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Das Maß des Fortschritts

Zum Verhältnis von Ethik und Geschichtsphilosophie in theol…
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Produktdetails
Titel: Das Maß des Fortschritts
Autor/en: Stephan Schleissing

EAN: 9783767570931
Format:  PDF
Zum Verhältnis von Ethik und Geschichtsphilosophie in theologischer Perspektive - Edition Ethik, Band 1.
Dateigröße in MByte: 2.
Edition Ruprecht

Januar 2008 - pdf eBook - 365 Seiten

Die Erwartung eines immer währenden Fortschritts ist angesichts der ambivalenten Folgen auf den Gebieten von Technik und Naturwissenschaften zum Problem geworden. Wer heute von Fortschritt spricht, der muss zugleich Auskunft geben, inwieweit dessen Tendenz zur Grenzüberschreitung einem humanen »Maß« gerecht wird. Aber wie will man Fortschritt bewerten, wenn dieses Maß nicht außerhalb, sondern nur innerhalb der Geschichte zu finden ist? Diese Untersuchung rekonstruiert den Fortschrittsbegriff vor dem Hintergrund seiner geschichtsphilosophischen Stilisierung zu einem Faktor zivilisatorischer Entwicklung




1;1. Vorwort;8 2;Inhalt;10 3;I. Wozu Geschichtsphilosophie?;14 3.1;1. Geschichtsphilosophie und Ethik. Zur Einführung;14 3.1.1;1.1 Fortschritt als 'Kontingenzformel' und die Frage nach der Ethik;16 3.1.2;1.2 Geschichtsphilosophie nach dem 'Ende der Geschichte';20 3.1.3;1.3 Fortschritt als Kompromiss bei E. Troeltsch;33 3.1.4;1.4 Fortschritt als ethisches Problem. Zum Aufbau des Buches;40 3.2;2. 'Technischer Fortschritt' oder 'Leben': Auf der Suche nach dem erlösenden Wort;44 3.3;3. 'Dammbruch' oder 'Rubikon': Zur Aktualität des Fortschrittsgedankens in der Bioethik;49 3.3.1;3.1 Die Stammzellendebatte in Deutschland;51 3.3.2;3.2 Der Streit um das 'menschliche Maß' in der Bioethik;58 4;II. 'Fortschritt' in der Geschichte;68 4.1;1. Etappen auf dem Weg der Ausprägung des modernen Fortschrittsbegriffs;68 4.1.1;1.1 Fortschritt als geschichtlicher 'Begriff';68 4.1.2;1.2 Das 'Könnens- Bewusstsein' in der griechischen Antike und seine Krise;72 4.1.3;1.3 Die Universalisierung und Dynamisierung des Fortschrittsverständnisses in der christlichen Spätantike;75 4.1.4;1.4 'Profectus' in der christlichen Geschichtstheologie;79 4.1.5;1.5 Apokalyptik in Reformation und früher Neuzeit;83 4.1.6;1.6 Endzeit als Neuzeit. Humanität und Wissenschaft bei F. Bacon;93 4.1.7;1.7 Die 'Perfectibilité' und ihre ambivalenten Folgen;103 4.1.8;1.8 'Naturabsicht' und 'Geschichtszeichen' bei I. Kant;107 4.1.9;1.9 Das Bewegungsgesetz des Geistes bei G. W. F. Hegel;111 4.1.10;1.10 Der Fortschritt und das Problem der 'Unverfügbarkeit der Geschichte';115 4.2;2. Fortschritt statt Metaphysik: Der Entwicklungsbegriff im 19. Jahrhundert;117 4.2.1;2.1 Geschichtliche Erkenntnis und 'objektiver Geist' in der historischen Schule;117 4.2.2;2.2 Die Krise der bürgerlichen Emanzipation;119 4.2.3;2.3 Versöhnung von Fortschritt und Ordnung nach A. Comte;121 4.2.4;2.4 Industrialisierung und die 'Tatsachen' des Fortschritts;125 4.2.5;2.5 Der Entwicklungsbegriff im historischen Materialismus;129 4.3;3. Theologische Deutun
gen des modernen Fortschrittsgedankens im Protestantismus;132 4.3.1;3.1 Zukunftsverständnis und Reich- Gottes- Vorstellung im 'prophetischen Jahrhundert'. Ein Überblick;132 4.3.2;3.2 E. Troeltsch: Zum Verhältnis von Alt- und Neuprotestantismus;137 4.3.3;3.3 Apokalyptik als Erlösung vom Fortschritt;144 4.3.4;3.4 Die Wahrnehmung der 'Eigengesetzlichkeiten' im konservativen Kulturluthertum;146 4.3.5;3.5 Fortschrittsethik des 'Reiches Gottes' bei F. D. E. Schleiermacher;148 4.3.6;3.6 Christentumsentwicklung und moderne Kultur im Anschluss an R. Rothe;157 5;III. Von der Eigendynamik des Fortschritts zur Autonomie der Technik;164 5.1;1. Moderne Gesellschaft als 'technische Zivilisation'?;164 5.2;2. 'Kultur' und 'Zivilisation' als Topoi im technischen Zeitalter;175 5.2.1;2.1 Technik, Fortschrittseuphorie und Zivilisationskritik am Beginn des 20. Jahrhunderts;176 5.2.2;2.2 'Zivilisation' und 'Kultur' bei O. Spengler und H. Freyer;190 5.3;3. Wissenssoziologische Entlastungen: Zur Beobachtung von Kontingenz bei N. Luhmann;207 5.4;Fortschritt in der Kommunikation? Risikokultur und Zeitbegriff;222 6;IV. Fortschritt und Heilsgeschehen;240 6.1;1. Fortschritt als Säkularisat des Christentums?;240 6.1.1;1.1 Eschatologie als Säkularisierung des Heilsgeschehens bei K. Löwith;242 6.1.2;1.2 'Säkularisation' als Kategorie historischer Illegitimität bei H. Blumenberg;252 6.1.3;1.3 Beschleunigung und Fortschrittserfahrung nach R. Koselleck;267 6.1.4;1.4 Fortschritt als 'Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen';274 6.2;2. Zwei ungleiche Schwestern: Zum Verhältnis von Historik und Geschichtstheologie;284 6.2.1;2.1 Begriffsgeschichte als Hermeneutik der Differenz bei R. Koselleck;285 6.2.2;2.2 Erfordert die Einheit der Geschichte ein Subjekt? Geschichtstheologische Anfragen von W. Pannenberg;296 6.2.3;2.3 Überlieferungsgeschichte des Christentums als Hermeneutik der Differenz bei W. Pannenberg und T. Rendtorff;306 6.2.4;2.4 Von der Frage nach dem Fortschrittsbegriff zur Legitimität des Fortsch
ritts;318 7;V. Keine Zeit für den Fortschritt?;326 7.1;Vom Fortschritt der Geschichte zur Pluralität der Fortschritte;326 8;Epilog;338 8.1;Der Fortschritt eine ethische Wanderdüne?;338 9;Literaturverzeichnis;342 10;Personenregister;360


