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Schicksalsanalyse

Wahl in Liebe, Freundschaft, Beruf, Krankheit und Tod. Un…
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Produktdetails
Titel: Schicksalsanalyse
Autor/en: Leopold Szondi

ISBN: 379650521X
EAN: 9783796505218
Wahl in Liebe, Freundschaft, Beruf, Krankheit und Tod.
Unveränd. Nachdruck d. 4. Aufl.
Schwabe Basel

2004 - gebunden - 529 Seiten


Inhalt


Geleitwort des Herausgebers zur dritten Auflage.9
Vorwort und Einleitung des Autors.12


ERSTER TEIL: ALLGEMEINE SCHICKSALSANALYSE

Abschnitt I: Die erbbiologische Grundlage der Analyse des menschlichen Schicksals

Kapitel I:Begriff des Schicksals.30
Kapitel II:Physiologie der latenten rezessiven Gene.35
1.Die Gene.35
2.Die Gentheorie der Objektwahl.39
3.Der Genotropismus.41
4.Die Genverwandtschaft.41
5.Die Wirkung der latenten rezessiven Gene.42
6.Die Heterosis.46
7.Die Frage der Objektwahl, der sexuellen Auswahl in der Tierwelt.51
8.Zwei Erscheinungsformen der genischen Bestrebungen.56
9.Die fünf Hauptformen des Genotropismus.57
10.Die Genquantitätstheorie und die multiple Allelie.59
11.Die Anwendung der quantitativen Gentheorie und der multiplen Allelie in der Schicksalsanalyse.62
Kapitel III:Trieb und Schicksal.65
1.Begriff des Triebes.65
2.Die Triebkriterien der Schicksalsanalyse.68
3.Das Triebsystem der Schicksalsanalyse.73
4.Die Schicksalsmöglichkeiten der Triebe.76
Kapitel IV:Methodik der Schicksalsanalyse.82
A.Die Methode der genotropischen Familienforschung.82
1.Allgemeines.82
2.Einfache Beispiele zur Demonstrierung des Genotropismus (Fälle 1-7)85
3.Nachweis des Konduktorcharakters der Ehepartner (Fälle 8-21).91
B.Die experimentelle Triebdiagnostik.120


ZWEITER TEIL: SPEZIELLE SCHICKSALSANALYSE

Abschnitt II: Gattenwahl als Schicksal

Kapitel V: Faktoren der Gattenwahl.132
1.Der Reiz der Gleichheit und Verschiedenheit in der Gattenwahl.132
2.Der Sinn der Gattung und Gattenwahl.135
3.Die Rolle der Eltern und Geschwister bei der Gattenwahl.137
4.Gattenwahl als eine Manifestationsform des Genotropismus.139
Kapitel VI:Inzest und Genotropismus (Fälle 22-23).143
Kapitel VII:Bisexualität und Genotropismus (Fälle 24-26).150
Kapitel VIII:Die schicksalhafte Bildung genotropischer Konglomerate von Menschen. Analyse eines Menschenkonglomerats.165
Kapitel IX:Homosexualität und Genotropismus (Fälle 27-28).200
Kapitel X:Inzestscheu und Genotropismus (Fall 29).226
Kapitel XI:"Vernunftehe" und Genotropismus (Fall 30).229
Kapitel XII:Genotropismus bei normalen Individuen (Fälle 31, 32).233
Kapitel XIII:Gattenwahl bei eineiigen Zwillingen (Fall 33).238

Abschnitt III: Freundeswahl als Schicksal

Kapitel XIV:Freundschaftswahl und Genotropismus (Fälle 34-38).247

Abschnitt IV: Berufswahl als Schicksal

Kapitel XV: Erbkreise und Berufskreise.260
Kapitel XVI:Berufe des paroxysmalen Triebkreises. Der P-Kreis (Fälle 39-53).263
Kapitel XVII: Berufe des schizoformen Triebkreises. Der Sch-Kreis (Fälle 54-69).284
Kapitel XVIII: Berufe des zirkulären Triebkreises. Der C-Kreis (Fälle 70, 71)307
Kapitel XIX: Berufe des sexuellen Triebkreises. Der S-Kreis (Fälle 72-78)313
Kapitel XX:Berufe des Erbkreises der Minderwertigkeiten (Fälle 79-82)333
Trieb und Beruf.336

