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Die Geschichte der getrennten Wege

Band 3 der Neapolitanischen Saga (Erwachsenenjahre). Orig…
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Produktdetails
Titel: Die Geschichte der getrennten Wege
Autor/en: Elena Ferrante

ISBN: 3518425757
EAN: 9783518425756
Band 3 der Neapolitanischen Saga (Erwachsenenjahre).
Originaltitel: Storia di chi fugge e di chi resta.
'Neapolitanische Saga'.
Übersetzt von Karin Krieger
Suhrkamp Verlag AG

27. August 2017 - gebunden - 540 Seiten

Es sind die turbulenten siebziger Jahre und die beiden inzwischen erwachsene Frauen. Lila ist Mutter geworden und hat sich befreit und alles hingeworfen - den Wohlstand, ihre Ehe, ihren neuen Namen - und arbeitet unter entwürdigenden Bedingungen in einer Fabrik. Elena hat ihr altes neapolitanisches Viertel hinter sich gelassen, das Studium beendet und ihren ersten Roman veröffentlicht. Als sie in eine angesehene norditalienische Familie einheiratet und ihrerseits ein Kind bekommt, hält sie ihren gesellschaftlichen Aufstieg für vollendet. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie ständig an Grenzen gerät.
Ganze Welten trennen die Freundinnen, doch gerade in diesen schwierigen Jahren sind sie füreinander da, die Nähe, die sie verbindet, scheint unverbrüchlich. Würde da nur nicht die langjährige Konkurrenz um einen bestimmten Mann immer deutlicher zutage treten.
Elena Ferrante hat sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans im Jahr 1992 für die Anonymität entschieden. Ihre vierbändige Neapolitanische Saga - bestehend aus Meine geniale Freundin, Die Geschichte eines neuen Namens, Die Geschichte der getrennten Wege und Die Geschichte des verlorenen Kindes - ist ein weltweiter Bestseller. Ab 2018 erscheinen im Suhrkamp Verlag auch Ferrantes jüngster Band Frantumaglia sowie ihre früheren Romane Lästige Liebe, Tage des Verlassenwerdens und Frau im Dunkeln in neuer Übersetzung.

Jetzt reinlesen: Leseprobe(pdf)
"Es herrscht das Ferrante-Fever!" Bettina Weber, Tages-Anzeiger 31.03.2016

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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Einfühlsame Beschreibung der sehr unterschiedlichen Lebenswege der Freundinnen - von katze267 - 04.11.2017 zu Elena Ferrante „Die Geschichte der getrennten Wege“
Dies ist der dritte Band der auf 4 Bände ausgelegten neapolitanischen Freundschaftssaga. Nach den Kindheitsjahren in "Meine geniale Freundin" und der Jugend- und frühen Erwachsenenzeit in "Die Geschichte eines neuen Namens" kommen jetzt die Erwachsenenjahre der beiden Freundinnen Elena Greco, genannt Lenu, der "Verfasserin" der Geschichte und Raffaella Cerullo, genannt Lina oder Lila, ihrer genialen Freundin an die Reihe. Eine kurze Vorstellung der Personen, ihrer Beziehungen und der vorhergegangenen Ereignisse wird Dem eigentlichen Roman vorangestellt, hilfreich sowohl für Neueinsteiger als auch für Leser der Vorgängerbände zur Auffrischung des Gedächtnisses. Nach ihrer Trennung von ihrem Ehemann Stefano und ihrem Geliebten Nino Sarratore lebt Lila jetzt mit ihrem Sohn Gennaro in platonischer Beziehung bei ihrem Jugendfreund Enzo und arbeitet schlecht bezahlt und unter erbärmlichen Bedingungen in einer Wurstfabrik. Elena hat ihr Studium erfolgreich abgeschlossen, ein Buch veröffentlicht und heiratet Pietro, Akademiker und Sohn einer sehr angesehenen Familie. Sie übersiedelt nach Florenz. Die Lebenswege der Freundinnen haben sich getrennt, Treffen finden nur noch selten statt, Gespräche meist nur telefonisch . Auch wenn , besonders zu Anfang, Elena als die Glücklichere erscheint, die das ersehnte Leben in Anerkennung und finanziellem Wohlstand führt, so blitzt doch immer wieder ihre Sehnsucht