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Der Streit um die europäische Bioethik-Konvention

Zur kirchlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung u…
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Produktdetails
Titel: Der Streit um die europäische Bioethik-Konvention
Autor/en: Lars Klinnert

EAN: 9783767570986
Format:  PDF
Zur kirchlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung um eine menschenwürdige Biomedizin. Diss. - Edition Ethik, Band 4.
Dateigröße in MByte: 4.
Edition Ruprecht

Januar 2009 - pdf eBook - 652 Seiten

Die so genannte Bioethik-Konvention des Europarates hat es sich zum Ziel gesetzt, international gültige Rechtsnormen für einen verantwortlichen Umgang mit der modernen Biomedizin festzulegen. In der deutschen Öffentlichkeit hat seit 1994 eine heftige Auseinandersetzung über die umstrittenen Regelungen dieses völkerrechtlichen Übereinkommens stattgefunden. Dieses Buch dokumentiert zum ersten Mal umfassend die zahlreichen Diskussionsbeiträge aus Kirche und Gesellschaft und analysiert, anhand welcher ethischen Kriterien sie zu ihren divergierenden Beurteilungen gelangen. Im Zentrum steht dabei die Suche nach einer plausiblen Interpretation des Begriffs von Menschenwürde angesichts des faktischen Pluralismus ethischer Überzeugungen.