Abschnitt V: Krankheitswahl als Schicksal

Kapitel XXI: Über die Krankheitswahl im allgemeinen.343
1.Die Rolle der Hormonkrisen in der Manifestation der Gene.345
2.Die Zwillingsforschung als eine Methode zur Erforschung der Rolle der Außenwelt und der individuellen Erlebnisse bei der Manifestation der Gene.347
Kapitel XXII:Krankheitswahl: Morbotropismus (Fälle 83-89).349

Abschnitt VI: Todeswahl als Schicksal

Kapitel XXIII:Todeswahl als Schicksal: Thanatotropismus (Fälle 90, 91)357
Die Frage der "Mörderwahl".366


DRITTER TEIL: ERBANALYSE

Abschnitt VII: Anwendung der erbstatistischen Methodik in der Schicksalsanalyse

Kapitel XXIV:Methoden zur Feststellung des Erbganges.375
1.Allgemeine Kriterien.376
2.Vergleich der grob-empirisch gefundenen Erbproportionen mit den Idealproportionen (Fälle 92-94).380
3.Beispiel zur Anwendung der Probandenmethode nach Weinberg.394
4.Beispiel zur Anwendung der Kompensationsmethode nach J. Bauer und B. Aschner.401
5.Familienforschung.416
Kapitel XXV:Methodik zur Feststellung der Krankheitseinheit verschiedener Erscheinungsbilder mit Hilfe der Kompensationsmethode (Fälle 95-96).422
Vergleichende Untersuchungen über den Ergbang des Stotterns und der Migräne sowie anderer anfallartiger Kopf leiden.427
Kapitel XXVI: Methode zur Bestimmung einer Krankheitseinheit bzw. eines Erbkreises auf Grund der multiplen Allelie und der fakultativen Dominanz (Fälle 97-99).435
1.Übersicht über die ermittelten Erbdaten der Erbtrias Stottern-Epilepsie- Migräne.436
2.Entwurf einer Theorie der Zygotenkonstitution des Stotterns, der Epilepsie und der Migräne.441
3.Erklärung der Tatsachen mit Hilfe der vorgeschlagenen Theorie.445
Kapitel XXVII:Die Anwendung der Zwillingsforschungen bei paroxysmalen Erkrankungen (Fälle 100-102).472
1.Zwillingsforschungen beim Stottern.473
2.Zwillings- und Erbgangsforschung bei Epilepsie.480
3.Zwillingsforschung bei Migränekranken.486
Kapitel XXVIII: Zur Genetik der Berufswahl, des Operotropismus.489
Zur Genetik des geistlichen Berufes.491
Schlußwort.502
Literaturverzeichnis.504
Erklärung der Abkürzungen in den Stammbäumen.510
Zeichenerklärung.510
Erklärung einzelner fachwissenschaftlicher Ausdrücke.512
Sachregister.517
Namenregister.527









Geleitwort des Herausgebers zur dritten Auflage


Seit Erscheinen der ersten und der zweiten Auflage dieses Buches habe ich als Herausgeber eine Reihe von Diskussionen mit Ja- und Neinsagern zu Szondis Gesamtwerk durchgeführt. Mehrere meiner nächsten Mitarbeiter, die sich einer Psychoanalyse unterzogen hatten, berichteten über die später von ihnen erlebte Psychotherapie bei Szondi. Testpsychologen gaben Aufschluß über ihre Erfahrungen mit dem Szondischen Testverfahren. Ich selbst verwendete letzteres gelegentlich oder ließ es durch andere für Patienten ausführen. Dazu kam das Studium eines Teils der in den letzten zwei Jahrzehnten erschienenen internationalen Literatur über die Schicksalsanalyse und die damit zusammenhängende weitere Szondi-Forschung.

Einige Aussprachen mit Szondi selbst behandelten umstrittene Fragestellungen und Schlußfolgerungen in Theorie und Praxis. Eines der Ergebnisse ist folgendes: Der Inhalt der ersten Auflage war ein wesentliches Fundament eines Bauwerkes, das in den letzten zwei Jahrzehnten - Stockwerk um Stockwerk - errichtet wurde. Das Bauwerk ist noch nicht vollendet.

