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Krankheit als Sprache der Kinderseele

Be-Deutung kindlicher Krankheitsbilder und ihre ganzheitlic…
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Produktdetails
Titel: Krankheit als Sprache der Kinderseele
Autor/en: Ruediger Dahlke, Vera Kaesemann

ISBN: 3442156610
EAN: 9783442156610
Libri: 6703372
Be-Deutung kindlicher Krankheitsbilder und ihre ganzheitliche Behandlung.
'Goldmanns Taschenbücher'.
Goldmann TB

Oktober 2010 - kartoniert - 635 Seiten

Die unverzichtbare Ergänzung des Standardwerks "Krankheit als Sprache der Seele"


Trotz umfassender medizinischer Versorgung häufen sich bei Kindern Krankheiten und Symptome unspezifischer Natur, die Zahl der Eltern, die erfolglos bei Kinderärzten Rat suchen, wächst. Ruediger Dahlke, einer der namhaftesten Vertreter der spirituellen Psychosomatik, und Vera Kaesemann, erfahrene Kinderhomöopathin, bieten wichtige Einblicke in die kindliche Gesundheit und praktische Hilfe für den akuten Fall. Ein wichtiger Begleiter für all jene, die ihren Kindern auf einem ganzheitlichen, bewussten Weg unterstützend, heilend und fördernd zur Seite stehen wollen.




Dr. med. Ruediger Dahlke arbeitet seit 35 Jahren als Arzt, Autor und Seminarleiter. Mit Büchern von "Krankheit als Weg" bis "Krankheit als Symbol" begründete er seine ganzheitliche Psychosomatik, die bis in mythische und spirituelle Dimensionen reicht. Die Buch-Trilogie "Schicksalsgesetze", "Schattenprinzip" und "Lebensprinzipien" bildet die philosophische und praktische Grundlage seiner Arbeit. Ruediger Dahlke nutzt seine Seminare und Reisen, um die Welt der Seelenbilder zu beleben und zu eigenverantwortlichen Lebensstrategien anzuregen.


Sein Ziel, ein Feld ansteckender Gesundheit aufzubauen, spiegelt sich in Büchern wie "Peace-Food" und "Seeleninfarkt" , aber auch in der Verwirklichung des Seminarzentrums TamanGa in der Südsteiermark. Hier lebt er seit 2012.
1 Einleitung
1.1 Zur Entstehung dieses Buches
Die Idee zu diesem Buch ergab sich aus unser beider Zusammentreffen. Mein Interesse ist schon lange darauf gerichtet, den ganzen Bereich der Medizin abzudecken und m'glichst alle Beschwerden und Symptombilder auf ihre seelische Dimension hin zu untersuchen und zu deuten. Das Buch Der Weg ins Leben1 besch'igt sich mit dem Anfang des Lebens von der Empf'nis bis zur Geburt. Da die spirituelle Philosophie davon ausgeht, dass im Anfang alles liegt und die entscheidenden Weichen zu Beginn des Lebens gestellt werden, lag es nahe, sich auch der Kinder-Heil-Kunde deutend zu widmen. Mir fehlte dazu aber die Erfahrung. Die brachte Vera Kaesemann mit, die nicht nur ihre drei eigenen Kinder auf beeindruckende Art aus der Chemieorgie der Schulmedizin heraushielt, sondern sich seit 1984 zur Hom'opathin ausbilden lie' um eine reine Kinderpraxis zu f'hren. Im selben Jahr stie'sie auch bereits auf das Buch Krankheit als Weg2 und machte sp'r die Ausbildung in 'Archetypischer Medizin'. Die Basis dieses Buches wurde durch unser gut zweij'iges Zusammenleben gelegt. Es entstand aber erst in der Zeit danach.
Wir diskutierten und deuteten die wichtigsten Krankheitsbilder der Kindheit miteinander, wobei Vera Kaesemann die KinderKranken-Geschichten einbrachte. Die praktischen Tipps stammen ebenfalls meist aus ihrer Praxiserfahrung wie auch alle hom'opathischen Mittelbilder. Meine Aufgabe war neben dem Deuten das Formulieren. Insofern schrieb ich unser Buch. Wo ich von 'wir' und 'uns' spreche, ist diese Situation gemeint. Statt 'man' habe ich oft das Kunstwort kind verwendet, weil es widersinnig erschien, von Kindern, die so sehr dem archetypisch weiblichen Prinzip entsprechen, in der m'lich anmutenden Form 'man' zu schreiben.
