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Rest in Pieces

Die unglaublichen Schicksale berühmter Leichen. Originalt…
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Produktdetails
Titel: Rest in Pieces
Autor/en: Bess Lovejoy

EAN: 9783838752969
Format:  EPUB ohne DRM
Die unglaublichen Schicksale berühmter Leichen.
Originaltitel: Rest in Pieces.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
1. Aufl. 2014.
Übersetzt von Markus Bennemann
Bastei Entertainment

März 2014 - epub eBook - 399 Seiten

Wie kommt der Kopf von Heinrich IV. auf einen Dachboden in Paris? Wer stahl Abraham Lincolns Körper? Und wie kamen die Matrosen darauf, Lord Nelsons Leiche nach der Schlacht von Trafalgar nicht etwa im Meer, sondern in einem Fass mit Brandy zu versenken - von dem sie während der Reise nach Hause tranken? Von Mozart bis Hitler, von Alexander dem Großen bis Charlie Chaplin, von Descartes bis Osama bin Laden: Dieses ungewöhnliche Buch verbindet die Lebens- und Wirkungsgeschichten berühmter Menschen mit den bizarren Schicksalen ihrer toten Körper zu skurrilen, wundersamen und höchst informativen Geschichten - die darüber hinaus ganz nebenbei zeigen, wie in verschiedenen Kulturen und zu unterschiedlichen Zeiten mit dem Tod umgegangen wurde.

LEBTE IN DER ERSTEN HÄLFTE
DES 4. JAHRHUNDERTS N. CHR.

GEBOREN: IN PATARA, LYKIEN

GESTORBEN: IN MYRA, LYKIEN

Sagen Sie es nicht den Kindern, aber der Weihnachtsmann ist seit mehr als 1600 Jahren tot. Und nein, der Nikolaus kann nicht seinen Platz einnehmen, denn der ist eigentlich derselbe und damit seit nicht weniger langer Zeit verstorben. Das Grab der beiden liegt auch nicht am Nordpol, wo amerikanische Kinder vielleicht die letzte Ruhestätte ihres geliebten Santa Claus vermuten würden, sondern viele Tausend Kilometer weiter südlich, an der sonnigen Adria. Wo es sich genau befindet, ist jedoch nicht klar, denn im 11. Jahrhundert wurden die Überreste des Heiligen, auf den all diese freundlichen Geschenkebringer zurückgehen, aus seiner eigenen Kirche geraubt. Bis heute sind sie Gegenstand eines erbitterten Streits geblieben.

Da er sich ständig durch Schornsteine zwängen muss, wäre ein allzu festes Skelett für den Weihnachtsmann bestimmt hinderlich, sein geschichtliches Vorbild, Sankt Nikolaus, besaß jedoch eins. Das ist aber auch schon fast alles, was sich mit Sicherheit über den historischen Nikolaus sagen lässt, bei dem es sich um einen Bischof handelte, der in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts im Gebiet der heutigen Türkei lebte. Der Legende nach stammte er aus einer reichen Familie und hatte große Freude daran, andere zu beschenken. Einmal soll er die drei Töchter armer Leute vor der Prostitution bewahrt haben, indem er heimlich drei Goldklumpen zu ihnen durchs Fenster warf. Bei anderer Gelegenheit weckte er drei Kinder von den Toten auf, nachdem ein Metzger sie zerlegt und in ein Fass mit Salzlake eingepökelt hatte. Der Bischof galt auch als Beschützer der Seeleute, die bei einem Sturm angeblich nur seinen Namen zu rufen brauchten, um das tobende Meer auf mysteriös
e Weise wieder zur Ruhe zu bringen.

Die Seeleute sorgten dafür, dass sich der Ruf des barmherzigen Nikolaus um die ganze Welt verbreitete. Binnen eines Jahrhunderts nach seinem Tod wurde er bereits als Heiliger verehrt, trugen Hunderte von Häfen, Inseln und Buchten seinen Namen, ebenso wie Tausende kleiner Jungen. Er wurde zu einem der beliebtesten Heiligen der Christenheit, sowohl in der östlichen als auch in der westlichen Kirchentradition. Das Weihnachtsfest als Fest der Gaben geht auf seinen Feiertag zurück, der ja bekanntlich am 6. Dezember zelebriert wird, und auch die rote Tracht des Weihnachtsmanns könnte sich ihre Farbe von Nikolaus’ bischöflichem Gewand geliehen haben. Der amerikanische »Santa Claus« ging aus dem niederländischen »Sinterklaas« hervor, denn so nannten die holländischen Siedler Neu-Amsterdams, dem späteren New York, den auch bei ihnen Geschenke verteilenden Sankt Nikolaus.

