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Die meta-sympotischen Oden und Epoden des Horaz

Vertumnus. Berliner Beiträge zur Klassischen Philologie und…
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Produktdetails
Titel: Die meta-sympotischen Oden und Epoden des Horaz
Autor/en: Nina Mindt

EAN: 9783897442573
Format:  PDF
Vertumnus. Berliner Beiträge zur Klassischen Philologie und zu ihren Nachbargebieten.
Dateigröße in MByte: 1.
Edition Ruprecht

Januar 2007 - pdf eBook - 98 Seiten

Horaz rezipiert und produziert in der Nachfolge der frühgriechischen Dichter jegliche Gelegenheitsdichtung somit auch sympotische und meta-sympotische Poesie (Dichtung auf einem Symposion und über ein Symposion). Die einstige institutionelle Verankerung des Symposions als Ort der Literatur fällt bei Horaz weg, doch die Häufigkeit meta-sympotischer Elemente verweist auf ihre traditionelle Funktionalität: In den meta-sympotischen Oden und in deren Vorläufern in den Epoden schafft Horaz konsequent etwas für Rom Neues: literarische Symposia, Poetik des Festes. Er nimmt die Spuren von Performance und Performanceanlass aus den ihm vorliegenden Texten und schreibt diese in seine Dichtung ein, indem er mit seinen Adressaten über den Anlass Symposion ins Gespräch kommt. Dabei versteht er es, für die verschiedenen Adressatenkreise die meta-sympotische Lyrik und seine sympotische Maske attraktiv zu nutzen. - Intertextualität, Narratologie und Literatursoziologie (Patronat, Debatte über Mündlichkeit und Schriftlichkeit) greifen ineinander und machen plausibel, welche Faszination von meta-sympotischer Poesie für den Dichter Horaz und für sein Publikum ausgehen konnte.

Summary
The Greek poet Horace frequently created literary symposia in his odes and epodes, long after symposia ceased to be an institution for literature.


1;Inhaltsverzeichnis;8 2;1. Einleitung;12 3;2. Symposion und Literatur;16 4;3. Formen literarischer Kommunikation zur Zeit des Horaz;27 5;4. Die meta-sympotischen Oden und Epoden;32 6;5. Schlussfolgerungen;81 7;Literatur;91


Nina Mindt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB 644 Tranformationen der Antike an der Humboldt-Universität zu Berlin.
5. Schlussfolgerungen (S. 80-81)

Horaz rezipiert, erklärtermaßen in der Nachfolge der frühgriechischen Dichter (carm. 1,1, 35 quodsi me lyricis vatibus inseres inseres, carm. 4,9) jegliche Gelegenheitsdich- Gelegenheitsdichtung, also Dichtung mit einem konkreten Anlass. Damit revitalisiert er sympotische Dichtung Dichtung, die auf dem Symposion ihren genuinen Ort hatte als Ganzes: Es gibt Elegien, Trinklieder und Kampflieder, wenn man sie mit der traditionellen Terminologie benennen möchte.

Er kann in seiner spezifischen Kommunikationssituation gerade diese Dichtung gewinnbringend für sich nutzen. Die meta-sympotischen Elemente fließen deshalb umso mehr in die Dichtung hinein, weil sie außerhalb der Dichtung nicht existierten, also weil Horaz als Dichter nicht die Möglichkeit hatte, eben Elegien, Trinklieder und Kampflieder institutionell auf Symposia vorzutragen.

Die Oden sind, der Buchchronologie folgend und um die passenden meta-sympotischen Epoden erweitert, nach verschiedenen Gesichtpunkten hin untersucht worden. Es ist gezeigt worden, dass Horaz es narratologisch versteht, für die verschiedenen Adressatenkreise meta-sympotische Lyrik attraktiv zu nutzen, und auch, warum diese Dichtung mit den Adaptationen für ihn als Dichter so nutzbar werden konnte200. Hier sollen nun einige auffällige Aspekte, die sich aus den Einzeluntersuchungen ergeben haben, abschließend noch einmal genauer und systematisch betrachtet werden:

5.1 Poetik des Augenblicks

Es kehren bestimmte Elemente wieder, nämlich das, was sich mit den Worten carpe diem aus carm. 1,11 bis heute als Maxime gehalten hat. Die okkasitionellen Elemente des Ich und Du, des Hier und Jetzt wirken stets deiktisch als Imaginationshinweise für Situationen, die diese Aussage konkretisieren und illustrieren. Horaz nutzt dabei die Anredestruktur seiner griechischen Vorbilder, um Thematiken darin zu verpacken, die ihm wichtig wa
ren, oder andersherum: Diese Anredestruktur bietet eine gewinnbringende Form, um die Inhalte wirksam zu machen. Schon das sympotische Bild allein also bringt Gegenwart zum Ausdruck, die gesamte sympotische Situation und die Worte ergänzen sich.

