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Wein oder nicht sein

Roman.
von Uwe Kauss
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Produktdetails
Titel: Wein oder nicht sein
Autor/en: Uwe Kauss

EAN: 9783863147686
Format:  EPUB ohne DRM
Roman.
CoCon Verlag

Mai 2014 - epub eBook - 312 Seiten

Der Weinsammler Kurt Gilser geht mit seinen Freunden, dem Weinhändler Sebastian Renz und dem bekannten Kritiker Paul Winterburg, in den Keller, um weltberühmte Bordeaux zu probieren. 35.000 Flaschen lagert Gilser in einem alten Luftschutzbunker unter dem großen Garten seines Hauses. Da schließt sich die alarmgesicherte Stahltür. Hinter den Stahlbetonwänden gibt es kein Handynetz, die verzweifelten Befreiungsversuche der drei scheitern. Eingesperrt hat sie der mittellose Rentner Martin Baumgärtner, der ein alter Bekannter von Kurt Gilser ist. Danach beginnt er seine Spätschicht beim Sicherheitsdienst, als sei nichts geschehen. Doch warum?

Die drei Männer sind gefangen in der Kälte des Kellers mit ihrer Panik, ihrer Hoffnung, mit den besten Weinen der Welt - und einem Geheimnis. Ein intelligent verwobener, fesselnd erzählter Roman über Obsession und Wein, Schuld und Schulden, Männer und Freundschaft sowie den feinen Unterschied in unserer Gesellschaft.
Uwe Kauss, geboren 1964, wuchs in Frankfurt am Main auf. Er studierte Germanistik sowie Soziologie und arbeitet als Journalist, Lektor und Buchautor. Er war lange als Redakteur, Reporter und Chefredakteur tätig, seine Beiträge erschienen in der "Frankfurter Rundschau", im "Spiegel", dem "Handelsblatt", der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", dem Computermagazin "Chi" sowie in vielen Online- und Fachpublikationen. Er veröffentlicht Sachbücher für Kinder und Erwachsene und schreibt über Wein. Zudem ist er Autor des regionalen Bestsellers "Neunundneunzigmal Offenbach".

Der zweite Tag


Sebastian schlug die Augen auf und spürte einen stechenden Schmerz zwischen Schulter und Hüfte. Seine Uhr zeigte fast sieben. Er drehte sich auf die andere Seite, streckte sich, rollte sich zurück in die Decke und spürte die Kälte und den Karton an seinen Knochen. Ein Schnaufen und ein leises Schnarchen waren alles, was er hörte. Sonst war es ruhig. Halb im Schlaf tastete er nach seinem Wecker, doch seine Hand fand nur den eiskalten Bunkerboden. In Bruchstücken kehrte die Erinnerung zurück, doch er war viel zu schlaftrunken, um klar denken zu können. Sebastian schüttelte seinen eingeschlafenen Arm, zog die Sitzkissen zu sich und dämmerte weiter. In der Nacht hatte er lange wach gelegen und die Gedanken kreisen lassen, war schließlich in einen Zustand nahe dem Schlaf gefallen, in dem die Zeit ihre ordnende Kraft verloren hatte. Langsam kehrte er zurück zwischen die Regale hinter der Stahltür. Nach einigen Minuten öffnete er die Augen, erkannte das fahle Licht aus dem Waschraum und spürte einen Druck auf der Blase. Er setzte sich auf, streckte die Schultern durch, erhob sich mühsam und tappte unsicher zur Toilette. Im Spiegel betrachtete er die wirren Haare und sein unrasiertes Gesicht. In seiner Wohnung würde er nun unter die warme Dusche springen und, begleitet vom Gute-Laune-Radio, die Kaffeemaschine einen schnellen, starken Kaffee aus der Kapsel brühen lassen. Das Wasser aus dem Hahn war eiskalt. Er wusch sich Hände und Gesicht, trank etwas Leitungswasser und schüttelte sich lautstark, weil seine Zähne schmerzten.