Anschlie'nd baten wir befreundete Therapeuten, Mitarbeiter und entsprechende Fachleute, das Manuskript kritisch Korrektur zu lesen.
1.2 Zur Anwendung des Buches
So gern wir es s'n, wenn die theoretis
chen Kapitel des Buchanfangs auch wirklich zuerst gelesen w'rden, zeigen doch Erfahrungen mit meinen anderen B'chern, dass die Praxis oft mit einem Nachschlagen der eigenen Probleme beginnt, in diesem Fall also denen der eigenen Kinder. Unser Ideal w', dass das erst nach der Anfangslekt're der allgemeinen Einf'hrungsteile geschieht, da sich so eine F'lle von Missverst'nissen vermeiden lie'.
Krankheitsbilder, die nicht im Inhaltsverzeichnis stehen, werden Sie im Register am Ende des Buches finden. Dort wird bei speziellen Symptomen auch angegeben, in welchen anderen Ver'ffentlichungen des Autors Sie N'res dar'ber erfahren k'nnen. Wenn z. B. ein so wichtiges Krankheitsbild wie AD(H)S, die Hyperaktivit' hier nicht ausf'hrlich behandelt wird, liegt es daran, dass es in einem eigenen Kapitel des Buchs Aggression als Chance gedeutet wurde. Viele der Krankheitsbilder finden sich auch in dem Nachschlagewerk Krankheit als Symbol in Stichworten.
Bez'glich des Umgangs mit diesem Buch l' es nahe, eine Doppelstrategie einzuschlagen. Eltern, die mit ihrem kranken Kind unter Druck stehen, werden sicher sofort zu den praktischen Tipps greifen, die sie - je nach Schwere der Situation - mit ihrem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker abstimmen und sogleich anwenden k'nnen. Danach w' es wichtig, sich den Deutungen zu widmen, um den tieferen Sinn der jeweiligen Symptomatik zu erkennen. Beide Aspekte sind nie als Alternative zu verstehen, im Gegenteil - sie erg'en sich. Das gilt besonders im Hinblick auf die klassische Hom'opathie, da auch das Denken der Krankheitsbilder-Deutung im Wesentlichen hom'opathisch ist. Auch zwischen Deutungen und na- turheilkundlichen Tipps besteht eine unterst'tzende Beziehung. Selbst zu notwendigen schulmedizinischen Interventionen bilden die Deutungen sinnvolle Unterst'tzungen und nicht selten auch die anderen Tipps.
Oft werden besonders kleine Kinder den Deutungen nicht zug'lich sein. Desto wichtiger w' f'r Eltern, die Zeichen der Zeit zu er
kennen und die Weichen f'r ihre Kinder oder ihre Familie in eine entsprechend entwicklungsf'rderliche Richtung zu stellen. Hierf'r sind auch die Fragen am Ende der meisten Kapitel gedacht.
Je kleiner die Kinder, desto deutlicher sind sie auch Spiegel der Eltern und der Familiensituation. Das ist nicht immer leicht zu akzeptieren und sollte nicht im Zusammenhang mit Schuld verstanden werden, sondern ausschlie'ich im Sinne von Verantwortung. Es geht darum, die entsprechenden Antworten auf die jeweilige Herausforderung zu finden.
Eltern k'nnen sich den Umgang mit dem Frageteil am Ende der speziellen Kapitel erleichtern, indem sie die Schuldfrage von Anfang an nicht stellen. Andererseits sind die folgenden Fragen die Grundlage, auf denen viele der sp'ren fu'n. Sie werden vielleicht nicht alle klar zu beantworten sein. Wo sie es aber sind, k'nnten sie vieles kl'n, und gegebenenfalls w'n sie vielleicht auch Anlass, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen:
- Unter welchen inneren und 'eren Umst'en und mit welchem Gef'hl ist unser Kind gezeugt worden? Oder: Wie hat alles begonnen?
- Welche Konsequenzen k'nnten sich daraus ergeben?
- Wie beeinflussen diese Umst'e unsere Beziehung und die zu unserem Kind?
- Wie war und ist unsere eigene Beziehung zu den Eltern, den beiden eigenen und denen des Partners, den Schwiegereltern?
- Wie haben wir beide Familie erlebt, und welche Konsequenzen haben wir daraus gezogen?
- Welche gro'n und wichtigen Familienthemen gab es in unseren Familien? Wie beeinflusst uns das bis heute? Welche Rolle spielen diese Themen in unserer Familie?
- Welche Tabus haben unsere Herkunftsfamilien bestimmt? Wie gehen wir heute mit diesen Themen um?
