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Antonio Congo

Sein Weg von Afrika über Brasilien nach Hamburg und ins Wes…
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Produktdetails
Titel: Antonio Congo
Autor/en: Christa Langer-Löw

EAN: 9783830116226
Format:  EPUB ohne DRM
Sein Weg von Afrika über Brasilien nach Hamburg und ins Weserbergland.
R.G. Fischer Verlag

Oktober 2013 - epub eBook - 260 Seiten

Antonio Congo, Häuptlingssohn und getaufter Christ aus dem afrikanischen Dorf Guimbata in der Nähe des unteren Kongo, spricht neben seiner Muttersprache portugiesisch und sogar etwas Latein, kann Lesen und Schreiben. Dies aber nützt ihm gar nichts, als er mit acht Jahren von Sklavenjägern ge­raubt wird und in die Fänge des brutalen deutschen Sklavenhändlers Barthel gerät.Doch Antonio hat Glück im Unglück. Der honorige hanseatische Kaufmann Schlüter nimmt ihn in Brasilien an Sohnes statt zu sich. Aus familiären Gründen muss Schlüter jedoch bald nach Hamburg zurückkehren. Antonio verlässt mit seinem Ziehvater Brasilien und wächst im Kaufmannshaus Schlüter auf. Er erlernt später den von ihm gewünschten Beruf eines Tischlers und findet auch sein privates Glück, aber das, was ihm wie vielen anderen Afrikanern angetan wurde, kann er nicht vergessen. Antonio geht auf die Suche nach dem Sklavenhändler Barthel. Mit ihm hat er noch eine Rechnung zu begleichen ...
Die Autorin Christa Langer-Löw lebt in Bad Pyrmont. Sie ist verheiratet und Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie arbeitete bei verschiedenen Journalen und Magazinen als freie Autorin. Bisher erschienen von ihr die Sachbücher »Das Glückskind« und »Charakterpuppen« im Verlagshaus Wohlfarth, Duisburg. Mit ihrem historischen Roman »Antonio Congo« gibt Christa Langer-Löw ihr Debüt in der Belletristik.

Der Sklavenhändler dagegen hatte einen muskulösen und gesunden Körper. Sein ganzes bisheriges Leben war sicher eine ständige Herausforderung an alle seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten gewesen. Um nicht zu verhungern, wurde er Soldat. Er hatte sich bei Sturm und Kälte, Hitze und Flauten auf den Meeren behauptet und das mörderische Klima am Kongo überstanden. Dieser Lebenskampf formte ihn zu einem harten, kalten, ja skrupellosen Menschenhändler mit eisernem Willen und animalischer Widerstandskraft. Durch den Sklavenhandel war er in relativ kurzer Zeit vom desertierten Soldaten zu einem reichen Mann geworden. Er besaß sogar ein eigenes Schiff mit dem ungewöhnlichen Namen Rattenfängerliebe. Wie hieß doch das Dorf, aus dem er stammte? Er kam aus dem Weserbergland, drei Postmeilen von Hameln entfernt. Den Namen des Dorfes und den seiner Familie hatte er nicht genannt, danach hätte er fragen sollen, aber letztendlich war Schlüter dieses auch nicht wichtig. Im Grunde seines Herzens war er froh, dass dieser grobschlächtige Mann wieder fort war.

Antonio


Mit Besteck zu essen, übte Antonio seit einiger Zeit mit Aldo. In unbeobachteten Momenten nahm er trotzdem schnell seine Finger, obwohl er inzwischen sehr geschickt mit Messer und Gabel umgehen konnte. Am liebsten hätte er auch weiterhin bei Benta in der Küche gegessen, die Tischmanieren und Essen mit Besteck für unwichtig hielt. Antonio bemängelte, dass Löffel und Gabel den guten Geschmack von Bentas Speisen verderben würden und er empfahl Schlüter schließlich, auch nur mit den Fingern zu essen, aber Schlüter bestand darauf, dass sich Antonio der Etikette der Familie Arrende im Casa Mare anzupassen hat.

