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Tod im Höhlensee

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Produktdetails
Titel: Tod im Höhlensee
Autor/en: Ursula M. Muhr

EAN: 9783954520183
Format:  EPUB
Spielberg Verlag

Oktober 2012 - epub eBook

Hauptkommissarin Beate Maiwald muss routinemäßig in einem Fall von Selbsttötung ermitteln; ein älterer Mann hat sich in der Wohnung seiner Geliebten mit Tabletten das Leben genommen. Nach und nach tauchen Ungereimtheiten auf, die Beate Maiwald stutzig machen. Ist es Zufall, dass die drei im Ausland lebenden Söhne zum Zeitpunkt der Tat in der Stadt sind? Ist seine Geliebte wirklich so schüchtern und hilflos, wie sie sich gibt? Welche Rolle spielt die betrogene Ehefrau? Oder hat die Tat mit der Suche des Verstorbenen nach seinem leiblichen Vater zu tun? Immer wieder finden sich Hinweise darauf, dass es möglicherweise doch kein Selbstmord war. Die Kommissarin ist jedoch mit ihren privaten Problemen so beschäftigt, dass sie Wichtiges übersieht. Eine Katastrophe bahnt sich an.

Beate zuckte zusammen, als sie plötzlich einen Schlüssel in der Wohnungstür hörte. Mit ein paar raschen Schritten war sie dort und als die Tür geöffnet wurde, stand sie vor einem älteren Mann, der bei ihrem Anblick erschrocken zusammenzuckte. Dann nickte er, als hätte er etwas begriffen und begrüßte sie mit den Worten: »Sie sind von der Polizei, oder?«

Beate bejahte. »Und Sie?«, fragte sie zurück.

»Ich nicht«, antwortete er. Er entnahm aber Beates unwilligem Stirnrunzeln, dass ihr diese Auskunft nicht genügte.

»Ich bin der Bruder. Also von Kassian. Der Bruder von Kassian. Rudolf Obsetter.« Er hielt ihr seine große raue Hand hin und drückte die ihre so fest, dass Beate zusammenzuckte. Der Mann war entschieden kein Schreibtischtäter wie sein Bruder – oder besser Halbbruder. Beate fragte sich sofort, ob er wohl Bescheid wusste über die Feinheiten dieses Verwandtschaftsverhältnisses.

»Kommen Sie herein«, bat sie ihn, nachdem sie sich ebenfalls vorgestellt und – sie deutete sein Zögern richtig – ausgewiesen hatte.

Er sah sich um. Er fühlte sich nicht besonders wohl in der Wohnung seines toten Bruders, das war ihm deutlich anzumerken. »So sieht das also aus hier«, murmelte er. Offensichtlich war er das erste Mal in dieser Wohnung.

»Möchten Sie sich setzen?«, fragte Beate und deutete auf einen Sessel. Er schüttelte den Kopf und stellte sich dann, wie Beate vorher, ans Fenster. Nachdenklich blickte er über die Hügellandschaft und knetete seine mächtigen Hände.

»Er – hat sich nicht umgebrach
t«, sagte er dann und sah Beate scheu von der Seite an. Sie nickte. »Wahrscheinlich nicht«, erklärte sie knapp. Bevor er die Frage aussprechen konnte, ergänzte sie: »Wir wissen noch nichts Näheres. Aber vielleicht könnten Sie mir helfen?«

Er erschrak. »Ich? Wie meinen Sie das denn? Was habe ich damit zu tun? Ich habe ihn nur alle Ewigkeiten mal gesehen, meistens durch Zufall in der Stadt oder so.«

»Ich weiß nicht, ob Sie etwas damit zu tun haben. Aber ich versuche mir ein Bild von Ihrem Bruder zu machen, dabei könnten Sie mir in jedem Fall helfen. Was für ein Verhältnis hatten Sie zu ihm?«

