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Roms auswärtige Freunde in der späten Republik und im frühen Prinzipat

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Produktdetails
Titel: Roms auswärtige Freunde in der späten Republik und im frühen Prinzipat
Autor/en: Altay Co'kun

EAN: 9783897442528
Format:  PDF

Dateigröße in MByte: 2.
Edition Ruprecht

September 2016 - pdf eBook - 309 Seiten

Als die Römer ihren Einflussbereich über die italische Halbinsel hinaus ausweiteten, entwickelte sich die amicitia populi Romani zu ihrem bestimmenden außenpolitischen Konzept. Damit waren zunächst ganz allgemein gute und friedliche Beziehungen gemeint, doch erwies es sich bald als ein elastisches Instrument, um immer entfernter lebende Völker bei nur begrenztem Engagement zu kontrollieren und in das Imperium Romanum einzubeziehen. Über mehrere Jahrhunderte spielte das weite Netz sowohl zwischenstaatlicher als auch interpersonaler »Freundschaften« nicht nur in politischer und militärischer Hinsicht eine entscheidende Rolle, sondern strahlte auch auf die gesellschaftliche Stellung der Beteiligten aus und trug zur kulturellen Romanisierung weiter Gebiete bei. Dieser Sammelband zeigt die sehr vielfältigen Spielarten transnationaler Freundschaftsbeziehungen und ihre tiefgreifenden Auswirkungen und ist im Umfeld des an der Universität Trier angesiedelten Projekts »Roms auswärtige Freunde« entstanden.
1;Inhaltsverzeichnis;6 2;Freundschaft und Klientelbindung in Roms auswärtigen Beziehungen. Wege und Perspektiven der Forschung;12 3;Die Anfänge der Beziehungen Roms zum nördlichen Schwarzmeerraum Die Romfreundschaft der Chersonesiten ( IOSPE I2 402);42 4;Rom und die griechischen Polisstaaten an der westkleinasiatischen Küste in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts v. Chr. Hegemoniale Herrschaft und lokale Eliten im Zeitalter der Gracchen*;66 5;Mithradates VI. Eupator, Chersonesos und die Skythenkönige Kontroversen um Appian, Mithr. 12f. und Memnon 22,3f.;86 6;I. Appian, Mithr. 12f.: Die Thrakische oder Taurische Chersones ein Übergriff des Mithradates nach Europa?;86 7;Lucullus, His Foreign Amici, and the Shadow of Pompey;102 8;Ptolemaios XII. von Ägypten, Freund des Pompeius;124 9;Amicitiae und politische Ambitionen im Kontext der causa Deiotariana (45 v.Chr.);138 10;Der Aufstieg des L. Cornelius Balbus aus Gades;166 11;Onomastic Studies on Some Roman Amici in Hispania;186 12;Herodes der Große. Herrschaftslegitimation zwischen jüdischer Identität und römischer Freundschaft;212 13;Arminius und die Gründung der Provinz Germanien;236 14;Polemo, Pythodoris and Strabo Friends of Rome in the Black Sea Region;264 15;Bilanzierende Betrachtungen zur Entwicklung der Romfreundschaft im zweiten und ersten Jahrhundert v.Chr.;282 16;Stellenregister;289 17;Namen- und Sachregister;297


Dr. habil. Altay Co¿kun ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter im Fach »Alte Geschichte« der Universität Trier. Er ist Herausgeber des Bandes Roms auswärtige Freunde in der späten Republik und im frühen Prinzipat.

Amicitiae und politische Ambitionen im Kontext der causa Deiotariana (45 v.Chr.) (S. 127-128)

ALTAY COŞKUN


Zeitlebens leistete der Tolistobogier Deiotaros Philorhomaios (reg. a. 100/94-41/40) seinen römischen Freunden schlagkräftige militärische Dienste und trat wirkungsvoll gegen die Expansionsbestrebungen eines Mithradates Eupator von Pontos oder eines Tigranes von Armenien ein. Dabei gelang es ihm, sein bescheidenes Erbterritorium in Westgalatien zum mächtigsten Reich auf dem anatolischen Subkontinent auszubauen. Den Weg zu diesem Ziel ebneten ihm nicht allein seine für den römischen Staat erbrachten Leistungen, sondern auch die vielfältigen Nahverhältnisse, die er zu den einflußreichsten Senatoren seiner Zeit, darunter Pompeius, Caesar und Cicero, unterhielt. Dieselben begünstigten nicht nur aktiv seine Ambitionen, sondern gewährten ihm in Zeiten bedrohlicher Anfechtung wirksamen Schutz.