nach Anerkennung von Lila auf, ihr Bestreben, der Freundin auf einer Höhe zu begegnen, ihre Bewunderung für deren Fähigkeiten. Im Laufe des Romans neigt sich die Waage, Elenas Leben entwickelt sich eher zum Schlechteren während es mit Lila , nach schweren Zeiten, aufwärts geht. Ein weiteres Thema nach dem zentralen Thema der Beziehung und der Lebenswege der beiden Freundinnen sind die politischen Verhältnisse in Italien zu jener Zeit. Geschickt flicht die Autorin die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in den Fabriken, die von den Studenten unterstützen Revolten, die Gewalttaten der Faschisten,aber auch die Änderung des Frauenbildes in die Erlebniswelt von Lila und Lenu ein, lässt sie entweder persönlich oder durch Freunde und Familie betroffen daran teilhaben. Wie in den Vorbänden gelingt es der Autorin wieder ein sehr authentisches Bild zu schaffen, das den Leser unmittelbar das Geschehen miterleben lässt.Die Gefühle und Erlebnisse von Lenu und Lila werden sehr eindrucksvoll und nachvollziehbar beschrieben in dem von den Vorbänden her gewohnten ausdrucksstarkem Sprachstil.. Eine gelungene Fortsetzung, die die Erwartung auf den letzten Teil schürt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Band 3 der Neapolitanischen Saga - von forti - 11.09.2017 zu Elena Ferrante „Die Geschichte der getrennten Wege“
Weiter geht es mit der Neapolitanischen Saga! Endlich liegt der dritte von vier Bänden in deutscher Übersetzung vor. Ich empfehle dringend, die Reihe von Anfang an zu lesen und mit Meine geniale Freundin zu beginnen! Die Geschichte der getrennten Wege ist allerdings wohl auch ohne Vorkenntnisse zu verstehen. Auf den ersten Seiten gibt es wieder eine Zusammenfassung der wichtigsten bisherigen Ereignisse und der handelnden Personen. Das reichhaltigen Personal mit (sich manchmal ähnelnden) Namen und Spitznamen erfordert eine gewisse Konzentration des Lesers, macht für mich aber auch mit den Reiz der Reihe aus. Italien, Ende der 1960er Jahre. Die Ich-Erzählerin Elena und ihre Freundin Lila sind Mitte zwanzig, Elena hat ihr Studium beendet und Lila ist Mutter und Arbeiterin in einer Wurstfabrik. So unterschiedlich beider Leben bisher verlaufen sind, so zeigen sich doch auch immer wieder Gemeinsamkeiten. Beide engagieren sich politisch links und für die Gewerkschaft, obwohl sie beide eher zufällig in diese Strömung hineingerutscht zu sein scheinen. Wie schon im vorangegangenen Band fragt man sich, warum beide an der Freundschaft festhalten, wo doch die Konflikte, Neid und Missgunst die innigen, freundschaftlichen Momente oftmals überdecken. Aber das macht wohl eine Freundschaft fürs Leben aus. Die Neapolitanische Saga ist nicht nur die Geschichte einer Freundschaft, sondern auch italienische Geschichte. Anhand der Leben von Elena, Lila und der anderen Bewohner des Rione in Neapel wird das Leben im Italien der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit vielen Facetten beschrieben. Im vorliegenden Band sind das die 1960er und 1970er Jahre, geprägt von politischen Kämpfen zwischen links und rechts. Die Geschichte wird von Elena Ferrante im gewohnt ruhigen Ton erzählt, der sehr angenehm zu lesen ist.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Lila und Elena, beste Freundinnen seit Kindertagen - von Hexenaugen - 10.09.2017 zu Elena Ferrante „Die Geschichte der getrennten Wege“
