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Jean-Jacques Rousseau zwischen Aufklärung und Moderne

Akten der Rousseau-Konferenz der Leibniz-Sozietät der Wisse…
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Produktdetails
Titel: Jean-Jacques Rousseau zwischen Aufklärung und Moderne

ISBN: 3896269879
EAN: 9783896269874
Akten der Rousseau-Konferenz der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin am 13. Dezember 2012 anläßlich seines 300. Geburtstages am 28. Juni 2012 im Rathaus Berlin-Mitte.
Empfohlen von 18 bis 80 Jahren.
Trafo Verlagsgruppe

9. April 2014 - kartoniert - 217 Seiten

"Jean-Jacques Rousseau zwischen Aufklärung und Moderne" war das Thema einer Konferenz Berliner und Potsdamer Wissenschaftler, die die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin anlässlich des 300. Geburtstages des Genfer Philosophen am 13. Dezember 2012 im Rathaus Berlin-Mitte veranstaltete. Das Motto verweist auf das Eingebettetsein Rousseaus in jene europäische, in Frankreich Siede des Lumieres, in Deutschland "Aufklärung" genannte geistige Bewegung, die im Schöße und in Gegenposition zur traditionalen Feudalgesellschaft bzw. zum Absolutismus die moderne Zivilisation vorbereitete (vgl. Bahner, Aufklärung als europäisches Phänomen, 1985). Die europäische Aufklärung setzte den Ende des 17. Jahrhunderts in Frankreich aufgebrochenen Literatenstreit zwischen den "Alten" und den "Modernen", den Anhängern einer Nachahmung der Antike und den Vertretern einer gegenwartsorientierten Kunst, die Querelle des Anciens et des Modernes, fort, aber nunmehr auf gesamtkulturellem, "philosophischem" Gebiet, erstreckte sich auf alle Bereiche der Wissenschaften, Künste, von Kultur und Politik, erarbeitete sowohl neue Gebiete als auch neue Inhalte und Strukturen des menschlichen Wissens, mittels derer sie das alte metaphysische, von Antike und Mittelalter überkommene theologiezentrierte, spekulative Denken, gestützt auf die neuesten Ergebnisse der Naturwissenschaften, der Geographie, Anthropologie, überwandte.
Sie war keine einzelwissenschaftliche Schule, sondern errichtete ein enzyklopädisches Gedankengebäude, das alle Wissenschaften, Künste und gesellschaftlichen Praxen umfasste, und die dieses in einem großen, man würde heute sagen interdisziplinären Kollektivunternehmen materialisierte, das in einer "Enzyklopädie", einem vielbändigen Konversationslexikon, das neue Wissen inventarisierte, archivierte und resümierte.
Jean-Jacques Rousseau war nicht zufällig einer der Autoren der Enzyklopädie, denn er war, weit mehr noch als die anderen Aufklärer, ein enzyklopädischer Geist, beherrschte und beschrieb viele Wissensgebiete. Fritz Schalk bescheinigt ihm unter Berufung auf J. Mercier "Mannigfaltigkeit", womit er eine "neue Orientierung über die Gesamtheit der geistigen Wirklichkeit" hervorgebracht habe (Hervorh. HOD).
Das Phänomen "Rousseau" zu erfassen, wäre also kein einseitig disziplinar ausgerichtetes Colloquium imstande gewesen. Dessen mannigfaltiges Oeuvre erheischte über die traditionell monothematischen, monodisziplinär gebundenen literarhistorischen oder philosophiegeschichtlichen Konferenzen hinaus ein inter-, sogar transdisziplinäres Vorgehen.
