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Allein aus Freundschaft

Roman. Originaltitel: The Moment You Were Gone. 1. Aufl…
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Produktdetails
Titel: Allein aus Freundschaft
Autor/en: Nicci Gerrard

EAN: 9783732504312
Format:  EPUB ohne DRM
Roman.
Originaltitel: The Moment You Were Gone.
1. Aufl. 2014.
Übersetzt von Gabriele Gockel, Rita Seuß
Bastei Entertainment

November 2014 - epub eBook - 464 Seiten

Gaby wünschte, sie würde noch einmal am Anfang stehen, könnte alles noch einmal tun, es dann richtig, vollkommen richtig machen ... Aber gibt es ein Leben ohne den Irrtum? Ohne Fehltritte, ohne Verrat? »Pures Leben. Einfühlsam. Ermutigend« Madame über »Als er für immer ging« »Ein wunderbares Familienporträt - Gefühlvoll, aber ohne jeden Kitsch« Freundin über »Als wir Töchter waren«

Jemand rief ihren Namen, aber Gaby konnte sich nicht bewegen. Nicht nach oben, hinauf in das immer spärlicher werdende Geäst, das im Wind ächzte und knackte; nicht nach unten, zum sicheren, aber unerreichbaren Boden. Sie konnte nur genau da bleiben, wo sie war, und den Stamm der Buche umklammern, die Wange gegen die raue Rinde gedrückt. Ihre nach oben ausgestreckte linke Hand griff nach einem Stumpf, ihre unglücklich verdrehte Rechte suchte Halt in einem kleinen Spalt. Ihr Handgelenk pochte, so groß war der Druck. Sie würde fallen, wenn sie auch nur mit einer Hand losließe, ganz sicher. Sie sah sich bereits durch die Äste und Zweige brechen und auf dem harten Boden aufschlagen. Als sie ihr Gewicht ein klein wenig verlagerte, spürte sie, wie der Ast nachgab, auf dem sie stand. Er würde unter ihrem Gewicht brechen. Oder die Hand, die feucht vor Angst war, würde abrutschen.

Gaby blickte hoch. Durch die frischen, noch ganz klebrigen Blätter, die sich mit quälender Langsamkeit im Sonnenlicht wiegten, sah sie ein Stück blauen Himmel. Weiße Wolken huschten vorüber. Der Baum neigte sich ihr entgegen. Sie drückte sich fester an den Stamm. Gleich würde sie rückwärts hinunterstürzen.

Sie schaute unter sich, und ihr Herz pochte wie wild. Die Äste waren wie pulsierende Adern, die vom Wind zerzausten Blätter ein einziges grünes Gewoge. Und weiter unten der Boden, der nicht mehr fest wirkte, sondern aufgewühlt wie ein schlammiger brauner Fluss. Ein leises Wimmern entfuhr ihr. Das Herz raste, ihr keuchender Atem schmerzte, die Waden zitterten, die Handflächen brannten, das Handgelenk schmerzte. Ein Tröpfchen Blut lief ihre Wange hinunter, lästig wie eine Fliege, die sie nicht abwehren konnte. Sie streckte die Zunge heraus und kostete den Eisengeschmack auf den Lippen. Gleich ist es so weit, dachte sie, dann lasse ich einfach los. Sie hielt die Anspannung nicht mehr länger aus. Am besten, sie brachte den Sturz sofort hinter sich.

Gaby 
 Du darfst nicht nach unten schauen, sagte eine Stimme.

Ich sitze fest.

Gleich unterhalb der Stelle, wo du stehst, ist ein Ast. Wenn du mit dem linken Fuß nach links unten tastest, spürst du ihn. Er ist ziemlich dick.

Ich kann nicht.

türlich kannst du. Es ist gar nicht schwer.

Gaby senkte vorsichtig den Fuß und tastete mit der Spitze. Angst würgte die Kehle, und ihr Mund war wie ausgetrocknet.

Noch etwas weiter runter, nur ein ganz kleines bisschen. Gut. Und jetzt die rechte Hand. In Taillenhöhe ist ein Ast.

