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Das fremde Mädchen

Roman. Originaltitel: The Misbegotten.
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Produktdetails
Titel: Das fremde Mädchen
Autor/en: Katherine Webb

EAN: 9783641142674
Format:  EPUB
Roman.
Originaltitel: The Misbegotten.
Übersetzt von Katharina Volk
Diana Verlag

September 2014 - epub eBook - 656 Seiten

Dunkle Schatten hinter herrschaftlichen Mauern

Die prächtigen Häuser von Landsdown Crescent thronen über der englischen Stadt Bath - hier stellt sich Rachel als Gesellschafterin vor und begegnet dem zurückgezogenen Jonathan zum ersten Mal. Obwohl ihn dunkle Erinnerungen zu quälen scheinen, zieht er sie in seinen Bann. Einst verlor er seine große Liebe Alice unter mysteriösen Umständen. Welches Geheimnis verbindet Rachel mit jener jungen Frau, die so plötzlich verschwand und der sie aufs Haar gleicht? Immer tiefer gerät sie in eine Spurensuche, die ihr Schicksal bestimmen wird ...

Katherine Webb, geboren 1977, wuchs im ländlichen Hampshire auf und studierte Geschichte an der Durham University. Nach dem großen internationalen Bestseller »Das geheime Vermächtnis«, folgten zahlreiche Romane, die in England und Italien spielen. Die Autorin wählt für "Das Versprechen der Wüste" erstmalig einen Schauplatz, der die Leser in den arabischen Oman entführt. Sie lebt in der Nähe von Bath, England.

1821

Böse Vorzeichen prägten den Tag ihrer Hochzeit. Rachel bemühte sich, ihnen keine Bedeutung beizumessen, denn der vernünftige Teil ihres Geistes glaubte natürlich nicht daran. Doch die Zeichen mehrten sich. Sie konnte sich lebhaft vorstellen, wie ihre Mutter sie für solch geistige Schwäche sanft getadelt hätte, mit einem Lächeln, um die Worte zu mildern. Die Nerven, meine Liebe. Nur ein Anflug von Nervosität. Rachel sah sie trotzdem, immer mehr davon, und all die Zeichen kamen ihr wie Warnungen vor. Eine einsame Elster stolzierte über den Rasen. Eine Misteldrossel sang auf dem Torpfosten. Sie trat beim Ankleiden auf ihren Unterrock, und er riss am Bund auf. Als sie die Stoffstreifen aus ihrem Haar wickelte, fielen sämtliche Locken sogleich in sich zusammen. Doch immerhin war dies der erste trockene Tag seit über einer Woche – das war gewiss ein gutes Zeichen. Es war früher September, und während der letzten Augusttage war das Wetter recht stürmisch geworden, mit heftigem Regen und starkem Wind, der die grünen Blätter von den Bäumen riss. Rachel hatte gehofft, dass bis zu ihrer Hochzeit noch Sommer sein würde, doch nun war eindeutig Herbst. Ein weiteres Zeichen. Mit schmerzenden Armen ließ sie von ihrem Haar ab und trat ans Fenster. Die Sonne schien, aber sie stand tief, und ihr Licht war spröde – die Art Sonnenschein, die einem in die Augen stach und nicht wärmte, nur blendete. Heute stehe ich zum letzten Mal an einem der Fenster von Hartford Hall und wünsche mich weit fort von hier, sagte sie sich, und dieser Gedanke übertrumpfte alle bösen Omen. Morgen schon würde sie in einem neuen Leben erwachen, in einem neuen Zuhause, als neuer Mensch. Als Ehefrau – keine alte Jungfer, kein Niemand mehr.

