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Das Ende vom Lied ist kein schlechter Anfang

Roman.
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Produktdetails
Titel: Das Ende vom Lied ist kein schlechter Anfang
Autor/en: Susanne Faust, Carolin Lockstein

EAN: 9783944124438
Format:  EPUB
Roman.
mainbook Verlag

April 2014 - epub eBook - 300 Seiten

Das Leben von Anne und Ellen ist mehr Rock'n'Roll als Klassik. Eine lebt in einer festen Beziehung, die andere ist Single. Für die größten Rhythmus-Schwankungen sorgen - natürlich - Männer. Beide können ein Lied davon singen. Ein aufregendes Jahr später ist nichts mehr, wie es war. Zwei Frauen, einige schräge Vögel und nicht das Übliche. Sing Halleluja!

Susanne Faust und Carolin Lockstein arbeiten schon ewig als Journalistenteam in Hamburg. Beim Schreiben gibt's auch mal dicke Luft, aber sie verdampft, sobald der Computer aus ist. Ihr Sachbuch 'Relax!' war ein Bestseller und wurde in neun Sprachen übersetzt. 'Das Ende vom Lied ist kein schlechter Anfang' ist ihr erster Roman.

Anne


Er steht still da und berührt mich mit Blicken, die ich nicht deuten kann. Das safranfarbene Licht der einzigen Lampe im Raum ist zu schwach, um seine dunkelbraunen Augen zu erreichen. Ich liege vor ihm auf einem großen, weißen Hotelbett. Nackt. Er sieht alles. Und lässt sich Zeit. Lustvoll streift er über meinen Körper. Ich spüre die Orte, an denen er verweilt. Lange betrachtet er meinen Mund, bevor er über die vereinzelten Sommersprossen wandert, die sich wie winzige Planeten übers Sonnengeflecht erstrecken. Endlich kommt er. Auf mich zu. Und befreit sich mit fließenden Bewegungen aus seinen Klamotten. Ein kleines Lächeln blitzt über sein fein geschnittenes, indisches Gesicht, als er mit sanfter Hand die Ränder meiner Bikini-Bräune nachzeichnet. Sein Schwanz steht wie ein perfekter Gedankenstrich in der Luft, findet mit kraftvoller Gelassenheit den Weg zu mir und gleitet ganz langsam ganz tief bis an den Punkt, der alles auf diesen Moment zusammenschmelzen lässt. Er nimmt sich zurück, stößt erneut vor. Ich atme im Rhythmus der Wellen, die mich durchströmen. Immer schneller. Und...

Eine Stimme, die nicht zu ihm gehört, übertönt meinen Traum: „Möchten Sie Frühstück, Madame? Kaffee? Tee? Wir landen in weniger als zwei Stunden.“

Ich öffne die Augen. Das Gesicht, das jetzt über mir schwebt, ist freundlich-distanziert. Geduldig wartet der Steward, bis ich meinen Sitz aufrecht gestellt und das Tischchen vor mir herunter geklappt habe. „Ein Extra-Croissant?“, fragt er. Ich greife zu und beiße mit Heißhunger in das Extra-Croissant. Viel lieber würde ich in die andere Position zurück gleiten – und weiter träumen, von dem Mann, der mich seit 24 Stunden nicht loslässt. Stattdes
sen kehre ich noch schneller auf den Boden der Tatsachen zurück: Wir landen zehn Minuten früher als geplant. Mein Koffer mäandert als einer der ersten vom Band. Und schon sitze ich im Taxi.

