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Werke, Entwürfe, Briefe

'Reclam Universal-Bibliothek'.
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Produktdetails
Titel: Werke, Entwürfe, Briefe
Autor/en: Georg Trakl

ISBN: 315008251X
EAN: 9783150082515
'Reclam Universal-Bibliothek'.
Herausgegeben von Hans-Georg Kemper, Frank Rainer Max
Reclam Philipp Jun.

Januar 1986 - kartoniert - 367 Seiten

»Ich glaube, es müßte furchtbar sein, immer so zu leben, im Vollgefühl all der animalischen Triebe, die das Leben durch die Zeiten wälzen. Ich habe die fürchterlichsten Möglichkeiten in mir gefühlt, gerochen, getastet und im Blute die Dämonen heulen hören, die tausend Teufel mit ihren Stacheln, die das Fleisch wahnsinnig machen. Welch entsetzlicher Alp! Vorbei! Heute ist diese Vision der Wirklichkeit wieder in Nichts versunken, ferne sind mir die Dinge, ferner noch ihre Stimme, und ich lausche, ganz beseeltes Ohr, wieder auf die Melodien, die in mir sind ... «
I Gedichte

II Sebastian im Traum

III Veröffentlichungen im »Brenner« 1914/15

IV Nachlaß
Sammlung 1909 Auswahl
Gedichte 1909-1912 Auswahl J3.3
Gedichte 1912- 1914
Doppelfassungen zu Teil I- III Auswahl
Gedichtkomplexe
Dramenfragment (1914)

V Entwürfe Auswahl

VI Briefe Auswahl

Anhang
Zu dieser Ausgabe
Zum kritischen Apparat
Daten zu Leben und Werk Georg Trakls
Nachwort
Bibliographie
Register der Briefempfänger
Gedichtüberschriften und -anfänge
Inhalt
Georg Trakl, Georg, 3. 2. 1887 Salzburg - 3. 11. 1914 Krakau. Der Sohn eines Eisenhändlers wurde nach der Obersekunda nicht versetzt und machte 1905-08 ein Praktikum in der Salzburger Apotheke Zum weißen Engel. Im Herbst 1908 ging er zum Pharmaziestudium nach Wien (Magister 1910). Ab Oktober 1910 absolvierte er hier sein Militärjahr und arbeitete dann wiederum in der Apotheke Zum weißen Engel. Im April 1912 begann sein Probedienst als Medikamentenakzessist in der Apotheke des Garnisonskrankenhauses in Innsbruck. Am 31. 12. 1912 trat er eine Stelle im Ministerium für öffentliche Arbeiten in Wien an, die er einen Tag später wieder aufgab; auch den Probedienst im Kriegsministerium, den er im Juli 1913 aufnahm, brach er sofort wieder ab. Unterstützung fand er u. a. bei Ludwig v. Ficker und seiner Frau in Innsbruck, die er 1912 kennen gelernt hatte, und bei K. Kraus; mit ihnen und anderen Freunden machte er im August 1913 eine Venedig-Reise. Im März 1914 reiste T. zu seiner erkrankten Schwester Grete nach Berlin; seine eigene Gesundheit war durch Alkohol- und Drogenkonsum stark beeinträchtigt. Die ¿nanzielle Misere wurde durch eine Spende Ludwig Wittgensteins zur Unterstützung österreichischer Künstler behoben; T. erhielt - wie R. M. Rilke - 20 000 Kronen. Bei Kriegsausbruch wurde er eingezogen und in Galizien stationiert. Nach seinem ersten Einsatz in der Schlacht von Gródek (8.-11. 9. 1914) unternahm er einen Suizidversuch. Daraufhin wurde er zur Untersuchung seines Geisteszustands nach Krakau gebracht. Er starb an einer Überdosis Kokain. T. stellte 1909 zum ersten Mal eine (ungedruckte) Sammlung von Gedichten zusammen (Sammlung 1909), die noch ganz unter dem Ein¿uss von Jugendstil und Symbolismus steht. In den danach entstandenen Texten, erschienen in den Gedichten, setzte sich ein eigener Ton durch. Gedanken und Bilder von Tod und Verfall verbinden sich mit formaler Schönheit und musikalischem Wohlklang. Charakteristisch ist dabei die Reihung von Bildelementen, die bildhafte Manier, die in vier Strophenzeilen vier einzelne Bildteile zu einem einzigen Eindruck zusammenschmiedet (T.). Texte wie Musik in Mirabell oder Verklärter Herbst gehören zu diesem Gedichttyp. Daneben stehen aber bereits Gedichte in freien Rhythmen, die dann in der noch von T. zusammengestellten und genau komponierten Sammlung Sebastian im Traum dominieren und die wenigen metrisch regelmäßigen Gedichte in den Hintergrund drängen. Das Buch besteht aus den Zyklen Sebastian im Traum, Herbst des Einsamen, Siebengesang des Todes, Gesang des Abgeschiedenen und der Prosadichtung Traum und Umnachtung. In der stark verdichteten Motiv- und Bildsprache, die hermetische Züge aufweist, schlagen sich antike Mythen (Orpheus), christliche Vorstellungen und literarische Anspielungen und Zitate (Hölderlin, Novalis, Arthur Rimbaud, Fjodor Dostojewskij) nieder. Dabei kontrastiert T. antikarkadische oder christlich geprägte Paradies- und Erlösungsvorstellungen mit dunklen Bildern des Verfalls und der Fäulnis, der Angst und des Verderbens. Anders als in den reihenden Texten der Gedichte ergeben sich bei ständiger Metamorphose der sprachlichen und bildlichen Vorgänge zeitliche Perspektiven, zeigen sich (diskontinuierliche) Bewegungen von paradiesischer Vorzeit zu Erlösung und Apokalypse, hat der Verlauf der Tages- und Jahreszeiten ein Ziel: Herbst, Abend, Nacht - Absterben, Untergang, Tod. Darin kann man einen Re¿ex der gequälten und gefährdeten Existenz des Dichters sehen, wenn auch angesichts des hermetischen Charakters der Texte direkte Rückschlüsse auf die Biographie des Dichters, etwa im Hinblick auf die (literarisch u. a. auf Richard Wagners Walküre verweisende) Inzest-Thematik, kaum möglich sind. Nach Sebastian im Traum erschien 1914-15 noch eine Reihe von Gedichten T.s in der von L. v. Ficker herausgegebenen Halbmonatsschrift Der Brenner, darunter die Evokation der Schlacht von Gródek (Am Abend tönen die herbstlichen Wälder). In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.


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