- Inwieweit soll uns die aktuelle Familiensituation f'r erlittene Defizite in unseren Herkunftsfamilien entsch'gen?
- Wie war die Geburt unseres Kindes, und was k'nnte sie uns symbolisch zeigen?
- Wie verliefen unser beider Geburten? Gibt es Parallelen zu de
r unseres Kindes?
1.3 Die Anwendung der hom'opathischen Arzneimittel
Die klassische Hom'opathie, die dieses Buch wie keine andere Philosophie pr', weil auch die Deutungen zuerst und vor allem hom'opathisch gedacht sind, ist eine ausgesprochen individuelle Medizin, was die Schwierigkeit ausmacht, sie in einem Buch praktisch darzustellen. Gut darstellbar sind Arzneimittelbilder 'lich wie Krankheitsbilder. Beide geben einen Rahmen, die wirkliche Therapie muss dann aber in beiden F'en immer individuell erfolgen. Auch eine Deutung kann stets nur einen Rahmen geben, Arzneimittelbilder geben viele Rahmen. Hom'opathen und Psychotherapeuten m'ssen diese allgemeing'ltigen Rahmen mit ausgesprochen individuellen und originellen Menschen zur Deckung bringen.
Die deutende Medizin animiert zu fragen: 'Warum geschieht dies gerade mir, gerade so, gerade jetzt, in dieser Phase meines Lebens?' Und: 'Woran hindert mich das Krankheitsbild, wozu zwingt es mich?' Die klassische Hom'opathie muss so differenziert individualisieren, dass hier gar keine typischen Fragen angegeben werden k'nnen.
Insofern sind die aufgenommenen Arzneimittelbeschreibungen und bew'ten Indikationen ohne jeden Anspruch auf Treffsicherheit oder gar Vollst'igkeit eher dazu gedacht, die Genialit'dieser von Samuel Hahnemann in die Medizin eingebrachten grunds'lich neuen Denkrichtung aufzuzeigen, die die Allopathie oftmals ersetzen und fast immer erg'en kann.
Die gro' Zahl an Spezialisten, sowohl Hom'opathen wie auch schulmedizinische Kinder'te, und nicht zuletzt die M'tter, die unser Manuskript vorab gelesen und kontrolliert haben, m'gen als Beleg dienen f'r den Versuch eines Br'ckenschlages zwischen diesen Richtungen der Medizin und den M'ttern zugunsten kranker Kinder.
Alle im Buch empfohlenen Mittel sind in der C30-Potenz zu nehmen, die sich als Akutpotenz bew't hat. Diese sogenannte Hochpotenz verlangt Respekt in ihrer Anwendung. Hom'opathische Arzneimittel d'rfen nicht einfach wahllos e
ingenommen werden, treffen Sie Ihre Wahl sorgsam, und fragen Sie bei Unklarheiten lieber erfahrene Hom'opathen um Rat. Die hier eingef'gten Tabellen sollen helfen, die aufgef'hrten Mittel leichter zu differenzieren, weshalb sie sich auf die jeweils charakteristischen Symptome beschr'en. Schenken Sie bitte auch den Gem'tssymptomen Beachtung, diese k'nnen f'r die Wahl des richtigen Mittels ausschlaggebend sein.
Einnahme: Geben Sie Ihrem Kind 2 Milchzuckerk'gelchen (Globuli) direkt auf die Zunge, l'sen Sie 2 weitere Globuli anschlie'nd in einem Glas stillen Wassers mit einem Holzspatel oder Plastikl'ffel auf ('verkleppern'), und lassen Sie es davon alle 10 Minuten einen Schluck trinken (nach vorherigem kr'igen Umr'hren). Sobald eine Besserung erkennbar ist, unterbrechen Sie die Einnahme! Falls eine Verschlechterung oder Stagnation eintritt, setzen Sie die Einnahme fort.
Ergibt sich nach zwei Stunden keine Reaktion im Sinne einer Besserung, war das Mittel vermutlich falsch gew't. Bitte schauen Sie sich die Tabelle noch einmal an und w'en gegebenenfalls ein anderes Arzneimittel. Als Besserung im hom'opathischen Sinne ist z. B. auch ein tiefer (Heil-)Schlaf zu werten oder eine Entlastung auf der Gem'tsebene; d. h., Ihr Kind ist vielleicht besserer Stimmung und kann mit den Beschwerden problemloser umgehen, obwohl sich die k'rperlichen Symptome vielleicht gar nicht auff'ig ver'ert haben.
