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Alle Rezensionen von meggie

Seite 1 / 50
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Die Fernsehshow Survive macht Furore. Firmen, die vor der Pleite stehen, haben die Chance 500.000 Euro zu gewinnen, wenn sie es schaffen, verschiedene Aufgaben zu überleben . Auch Dagmars Firma nimmt an der Show teil. Zusammen mit ihren Arbeitskollegen Katja, Lars, Bernd, Sören und Gunnar wird sie nach Norwegen geschickt. Die perfekte Kulisse für die Show. Doch dort angekommen merken alle bald, dass noch etwas anderes in den Wäldern Norwegens lauert. Etwas altes und grausames. Doch die Show muss weitergehen. Bis Gunnar angegriffen wird und das TV-Team spurlos verschwindet. Der Kampf ums Überleben beginnt. Thomas Finn ist nun ein Name, den ich mir merken muss. Denn mit Dark Wood hat er mich positiv überraschen können. Dies lag an dem schönen Setting Norwegen, an dem packenden Schreibstil, der spannenden Story und dem Umstand, dass er es geschafft hat, dass ich den Namen Dagmar ab sofort mit anderen Augen sehe. Ich muss zugeben, dass die Handlung an sich schon sehr komplex ist. Es ist nämlich nicht nur die Bedrohung aus den Wäldern Norwegens, die die Arbeitskollegen vor Probleme stellt, sondern auch der Umstand, dass es innerhalb des Teams auch einen Erpresser und Verräter gibt. Man kann keinem trauen, denn jeder hat etwas zu verbergen. Das Vertrauen hält sich in Grenzen und so ist es für alle schwierig, zusammenzuarbeiten und sich der Gefahr zu stellen. Zu Anfang lernt man natürlich alle oberflächlich kennen. Im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Details ans Licht, die dazu führen, die Unruhe zu schüren und den Hass zu streuen. Dazu kommt die unbekannte Bedrohung aus den Wäldern. Ein Wesen, dass mordet und sich an seinen Opfern labt. Und dessen Biss ansteckend ist. Der grausame Kampf ums Überleben fordert seine Opfer und bringt bei allen auch ihr wahres Gesicht zum Vorschein. Und doch kann ich fast allen Protagonisten auch ein gewisses Quäntchen Sympathie abgewinnen. Jeder Teilnehmer hat seine Probleme und möchte nicht, dass diese an die Öffentlichkeit gelangen und doch gibt es Momente, da muss die Wahrheit ans Licht, um das größt Mögliche erreichen zu können. Dieses Enthüllen von spannenden Details führt dazu, dass man mitfiebert und so seine ganz eigenen Favoriten aus der Gruppe filtert und für andere wiederum tiefen Hass entwickelt, obwohl sie am Anfang eigentlich ganz nett wirkten. Dieser gut gelungene Mix aus Horror, Thriller und mysteriösem hat mir sehr gut gefallen und führte nun auch dazu, das sich mir noch weitere Bücher des Autors zulegen werde. Sehr gut gefallen haben mir die Zickereien innerhalb der Gruppe. Jeder hat etwas zu verbergen, doch jeder weiß etwas über den anderen und hält dies in der Hinterhand, um den richtigen Moment abzupassen und die Bombe platzen zu lassen. Zeitweise erinnerte mich das Konzept an eine verschärfte Version des Dschungelcamps gepaart mit Big Brother . Für Geld macht man sich zum Hampelmann vor laufenden Kameras. Für mich auch unglaubwürdig war die Bereitschaft der Mitarbeiter, sich für ihre Firma so derart einzusetzen, obwohl gar keine Teamfähigkeit besteht und auch die meisten Mitarbeiter gar nicht so richtig Sympathie für ihre Firma entwickelt haben. Auch dass von Seiten der TV-Firma keine Hilfe geschickt wurde, obwohl die Verbindung zum Camp vollständig abgebrochen war, fand ich nicht so gut gelöst. Diese kleinen Logik-Fehler kann man jedoch verschmerzen und werden durch die spannende Story mehr als wett gemacht. Fazit: Spannung pur.