Keine Kühe auf der Straße. Keine Frauen in bunten, wehenden Saris auf Mopeds, keine halsbrecherischen Fahrradfahrer in Anzughosen und Plastikschlappen, keine Bauchladenverkäufer an der Ampel. Elf Stunden liegen zwischen Neu Delhi und Hamburg. Zu wenig, meine Seele schwebt noch über dem Orient. Mein Taxifahrer überbrückt die Distanz. Er kommt aus Syrien und erzählt unaufgefordert von seiner Heimat. Währenddessen krame ich in meiner Handtasche, ziehe die kleine Box mit zwei Trüffelpralinen heraus und reiche sie nach vorne. „Ah, erste Klasse geflogen“, vermutet der Mann mit der Wagennummer 671. „Nee“, murmele ich. „Die gibt’s auch weiter hinten.“ Abgesehen vom Flug hatte der Trip nichts mit „weiter hinten“ zu tun. Fünf Tage Luxus in einer der ärmsten Regionen Indiens, Rajasthan. Fünf-Sterne-Hotels, Tigersafari, Fünf-Gänge-Menüs. In meiner politisch korrekten Phase hätte ich so eine Pressereise abgelehnt. Aber damals war ich jung und brauchte kein Geld. Samir Khoury, so steht es auf seiner Taxi-Lizenz, biegt schwungvoll um die Ecke und regt sich über den Audi-Fahrer vor uns auf, der seinen Vorwärtsdrang ausbremst. Ich gebe ihm recht – er nickt dankbar und schweigt. Endlich Ruhe. Eine Woche lang habe ich fast ununterbrochen geredet. Oder anderen zugehört, den fünf mitreisenden Kollegen, PR-Frauen, Hoteldirektoren und Reiseabschnitts-Guides.

Ich zupfe an dem gelben Bändchen, das ich seit drei Tagen um mein rechtes Handgelenk trage. „Wünschen Sie sich was“, hatte mich der Guide im Maharadscha-Palast von Jaipur aufgefordert, das Baumwollbändchen ver
knotet und dabei so verheißungsvoll gelächelt, als wäre das große Glück bei ihm Dauergast. Jetzt muss ich also nur noch warten, bis es morsch wird, abfällt und schon schickt das Leben mir das „Rundum-Sorglos-Beziehungs-Paket“, das ich auf die Schnelle bestellt habe.

Ganz schön bedenklich, dass ich ein paar schlecht gefärbten Baumwollfäden die Kraft zutraue, mein Schicksal in die Hand zu nehmen. Aber ich brauche dringend mehr Leben in meiner Beziehung und dabei kann ich jede Hilfe gebrauchen.

Seit einem Jahr retten Peter und ich uns über die Zeit. Mit verbindenden Ritualen, bequemen Arrangements und routinierter Zärtlichkeit. Wir sind ein gut eingespieltes Team, das nicht mehr darüber nachdenkt, wohin es gemeinsam will. Ich denke schon. Auch laut. Aber was denkt er? Das ist nicht aus ihm herauszukriegen. Ich habe es mit allen Fragestrategien probiert. Seine Antworten könnte ich vorher auf ein Kärtchen schreiben und damit das Quiz „Antworten Sie für Ihren Partner“ gewinnen. Ihn wirklich zum Reden zu bringen und ihm seine wahren Gedanken zu entlocken, ist schwerer, als in einer Woche fünf Kilo abzunehmen. Das ist auch so ein unerfreuliches Thema. Ich stelle mir lieber nicht vor, was da in den letzten Tagen alles auf meinem Teller lag und nun gegen den Reißverschluss meiner ehemals locker sitzenden Jeans drückt.

Ich schalte mein Handy an, stecke es gleich wieder zurück in die Tasche und höre ein gedämpftes Piepen. Eine SMS von Ellen: „Welcome back, Baby.“ Ich tippe eine Antwort und merke, dass mir dabei gleich wärmer wird. Seit fünf Jahren verbringen wir als Journalisten-Duo Mars & Overmaas mehr Zeit miteinander als ich mit Peter und Ellen mit sich selbst. Betriebswirtschaftlich gesehen läuft unser Leben gut. Unsere persönliche Mitte ist allerdin
gs irgendwo auf der Strecke geblieben. Von mir denken alle, dass ich total glücklich mit Peter bin – außer Ellen. Und Ellen träumt im Moment von einer traumhaften Scheidung von Georg, der aber offensichtlich kein Freund von sachlich und schnell ist und das Trennungsjahr voll auskosten will. Ich bin gespannt, ob es etwas Neues gibt und überlege kurz, ob ich mich von Herrn Khoury ins Büro fahren lassen soll. Aber es ist schon spät. Ellen ist wahrscheinlich nicht mehr da. Und ich möchte auf jeden Fall vor Peter zu Hause sein, um die Wohnung einen Moment lang für mich allein zu haben.