Aber ich kann nicht loslassen.

Irgendwann wirst du loslassen müssen, meinst du nicht? Du kannst doch nicht für immer da oben bleiben. Soll ich Hilfe holen?

Nein! Lass mich nicht allein!

Also gut. Beweg die Hand ein kleines Stück! Ja, das war doch okay, oder? So, und jetzt kannst du mit der linken Hand nach unten greifen. Genau. Und jetzt den anderen Fuß.

Als Gaby auf den unteren Ast trat, spürte sie, wie sich eine Hand um ihren Knöchel schloss, unmittelbar über ihrem Turnschuh. Sie war trocken und warm und gab ihr ein Gefühl größerer Sicherheit.

Siehst du? Ich stehe auf der großen Astgabel, du hast es gleich geschafft.

Wie weit noch?

Nur noch einen großen Schritt nach unten, ich glaube, das schaffst du spielend. Jetzt musst du noch mal mit der rechten Hand nach unten greifen, direkt vor dir ist ein Ast.

Gaby streckte den rechten Fuß und ließ sich hinab. Ihr linkes Knie stieß fast an ihr Kinn, ihre Arme zitterten vor Anstrengung. Sie senkte den Kopf und blickte durch das Kaleidoskop der Blätter in ein Gesicht mit entschlossenem Kinn und türkisblauen Augen. Eine Hand streckte sich ihr entgegen.

Nimm meine Hand und spring!

Gaby sprang. Ihre Füße erreichten die hölzerne Plattform des Baumhauses, und sie stolperte, bevor sie neben Nancy niedersank. Ihre Beine zitterten so heftig, dass sie sie mit den Armen umschlang und ihr Kinn auf
die Knie legte. Sie wartete, dass sich ihr Herzschlag beruhigte und die Welt wieder ins Gleichgewicht fand. Die Blätter im Geäst über ihr rauschten im Wind, und die Sonne strahlte von einem friedlichen blauen Himmel. Nancy sah Gaby an, deren Wangen mit Blut, Schmutz, Moos und Tränen verschmiert waren und deren Unterlippe immer noch bebte. Sie kramte ewig in ihrem Rucksack, um ein Papiertaschentuch herauszuholen.

Dein Gesicht ist ganz schmutzig.

Danke, sagte Gaby kurz angebunden. Sie war froh, dass ihre Freundin taktvoll schwieg und nicht viel Aufhebens machte, sodass sie sich nicht noch dümmer und lächerlicher vorkam als ohnehin schon.

Sie betupfte die Schramme auf ihrer Wange.

Ist es jetzt weg?

Da ist noch was. Nancy zeigte auf ihr eigenes Gesicht. Und da. Soll ich es dir wegwischen?

Na gut.

Nancy befeuchtete das Papiertaschentuch mit der Zungenspitze eine seltsam mütterliche Geste und wischte Gabys Gesicht behutsam sauber; dabei runzelte sie konzentriert die Stirn.

So. Jetzt ist es weg.

Einen Augenblick saßen sie schweigend da, Gaby mit dem Rücken an den Baum gelehnt. Wenn sie den Kopf neigte, konnte sie ihre Mutter im Küchenfenster sehen, die am Spülbecken stand, wahrscheinlich Geschirr spülte und dabei Radio hörte. Sie schloss kurz die Augen und lauschte dem Vogelgezwitscher und dem Wispern des Windes, das jetzt nicht mehr bedrohlich, sondern heiter klang.