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In einer nahen Zukunft bestimmen Computerspiele das Leben. Virtual Reality ist in aller Munde. Und es gibt Menschen, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Fangemeinschaft ist groß und die Popularität rast steil nach oben. Kali Ling ist eine Kriegerin. Zusammen mit ihrem Team Defiance kämpft sie regelmäßig in Arenen um den Sieg. Und manchmal stirbt sie. Das ist ihr zwar schon oft passiert, doch sobald sie zurück in der Realität ist, kann alles von vorne beginnen. Kali treibt auf einer Welle des Erfolges und lässt sich mitreißen. Alkohol, Drogen und die Sucht nach der Virtual Reality bestimmen ihr Leben. Jäh wird sie jedoch daran erinnert, was es heißt, in der Realität dem Tod zu begegnen, als ihr Teammitglied Nathan an einer Überdosis Drogen stirbt - und droht, in Vergessenheit zu geraten. Das Buch ist rasant - wie ein virtuelles Autorennen. Es gibt ein Auf und Ab, man fährt Achterbahn, zumindest bis zur Hälfte des Buches. Ab da wird es ruhiger, überschaubarer, aber nicht weniger interessant. Das Zukunftsszenario erinnert an dem Film Tron , von dem sich die Autorin auch hat inspirieren lassen. In einer Kapsel liegend und mit Kabeln mit einem Computer verbunden, taucht man ab in eine virtuelle Realität, die so echt wirkt, dass man auch alles um sicher herum spürt. Sonnenstrahlen, das weiche Gras oder die staubige Erde. Auch Gerüche und Laute wirken echt. Kali Ling ist knapp 20 Jahre alt und auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Dies macht sie unvorsichtig. Beim Vorentscheidung zum großen Turnier werden sie und ihr Team von den Newcomern InvictUs gnadenlos fertig gemacht und getötet. Nun müssen sie in der Verlierergruppe antreten. Ihre Chancen sind gering. Um damit fertig zu werden, stürzt sich das Team in Alkohol, Drogen und Party. Was Nathan, einem Teammitglied, zum Verhängnis wird. Er stirbt an einer Überdosis Heroin. Kali stürzt dies in eine schwere Krise. Das Team ist am Ende, obwohl sie als Favoriten gehandelt wurden. Und zu allem Überfluss scheint es auch keinen groß zu interessieren, das Nathan gestorben ist. Schnell muss für Ersatz gesorgt werden. Rooke taucht auf. Verschwiegen und anscheinend auch nicht teamfähig, er bringt alles durcheinander. Bis Kali merkt, dass mehr hinter allem steckt und Ruhm nicht alles sein kann. Die Protagonisten sind mir alle von Anfang an sehr sympathisch gewesen. Vor allem Kali und Rooke, die beide gegen das System rebellieren, haben es mir besonders angetan. Kali ist eine junge Frau, die in der Virtual Reality eigentlich besser zurecht kommt, als in der Realität. Die Rolle, die sie als Kriegerin spielt, passt besser zu ihr. Eigentlich hat sie sich nur selbst noch nicht gefunden. Ihr Platz im Leben ist zwar der Richtige, doch sind es falsche Umstände, die dazu führen, dass sie sich nicht wohlfühlen. Rooke dagegen weiß, woran es liegt und versucht, sie auf den richtigen Weg zu führen. Der Schreibstil der Autorin ist durchweg fesselnd, so dass ich nach langer Zeit mal wieder ein Buch hatte, dass ich an einem Tag verschlungen habe. Spannend und packend zugleich, realitätsnah und doch in einer weit entfernten Zukunft. Trotzdem lässt sich vieles auf die Gegenwart übertragen. Der Druck, der auf vielen lastet, führt gerade bei Jugendlichen oft zu überstürzten und unüberlegten Handlungen, so dass es schwer ist, wieder in die richtige Bahn zu gelangen. Es ist wichtig, Freunde und Familie zu haben, die einem in so schwierigen Lebensphasen zur Seite stehen und eine helfende Hand bieten. Das Zukunftsszenario, welches die Autorin hier gezeichnet hat, ist sehr gut vorstellbar und nicht abwegig, so rasant, wie unsere Fortschritte sind. Eine virtuelle Realität ohne Brille zu erleben, kann ich mir sehr gut vorstellen. Umso realistischer macht dies die Zukunft und die damit verbundene Story der Autorin. Fazit: Eine sehr realitätsnahe Dystopie mit vielen gegenwärtigen Elementen.

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Abschiede sind nicht schön. Vor allem, wenn man im Streit auseinandergeht oder der Tod seine Hände im Spiel hat. Emily Trunko ist Bloggerin. Eines Tages hatte sie die Idee, Nachrichten von Menschen zu sammeln. Aber nicht irgendwelche Nachrichten, sondern die letzten Nachrichten. Nachrichten, die verschiedene Aussagen beinhalten. Traurige, böse, schlimme, nachdenkliche, freudige, hoffnungsvolle. Auf ihrem Tumblr-Blog The Last Message Received veröffentlichte sie diese Nachrichten. Und nun liegen ausgewählte Nachrichten nun in Buchform vor, wunderschön illustriert von Zoë Ingram. Viele Nachrichten handeln von der immer beliebteren Art, per WhatsApp, SMS oder eMail Schluss zu machen. Aber nicht auf die so einfache Art Es ist aus , nein, es geht tiefer, wird hasserfüllt oder auch sentimental. Man ist anderweitig verliebt oder hat einfach die Schnauze voll davon, sich weiter ausnutzen zu lassen. Aber auch Freundschaften werden beendet, weil man merkt, dass man hintergangen wurde, man einfach mit den Falschen befreundet ist oder selbst jemanden hintergeht. Viele Nachrichten treiben einem Tränen in die Augen, denn sie handeln gar nicht von einem geplanten Abschied. Es sind zusammenhanglose Nachrichten, die aber trotzdem die letzten sind, weil danach ein Unglück geschehen ist. Ein Unfall, eine tückische Krankheit oder gar Mord. Das Leben, das unerwartet zuschlägt. Die Sammlung ist unendlich traurig, zeigt sie doch, wie vergänglich alles ist. Und wie schnell man aus dem Leben gerissen werden kann. Aber auch, wie grausam viele sein können, wenn es darum geht, ihr Ego durchzusetzen. Es werden Leben zerstört. Dann gibt es aber auch wieder das Gegenteil. Die Hoffnung, die bei solch letzten Nachrichten entsteht. Viele schöpfen daraus Kraft, sich ein neues Leben aufzubauen. Einen neuen Start zu wagen. Die zu jeder Nachricht passende Zeichnung unterstreicht nochmals die Aussage, die hinter allem steckt. Es verstärkt das Gefühl der Trauer oder der Freude. Emily Trunko hat ein weiteres Buch herausgebracht, in welchem es um nie abgeschickte Briefe geht. Ich wollte nur, dass Du noch weißt... werde ich mir ebenfalls noch zulegen, damit sich hier auch garantiert wieder dieses bittersüße Gefühl einstellt, dass man beim Lesen solcher Bücher hat. Fazit: Es bleibt zu hoffen, dass einem solche Nachrichten nie erreichen werden.

