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Nibelungengold

Die komplette Saga.
von Kai Meyer
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Produktdetails
Titel: Nibelungengold
Autor/en: Kai Meyer

EAN: 9783944866048
Format:  EPUB
Die komplette Saga.
MiMe books

Juli 2014 - epub eBook - 650 Seiten

Hagen von Tronje, der finsterste Ritter des Nibelungenliedes. Der griesgrämige Zwerg Alberich, Träger der Tarnkappe. Und Kriemhild, die junge Prinzessin vom Rhein. Drei Helden, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch verbindet sie eine gefährliche Mission - der Kampf um das Gold der Nibelungen, den wertvollsten aller Schätze ...

Enthält die Bände:
Der Rabengott
Das Drachenlied
Der Zwergenkrieg
Die Hexenkönigin
Kai Meyer, geboren 1969, hat über fünfzig Romane veröffentlicht. Seine Bücher wurden in dreißig Sprachen übersetzt und als Film, Hörspiel und Comic adaptiert.

PROLOG


In dieser Nacht würde der Junge den Fluss bestehlen.

Das Licht des Vollmondes brach sich in weißen Kristallsplittern auf dem Wasser, als der Junge das Rheinufer erreichte. Sein Bruder, ein Jahr weniger vom Bartwuchs entfernt, lief an seiner Seite. Johlend, jubelnd, alle beide.

Vor zwei Tagen hatte unweit von hier ein alter Schuppen gestanden, in dem die Fischer ihre Netze aufbewahrten. Am Abend hatte das Hochwasser den Giebel verschluckt, und immer noch stieg es höher und höher; schon stand der halbe Hang unter Wasser, ganze Waldstücke waren in den Fluten versunken, wiegten sich lautlos in der reißenden Strömung.

Der Fluss würde noch weiter steigen, hatten die Alten prophezeit. Der Pfaffe hatte gar vorgeschlagen, eine Arche zu bauen. Man hatte ihn ausgelacht.

Der Junge und sein Bruder ließen sich erschöpft vom Fangenspiel ins Gras fallen. Aus den Mauern der Burg, weit oberhalb des Hangs, ertönte gedämpft der Trubel der Feier: das Fiedeln der Spielleute, das Grölen der Betrunkenen, das Kreischen der Weiber. Manchmal hörte der Junge seinen Vater heraus; als Burgherr war es an ihm, polternde Trinksprüche auszubringen, die das Singen und Brüllen übertönten. Das fiel ihm keineswegs schwer, denn seine Stimme – davon waren beide Söhne überzeugt – reichte von hier bis zur nächsten Stadt, ganze zwei Tagesritte entfernt.

Hier unten, am neuen Ufer, klangen die Laute der Feierlichkeiten wie Echos aus einer anderen Welt, weit, weit entfernt. Das wilde Rauschen der Strömung, das Wimmern des Windes: beides nahezu ohrenbetäubend. Dem Jungen war fröhlich zu Mute, fast beschwingt; er wusste, er tat etwas Verbotenes.

Deutlich, vor allem aber stimmgewaltig, waren die Worte seines Vaters g
ewesen: »Geht nicht hinab zum Fluss, nicht solange er über die Ufer tritt!«

Sie waren trotzdem hergekommen, sein Bruder ein wenig zögernd und mit verstohlenen Blicken zur Burg hinauf, der Junge aber frohgemut und stolz auf seine Kühnheit. Viele waren schon von den Fluten fortgerissen worden, unvorsichtige Fischer, Mägde beim Wäschewaschen, arglose Holzsammler, die Äste aus dem Wasser angeln wollten. Sie alle hatte der Strom in die Tiefe gerissen, strudelnd, sprudelnd, alles verschlingend.

»Sieh nur, da vorne!«, rief plötzlich sein Bruder und deutete flussaufwärts ins Dunkel.

Der Blick des Jungen folgte der ausgestreckten Hand seines Bruders. Er spürte sogleich, wie sein Herz schneller schlug.

Im fahlen Licht des Vollmondes wippte etwas Großes, Finsteres auf dem Wasser, auf und nieder, ohne sich dabei vom Fleck zu bewegen. Das Gebilde hatte sich in der Krone einer Buche verfangen, die mit starken Ästen danach krallte.

»Ein Boot!«, stieß der Junge aufgeregt aus und sprang auf die Füße. »Das ist ein Boot!«

»Natürlich ist es das«, gab sein Bruder zurück; er wollte mürrisch und schlau erscheinen, zwei Eigenschaften, die in seinen Augen zusammengehörten. »Was denn sonst? Ein Riesenfisch?«

Die letzten Worte hörte der Junge schon gar nicht mehr, denn er lief ausgelassen am Ufer entlang nach Süden. Der Boden fiel steil zum Wasser hin ab; es war gefährlich, hier so schnell zu laufen. Das durchweichte Erdreich mochte absacken und ihn hinunter in den Rhein reißen, so wie den Sohn des Mundschenks, beim letzten Hochwasser vor acht Jahren.

Auf Höhe des Wracks hielt der Junge an und starrte angestrengt hinaus auf den Fluss. Es war ein gr
oßes Boot, fast ein kleines Schiff, mit überdachtem Unterdeck und einem Mittelgang zwischen den Ruderbänken. Der Mast war in Schulterhöhe abgebrochen; von ihm und dem Segel war keine Spur zu sehen. Auch gab es kein Leben an Deck, keinen Mensch weit und breit. Die Besatzung musste an einer günstigen Stelle über Bord gegangen sein, in der Hoffnung, trotz der Strömung das Ufer zu erreichen. Der Junge bezweifelte, dass alle es geschafft hatten. Trotzdem blickte er vorsichtshalber nach Süden; nach dreißig, vierzig Schritten verschwand das mondbeschienene Gras in einem Wald, dessen tiefer gelegene Teile bis zu den Wipfeln im Wasser standen. Das Gelände war verlassen.