Elena und Lila sind sind erwachsene Frauen geworden und es passiert sehr viel in diesem dritten Teil. Der Kampf für bessere Arbeitsbedingungen in der Fleischfabrik, wo Lila arbeitet, Gewalt, Elena heiratet, zieht mit ihrem Mann nach Florenz und bekommt zwei Kinder. Die Spannung ist hoch und man kann das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen. Elena, die ja eher brave, tüchtige und angepasste Freundin ist, überrascht mit ihren Handlungen. Lila und Elena sind beide sympathisch, 2 Freundinnen die sich leider nicht mehr sooft sehen, wie es einmal war aber dennoch verbindet beide schönes und nicht so schönes. Als Elenas unterdrückten Wünsche und Bedürfnisse zu stark werden, endet Alles in einem Eklat. Lila hingegen hat noch nie den Erwartungen entsprochen, was sie eine Menge Kraft gekostet hat. Als sie endlich Erfolg hat und richtig viel Geld verdient, sieht man im Rione über ihre Extravaganzen hinweg und heisst sie wieder willkommen - doch bis dahin war es ein harter Weg. Auch spielt die damalige gesellschaftliche Situation in Italien eine wichtige Rolle in der Geschichte. Eine fesselnde Erzählung einer Frauenfreundschaft aber auch ein Gesellschaftspanorama, das einem die Welt eines Italiens nahe bringt, das nicht unbedint bekannt war . Ob die beiden es schaffen werden wieder enger zueinander zu finden, dass werden wir wohl erst beim großen Finale der Saga erfahren.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eine Jugendfreundschaft auf Distanz - von jenvo82 - 07.09.2017 zu Elena Ferrante „Die Geschichte der getrennten Wege“
"Er war, so kam es mir vor, zu einer Gestalt des Bedauerns geworden, zur Synthese dessen, was ich nun wohl nie werden würde, obwohl ich die Chance dazu gehabt hatte. Inhalt Diesmal gehen Elena und Lila getrennte Wege. Die eine heiratet in eine angesehene Professorenfamilie ein und genießt den Ruhm ihres ersten erfolgreichen Romans und die Freuden einer jungen Ehe, die andere plagt sich schwer in einer Wurstfabrik ab und kämpft für die Stärkung der Rechte aller Arbeitnehmer. Eine gemeinsame Herkunft und eine Freundschaft, die ebenso stark wie zermürbend wirkt, eint die beiden jungen Frauen, doch ihre Entwicklung könnte nicht differenzierter verlaufen. Endlich ist es Elena gelungen, aus dem Schatten ihrer um ihre Schönheit und Klugheit beneideten Freundin herauszutreten. Doch das erhoffte Hochgefühl stellt sich nicht ein, denn schon bald muss auch Elena einsehen, dass ihr Leben zwischen zwei kleinen Töchtern und der aufgedrängten Haushaltführung rein gar nichts mit ihren Vorstellungen von Freiheit und Akzeptanz zu tun hat und ihre ehelichen Pflichten bereiten ihr große Sorgen. Aus einer gut gewählten Partie, wird schließlich eine lieblose Beziehung und dann tritt plötzlich ihr Jugendschwarm Nino in ihr wohlgeordnetes Leben. Elena ahnt, dass sie sich positionieren muss und erneut an einer Wendeschleife des Lebens steht. Meinung Mittlerweile zähle ich mich tatsächlich zu den Ferrante Fans, die der Verlag und das Marketing bereits im Vorfeld verkündet haben. Zunächst bin ich eher skeptisch an die neapolitanische Saga rund um die beiden Frauen Elena und Lila herangegangen, weil der erste Band noch nicht dieses Hochgefühl erzeugen konnte, wie es nun der zweite aber noch mehr der dritte Band vermögen. Tatsächlich lebt diese Geschichte von zwei gegensätzlichen Charakteren und deren Handlungen sowie von dem geschaffenen Zeitpanorama, den politischen Entwicklungen und Verfehlungen eines Landes. Gerade in diesem dritten Teil spielt auch der Klassenkampf eine wichtige Rolle, nicht nur die Ablösung zweier Frauen aus ihren Jugendjahren hinein in ein verantwortungsvolles Erwachsenenleben steht im Zentrum der Erzählung, sondern auch die brutalen Kämpfe der Arbeiter, die sich in Gewerkschaften formieren und auf Biegen und Brechen ihre Rechte einfordern. Die Autorin vermag es geradezu vortrefflich ein persönliches Schicksal mit den Rahmenbedingungen der Politik zu verweben, so dass tatsächlich eine Einheit entsteht, die keinerlei Widerspruch erzeugt. Ihr ist es gelungen über die Anzahl der vorherigen Bücher, die beiden Hauptprotagonistinnen