Das Material hat sich in der Bearbeitung und Beanspruchung als elastisch und tragfähig erwiesen. Die Forschungsmethode des Baumeisters weist Qualitäten auf, die Wissenschaftlern und Künstlern eigen sind : Beobachtungsgabe, Fähigkeit, sinnreich zu experimentieren, neue Zusammenhänge zwischen heterogen erscheinenden Gegebenheiten herzustellen. Szondi ist zugänglich für Kritik, er hat Intuition, um das Gefundene mit Hypothese und Realität in inneren Zusammenhang zu bringen. Produktiv hat sich sein Werk erwiesen für praktische Auswertung in der Psychologie, Psychohygiene, in der psychosomatischen und tiefenpsychologischen Therapie wie für die Anthropologie. Keineswegs sind die Aufgaben, welche sich Forschung und Praxis der genannten Kategorien stellen, gelöst, aber Szondi hat Grundlagen und Brücken herausgearbeitet, die bisher vernachlässigt oder unbeachtet blieben.

Prüfen wir kurz den Inhalt der dritten Auflage im Vergleich mit der zweiten: Ein Hauptargument gegen die früheren Auflagen war das, daß der Genotropismus nur durch Einzelstammbäume und nicht durch erbstatistische Methoden bewiesen wurde. Die dritte Auflage hat in dem neuen "Dritten Teil" die wichtigsten Methoden der Erbanalyse nicht nur technisch dargestellt, sondern diese Methoden gerade an jenen Problemen aufgezeigt, die von den Kritikern am stärksten in Frage gestellt wurden. Diese sind unter anderm: 1. Die Frage der erbbiologischen Bestimmung einer Krankheitseinheit von klinisch verschiedenen Krankheitsbildern. Mit der dargestellten Methode der fakultativen Dominanz bei multipler Allelie, die bisher sogar in der Fachliteratur der Genetik nur an wenigen Beispielen angewendet wurde, konnte die Erbeinheit von Epilepsie, Migräne und Stottern und somit die Erbverwandtschaft ihrer Träger erwiesen werden. 2. Die Feststellung der Schicksalsanalyse, nach der zwischen den psychiatrischen Erbkreisen und bestimmten Berufskreisen eine enge biologische Beziehung bestehe, wurde durch die Erbanalyse der 1419-köpfigen Verwandtschaft von 25 Geistlichen erbstatistisch begründet. Es geht hier um ein Paradigma für die nachfolgenden Untersuchungen auf dem Gebiete der Berufswahl.

Die Regel des Genotropismus wurde inzwischen von Dr. med. Claude Nachin an Alkoholpsychosen ("Investigations préliminaires à une étude scientifique de l'Alcoolisme psychiatrique", Lyon 1957), ferner von Dr. med. R. Rey-Ardid (Contribución a la genética psiquiátrica, Arch. Neurobiol. [Madrid] 18, Nr. 1 [1955]) an Schizophrenen bestätigt.

Die Herausgabe der "Schicksalsanalyse" im Jahr 1944 setzte große Widerstände. Die Widerstände lösten eine Anzahl von Diskussionen aus, auch Nachprüfung unter ändern von Szondi selbst. Ihr Ergebnis ist in dieser Auflage ausgewertet, wie in den vier seit 1944 entstandenen Büchern des Autors. Letztere enthalten ferner die Ergebnisse der Schicksalsanalyse auf dem Gebiete der Triebdiagnostik, der Triebpathologie, der Ich-Analyse und der Therapie.

Es fiel eben das Wort "Ich-Analyse". Als Mitarbeiter Paul Federns und Herausgeber seiner "Ich-Psychologie und die Psychosen" bin ich mir der Differenz der ichpsychologischen Auffassung von S. Freud, Szondi und Federn bewußt. Alle drei gehen eigene Wege zur Erforschung des Ich. Forscher und Praktiker sollen vorurteilsfrei Kenntnis nehmen von den verschiedenen Interpretationen der verwandten Beobachtungen an Kranken und Gesunden. Widerstände sind zu überprüfen, die aus dem Festhalten an einem Dogma stammen, soweit es ein reiner Glaubenssatz ist. Erweiterungen unseres Wissens und des Erfahrungsschatzes unter Auswertung neuer Funde in Grenzgebieten macht uns zu nie Auslernenden. Für diese Offenheit und produktive Neugier als Vorfreude am Kommenden gab uns S. Freud manches Beispiel. An einer Stelle schreibt er: "Die konstitutionelle Triebstarke und die im Abwehrkampf erworbene ungünstige Veränderung des Ichs, ... sind die Faktoren, die der Wirkung der Analyse ungünstig sind und ihre Dauer ins Unabschließbare verlängern können. Man ist versucht, das erstere, die Triebstärke, auch für die Ausbildung des anderen, der Ichveränderung, verantwortlich zu machen, aber es scheint, daß diese auch ihre eigene Ätiologie hat und eigentlich muß man zugestehen, daß diese Verhältnisse noch nicht genügend bekannt sind. Sie werden eben erst jetzt Gegenstand des analytischen Studiums" (Bd. XVI S. 64).