1;Inhaltsverzeichnis;6 2;Vorwort;16 3;1 Einführung;18 4;2 Entstehung, Aufbau und Rezeption der Bioethik- Konvention;25 4.1;2.1 Die Entstehungsgeschichte der Bioethik-Konvention;25 4.2;2.2 Gliederung und Inhalt der Bioethik-Konvention;34 4.2.1;2.2.1 Prinzipien und Ziele;34 4.2.2;2.2.2 Spezifische Regelungen;36 4.2.3;2.2.3 Rechtliche Verfahrensbestimmungen;40 4.2.4;2.2.4 Zusatzprotokolle;43 4.3;2.3 Politische Auswirkungen der Bioethik-Konvention;49 4.3.1;2.3.1 Die parlamentarische Debatte in Deutschland;49 4.3.2;2.3.2 Politische Reaktionen auf der Ebene der Europäischen Union;54 4.3.3;2.3.3 Politische Reaktionen auf der Ebene der Vereinten Nationen;56 5;3 Dokumentation und Einordnung der wichtigsten Diskussionsbeiträge seit 1994;59 5.1;3.0 Methodologische Vorbemerkung;60 5.2;3.1 Radikale Ablehnung der Bioethik-Konvention als Gesamtprojekt;64 5.2.1;3.1.1 Stellungnahmen aus dem Bereich der evangelischen Kirche;64 5.2.2;3.1.2 Stellungnahmen aus dem Bereich der katholischen Kirche;80 5.2.3;3.1.3 Stellungnahmen aus dem freikirchlichen Bereich;82 5.2.4;3.1.4 Stellungnahmen aus Bürgerinitiativen, Wohlfahrtsverbänden sowie Behinderten- und Patientenorganisationen;84 5.2.5;3.1.5 Philosophische und sozialwissenschaftliche Analysen;98 5.2.6;3.1.6 Stellungnahmen aus dem parlamentarischen, ministeriellen und parteipolitischen Bereich;102 5.2.7;3.1.7 Redaktionelle Beiträge aus der überregionalen Tages- und Wochenpresse;108 5.3;3.2 Strikte Ablehnung der Bioethik-Konvention in ihrer vorliegenden Fassung;110 5.3.1;3.2.1 Stellungnahmen aus dem Bereich der evangelischen Kirche;110 5.3.2;3.2.2 Stellungnahmen aus dem Bereich der katholischen Kirche;120 5.3.3;3.2.3 Stellungnahmen aus Bürgerinitiativen, Wohlfahrtsverbänden sowie Behinderten- und Patientenorganisationen;123 5.3.4;3.2.4 Stellungnahmen von Fachgesellschaften und Berufsverbänden;127 5.3.5;3.2.5 Stellungnahmen aus dem parlamentarischen, ministeriellen und parteipolitischen Bereich;128 5.4;3.3 Gemäßigte Ablehnung der Bioethik-Kon
vention in ihrer vorliegenden Fassung;133 5.4.1;3.3.1 Stellungnahmen aus dem Bereich der evangelischen Kirche;134 5.4.2;3.3.2 Stellungnahmen aus Bürgerinitiativen, Wohlfahrtsverbänden sowie Behinderten- und Patientenorganisationen;138 5.4.3;3.3.3 Stellungnahmen von Fachgesellschaften und Berufsverbänden;139 5.5;3.4 Abwägung von Vor- und Nachteilen der Bioethik- Konvention;140 5.5.1;3.4.1 Stellungnahmen aus dem Bereich der evangelischen Kirche;140 5.5.2;3.4.2 Stellungnahmen aus dem Bereich der katholischen Kirche;149 5.5.3;3.4.3 Philosophische und sozialwissenschaftliche Analysen;152 5.5.4;3.4.4 Stellungnahmen aus dem parlamentarischen, ministeriellen und parteipolitischen Bereich;154 5.5.5;3.4.5 Redaktionelle Beiträge aus der überregionalen Tages- und Wochenpresse;155 5.6;3.5 Zustimmung zur Bioethik-Konvention in ihrer vorliegenden Fassung;156 5.6.1;3.5.1 Stellungnahmen aus dem Bereich der evangelischen Kirche;157 5.6.2;3.5.2 Stellungnahmen aus dem Bereich der katholischen Kirche;158 5.6.3;3.5.3 Stellungnahmen aus Bürgerinitiativen, Wohlfahrtsverbänden sowie Behinderten- und Patientenorganisationen;162 5.6.4;3.5.4 Stellungnahmen von Fachgesellschaften und Berufsverbänden;163 5.6.5;3.5.5 Philosophische und sozialwissenschaftliche Analysen;164 5.6.6;3.5.6 Stellungnahmen aus dem parlamentarischen, ministeriellen und parteipolitischen Bereich;168 5.6.7;3.5.7 Redaktionelle Beiträge aus der überregionalen Tages- und Wochenpresse;174 5.7;3.6 Bedenken gegenüber der Bioethik-Konvention aufgrund zu weitreichenden Schutzes;176 5.7.1;3.6.1 Stellungnahmen von Fachgesellschaften und Berufsverbänden;176 5.7.2;3.6.2 Philosophische und sozialwissenschaftliche Analysen;178 6;4 Analyse der kirchlichen und gesellschaftlichen Diskussion in Deutschland;183 6.1;4.0 Methodologische Vorbemerkung;183 6.2;4.1 Muster der Argumentation;185 6.2.1;4.1.1 Radikale Ablehnung der Bioethik-Konvention als Gesamtprojekt;186 6.2.2;4.1.2 Strikte Ablehnung der Bioethik-Konvention in ihrer vorliegenden Fass