Als er zu seinem Lager zurückkehrte, sah er, dass Licht am Tisch brannte. Kurt hantierte an der Küchenzeile, Paul saß müde und vornübergebeugt am Tisch.

„Guten Morgen, die Herren, angenehm geruht?&ldquo
;, versuchte er, den fröhlich-professionellen Ton von Hotelpersonal zu imitieren.

„Ich hab beschissen geschlafen“, knurrte Paul, „wenn überhaupt. Hab die ganze Nacht kein Auge zugetan.“ Er gähnte.

„Als ich kurz wach geworden bin, hast du ordentlich geschnarcht, mein Lieber.“

„Mir tut alles weh.“

Kurt kam zum Tisch. „Wie vor Jahren mit Irene beim Camping. In Frankreich, mit dem Opel und einem undichten Zelt“, sagte er wehmütig.

„Jetzt einen heißen Kaffee gegen die Kälte!“, seufzte Paul.

„Der muss ausfallen“, entgegnete Kurt, „außer Wasser haben wir nichts. Und das ist eiskalt.“

„Doch, Champagner“, grinste Sebastian.

„Wie soll ich um diese Zeit Champagner runterkriegen?“, rief Kurt.

Paul nickte heftig.

„Wir können das frühstücken, was wir gestern Abend gegessen haben: Oliven, Käse und Schinken mit Wasser“, sagte Kurt. „Aber nicht zu viel. Wer weiß.“

„Ein Vorschlag: Wir essen morgens Oliven und Käse. Mittags gibt’s Oliven und Schinken, und abends essen wir – Oliven und Käse und Schinken. Das bringt Abwechslung!“ Paul breitete die Arme aus und setzte ein Bühnenstrahlen auf, als hätte er dem Publikum einen Zaubertrick vorgeführt.

„Meinetwegen“, brummte Kurt und ging Käse und Oliven holen.

Sie saßen kauend vor dem Emmentaler und sinnierten über einen Befreiungsplan. Doch alle Gedanken endeten an der Tresortür, die die Versicherung verlangt hatte, und den Betonwänden des Weltkriegsbunkers.

„So hat das do
ch alles keinen Sinn“, durchbrach Sebastian die Stille. „Leute, wir müssen uns organisieren. Für wie viele Tage haben wir zu essen? Müssen wir rationieren? Wie lange reichen die Teelichter? Was liegt hier herum, was uns nützlich sein könnte?“ Er setzte Pausen zwischen seine Sätze, als müsste er eine schlechte Nachricht überbringen.

Kurt nickte. „Du hast recht. Jammern bringt uns nicht weiter.“

Mechanisch nickte auch Paul.

Kurt hob die Hand. „Wir müssen auch das Klopapier einteilen. Ich gehe sonst hier unten nur pinkeln. Die Rolle hängt da für die Gäste. Und das schon lange. Außer euch lasse ich hier nicht sehr viele Menschen das Klo benutzen. Das Papier ist knapp, also äußerste Sparsamkeit!“

Paul drehte die Augen nach oben.

„Das ist ja großartig!“

Martin Baumgärtner gähnte und stieg im Bademantel die Treppe hinunter. Aus dem Bad hörte er Geräusche und Stimmen. Sabine vom Pflegedienst half Elisabeth beim Duschen und Anziehen. Er nahm den Hausschlüssel, der an einem verschlissenen Lederetui hing, vom Schlüsselbrett und öffnete die Haustür. Dicke Wolken hingen über den Dächern. Er schloss den Briefkasten vorne am kleinen Gartentor auf, zog die Zeitung heraus, las die Überschriften und ging mit schnellen Schritten den kurzen Weg ins Haus zurück. Einige Pflastersteine auf dem schmalen Zugangsweg bewegten sich, als er auf sie trat. Schon wieder etwas zu reparieren. Dieses gottverdammte Haus, dachte er und stöhnte. Sabine kam die Treppe herab und grüßte ihn fröhlich.