"Das Interesse der Analytiker scheint mir in dieser Gegend überhaupt nicht richtig eingestellt zu sein. Anstatt zu untersuchen, wie die Heilung durch die Analyse zustande kommt, was ich für hinreichend aufgeklärt halte, sollte die Fragestellung lauten, welche Hindernisse der analytischen Heilung im Wege stehen" (Bd. XVI, S. 65).

Die Einordnungsfähigkeit der Forschungsmethoden und Forschungsergebnisse der verschiedenen tiefenpsychologischen, soziologischen und verwandten Schulen, die begründeterweise Differenzen aufweisen müssen, soll immer wieder erweckt und geprüft werden. Dazu kann das Werk Szondis Wesentliches beitragen. Seine kritische, planvolle und vorurteilsfreie Zu- und Einordnung in den Reichtum und in die Armut der Einzelwissenschaften ist der Wunsch des Herausgebers.


Basel, im Frühjahr 1965Heinrich Meng



Vorwort und Einleitung des Autors zur ersten, zweiten und dritten Auflage


I


Die ersten Mitteilungen über meine schicksalsanalytischen Untersuchungen wurden 1937 veröffentlicht1. Seither hat man mich oft gefragt, warum meine ursprünglich rein genetischen Forschungen diesen neuen Weg eingeschlagen haben. Es ist vielleicht an dieser Stelle angebracht, eine Erklärung hierfür zu geben.

Es war vor mehreren Jahren, als eine junge Frau in Begleitung ihres Mannes in meiner Ordination erschien. Zunächst klagte sie über Nervosität, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und eine Art Scheu vor Gesellschaft. Dann erzählte sie, daß sie einige Jahre zuvor wegen neurotischer Zwangsvorstellungen in psychiatrischer Behandlung gewesen sei. Sie wurde oft von dem Gedanken gequält, sie müsse in einen Brunnen springen. Beim Schreiben geriet ihre Hand ins Stocken, da sie einige Buchstaben, insbesondere das "k", nicht niederschreiben konnte. Die damalige Behandlung schien zunächst erfolgreich; sie konnte in ihr Heim auf dem Lande zurückkehren. Bald zeigten sich aber ihre Zwangsvorstellungen, wenn auch in anderer Form, wieder. Ihr Kind erkrankte, und sie pflegte es selbst. Nachdem sie ihm aus einer Flasche Medizin verabreicht hatte, bemächtigte sich ihrer eine furchtbare Angst, das Kind vergiftet zu haben; ein Gedanke, der sie dann dauernd quälte. Überhaupt leidet sie seitdem unter der Zwangsvorstellung, sie müsse andere Menschen vergiften. Sie kann diese Vorstellung nicht loswerden. Wenn sie ihren Kindern Süßigkeiten oder ihrem Mann oder Gästen irgendetwas gibt, wird sie sofort von den Vergiftungsgedanken befallen und gequält. Sie weiß wohl, daß diese nichts als "Dummheiten" sind, doch kann sie sie aus eigener Kraft nicht loswerden. Mit Tränen in den Augen fragte sie mich: "Haben Sie je einen Menschen gesehen, der sich von so albernen Gedanken quälen läßt?"

"Seit Jahren sucht mich eine liebe alte rau vom Lande regelmäßig auf", antwortete ich, "die unter ganz ähnlichen Vergiftungsideen leidet. Und noch mehr: Sie trägt ihre Beschwerden fast mit denselben Worten vor." Der Gatte der Patientin, der bis jetzt schweigend auf einem Stuhl gesessen hatte, sagte hier plötzlich: "Ich kenne diesen Fall, Herr Doktor - diese alte Dame ist meine Mutter."