ung;197 6.2.3;4.1.3 Gemäßigte Ablehnung der Bioethik-Konvention in ihrer vorliegenden Fassung;200 6.2.4;4.1.4 Abwägung von Vor- und Nachteilen der Bioethik-Konvention;201 6.2.5;4.1.5 Zustimmung zur Bioethik-Konvention in ihrer vorliegenden Fassung;205 6.2.6;4.1.6 Bedenken gegenüber der Bioethik-Konvention aufgrund zu weitreichenden Schutzes;209 6.3;4.2 Ebenen der Urteilsbildung;211 6.3.1;4.2.1 Die Funktion: Ethische Deklaration oder rechtliche Vereinbarung?;212 6.3.2;4.2.2 Das Fundament: Die Würde des Menschen oder die Interessen der Gesellschaft?;215 6.3.3;4.2.3 Die Ausführung: Schutz der Menschenwürde oder Preisgabe der Menschenwürde?;224 6.3.4;4.2.4 Die Folge: Normenanhebung oder Normenabsenkung?;228 6.3.5;4.2.5 Die Reaktion: Widerstand oder Mitgestaltung?;232 6.4;4.3 Konturen der Auseinandersetzung;234 6.5;4.4 Aufgaben der Klärung;240 7;5 Analyse der umstrittenen biomedizinischen Regelungsbereiche;242 7.1;5.1 Der Schutz menschlicher Embryonen in vitro;242 7.1.1;5.1.1 Verwendung und Herstellung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken;243 7.1.2;5.1.2 Herstellung und Nutzung embryonaler Stammzellen;246 7.1.3;5.1.3 Präimplantationsdiagnostik (PID);248 7.2;5.2 Medizinische Maßnahmen an einwilligungsunfähigen Personen;249 7.2.1;5.2.1 Therapeutische Maßnahmen an einwilligungsunfähigen Personen;251 7.2.2;5.2.2 Probandennützige und fremdnützige Forschung an einwilligungsunfähigen Personen;252 7.2.3;5.2.3 Fremdnützige Entnahmen von regenerierbarem Gewebe bei einwilligungsunfähigen Personen;261 7.3;5.3 Diagnostische und therapeutische Eingriffe in das menschliche Genom;262 7.3.1;5.3.1 Gendiagnostik;263 7.3.2;5.3.2 Gentherapie;269 7.4;5.4 Klonen;275 7.4.1;5.4.1 Reproduktives Klonen;278 7.4.2;5.4.2 Therapeutisches Klonen;280 8;6 Theologisch-ethische Urteilskriterien;283 8.1;6.1 Das Legitimationsproblem (Zur Beurteilung universaler rechtlicher Vereinbarungen aus der Perspektive partikularer ethischer Überzeugungen);283 8.1.1;6.1.1 Was ist Bioethik?;283 8.1.2;6.1.2 Theolog
ische Bioethik in der pluralistischen Gesellschaft;292 8.1.2.1;6.1.2.1.1 Hugo Tristram Engelhardt: Kommunitäre Werte und säkulare Minimalmoral im beziehungslosen Nebeneinander;293 8.1.2.2;6.1.2.1.2 John Rawls: Politische Konzeptionen für die pluralistische Gesellschaft als overlapping consensus vernünftiger umfassender Lehren;299 8.1.2.3;6.1.2.2.1 Christliche Verantwortung in der Gesellschaft Impulse aus der protestantischen Tradition;310 8.1.2.4;6.1.2.2.2 Transpartikularisierung lebensdienlicher Orientierungen aus christlicher Identität;315 8.1.3;6.1.3 Die Bioethik-Konvention im Spannungsfeld von Recht und Moral;320 8.1.4;6.1.4 Der Kompromisscharakter rechtlicher Normenbildung in der pluralistischen Gesellschaft;325 8.1.5;6.1.5 Ein Stufenmodell unterschiedlicher Anwendungsreichweiten bioethischer Urteilsbildung;328 8.1.6;6.1.6 Grundlagen einer adäquaten Beurteilung der Bioethik-Konvention als Rechtsdokument aus der Perspektive evangelisch-theologischer Sozialethik;335 8.2;6.2 Das Begründungsproblem (Zur Rekonstruktion einer gesamtgesellschaftlich plausiblen Menschenwürdekonzeption aus einer partikularen hier: evangelisch-theologischen Perspektive);338 8.2.1;6.2.1 Annäherungen an Inhalt und Umfang des Menschenwürdebegriffs;339 8.2.2;6.2.2 Der Mensch in seiner Personalität als Gegenstand unbedingter Achtung;345 8.2.2.1;6.2.2.1.1 Das aktualistisch-subjektivistische Personkonzept;347 8.2.2.2;6.2.2.1.2 Das naturalistisch-substanzialistische Personkonzept;358 8.2.2.3;6.2.2.1.3 Das Konzept der Heiligkeit des Lebens;365 8.2.2.4;6.2.2.1.4 Das askriptiv-relationale Personkonzept;371 8.2.2.5;6.2.2.3.1 Menschenwürde und Gottebenbildlichkeit;380 8.2.2.6;6.2.2.3.2 Menschenwürde und Rechtfertigung;383 8.2.2.7;6.2.2.3.3 Menschenwürde und Nächstenliebe;384 8.2.3;6.2.3 Verwirklichungsbedingungen menschenwürdigen Lebens;395 8.3;6.3 Das Anwendungsproblem (Zur Vermittlung des unbedingten Anspruchs der Menschenwürde mit den Bedingungen seiner Verwirklichung);413 8.3.1;6.3.1 Das Verhältn