Rach
els Mutter hätte nicht nur die vermeintlichen Vorzeichen abgetan, sondern ihrer Tochter gewiss auch versichert, dass diese Verbindung vorteilhaft war, in Anbetracht der Umstände. Anne Crofton war eine praktisch denkende Frau gewesen – gütig und liebevoll, aber durch und durch pragmatisch. Sie hatte Rachels Vater nicht aus Liebe, sondern aus Vernunft geheiratet, ihn aber später lieben gelernt. Auch Rachels gründliche, umsichtige Überlegung, ob sie Richard Weekes’ Antrag annehmen sollte, hätte die volle Zustimmung ihrer Mutter gefunden. Zwar war sie von höherer Geburt als er, aber seine Aussichten waren gut, sein Geschäft florierte. Mit dessen Einnahmen war er sehr wohl in der Lage, einer Ehefrau ein bescheidenes, aber komfortables Auskommen zu sichern. Seine Manieren waren ein wenig derb, sein Charme jedoch bestechend, und auf der Grundlage dieses angeborenen Charmes würde Rachel alles andere formen können. Ein ungeschliffener Diamant, den sie zum Strahlen bringen würde. Und wie vornehm ihr eigenes Elternhaus auch gewesen sein mochte, so blieb doch die Tatsache, dass ihr jetziger Stand ein recht niederer war. All das konnte sie ihre Mutter förmlich sagen hören, wenn sie abends die Augen schloss und ihre Eltern so schmerzlich vermisste, als steckte diese Pein in ihren Knochen. Und die Stimme ihres Vaters … nun, er hätte weniger dazu gesagt. Rachel hätte nur die Bedenken in seinem Blick gesehen, denn John Crofton hatte aus Liebe geheiratet und stets erklärt, das hätte ihn zum glücklichsten Mann auf Erden gemacht.

Rachel hatte allerdings ein Gegenargument für ihn: Sie wusste, dass Richard Weekes sie liebte. Also ging sie diese Verbindung unter ganz ähnlichen Voraussetzungen ein wie damals ihre Eltern, und sie hoffte, ebenso glücklich zu werden. Rachel hatte nicht an die Liebe auf den ersten Blick geglaubt &nd
ash; bis sie im Juni Richard begegnet war und selbst mit angesehen hatte, wie diese Liebe ihn traf wie ein Blitzschlag. Er war mit einer Auswahl Bordeaux-Weine nach Hartford Hall gekommen, die Sir Arthur Trevelyan verkosten wollte, und wartete im kleinen Salon, als Rachel auf der Suche nach einem Kartenspiel hereinkam. Draußen braute sich nach einer Woche schwüler Hitze ein Sommergewitter zusammen. Der Himmel hatte sich verdunkelt, und ein seltsames Wetterleuchten flammte immer wieder auf und verschwand, wie Glühwürmchen am Himmel. Ihre beiden jüngeren Schützlinge waren unruhig und schlecht gelaunt, und sie wollte sie mit einer Partie Whist ablenken. Sie wusste nicht, dass sich jemand im Salon aufhielt, und platzte in wenig damenhafter Hast und mit gerunzelter Stirn herein. Richard sprang auf und zupfte seinen Rock zurecht, und Rachel hielt abrupt inne. Einen sich ausdehnenden Moment lang standen sie einander reglos und stumm gegenüber, und in der nächsten Sekunde sah Rachel es geschehen.

Richards Augen weiteten sich, und die Worte, die ihm schon auf der Zunge lagen, kamen nicht über seine Lippen. Erst wurde er sehr bleich, dann errötete er heftig. Er starrte sie völlig gebannt, ja beinahe ehrfürchtig an. Rachel ihrerseits war einfach zu erschrocken, und auch sie brachte die Entschuldigung für ihr Eindringen nicht heraus. Selbst in dem schwachen Licht, das von draußen hereindrang, sah er auffallend gut aus. Er war groß und breitschultrig und wirkte stattlich, obgleich er sich nicht besonders aufrecht hielt. Er hatte hellbraunes Haar, blaue Augen und einen kräftigen Kiefer. Unter seinem direkten Blick errötete auch Rachel unwillkürlich. Sie war gewiss nicht schön genug, um jemanden allein mit ihrem Gesicht oder ihrer Figur derartig aus der Fassung zu bringen – sie war groß, ihr Körper zu schmal und zu wenig gerundet.
Ihr Haar war von einem sehr hellen Blond, aber zu fein, und es wollte sich einfach nicht in Locken legen lassen. Ihre Augen mit den schweren Lidern waren groß, dafür war ihr Mund ein wenig zu klein geraten. Was also hätte diese Reaktion hervorrufen können außer einer Erkenntnis? Der Erkenntnis, dass dies die Person war, nach der er gesucht hatte, ohne es auch nur zu ahnen. Hier war er, der Kontrapunkt seiner Seele, der Harmonie schaffen würde.