Diese Erklärung hat mich tief beeindruckt. Ich nahm meine Aufzeichnungen über die alte Frau heraus und las darin folgendes:


"72 Jahre alte Frau, Mutter von vier Kindern, seit langer Zeit Witwe. Nervosität zeigte sich bei ihr bereits im Mädchenalter, damals aber nur in Form von Schlaflosigkeit. Die Zwangsvorstellungen sind erst nach dem Tode ihres Mannes zur Zeit der Gegenrevolution in Ungarn aufgetreten. Damals, als ein Offizier in ihrem Landhaus einquartiert wurde, kam es zu einem tragischen Vorfall: Die Geliebte des Offiziers vergiftete sich im Hause. Seitdem hat die Patientin die Zwangsvorstellung, das Mädchen sei von ihr vergiftet worden da sie irgendein Gift in ihrem Zimmer vergessen habe. Wenn sie eine Medizinflasche auf dem Tisch läßt, glaubt sie sofort, sie wollte ihre Kinder und Enkel vergiften. Einmal hat sie Rattengift im Hof ausgeschüttet, wonach sofort der Gedanke sie zu quälen begann, sie habe das ganze Dorf vergiften wollen. Ähnliches erlebt sie, sooft sie Gästen und ihren Kindern Süßigkeiten oder Leckereien anbietet. Sie hat Angst, irgendwohin zu gehen, da sie glaubt, sie werde bei den Leuten, die sie besucht, jemanden vergiften. Manchmal fällt in ihrem Garten eine reife Frucht vom Baum in den Brunnen. Dann wird sie sofort von der schrecklichen Angst befallen, das Wasser sei nun durch die Frucht giftig geworden. Wenn jemand im Dorfe stirbt, kann sie sich kaum vom Gedanken befreien, der Betreffende sei an dem Mehl gestorben, das sie ihm vor einigen Jahren verkauft habe (es sind Getreidehändler) ..."


Soviel aus der alten Krankengeschichte. Hierauf habe ich nun die Eheleute über die Geschichte ihrer Liebe und Eheschließung befragt und erfuhr folgendes : Schon in ihrer Kindheit wußten sie voneinander, bevor sie sich kennen lernten. Sie waren entfernte Verwandte. Der Vater des Mannes und ein Onkel der Frau waren Vettern ersten Grades. Es war dieser Onkel, der es sich in den Kopf gesetzt hatte, sie zusammenzuführen, da sie - wie er noch sagte - "von Gott direkt für einander geschaffen sind". Es schien jedoch, daß sie ihrem Schicksal entgehen würden, als das Mädchen mit 18 Jahren eine Vernunftehe schloß. Diese wurde aber nach einigen Monaten gelöst, und die junge Frau kehrte ins Elternhaus zurück. Bald darauf lernte sie ihren jetzigen Mann kennen; sie verliebten sich ineinander und heirateten. Erst im fünften Jahre ihrer Ehe traten Zwangsvorstellungen mit Vergiftungsideen auf. Sie will nie vorher ähnliche Gedanken gehabt haben.

Das Schicksal dieser zwei Menschen hat mich zum erstenmal zu der Frage veranlaßt: Warum hat sich der Mann gerade in jene - und in keine andere - Frau verliebt, die später von denselben Zwangsgedanken verfolgt wurde wie seine eigene Mutter ?

Ich wußte wohl, daß die "offiziellen" Vertreter der Psychologie und Psychiatrie das, was in dieser Schicksalsehe wirklich "schicksalhaft" ist, einfach dem Zufall zuschreiben und das Problem als unwissenschaftlich bezeichnen würden. Ich war aber anderer Meinung.

Ich fragte mich, ob die Schicksalstragödie dieser drei Menschen nicht etwa durch die Mittel der Genforschung aufzuklären wäre. Dabei kam mir der Gedanke, daß vielleicht gerade die gleichen oder verwandten zurückkehrenden Ahnenelemente oder - wie der Genetiker sagen würde - "rezessiven Gene" es sind, die der Schicksalsgemeinschaft von Mutter, Sohn und Schwiegertochter zugrunde liegen. Wäre es nicht möglich, daß alle drei "genverwandte" Individuen sind, deren Schicksal von den ihnen gemeinsamen "Erbelementen" bestimmt wird? Vielleicht sind gerade diese gemeinsamen Gene in Mutter und Schwiegertochter in der Form der gleichen Neurose zurückgekehrt? - Man kann die Annahme nicht von der Hand weisen, daß auch im Sohne die gleichen oder verwandte Gene, wenn auch nicht in manifester, so doch in latenter Form zurückgekehrt sind. Vielleicht vertreten gerade diese wiederkehrenden, verborgenen, unterdrückten Gene jene "Hand des Schicksals", die den Mann bei seiner Wahl des Liebesobjektes blindlings und ahnungslos zu einer ganz bestimmten - und zu keiner anderen - Frau geführt hat.