so treffend und intensiv zu beleuchten, dass der Leser ihre Aktionen, ihren Willen und die publizierten Wünsche direkt greifen kann. So dass es weder Sympathie noch Ablehnung bedarf, um genau das auszudrücken, was die Geschichte ausmacht. Nach wie vor ambivalent bleibt dabei die Mädchenfreundschaft, die sich im Wesentlichen auf Zuneigung, Bewunderung aber auch Neid und Konkurrenzkampf beruft. Man kann spüren, dass Elena und Lila viel verbindet, obwohl sie noch mehr trennt und da sich dieses Wissen nun noch auf einen gemeinsamen Liebhaber konzentriert, steigt die Spannung bis zum großen Finale in Band 4. Fazit Ich vergebe 5 Lesesterne für diesen mitreißenden, sehr euphorischen Text, der viel Temperament und Charakterstärke besitzt und sich über Grenzen hinwegsetzen kann. Es empfiehlt sich hier unbedingt die Lesereihenfolge einzuhalten, da diese Tiefenwirkung des Romans wohl erst entstehen kann, wenn der Leser auch Teil der Vorgeschichte geworden ist. Ein unverwechselbarer Schreibstil und eine weitgreifende Geschichte nehmen hier den Verlauf des Lebens und die wichtigen Ereignisse im Kleinen wie im Großen auf und vermitteln zwar keine tieferen Erkenntnisse aber eine wunderschön erzählte, fast gelebte Geschichte, die zu Recht den Namen ROMAN trägt. Ich erwarte mit großer Spannung den vierten Band im Februar 2018 und freue mich jetzt schon auf einen würdigen Abschluss.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Der bisher beste und auch politischste der bisherigen Romane - von Winfried Stanzick - 06.09.2017 zu Elena Ferrante „Die Geschichte der getrennten Wege“
Der hier vorliegende dritte Band der neapolitanischen Saga von Elena Ferrante mit dem Titel "Die Geschichte der getrennten Wege. Erwachsenenjahre" ist der bisher beste und auch politischste der bisherigen Roman der auf vier Bände angelegten Reihe. Nicht nur weil er in einer ähnlichen Zeit, eben nur in Italien spielt, hat er mich in vielem an das etwa zeitgleich erschienene vierte Buch der Autobiographie Ulla Hahns mit dem Titel "Wir werden erwartet" erinnert. Lila und Elena sind mittlerweile erwachsen geworden. Lila hat sich von ihrem Mann Stefano getrennt und lebt nun mit ihrem Sohn Gennaro und Enzo in einem armen Stadtteil und fristet in einer Fleischfabrik ein kärgliches Leben. Elena ist mit ihrem ersten Roman erfolgreich und hat ihren Verlobten Pietro, einen jungen Professor aus einer Familie von Intellektuellen, geheiratet. Sie wird zweifache Mutter und lässt sich, nachdem sie zunächst noch mit engagierten Artikeln in der "Unita" auf sich aufmerksam gemacht hatte, immer mehr in die Rolle der Hausfrau und Mutter drängen. Dabei ist in den Jahren 1968 ff. die Gesellschaft, in der sie lebt, vielleicht noch stärker, als das in Ulla Hahns Deutschland der Fall war, von einem enormen Umbruch und einer revolutionären Energie betroffen, die bis zu den Auswüchsen der Roten Brigaden führt. Viele der früheren, in den beiden ersten Büchern schon aufgetauchten Freunde von Elena, sind in diese gesellschaftlichen Auseinandersetzungen verwickelt und auch Elena versucht sich damit auseinanderzusetzen. Aber wie schon ihr ganzes Leben lang versucht sie, sich an anderen zu orientieren. Sie will, zu einer Schicht von Menschen gehören, die eine andere Herkunft haben als sie, mit enormen Anstrengungen schafft sie das auch immer wieder, aber sie kommt kaum wirklich zu sich selbst. Das Verhältnis zu ihrer Freundin Lila bleibt entfremdet, auch und gerade dann, als Lila zusammen mit Enzo in der neuen Technik der Computer reüssiert und bei ihrem früheren Erzfeind sich anstellen lässt und eine Menge Geld verdient. Im zweiten Band stand Elena am Ende einem Mann gegenüber, den sie fast schon vergessen hatte. Dieser Mann taucht wieder auf, und