Rudolf Obsetter zögerte. »Ich sage ja, wir haben uns kaum getroffen. Er war anders«, sagte er dann. Beate wartete. »Anders als der Rest der Familie. Wir waren fünf Geschwister, zwei sind schon tot. Oder jetzt sind es drei, mit ihm, meine ich. Wir sind einfache Leute. Ich bin Maurer. Auch die Brüder arbeiten auf dem Bau. Die Schwester war in der Krankenhauswäscherei in Erfurt. Sie ist gestorben, Brustkrebs, da war sie noch jung. Aber er – Kassian – hat studiert, er war sogar in der Politik. Er war – anders. Er hat nicht zu uns gepasst.«

»Wie erklären Sie sich, dass er so anders war als die restliche Familie?«, fragte Beate weiter. Sie war gespannt, was nun kam. Aber der Mann zuckte nur die Schultern. »War eben so. Da steckt man nicht drin.«

Beate bohrte weiter: »Haben Sie gewusst, dass er nur Ihr Halbbruder war?«

Rudolf Obsetter atmete tief durch. »Wissen Sie das sicher?«, fragte er und warf ihr einen unsicheren Blick zu. Als Beate nicht reagierte, sprach er weiter. »Es gab i
mmer Gerüchte im Dorf. Dass er von einem Russen war. Oder von einem Tschechen. Es waren Kriegsgefangene im Nachbardorf, einige von denen arbeiteten bei meiner Großmutter auf dem Hof als Landarbeiter. Kassian – er ist kurz nach dem Krieg geboren. Unsere Mutter hat ja erst 1949 geheiratet. Sie hat immer so getan, als wäre Kassian auch von unserem Vater. Der war 1944 immer wieder mal ein paar Tage zu Hause wegen einer Verwundung. Oder vielleicht hatte er auch einfach Fronturlaub. Aber – geglaubt haben wir das eigentlich nie. Die alten Weiber im Dorf haben immer nur gelacht, wenn wir von unserem Bruder geredet haben. Und unser Vater – also, der hat den Kassian immer nur ›den anderen‹ genannt. Nie bei seinem Namen. Irgendwie wussten wir, dass er nicht sein Vater sein konnte. Sonst hätte er ihn doch genauso behandelt wie uns. Oder?«

»Hat er ihn misshandelt? Ich meine, geschlagen?«, fragte Beate. Aber der Mann lachte nur. »Geschlagen hat er uns, und nicht zu knapp. Aber nie den Kassian. Den nie. Wir haben immer gedacht, das ist so, weil er von einem anderen Mann war. Darum.«

»Sie haben vorhin gesagt, ein Tscheche oder ein Russe wäre möglicherweise der Vater gewesen. Könnte es auch ein Franzose gewesen sein?«

»Ein Franzose? Wie kommen Sie auf einen Franzosen?«

»Es waren auch französische Kriegsgefangene dort stationiert. Wussten Sie das nicht?«

»Keine Ahnung. So genau hab ich nie nachgefragt. Im Dorf, wenn sie ihn ärgern wollten, dann haben sie ihn Russenbankert gerufen. Ich dachte immer, die wüssten schon warum.« Er überlegte eine Weile. »Ein Franzose«, brummte er dann versonnen. »Die Else, eine Frau aus dem Nachbardorf, die war v
on einem Franzosen. Aber die ist tot. Autounfall.«

»Wie hieß sie mit Familiennamen?«, fragte Beate vorsichtshalber.

»Else? Die schreibt sich Kreutzer. Aber sie war eine geborene Ullein. Else Ullein. Der Kreutzer war ihr Mann, aber der ist auch tot. Der war mit im Auto.«

Beate gewann den Eindruck, dass es Rudolf Obsetter durchaus gefiel, über Todesfälle zu berichten. Zumindest schienen sie ihn nicht sehr zu belasten. Jetzt reihte sich also auch noch sein Bruder, oder besser Halbbruder, in diesen Totenreigen ein. Über ihn hatte er jetzt wenigstens wirklich etwas zu erzählen. Autounfälle konnten ja schon grausig sein, aber sie waren nichts gegen einen Mord.

