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Ein feiner dunkler Riss

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Produktdetails
Titel: Ein feiner dunkler Riss
Autor/en: Joe R. Lansdale

EAN: 9783942396394
Format:  EPUB
Übersetzt von Heide Franck
Golkonda Verlag

März 2012 - epub eBook - 316 Seiten

East Texas, 1958. Bis vor Kurzem glaubte der dreizehnjährige Stanley noch an den Weihnachtsmann. Im Laufe eines einzigen heißen Sommers erfährt er jedoch mehr über die wirkliche Welt jenseits seiner Superheldencomics und des elterlichen Autokinos, als ihm lieb ist.Stans Spielkamerad Richard wird zu Hause verprügelt; die schwarze Küchenhilfe Rosy lebt bei einem gewalttätigen Mann; und selbst Stans Vater wird gern handgreiflich, wenn es die Familie zu verteidigen gilt beispielsweise gegen übereifrige Verehrer von Stans kecker siebzehnjähriger Schwester Callie. Und dann gibt es da noch die faszinierenden alten Geschichten um ein Spukhaus auf dem Hügel, einen kopflosen Geist am Bahndamm und zwei in ein und derselben Nacht ermordete Mädchen. Stan beginnt Detektiv zu spielen, stets begleitet von seinem treuen Hund Nub, und außerdem mit Rat und Tat unterstützt von dem mürrischen schwarzen Filmvorführer und Ex-Polizisten Buster.

Eine spannende Abenteuergeschichte übers Erwachsenwerden, ein bewegender Kriminalroman in der Tradition von Lansdales Meisterwerk "Die Wälder am Fluss".
Krimi, Horror, Science Fiction, historischer Roman ¿ Joe R. Lansdale ist als Schriftsteller in zahlreichen Gefilden zu Hause. Der gebürtige Texaner weiß nicht nur durch seine Ideenvielfalt und seinen schwarzen Humor zu überzeugen, es ist vor allem seine erzählerische Urwüchsigkeit, die seine Fans begeistert.

1

 

Mein Name ist Stanley Mitchel junior, und ich schreibe hier auf, woran ich mich erinnere.

Die ganze Geschichte hat sich in einer Stadt namens Dewmont zugetragen. Es ist eine wahre Geschichte, die sich innerhalb einer kurzen Zeitspanne abspielte, und ich habe sie selbst erlebt.

Dewmont wurde nach einem der ersten Siedler benannt, der Hamm Dewmont hieß. Viel mehr weiß man nicht von ihm. Er ist hier aufgetaucht, hat dem Ort seinen Namen gegeben und ist dann spurlos verschwunden.

In den ersten Jahren war Dewmont eine trostlose Ansammlung von Holzhütten, die sich am Ufer des Sabine River im tiefsten Herzen von Texas festgesetzt hatten – eine Gegend voll weißem Sand und rotem Lehm, gewaltigen Kiefern und schlangenverseuchten Sümpfen.

In der Bibliothek von Dewmont finden sich verblichene Fotografien von ein paar einsamen Pionierhütten am Flussufer, durch die Linse einer primitiven Kamera betrachtet. Kaum zu glauben, dass so ein Anfang zu irgendetwas führen würde, außer vielleicht einem heftigen Regenfall und einer Rutschpartie in den Fluss. Doch im Laufe der Jahre bis ins zwanzigste Jahrhundert hinein wurde aus diesen Bretterbuden nach und nach eine bescheidene Ortschaft, während die großen Bäume gefällt und zu Bauholz verarbeitet wurden.

Später entwickelte sich der Ort zu einer kleinen Stadt von ungefähr einhunderttausend Einwohnern, doch die Ereignisse, um die es hier geht, trugen sich früher zu, und zwar gegen Ende der 1950er, als meine Familie, die Mitchels, dorthin zog.

Bevor wir nach Dewmont kamen, war mein Daddy Mechaniker in einem Kaff mit dreihundert Seelen gewesen, das den passenden Namen »No Enterprise« trug. Eines Tages kam er nach Hause und hatte genug davon, unter Autos zu kriechen und auf kaltem Beton und quietschenden Rollbrettern zu liegen. Was er dann sagte, überraschte
uns alle. Einschließlich Mom.

Daddy liebte Filme, und irgendwo hatte er mitbekommen, dass das Autokino von Dewmont zum Verkauf stand. Der ursprüngliche Besitzer war kurz nach Eröffnung des Kinos an einem Schlaganfall gestorben. Seine Familie wollte jetzt unbedingt in den Westen ziehen, da ihnen die Schulden an den Hacken klebten wie Federn an Teer.

