meer schreibt. Doch bis es soweit ist, müssen so einige Dinge durchgestanden werden. In Hipster van Gogh hat sich Nina Teller die grüne Fee als moderne Geschäftsfrau vorgestellt, die verschiedene Künstler um sich gescharrt hat. Dabei bedient sie sich einer interessanten Methode, da die Künstler allesamt schon seit Jahrzehnten oder gar Jahrhundert tot sind. Unter anderem Vincent van Gogh arbeitet für sie. Und Der Tod des Sherlock Holmes von Carmen Hübner erzählt die Geschichte von Arthur Conan Doyle, als dieser an einem wichtigen Punkt seiner Schreibkarriere steht und in der Schweiz über seine weitere Zukunft nachdenkt. Natürlich geht es dabei um den allseits beliebten Detektiven aus der Baker Street. Aber egal, welchen Weg die grüne Fee auch einschlägt, immer wieder ist es der Absinth, der sie leitet und im Mittelpunkt steht. Aber nicht nur die Geschichten sind echte Höhepunkte, auch die Aufmachung des Buches ist wieder wunderschön. Wie alle Bücher aus dem Art Skript Phantastik Verlag ist auch dieses mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Die Grüntöne auf dem Cover sowie die abgebildete Fee zeigen schon genau, um was es geht und spiegeln den Inhalt deutlich wieder. Auch innen ist es mit schönen Überschriften und Absinthgläsern auf jeder Seite ein Schatz. Die Autoren haben die Aufgabe, eine Kurzgeschichte über Absinth bzw. die grüne Fee zu schreiben, einfach hervorragend gelöst und kurzweilige Unterhaltung geschaffen. Ein ums andere Mal war ich begeistert von der gerade gelesenen Geschichte. Ein Buch, nach dem ich bestimmt öfter greifen werde. Fazit: Eine unterhaltsame Anthologie rund um die grüne Fee.

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