»Lebt irgendjemand aus dieser Familie Ullein noch, der mir vielleicht etwas über die Zeit damals erzählen kann?«, fragte sie. Der Mann schaute sie ziemlich ratlos an.

»Was wollen sie von der? Hat das irgendwas mit dem Kassian zu tun? Das ist doch alles ewig her«, sagte er etwas unwillig.

»Beantworten Sie einfach meine Frage«, antwortete Beate kühl.

»In Ohrdruf lebt ihr älterer Bruder. Ullein Peter. An der Ausfallstraße in den Thüringer Wald, fast schon in Luisenthal. Kurz vor der alten Maskenmacherei Hanf. Wenn Sie aus der Stadt rausfahren links. Nicht zu übersehen.« Er schwieg einen Moment, schien sich noch einmal zu besinnen, ob er Beate diese Information überhaupt geben durfte.

Sie bedankte sich für die Auskunft und begleitete ihn zur Tür. Bevor er gehen konnte, fragte sie ihn: »Was wollten Sie eigentlich hier, Herr Obsetter?«

Er zögerte. Die Frage
war ihm sichtlich unangenehm. Er knetete wieder seine riesigen Pranken. »Und wieso haben Sie überhaupt einen Schlüssel zu dieser Wohnung?«, setzte Beate nach.

Rudolf Obsetter gab sich einen Ruck. »Es war die Frau. Also die Frau von meinem Bruder. Von Kassian, meine ich«, druckste er herum.

»Frau Obsetter hat sie hergeschickt?«

»Sie hat mich gebeten, etwas für sie zu holen. Sagte, dass sie selber keine Zeit hat, wegen der Beerdigung und so.«

»Und was sollten Sie ihr holen?«

»Einen Ordner mit Unterlagen, Versicherung und so Zeugs. Sie sagt, sie braucht das alles wegen der ganzen Schreiberei, die jetzt nötig ist. Nichts Verbotenes, denke ich mal.«

»Sie wussten aber schon, dass die Wohnung versiegelt ist.«

»Versiegelt? Nein.« Obsetter staunte sie mit großen Augen an. »Meinen Sie den Zettel, der an der Tür klebt? Der war schon durchgerissen, wie ich kam. Ehrlich!«

Natürlich war das Siegel durchgerissen, Beate selbst hatte das getan. Sie seufzte und entließ den Mann mit den Worten: »Grüßen Sie Frau Obsetter von mir und sagen Sie ihr, dass sie das nächste Mal mich fragen soll, wenn sie etwas aus der Wohnung ihres Mannes braucht. Und wenn sie schon unbedingt in eine versiegelte Wohnung eindringen will, dann soll sie es selber machen und nicht andere zu einer Straftat verleiten. Auf Wiedersehen, Herr Obsetter. Und mein aufrichtiges Beileid, das habe ich ganz vergessen zu sagen.«

Als der Mann gegangen war, blätterte Beate in ihrem Notizbuch. Waren die Söhne vor Kassian Obsetters Tod in seiner Wohnun
g gewesen? Wenn ja, dann hatten sie aber den Versicherungsordner nicht mitgenommen, sonst hätte die Witwe nicht ihren Schwager herschicken müssen. Als sie mit Hubertson zum ersten Mal in der Wohnung gewesen war, fehlte der Ordner bereits. Wer konnte ihn an sich genommen haben?

Jule Entner. Es konnte nur sie gewesen sein. Sie hatte zwar keinen eigenen Schlüssel, aber jederzeit Zugriff auf den ihres toten Geliebten. Was aber wollte sie damit?

Beate musste sie dringend sprechen. Sie versuchte erneut, sie telefonisch zu erreichen, mit ebenso wenig Erfolg wie vorher.

Sie fuhr in die Stadt zurück, parkte in der Nähe von Jule...


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