die Beziehung zu ihm scheint dem Leben Elenas eine neue Wendung zu geben. Unklar wird bis zum vierten Band bleiben, ob zum Guten oder zum Schlechten. Es ist beachtenswert, wie es der nach wie vor unbekannten Autorin gelingt, ihre zahlreichen Figuren (sie werden am Anfang jeden Bandes zum Nachschlagen zwischendurch aufgeführt und vorgestellt) über einen Zeitraum von einem halben Jahrhundert in immer wieder neuen Verwicklungen und Situationen auftauchen zu lassen. Neben dem zweifellos vorhandenen unterhaltsamen Charakter der Romanreihe ergibt sich aber zusätzlich ein überzeugendes Gesellschaftsbild Italiens Im Allgemeinen und Neapels im Besonderen. Es geht um den sich entwickelnden Feminismus, um die politischen Kämpfe der Arbeiter und Studenten und um eine ganze Menge Widersprüche, vor allem aber wieder um diese ganz besondere Freundschaft zwischen zwei Frauen, die aus der gleichen sozialen Situation kommen, deren Leben sich aber so unterschiedlich entwickelt. Der vierte, für den Februar 2018 angekündigte Band wird für eine große Leserschaft nicht nur offenbaren, wie es mit der Geschichte dieser beiden Frauen und dem großen Netzwerk von Personen, in dem sie leben, weitergeht, sondern vielleicht auch das Geheimnis von Lila lüften, deren plötzliches Verschwinden im Alter von 66 Jahren der eigentliche Grund war, dass Elena Ferrante ihre Geschichte niederschrieb.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Getrennte Wege - von leseratte1310 - 03.09.2017 zu Elena Ferrante „Die Geschichte der getrennten Wege“
Lila und Elena sind in den siebziger Jahren erwachsene Frauen. Elena ist ihren Weg gegangen und hat das Leben im ärmlichen Rione hinter sich gelassen. Sie hat ihr Studium beendet und inzwischen ein Buch veröffentlicht. Sie heiratet in eine angesehene norditalienische Familie ein und wird Mutter. Nun hat sie das, wovon sie eigentlich immer geträumt hat, aber dennoch ist sie nicht zufrieden. Ihr Mann war ihr eigentlich fremd, als sie geheiratet haben und nun nehmen die häuslichen Verpflichtungen sie so in Anspruch, dass ihr keine Zeit und Kraft mehr zum Schreiben bleibt. Lila muss nach der Trennung von ihrem wohlhabenden Mann wieder zurück in ein hartes Leben. Die Arbeit in einer Fleischfabrik ist schwierig und greift die Gesundheit an. Doch sie will etwas verändern und engagiert sich in der Gewerkschaft. Sie hat sich auch selbst nicht aufgegeben und nutzt die Chancen, die sich ihr bieten. Die Freundschaft der beiden besteht weiter, obwohl sie so unterschiedlich sind. Aber es hat immer auch Auseinandersetzungen gegeben und nun gibt es auch noch Missgunst und Konkurrenzdenken. Das zeigt sich besonders, als Nino, der Schwarm von früher, wieder auftaucht. Beide Frauen haben ihn nie vergessen. Es ist einer außergewöhnliche Beziehung zwischen den beiden Frauen. Für mich gibt es mehr Trennendes als Verbindendes, dennoch haben sie ihre Freundschaft immer aufrecht erhalten. Sie haben sich geholfen und sie haben sich bekämpft. Aber ihre Herkunft hat Spuren in ihrem Leben hinterlassen, dass sie wohl zusammengehalten hat. Doch dann trennen ich ihre Wege. Die Geschichte ist wieder sehr angenehm zu lesen. Alle Charaktere sind sehr gut und authentisch dargestellt. Inzwischen kennt man sie sehr gut und will unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Gut gefallen hat mir auch die Beschreibung der politischen Situation in Italien und das Kämpfen der Gewerkschaften für bessere Arbeitsbedingungen. Aber ich bin immer noch ziemlich zwiespältig mit dieser Buchserie. Die Geschichte verläuft etwas langatmig und dadurch hält sich die Spannung in Grenzen. Allerdings möchte man, sobald man eines der Bücher gelesen hat, unbedingt wissen, wie es weitergeht und warum Lila verschwand.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll dritte Runde - von gagamaus - 30.08.2017 zu Elena Ferrante „Die Geschichte der getrennten Wege“
