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Die Engelskrieger

Die Faustus-Trilogie 3.
von Kai Meyer
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Produktdetails
Titel: Die Engelskrieger
Autor/en: Kai Meyer

EAN: 9783981500158
Format:  EPUB
Die Faustus-Trilogie 3.
MiMe books

Juni 2012 - epub eBook - 150 Seiten

Doktor Faustus, vortrefflichster aller Astrologen, Chiromanten, Aeromanten, Geomanten, Pyromanten und Hydromanten, nennt sich selbst den "Quellbrunn der Nekromanten", den Zweiten unter den Magiern. Begleitet wird er von seinem geschwätzigen Adlatus Wagner und der gefallenen Engelskriegerin Angelina. Diese ist zwar schrecklich entstellt und kann nicht mehr sprechen -- im Kampf ist sie jedoch jedem Mann weit überlegen. Gemeinsam ziehen sie gen Rom, um das Rätsel der verschwundenen Kinder zu lösen, zu denen auch Angelina gehört.In der heiligen Stadt entsteht aus den Ruinen der Konstantinsbasilika der Petersdom, ein enormes Bauvorhaben, das jeden Tag viele Menschenleben fordert. Dort stoßen Wagner und Angelina auf die letzten Engelskrieger, die über den nächtlichen Bauplatz wachen. Unterdessen trifft sich Faustus heimlich mit einem ehemaligen Freund. Er erfährt, dass nicht nur sein totgeglaubter Widersacher Asendorf noch am Leben ist, sondern auch der verhasste Borgia-Papst Alexander dem Teufel von der Schippe gesprungen sein soll.
Kai Meyer, geboren 1969, hat seit 1993 rund 50 Bücher veröffentlicht, darunter Bestseller wie DIE FLIESSENDE KÖNIGIN, DIE WELLENLÄUFER und SEIDE UND SCHWERT. Weltweit beträgt seine Auflage mehrere Millionen Exemplare. Übersetzungen erscheinen in den USA, England, Japan, Italien, Frankreich, Spanien und Russland.Seinen Durchbruch erlebte Kai Meyer 1994 mit DIE GEISTERSEHER, 1998 gefolgt vom Bestseller DIE ALCHIMISTIN. Seine aktuellen Romane sind die ARKADIEN-Reihe und DIE GEBANNTE - DIE ALCHIMISTIN III.

Kapitel 1


Wie Hammerschläge hieben Hagelkörner auf die Bleidächer des Dogenpalastes und erfüllten unsere Kerkerzelle mit ohrenbetäubendem Lärm. Es war kalt, viel kälter, als wir erwartet hatten, und die groben Decken, die man uns durch die Zellentür zugeworfen hatte, vermochten den Frost kaum abzuhalten.

Es hagelte, es war eiskalt – und das im späten Frühjahr. Dies war vielleicht das wunderlichste aller Wunder dieser Reise.

Venedig, dachte ich. Hier also soll es enden.

Es war einer der Einfälle des Meisters gewesen, natürlich. Auf der Durchreise wollte er in Venedig Station machen, um in einem geheimen Laden im Sestiere San Polo eine Reihe mysteriöser Ingredienzen zu besorgen. Ein wahrlich überwältigender Vorschlag – wurden wir doch, kaum dass wir unsere Gondel verlassen hatten, in Ketten gelegt und in die Kerker des Dogenpalastes verschleppt. Man sperrte uns in eine Zelle unter den Bleidächern des Palastes, eines der gefürchtetsten Gefängnisse weit und breit. Eng, niedrig, im Sommer von drückender Hitze und im Winter eine Eishölle, gab es kaum einen Ort, der die Menschen schon bei der schieren Erwähnung derart schaudern ließ. Aus den Bleikammern des Dogen gab es kein Entkommen, jeder wusste das, und man vermag sich vorzustellen, wie es um unsere Stimmung stand.

Die Zelle war mit Holz ausgekleidet, das einzige Fenster vergittert. Die bleierne Dachschräge über unseren Köpfen hätte um diese Jahreszeit eigentlich heiß sein müssen wie eine Ofenplatte, erhitzt von den Strahlen der Sonne, die gnadenlos auf die riesige Bleifläche herabbrannte. Doch statt Hitze herrschte dort draußen klirrende Kälte, und das bereits einen ganzen Tag lang. Der Wetterumschwung war so pl&ou
ml;tzlich wie sonderbar gewesen, und der peitschende Hagel beschwor Visionen vom Untergang der Welt herauf.