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Arthur Conan Doyle hat eine unsterbliche Figur geschaffen. Zumindest in literarischem Sinne. Viele Geschichten sind uns bekannt. Und durch die TV-Serie hat er nochmals an Popularität und Beliebtheit zugelegt: Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv aus der Baker Street 221b. Mit der großen Sherlock-Holmes-Edtion liegt nun Sammelwerk vor, welches grandios gelesen von Oliver Kalkofe, für kurzweilige Stunden sorgt. Ein Skandal in Böhmen oder Die fünf Orangenkerne sind dabei nur zwei der vielen Fälle des Detekvis, welche er mit Hilfe seines Freundes Dr. Watson löst. Bei vielen muss man gehörig um die Ecke denken, was Holmes natürlich gelingt. Ich wurde sehr oft eher in die Irre geführt, nur bei zwei oder drei Geschichten konnte ich gleich von Anfang an das Rätsel lösen. Die Geschichten werden aus Sicht von Dr. Watson erzählt, der eher als unbeteiligter Zuschauer eine Rolle spielt. Zwar wird er von Holmes immer zu Rate gezogen, doch kann er meist nur im ärztlichen Bereich helfen. Ansonsten versucht Watson nur, Holmes Gedankengängen zu folgen. Die Hauptarbeit liegt aber bei Sherlock Holmes. Und so ist jeder einzelne Fall hochinteressant, total wirr und immer wieder überraschend gut. Oliver Kalkofe setzt die gelesenen Fälle sehr gut um, verleiht jedem Charakter eine eigene Stimmlage und sogar die weiblichen Rollen wirken nicht gekünstelt oder übertrieben. Beim Hören hatte ich immer wieder die Schauspieler aus der TV-Serie vor Augen, obwohl ja die Geschichten im 19. Jahrhundert spielen. Und trotzdem konnte ich mir gewisse Charakterzüge sehr gut vorstellen. Die Länge der einzelnen Fälle ist gerade perfekt dazu, Spannung aufzubauen und dann die große Auflösung zu starten. Dabei sollte man wirklich auf jedes noch so kleine Detail achten. Zwar hat man ja Holmes für die Auflösung, aber das Miträtseln macht großen Spaß (zumindest, wenn man die Geschichten zum ersten Mal hört). Meist konnte ich allerdings nicht selbst auf des Rätsels Lösung kommen. Dann lehnte ich mich zurück und wartete gespannt auf die Auflösung, die ebenso logisch wie brillant war. Fazit: Ein toller Hörgenuss.

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England, 1558: Die Kathedrale von Kingsbridge wacht ehrfürchtig über ihre Stadt. Doch was über die Grenzen hinaus vor sich geht, kann sie nicht beeinflussen. So auch das Leben von Ned Willard und Margery Fitzgerald. Sie lieben sich, sind jedoch nicht dazu bestimmt, zu heiraten. Denn Margery ist einem anderen gegen ihren Willen versprochen. Und so wendet sich Ned einer neuen Aufgabe zu. Als Berater von Königin Elizabeth deckt er so manche Verschwörungen auf und rettet ihr dadurch mehr als einmal ihr Leben. Denn Maria Stuart, Königin von Schottland, besteht auf ihrem Recht, den englischen Thron ebenfalls ihr Eigen zu nennen. So beginnt ein Kräftemessen, in welchem Mittelpunkt auch Ned zu stehen scheint. Zu seinen weiteren Aufgaben gehört es, Katholiken, die sich gegen die Protestanten wenden, aufzufinden, damit diese dem Hochverrat überführt werden können. Der Glaubensstreit zieht sich durch das ganze Land, bis über die Grenzen hinaus. Europa scheint gespalten und an jeder Ecke gibt es Verschwörungen. Ob jeder sein Glück findet, scheint ungewiss. Denn nur eins ist sicher: ein Krieg ist unvermeidlich. Der dritte Teil der Kingsbridge-Saga wurde von vielen sehnsüchtig erwartet. So auch von mir und mit Freuden bin ich an das über 1000 Seiten fassende Werk herangegangen. Wie in jedem großen historischen Werk, dass sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt, lernen wir natürlich viele, viele Namen kennen. Diese Mal sind es historische Persönlichkeiten wie Maria Stuart, Elizabeth Tudor und andere hochkarätige Adlige. Aber auch Bischöfe oder historisch belegte Personen, die das 16. Jahrhundert geprägt haben, kommen zu Wort. Aber es sind ja die fiktiven Charaktere, die uns interessieren. In diesem Fall Ned Willard, Margery Fitzgerald, Sylvie Palot und Pierre Aumande. Sie sind die Träger der Geschichte und sorgen dafür, dass uns nicht langweilig wird. Interessanterweise erwartet uns diesmal keine große Schlacht um die Kathedrale von Kingsbridge. Diese thront nun seit langer Zeit schon über ihrer Stadt und ist Dreh- und Angelpunkt für verschiedene Situationen. Und doch steht sie nicht wirklich im Mittelpunkt. Denn wir begeben uns auch außerhalb von Kingsbridge, so z.B. nach Paris, Antwerpen oder London. Denn dort spielt sich Ungeheuerliches ab. Der Glaubens krieg zwischen Katholiken und den Anhängern der neuen Religion, den Protestanten schwellt immer weiter vor sich hin, bis es zum Höhepunkt in der sog. Bartholomäusnacht kommt. Kingsbridge ist diesmal nur Wohnort von Ned und Margery, bis sich Ned in den Dienst von Königin Elizabeth begibt und damit nach London zieht. Was in Band 1 und 2 noch so eine große Faszination ausstrahlt (der Bau der Kathedrale, die Ausweitung der Stadt Kingsbridge) rückt hier in den Hintergrund. Kingsbridge hat sich etabliert und ist anerkannt. So geht es nun darum, sich auch außerhalb der Stadtmauern einen größeren