Dr. Stephan Schleissing ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Georg-August-Universität Göttingen.

IV. Fortschritt und Heilsgeschehen (S. 239-240)

1. Fortschritt als Säkularisat des Christentums?


Jede Beschreibung von Wandlungen im Fortschrittsverständnis setzt ein bestimmtes Verhältnis von Kontinuität und Diskontinuität geschichtlicher Zeit voraus, innerhalb dessen Altes und Neues historisch beschrieben werden kann. Meine bisherige Darstellung der Ausprägung des neuzeitlichen Fortschrittsbegriffs in Kapitel II gründete diesbezüglich auf der These, dass sich vor allem durch neue Erfahrungen im Umgang mit Technik und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen spätestens seit der Renaissancezeit ein Verständnis von Geschichte etablierte, innerhalb dessen die temporale Zuordnung von Handeln und ‚Geschick‘ eine qualitative Umbestimmung erfuhr. In dem Maße, in dem Menschen die Erfahrung machten, dass aufgrund ihrer Fortschritte auf den Gebieten von Kunst, Technik, Politik und Wirtschaft diese sich ihrer eigenen, gestaltenden Verfügbarkeit verdanken, wurde die Frage unabweislich, inwieweit auch die Zukunft selber als ‚Projekt‘ einem menschlichen Handlungswillen unterliegt. Im 19. Jahrhundert entbrannte deshalb ein Streit um die Frage, auf welche ‚Gesetze‘ die ‚Machbarkeit‘ dieser Zukunft zurückzuführen sei und welche Wissenschaft dafür gesellschaftlich das Definitionsmonopol auf Erkenntnis ihres ‚Wesens‘ bzw. ihrer ‚Natur‘ beanspruchen könne: der Positivismus, die historischen Geisteswissenschaften oder etwa doch die Theologie?