Das Boot hatte sich längsseits zur Strömung in der Buche verkeilt. Das Wasser klatschte gegen seinen Rumpf, spritzte schäumend über die Reling, voller Wut über die Herausforderung. Der Bug war etwa fünf Schritte vom Ufer entfernt, wurde von den Wellen auf und ab geschleudert.

Der Junge wagte nicht, mit den Füßen ins kalte Wasser zu steigen. Obgleich die Buche so nah am Ufer stand, war sie bis zu den oberen Ästen im Fluss versunken; unweit des Jungen befand sich unter der Wasseroberfläche eine jähe Steilwand. Selbst wenn es ihm gelungen wäre, der Strömung standzuhalten, hätte er dennoch nicht bis zum Boot waten können. Er hätte schwimmen müssen, und das mochte übel enden.

Sein Bruder trat neben ihn und blickte gleichfalls zum Wrack. »Wem mag es gehören?«

»Und was mag es geladen haben?« Abenteuerlustig gab der Junge sich selbst eine Antwort: »Vielleicht einen Schatz.«

»Einen Schatz«, äffte ihn sein Bruder mit piepsiger Stimme nach und rollte mit den Augen. Im Mondlicht sah die Grimasse unheimlicher aus, als
er ahnte. »Ein paar alte Fische werden drinliegen, wahrscheinlich schon angefault.«

»Sei nicht so langweilig.«

»Was willst du denn tun? Vielleicht rüberschwimmen?«

»Nein«, gab der Junge zurück, und gleich darauf verzogen sich seine Mundwinkel zu einem triumphierenden Grinsen. »Aber mit dem Baumstamm da vorne könnte es gehen.«

Sein Bruder folgte seinem Blick zu einer gefällten Birke; die Holzfäller würden sie erst am nächsten Morgen zur Burg hinaufbringen.

Der Junge war vor Begeisterung nicht mehr zu halten. Er lief zu dem Stamm hinüber und zerrte an den Ästen. Es war ein junger Baum, von Krankheit zerfressen, und er war nicht allzu schwer. »Komm schon, zu zweit können wir es schaffen.«

Auch in den Augen seines Bruders flackerte jetzt Wagemut, doch er gab sich Mühe, ihn sich nicht einzugestehen. »Wenn Vater davon erfährt, wird er …«

»Gar nichts wird er.« Der Junge hatte den Stamm schon ganz allein die halbe Strecke zum Ufer herabgezogen. »Vater und die anderen feiern, sogar die Wächter auf den Zinnen würfeln und trinken. Niemand wird etwas bemerken.«

»Wenn einer von uns ins Wasser fällt«, begann sein Bruder schwerfällig, verstummte aber sogleich. Natürlich reizte auch ihn das Abenteuer, und an einem gab es nichts zu rütteln: Die Gefahr einer Strafe war denkbar gering. Mit einem kräftigen Atemholen – das hatte er dem Stallmeister abgeschaut, bevor der den Kindern etwas durchgehen ließ – trat er an die Seite des Jungen. Gemeinsam schleppten sie den Stamm das letzte Stück zum Wasser hinunter.

»Und nun?«

Der Junge runzelt
e altklug die Stirn. »Wir müssen ihn ein Stück weiter flussaufwärts ziehen. Wenn wir den Stamm dort ins Wasser schieben, treibt ihn die Strömung hierher. Vielleicht verkeilt er sich dann zwischen dem Boot und dem Ufer.«

»Hoffentlich.«

Ächzend vor Anstrengung setzten sie den Plan in die Tat um, und tatsächlich: Wenig später bildete der Birkenstamm eine wacklige Brücke zwischen Wiese und Wrack. Auf der schwarzen Flussoberfläche schimmerte er bleich wie ein mächtiger Knochen.

Die beiden zerrten an den Ästen und prüften, ob der Stamm festsaß. Fest genug.

»Ich geh’ zuerst«, sagte der Junge und kletterte flink ins Gehölz.

»He!«, rief sein Bruder. »Wir sollten das auslosen.« Aber es war kein ernstgemeinter Widerspruch; in Wahrheit war er froh, dass er das Wagnis nicht als Erster eingehen musste.

Der Junge kletterte auf allen vieren über den Stamm. Der Baum lag zur Hälfte unter Wasser, die Strömung spülte über ihn hinweg. Es war schwierig, nicht den Halt zu verlieren. Die nasse Rinde war glatt und löste sich in breiten Fetzen, und mehrmals war der Junge nahe daran, kopfüber in die Fluten zu stürzen. Sein Herzschlag raste, vor Anspannung hielt er die Luft an. Er hatte schreckliche Angst.

Schließlich berührte seine ausgestreckte Hand den Bootsrumpf. Die Reling des Wracks schwankte hinauf und herunter, war mal in Schulterhöhe, mal hoch über seinem Kopf. Dem Jungen blieb nichts anderes übrig, als sich mit beiden Händen daran festzuhalten und sich bei der nächsten Woge mit nach oben ziehen zu lassen. Inmitten der schäumenden Gischt war das alles andere als ein Kinderspiel.

Sein Bruder rief ihm eine Warnung z
u. Das Tosen des Flusses und der jammernde Wind rissen die Worte von...


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