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Die Frau auf der Treppe

Roman.
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Produktdetails
Titel: Die Frau auf der Treppe
Autor/en: Bernhard Schlink

ISBN: 325706909X
EAN: 9783257069099
Roman.
Diogenes Verlag AG

27. August 2014 - gebunden - 244 Seiten

Das berühmte Bild einer Frau, lange verschollen, taucht plötzlich wieder auf. Überraschend für die Kunstwelt, aber auch für die drei Männer, die diese Frau einst liebten - und sich von ihr betrogen fühlen. In einer Bucht an der australischen Küste kommt es zu einem Wiedersehen: Die Männer wollen wiederhaben, was ihnen vermeintlich zusteht. Nur einer ergreift die Chance, der Frau neu zu begegnen, auch wenn ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt.
Bernhard Schlink, geb. 1944 in Bielefeld, aufgewachsen in Heidelberg. Jurastudium dort und in Berlin, danach wissenschaftlicher Assistent. Erste Professur für VerfR und VerwR in Bonn, dann in Frankfurt. 1988 Richter des VerfGH für das Land NRW. Nach der Wende 1989 in Berlin tätig. Heute Professor für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität in Berlin und Richter am LVerfGH in Münster. Zunächst Fachbuch-, dann Romanveröffentlichungen; Auszeichnungen.

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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll eine kurzweilige Geschichte über eine Suche - von Das fliegende Bücherzimmer - 02.02.2015 zu Bernhard Schlink „Die Frau auf der Treppe“
Ein Bild, dass eine Frau zeigt und dass schon einmal für große Wirrungen gesorgt hat, taucht wieder auf. Die Kunstwelt ist erstaunt, begeistert und erfreut. Für einen Rechtsanwalt, bringt es aber noch etwas ganz anderes zu Tage. Tiefe Gefühle und die Erinnerung an eine große Liebe. Er hat damals bei Verkauf als Anwalt fungiert und die schöne Frau auf dem Bild, wurde zu seiner Liebe. Was wurde aus ihr? Was hätte sein können? Eine Suche beginnt... Bernhard Schlink ist eine solide Geschichte gelungen und er hat einfach eine besondere Gabe seine Charaktere zu beschreiben. An seine großen Werke kommt das Buch aber nicht heran, dafür ist es zu "klein." Aber eine kurzweilige Geschichte über eine Suche.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Roman, der einfach nur eine Geschichte aus Deutschland erzählen will - von Winfried Stanzick - 17.09.2014 zu Bernhard Schlink „Die Frau auf der Treppe“
Ein Gemälde des Malers Gerhard Richter mit dem Titel "Ema (Akt auf einer Treppe)" hat den Schriftsteller Bernhard Schlink zu seinem neuen Roman inspiriert. In "Die Frau auf der Treppe" heißt die gemalte Frau Irene, hat eine angedeutete, aber nicht weiter ausgeführte Vergangenheit als Sympathisantin der RAF-Terroristen und hat ihren Mann, den reichen Unternehmer Gerlach verlassen, um mit dem Maler des Bildes, Schwind, zusammen zu leben. Es gibt einen erbitterten Streit um die Eigentumsrechte an dem Bild, in den der junge Anwalt, der die ganze spannende und unterhaltsame Geschichte erzählt, einbezogen wird. Noch unerfahren in einer Frankfurter Anwaltskanzlei (wir schreiben das Jahr 1968, das Land befindet sich mitten in den Studentenprotesten, die den Anwalt aber relativ unberührt lassen) verliebt er sich in seine schöne Mandantin und hilft ihr dabei, als sie das Bild stiehlt. Er glaubt, dass Irene auch Gefühle für ihn hat, doch das Gegenteil ist der Fall. Sie verschwindet spurlos mit ihrem Bild, das schon damals einen unglaublichen Wert hatte. Vierzig Jahre später, der erzählende Anwalt ist mittlerweile zum Sozius der Frankfurter Kanzlei aufgestiegen, hat er in Australien Verhandlungen im Zusammenhang eines Firmenzusammenschlusses zu führen, mittlerweile sein internationaler Arbeitsschwerpunkt. In seiner freien Zeit besucht er eine Kunstausstellung und steht plötzlich vor dem Bild, das damals sein ganzes Leben durcheinander brachte und beinahe seine aussichtsreiche Zukunft gefährdete. Zu seiner eigenen Überraschung spürt er geradezu schmerzhaft, wie die damalige (Liebes)-geschichte plötzlich wieder präsent ist, eine Erfahrung, die er offenbar nie ganz verwunden hat. Er recherchiert, und hat bald den Aufenthaltsort von Irene herausgefunden, ein einsamer Flecken auf einer Insel vor der australischen Ostküste. Er verlängert seinen Aufenthalt, sagt zu Hause in Frankfurt seine Termine ab und steht bald nach einer abenteuerlichen Anreise vor der alt gewordenen Irene, von der er bald erfährt, dass sie todkrank ist, aber nicht behandelt werden, sondern in ihrem Haus auf der Insel sterben will. Über einen langen Teil des Buches geht es dann um die Gespräche, die sie dort führen. Über die Vergangenheit der beiden, wie ihr Leben weitergegangen ist, nachdem sie das Bild entwendet hatten. Er machte Karriere in der Kanzlei, sie ging in der Untergrund und später in die DDR. Auch darüber, wie ihr gemeinsames Leben hätte aussehen können, denken sie nach, vor allem der Anwalt. Doch da sind auch noch Gerlach und Schwind, die Wind bekommen haben von dem Aufenthaltsort des Bildes und plötzlich auf der Insel auftauchen. Auf eine sachliche, unsentimentale Weise lässt Bernhard Schlink die vier Protagonisten ihre Vergangenheit reflektieren. Und auch die Frage, wer das Bild letztendlich bekommt, wird klar gelöst. Weiter an der Geschichte spinnend, die sie beide miteinander hätten haben können (Schlink erzählt es im Indikativ) bleibt der Anwalt bei Irene und hilft ihr beim Sterben. Sich selbst hilft er durch die ehrliche Bilanz seines Lebens dazu, ein neues zu beginnen. "Die Frau auf der Treppe" ist wieder die "makellos schlichte Prosa", als die Bernhard Schlinks Stil einmal bezeichnet wurde. Ein unterhaltsamer Roman ohne viele hintergründige Absichten. Ein Roman, der einfach nur eine Geschichte aus Deutschland erzählen will.
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