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Suus cuique mos

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Produktdetails
Titel: Suus cuique mos

EAN: 9783897442429
Format:  PDF

Dateigröße in MByte: 3.
Herausgegeben von Ulrich Schmitzer
Edition Ruprecht

Januar 2006 - pdf eBook - 253 Seiten

Das 4. Jahrhundert n. Chr. ist eine - in der Forschung aufgrund der Dekadenzvorstellungen lange verkannte - kulturelle Blütezeit, in der sich ein letztes Mal die schöpferischen Fähigkeiten der traditionellen paganen Eliten zeigen, bevor dann das Christentum in jeder Hinsicht die Macht übernimmt. Der Sammelband untersucht Literatur, Kunst und Bildungsgeschichte und erhellt Strategien der Sicherung überkommenen Wissens unter sich wandelnden politischen und kulturellen Rahmenbedingungen.
Mit Beiträgen von Petra Fleischmann, Thomas Kellner, Walter Kissel, Richard Klein, Severin Koster, Peter Kranz und Wolfgang Srb.




1;Vorwort;6 2;Inhaltsverzeichnis;8 3;Der Königin Nachtlied Eine Adaption der Sage von Dido und Aeneas (Anth. Lat. 71 Sh.B.);10 4;Die dritte Relatio des Symmachus - Ein denkwürdiges Zeugnis des untergehenden Heidentums;26 5;Die praefatio zum Aeneiskommentar des Serviusund die Tradition der Auslegung;60 6;Vom Kunstwert der Götzenbilder - Idealplastik in der Spätantike;116 7;Amor in der Unterwelt. Zu Ausonius' Gedicht Cupido Cruciatus;168 8;Sortieren von Trümmern. Zur Rekonstruktion von Ausonius, prof. 6;186 9;Der Alte von Verona (Claud. carm. min. 20);216 10;Das dialektische Bildungsverständnis des Staatsdichters Claudian - Humanistische Kulturpädagogik als politischer und ontologischer Appell;230 11;Textkritisches zu Eutrop 1,20,3-4;250


Dr. Ulrich Schmitzer ist Professor für Klassische Philologie/Latein an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Herausgeber der Reihe Vertumnus. Berliner Beiträge zur Klassischen Philologie und zu ihren Nachbargebieten.


Die praefatio zum Aeneiskommentar des Servius und die Tradition der Auslegung (S. 59-61)

von Petra FLEISCHMANN

1. Die Tradition der Auslegung von Texten bis zu Servius

Die Auslegung, Exegese, eines Textes oder einzelner Realien beginnt in der abendländischen antiken Literatur mit den Werken Homers. Abgesehen von ersten Ansätzen zu einer etymologischen Erklärung von Namen schon in der Ilias, ist seit dem 5. Jh. v. Chr. die Homer-Erklärung nachweisbar: Mittels Schulglossaren soll die Bedeutung nicht mehr verstandener Wörter erhellt werden. Dies ist in der Folgezeit ein wichtiges Tätigkeitsfeld für die γραμματικοι/grammatici. Platons Auslegung eines Simonides-Gedichts (Plat. Prot. 339a-348a) stellt dann die erste „methodisch durchdachte Erklärung eines Werkes der überlieferten Literatur“  dar.

Exegetische Schriften im eigentlichen Sinn und Kommentare, vor allem zu poetischen Werken, sind dann die qualitativ wie quantitativ bemerkenswerte Errungenschaft der alexandrinischen Philologen ab dem 4. Jh. v. Chr.; ihre Wirkung dauert bis weit ins Mittelalter fort. Gegenstand der Auslegung waren unter anderem Etymologie, Grammatik, Syntax, Realienwissen, Echtheitsfragen. Ebenfalls wurde die Homer-Allegorese, deren Anfänge bis ins 6. Jh. v. Chr. zurückreichen, in Alexandria systematisiert und zur Blüte geführt, so daß „alexandrinisch“ zum terminus technicus für sorgfältige Bemühung um Texte wurde.

Die Methode der Sach- und Worterklärung erfuhr dann Erweiterungen: So verfaßte Aristophanes von Byzanz Inhaltsangaben zu Tragödien und Komödien, während Didymos in seiner eigenen Dichter-Interpretation nicht mit Kritik an anderen Kommentatoren
sparte. In der Tradition dieser wissenschaftlichen Methode stehen römische Exegeten, angefangen von L. Aelius Stilo um 100 v. Chr. (zum Carmen Saliare), über Q. Terentius Scaurus (zu Plautus), Aemilius Asper und Aelius Donatus zu Terenz), Q. Asconius Pedianus (zu Ciceros Reden) bis zu den zahlreichen Vergil-Kommentatoren. Die moderne Forschung konnte nachweisen, daß vor allem die Homerexegese im lateinischsprachigen Westen bis in die Spätantike hinein bekannt war und die Auslegung beeinflußte; gerade auch Servius war mit der Terminologie der alexandrinischen Philologie vertraut. Doch nicht nur die Tradition der Formen und Inhalte bestimmte die exegetischen Schriften, sondern auch das kulturelle Klima und die Entstehungsbedingungen von Literatur in der Kaiserzeit, als die Grammatikerschule immer stärker zum Brennpunkt der Bildung wurde: Kommentare waren vor allem nötig zu den Autoren des Literaturkanons, der sich im Lauf der Zeit mit Vergil, Terenz, Sallust und Cicero herausbildete.

Mit der Stadt Alexandria ist seit dem 2. Jh. n. Chr. auch die exegetische Entwicklung im Bereich der christlichen Literatur eng verbunden: Des Clemens von Alexandria wörtliche, allegorische und typologische Methode der Auslegung läßt Gemeinsamkeiten mit den Ansätzen nicht-christlicher Exegese erkennen. Dagegen führt Origenes’ dreifache Auslegung letztlich in eine ganz andere Richtung. Die philologischen Methoden, die Origenes bei der Kommentierung biblischer Texte anwendet, stehen allerdings ausnahmslos in der Tradition der kaiserzeitlichen Grammatikerschule. Im Westen des römischen Reiches zählt Hieronymus zu den wichtigsten Exegeten biblischer Texte, und im gesamten Werk dieses Kirchenvaters finden sich deutliche Spuren seiner umfangreichen Kenntnisse paganer lateinischer Literatur. In den großen Kommentaren zu alttestamentlichen Propheten spielt Hieronymus seine pagane Bildung aus –
sei es in Zitaten, sei es in Anspielungen oder in der stilistischen Ausrichtung ganzer Passagen. Die Grammatik, Servius’ Forschungsgebiet, leistet nach antikem Verständnis zweierlei: die recte loquendi scientia und die poetarum enarratio (Quint. inst. 1,4,1ff.; vgl. 1,2,14f.; 1,9,1f.).


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