Namen zu machen. Die Bewohner schwärmen aus und suchen ihr Glück in der Ferne. Die Karriere findet nun in größeren Metropolen statt. Auch wenn mich der Umstand, dass Kingsbridge nicht mehr im Mittelpunkt steht, schon etwas traurig gestimmt hat, ist es dem Autor trotzdem gelungen, einen spannenden historischen Roman zu verfassen, der uns über Jahrzehnte hinweg die religiöse Entwicklung Europas sowie der Kampf gegen den angeblich falschen Glauben aufzeigt. Die historischen Begebenheiten werden geschickt mit fiktiven Geschehnissen gefüllt, so dass sich ein die halber Welt umfassender Roman ergibt. Wir starten im beschaulichen Kingsbridge, befinden uns jedoch bald in London und Paris. Das Besegeln der Weltmeere wird uns ebenso vertraut, wie der Handel der Kaufleute in Antwerpen oder Amsterdam. Buchschmuggel und geheime Messen werden durchgeführt und das Schmieden der Komplotte gegen den Hochadel geht uns ins Blut über. Der Scheiterhaufen hört nicht auf zu rauchen und hinter jeder Ecke lauert eine neue Verschwörung. Man weiß nie, was als nächstes kommt. Die Intrigen, Rachefeldzüge und politisch geführten Schachzüge führten damals zu vielen Möglichkeiten. Es wäre ja furchtbar langweilig geworden ohne diese Machtspiele. Und wenn Autoren es schaffen, dies auch noch richtig interessant zu verpacken und aufzuschreiben, freut sich das Leserherz. Und den Autor freut es, wenn sich seine Leser freuen. Dabei noch als Nebeneffekt etwas über englische und französische Geschichte zu lernen, ist für mich persönlich auch von Vorteil. Die Charaktere sind wieder sehr gut ausgearbeitet. Sie haben Tiefe, machen ihre Fehler, lernen jedoch auch daraus. Sogar die Gegenspieler sind sehr gut gelungen. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und spannend. Einzig mit machen doppelten Namen (viele Henris, Charles usw.) haben mich durcheinander gebracht. Doch hier bekommt man Hilfe durch ein Glossar am Anfang sowie am Ende des Buches. Es wird Bezug genommen auf die ersten Bände "Die Säulen der Erde" sowie "Die Tore der Welt". Durch kleine Rückblenden bekommt man kleine Inhaltsangaben, allerdings ist für den dritten Band keine Vorkenntnis nötig. Ich muss jedoch erwähnen, dass auch die ersten Bände einfach nur lesenswert sind. Die Liebesgeschichte nimmt diesmal keinen so großen Platz ein, auch wenn sie sich durch das komplette Buch zieht. Sie wird an den richtigen Stellen ausgebaut. Somit ist für das Herz was dabei, aber nicht übertrieben. Fazit: Eine wortgewaltige Reise durch das 16. Jahrhundert zur Zeit Queen Elizabeths.

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Tom kommt nicht zur Ruhe. Kaum ist das letzte Abenteuer vorbei, wartet schon die nächste Überraschung auf ihn. Der Zombie Wombie feiert bald seinen 100. Geburtstag. Und zu diesem besonderen Tag muss der Fluch erneuert werden, der auf ihm liegt. Ansonsten löst er sich auf. Zu allem Übel hat sich der Vampir Vlarad auch noch an Hamsterblut satt getrunken und sich selbst in einen Hamster verwandelt, so dass er nur eine geringe Hilfe bieten kann. Tom und seine Freunde, das Geistermädchen Mimi, die ägyptische Mumie Hop-Tep sowie der Werwolf Welf sind nun fast auf sich alleine gestellt, um eine Feier für den Zombie auszurichten. Dafür müssen sie jedoch bestimmte Dinge finden, um das Ritual durchführen zu können. Dabei ist ihnen der Anwalt Feuerflieg eine große Hilfe und auch Toms Rivale Zoracz besitzt ein Teil, dass unbedingt gebraucht wird. Und dann ist da noch Lena, eine hübsches Mädchen, in welches Tom sich verguckt hat. Und plötzlich muss Tom sich nicht nur mit einem Fluch, sondern auch mit einem eifersüchtigen Geistermädchen auseinandersetzen. Das Gefühl, dass der Protagonist Tom nur eine jüngere Ausgabe des Autors Tommy Krappweis ist, hat sich in diesem Buch nochmals verstärkt, denn Tom reagiert in manchen Dingen einfach nur genial, in dem er einfach frei Schnauze redet. So kann ich mir sehr gut den Autor darin vorstellen. Dies macht die Geschichte dann etwas realistischer , soweit dies geht, wenn ein Vampir, ein Zombie, eine Mumie, ein Werwolf und ein Geist mit von der Partie sind. Es macht einfach Spaß, Tom und seine Freunde auf ihren Abenteuern zu begleiten und hautnah mitzukriegen, was denn so alles schief laufen kann, wenn ein wild durcheinander gewürfelter Haufen aus Mensch, Geist, Werwolf, Zombie, Vampir und Mumie anfangen zu planen und vor allem, diesen Plan dann auch noch durchzuführen. Zuerst erscheint Vlarad, der Vampir, in Hamstergestalt, weil er sich zu viel Hamsterblut einverleibt hat. Verständigen kann er sich aber nur durch Gesten. Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, da Tom mal so zwischendurch erfährt, dass ein bestimmtes Ritual durchgeführt werden muss, da ansonsten Wombie an seinem 100. Geburtstag zu Staub zerfällt. Und dann ist da noch Lena, ein hübsches Mädchen, dass sich auffällig oft in Toms Nähe aufhält. Sehr zum Missfallen des Geistermädchens von Mimi. Und es kommt, wie es kommen muss. Es wird chaotisch, wild und auch mal laut. Theatralisch, dramatisch und auch traumatisch. Und doch ist in allem der unverwechselbare Charme und Witz vorhanden, den man aus den ersten beiden Bänden schon gewohnt ist. Man muss einfach alle lieb haben und hofft nur das Beste. Tom ist diesmal hin- und hergerissen zwischen Lena und Mimi. Dies sind sehr amüsante Szenen, die einem zum Lächeln bringen. Man denkt selbst zurück an seine erste große Liebe und vor allem die Nervosität, die damit verbunden war. So ergibt sich eine zuckersüße Dreiecks-Beziehung. Und die große Hoffnung, dass es für Mimi vielleicht noch eine Lösung gibt, doch stofflich zu werden. Dieses wilde Abenteuer endet mit einigen Fragen, was natürlich förderlich für den nächsten Teil ist, auf den ich mich schon sehr freue. Fazit: Eine abenteuerliche Geschichte mit viel Witz und Abenteuer.