Zum Abschied stellt mir Herr Khoury mein Gepäck mit einem Lächeln vor die Füße. Ich wuchte die 24,5 Kilo die drei Treppen zu meiner Wohnung hoch – gute sechs Kilo mehr als auf dem Hinweg. Wieso wiegt eigentlich schmutzige Wäsche immer so viel? Die Chili-Schoten für Ellen und der Sari-Stoff können es nicht sein. Bleibt der überdimensionale Kamasutra-Bildband, den ich zur Erheiterung und Weiterbildung gekauft habe. Ellen und mir natürlich. Peter geht Sex grundsätzlich lieber mit missionarischem Eifer an.

Ich lasse meine Reisetasche im Flur stehen und gehe durch die Räume, fast wie bei einer Wohnungsbesichtigung. Ich schaue mir die Post an, die auf dem Holztisch im Esszimmer liegt, ziehe die Vorhänge etwas weiter auf, stecke einen Finger in die Erde des deckenhohen Bambus (knochentrocken, natürlich). In der Küche hoffe ich auf eine Überraschung. Dass Peter das Geschirr nicht auf, sondern in die Spülmaschine gestellt hat. Dass er keine Kaffeepulverspuren hinterlassen hat, aus denen sich problemlos acht Tassen brühen ließen. Dass er die Brotkrümel vom Tisch gefegt und den Aschenbecher ausgewaschen hat. Aber natürlich ist alles wie immer, wenn ich ohne ihn auf Reisen war. Das ist die Ra
che des allein gelassenen Mannes. Denn eigentlich ist Peter eher pingelig. Einer, der die Küche so aufräumt, dass sie für einen Musterprospekt fotografiert werden könnte. Wahrscheinlich löst die Vorstellung, dass ich irgendwo auf der Welt in einem Luxushotel sitze, von vorn bis hinten bedient werde, während er sich sein eigenes Süppchen kochen muss, eine Putzlähmung bei ihm aus. Auf jeden Fall ist er genervt. Das spüre ich an Bemerkungen wie „Na, Madame, das war wieder hart, was? Vier Tage Hotel testen, inklusive Wellness. Deinen Job möchte ich haben...“ Dazu dann dieses leicht verächtliche Grinsen...

Vielleicht will er mich mit seiner trotzigen Verweigerungstaktik nur schnell wieder auf den Boden der Tatsachen holen. Kindisch und respektlos finde ich das. Und rühre normalerweise keinen Finger, sondern begrüße ihn mit einem deutlichen Spruch – der eine Wiedersehens-Euphorie natürlich ausschließt. Heute mache ich mich direkt an die Aufräumarbeiten. Und beschließe, total entspannt zu wirken. Innerlich ballt sich die Faust in meinem Magen. Als ich gerade die angetrockneten Spaghetti aus dem Nudeltopf kratze, dreht sich der Schlüssel im Schloss. Peter pfeift unsere Erkennungsmelodie, ich pfeife zurück und er fragt scheinheilig: „Wo steckst du?“

Ich höre, wie er seinen Mantel aufhängt und die Dielen unter seinen Schritten knarren. Da steht er auch schon im Türrahmen, mit gespitzten Lippen und zusammen gekniffenen Augen – das Begrüßungsküsschen. Total übertrieben – weil er natürlich genau weiß, womit ich die letzte halbe Stunde verbracht habe. Aber dazu sagt er kein Wort. Ich gehe auf ihn zu und gebe ihm einen Kuss, wie man ihn aus diesen sauberen Doris-Day-Filmen kennt.

Ich schaue zu, wie er Geschirr aus dem Schrank... n>


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