is von Menschenwürde und Menschenrechten;414 8.3.2;6.3.2 Die doppelte rechtliche Funktion der Menschenwürde;416 8.3.3;6.3.3 Realisierungen des Menschenwürdigen im Konflikt;419 8.3.4;6.3.4 Gattungswürde als Rahmenbedingung der individuellen Menschenwürde;422 8.3.5;6.3.5 Menschenwürde als Gestaltungsauftrag;425 8.3.6;6.3.6 Ethik der Menschenwürde und Ethik der Güterabwägung unvereinbar oder komplementär?;427 8.3.7;6.3.7 Die gesellschaftliche Sicherung des Menschenwürdigen als Voraussetzung der individuellen Gestaltung gelingenden Lebens;431 8.3.8;6.3.8 Die rechtliche Regulierung biomedizinischer Forschung und Anwendung im Horizont der Menschenwürde;432 9;7 Beurteilung der umstrittenen biomedizinischen Regelungsbereiche;433 9.1;7.1 Der Schutz menschlicher Embryonen in vitro;433 9.1.1;7.1.1 Verwendung und Herstellung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken;441 9.1.2;7.1.2 Herstellung und Nutzung embryonaler Stammzellen;444 9.1.3;7.1.3 Präimplantationsdiagnostik (PID);445 9.2;7.2 Medizinische Maßnahmen an einwilligungsunfähigen Personen;448 9.2.1;7.2.1 Therapeutische Maßnahmen an einwilligungsunfähigen Personen;450 9.2.2;7.2.2 Probandennützige und fremdnützige Forschung an einwilligungsunfähigen Personen;452 9.2.3;7.2.3 Fremdnützige Entnahmen von regenerierbarem Gewebe bei einwilligungsunfähigen Personen;464 9.3;7.3 Diagnostische und therapeutische Eingriffe in das menschliche Genom;465 9.3.1;7.3.1 Gendiagnostik;468 9.3.2;7.3.2 Gentherapie;479 9.4;7.4 Klonen;491 9.4.1;7.4.1 Reproduktives Klonen;492 9.4.2;7.4.2 Therapeutisches Klonen;495 10;8 Ethische, gesellschaftliche und rechtliche Implikationen der Bioethik-Konvention;499 10.1;8.1 Die Vereinbarkeit der Bioethik-Konvention mit der Achtung der Menschenwürde;499 10.1.1;8.1.1 Der Charakter der Bioethik-Konvention als internationales Rechtsdokument;500 10.1.2;8.1.2 Die Achtung der Menschenwürde als Fundament der Bioethik-Konvention;503 10.1.3;8.1.3 Der Schutz der Menschenwürde als Ziel der Bioethik-Konvention;508 10.2;
8.2 Mögliche Konsequenzen für den Umgang mit Krankheit und Behinderung;510 10.3;8.3 Die praktischen Auswirkungen der Bioethik-Konvention auf die deutsche Rechtslage und auf das europäische Rechtsbewusstsein;516 10.3.1;8.3.1 Die Bioethik-Konvention im Vergleich mit dem deutschen Recht;516 10.3.1.1;8.3.1.1.1 Verfassungsrechtliche Bedenken gegen einen deutschen Beitritt;517 10.3.1.2;8.3.1.1.2 Rechtspolitische Bedenken gegen einen deutschen Beitritt;519 10.3.1.3;8.3.1.1.3 Unbedenklichkeit eines deutschen Beitritts;523 10.3.2;8.3.2 Die Bioethik-Konvention als Grundlage eines wachsenden europäischen Rechtsbewusstseins;530 11;9 Beurteilung der kirchlichen und gesellschaftlichen Diskussion in Deutschland;534 12;10 Abschluss;549 13;11 Anhang;551 13.1;11.1 Abkürzungsverzeichnis;551 13.2;11.2 Literaturverzeichnis;552 13.3;11.3 Alphabetisches Verzeichnis der dokumentierten Stellungnahmen;623 13.4;11.4 Sach- und Personenregister;626 13.5;11.5 Wichtige Quellen;641 13.5.1;11.5.1 Übereinkommen zum Schutz der Menschenrechte und der Menschenwürde im Hinblick auf die Anwendung von Biologie und Medizin: Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin vom 4. April 1997 (deutsche Arbeitsübersetzung des Bundesministeriums der Ju;641 13.5.2;11.5.2 Zusatzprotokoll zum Übereinkommen zum Schutz der Menschenrechte und der Menschenwürde im Hinblick auf die Anwendung von Biologie und Medizin über das Verbot des Klonens von menschlichen Lebewesen vom 12. Januar 1998 (deutsche Arbeitsübersetzung de;651