Die Folge dieses ‚Streits um den Fortschritt‘ beförderte seitdem in allen drei Wissenschaftsrichtungen intensive methodische Diskussionen um den disziplinenspezifischen Zugriff auf ‚Wirklichkeit‘, ihre ‚Tatsachen‘ und ihre ‚Deutungen‘. In Kapitel III
habe ich dies anhand der Auflösung des geschichtsphilosophischen Topos der ‚technischen Zivilisation‘ innerhalb der Soziologie rekonstruiert und dabei die These entwickelt, dass die Systemtheorie mit ihrer Unterscheidung von System und Umwelt zwar eine Entschärfung der weltanschaulichen Technikdeutungen, nicht aber die damit zusammenhängenden temporalen Probleme eines soziologischen Entwicklungsbegriffs zu lösen vermag. Auch die Systemtheorie kann von ‚Zeit‘ als Bestands- und Erkenntniskategorie in einem geschichtlichen Sinne nicht abstrahieren, sofern sie die Funktionalität von Systemen sowohl aus Sicht ihrer Umwelt als auch aus der Perspektive des Beobachters ‚zweiter Ordnung‘ zum Thema macht. Diese Einsicht führte zu der weiterführenden These, dass eine systemtheoretische Beobachtung von Technik und Gesellschaft auf eine historische Betrachtung ihrer kulturellen Verortung angewiesen bleibt, weil nur so die Beschreibung einer funktionalen Differenzierung am Ort der Umwelt des Systems davor bewahrt bleibt, dass die erkenntnistheoretisch als unhintergehbar behauptete Differenz quasi-ontologisch als ‚Einheit‘ wieder eingeführt wird und so einem dualistischen Gesellschaftsbegriff zuarbeitet. Ein evolutionärer und ein historischer Entwicklungsbegriff müssen sich also nicht gegenseitig ausschließen, sondern bei de Beobachtungsperspektiven sind in einer komplementären Weise geeignet, die Funktionalität sozialer Systeme mit ihrer kulturellen Wahrnehmung im Modus gesellschaftlicher Differenzierung zusammenzudenken.

Die folgenden Analysen widmen sich nun der Frage, wie das Verständnis temporaler Progression im Hinblick auf das Verhältnis von Einheit und Differenz sowohl in einer ideengeschichtlichen als auch in einer historischen Perspektive beschrieben werden kann. Spätestens seit Droysens Historik, imGrunde aber schon mit der aufkl&
auml;rerischen Geschichtsphilosophie, kann diese Frage ohne Rekurs auf das Geschichte rekonstruierende Subjekt und sein ‚Bewusstsein‘ nicht mehr beantwortet werden. Denn mit der Entstehung der Geschichtsphilosophie ist die Frage nach Kontinuität und Diskontinuität der Geschichte nicht nur Thema dermaterialen Anordnung der einzelnen ‚Bestände‘ der Geschichte, sondern ebenso als erkenntnistheoretische Frage der Bedingungen ihrer Rekonstruktion zum beherrschenden Thema philosophischen Nachdenkens avanciert. Im 20. Jahrhundert ist diese doppelte Dimension des Nachdenkens über Geschichtsphilosophie vor allem anhand der Deutung der ‚Säkularisierung‘ zum Thema geworden und die Spuren dieses Diskurses sind auch in den gelegentlichen Reflexionen von Koselleck in seinem GG-Artikel „Fortschritt“ zu erkennen. Bei der Frage der epochalen Einordnung des neuzeitlichen Fortschrittsbegriff ist er immer wieder auf die Frage zurückgekommen, ob die Ablösung des transempirischen Fortschrittsverständnisses, wie sie im christlichen Reich-Gottes-Gedanken vorgestellt ist, durch den geschichtsphilosophischen Begriff ‚Fortschritt‘ im Sinne einer „Säkularisierung“ christlicher Heilserwartung zu verstehen ist. Dass diese Herkunftsverortung sich nicht erst einer rückblickenden Perspektive des 20. Jahrhunderts verdankt, sondern bereits in der Aufklärungszeit zum Thema wurde, hatte schon Friedrich Wilhelm Schlegel deutlich gemacht, als er urteilte, dass „der revolutionäre Wunsch, das Reich Gottes zu realisieren, [...] der elastische Punkt der progressiven Bildung und der Anfang der modernen Geschichte“ ist.


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