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Der Fluch des David Ballinger

Originaltitel: The boy who lost his face. Empfohlen ab 11…
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Produktdetails
Titel: Der Fluch des David Ballinger
Autor/en: Louis Sachar

ISBN: 3446201181
EAN: 9783446201187
Originaltitel: The boy who lost his face.
Empfohlen ab 11 Jahre.
3. Auflage.
Übersetzt von Birgitt Kollmann
Hanser, Carl GmbH + Co.

18. Februar 2002 - gebunden - 182 Seiten

Ist es nur eine Pechsträhne? Je mehr Peinlichkeiten David passieren, desto klarer wird: Die unheimliche Mrs. Bayfield hat ihn verflucht. Warum sonst fällt er vom Stuhl und rutschen seine Hosen runter, so dass alle Mädchen über ihn kichern? Wenigstens halten Mo und Larry noch zu ihm - und Tori, die so ein irritierendes Lächeln um die Augen hat, wenn die Rede von Mrs. Bayfield ist ...
Eltern wünschen sich für ihre Kinder Freunde, die diesen gut tun, und die, selbst neugierig auf das Leben, Lebensfreude ausstrahlen. Aber gerade nette Kinder können während der Pubertät eigenartige Bedürfnisse entwickeln: die unangenehmsten Macker und deren scheinbar cooles Verhalten können eine magische Anziehungskraft auf sie ausüben. Und David Ballinger zum Beispiel ist bereit Dinge zu tun, die er selbst indiskutabel findet. Um in die Gruppe von solchen Knallköpfen wie Roger und Randy aufgenommen zu werden, hilft er mit, einer alten Dame den Gehstock zu entwenden und sie schamlos zu demütigen. Denn nur darüber, das meint jedenfalls David, kommt man an die attraktivsten Mädchen der Schule heran. Louis Sachar kann wunderbar erzählen. Seine Figuren sind lebendig und einfühlsam gezeichnet. Er schildert Davids Konflikt, einerseits das Idol seines kleinen Bruders sein zu wollen und andererseits diesem Anspruch gar nicht genügen zu können. Er beschreibt Larry, den Außenseiter, der Davids Freund wird, und der, um sich selbst treu zu bleiben, ganz schön schwindeln muss. Neben diesen bemerkenswert unterschiedlichen Typen finden sich zwei recht unangepasste junge Damen, die nicht nur das Herz auf dem rechten Fleck haben, sondern die den Helden und den LeserInnen überzeugend vermitteln, was sie wirklich wollen.
Louis Sachar, geboren 1954 in East Meadow, studierte Wirtschaftswissenschaften und Jura. Er arbeitete als Anwalt und schrieb nebenbei Kinderbücher, die ihn bald so berühmt machten, dass er sich ganz dem Schreiben widmen konnte. Er lebt in Kalifornien.
David stand zu lange unter der Dusche, weil er an Miss Williams dachte - was sie zu ihm gesagt hatte und
wie sie ihn angelächelt hatte. Er sah sie noch immer vor sich mit ihrem grünen Stirnband, den blauen Shorts und
den roten Schuhen. Es gab ihm einen kurzen Stich, als ihm einfiel, dass auch Mrs. Bayfield rote Turnschuhe getragen hatte.
Als es zur nächsten Stunde läutete, war er noch nicht fer-tig angezogen. Er beeilte sich, seine Schuhe zuzubinden, stopfte das Sportzeug in sein Fach und rannte los. Er hatte noch eine Stunde, seine Spanisch-AG.
"Buenas tardes, David", grüßte ihn Mrs. Gutiérrez, als er zu spät in die Klasse kam. Mrs. Gutiérrez sprach seinen Namen grundsätzlich spanisch aus, mit langem i und mit der Betonung auf der zweiten Silbe.
"Buenas tardes, señora", antwortete er.
Ihm fiel auf, dass tarde auf Spanisch "Nachmittag" bedeutete, aber gleichzeitig auch "spät". Obwohl Mrs. Gutiérrez ihn also nur begrüßt hatte, kam es ihm so vor, als hätte sie ihm durch die Blume zu verstehen gegeben, dass er zu spät kam.
"David", flüsterte Mrs. Gutiérrez laut. Sie winkte ihn mit dem Zeigefinger zu sich.
"Ja bitte?", fragte er, während er nach vorn ging.
"Komm bitte", flüsterte sie. Jetzt winkte sie schon mit der ganzen Hand.
Er hörte ein paar Schüler kichern, also setzte er ein Lächeln auf. Leslie Gilroy war auch in der Arbeitsgemeinschaft. Er vermied es sie anzusehen.
Nun stand er vor Mrs. Gutiérrez' Pult. "Sí, señora", sagte er. Er hatte Gerüchte gehört, dass Mrs. Gutiérrez Richterin gewesen war in El Salvador oder Nicaragua oder einem anderen dieser Länder und dass sie mitten in der Nacht flüchten musste, um sich vor den Sandinisten oder den Contras oder wem auch immer in Sicherheit zu bringen.