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Prinzessin Dylia leidet unter einer seltenen Krankheit. Sie kann manchmal tagelang nicht schlafen. Viele Ärzte haben versucht, ihr zu helfen, doch vergebens. Die Schlaflosigkeit führt dazu, dass Dylia sich - aufgrund eben genügend Zeit - nächtelang Gedanken über alles mögliche macht. Farben, Formen, Gefühle - nichts bleibt ungedacht. Ihr Gehirn ist ihr bester Freund, vor allem, wenn sie nachts durch das Schloss wandelt. Und so ist sie erst gar nicht überrascht, als plötzlich Harvarius Opal, ein Nachtmahr, vor ihr auftaucht und verkündet, dass er nun ab sofort bei ihr bleibt, um sie in den Wahnsinn zu treiben. Erst hält Dylia ihn für ein Hirngespinst und macht sich freudig mit ihm auf dem Weg nach Amygdala. Doch bald merkt sie, dass diese Reise in das Innerste ihres Gehirns gar nicht so freudig ist, wie gedacht. Lange mussten wir auf ein neues Buch von Walter Moers warten. Und so wie ich die Stimmen zu seinem aktuellen Roman mittlerweile deute, sind viele nicht so begeistert von seinem neuesten Werk. Ich muss zugeben, dass auch ich nach dem Lesen sehr zwiegespalten war und es mir auch jetzt sehr schwer fällt, diese Rezension zu schreiben, da ich meine Gefühle zu dem Buch nicht so recht zum Ausdruck bringen kann. Am Anfang war ich sogar wirklich versucht, das Buch zur Seite zu legen und ihm zu späterer Zeit nochmals eine Chance zu geben. Doch irgendetwas in mir weigerte sich, dies zu tun und so hielt ich durch. Zuerst möchte ich die Aufmachung des Buches ansprechen. Das Cover allein ist wunderschön anzusehen. Zu sehen ist der Nachtmahr Harvarius Opal in seinen schönsten Alptraumfarben. Wenn man sich das Buch von innen ansieht, dann finden sich dort wunderschöne Illustrationen der Zeichnerin Lydia Rode, die mit den Zamonien-Romanen und Walter Moers besonderes verbindet, was sich im Nachwort nachlesen lässt. Ich möchte dem nicht vorgreifen, aber es erklärt einiges über den etwas anderen Stil, der in der Geschichte eingeschlagen wird. Wir gehen nämlich diesmal nicht auf Reise durch Zamonien, sondern durch das Gehirn von Prinzessin Dylia. Und dort treffen wir - auch aufgrund der seltenen Krankheit, die Dylia im Griff hat - auf allerlei Kurioses. Seien es Zwielichtzwerge, Irrschatten, Hirnschnecken und Grillos. Ständig gibt es Neues zu entdecken. Und ständig locken neue Gefahren Dylia und ihren alptraumfarbenen Gefährten tiefer in das Gehirn. Die bunte Aufmachung - die Zeichnungen und manche Wörter sind in Pastellfarben gehalten - mutet etwas ungewohnt an. Doch auch hier gibt das Nachwort wieder Aufschluss. Dylia ist eine sehr gewöhnungsbedürftige junge Frau. Sie ist neugierig, vorlaut und sagt, was sie denkt. Zu Anfang war sie mir noch sehr sympathisch, da sie ja auch aufgrund der Krankheit ein großes Handicap zu tragen hat. Doch je näher ich sie kennenlernte, umso mehr musste ich meine Meinung über sie revidieren. Ihre teilweise wirren Gedanken haben mich manchmal in den Wahnsinn getrieben, doch bin ich nach Beendigung des Buches nicht mehr so sicher, ob diese Gedanken ihre eigenen waren oder ihr so von Havarius Opal eingepflanzt wurden. Da die Geschichte jedoch einen ernsten Hintergrund hat, seht man am Ende die Geschichte dann doch mit etwas anderen Augen und überdenkt manche Situation nochmals neu. Dies war bei mir auch so und so schlug die anfängliche Enttäuschung in Interesse um. Eine Reise durch ein Gehirn stelle ich mir sehr schwer vor. Die Recherche, die nötige Kenntnis des Weges und vor allem alles so hinzubiegen, dass es auch noch eine Geschichte ergibt. Ein komplexes Organ ergibt dann auch eine komplexe Geschichte. Walter Moers ist ein wahrer Wortspieler. Er jongliert so geschickt mit den einzelnen Buchstaben, dass sie daraus so manch wunderbarer Satz ergibt und letztendlich eine interessante Geschichte. Durch die Wortspielereien ergeben sich neue Kreationen und so werden aus Kopfschmerzen eben mal Schmopfkerzen und schon wird dem Wort der böse Kern genommen. Gerade dies zeigt aber auch, dass sich der Autor sehr, sehr viele Gedanken gemacht hat und auch mit viel Liebe zum Detail ans Werk ging. Abschließend kann ich sagen, dass ich nicht ganz unzufrieden aus der Geschichte heraus ging. Zwar war es anders, als gedacht und auch weniger als erwartet, aber gerade durch die Andersartigkeit dann doch wieder gut. Fazit: Ein Buch, auf das man sich einlassen muss.

