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Der Vorleser

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Produktdetails
Titel: Der Vorleser
Autor/en: Bernhard Schlink

ISBN: 3257229534
EAN: 9783257229530
'Diogenes Taschenbücher'.
Diogenes Verlag AG

25. April 1997 - kartoniert - 208 Seiten

Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er ... und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.
/ /
"Bernhard Schlink wird 1944 in Bielefeld geboren und wächst in Heidelberg auf. Nach dem Abitur studiert er Jura, promoviert über die 'Abwägung' und schreibt beim späteren Verfassungsrichter Böckenförde seine Habilitation über die 'Amtshilfe'. Seine erste Professur für Verfassungs- und Verwaltungsrecht führt ihn nach Bonn. 1990 erhält er einen Ruf als Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an die Humboldt-Universität Berlin, wo er noch immer tätig ist. 1987 tritt er erstmals als Schriftsteller hervor, mit dem Krimi 'Selbs Justiz', der 1991 unter dem Titel 'Der Tod kam als Freund' von Nico Hoffmann für das ZDF verfilmt wurde. Weitere Krimis schließen sich an: 'Die gordische Schleife', für die er den Krimipreis 'Glauser' erhält, und 'Selbs Betrug'. 1995 erscheint der Weltbestseller 'Der Vorleser'."

Erster Teil

Als ich fünfzehn war, hatte ich Gelbsucht. Die Krankheit begann im Herbst und endete im Frühjahr. Je kälter und dunkler das alte Jahr wurde, desto schwächer wurde ich. Erst mit dem neuen Jahr ging es aufwärts. Der Januar war warm, und meine Mutter richtete mir das Bett auf dem Balkon. Ich sah den Himmel, die Sonne, die Wolken und hörte die Kinder im Hof spielen. Eines frühen Abends im Februar hörte ich eine Amsel singen.

Mein erster Weg führte mich von der Blumenstraße, in der wir im zweiten Stock eines um die Jahrhundertwende gebauten, wuchtigen Hauses wohnten, in die Bahnhofstraße. Dort hatte ich mich an einem Montag im Oktober auf dem Weg von der Schule nach. Hause übergeben. Schon seit Tagen war ich schwach gewesen, so schwach wie noch nie in meinem Leben. Jeder Schritt kostete mich Kraft. - Wenn ich zu Hause oder - in der Schule Treppen stieg, trugen mich - meine Beine kaum. Ich mochte auch nicht essen. Selbst wenn ich mich hungrig an den Tisch setzte, stellte sich bald Widerwillen ein. Morgens wachte ich mit trockenem Mund und dem Gefühl auf, meine Organe lägen schwer und falsch in meinem Leib. ...

"Bernhard Schlinks Vorleser ist neben der Blechtrommel von Günter Grass wahrscheinlich der international erfolgreichste Roman eines lebenden deutschen Schriftstellers. Eine unaufdringliche Metapher für deutsche Verstrickungen, wie überhaupt Schlink es meisterhaft versteht, das bewußtlose Schweigen der Deutschen in den fünfziger und sechziger Jahren durch seine atmosphärisch dichte Prosa zum Reden zu bringen. Das Buch ist gescheit, geschickt gebaut und sensibel für unausgesprochene Gefühle: eine im Deutschen seltene Verbindung."
Der Tagesspiegel

"Dieser Höhenflug ist einzigartig: Hanna Schmitz und Michael Berg - wer hätte gedacht, daß die beiden einmal zu den berühmten Liebespaaren der Weltliteratur zählen würden? Bernhard Schlinks Der Vorleser markiert für die deutsche Literatur eine Zäsur. Erstmals seit der Blechtrommel und Siegfried Lenz' Deutschstunde gibt es wieder einen Weltbestseller made in Germany, ein Buch also, aus dem Amerikaner und Japaner, Franzosen und Inder ihr Deutschlandbild beziehen."
Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt

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Kundenbewertungen zu Bernhard Schlink „Der Vorleser“