1.4 Zu 'Risiken und Nebenwirkungen' dieses Buches!
In modernen Zeiten liegt die Last von Erziehung und Pflege im Krankheitsfall mehr denn je bei den M'ttern und immer h'iger auch noch bei alleinerziehenden. Dann wird, was ansonsten auch Freude machen k'nnte, rasch zur Last und 'erforderung. Insofern m'gen viele der Hinweise belastend und einseitig wirken, wenn die Verantwortung, die im Idealfall geteilt w'rde, nun h'ig auf Schultern ruht, die daf'r allein eigentlich zu schmal sind. Aber bei einer Scheidungsrate, die in den letzten f'nfzig Jahren von etwa 10 auf rund 50 Pr
ozent gestiegen ist, sind die Chancen, zusammen Gro'ltern zu werden, so wie man gemeinsam zu Eltern wurde, eher gering. Im Zusammenhang mit den sich aus dieser Tendenz ergebenden Problemkonstellationen und Patchworkfamilien kann im Hinblick auf die Entwicklung der kindlichen Seele vieles schiefgehen, wie nat'rlich auch in sogenannten 'heilen' Familien. Dieses Buch will jedenfalls keineswegs die durch einseitige Lastenverteilung oft entstandene Schieflage noch durch die Vermittlung von Schuldgef'hlen versch'en.
Andererseits nehmen wir eine radikale, d. h. an die Wurzeln gehende Position aufseiten der kranken Kinder ein. Vor allem, um ihnen eine Stimme im Krankheitsfall zu verleihen, da sie gerade dann oft missverstanden oder ganz falsch eingesch't werden, und keineswegs, um Schuld zuzuweisen. Eltern werden in aller Regel das ihnen Bestm'gliche f'r ihre Kinder tun. Das aber wird trotzdem oft nicht reichen oder manchmal sogar schaden. Insofern ist, was wie Schuldzuweisung klingen mag, eher korrigierend, helfend oder infrage stellend gemeint. Auch wenn wir manches Mal wie Anw'e der kranken Kinder klingen m'gen, wollen wir die M'tter und am liebsten auch die V'r mit einbinden und 'ber ein tieferes Verst'nis der Be-Deutung von Symptomen in ihrem Streben, die beste Wahl f'r ihre Kinder zu treffen, unterst'tzen. Eine F'lle von Tipps und bew'ten Indikationen soll schnelle und praktische Hilfe erm'glichen, w'end die Deutungen oft ein l'erfristiges und daf'r nachhaltigeres Umdenken ansto'n m'gen.
Uns ist sehr wohl bewusst, dass es oft und besonders in wenig solidarischen Zeiten, was Kinder und insbesondere kranke Kinder angeht, sehr schwer sein wird, alles richtig zu machen. Es ist sogar unm'glich. Aber andererseits ist es auch nie zu sp' die Weichen zum Besseren zu stellen. Dazu wollen wir Mut machen.
Wer in kaum zu beherrschende Teufelskreise geraten ist, k'nnte sich geradezu provoziert f'hlen von Hinweisen, wie man mit Meditation und Tai Chi mehr Rhythmus ins
eigene und kindliche Leben bringt. Wer etwa keine angemessene Wohnung gefunden hat, weil Alleinerziehende auf dem Immobilienmarkt diskriminiert werden, mag andere Sorgen haben als morgendliches Yoga und Qi Gong. Die Logik von Vermietern, denen es vor allem um p'nktliche Mietzahlung bei maximaler Schonung ihrer Wohnung geht, ist klar. Kinder sind in Deutschland zum Armutsrisiko geworden, insbesondere wenn eine Mutter allein f'r sie aufkommen muss. Da solche Familien dann auch noch fast unk'ndbar sind, wenn sie in Not geraten, halten viele Wohnungsbesitzer sie sich am liebsten vom Leib. Hier wird - wie so oft - eine als Hilfsma'ahme gedachte Regelung wie K'ndigungsschutz zum Bumerang. Wenn die Mutter dann morgens zur Arbeit m'sste, auf die sie angewiesen ist, und ihr krankes Kind nicht in den Kindergarten gehen kann, k'nnten manche Hinweise des Buches und auch die an den Kapitelenden aufgeworfenen Fragen geradezu provozierend wirken. Das ist nat'rlich ungewollt, aber andererseits wollten wir auch nicht auf die M'glichkeit verzichten, gute Situationen in Richtung Ideal noch zu verbessern.
