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Plessners »Grenzen der Gemeinschaft«

Eine Debatte. 'suhrkamp taschenbücher wissenschaft'. Na…
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Produktdetails
Titel: Plessners »Grenzen der Gemeinschaft«
Autor/en: Wolfgang Eßbach, Joachim Fischer, Helmut Lethen

ISBN: 3518291416
EAN: 9783518291412
Eine Debatte.
'suhrkamp taschenbücher wissenschaft'.
Nachdruck.
Herausgegeben von Wolfgang Eßbach, Joachim Fischer, Helmut Lethen
Suhrkamp Verlag AG

25. Februar 2002 - kartoniert - 371 Seiten

Späte Aktualisierungen, Historisierungen und Systematisierungen verwandeln Plessners »frühe Sozialphilosophie mit liberalem Ethos« seit zehn Jahren in ein energisches Zentrum verschiedener Diskurslinien: Der Streit, ob seine »Grenz«-Schrift eher im Textkontinuum mit Schmitts Dezisionismus und der »kalten Verhaltenslehre« der zwanziger, dreißiger Jahre zu lesen oder als lebensphilosophische Ausdrucks-»Logik der Öffentlichkeit« zu entziffern sei, kreuzt sich mit der 68er Vergangenheitsbewältigung und der kommunitaristischen Debatte über die Grenzen der Gesellschaft. Inzwischen zieht Plessners Schrift internationale Aufmerksamkeit auf sich.
Axel Honneth, geboren 1949, ist Jack C. Weinstein Professor of the Humanities an der Columbia University in New York, Senior Professor für Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main sowie geschäftsführender Direktor des dortigen Instituts für Sozialforschung.
1889 Siegfried Kracauer wird als einziges Kind des aus Schlesien stammenden jüdischen Handelsreisenden Adolf Kracauer und dessen Frau, der Frankfurterin Rosette Oppenheim(er), am 8. Februar in Frankfurt am Main geboren. Von großer Bedeutung für den Heranwachsenden war das gesellige Haus des Onkels Isidor Kracauer, der am Philanthropin Geschichte unterrichtete und zusammen mit seiner Frau Hedwig, geb. Oppenheim(er), die Julius und Amalie Flersheim'sche Stiftung leitete. Seine zweibändige Geschichte der Juden in Frankfurt am Main 1150-1824 (Frankfurt a.M. 1925-27) ist noch heute ein Standardwerk.
1906 Erste Publikation in der Frankfurter Zeitung (FZ)
1907-1911 Studium der Architektur in Darmstadt, Berlin und München. Nebenbei besucht er an den Universitäten Berlin und München Vorlesungen der Philosophie (Georg Simmel) und Kunstgeschichte (H. Wölfflin u.a.).
1912-1914 Tätigkeit in verschiedenen Münchner Architekturbüros
1914 Promotion an der Technischen Universität Berlin mit der Dissertation Die Entwicklung der Schmiedekunst in Berlin, Potsdam und einigen Städten der Mark vom 17. Jahrhundert bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts (Wormser Verlags- und Druckereigesellschaft 1915).
1914-1918 Tätigkeit im Architekturbüro von Max Seckbach, Frankfurt a.M.
1917 kurzfristig bei der Fußartillerie in Mainz.
1918 Anstellung als Architekt auf dem Stadtbauamt in Osnabrück.
1919-1920 Kracauer versucht die Arbeitslosigkeit durch intensive Lektüre und schriftstellerische Arbeit zu überbrücken. In dieser Zeit beginnt die lebenslange Freundschaft zu Theodor W. Adorno und Leo Löwenthal, beide später enge Mitarbeiter des Frankfurter "Institut für Sozialforschung". Freundschaftliche Kontakte zu Margarete Bendemann-Susman und - seit 1921 - zu dem Kreis um den Frankfurter Rabbiner Nehemia A. Nobel.
1921 Seit Januar 1921 Tätigkeit für die Frankfurter Zeitung als freier Mitarbeiter; ab August festes Mitglied der Redaktion (seit 1924 auch für das Ressort "Film" zuständig).
1922 Im Sibyllen Verlag zu Dresden erscheint Kracauers Monographie Soziologie als Wissenschaft.
1926 Aufgrund von Kracauers eingehender kritischer Besprechung der Buber-Rosenzweigschen Bibelübersetzung (FZ, am 27. und 28. April 1926) brechen Margarete Susman, Martin Buber und Franz Rosenzweig die persönlichen Beziehungen zu Kracauer ab. Beginn der Freundschaft mit Walter Benjamin und Ernst Bloch.
1928 Kracauers erster Roman Ginster. Von ihm selbst geschrieben erscheint anonym im S. Fischer Verlag, Berlin (Vorabdruck in der FZ).
1930 Veröffentlichung der Untersuchung Die Angestellten. Aus dem neuesten Deutschland, Societäts-Druckerei (Vorabdruck 1929 in der FZ). 5. März: Kracauer heiratet Elisabeth (Lili) Ehrenreich (geb. 1893 in Straßburg, 1971 in New York), die nach ihrem Studium der Musik, Kunstgeschichte und Philologie bis 1930 als Bibliothekarin im "Institut für Sozialforschung" tätig war . 1. April: Kracauer übernimmt die Feuilleton-Redaktion der FZ in Berlin.
1933 - 1941 : Exil in Frankreich
28. Februar 1933: Kracauer flieht mit seiner Frau nach Paris aufgrund einer telegraphischen Warnung des Herausgebers der FZ, Heinrich Simon, und dessen Zusicherung, daß er weiterhin als Korrespondent für die FZ tätig sein kann. 25. August Offizielle Kündigung der FZ. Kracauer wohnt mit seiner Frau zunächst in einem kleinen Hotel in Paris; aus Geldnot ziehen sie im Oktober 1936 in ein möbliertes Zimmer. Kracauer versucht durch Artikel für deutschsprachige Zeitungen/Zeitschriften seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