Faustus nahm auch dies äußerlich gelassen hin, obwohl ich ihm ansah, dass er insgeheim ebenso beunruhigt war wie ich selbst. Er ging langsam und nachdenklich in der Zelle auf und ab. Immer wieder musste er dabei den Kopf einziehen, denn mein Meister war ein großer Mann, höher gewachsen als die meisten, die ich kannte. Er trug seinen langen schwarzen Mantel, und schwarz war auch sein langes Haar. Die meisten, die von ihm gehört hatten, hielten ihn für einen alten Mann; umso erstaunter waren sie, wenn sie ihm begegneten, denn Faustus zählte schwerlich mehr als fünfunddreißig Jahre. Sein langes, schmales Gesicht war schneeweiß. Eine ungesunde Erscheinung, zweifellos. Aber sein Körper war gesund und flink, und sein Geist … ich muss wohl kaum von seinem Geist sprechen. Bei allen Missgeschicken, die ihm im Verlauf seiner Versuche passierten, konnte es doch kein Verstand mit dem seinen aufnehmen. Schon früh war ich zu dem Schluss gekommen, dass es nicht sein Pakt mit überirdischen Mächten war, den die Herrschenden und vor allem die Kirche fürchteten, sondern vielmehr die Klugheit und Weisheit, mit der er seine seltsamen Ziele verfolgte.

»Hagel«, murmelte er leise und gewiss nicht zum ersten Mal, seit das Trommeln auf den Bleidächern eingesetzt hatte. »Hagel um diese Jahreszeit. Ein Rätsel, ganz zweifellos.«

Angelina, die mir gegenüber am Boden saß, mit angezogenen Knien, den Rücken gegen die Holzwand gelehnt, verdrehte die Augen. Sie waren von einem strahlenden Hellblau und, neben ihren Lippen, die einzigen Teile ihres Gesichts, die nicht von den Flammen verstümmelt worden waren. Ihr haarloser Kopf war von Brandnarben überzogen, nach all den Monden nicht mehr ganz
so dunkel und schuppig wie damals, als wir ihr erstmals begegnet waren. Ihre Ledermaske hatte sie abgenommen und an ihrem Gürtel befestigt. Sie trug ein helles Leinenhemd, darunter enge Reithosen und Stiefel.

»Mit Verlaub, Meister«, sagte ich, »aber sollten wir uns nicht lieber die Frage stellen, wie wir hier wieder herauskommen?«

Faustus blieb stehen und schaute mich an, fast ein wenig verwirrt, so als hätte ich ihn aus tiefen Gedanken gerissen. »Es hagelt, Wagner! Das ist ein Geheimnis, das sich zu lösen lohnt.«

»Wir werden nicht viel Freude an der Lösung haben, wenn uns erst die Inquisition in die Mangel nimmt.« Als man uns hier heraufgebracht hatte, waren wir am Eingang der Folterkammer vorbeigegangen. Faustus mochte dem keine allzu große Bedeutung beimessen, aber mir schlotterten schon die Knie beim bloßen Gedanken an glühende Stahlzangen und Streckbänke, an ausgerissene Fußnägel und zertrümmerte Zähne.

»Hagel im Sommer ist immer ein Zeichen von etwas Übernatürlichem, Wagner«, erklärte Faustus im Tonfall eines Scholaren. Er liebte es, in den unpassendsten Momenten über die abwegigsten Themen zu dozieren. »Ich wüsste zu gerne, wie groß die Hagelkörner sind.« Damit wirbelte er herum und eilte mit zwei raschen Schritten ans Zellenfenster, presste das Gesicht an die Gitterstäbe und versuchte, einen guten Blick nach draußen zu erhaschen. Nach einem Moment wandte er sich wieder um und sagte zu niemand Bestimmtem: »Groß wie Kirschkerne. Hm …«

Angelina und ich wechselten einen Blick. Ihr verbranntes Gesicht war vollkommen starr, wie aus Lehm geformt. Doch auch ohne jede Mimik konnte ich die Fassungslosigkeit in ihren Augen lesen. Mittlerweile hatte ich Ü
bung darin.