Da er einer der beliebtesten Heiligen der christlichen Welt war, wurden Sankt Nikolaus’ Leichnam ganz besondere Kräfte zugeschrieben. Die Leichen von Heiligen und Märtyrern haben von Anfang an eine wichtige Rolle im christlichen Glauben gespielt, und die ersten Kirchen wurden auf den Gräbern von Heiligen errichtet. Man dachte, dass kleine Körperstücke von Heiligen wie spirituelle Walkie-Talkies funktionieren: Durch sie konnte man in Kontakt mit höheren Mächten treten, welche dann wiederum ihre heiligen Kräfte auf Erden wirken ließen. Diese Mächte vermochten Krankheiten zu heilen, Unglück abzuwehren und sogar Wunder zu vollbringen.

Manchmal manifestierten sich jene Wunder am Körper der Heiligen selbst. Mal wollten ihre Leichen einfach nicht verwesen, mal trat ein rätselhafter Schleim aus, mal begann Blut an ihnen herabzulaufen, welches zunächst gerann, um sich im nächsten Moment auf unerklärlic
he Weise wieder zu verflüssigen. Bei Nikolaus war es nicht anders: Ab einem gewissen Zeitpunkt nach seinem Tod fingen seine Gebeine an, eine Flüssigkeit abzusondern, die man als das »Manna des heiligen Nikolaus«3 bezeichnete. Angeblich sollte sie nach Rosen duften und über starke Heilkräfte verfügen.

Den Austritt dieses Manna deutete man als Zeichen, dass der Leichnam des heiligen Nikolaus ganz besonders heilig sei, was Tausende von Pilgern veranlasste, seine in der Hafenstadt Myra (dem heutigen Demre) gelegene Grabstätte aufzusuchen. Im 11. Jahrhundert begannen andere Städte, auf das kleine Myra neidisch zu werden. Damals kam es häufig vor, dass Städte und Kirchen darum wetteiferten, wer mit den heiligsten Reliquien aufwarten konnte. Diese steigerten das Prestige ihrer Heimatstadt auf ähnliche Weise wie heute ein besonders erfolgreicher Fußballverein. Ursprünglich hatte der Reliquienhandel seine Waren aus den Katakomben Roms geliefert bekommen, doch als sich auf diesem Wege die Nachfrage nicht mehr stillen ließ, waren sich die Händler – und auch manche Mönche – nicht zu schade, sich in die Krypta einer Kirche zu schleichen, um dort ein paar heilige Knochen zu stehlen. Solche Diebstähle galten nicht als Sünde; angesichts der Heiligkeit des Diebesguts verloren alle ethischen Einwände ihre Gültigkeit. Auch glaubte man, die Reliquien besäßen eine eigene Persönlichkeit – wollten sie nicht gestohlen werden, würden sie es erst gar nicht zulassen. Wie das Schwert des König Artus, welches allein dieser aus dem Stein zu ziehen vermochte, konnten die Reliquien ausschließlich durch die richtige Person entwendet werden.

Und so kam es, dass Myra seinen Heiligen verlor. Verantwortlich war eine Gruppe von Händlern und Seeleuten aus der Stadt Bari
, die an der Ferse des italienischen Stiefels liegt. Wie es bei Reliquiendiebstählen oft der Fall war, machte die Heimatstadt der Diebe gerade eine schwere Krise durch, denn sie war erst kurz zuvor von einer Horde raubgieriger Normannen erobert worden. Die Eroberer wollten mit den Venezianern mithalten, ihren Handelsrivalen im Norden, die dafür bekannt waren, im Jahre 827 die Gebeine des heiligen Markus aus Alexandria entführt zu haben (indem sie die Knochen in einem Korb mit gepökeltem Schweinefleisch versteckten). Als die Normannen nun hörten, dass Myra unter die Herrschaft der Türken gefallen war, wussten sie das Grab des Nikolaus ungeschützt und beschlossen, es selbst einmal mit dem Reliquiendiebstahl zu versuchen.