Der Titel des dritten Bandes der Ferrante-Saga "Die Geschichte der getrennten Wege" beschreibt bereits sehr gut, was der Leser zu erwarten hat. Natürlich sind wieder Elena und Lila die Akteurinnen, um die sich alles dreht. Wobei Elena meiner Meinung nach etwas mehr Raum und etwas mehr Gefühl eingeräumt bekommt. Beide Frauen suchen nach dem Platz im Leben. Elena glaubte ihn in der Ehe und Mutterschaft gefunden, wollte schreiben und sich durch geschriebene Worte ausdrücken. Aber mehr und mehr erkennt sie, dass ihr Leben keine Freiheit bietet. Dass es ein goldener Käfig ist in dem ihr Mann gerne der Wärter wäre. Ein liebevoller Wärter aber einer, der sie klein halten und nicht in die Lüfte steigen lassen will. Lila dagegen ringt mit dem Establishment, mit den Firmenchefs und den Bürokraten. Sie versucht ihre Revolution lauter und deutlicher. Immer weiter führt die Frauen der Weg. Sie haben sich etwas aus den Augen verloren. Sie sind noch immer nicht am Ziel ihrer Wünsche. Die Geschichte geht weiter und weiter. Ferrante schreibt intensiv und ausführlich. Ihr sind nicht nur die lieben der Protagonisten wichtig, sondern auch die Entwicklung der Gesellschaft um sie herum. Dadurch wird der Roman gehaltvoll aber auch manchmal etwas langatmig. Ich bin gespannt, ob die Freundinnen im nächsten Band wieder zueinander finden - und zu sich selbst.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Die Geschichte der getrennten Wege - von Miss.mesmerized - 26.08.2017 zu Elena Ferrante „Die Geschichte der getrennten Wege“
Italien, 1970er Jahre. Elena Grecos Buch wird ein großer Erfolg in Italien, selbst im Rione hat man es gelesen und die Leute schwanken zwischen Bewunderung und Ablehnung ob der für ihr Empfinden expliziten Szenen. Nur Lila will der Freundin keine Anerkennung zollen. Sie ist jedoch auch zu sehr mit dem eigenen Überleben beschäftigt, nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hat und in einer Wurstfabrik schuftet. Die Strömungen der Zeit machen auch vor Neapel nicht Halt und die Gewerkschaften werden zunehmend stärker. Lila liefert ihnen Futter und bringt sich damit in höchste Gefahr. Auch Elena lässt sich von der Kampfeslust anstecken und schreibt erfolgreich über die Ausbeutung und schlechte Behandlung der Arbeiter, doch schon kurz nach ihrer Hochzeit mit Pietro ändert sich ihr Leben vollends: ungewollt schwanger wird sie mehr und mehr in das Leben einer Hausfrau und Mutter gedrängt, das an ihren Nerven zerrt und sie vom Schreiben abhält. Während ihrerseits Lila nun ihre Karriere als Programmiererin vorantreibt, geht Elenas Stern langsam unter. Der Rione versinkt im Chaos von Gewalt und Korruption, keine Familie kann sich dem Supf entziehen, nur Elena bleibt fernab der Heimat Zaungast. Und plötzlich tut sich die Chance zum Ausbruch aus dem inzwischen verhassten Leben auf. Elena Ferrantes Saga um die beiden Kindheitsfreundinnen geht mit Band drei weiter. Aus den beiden Mädchen sind erwachsene Frauen und Mütter geworden. Das Leben schenkt keiner von ihnen etwas. Beide haben unterschiedliche Kämpfe auszutragen und es scheint fast, als sei ihr Schicksal aneinandergeknüpft: geht es bei der einen bergauf, geht es mit der anderen bergab, bis das Rad der Zeit sich weiterdreht und die Verhältnisse wieder umkehrt. Immer noch besteht zwischen ihnen eine Art Hass-Liebe: sie unterstützen sich und sie bekämpfen sich. Keine kann sich von der anderen lösen, argwöhnisch beäugen sie sich gegenseitig und geradezu gehässig schlagen sie immer wieder zu und verletzten sich gegenseitig. Es ist vor allem die Faszination der Erzählerin für ihre Freundin, die