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Der Fluch des Hauses Foskett

Originaltitel: The Curse of the House of Foskett. 'The Go…
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Produktdetails
Titel: Der Fluch des Hauses Foskett
Autor/en: M. R. C. Kasasian

ISBN: 3455000649
EAN: 9783455000641
Originaltitel: The Curse of the House of Foskett.
'The Gower Street Detective Series'.
Übersetzt von Alexander Weber, Johannes Sabinski
Atlantik Verlag

16. August 2017 - gebunden - 492 Seiten

Sidney Grice ist zurück, und seine Laune ist nicht besser geworden. Die Stimmung in der Gower Street 125 ist mies. Seit Sidney Grice durch seine Ermittlungen einen unschuldigen Mann an den Galgen gebracht hat, laufen die Geschäfte schlecht. Der scharfsinnigste Detektiv des viktorianischen England liegt stundenlang apathisch in der Badewanne. Selbst zum Einsetzen seines Glasauges fehlt ihm die Kraft. March Middleton, Sidneys Patentochter, langweilt sich zu Tode ... Bis zu dem Tag, an dem ein Mitglied des bizarren Clubs »Finaler Sterbefallverein« sein Leben aushaucht - mitten in Sidneys Wohnzimmer. Immerhin haben Sidney und March endlich wieder etwas zu tun. Und das nicht zu knapp, denn es bleibt nicht bei dieser einen Leiche. Die Ermittlungen führen das ungleiche Paar von London bis nach Kew in ein unheimliches Herrenhaus, dessen Eigentümerin, die enigmatische Baroness Foskett, eine alte Bekannte Sidneys ist.
Martin R. C. Kasasian ist im englischen Lancashire aufgewachsen, hat in Fabriken und Restaurants gearbeitet, auf dem Rummelplatz, beim Tierarzt und als Zahnarzt, bevor er zu schreiben begann. Die Sommer verbringt er mit seiner Frau in Suffolk, im Winter leben die beiden in Malta.
"Es ist eine fantastisch morbide großstädtische Szenerie, die M.R.C. Kasasian erschafft. Die Fantasie dieses Autors blüht wirklich in den schillerndsten Farben des Elends. " taz

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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Sidney Grice in Bestform - von Jashrin - 06.09.2017 zu M. R. C. Kasasian „Der Fluch des Hauses Foskett“
Seit seinem letzten Fall steht es nicht gerade zum Besten mit Sidney Grices Ruf. Da ist es auch nicht sonderlich förderlich, dass ein Mann in seinem Arbeitszimmer tot zusammenbricht. Vergiftet. Ein Gutes hat sein Tod jedoch: Sidney und March haben immerhin wieder einen Fall aufzuklären und bald gibt es mehr als nur eine Leiche. Eine der Spuren führt die beiden raus aus London auf das Gut der Baronin Foskett. Nicht nur, dass sie eine alte Bekannte von Sidney Grice ist, sie ist auch noch Mitglied eines obskuren Klubs, dem "Klub des letzten Todes , der im Zentrum aller Morde zu stehen scheint. Nachdem ich "Mord in der Mangle Street" noch etwas zwiespältig gegenüberstand, hat mich der zweite Band nun restlos überzeugt und es ist klar, dass ich auch den nächsten Teil lesen werde - wie könnte ich auch anders, nach dem fiesen Cliffhanger am Ende?! Sidney Grice ist wie schon im ersten Fall arrogant, sehr von sich selbst überzeugt und so scharfsinnig wie eh und je. Doch so brillant er auch ist, ihm mangelt es immer noch an sozialen Fähigkeiten. Sein Umgangston ist oft rüde und unhöflich und Sarkasmus oder Ironie versteht er in den wenigsten Fällen. So kommt es vor allem mit March immer wieder zu herrlichen Szenen: "»Ich möchte wetten, man war hocherfreut über Ihren Besuch. Es ist weit nach Mitternacht.« »Nun, da müssten Sie Ihrem Einsatz aber Lebewohl sagen (¿) Man war zutiefst verdrossen und drohte mir mit dem jüngsten Gericht.« (S.375/376) Doch auch wenn Sidney ganz der alte ist, so zeigt er ab und an tatsächlich auch weiche Züge, vor allem wenn er sich um March sorgt, auch wenn er dies nie zugeben würde. War sie ihm im ersten Teil augenscheinlich eher lästig, so lernt Sidney March immer mehr zu schätzen. Auch wenn sein Frauenbild, generell sein Weltbild, stark von der Gesellschaft im viktorianischen England geprägt ist, und er weiten Teilen der Bevölkerung beinahe jegliche Fähigkeit zu eigenem Denken abspricht, kann er nicht umhin, einige ihrer Schlussfolgerungen anzuerkennen. Ebenso wie Sidney entwickelt sich auch March weiter. Sie wächst an ihren Aufgaben ebenso wie durch den ständigen Umgang mit ihrem Patenonkel. Trotzdem bewahrt sie sich ihren Humor und ihre neugierige und direkte Art, auch wenn ihr diese wieder einmal beinahe zum Verhängnis wird. Zudem haben wir das Vergnügen durch mehrere eingeschobene Tagebucheinträge, mehr aus der Zeit zu erfahren bevor Sidney in Marchs Leben trat. Außer den beiden Protagonisten lernen wir neben den Mitgliedern des "Klubs des letzten Todes" vor allem Dr. Berry kennen, deren Gesellschaft und Intellekt Sidney keineswegs unangenehm erscheinen. Immerhin ist sie "¿ die viertintelligenteste Frau, die mir je begegnet ist¿" (S.426), wie er so präzise formuliert. Sie ist in jedem Fall ein interessanter Charakter und ich habe lange Zeit gerätselt, welche Rolle sie wohl für Sidney oder den Fall spielen wird. Der Fall an sich ist wieder einmal sehr komplex und voller unerwarteter Wendungen. Beruhigender Weise verfolgt auch Sidney nicht nur die eine richtige Spur und so kommt es zu einer Auflösung, die ich in dieser Form zu keinem Zeitpunkt erwartet hätte. Während ich in meiner Rezension zu "Mord in der Mangle Street" noch bemängelt habe, dass Sidneys Charakter überzogen dargestellt ist, kann ich diesen Eindruck nicht mehr bestätigen. Seine Figur ist sicherlich ungewöhnlich, aber diesmal hat er mir gut gefallen. Ebenso kann ich diesmal keine Kritik daran üben, wie das viktorianische London dargestellt wird. Ob alles historisch korrekt ist, vermag ich nicht zu sagen, doch die Atmosphäre und die Beschreibungen wirken authentisch. Mein Fazit: Der zweite Fall für Sidney Grice und March war spannend und gut durchdacht. Die beiden bilden ein geniales Ermittlerpaar und es macht einfach Spaß sie bei der Aufklärung des Falls zu begleiten. Zudem macht die wunderbare Dynamik zwischen dem selbstgefälligen Grice und der neugierigen March das Buch zu einem echten Lesevergnügen und sorgt immer wieder für amüsante Szenen. Daher ganz klar eine absolute Leseempfehlung von mir.
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