Diesem mannigfaltigen Werk entsprach die Berliner Konferenz durch ihre in ihrer Breite und Vielfalt wohl seltene Inter- und Transdisziplinarität. Sie war ein Diskussionsforum zwischen dem Juristen Hermann Klenner, dem Ökonomen Günter Krause, der Kulturwissenschaftlerin und Fachfrau für deutsch-französische Kulturbeziehungen Brunhilde Wehinger, dem Romanisten und Humboldtologen Ottmar Ette, dem Lateinamerikanisten Hans-Otto Dill, dem Professor für Romanische Literaturen und Allgemeine Literaturwissenschaft Helmut Pfeiffer, dem Altphilologen und Philosophiehistoriker Reimar Müller, der Erziehungswissenschaftlerin und Pädagogikhistorikerin Christa Uhlig und dem Pädagogen und Bildungsforscher Frank Tosch. Insofern sticht die Konferenz wohltuend ab von so manchen Veranstaltungen in der Vergangenheit, auf denen vorwiegend Literaturwissenschaftler sich der Materie "Rousseau" einschließlich seiner staatswissenschaftlichen, anthropologischen, pädagogischen, historiographischen und botanischen (sowie sprachwissenschaftlichen) Studien bemächtigten, diese als reine Hilfswissenschaften für den Hauptgegenstand, den Schriftsteller Rousseau, behandelten, ohne über mehr als laienhafte Kenntnisse auf diesen Fachgebieten zu verfügen. Gerade die dafür möglicherweise als Begründung herangezogene Tatsache, dass Rousseau selber ebenfalls auf diesen Gebieten dilettierte, macht die Heranziehung von kompetenten Spezialisten im interdisziplinären Kontext, wie auf der Berliner Konferenz geschehen, erforderlich.
Die Beiträge lassen sich wissenschaftssystematisch dem Werkprofil Rousseaus entsprechend unter Anthropologie/Geschichtsphilosophie, Sozialgeschichte/Politikwissenschaft, Pädagogik/Bildungswissenschaft sowie Botanik und Literaturwissenschaft subsumieren. Der Mannigfaltigkeit der Themen und Referenten kam das Profil der die Konferenz organisierenden Leibniz-Sozietät entgegen, einer nach Selbstverständnis und Mitgliederbestand interdisziplinären Gelehrtenvereinigung ganz im Geiste von Gottfried Wilhelm Leibniz.
Bei aller Vielfalt zog sich ein einigendes Band durch die Beiträge: Der innere Zusammenhang und motivstiftende Ausgangspunkt der so heterogen scheinenden Werke Rousseaus liegt in seiner grundlegenden, innovatorischen Menschheits-, Geschichts- und Gesellschaftskonzeption, wie er sie exemplarisch im "Gesellschaftsvertrag" niedergelegt hat.
Reimar Müller präsentiert in seinem eine große Masse relevanter Sekundärliteratur kritisch verarbeitenden Beitrag die anthropologiehistorischen und geschichtsphilosophischen Positionen Rousseaus als Grundlagen seiner Staats-, sozial- und politikwissenschaftlichen Lehren. Er zeigt, dass dieser seine gesellschafts- und staatspolitischen Kenntnisse, Erkenntnisse und Postulate durch fleißiges, gründliches und seriöses Studium und kluges Kollationieren der einschlägigen Quellen erworben hat. Es waren dies die Werke der vorgängigen und zeitgenössischen staatspolitischen Denker Europas, vor allem Frankreichs, Schottlands und Deutschlands, vorzüglich auch der der griechischen und römischen Antike. Damit widerlegt er auch die verbreitete Ansicht, Rousseau sei als notorischer Autodidakt ein genialer Amateur gewesen, der seine Weisheit vor allem auf spekulativem Wege und abseits des Hauptstroms der europäischen Geistesgeschichte erworben habe. Besonderes Gewicht legt Müller - in indirekter Polemik gegen einseitige Interpretationen - auf die Ambivalenz bzw. Ambiguität der Rousseauschen Geschichtskonzeption und seines Menschenbildes sowie auf seine keineswegs schlicht rückwärtsgewandte, sondern im eigentlichen Sinne dialektische Wendung sowohl gegen ein linear-apologetisches Fortschrittsdenken wie gegen oberflächenhafte Verehrung der Segnungen von Künsten, Wissenschaft und Technik ohne Beachtung ihrer möglichen nachteiligen Folgen für die sittliche Entwicklung der Menschheit.
Hans-Otto Dill

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