Also hob Daddy unsere gesamten Ersparnisse ab, leistete damit eine Anzahlung und beförderte meine Mutter, die er immer Gal nannte, mich, meine ältere Schwester Caldonia und meinen Hund Nub hinüber nach Dewmont.

Dewmont bestand hauptsächlich aus einer langen Reihe von Backsteinhäusern beiderseits der Main Street, darunter auch unsere Konkurrenz in Gestalt des Palace Theater, einem Kinosaal.

Ich weiß noch, dass der Umzug an einem hellen, heißen Tag stattfand. Der blaue Himmel über uns war mit kleinen Wölkchen übersät, und man konnte die Main Street entlangschauen, sah Autos am Bordstein parken, Menschen umherlaufen, und weiter hinten hohe Bäume.

Das Dew Drop Drive-in, unser Autokino mit Imbiss, lag am Rande der Stadt, nicht weit von einer stinkvornehmen Wohngegend.

Mit Sicherheit rümpften die Erwachsenen dort die Nase über das Autokino, denn das Publikum bestand aus einfachen Leuten – und aus ihren eigenen Kindern, die für einen Dollar pro Wagenladung zu uns kamen.

Das Dew Drop gehörte zu den Autokinos, bei denen die Projektionsfläche aus einem Wohnhaus bestand. Solche Gebäude gab es nicht oft, denn meistens diente lediglich eine Platte aus Holz oder Metall, die in einem großen Rahmen befestigt war, als Leinwand. Doch die Erbauer des Dew Drop waren fortschrittlich gewesen und hatten ihr Bestes getan.

Daher war die Leinwand des Dew Drop tatsächlich ein massives Gebäude, das von außen wie ein Fort aus
einem Western aussehen sollte. Quer darübergemalt war ein Wandbild mit üppig gefiederten Indianern zu Pferde, die von einer Kavallerie in knallblauer Uniform und leuchtend weißen Hüten verfolgt wurden. Schneeweiße Rauchwölkchen machten deutlich, dass die Soldaten mit ihren Pistolen und Gewehren schossen, und ein Indianer war offensichtlich getroffen – er fiel gerade vom Pferd und würde nie wieder einen Weißen skalpieren.

Über allem hing unerklärlicherweise, an einem Metallrahmen befestigt, ein riesiger, ozeanblauer Tautropfen, der aussah, als würde er jeden Moment herabfallen, auf dem Dach zerplatzen und die ganze Welt überfluten.

Auf der anderen Seite, den Autos zugewandt, war die Mauer weiß und diente als Leinwand. Darüber war die Rückseite des Tautropfens grün gestrichen, und zwar nicht in einem hübschen Grün, sondern in einer Farbe, die mich an eine eitergefüllte Pustel erinnerte. Ich fragte mich, warum der Tropfen hier überhaupt übermalt worden war. Nachts, wenn die Filme gezeigt wurden, verlor er sich sowieso in der Dunkelheit über dem Licht, das von der Leinwand zurückgeworfen wurde.

Im Inneren der Kinoleinwand, unserem Zuhause, sah alles recht normal aus. Im Erdgeschoss befanden sich Küche, Wohnzimmer, das Bad und Callies Zimmer. Daran schloss sich eine Imbissbude an, wo Hotdogs, Popcorn, Süßigkeiten und Erfrischungsgetränke verkauft wurden. Kurz nachdem wir den Laden übernahmen, setzten wir noch Brathähnchen und Würstchen am Spieß auf die Speisekarte.

Im ersten Stock befanden sich zwei Zimmer, eins für mich und eins für Mom und Dad. Ich war begeistert. Unser altes Haus in No Enterprise hatte ein einziges richtiges Schlafzimmer gehabt, und ich und Callie hatten nachts auf Matratzen im Wohnzimmer geschlafen. Hier im Dew Drop hatten wir unsere eigenen
Betten, unsere eigenen Zimmer, und das war großartig, schließlich hatte ich erst kürzlich die Freuden der Selbstbefriedigung entdeckt. Auch wenn ich noch nicht herausgefunden hatte, was es eigentlich genau damit auf sich hatte, machte es mehr Spaß, als gegen mich selbst Dame zu spielen.

Über alldem lag noch eine weitere Etage, eine Art Bodenkammer mit einer Treppe, die zum Dach des Autokinos hinaufführte, wo der große Tautropfen thronte.