Ihrer Natur nach k'nnen Deutungen von Symptomen, die ja immer Schatten aufdecken, leicht als Schuldzuweisungen missverstanden werden, was aber nie beabsichtigt ist. Es geht vielmehr im beschriebenen Sinne um Verantwortung. Dass im deutschen Sprachgebrauch die Adjektive 'verantwortlich' und 'schuldig' inzwischen synonym gebraucht werden, ist symptomatisch und gleicherma'n symboltr'tig. Nat'rlich will niemand mehr verantwortlich sein, wenn das gleichbedeutend mit 'schuldig' ist. Wir m'ssen aber Verantwortung 'bernehmen f'r unsere Kinder - von Gesetzes wegen und auch weit dar'ber hinaus -, zumindest so lange, bis sie selbst gelernt haben, eigene Antworten f'r ihr Leben zu finden. Dabei d'rfen Fehler gemacht werden, die sich sp'r oft als Helfer entpuppen. Wie der Volksmund so sch'n sagt: 'Aus Fehlern wird man klug.' Es ist auch nie zu sp' die Richtung zu 'ern und mit neuen Erkenntni
ssen in Zukunft Dinge anders zu sehen und zu machen.
Dadurch, dass wir aufseiten der kleinen Kranken prim'deren Lebensrechte im Auge haben, mag ein 'berfordernder Anspruch an M'tter, die schwierige Situationen zu bew'igen haben, hineininterpretiert werden. Aber wir gehen lediglich vom Ideal f'r das erkrankte Kind aus und k'nnen weder soziale Situation noch individuelle Umst'e beeinflussen.
W'n wir eine insgesamt kinderfreundlichere Gesellschaft, k'nnten wir uns vieles erleichtern und Schreckliches ersparen. Tats'lich haben wir ja nicht die Wahl, ob wir im Leben 'umkehren und wieder werden wie die Kinder', um es mit den Worten der Bibel zu sagen, sondern lediglich, auf welcher Ebene wir das tun. Wo immer die Bewusstseinsebene verweigert wird, muss im Sinne von Krankheit als Symbol der K'rper einspringen. Wenn das 'Wieder werden wie die Kinder' aber in den K'rper sinkt, nennen wir es 'Morbus Alzheimer', ein Krankheitsbild, gegen das (noch) kein Kraut gewachsen ist, bzw. noch hat es niemand gefunden. In Gesellschaften, die weniger kinderfeindlich oder sogar kinderfreundlich sind, wo sich die Menschen mehr um ihr inneres Kind k'mmern, sind die Alzheimer-Zahlen deutlich geringer.
Ziel unseres Buches ist es, das Leben f'r Kinder und Eltern erf'llender, verst'licher und ansprechender zu machen, in seinen sch'nen und auch herausfordernden Seiten. Andererseits haben wir heute eine Situation, in der 'Kinderkriegen' von der nat'rlichsten Sache der Welt zu einer eher seltenen Angelegenheit geworden ist, was den wenigen und erst recht den Einzelkindern eine Stellung einr't, die ihnen eine ungesunde Macht gibt im Sinne des Kleinen Tyrannen von Jirina Prekop (siehe '19.2 Literatur'). Der schon fast komische Jugendkult unserer Gesellschaft, die im Gegenzug das Alter verachtet, tr' noch weiter zur Verst'ung dieses bedenklichen Trends bei. Eine Machtposition, wo kleine Kinder bei allem mitreden und ihre Eltern und besonders M'tter geradezu dominieren und etwa 'ber den
neuen Partner mitbestimmen wollen und d'rfen, bekommt beiden Seiten nicht.
Insofern haben wir heute eine Polarisierung einerseits in M'tter, die enorme Opfer bringen, was ihre eigene Lebensenergie angeht, w'end sie ihre Kinder allein oder fast allein aufziehen, sodass sie oft regelrecht zu Opfern werden. Andererseits werden auch Kinder zu Opfern, weil zu wenig Zeit f'r sie existiert in der modernen Gesellschaft des Turbokapitalismus in der Globalisierungsfalle. Wenn Kinder ihre Eltern und besonders M'tter zu ihren Opfern machen, wird alles noch komplizierter.
Allerdings haben in der langen Geschichte der Menschheit M'tter fast immer Kinder allein aufgezogen.
Kranke Kinder haben nat'rlich ein Recht auf Verst'nis ihrer Situation und Lernaufgabe, was noch lange nicht hei', dass Kinder alle Rechte dieser Welt immer fr'her brauchen. Ob sie bereits mit sechzehn Auto fahren und gar mit f'nfzehn w'en sollten, steht auf einem ganz anderen Blatt. Die Erfahrungen damit m'gen zu einer Gesellschaft im Jugendkultwahn passen, insgesamt ermutigend sind sie nicht.


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