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Während Bettys Beerdigung schießt Zoey auf deren Sarg und verschwindet sofort. Alice und Chloe, Bettys beste Freundinnen, sind erschüttert und gehen dem ganzen nach. Bei einem nächtlichen Ausflug stoßen sie jedoch nicht nur auf Zoey, sondern auch auf Betty, die gerade genüsslich Zoeys Gehirn verspeist. Und so haben Alice und Chloe Gewissheit: Betty ist eine Untote. Aber sie verhält sich nicht so. Der Hunger auf Hirn ist zwar da, doch kann sie ihn zügeln. Und isst lieber Kekse. Als plötzlich ein weißes Kaninchen auftaucht und Alice auffordert, ihm zu folgen, da sie einen Schlüssel besitzt, um die Seuche aufzuhalten, müssen die drei Freundinnen zusammenarbeiten und sich gegen alle Gefahren wappnen. Was sich wie ein Mischung aus Alice im Wunderland und The Walking Dead anhört, ist ein wahres Abenteuer und ein rasanter Roadtrip ins Land des Skurrilen. Die Autorin zieht sämtliche Register und vermixt die modernen Zombies mit purer Fantasie. Und dabei kommt eine sehr außergewöhnliche Story raus, die einfach nur Spaß macht. Alice, Chloe und Betty sind beste Freundinnen. Nach Bettys Tod scheint alles trostlos. Bis Alice und Chloe herausfinden, dass Betty eigentlich noch lebt. Na ja, lebt ist zu viel gesagt. Sie atmet nicht, sie schläft nicht und hat Hunger auf Hirn. Aber sonst ist sie eigentlich noch die Alte. Als ein weißes Kaninchen namens Ethan Bond im Auftrag seiner Majestät, der Königin des Spiegel-Landes, auftaucht und Alice auffordert, mitzukommen, da sie den Schlüssel zur Rettung der Menschen und der Bewohner des Spiegel-Landes in Händen hält, beginnt für die drei Freundinnen ein Abenteuer, dass ihren ganzen Mut abverlangt. Und so manchmal zweifeln alle an ihrem Verstand, denn im Spiegel-Land lauern nicht nur die Untoten, sondern noch andere komische Gestalten. Im Buch begegnet man einigen bekannten Figuren. Allen voran Alice und dem weißen Kaninchen, welche uns ja aus Alice im Wunderland bekannt sind. Doch auch andere Märchen werden einbezogen wie z. B. Cinderella oder Rotkäppchen. Ich hatte zu Anfang etwas Mühe, in die Geschichte zu kommen, da erst nach und nach aufgedeckt wird, in welcher Welt Alice und ihre Freundinnen leben. Vor allem die besonderen Fähigkeiten jedes einzelnen kommen erst nach und nach ans Licht. Aber gerade weil die Story so durchgeknallt und rasant ist, hat es mir unheimlich viel Spaß gemacht, zusammen mit Alice, Chloe und Betty sowie dem weißen Kaninchen Ethan Bond und dem charmanten Meisterdieb Garreth durch das Spiegel-Land zu ziehen, um das Heilmittel zu finden. Natürlich gibt es auch einen Gegenspieler in Gestalt der Königin des Dämmer-Landes, die vergleichbar ist mit der Herzkönigin aus Alice im Wunderland . Und wenn die Autorin sich auch an den vielen Figuren bedient hat, hat sie doch eigene Charaktere geschaffen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und macht einfach nur Spaß. Humorvolle Stellen wechseln sich mit ernsten ab. Und doch hat man nicht das Gefühl, dass man sich in einem Endzeit-Szenario befindet, weil die märchenhaften Elemente doch überwiegen. Abwechselnd lässt die Autorin uns aus Alice und Bettys Sicht an den Geschehnissen teilhaben, wobei Betty so eine Art Tagebuch führt und dabei natürlich auch noch Einblick ins Untot -Sein gibt. Alice Sicht wird aus dritter Form erzählt, trotzdem bekommt man auch mit, was Alice fühlt und denkt. Alle Figuren erhalten so eine Tiefe, obwohl man gerade bei Chloe ein bisschen das Gefühl der Distanz bekommt, da sie irgendwie so nebenbei mitläuft. Ihre Aufgabe ist es, gut aussehen und auf die Manieren der anderen zu achten. Ihre Fähigkeit hilft war den Freunden auch weiter, aber trotzdem finde ich, dass sie eigentlich keine so große Rolle gebraucht hätte, wie ihr zugedacht ist. Da die Charaktere kaum zur Ruhe kommen, was wohl an der Bedrohung der Zombies und ich der Dämmer-Königin liegt, hatte ich trotzdem nicht das Gefühl, durch die Geschichte zu fliegen. Es blieb immer ein bisschen Zeit, alles zu erklären oder klären zu lassen. Da ich aber das Buch kaum aus der Hand legen konnte, war ich doch schnell durch. Aber eben mit richtig guter Unterhaltung. Das Ende kommt ein bisschen plötzlich und ist auch sehr offen, so dass mit einem zweiten Teil gerechnet werden kann, den ich auf alle Fälle lesen werde. Fazit: Ein Roadtrip der märchenhaft-untoten Art.