Von dort oben konnte man zuschauen, wie die Autos eintrafen, und wenn man zur anderen Seite des Daches hinüberging, sah man unseren »Hinterhof«: Lautsprecher auf ordentlich aufgereihten Pfosten, und nachts eben Autos und einen Haufen Leute.

An der kurzen Seite des Gebäudes stand ein Geräteschuppen mit einem Vorhängeschloss an der Tür, und neben dem gab es einen Spielplatz mit einer Wippe, Schaukeln und einer Rutsche für die Kinder, denen der Film zu langweilig wurde. Um all das herum zog sich ein Zaun, größtenteils aus Wellblech und, in der Nähe des Spielplatzes, aus Maschendraht.

 

Jenen Sommer über arbeitete ich mit Caldonia in unserem Autokino. Ein Schwarzer namens Buster Abbot Lighthorse Smith, der schon für den vorherigen Besitzer gearbeitet hatte, bediente den Filmprojektor. Er war alt, mürrisch, wirkte kräftig und sprach kaum ein Wort. Kümmerte sich um seinen eigenen Kram. Er war so still, dass man vergaß, dass er überhaupt da war. Eine Stunde vor der Vorführung kam er angeschlendert, tat seine Arbeit, verräumte den Film, wenn die Vorstellung zu Ende war, und ging wieder.

Meine Mutter und mein Vater hielten das Autokino von Montag bis Samstag geöffnet, außer bei starkem Regen und im tiefsten Winter. Selbst in East Texas war es manchmal zu kalt, um im Freien zu parken.

Darum schlossen wir eine Woche vor Weihnachten und mac
hten erst Anfang März wieder auf. In der Zwischenzeit werkelte Daddy an den Lautsprechern herum, schaffte frischen Kies heran, malerte und tischlerte.

Wenn er das nicht tat und Geld brauchte, reparierte er auf dem Rasen des Kinos Autos. Das war ihm zuwider, und er sehnte sich nach dem Tag, an dem er keinen Schraubenschlüssel mehr drehen und auf Löcher in undichten Verteilern horchen musste, durch die die Luft pfiff.

So sehr Daddy derartige Arbeiten verabscheute, so sehr liebte er das Autokino. An Sonntagen, wenn es geschlossen war, saß er oft vor dem Haus auf einem Gartenstuhl, und ich setzte mich neben ihm auf den Boden und quälte mit einem Grashalm Ameisen. Dann starrte er auf die Cowboys und Indianer auf der Vorderseite des Leinwandgebäudes, als würde er wirklich einen Film schauen.

Ich glaube, vor seinem geistigen Auge bewegten sich die Bilder tatsächlich. Vielleicht war es auch nur der Gedanke, dass er sein eigenes Geschäft besaß, der ihn faszinierte. Daddy kam nicht gerade aus reichem Elternhaus, und seine Schulbildung war eher dürftig. Alles, was er besaß, hatte er sich hart erarbeitet, und er war stolz darauf. Für ihn konnte sich der Besitzer eines Autokinos ohne Weiteres mit einem Arzt oder Anwalt messen. Und für die damalige Zeit, mit seinem Hintergrund, fand er, dass er ziemlich gutes Geld verdiente.

Mit meinen dreizehn Jahren war ich der Jüngste der Mitchels und obendrein für mein Alter auch nicht gerade frühreif. Ich hatte so viel Ahnung von Gott und der Welt wie ein Schwein von Essbesteck und Tischmanieren. Für mich war Sex noch das, was zwischen Fünf und Sieben kommt.

Tragischerweise hatte ich erst vor Kurzem meinen Glauben an den Weihnachtsmann verloren und war sehr wütend darüber. Meine Kumpels an der Schule hatten mir, sechs Monate, bevor wir nach Dewmont zogen, die Wahrheit gesagt, und ich hatte mir deswege
n einen erbitterten Kampf mit Ricky Vanderdeer geliefert. Ich kam mit einer zerschundenen Wange und einem blauen Auge nach Hause, hinkend und alles in allem windelweich geprügelt.

Meine Mutter, die wegen der Schlägerei sauer war und einigermaßen peinlich berührt, weil ein Kind in meinem Alter immer noch an den Weihnachtsmann glaubte, setzte sich mit mir hin und hielt mir einen Vortrag darüber, dass es den Weihnachtsmann vielleicht nicht wirklich gäbe, aber dass er in den Herzen derjenigen wohnte, die an ihn glaubten....


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