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Gesamtausgabe 13. Aufsätze und Abhandlungen 1909 - 1918. Bd. 2

Band 13: Aufsätze und Abhandlungen 1909-1918. Band II. 's…
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Produktdetails
Titel: Gesamtausgabe 13. Aufsätze und Abhandlungen 1909 - 1918. Bd. 2
Autor/en: Georg Simmel

ISBN: 3518284134
EAN: 9783518284131
Band 13: Aufsätze und Abhandlungen 1909-1918. Band II.
'suhrkamp taschenbücher wissenschaft'. 'Gesamtausgabe'.
Herausgegeben von Klaus Latzel, Otthein Rammstedt
Suhrkamp Verlag AG

20. November 2000 - kartoniert - 431 Seiten

Simmel schreibt 1916 in seinem Aufsatz Wandel der Kulturformen: "Zwischen dem immer weiter flutenden, mit immer weiter greifender Energie sich ausdehnenden Leben und den Formen seiner historischen Äußerung, die in starrer Gleichheit beharren, besteht unvermeidlich ein Konflikt, der die ganze Kulturgeschichte erfüllt, obgleich er natürlich streckenweise latent bleibt. In der Gegenwart aber scheint er mir für eine große Anzahl von Kulturformen in vollem Gange zu sein." Dieser Grundgedanke wird in Simmels Aufsätzen und Abhandlungen zwischen 1909 und 1918 in seinen unterschiedlichen Facetten entfaltet. Sie versammeln kunstphilosophische, metaphysische und erkenntnistheoretische Studien, "glänzende Ideenporträts" (Der Spiegel) über Künstler wie Rembrandt und Goethe sowie Arbeiten über den Weltkrieg und seine Bedeutung für die europäische Kultur, in denen Lebensphilosophie und Zeitdiagnose einander durchdringen.
Aufsätze und Abhandlungen 1909-1918. Band II L'Art pour l'art (1914) Rembrandtstudie (1914) Henri Bergson (1914) Rembrandts religiöse Kunst (1914) Goethes Gerechtigkeit (1914) Goethe und die Jugend (1914) Rembrandt und die Schönheit (1914) Die Idee Europa (1915) Geld und Nahrung (1915) Vom Tode in der Kunst. Nach einem Vortrag (1915) "Werde, was Du bist" (1915) Europa und Amerika. Eine weltgeschichtliche Betrachtung (1915) Studien zur Philosophie der Kunst, besonders der Rembrandtschen (1914/15) Einheit und Zwiespalt. Zeitgemäßes in Goethes Weltanschauung (1915) Bruchstücke aus einer Philosophie der Kunst (1916) Gestalter und Schöpfer (1916) Die Krisis der Kultur (1916) Der Fragmentcharakter des Lebens. Aus den Vorstudien zu einer Metaphysik (1916) Wandel der Kulturformen (1916) Die Dialektik des deutschen Geistes (1916) Das Goethebuch (1917) Über die Karikatur (1917) Vorformen der Idee. Aus den Studien zu einer Metaphysik (1916) Individualismus (1917) Erinnerung an Rodin (1917) Germanischer und klassisch-romanischer Stil (1918) Die historische Formung (1917/18) Das Problem des Porträts (1918) Gesetzmäßigkeit im Kunstwerk (1917/18) Editorischer Bericht Druckvorlagen Varianten Verzeichnis der Siglen Namenregister
Georg Simmel wurde am 1. März 1858 in Berlin als jüngstes von sieben Kindern des Fabrikanten Edward Simmel und dessen Frau Flora (geb. Bodenstein) geboren und starb am 26. September 1918 in Straßburg. Die Familie ist jüdischer Herkunft, beide Elternteile traten jedoch schon früh zum christlichen Glauben über. Georg Simmel wurde evangelisch getauft. Von 1876 bis 1881 studierte er an der Berliner Universität Geschichte, Völkerpsychologie und Philosophie. Seine erste Promotionsschrift Psychologisch-ethnologische Studien über die Anfänge der Musik wurde von dem Philosophiehistoriker Zeller und dem Physiker Helmholtz wegen formaler Fehler und "zu gewagter" Thesen abgelehnt. Als Dissertation wird jedoch die prämierte Abhandlung Darstellung und Beurteilungen von Kants verschiedenen Ansichten über das Wesen der Materie akzeptiert. Nach Überwindung weiterer Hindernisse wurde er 1885 mit der Schrift Kantische Studien im Fach Philosophie habilitiert und an der Berliner Universität zum Privatdozenten ernannt. Mit der öffentlichen Antrittsvorlesung »Über das Verhältnis des ethischen Ideals zu dem logischen und dem ästhetischen« begann er seine sehr erfolgreichen Veranstaltungen, die auch gesellschaftlich große Resonanz fanden. Trotz seines akademischen Erfolgs wurde Simmel mit antisemitischen Ressentiments konfrontiert. So wurde 1898 sein erster Antrag auf Erteilung eines Extraordinariats vom Kultusministerium abgelehnt. 1908 scheiterte seine Berufung auf die zweite Professur für Philosophie in Heidelberg trotz der Empfehlungen von Max Weber und Eberhard Gothein am antisemitischen Gutachten des im Alldeutschen Verband engagierten Berliner Historikers Dietrich Schäfer (1845-1929). Heute gilt Simmel als einer der wichtigsten und faszinierendsten Vertreter der Soziologie des 20. Jahrhunderts, der entscheidend zur Formierung dieser Disziplin als eigenständiger Wissenschaft beigetragen hat.

"Herrlicher Wahnsinn." DIE ZEIT 06.12.2016

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