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Cath steht ein neuer Lebensabschnitt bevor. Sie besucht nun das College. Doch so, wie sie es sich erhofft hat, kommt es nicht. Ihre Zwillingsschwester Wren will lieber mit einer anderen im Studentenwohnheim wohnen und Cath Mitbewohnerin ist eine mürrische junge Frau, die es vorzieht, sich eher außerhalb des Zimmers aufzuhalten. Cath flüchtet sich in die Traumwelt und tut, was sie am besten kann: Fanfiction schreiben. Ihr Thema: Simon Snow. Ein Buchcharakter entworfen von der Autorin Gemma T. Leslie. Cath Geschichten werden von Tausenden von Fans gelesen. Und so merkt Cath nicht, dass um sie herum das wahre Leben stattfindet. Dies in Form von Levi und Nick, zwei Jungs, die sich langsam aber sicher in Cath Leben schleichen. Doch bald merkt Cath, dass das reale Leben endlich von ihr wahrgenommen werden muss. Und dann trifft sie es mit aller Härte. Welch wunderschöne, tief gehende und zarte Geschichte, die sich einem hier langsam aber sich entfaltet. Je mehr man liest, umso tiefer wird man in Cath Leben gezogen. Ich konnte mich so gut in Cath hineinversetzen, da ich mich absolut mit ihr identifizieren konnte. Dies geschieht mir nicht sehr oft bei Buchcharakteren. Die Autorin hat einen sehr flüssigen und einfühlsamen Schreibstil. Dies führt dazu, dass man sich regelrecht in der Geschichte verliert. Cath ist ein so zarter Charakter, der es nicht leicht hat. Ihre Zwillingsschwester ist diejenige, die das Selbstvertrauen abbekommen hat. Früh verlassen von der Mutter, mussten beide schon früh erwachsen werden. Ihr Vater hat beide allein aufgezogen. Seine Sache hat er eigentlich gut gemacht, doch hat er auch selbst Probleme, die erst nach und nach in der Geschichte dargelegt werden. Während Cath sich immer mehr zurückzieht und ihre Leidenschaft in ihren geschriebenen Geschichten auslebt, versucht ihr Zwillingsschwester sich mehr in Partys auszuleben. Dabei stößt sie jedoch auch an ihre Grenzen und so ist es Cath, die sich nun nicht nur um ihren Vater, sondern auch um ihre Schwester Sorgen machen muss. Und dann sind da noch Levi, der Freund ihrer Mitbewohnerin und Nick, mit dem sie zusammen an einer Geschichte für den Kurs Kreatives Schreiben arbeitet. Beide schwirren Cath im Kopf herum, doch weiß sie auch, dass sie sich beiden nicht offenbaren kann. Dafür ist sie viel zu schüchtern. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich Cath weiter. Sie macht so einiges durch und muss auch einiges einstecken. Ihre Fanfiction-Geschichten halten sie jedoch aufrecht. Und das ist das Schöne an der Geschichten. Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder Ausschnitte aus Büchern von der Autorin Gemma T. Leslie . Einer fiktiven Geschichte von einer fiktiven Autorin. Dies ist eine so schöne Idee, da man sich hier so sehr hineinversetzen kann. Wenn man Harry Potter-Fan ist, kann man Cath natürlich verstehen. Ihre Liebe zu der Buchfigur Simon Snow und die Bewunderung der Autorin Gemma T. Leslie . Es sind so viele Parallele zu ziehen und so ergibt sich eben diese wunderschöne Geschichte. Man verfolgt somit zwei Stränge, einmal die Ausschnitte aus Simon Snow und einmal die Geschichte um das Erwachsenwerden von Cath. Mit allem was dazu gehört. Zukunftsängste, die erste Liebe, Streitereien, Misserfolge, Erfolge und vor allem Zusammenhalt, Freundschaft und Familienverbundenheit. Cath ist eine Person, die man den ganzen Tag im Arm halten will. Man will ihr helfen, sich endlich frei zu entfalten, endlich zu leben und endlich auch mal über die Strenge zu schlagen und doch weiß man, dass sie genau den Weg gehen muss, denn sie einschlagen will, um sich endlich das zu erfüllen, was sie sich schon so sehnlichst wünscht. Die Story ist voller Emotionen und ich musste mir mehr als einmal die Tränen aus den Augen wischen, weil ich so sehr mit Cath mitfühlen könnte. Sie geht ihren Weg, sieht steht ihre Frau, auch wenn sie es auf ihre ganz eigene Art macht. Fazit: Wer ein Fangirl ist, sollte dies auch zeigen. Denn dadurch wird man noch liebenswerter.