1933 Fertigstellung seines zweiten Romans Georg (erste Veröffentlichung postum 1971 in Schriften, Bd. 1)
1934 Kracauer arbeitet er an der Materialsammlung und Niederschrift der Gesellschaftsbiographie Jacques Offenbach und das Paris seiner Zeit, die im Frühjahr 1937 bei Allert de Lange in Amsterdam erscheint (fast gleichzeitig mit der französischen und englischen Ausgabe).
1937 Umfangreiche Untersuchung über die faschistische Propaganda für das Institut für Sozialforschung, New York. Kracauers Arbeit "Masse und Propaganda" wird honoriert, aber nicht veröffentlicht.
1939 Dank der Vermittlung von Max Horkheimer und des New Yorker Kunsthistorikers Meyer Schapiro erste, vergebliche Verhandlungen über eine Anstellung im Museum of Modern Art (Film Library), New York
1939 Mitte September, wird Kracauer interniert. Nach seiner Freilassung, Mitte November, beschleunigt er seine Emigration nach den USA, ab Mitte Juni 1940 von Marseille aus.
1941 15. April: Lili und Siegfried Kracauer entkommen, völlig mittellos und niedergedrückt durch den Tod W. Benjamins, der vor ihnen die Flucht über die spanische Grenze versuchte, auf einem der letzten Schiffe von Lissabon dem lebensbedrohlichen Europa.
1941-1966: USA
1941, 25. April: Ankunft in New York. Ein Stipendium der Rockefeller Foundation sichert ihm für gut zwei Jahre die Anstellung an der Film Library des Museum of Modern Art in New York.
1942 Fertigstellung der Auftragsarbeit Propaganda and the Nazi War Film, erste Veröffentlichung Kracauers in englischer Sprache ( für ein begrenztes Fachpublikum). Information aus der Schweiz, daß Mutter und Tante "nach Polen oder Theresienstadt" deportiert wurden.
1943 Im Frühjahr erscheint die zweite Auftragsarbeit The Conquest of Europe on the Screen - The Nazi Newsreel 1939-1940.
1943-1946 Die John Simon Guggenheim Memorial Foundation ermöglicht es Kracauer, die geplante Arbeit an der "History of the German Film" fortzusetzen. Freundschaftliche Beziehungen zu den Kunsthistorikern Richard Krautheimer, Erwin Panofsky, Meyer Schapiro und dem Soziologen Hans Speier.
1946-1948 Finanziell schwierige Jahre, die Kracauer nur dank der beruflichen Tätigkeit von Lili Kracauer in New Yorker Flüchtlingsorganisationen durchsteht.
1946 Antrag auf Einbürgerung
1947 Mitte April erscheint From Caligari to Hitler .A Psychological History of the German Film (Princeton University Press), das meistdiskutierte Buch Kracauers.
1949 Stipendium der Bollingen Foundation für die geplante "Filmästhetik", deren Anfänge schon in die vierziger Jahre zurückgehen.
1950-1952 Auftragsarbeiten für die "Voice of America".
1952 Zahlreiche Auftragsarbeiten. Seit 1952 Research Director des Bureau of Applied Social Research und Berater bzw. Gutachter für die Bollingen Foundation und die Old Dominion Foundation.
1954-1957 Stipendium der Chapelbrook Foundation (Boston) für die Fortsetzung der "Filmästhetik".
1956 Mitte Juli - Ende September: Die Bollingen Foundation ermöglicht Kracauer die erste Reise in das Nachkriegseuropa (Deutschland, Schweiz, Italien, Frankreich). Erste Verlagsverhandlungen mit Rowohlt und Suhrkamp. Satellite Mentality. Political Attitudes and Propaganda Susceptibilities of Non-Communists in Hungary, Poland and Czechoslovakia (zusammen mit Paul L. Berkman), Report of the Bureau of Applied Social Research (Columbia University), Frederick A. Praeger Publishers, New York.
1958 Bei Rowohlt kommt die erste deutsche Übersetzung seiner Filmgeschichte heraus unter dem ungenauen Titel Von Caligari bis Hitler - Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Films. Kracauer stellte enttäuscht fest, daß sie gekürzt und politisch entschärft wurde.
1959 Die Angestellten. Eine Schrift vom Ende der Weimarer Republik erscheint in neuer Ausgabe im Verlag für Demoskopie (Allensbach und Bonn).
1960 Kracauers "Filmästhetik" erscheint unter dem Titel Theory of Film. The Redemption of Physical Reality in der Oxford University Press. Unmittelbar anschließend beginnt Kracauer "mit ein paar Essays über Geschichte". Die Schwierigkeit des Themas, seine Gutachtertätigkeit für die Bollingen Foundation, die deutsche Übersetzung von Theory of Film und Reisen hindern ihn immer wieder an einer kontinuierlichen Niederschrift.
1963-1964 Im Suhrkamp Verlag erscheinen die Neuausgabe von Ginster (1963) und die Essay-Sammlungen Das Ornament der Masse (1963) und Straßen in Berlin und anderswo (1964).
1966 26. November: Kracauer stirbt in New York an den Folgen einer Lungenentzündung.
1969 Der Historiker Paul Oskar Kristeller gibt Kracauers letztes, unvollendetes Werk in Zusammenarbeit mit Lili Kracauer heraus: History. The Last Things Before the Last erscheint ebenfalls bei der Oxford University Press in New York.
 


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