Als endlich Sir Arthurs Schritte zu vernehmen waren und die beiden aus diesem Zauber lösten, schimmerte ein dünner Schweißfilm auf Richards Oberlippe. Rachel knickste wenig anmutig und wandte sich zum Gehen, ohne ihr Kartenspiel. Da rief Richard: »Miss … bitte verzeihen Sie.« Seine Stimme war tief und weich und ließ sie nicht wieder los.

Sie ging hinauf zu den Kindern und war eigenartig atemlos und verstört. Eliza, die älteste Tochter des Hauses, saß mit angezogenen Beinen auf einer Fensterbank und las. Sie blickte auf und machte ein finsteres Gesicht.

»Was haben Sie denn?«, fragte sie voller Verachtung. Elizabeth hatte wirklich Glück, so dunkelhaarig, zart und hübsch zu sein. Einem reizloseren Mädchen hätte niemand diese scharfzüngige, gehässige Art nachgesehen, doch Eliza hatte mit ihren fünfzehn Jahren bereits zahlreiche Bewunderer.

»Nichts, was dich beträfe«, entgegnete Rachel kühl. Während ihrer sechs Jahre als Gouvernante auf Hartford Hall hatte es ihr des Öfteren in den Fingern gejuckt, Elizas freches Mundwerk mit einer Ohrfeige zum Verstummen zu bringen.

In den Wochen darauf erschien Richard Weekes da und dort, ganz unerwartet und unter dem Vorwand, er habe in der Nähe zu tun – vor der Kirche, neben dem Dorfladen, am Sonntagnachmittag auf dem Anger, wo sich al
les auf ein Schwätzchen traf. Er kam mehrmals nach Hartford, vorgeblich, um sich zu erkundigen, wie die jüngst gelieferten Weine mundeten. Er erschien so oft, dass Sir Arthur ihm gegenüber gereizt und brüsk auftrat. Dennoch kam Richard Weekes weiterhin und hielt sich möglichst lange auf, und wenn er Rachel entdeckte, fand er stets eine Gelegenheit, sich mit ihr zu unterhalten. Dann bat er sie um die Erlaubnis, ihr schreiben zu dürfen, und Rachel spürte ein seltsames Flattern im Magen, denn von diesem Augenblick an waren seine Absichten ganz unmissverständlich. Seine ungelenke Handschrift war schwer zu entziffern, da sich die einzelnen Buchstaben störrisch weigerten, sich mit ihren Nachbarn zu verbinden. Die Briefe waren von drolligen Eigenheiten geprägt, was Rechtschreibung und Grammatik anging, doch die Botschaften, die sie enthielten, waren zärtlich und inbrünstig.

Rachel hatte bisher nur einen einzigen Heiratsantrag erhalten, obgleich ihre Familie früher einmal, vor jener Schmach, wohlhabend und hoch angesehen gewesen war. Eine Schönheit war sie nie gewesen, aber attraktiv und gewandt genug, um mehr als einen jungen Herren für sich einzunehmen. Doch gab sie keinem von ihnen je Grund zur Hoffnung, nicht die geringste Ermunterung, und so kam es, dass nur ein einziger von ihnen schließlich den Mut fand, um ihre Hand anzuhalten: James Beale, der Sohn eines Nachbarn, dem eine philosophische Laufbahn in Oxford in Aussicht stand. Sie hatte ihn so freundlich wie möglich abgewiesen, weil sie das Gefühl gehabt hatte, dass sie warten sollte – worauf, hätte sie allerdings nicht sagen können. Schon damals hatte ihre Familie Verluste verkraften müssen, doch es war nicht die Trauer, die sie davon abhielt, ihn zu heiraten. Nein, es hatte irgendetwas gefehlt, das sie kaum richtig benennen konnte – ein gewisses Maß a
n Überzeugung vielleicht. Sie war keine Romantikerin und erwartete nicht, dass ihrer Seele Flügel wuchsen, wenn sie ihrem zukünftigen Ehemann begegnete. Doch sie hatte gehofft, irgendetwas zu empfinden, jedenfalls ein wenig mehr. So etwas wie Gewissheit, Erfüllung.

Richard Weekes verdarb seinen Antrag, denn als es so weit war, stolperte er mit flammenden Wangen über die eigenen Worte. Doch gerade diese plötzlich zutage gekommene Verletzlichkeit hätte Rachel in...


"(...) Drama der Missverständnisse und der verdrängten Leidenschaften, das an die Romane der Brontë-Schwestern erinnert und dennoch eine ganz eigenständige Note hat."

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