Laut einem Bericht, der kurz nach der Tat in Bari verfasst wurde, segelten im Frühjahr des Jahres 1087 drei Schiffe von der Adria aus zum Hafen von Myra. Dort gingen 47 bewaffnete Baresen an Land und marschierten geradewegs in die Kirche des Sankt Nikolaus hinein, wo sie das Grab des Heiligen zu sehen verlangten. Die Mönche, die keine Idioten waren, hatten Verdacht geschöpft und fragten nach dem Grund für den Besuch. Da waren die Baresen das Geplänkel leid, sie fesselten die Mönche und brachen mit roher Gewalt den Sarkophag des sagenhaften Wundertäters auf. Wie nicht anders zu erwarten gewesen war, schwammen seine Gebeine förmlich in Manna. Ein göttlicher Duft stieg von den Knochen auf, der dem Bericht zufolge »die ehrwürdigen Priester umfing wie in unersättlicher Umarmung«.

Auf diese Weise wurde Nikolaus von Myra zu Nikolaus von Bari. Die Reliquien brachten nicht nur der Stadt neues Glück, sondern auch den Männern, die sie geraubt hatten. Diese stiegen in der Region zu Berühmtheiten auf, und über Jahrhunderte hinweg erhielten ihre Nachkommen einen Anteil der Gaben, die Sankt Nikolaus an seinem Feiertag dargebracht wu
rden. Zur standesgemäßen Aufbewahrung der heiligen Überreste errichteten die Bürger von Bari eine neue Basilika, welche im Laufe des Mittelalters wahre Heerscharen von Pilgern in die Stadt lockte. Auch heute noch gilt Bari als eine der bedeutendsten Pilgerstätten Süditaliens, die sowohl von römisch-katholischen als auch von orthodoxen Christen besucht wird. Jeden Mai wird die »Überführung« der Reliquien mit einem großen Fest gefeiert. Einer der Höhepunkte besteht darin, dass der Rektor der Basilika sich über den Sarkophag des heiligen Nikolaus beugt und einen Teil des Manna in einen Kristallflakon abfüllt. Die Flüssigkeit wird dann mit Weihwasser vermischt und in verzierte Fläschchen umgeschüttet, welche man in den Souvenirläden der Stadt kaufen kann; die Einnahme soll gegen Krankheiten helfen.

Doch Bari ist nicht der einzige Ort, der den Besitz der heiligen Gebeine für sich in Anspruch nimmt. Fragt man die Venezier, werden sie sagen, dass während des Ersten Kreuzzugs ihre Seeleute Myra besucht hätten, um die Überreste des Sankt Nikolaus zu stehlen, welche sich seither in Venedig befänden. Seit Jahrhunderten bereits behaupten sowohl Bari als auch Venedig, Hüter der heiligen Knochen zu sein.

Im 20. Jahrhundert mischten sich Wissenschaftler in den Streit ein. Als im Jahre 1953 Renovierungsarbeiten an der Basilika von Bari durchgeführt wurden, bekam der an der dortigen Universität lehrende Anatomieprofessor Luigi Martino die kirchliche Erlaubnis, die Überreste zu untersuchen – es war das erste Mal seit 800 Jahren, dass der Sarkophag geöffnet wurde. Der Professor fand die Gebeine in nassem, brüchigem oder bereits zerbrochenem Zustand vor, und vollständig war das Skelett auch nicht mehr. Martino kam zu dem Schluss, dass sein Besitzer in einem Alter von ungefähr 70 Jahren g
estorben sein musste, doch da er nur kurze Zeit auf die Untersuchung verwenden durfte, konnte er nicht viel mehr sagen.

Vier Jahrzehnte später untersuchte Martino zusammen mit anderen Forschern auch die Gebeine in Venedig. Ihrer Analyse zufolge stammen die dortigen Reliquien und jene in Bari von ein und demselben Skelett, was die Wissenschaftler zu der Vermutung führte, die venezianischen Seeleute hätten sich seinerzeit...


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