"David", sagte sie, "du musst deinen - äh, ich me
ine deinen -" Sie hatte offenbar Mühe, das richtige Wort zu finden.
Ihre Armreifen klirrten, als sie mit den Armen in der Luft wedelte.
"Meinen was?", fragte er. "Qué pasa?"
Sie lächelte über sein Spanisch. "Su cremallera", sagte sie. "Comprende?"
Er schüttelte den Kopf. Er hatte keine Ahnung, was eine cremallera sein mochte. Vielleicht ging es doch ums Zuspätkommen. "Ich werde mich bemühen, in Zukunft pünktlich zu sein", sagte er.
Es war, als schaute sie durch ihn hindurch. Auf einmal leuchteten ihre Augen auf. Sie wusste das Wort wieder. "Dein Reißschluss ist unten."
David hatte noch immer keinen Schimmer, wovon sie eigentlich redete. "Mein was ist unten?"
Im selben Moment wurde er knallrot. Er hatte kapiert: Reißverschluss hatte sie gemeint. So unauffällig wie möglich zog er den Reißverschluss an seiner Hose hoch.
"Gracias", sagte Mrs. Gutiérrez.
Hinter ihm lachten alle hysterisch.
David ging an seinen Platz zurück. Er versuchte niemanden anzuschauen.
Er überlegte, wer außer Mrs. Gutiérrez es gesehen haben mochte. Andererseits - was gab es da schon zu sehen? Seine Unterhose. Na und? Ob Leslie was gesehen hatte? Spielte aber auch keine Rolle, auf jeden Fall würde sie sagen, sie hätte was gesehen.
Und wenn schon. Es war ihm doch egal, was Leslie oder sonst wer über ihn sagte.
Als es endlich läutete, ging er schnell nach draußen, aber auch nicht so schnell, dass die anderen erst recht geguckt hätten.
Jemand tippte ihm auf die Schulter. Er drehte sich um.
"Du und deine Freunde, ihr haltet euch für obercool", sagte Larry Clarksdale, der wie immer seine blaue Sonnenbrille aufhatte. "Aber wenigstens renne ich nicht mit offener cremallera herum."
David erinnerte sich daran, wie Scott und Randy Larry gestern verscheucht hatten, damit Roger auf der Toilette rauchen konnte.
"Ich dusche vie
lleicht warm, aber meine Hose ist wenigstens zu", gab Larry noch eins drauf.
"Ich hab nicht Warmduscher zu dir gesagt", sagte David.
"Aber deine Freunde."
"Das sind nicht meine Freunde", widersprach David.
"Ach nein?"
"Nein."
"Aha", sagte Larry. "Also, wenn du mich fragst: Ich finde, es sind Arschlöcher, alle beide."
David drehte sich um und ging in Richtung Schließfach. Dann merkte er, dass Larry neben ihm herlief.
"Eigentlich konnte keiner was sehen", fing Larry an. "Du hast doch die ganze Zeit mit dem Rücken zur Klasse gestanden."
"Mrs. Gutiérrez hat es gesehen", sagte David.
"Die zählt nicht. Die kommt aus Südamerika."
"Na und?"
"Da ist das anders. Da rennen die Leute ständig nackt rum."
"Woher willst du das wissen?"
"Ich hab mal da gelebt. In Venezuela. Als ich acht war. Da hab ich ständig nackte Leute gesehen, Jungen und Mädchen." Er zuckte mit den Achseln. "Das war nichts Besonderes. Man gewöhnt sich dran."
"Nackte Mädchen?", fragte David leise.
"Jede Menge", sagte Larry. "Wir selbst haben in einem amerikanischen Viertel gewohnt, wo die Leute normalerweise angezogen waren, aber wir sind viel durch die Gegend gefahren, und dann haben wir die Kinder gesehen. Bis sie zwölf oder dreizehn waren, sind die oft nackt rumgelaufen."
"Wow", sagte David.
Larry grinste ihn an. "Ich hab sogar Fotos", sagte er.
"Echt?", fragte David.
"Nicht von allen", sagte Larry. "So zehn vielleicht. Ich musste ja immer so tun, als würde ich die Landschaft fotografieren oder so. Schließlich waren meine Eltern dabei. Aber in Wirklichkeit hab ich nackte Mädchen geknipst."
David lachte.
"Ich war noch klein damals", sagte David. "Heute haut mich das auch nicht mehr um. Wenn man erst mal hundert nackte Mädchen gesehen hat, ist das alles nicht mehr so spannend."
"Klar", meinte David, als hätte er schon drei- oder vierhundert hinter sich.<
br>"Wenn du willst, bring ich die Bilder mal mit", sagte Larry.
David zuckte mit den Achseln. "Meinetwegen", sagte David, so als würde er sie sich höchstens deswegen gern ansehen, weil er sich fürs Fotografieren interessierte.
"Okay, morgen."
"Okay", sagte David.
"Also dann."
"Ciao."
"Ciao, David."
David legte sein Spanischbuch in sein Fach. Mit den Hausaufgaben war er schon fertig, deshalb konnte er alle Bücher in der Schule lassen.

