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Östlich der Sonne

Vom Baikalsee nach Alaska. Mit Karten-Skizzen.
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Produktdetails
Titel: Östlich der Sonne
Autor/en: Klaus Bednarz

ISBN: 3498006290
EAN: 9783498006297
Vom Baikalsee nach Alaska.
Mit Karten-Skizzen.
Rowohlt Verlag GmbH

4. Januar 2003 - gebunden - 400 Seiten

"Land östlich der Sonne" nannten die russischen Eroberer jenen geheimnisvollen Teil Sibiriens, der sich vom Fluß Lena bis zum Stillen Ozean erstreckt. Durch dieses rauhe, unermeßlich weite Land zogen einst die Vorfahren der nordamerikanischen Indianer. Klaus Bednarz ist auf ihren Spuren gereist. Vom Baikalsee bis nach Alaska - mehr als 10 000 Kilometer durch Taiga, Sümpfe und reißende Flüsse. Zu Fuß, per Schiff, Geländewagen, Hubschrauber oder Rentierschlitten. Er hat mit Goldsuchern und Walfängern gesprochen, mit Polarforschern, Archäologen, Schamanen und Indianerhäuptlingen, mit Verbannten und Sträflingen des GULAG. Immer wieder ist er dabei auf Gemeinsamkeiten sibirischer und indianischer Mythen und Legenden gestoßen, auf überraschende Parallelen von Kultur und Lebensweise. So entsteht ein lebendiges Bild des heutigen Landes östlich der Sonne - mit all seinen Problemen und Hoffnungen. Eine faszinierende Reise voller Abenteuer und unvergeßlicher Eindrücke.
Klaus Bednarz, geboren 1942 in Berlin, ist einer der bekanntesten deutschen Journalisten. Er war lange Zeit ARD-Korrespondent in Warschau und Moskau und leitete fast zwei Jahrzehnte das Politmagazin "Monitor". Für seine Arbeit wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter zweimal dem Grimme-Preis. 1995 erschien "Fernes nahes Land. Begegnungen in Ostpreußen", 1998 "Ballade vom Baikalsee", 2003 der Bildband "Vom Baikal nach Alaska" und 2009 der Band "Ferne und Nähe. Aus meinem Journalistenleben" (alle Rowohlt).
Es ist ein großes Ziel, das sich der bekannte Fernseh - Journalist Klaus Bednarz gesetzt hat: Er will durch Sibirien, vom Baikalsee aus, über die Meerenge der Beringstraße, nach Alaska reisen. Die Unternehmung über mehr als 10.000 km beginnt im Sommer, im Juni 2002. Zunächst geht es entlang der Lena, "der wichtigsten Lebensader Sibiriens". Voller Stolz steht das Kamerateam nach mehrtägiger mühsamer Wanderung vor der Quelle des mächtigsten sibirischen Stroms. Noch niemand hat bisher Bilder darüber gesendet. Sehr anschaulich schildert Bednarz die landschaftliche Faszination der Taiga, aber auch das mühselige Leben ihrer Bewohner. Zunächst war geplant vom Delta der Lena aus per Schiff entlang der sibirischen Küste zu fahren - ein wenig wie die ersten Entdecker dieses kargen Landstrichs. Doch der Winter kommt der Expedition dazwischen und so geht es, in einem zweiten Teil der Reise, von Jakutsk aus weiter auf der "Straße des Todes". Ein furchteinflößender Name, doch mit voller Berechtigung, denn zu Zeiten Stalins wurde diese Strecke ausschließlich mit GULAG - Häftlingen erbaut. Zehntausende, wenn nicht gar Hunderttausende von ihnen fanden hier den Tod. Und bis heute gilt diese Straße als die gefährlichste Russlands. "Eine Schnee- und Eispiste durch die winterliche Taiga, über zugefrorene Flüsse, durch enge Schluchten und über gewaltige, kurvenreiche und steile Gebirgspässe ohne Markierungszeichen und Seitenbegrenzungen." Über die Beringstraße geht es in einem turbulenten Flug im dritten Abschnitt der Reise nach Alaska zu den Tlingit - Indianern. Auch hier, wie in Sibirien, kämpft die Bevölkerung mit einer immens großen Arbeitslosigkeit, mit der ein hoher Alkoholkonsum einhergeht. Im Gespräch mit einem frustrierten Lehrer erfährt Bednarz, dass die Eltern der Schulkinder der Bildung ihrer Sprösslinge eher gleichgültig gegenüberstehen. "Zu einem Elternabend sind sie nur gekommen, wenn wir versprochen haben, dass es Gewinnmöglichkeiten beim Bingo gibt." Es ist ein vielfältig schillerndes Porträt einer Landschaft und ihrer Bewohner, das Klaus Bednarz von seiner waghalsigen Unternehmung vermittelt: "Es ist das verwegenste, ambitionierteste Projekt, das ich je in Angriff genommen habe." Wer Lust hat, kann den detaillierten Reiseverlauf auf dem ausführlichen Kartenmaterial im Anhang mitverfolgen. Leider, und das ist ein ärgerlicher Mangel, wurden im Buch keine Fotos veröffentlicht. Hier schafft erst die mehrteilige Fernsehserie Abhilfe. © Manuela Haselberger

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