Sie hatten das Baumhaus vor zwei Jahren gebaut, kurz nachdem sie sich kennengelernt hatten und Freunde geworden waren. Gabys Brüder hatten ihnen zwar bei der Konstruktion geholfen, aber angestrichen hatten sie es ganz allein. Inzwischen sah es etwas heruntergekommen aus. Die Bretter waren mit Vogelkot bespritzt, und einige Latten hatten sich gelockert. Die Glocke, die sie aufgehängt hatten, war verschwunden, und nur ein Stück ausgefranster Schnur erinnerte noch an sie. In jenem ersten Sommer hatten sie sich aus zwei Brettern und ein paar Ba
cksteinen einen Tisch gebaut und sich mit einer Stellwand vor der Außenwelt abgeschirmt. Fast jeden Tag waren sie Stefans Strickleiter hochgeklettert und hatten stundenlang geredet, gelesen und als Picknick verzehrt, was sie bei Gaby in der Küche vorbereitet hatten. Jetzt kamen sie seltener hier herauf. Schließlich war Nancy dreizehn und Gaby auch schon fast so alt. Ihre Körper zeigten allmählich Rundungen; sie hatten Brustansätze, Schamhaare, einen Flaum unter den Armen und Pickel auf der Haut, und Nancy hatte sogar schon ihre Periode. Ihr Blick auf Jungs war jetzt ein anderer, und ihr eigenes Spiegelbild studierten sie nun mit nie gekanntem Ernst und einer skeptischen Sorgfalt. Sie lackierten sich die Fingernägel und probierten Make-up und neue Frisuren aus auch wenn Nancys Haar viel zu kurz war, um etwas damit zu machen, und Gabys Locken waren so lang und voller Knoten, dass sie aufschrie und ihr Tränen in die Augen schossen, wenn Nancy sie zu kämmen versuchte. Sie ahnten beide, dass ihre Kindheit zu Ende ging, und wenn sie in ihr Baumhaus kletterten, befiel sie beinahe eine sentimentale Sehnsucht nach den flachbrüstigen, schlaksigen Mädchen, die sie gewesen waren.

Ich hatte wahnsinnige Angst, sagte Gaby, als sich ihr Pulsschlag beruhigt und das Zittern aufgehört hatte.

Ich hab dir doch gesagt, dass du nicht so weit raufsteigen sollst.

Du hattest recht. Ich wusste es, bevor ich hochgeklettert bin. Aber ich konnte nicht anders.

Warum?

Och, sagte Gaby vage. Keine Ahnung. Es ist mir so eingefallen, und da wusste ich, dass ich es tun würde, obwohl ich gar nicht wollte. Es hat mich  gejuckt.

Eine deiner riskanten Unternehmungen?

Ja. Ich kann in dem Moment einfach nicht anders. Geht dir das nie so?

Nein.

Nie?

Nie. Ich hab keine Lust, mich zu verletzen.

Ich auch nicht, sagte Gaby.

Und ich fall auch nicht gerne auf.

Ach so!, sagte Gaby und schnel
lte herum. Du glaubst, ich will angeben.

Ich weiß, dass du angeben willst. Aber auf eine nette Art, fügte sie hastig hinzu, als sie Gabys Miene bemerkte. Du tust es nicht, um gut dazustehen oder dich wichtig zu machen. Eher wie eine Schauspielerin, die alle möglichen Rollen ausprobiert.

Aber dir brauche ich doch nichts vorzuspielen.

Nein.

Ich glaube, du hast mir heute das Leben gerettet.

Sei nicht albern! Hättest du wirklich nicht mehr vor und zurück gekonnt, hätte ich deine Mum rufen können.

Ich habe festgesessen. Ich konnte mich keinen Zentimeter mehr bewegen. Ich dachte, der Baum fällt auf mich drauf.

Was möchtest du für ein Sandwich? Das mit der zerdrückten Banane, die schon ganz braun ist, oder das mit Erdnussbutter. Sehen beide gleich aus.

Banane.

Hier.

Sie saßen schweigend da und aßen ihr Brot. Die Sonne stieg höher und höher am Horizont, ihr Licht fiel gefiltert durch die Blätter, sprenkelte den Boden rings um die Mädchen und wärmte ihnen Gesicht und Nacken. Nancy zog den Wollpulli aus und stopfte sich ihn als Kissen in den Rücken. Gaby band die Schnürsenkel auf, zog die Turnschuhe aus und bewegte die Zehen. Sie sah zu ihrer Freundin hinüber, die mit überkreuzten Beinen und geradem Rücken dasaß, schlank, adrett und ordentlich. Sie hatte sich das Haar hinter die Ohren gestreift; ihre Ohrläppchen waren frisch durchbohrt und immer...


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