Er war schon halb zu Hause, als es ihn blitzartig durchfuhr: Ich habe Mrs. Bayfields Unterhose gesehen. Er blieb stehen.
"Sie hat mich wirklich verflucht", hörte er sich sagen. "Alles was ihr passiert ist, passiert mir jetzt auch."
Blödsinn, dachte er, mit Mrs. Bayfield hat das gar nichts zu tun. Wenn man es nach Sport eilig hat, kann man schnell mal den Reißverschluss vergessen.
Er glaubte nicht an Hexerei. Schließlich wollte er mal Wissenschaftler werden. Er wusste, dass es für alles eine logische wissenschaftliche Erklärung gab. Er glaubte nicht an Flüche, genauso wenig wie an Astrologie, Wahrsagerei oder dergleichen.
Sicher, einige der Dinge, die Mrs. Bayfield passiert waren, waren irgendwie auch ihm passiert, aber das war reiner Zufall. In einer Welt, in der ständig Millionen von Leuten Millionen Dinge passierten, musste es ab und zu solche Zuf&a

"In einem Wechselspiel zwischen augenzwinkernd überzeichneten Erzählelementen und dramatischer Zuspitzung der Außenseitersituation (inkl. entzückender Liebesgeschichte!) halten sich Amusement und Bewegtheit beim Lesen die Waage. Das abschließende Happyend samt moralischem Impetus in derart unpädagogische beiläufige Komik zu verpacken, hat Louis Sachar jedenfalls damals schon unvergleichlich gut verstanden." (Gabriele Grunt, 1000 und 1 Buch)



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