Ich wandte mich wieder an meinen Meister. »Erlaubt mir dennoch, Herr, noch einmal auf unsere größte Sorge zurückzukommen.« Ich versuchte wie immer, höchst diplomatisch zu ihm zu sprechen. Es hatte keinen Zweck, ihn in unserer Lage wütend zu machen. »Wir sind jetzt seit drei Tagen Gefangene, und es kann nicht mehr lange dauern, ehe sich die Inquisition unserer annimmt.«

»Es wäre in der Tat angebracht, diesen ungastlichen Ort zu verlassen«, stimmte er mir zu. Mit seiner Ruhe konnte er einen schier zur Verzweiflung bringen.

»Und wie sieht Euer Plan aus?«

»Welcher Plan?«

Ich schluckte. »Gewiss habt Ihr doch einen, oder?«

Faustus seufzte, trat auf mich zu und packte mich an den Schultern. »Gelegenheiten, Wagner … Die Kunst der Flucht ist die Kunst des geduldigen Wartens auf eine Gelegenheit.«

Ich sah ihn aus großen Augen an. »Heißt das, wir … warten? Sonst nichts?«

Mein Meister hob die rechte Hand und streckte den Zeigefinger aus. »Horch!«, verlangte er. »Horch auf den Hagel. Er ist der Vorbote von etwas anderem. Das ist er immer. Irgendwo, ganz in der Nähe, geschieht etwas.«

»Etwas?«, fragte ich zweifelnd.

Er nickte. »Etwas, das uns helfen mag.« Er ließ mich los und ging vor Angelina in die Hocke. »Wir gehen nach Rom«, sagte er eindringlich. »Vertrau mir.«

In seiner Stimme lag ein Mitgefühl, das mich erstaunte. Meist hatte er nur seine eigenen Dinge im Kopf und kümmerte sich nicht weiter um das, was Angelina oder mich selbst beschäftigte. Insofern war es überraschend, dass
er jetzt Angelinas Hand ergriff und aufmunternd drückte.

War der Stich, den ich bei diesem Anblick verspürte, etwa Eifersucht? Ich atmete tief durch, in der Hoffnung, damit meine Sinne zu klären. Vergeblich. Der Anblick von Faustus, der Angelinas Hand hielt, ging mir durch und durch. Und das, obwohl zwischen ihr und mir nicht mehr geschehen war als ein Kuss im Schloss des Schlangenkönigs und verstohlenes Aneinanderkuscheln in kalten Nächten.

Ich räusperte mich und trat ans Fenster, blickte über die Dächer Venedigs, gefangen in einem vagen, wirbelnden Grau aus Eis. Hinter mir richtete Faustus sich auf, begann wieder, in der Zelle auf und ab zu gehen.

Eine zarte Hand legte sich auf meine Schulter. Angelina war vollkommen lautlos herangehuscht, schnell und still wie ein Schatten. Ich drehte mich zu ihr um. Wenn ich in ihre blauen Augen blickte, schien die Narbenwüste ihrer Züge zu zerfasern wie Nebel; manchmal glaubte ich dann, ihr altes Ich zu sehen, das schlanke blonde Mädchen, das von den Häschern des Vatikans zur Kriegerin erzogen worden war, so schön wie verbissen.

Als hätte sie meine Gedanken gelesen, brachte sie ihre Lippen ganz nah an mein Ohr, öffnete und schloss sie, als würde sie mir etwas zuflüstern, auch wenn kein Ton aus ihrer Kehle drang. Es war kein Kuss, ihr Mund berührte mich nicht, und doch lag in dieser kleinen Geste so viel Vertrautheit und Wärme, dass ich meine Eifersucht auf einen Schlag vergaß. Am liebsten hätte ich sie in die Arme genommen, und vielleicht, nur vielleicht, hätte ich es diesmal tatsächlich gewagt – wenn nicht im selben Moment die Zellentür aufgeflogen wäre. Mit einem Krachen schepperte der Türflügel gegen die Wand. In der ganzen Kammer rieselte Staub aus den Fugen der Holzbohlen.

Ein
Wächter stand mit gezogenem Schwert im Türrahmen, sein Blick...


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