Bis jetzt trug Antonio einfache Baumwollkleidung, die ihn Benta von den
Kindern der anderen Sklaven besorgte, aber der Hausschneider hatte bereits Maß genommen, um ihn neu einzukleiden. Am Tag als seine Garderobe eintraf, war er auch aus Bentas Zimmerchen in einen bisher ungenutzten Schlafraum mit einem großen Himmelbett in Schlüters Wohnflügel umgezogen.

Er probierte den ganzen Abend seine neuen Anzüge an. Natürlich stellte er jedes Kleidungsstück auch Benta vor. Die holte sofort die anderen Haussklaven zusammen und alle bewunderten Antonios schöne Garderobe. Aber dann war auch der letzte Anzug vorgeführt und Schlüter brachte ihn heute zum ersten Mal in seinem neuen Zimmer ins Bett.

»Benta hat mir ein Nachtgebet beigebracht. Soll ich es beten?« fragte Antonio.

»Ja, gern, ich werde nur meine Hände falten und dir zuhören.«

»Schon sinkt der Sonne Feuerglut,

O ewiges Licht, O Einigkeit,

O heiligste Dreifaltigkeit,

gieß Lieb in unsere Herzen ein.«

Dann fügte er noch hinzu: »Xéco, xéco, xéco, Ò ni-ba-rá.«

»Was bedeutet Xéco Ò ni-ba-rá, Antonio?«

»Das weiß ich auch nicht, aber Benta sagt, vorsichtshalber sei das gut.«

»Ab morgen brauchst du das Xéco, xéco nicht mehr hinzuzufügen, das ist Unsinn. Ich wünsche dir eine gute Nacht, mein Sohn, und schlaf gut, bis morgen früh.«

Schlüter löschte die Kerzen und schloss die Tür. Er fand, dass es höchste Zeit wurde, dass Antonio mit ihm die Nachtgebete sprach. Er hatte sein Zimmer noch nicht erreicht, als er Antonio schreien hörte: »Pai Ferdi, Pai Ferdi, hier kann ich nicht schlafen!« pan>

Schlüter ging ein Stich durchs Herz. Antonio rief ihn Vater. Bisher hatte er ihn immer mit Senhor Ferdi angesprochen. Er eilte zurück in Antonios Zimmer.

»Warum kannst du nicht schlafen?«

»Pai Ferdi, hier bleibe ich nicht! Ich habe noch nie in einem solch riesigen Bett geschlafen und ich war auch noch nie allein in einem so großen Zimmer! Ich fürchte mich!«

Für eine Erziehung, wie er sie aus seiner eigenen Kindheit kannte, fehlte Schlüter die nötige Strenge, aber Antonio war auch ein Kind aus einem ganz anderen Kulturkreis und er konnte es nicht ertragen, dass sich Antonio, vor was auch immer, fürchtete.

»Gut, Antonio, heute darfst du in meinem Bett schlafen, aber morgen werden wir eine andere Lösung suchen.«

»Machen wir, Pai Ferdi, machen wir morgen.«

Er schlang seine Arme um Schlüters Hals und ließ sich von ihm ins Bett bringen. Kaum hatte ihn Schlüter zugedeckt, sprang er wieder aus dem Bett.

»In dieser Weißenstinke kann ich auch nicht schlafen.«

»Was meinst du mit Weißenstinke?«

»Pai Ferdi, weiße Menschen stinken.«

»Das ist mir noch nicht aufgefallen, Antonio.«

»Doch, es ist so und ich mag nur den Geruch von Schwarzen. Benta riecht gut, fast wie meine Mutter.«

»Was schlägst du vor, Antonio?«

»Lass mich wieder bei Benta schlafen.«

»Antonio, das geht auf keinen Fall.« Schlüter überlegte kurz.

