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Der Stellvertreter

Ein christliches Trauerspiel. 'rororo Taschenbücher'.
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Produktdetails
Titel: Der Stellvertreter
Autor/en: Rolf Hochhuth, Karl Jaspers, Walter Muschg, Golo Mann

ISBN: 3499109972
EAN: 9783499109973
Ein christliches Trauerspiel.
'rororo Taschenbücher'.
Rowohlt Taschenbuch

2017 - kartoniert - 528 Seiten

Durfte der Vorgänger Papst Johannes XXIII. schweigen zur planmäßigen Ausrottung der europäischen Juden durch Hitlerdeutschland ? Zu Auschwitz ? Seit Rolf Hochhuth zum erstenmal diese Frage aufwarf, kam sie nie mehr zur Ruhe. Sein Drama, 1963 durch Erwin Piscator in Berlin uraufgeführt, wurde seither in über 25 Ländern gespielt.
Rolf Hochhuth, geb. 1.4.1931 in Eschwege, arbeitete nach Abschluss einer Buchdruckerlehre in verschiedenen Buchhandlungen in Marburg, Kassel und München. Nebenher war er Gasthörer an den Universitäten in Heidelberg und München. 1955 war er Lektor im Bertelsmann-Lesering und arbeitete an der Herausgabe verschiedener Werksausgaben und Erzählanthologien mit. Seit 1963 lebt Hochhuth als freier Autor in Riehen bei Basel. Der Schwerpunkt seiner Themen liegt auf der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Seine Werke sind mit dokumentarischem Beweis- und Belastungsmaterial angereichert, die Hochhuth in umfangreichen Recherchen zusammengetragen hat. Hochhuth wurde damit zu einem der Hauptvertreter des sogenannten Dokumentartheaters der 60er Jahre. Dabei entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten und umstrittensten Dramatiker in der deutschsprachigen Bühnenwelt. 1980 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und des Verbandes bayerischer Verleger sowie den Geschwister-Scholl-Preis für Literatur, 1990 den Jacob-Burckhardt-Preis der Basler Goethe Stiftung. 2001 folgte der Jacob-Grimm-Preis für seinen Einsatz um die deutsche Sprache.
Hochhuth ist kein primitiver Moralist, der im Wust der Akten nach Schuldbeweisen sucht. Ihn treibt das Gewissen zur Kunst. Daher das klassische Gepräge seines Werkes. Und deshalb ist er auch der erste Dramatiker, der die erdrückend verworrenen apokalyptischen Ereignisse unserer Zeit mit wirklichem Gewinn gestaltet. Das Werk eines Autors, der für sich in Anspruch nehmen kann, der bedeutendste Dramatiker der Welt genannt zu werden. Newsweek

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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Dieses Stück sollte unsere Kinder kennen - von Christina Wolf - 23.02.2013 zu Rolf Hochhuth, Karl Jaspers, Walter Muschg, Golo Mann „Der Stellvertreter“
Vier Personen, welche in diesem Stück vorkommen, sind real. Das wären Gersteiner, der Papst, der Nuntius und Adolf Eichmann. Die restlichen Charaktere sind erfunden, aber ihre Geschichte könnte sich genauso abgespielt haben. Es gibt genügend Zeitzeugenaussagen, die dies bestätigen und genau dies ist das erschreckende an diesem Schauspiel; der Bezug zur wahren Geschichte unseres Landes, welche noch nicht einmal 70 Jahre zurückliegt. Es geht hier aber nicht nur um unsere Geschichte, sondern ganz explizit um die Geschichte der katholischen Geschichte in der Zeit des Naziregimes. Dieses Schauspiel ist die Anklage gegen die katholische Kirsche, im Besonderen des Vatikans und Pius XII., der Papst, welcher auf dem Petristuhl saß, wegsah und schwieg, egal wie sehr man ihn anflehte endlich Stellung zu beziehen. Dieses Verhalten war leider keine Fiktion sondern bittere Realität. Hochhuth gelang es auf Grund seiner aufwühlenden und sehr emotionalen Dialoge, die Barbarei der Nazis, aber auch die seelische Grausamkeit der katholischen Kirche, in dem sie wegsah, klar zum Ausdruck zu bringen. Diese Dialoge sprechen für sich und bedürfen keiner weiteren Erklärungen, zumal durch sie auch die Charaktere sehr präzise gezeichnet wurden. Man liest dieses Stück mit pochendem Herzen und es wird für immer im Gedächtnis bleiben. Es ist ein Plädoyer für die Mutigen und Ehrlichen und eine Anklage gegen die Scheinheiligkeit und mangelnde Empathie der katholischen Kirche, welche durch den Stellvertreter Christi auf Erden repräsentiert wird und dabei nur an die eigene Machtposition denkt. Dieses Stück sollte auch in Schulen auf dem Lehrplan stehen.
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