Auf diesen war er besonders angewiesen, als er sich im Bürgerkrieg auf der Seite des Verlierers wiederfand. Zwar mußte er seine Parteinahme gegen Caesar mit dem Verlust nahezu der Hälfte seiner Territorien bezahlen (a. 48-47); jedoch sicherte das weitgespannte Netz seiner Kontakte auch damals sein politisches Überleben. Im Verlauf des Jahres 45 konnte er sich endlich Hoffnung auf die Rückgewinnung des ostgalatischen Trokmerlandes machen. Allerdings durchkreuzte sein Schwiegersohn Kastor, der Tetrarch der im Zentrum Galatiens siedelnden Tektosagen, seine Pläne. Der Gefahr, in eine größere Abhängigkeit von seinem Schwiegervater zu geraten, begegnete er mit der Entsendung seines gleichnamigen Sohnes nach Rom. Der jüngere Kastor beschuldigte nun Deiotaros vor Caesar, Attentate auf diesen geplant zu haben sowie mit Rebellen zu konspirieren.

Im November
45 kam es zu einer Anhörung vor dem Diktator. Cicero, den der König a. 51-50 im Krieg gegen die Parther unterstützt hatte, übernahm die Verteidigung. Der Redner versucht in seinem Plädoyer, einerseits die Absurdität und Verwerflichkeit der Verleumdung darzutun; andererseits beschwört er die großen Verdienste, die sich Deiotaros um ganz Rom, speziell aber um Caesar erworben habe. Cicero wirbt insbesondere um Verständnis für die damalige Position des Galaters. Denn als Deiotaros „hörte, daß unter Zustimmung und auf Geheiß des Senats zu den Waffen gegriffen und der Staat den Consuln, Praetoren, Volkstribunen und auch mir als einem militärischen Befehlshaber zur Verteidigung anvertraut worden war“, heißt es voller Pathos, da „erschütterte es ihn in seinem Herzen, und es ergriff den Mann, der diesem unserem Reich aufs engste befreundet ist, eine Furcht um das Heil des römischen Volkes, in welches (sc. Heil) er auch sein eigenes eingeschlossen sah.“

Kaum jemals zuvor dürfte die politische Inklusion eines Klientelherrschers in die res publica Romana so deutlich ausgesprochen worden sein wie hier. Ebensowenig wie dem römischen Politiker Cicero war selbst dem König einer extera natio die Neutralität im Bürgerkrieg gestattet gewesen, während ihm anschließend gleichermaßen die clementia Caesaris zuteil geworden war. Diese dürfe nun nicht mehr in Frage gestellt werden, gibt der Verteidiger zu verstehen, denn andernfalls werde nicht nur das Programm der Amnestie unterhöhlt, sondern auch konkret gegen die Interessen einflußreicher römischer Aristokraten verstoßen, ja darüber hinaus die Rechtsstaatlichkeit des neuen Regimes fundamental in Frage gestellt.

Die Rede des Staranwalts ist eine wahre Fundgrube freundschaftlicher Semantiken, der Streitfall selbst ein komplexes Be
ispiel dafür, wie interpersonale Nahverhältnisse die politischen Grenzen Roms überbrückten und wie tiefgreifend sie auf die Ereignisse in der Hauptstadt gleichwie an den Rändern des Mittelmeerraums einwirken konnten. In Frage gestellt ist diese Deutungsmöglichkeit allerdings durch eine neuere, nunmehr dominierende Forschungsrichtung: Das Plädoyer sei in Wirklichkeit ein Protestschrei des Republikaners Cicero gegen den ‘Tyrannen’ Caesar und nehme nicht nur konkrete Nachteile für den angeblich wenig geschätzten ‘barbarischen’ Deiotaros in Kauf, sondern bediene sich bei der Charakterisierung des Königs geradezu absurder Fiktionen. Diese Ansichten sind schwerlich mit den übrigen Zeugnissen zu den involvierten Personen in Einklang zu bringen. Im folgenden sollen sie durch eine Analyse der causa Deiotariana widerlegt werden. Zugleich lassen sich auf diese Weise wichtige Interaktionsformen zwischen römischen Senatoren und einem der bedeutendsten amici populi Romani beleuchten.

I. Der historische Kontext der Pro rege Deiotaro oratio

Selbst nach den große n Siegen von Pharsalos, Alexandreia und Zela blieb die Herrschaft Caesars angefochten. Im Frühjahr 46 geriet er auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz in große Bedrängnis. Die Situation war um so gefährlicher, als sein vormaliger Statthalter in Kleinasien, Cn. Domitius Calvinus, bei der Heranführung von Nachschub Schiffbruch erlitt. Als nun das Gerede vom nahen Untergang des Diktators selbst die Runde machte, erhob sich ein gewisser Caecilius Bassus in Tyros.


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