»Aber du kannst dir von Benta einige Kissen holen und schläfst in einer Hängematte in meinem Ankleidezimmer, da
s ist der kleinste Raum hier und morgen lassen wir ein kleines Bett für dich dort aufstellen.«

Damit war Antonio einverstanden. Aber erst spät in der Nacht schlief er endlich ein.

Am nächsten Morgen begleitete Antonio Schlüter in dessen Kontor.

Er kniete sich auf einen Stuhl neben Schlüters Schreibpult und blickte zu ihm auf.

»Meinem Vater durfte ich immer helfen, ich möchte auch dir helfen.«

Schlüter lächelte etwas unsicher, weil er nicht so recht wusste, womit er ein Kind im Kontor beschäftigen sollte.

»Vielleicht guckst du mir einfach nur zu.«

»Was machst du?«

»Ich rechne, Antonio.«

»Was ist das? Vom Rechnen hat mir Pater Martinho niemals etwas gesagt.«

»Ich errechne den Gewinn aus dem letzten Zuckerverkauf.«

»Was ist Gewinn?«

»Also, Gewinn ist, ganz einfach ausgedrückt, was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt.«

»Wozu braucht man Gewinn?«

»Nun, wenn Senhor Arrende mit seinen Zuckerlieferungen oder seinen anderen Geschäften keinen Gewinn erzielen würde, besäße er keine Häuser, Schiffe, Plantagen und ich könnte hier nicht arbeiten, nicht wohnen, nicht essen. Ich hätte dich nicht kaufen können. Gewinn bei einem Geschäft zu machen, ist sehr wichtig.«

»Bekommen die Sklaven Gewinn?«

»Die Sklaven werden von ihrem Herrn eingekleidet und er sorgt für ihre Unterkunft und die Haussklaven bekommen auch Essen. Nur die Feldsklaven müssen sich selbst versorgen. Dafür haben sie ein Stück Land.« an>

»Da hatten wir es in unserem Dorf einfacher, denn wir teilten alles miteinander, was wir auf dem großen Feld ernteten oder was gefischt oder gejagt wurde.«

Schlüter lenkte das Gespräch vom kaufmännischen Gewinnstreben ab, indem er Antonio fragte: »Hat dir Pater Martinho die portugiesische Sprache beigebracht?«

»Ja, und mein Vater. Pater Martinho unterrichtete schon meinen Vater und ein paar Männer in unserem Dorf, als sie Kinder waren, in der portugiesischen Sprache. Aber Lesen und Schreiben können nur mein Vater und ich.«

»Du kannst lesen und schreiben?«

»Ja, ich habe schon alle Lieder und Gebete mit Pater Martinho aus seinem Buch gelesen und fast alles abgeschrieben. Aber ich muss noch sehr viel Latein lernen, hat er gesagt.«

»Und warum können die anderen in eurem Dorf, außer dir und deinem Vater, nicht lesen und schreiben?«

Antonio hob seinen Kopf, stellte seinen Rücken kerzengrade auf und blickte stolz in Schlüters Augen.

»Pai Ferdi, mein Vater Ambrosio Congo ist Häuptling von Guimbata. Mein Vater kann die Schrift lesen und schreiben. Ich bin sein ältester Sohn, darum muss auch ich lesen und schreiben können. Aber von dem Geheimnis des Rechnens würde ich auch gern etwas wissen, kannst du mir das erklären?«

»Ja, Antonio, als Sohn des Häuptlings muss man lesen und schreiben können. Und rechnen ist genau so wichtig, das hast du richtig erkannt. Aber du brauchst viel Zeit, bis du auch das Rechnen einigermaßen beherrschst.«

Antonio sah ihn jetzt mit ernsten Augen an. »Pai Ferdi, trotzdem möchte ich das lernen. Und danach gehe ich wieder zurück in mein Dorf über dem ro
ten Fluss.«

»Das verstehe ich, Antonio, dass du in dein Dorf zurückkehren...


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