einen gewissen Reiz ausmacht und man versteht, weshalb diese nun erwachsene Frau, die immer noch so bösartig und hinterhältig sein kann, wie man sie als Kind bereits erlebt hat, sie nicht loslässt. Auch andere Figuren spüren das Unbegreifliche an Lila, "das zugleich verführte und beunruhigte, die Kraft einer Sirene." (S. 169). Alle verfallen ihrem Charme eher oder später und bezahlen für die Zuneigung, die sie ihr entgegenbringen. Auch Pietro ist nicht gefeit davor, versucht sich jedoch durch seine distanzierte Analyse davor zu schützen, was auch ihm nur mäßig gelingt. In diesem Band fand ich neben der geradezu bizarren Freundschaft der beiden vor allem Elenas Loslösung von der Familie interessant. Sie heiratete in eine andere Welt, lebt fernab von Neapel und bekommt von den Alltagssorgen nichts mit. Sie eilt jedoch immer wieder nach Hause, wenn erforderlich, nur um dort auf Ablehnung zu stoßen: sie gehört nicht mehr dazu, sie versteht ihre eigene Familie nicht mehr und kann vor allem nicht nachvollziehen, wie sich die Strukturen wandeln. Hier greift die Autorin geschickt die politischen Entwicklungen und vor allem das Erstarken der Mafia auf, das immer nur am Rande thematisiert wird. So wie man vor Ort niemals darüber sprechen kann, wird dies auch im Buch nicht offen thematisiert. Elena erfährt immer nur am Telefon von den Morden und den möglichen Verdächtigen, nie ist sie präsent, die Taten bleiben an der Peripherie. Der Schreibstil Elena Ferrantes ist unverkennbar und knüpft nahtlos an den Vorgängerband an. Die Seiten fliegen einmal mehr nur so dahin und wie gewohnt bleibt auch am Ende ein großes Fragezeichen bezüglich der Zukunft der Figuren. Man darf auf den Abschluss der Reihe gespannt sein.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Stagnation - von yellowdog - 20.08.2017 zu Elena Ferrante „Die Geschichte der getrennten Wege“
Die Geschichte der getrennten Wege hat als dritter Teil der Serie das Problem vieler Mittelteile von Serien. Viel ist schon passiert, das Finale ist noch fern, und dieser Teil ist handlungsarm. Lange plätschert die Handlung vor sich hin. Dafür wird immerhin gut ein Stimmungsbild der Zeit in Italien gezeigt. Mit den Anfang der siebziger Jahren erfolgt eine Wende. Während bisher im konservativen Teil von Italien nicht viel von Frauenrechten oder gar Feminismus zu hören war, wird jetzt immerhin schon mal nach der Pille gefragt. Auch der Arbeiterkampf spielt jetzt eine Rolle. War die Saga bisher im Prinzip ein Entwicklungsroman in mehreren Teilen stagnieren die Figuren inzwischen mehr oder weniger. Elena kommt bei ihrer Schriftstellerei trotz Erstlingserfolg nicht richtig in Fahrt. Sie wird sogar von Lila wegen ihrer Werke kritisiert, doch warum versucht Lila nicht auch endlich mal wieder etwas in der Richtung. Sie hatte doch als Kind Potential dafür. Aber natürlich kann man verstehen, dass das nicht so einfach ist. Dafür erwartet Lila, dass Elena ihr erfolgreiches Leben quasi für sie mitlebt. Diese aber zögert und zaudert wie gewohnt. Die Freundschaft der beiden Frauen ist jedoch abgekühlt, sie halten auch viel Distanz. Dennoch denke und hoffe ich, dass tiefergehend noch das alte Zusammengehörigkeitsgefühlt da ist. Enttäuschenderweise kommt Lila in diesem Teil der Saga aber nur wenig vor. Der Alltag dominiert. Eigentlich ist das auch eine Qualität von Elena Ferrante, das so zu zeigen. Elena heiratet und wird Mutter. Das Eheleben mit Pietro verläuft unaufregend, dann gibt es ein Wiedersehen mit alten Freunden, wobei es eine neue Annäherung an Nino gibt. Das Ende des Romans verläuft dann so, dass man auf keinen Fall auf den vierten und letzten Teil verzichten kann. Jetzt beginnt das Warten auf 2018.
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