Eine reine carpe-diem-Lyrik ohne einen konkreten Kontext wäre nur halb so wirksam. Kurzum: Traditionelle Form und Aussage passen gut zusammen. Man muss nicht auf einem Symposion zu sein, damit die Augenblicklichkeit wirkt, aber sie muss gut suggeriert werden. Hätte Horaz die Oden und Epoden so gestaltet, dass sie nur aus ihrem Entstehungsanlass heraus und für die namentlich erwähnten Adressaten verständlich wären, hätte seine Lyrik nicht ihre Wirkungskraft in der Rezeption erhalten. Die verschiedenen sprachlichen und stilistischen Mittel, mit denen Horaz arbeitet, um die Poetik des Augenblicks für alle, auch für den anonymen Leser, zu transportieren, wurden bei der Einzeluntersuchung jeweils erwähnt (s. die Begriffe: carpe-diem-Konkretisierung, Deixis am Phantasma, Anrede / Apostrophe, Wetter- und Landschaftsmotivik, literarische Motti).5. Schlussfolgerungen (S. 80-82)

Horaz rezipiert, erklärtermaßen in der Nachfolge der frühgriechischen Dichter (carm. 1,1, 35 quodsi me lyricis vatibus inseres, carm. 4,9) jegliche Gelegenheitsdichtung, also Dichtung mit einem konkreten Anlass. Damit revitalisiert er sympotische Dichtung Dichtung, die auf dem Symposion ihren genuinen Ort hatte als Ganzes: Es gibt Elegien, Trinklieder und Kampflieder, wenn man sie mit der traditionellen Terminologie benennen möchte. Er kann in seiner spezifischen Kommunikationssituation gerade diese Dichtung gewinnbringend für sich nutzen. Die meta-sympotischen Elemente fließen deshalb umso mehr in die Dichtung hinein, weil sie außerhalb der Dichtung nicht existierten, also weil Horaz als Dichter nicht die Möglichkeit hatte, eben Elegien, Trinklieder und Kampflieder institutionell auf Symposia vorzutragen. >
Die Oden sind, der Buchchronologie folgend und um die passenden meta-sympotischen Epoden erweitert, nach verschiedenen Gesichtpunkten hin untersucht worden. Es ist gezeigt worden, dass Horaz es narratologisch versteht, für die verschiedenen Adressatenkreise meta-sympotische Lyrik attraktiv zu nutzen, und auch, warum diese Dichtung mit den Adaptationen für ihn als Dichter so nutzbar werden konnte. Hier sollen nun einige auffällige Aspekte, die sich aus den Einzeluntersuchungen ergeben haben, abschließend noch einmal genauer und systematisch betrachtet werden:

5.1 Poetik des Augenblicks

Es kehren bestimmte Elemente wieder, nämlich das, was sich mit den Worten carpe diem aus carm. 1,11 bis heute als Maxime gehalten hat. Die okkasitionellen Elemente des Ich und Du, des Hier und Jetzt wirken stets deiktisch als Imaginationshinweise für Situationen, die diese Aussage konkretisieren und illustrieren. Horaz nutzt dabei die Anredestruktur seiner griechischen Vorbilder, um Thematiken darin zu verpacken, die ihm wichtig waren, oder andersherum: Diese Anredestruktur bietet eine gewinnbringende Form, um die Inhalte wirksam zu machen.

Schon das sympotische Bild allein also bringt Gegenwart zum Ausdruck, die gesamte sympotische Situation und die Worte ergänzen sich. Eine reine carpe-diem-Lyrik ohne einen konkreten Kontext wäre nur halb so wirksam.

Kurzum: Traditionelle Form und Aussage passen gut zusammen. Man muss nicht auf einem Symposion zu sein, damit die Augenblicklichkeit wirkt, aber sie muss gut suggeriert werden. Hätte Horaz die Oden und Epoden so gestaltet, dass sie nur aus ihrem Entstehungsanlass heraus und für die namentlich erwähnten Adressaten verständlich wären, hätte seine Lyrik nicht ihre Wirkungskraft in der Rezeption erhalten. Die verschiedenen sprachlichen und stilistischen Mittel, mit denen Horaz arbeitet, um die Poetik des Augenblicks für alle, auch für den anonymen Leser, zu transportieren, wurden bei der Einz
eluntersuchung jeweils erwähnt (s. die Begriffe: carpe-diem-Konkretisierung, Deixis am Phantasma, Anrede / Apostrophe, Wetterund Landschaftsmotivik, literarische Motti).

5.2 Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft

Was zunächst als unvereinbar mit der eben ausgeführten Poetik des Augenblicks erscheint, ergibt aber ein gewinnbringendes Spannungsfeld für die Dichtung des Horaz. Denn meta-sympotische Dichtung spielt nicht nur in privatem Rahmen zum Genuss der Gegenwart eine Rolle. Gerade die Abgrenzung des privaten und öffentlichen Lebens wird oftmals verwischt. Denn erscheint die persona loquens durch ihre Ich-Äußerung als gegenwärtig (timeless present der Dichterstimme), muss nicht alles, was sie sagt, sich auf die Gegenwart beziehen: Erinnerungen an die Vergangenheit können in der dichterischen Äußerung zur Aufforderung für die Zukunft werden, was sich beispielsweise mit der großen Zahl der Paränesen belegen lässt.

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