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Das Lied des Polyphem

Bildnis eines Massenmörders. Roman.
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Produktdetails
Titel: Das Lied des Polyphem
Autor/en: Andreas von Klewitz

EAN: 9783860345177
Format:  EPUB ohne DRM
Bildnis eines Massenmörders. Roman.
Edition diá

Januar 2013 - epub eBook - 326 Seiten

"Das Lied des Polyphem" des Berliner Autors Andreas von Klewitz erzählt die Lebensgeschichte von Harald Gerneweg, einem in behüteten Verhältnissen aufgewachsenen jungen Mann, der, gänzlich unpolitisch, mehr oder weniger zufällig zur SS kommt und nach dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 williger Vollstrecker der "Endlösung" wird. Schicksalhaft verkettet mit der Hauptperson ist die Jüdin Anna. Sie, die einmal Haralds erste Schwärmerei war, wird mit ihrem Vater aus Berlin deportiert und überlebt das Minsker Ghetto, flieht zu den Partisanen und steht schließlich dem SS-Mann Gerneweg am Erschießungsgraben gegenüber. Der Prozess vor einem sowjetischen Militärgericht, in dem Anna als Zeugin aufgerufen wird, bringt die Protagonisten erneut zusammen. "Das Lied des Polyphem" zeichnet das Psychogramm eines Menschen, der trotz bildungsbürgerlicher Prägung zum routinierten Mörder unschuldiger Zivilisten wird. Andreas von Klewitz arbeitet dabei in Anlehnung an reale Biografien die allzu menschlich scheinenden Motive des Bösen heraus und stellt die Frage: Was machte bzw. macht "ganz normale Männer" zu Mördern? Von Andreas von Klewitz außerdem in der Edition diá: Café Vaterland. Roman zweier Brüder ISBN 9783860345238 Der Erzchinese oder wie ein törichter schlesischer Landedelmann am preußischen Hof ein großer Herr wurde. Roman ISBN 9783860345184
1960 als Enkel von Martin Niemöller in Wiesbaden geboren, wuchs Andreas von Klewitz in Jugoslawien und Dänemark auf. Studium der Slawistik und Ost- und Südosteuropäischen Geschichte in Berlin (M. A.), danach als freischaffender Autor, Journalist und Übersetzer tätig, Gestalter von mehreren Filmen und Büchern zu zeitgeschichtlichen und kulturellen Themen, darunter zum Widerstand in NS-Deutschland, zum Holocaust und zu alliierten Kriegsverbrecherprozessen. Andreas von Klewitz lebt in Berlin.
"Das Oberste Militärgericht des Bezirkes ... unter dem Vorsitz des Generalleutnants der Justiz, Genosse ..., dem Ankläger Oberst ..., den Beisitzern Oberstleutnant ... und Major ... schreitet zur Vernehmung des Angeklagten, des ehemaligen Hauptmanns der faschistischen SS, Harald Gerneweg, geboren 1907 in Berlin-Zehlendorf, deutscher Staatsbürger, angeklagt der Verbrechen gegen die friedliche sowjetische Zivilbevölkerung auf dem Territorium der Weißrussischen Sowjetrepublik während der deutsch-faschistischen Okkupation gemäß Ukas vom 19. April 1943 und der Artikel ... des Strafgesetzbuches der RSFSR, der Artikel ... Absatz ... Absatz ... des Kontrollratsgesetzes Nr. 10, Artikel ..."
Mensch, so viele Gesetze, Paragrafen, Absätze. Dazu die Sonne, die einem unerbittlich ins Gesicht scheint. - So dachte der Angeklagte Harald Gerneweg, die kleinen Irrwege der Holzmaserung der Richterbank mit den Augen auf und ab wandernd. Nun schon der sechste Tag der verdammten Tortur. Morgens die krumme Kalmückengestalt von Wachposten, die einen von der Pritsche pfeift, dann der ewige Transport zu dem alten Theater, in welchem die Verlierer von gestern die Sieger von heute spielen. Wenn sie einen bloß endlich in Frieden ließen! Gesagt war ja schon alles, warum also ewig weiter in dem Scheißhaufen herumwühlen.
Gerneweg schaute um sich. Da saß der dicke Wehrmachtsleutnant Steiger, der seiner eigenen Schilderung vor Gericht nach früher Mathematiklehrer an einer Grundschule in Worms gewesen war. Ein einfacher Beamter, der hoffte, durch Hinweise auf sein fortgeschrittenes Alter mit heiler Haut davonzukommen. Neben ihm der Würmeling, Pardon, Dr. Würmeling natürlich, Obersturmbannführer, der immer nur auf dem Papier in Erscheinung trat und dessen sauber manikürte Finger Gerneweg als Mann der Tat nur mit Abscheu und Verachtung betrachten konnte. Nein, der war ein ausgemachtes Arschloch, das wusste doch jeder, der Doktor war einer, der immer nur die anderen, auch ihn, den Har
ald, nach der dummen Geschichte damals mit den beiseite geschafften Damenhandschuhen die Drecksarbeit hatte machen lassen und sich derweil am verlängerten Rückgrat Schwielen saß. Worin der bloß seinen Doktor gemacht hatte? Der Reichsführer hatte sie ja alle zu Doktoren machen lassen. Wohin das geführt hat, sieht man an Würmeling. Dem soll der Iwan jetzt ordentlich eins bürsten.
Gerneweg schaute zur anderen Seite. Noch immer las der Gerichtsdiener Paragrafen um Paragrafen mit seiner ewig gleich klingenden, einschläfernden Stimme. Aber Harald Gerneweg hörte nicht hin. Bringt ja eh nichts, sich aufzulehnen, das hatte er sich schon am zweiten Verhandlungstag gesagt. Dafür hatte spätestens der Herr Kollege Mehnert gesorgt. Diese Knallcharge irgendeines Schützenbataillons hatte ihn, vielleicht um des Vorteils willen, vielleicht weil ihm die Russen böse zugesetzt hatten, übel denunziert. Ein Mörder sei er, Gerneweg, eine Massenerschießung habe er geleitet und ihn, den Mehnert, zum Mittäter gemacht. Unter Zwang. Ja, so hatte dieser elende Mensch gesprochen. Und auch wenn die Behauptung vielleicht nicht ganz unwahr war, so war es doch Verrat. Verrat an den Kameraden. Und Mehnert hatte mitgemacht ...
"Bis in die Sprache hinein führt der Autor die Verwandlung Gernewegs in einen Massenmörder vor [...]. Doch nicht diese sprachliche Kunstfertigkeit überrascht, sondern der Umgang mit dem Thema selbst. Er appelliert nicht nur an die Urteilsfähigkeit des Lesers, er rechnet fest mit seinem moralischen Empfinden. Klewitz hat ein Buch geschrieben, das die Empörung über das Unrecht voraussetzt. Wie anders sollte man dieses Buch sonst lesen können."
[Quelle: Berliner Zeitung]

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