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Kat lebt seit Jahren auf einer Kakao-Plantage auf den Fidschi-Inseln. Nach dem Tod ihres Mannes schreibt sie vier Jugendfreundinnen an, ob diese nicht bei ihr leben möchten. Kat würde gerne Schokolade herstellen. Und braucht dazu Hilfe. Sina und Ingrid folgen dem Ruf ohne zu Zögern, Lisbeth und Maya kommen erst nach reiflicher Überlegung nach. Die fünf Frauen, alle deutlich über 60, müssen sich nun erst wieder zusammenraufen, da sie sich in den 40 Jahren seit der Schule doch stark verändert haben. Es kommen viele Gefühle auf. Eifersucht, Neid und Mitleid. Aber auch Erinnerungen an die Jugend, die Freundschaft und den Zusammenhalt. Und das es die eine nicht so leicht hatte, wie die andere und die, die es scheinbar leicht hatte, auch ihr Päckchen zu tragen hat. Welch zauberhafte Geschichte um 5 ältere Damen, die im hohen Alter nochmals alles dafür geben, glücklich sein zu dürfen. Gäbe es einen besseren Ort als eine Kakaoplantage auf den Fidschi-Inseln mitten im Stillen Ozean? Ja, werden viele denken. Aber wenn man die wundervolle Geschichte gelesen hat, weiß man, dass es für die fünf Frauen einfach der perfekte Ort ist. Ein Stück vom Glück eben. Ich habe mal wieder gemerkt, dass ich nicht skeptisch an eine Geschichte herangehen darf. Als ich vom Verlag das Buch zugesandt bekam, und ich nach Lesen des Klappentextes mal eben wieder besagte Skepsis verspürte, habe ich mich aufgerafft, in die Story einzutauchen. Und ich muss zugeben, dass ich schon nach wenigen Seiten vom Zauber der Geschichte gefangen war. Unter anderem auch wegen der sehr flüssigen und harmonischen Schreibweise. Mir ist nun nach Lesen verschiedener skandinavischer Autoren aufgefallen, dass sich er Stil hier sehr von deutschen oder amerikanisch/englischen Autoren sehr unterscheidet. Die Tiefgründigkeit der Story macht es einem schwer, wieder in den normalen Alltag einzufinden. Mehrmals hatte ich z. B. bei der Hausarbeit meine Gedanken bei dem Buch und ich fragte mich, was sich wohl als nächstes in den bewegten Leben von Kat, Lisbeth, Sina, Maya und Ingrid wohl abspielen wird. Denn die Fünf könnten nicht unterschiedlicher sein. Und doch verbindet sie die Freundschaft aus den Jugendjahren. Hier scheint vor allem Kat die treibende Kraft zu sein. Sie ist das Verbindungsglied zwischen allen. Man lernt viel über das Leben der Frauen kennen. Kinder und Ehemänner werden erwähnt, aber auch verschiedene Szenen aus der Vergangenheit kommen als Rückblenden zu Wort. Und auch Zukunftsängste. Es stellt sich immer wieder die Frage: Sind die Frauen glücklich? Haben sie das Leben gelebt, dass sie sich vorgestellt haben? Und sind sie ehrlich zueinander bzw. gegenüber sich selbst? Man lernt auch viel über die Schokoladenherstellung, die aber eigentlich eher so nebensächlich abläuft. Trotzdem ist es interessant, wie dies funktioniert. Den Leidens Weg der Frauen mitzuverfolgen, war für mich sehr inspirierend und hat mich dazu gebracht, auch mal über mein Leben nachzudenken. Dies ließ mich zum Schluss kommen, dass ich sehr zufrieden bin, wie es bis jetzt gelaufen ist. Ändern möchte ich nicht viel, doch gibt es einige Punkte, über die ich intensiver nachdenken werde und die einer Veränderung bedürfen. So kann ich zu meinen Glück noch ein paar Stück hinzufügen. Aber nicht nur die fünf Frauen, auch die Nebenrollen sind gut durchdacht und haben ausreichend Platz in der Geschichte. Hier ist es vor allem die Haushälterin Arteca, die mich sehr begeistern konnte. Eine sehr mütterliche Person, der es daran gelegen ist, dass es jedem gut geht. Die Lebensweise der Fidschijaner wird ebenfalls ausführlich zelebriert und so bekommt man große Lust, dort einmal Urlaub zu machen. Aber nicht in den großen Hotels, sondern in einem kleinen Dorf, eben mitten im Leben. Denn Tradition wird dort großgeschrieben. Die Geschichte wird kapitelweise jeweils aus Sicht einer anderen Frau erzählt, bei Lisbeth, Maya, Ingrid und Sina aus Sicht einer dritten Person, während Kat in Ich-Form auftritt und Arteca in Tagebucheinträgen zu Wort kommt. Auch die Optik des Buches ist erwähnenswert. In Leinen gebunden und mit geradem Rücken ist es für das Auge und das Bücherregal ein Schmuckstück. Das bedruckte Lesebändchen bietet nochmals ein kleines Highlight. Der neu gegründete Verlag Wunderraum hat sich hier einiges einfallen lassen. Und wenn ich mir die Vorschau so ansehe, kommen noch weitere kleine Wunder . Fazit: Ein tiefgründiger Ausflug in den Stillen Ozean.

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