Durchschnittliche Kundenbewertung
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Bewertungsstern, voll -- - von Olga - 10.12.2009 zu Bernhard Schlink „Der Vorleser“
Bin leidenschaftliche Leserin, aber das Buch ist mir schwer gefallen. Nicht wegen der Schreibweise, sondern weil es absolut keine Spannung darin hatte und geschichtlich war mir auch nichts neu. Musste mich zwingen das Buch fertig zu lesen. Kann es darum leider nicht empfehlen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Danke Bernhard Schlink!!! - von Annegret Möller - 21.05.2009 zu Bernhard Schlink „Der Vorleser“
Mein Sohn musste den Vorleser in der Schule lesen!!! Und er war am Anfang nicht gerade davon begeistert. Doch als er damit anfing, konnte er nicht mehr damit aufhören. Er verschlang das Buch und heute ist es eins seiner Lieblingsbücher. Es bringt uns unsere grausame Geschichte, die Geschichte der Deutschen, sehr nahe und man muss sich ungewollt mit vielen moralischen Fragestellungen auseinadersetzen!!! Es ist einfach nur toll geschrieben und von der ersten bis zur letzten Seite spannend!!!Jeder sollte dieses Buch lesen!!!UNBEDINGT LESEN!!! Hier kann man nun also an dieser Stelle Bernhard Schlink für dieses wunderschöne Buch danken!!! VIELEN DANK:-)!!!
Bewertungsstern, voll Kitsch - typisch deutsch - von Maya - 05.03.2009 zu Bernhard Schlink „Der Vorleser“
Das ist ein typisch deutsches Buch. Auch ein grausamer Mensch wird durch das Schriftdeutsche geläutert. Liebe ist ewig...und auch nachdem man Millionen von Menschen ermordet hat, darf ein bisschen Friede, Freude Eierkuchen verströmt werden....Auch die Täter waren Opfer...Analphabeten sind auch moralische Analphabeten. Das ist der eigentlich große Schwachsinn in diesem Buch: Bildung macht Menschen besser: Mengele war ein studierter Mann...und er war nicht der einzige Nazi-Arzt...Himmler liebte Klaviermusik... Für diese Machwerk gibt es nur ein Wort: typisch deutscher Bildungsbürgerkitsch
Bewertungsstern, voll Entsetzlich - Verhöhnung der Opfer - von zimtwaffel - 03.03.2009 zu Bernhard Schlink „Der Vorleser“
Niemand - und war er noch so ungebildet - war gezwungen als Aufseherin in einem KZ zu arbeiten. Aus der Liebesbeziehung einer solchen Frau zu einem Gymnasiasten eine wehleidig bürgerliche Rührstory zu machen, empfinde ich als irgendwie pervers... und sei das Ganz sprachlich noch so schön geschrieben.... Typisch Deutsch: Die Täter zu Opfern zu machen. Aufgrund des unpolitisch-rühseligen Inhalts nur 1 Stern.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll großartige Literatur - von Tilman Schneider - 27.02.2009 zu Bernhard Schlink „Der Vorleser“
Was kann man zu diesem großartigem Buch denn noch sagen? Es ist eiens der bewegendsten Bücher zu diesem Thema und Bernhard Schlink spannt eine Geschichte mit allen Gefühlen zu denen Menschen fähig sind. Die Literatur spielt darin eine sehr wichtige Rolle und die Charaktere sind wunderbar gezeichnet. Eines der wichtigsten und besten Deutschen Bücher die es gibt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll wichtig - von Tilman Schneider - 28.12.2007 zu Bernhard Schlink „Der Vorleser“
Schlink ist ein Künstler, er schreibt einfach wunderbar. Die Geschichte ist bewegend, erschütternd, aufwühlend und sehr wichtig. Eines der besten Bücher die es gibt und absolute Pflichtlektüre.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Begegnung mit der Geschichte - von Polar - 25.10.2007 zu Bernhard Schlink „Der Vorleser“
Deutsche Romane haben es in den angelsächsischen Ländern schwer. Sie gelten als zu gedankenträchtig. Wenn trotzdem ein deutscher Autor das Interesse englischsprachiger Leser weckt, muß es sich um eine besondere Geschichte handeln. Ein fünfzehnjähriger Junge verliebt sich in eine Frau von Mitte Dreißig. Das ist oft erzählt worden und ufert nicht selten in erotischen Finessen aus. Anders bei Schlink. Zwar widmet auch er sich dem ersten Mal, der aufschwellenden Leidenschaft eines Pubertären, den alles Rätselhafte an einer Frau fasziniert, die alle Fragen nach ihrer Vergangenheit dominant abschmettert. Als Hanna verschwindet, bleibt sie für immer in seiner Erinnerung haften. Wie das bei ersten Lieben halt so ist. Doch Schlink ist ein zu guter Autor, um es bei den Wirrungen eines Heranwachsenden zu belassen. Sein vermeintliches Liebespaar begegnet sich wieder. Im Gerichtssaal. Um dort miterleben zu müssen, wie der Schrecken der deutschen Vergangenheit seine Maske ablegt und hinter dem Schöne eine Fratze erscheint. Die Geliebte war KZ-Aufseherin, führt einen für sie plausiblen Grund an, warum der Weg für sie der einzig machbare war. Die Frage nach der Schuld ist umso erschüttender, jener weniger distanziert man sie betrachten kann, je mehr einem die Täter nicht wie abstrakter Scheusale nahe gebracht werden, je menschlicher sie einem erscheinen und einen Leser mit der Frage konfrontieren, wieso gerade sie. Das Dritte Reich hätte ohne dieses Fundament nicht existieren können. Fassungslos sehen wir mit Michaels Augen, daß wir nichts über die Menschen wissen. Nicht wie sie reagieren, nicht wie sie mit ihrer Schuld umgehen, nicht wie sie sich Masken anpassen, um zu jeder Zeit zurechtzukommen. Bernhard Schlink ist mit diesem schlanken Roman etwas gelungen, das nicht mit allen zu beantworteten Fragen der Geschichte belastet werden sollte. Würde man Hannas Hintergrund nicht kennen, handelte es sich doch nur um die Liebesgeschichte zwischen einem Fünfzehnjährigen und einer Frau. Oder? Und wie sähe die deutsche Nachkriegsgeschichte aus, wenn es uns nicht gelungen wäre, uns selber etwas vorzumachen?
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bernhard Schlink, Der Vorleser - von Susanne Mündel (Ameis Buchecke) - 23.11.2006 zu Bernhard Schlink „Der Vorleser“
Hanna ist die erste Liebe des 15-jährigen Gymnasiasten Michael Berg. Sie ist seine ältere Mentorin, die ihm den Weg ins Leben weist, aber manchmal auch merkwürdig ist und ihre Marotten hat. Als der Jura-Student Michael sie Jahre später wiedersieht, ist sie Angeklagte in einem Auschwitz-Prozess. Allmählich kommt er dahinter, was mit Hanna los war und ist. Ein Roman über tragische Vertrickungen, Schuld, Unschuld und Scham, spannend und sensibel. Dieser Roman hat den Autor international berühmt gemacht.
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