Dr. Lars Klinnert, geb. 1972, ist Pfarrer im Entsendungsdienst am Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen in Schwerte-Villigst. Mit dieser Untersuchung wurde er 2007 an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum promoviert.

4 Analyse der kirchlichen und gesellschaftlichen Diskussion in Deutschland (S. 182-183)


Im Folgenden soll nun eine systematische und vergleichende Auswertung der vorgestellten Stellungnahmen erfolgen. Hierbei geht es um eine ethische Situationsanalyse, welche die unterschiedlichen in der kirchlichen und gesellschaftlichen Diskussion vorhandenen normativen Perspektiven in ihren Gemeinsamkeiten und Besonderheiten herausarbeitet, um so die eigene Urteilsbildung an der tatsächlichen Konfliktkonstellation auszurichten. Sollen nämlich sozialethisch reflektierte Lösungsvorschläge zur Überwindung oder doch zumindest zur besseren Bewältigung festgefahrener Kontroversen beitragen, erscheint es zunächst erforderlich, die verschiedenen Leitperspektiven der ethischen Urteilsbildung herauszupräparieren, durch welche konfligierende Positionierungen überhaupt verursacht sind.


4.0 Methodologische Vorbemerkung

Es kann und soll hier weder eine soziologische Diskursanalyse noch eine linguistische Textanalyse vorgenommen werden; vielmehr geht es darum, anhand von Texten mit (allein schon von ihrem Charakter als Stellungnahmen zu einem ethischen Konfliktfeld her) normativem Gehalt die in der gesellschaftlichen Debatte (implizit oder explizit) vorhandenen ethischen Deutungsmuster zu identifizieren. Das spezifische hermeneutische Interesse gilt also dem Entdecken und Verstehen der Wertungen, Normen, Prinzipien, Menschenbilder und Wirklichkeitsannahmen, die in der Auseinandersetzung um die Bioethik-Konvention zur Geltung kommen. Dabei ist einzuräumen, dass die Wahrnehmung, Darstellung und Interpretation der gesellschaftlichen Diskussion als ganzer wie auch der Stellungnahmen im Einzelnen unter einem begrenzten theoretischen Blickwinkel und mit einer bestimmten pragmatischen Intention erfolgt. Sie werden hier betrachtet in Hinsicht
auf ihren(offenkundigen oder unterschwelligen) Beitrag zur moralischen Evaluation und zur ethischen Reflexion der rechtlichen und politischen Regulierung bioethischer Konfliktfelder.

Die an die Texte zu stellenden Leitfragen könnten also in etwa lauten:

• Welche aus einer ethischen Reflexion auf verschiedene politische Handlungsoptionen resultierenden Haltungen gegenüber der Bioethik-Konvention nehmen die verschiedenen Stellungnahmen ein, d. h. zu welchen Wertungen gelangen sie?

• Mit Bezug auf welche als richtig oder falsch erkannten ethischen Implikationen der Bioethik-Konvention begründen die verschiedenen Stellungnahmen ihre jeweiligen Wertungen, d. h. mit welchen Argumenten operieren sie?

• Von welchen moralischen Überzeugungen und ethischen Theorien lassen sich die verschiedenen Stellungnahmen in ihrer jeweiligen Urteilsfindung leiten, d. h. an welchen Kriterien orientieren sie sich?

• Welche anthropologischen, fundamentalethischen und metaphysischen Hintergrundannahmen kommen in den verschiedenen Stellungnahmen zum Tragen, d. h. durch was für ein Wirklichkeitsverständnis sind sie geprägt?

• Wie interpretieren die verschiedenen Stellungnahmen die außermoralischen (z. B. medizinischen, soziologischen oder politischen) Rahmenbedingungen, d. h. auf welcher Situationsbeschreibung basieren sie?


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