„Möchten Sie einen Kaffee?“, fragte er.

„Nein danke! Ich helfe Ihrer Frau nur noch die Treppe herunter, dann muss
ich weiter. Habe heute wieder volles Programm.“

Sie sprintete die Treppe wieder nach oben. Elisabeth hielt sich mit einer Hand am Geländer fest. Mit vorsichtigen, steifen Schritten, bei Sabine eingehakt, bewegte sie sich schwerfällig abwärts, griff nach dem Rollator und tapste in die Küche.

Martin stand auf, gab ihr einen Kuss und half ihr in den Stuhl. „Guten Morgen, mein Schatz.“

Sabine beobachtete die Szene mit einem Lächeln und verabschiedete sich. Die beiden winkten ihr hinterher. Baumgärtner streckte sich und blickte nach draußen.

„Der Frost hat die Gehwegplatten im Vorgarten gelöst. Die müssen alle raus und neu gefugt werden. Das gibt im Frühjahr viel Arbeit“, murmelte er.

„Wenn Onkel Johannes wüsste, was er uns eingebrockt hat. Das war keine Erbschaft, das war ein Verurteilung zu Geldstrafe und Zwangsarbeit“, erwiderte sie.

Martin schenkte ihr Kaffee ein.

Sebastian biss kleine Stücke von seiner Ration Käse ab.

„Wie lange reicht denn unser Essensvorrat?“

„Wenn wir streng rationieren, etwa zwei Wochen, sonst vielleicht nur eine. Schwer zu sagen. Aber es würde auch noch reichen – äh, nur mal angenommen –, wenn Ewa am Montag nicht käme.“

„Noch ein Wort, Kurt, und ich …“, schrie Sebastian.

Kurt legte ihm die Hand auf die Schulter. „Sie wird kommen.“

„So? Sicher?“

Kurt blickte zum Fußboden.

„Wie viele Teelichter haben wir?“, fragte Paul im Ton eines Offiziers am Kartentisch.

Kurt stellte die Tüte auf den Tisch. „Da drin haben wir vielleicht 15
0 Lichter. Das wären also 20 pro Tag. Grob geschätzt.“

„Gut, das reicht“, nickte Paul in einer Haltung, als trüge er Uniform.

„Kriegen wir irgendwo warmes Wasser zum Waschen her?“, fragte Sebastian. „Die Brühe ist verdammt kalt.“

Kurt zuckte mit den Schultern.

„Ich weiß es nicht. Wir haben nicht mal Handtücher, um uns abzutrocknen, da ist nur das winzige Gästehandtuch im Klo. Deswegen würde ich vorschlagen, wir waschen uns nur gemäßigt und behalten die Unterhosen an. Nehmt’s wie Männer.“

Paul kratzte sich zwischen den Beinen und schnaufte.

„Wir brauchen etwas zu tun, einen Tagesablauf, sonst drehe ich durch.“

Sebastians Zeigefinger streckte sich in Richtung Paul: „Ich schlage vor, wir verkosten so lange, bis Ewa kommt. Genug Themen finden wir ja in diesem Weinparadies.“

„Wir könnten hier monatelang mit verdammt viel Spaß verkosten“, antwortete Paul.

Kurt blickte wieder auf den Boden. Eine lange Pause entstand.

„Also gut“, sagte Kurt nach einer Weile bedächtig, „aber ich befürchte, guten Wein muss man in Freiheit probieren.“

„Stimmt. Ich habe noch nie gehört, dass jemand im Knast zum Weinexperten geworden wäre“, sinnierte Sebastian.

„Genießen bedeutet, sich freiwillig einer Sache mit allen Sinnen zuzuwenden. Jeder Genuss braucht die Freiheit der Gedanken, des Lebens, der Entscheidungen“, dozierte Kurt. „Und das verstehen nur die wenigsten. Die meisten Verkostungen, die ich besucht habe, waren Genusstheater, und hinterher klatschen alle, weil die Vorstellung gut war. Es...


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