Seitdem sind mehrere Jahre vergangen. Während dieser Zeit mußte ich mich Stammbaumuntersuchungen anderer Natur widmen wie auch anderen Zielen. Die Stammbäume mehrerer Hunderte von eigenartigen Individuen: von Geistig-Minderwertigen, Geisteskranken, Epileptikern, Tauben, Blinden, Verbrechern, Neurotikern, sowie auch von Begabten und sogenannten "normalen" Durchschnittsmenschen, hatte ich zu anderen Zwecken zu durchforschen. Doch sind mir die eben gestellten Fragen immer wieder aufgetaucht, sooft ich in meinen Untersuchungen auf Eheschließungen und Liebesgeschichten zwischen den kranken und gesunden Mitgliedern dieser Familien gestoßen bin. Immer wieder fragte ich mich: Welches sind die schicksalhaft wiederkehrenden, latenten Gentendenzen, die die Partner in Liebe oder Ehe zusammengeführt haben ? - Warum hat der Betreffende gerade den - und keinen andern - Menschen zum Liebesobjekt gewählt? Warum hat jemand gerade diesen - und keinen andern - als Freund gewählt? Warum wählt man sich einen ganz bestimmten Beruf - und keinen andern? Fragen, die für die praktische Psychohygiene von großer Bedeutung sind.

So führten die trockenen Erbforschungen zu einer interessanten und ergreifenden Analyse schicksalhafter Begebenheiten des Lebens, wie Liebe, Eheschließung, Freundschaft und Berufswahl. So wurde ich "Schicksalsanalytiker".


Budapest, März 1944


II


Dem Vorwort zur ersten Auflage (1944) möchte ich 1948 folgendes hinzufügen:

Die Schicksalsanalyse ist die Genetik des Unbewußten. Sie stellt eine Brückenlehre, eine Zwischendisziplin dar und versucht, ihre spezifische Aufgabe nach drei verschiedenen Richtungen zu erfüllen.


Erstens: die Schicksalsanalyse ist die Brücke zwischen Tiefenpsychologie und Genetik. Sie erforscht die Triebschicksale aller derjenigen Ahnenansprüche, die noch vor der Geburt der Person unterdrückt wurden. In erster Linie enthüllt sie somit nicht die erworbenen, individuellpersönlichen, sondern eben die "vorpersönlicben", die "familiären Triebkonflikte", die während der Befruchtung, also schon bei der Amphimixis, durch Vermischung des väterlichen und mütterlichen Erbstoffes im Manifestationskampf der verschiedenen Ahnenansprüche entstehen. In diesem primordialen "Kampf der Ahnen" für die Gestaltung und Formung des neuen Individuums werden einzelne familiäre Triebstrebungen von den stärkeren dominanten Tendenzen besiegt und unterdrückt. Die Schicksalsanalyse versucht, das Schicksal dieses unterdrückten familiären Erbgutes zu enthüllen und seine geheime, unsichtbare Rolle in Schicksalsformung und Schicksalslenkung der Person aufzudecken. Ihr Arbeitsgebiet ist demnach nicht das persönliche, sondern eben das "familiäre Unbewußte".

Da sich die Schicksalsanalyse mit der Enthüllung dieser wichtigen Schicht des Unbewußten beschäftigt, gehört sie zur Ganzheit der Tiefenpsychologie.

Die Schicksalsanalyse erforscht aber gleichzeitig auch die Physiologie der sogenannten "latenten, rezessiven Gene". Diese Erbfaktoren können sich im Erscheinungsbild nicht urförmig, nativ durchsetzen oder manifestieren, weil sie eben im Erbgut relativ schwächer vertreten sind und so von den stärkeren, sogenannten dominanten Partnergenen unterdrückt werden. Das Arbeitsfeld der Schicksalsanalyse betrifft demnach das Gebiet der latenten Gene, das des verborgenen Erbgutes. So gehört die Schicksalsanalyse gleichzeitig auch zur Ganzheit der Genetik.

Ihr spezifisches "Zwischenproblem" besteht nun darin, daß sie die enge biologische und psychologische Beziehung zwischen dem familiären Unbewußten und den "latenten Genen" zu erforschen versucht.

Die Schicksalsanalyse stellte die Arbeitshypothese auf, nach welcher die "Ureinwohner" des familiären Unbewußten eben die latenten rezessiven Gene sind. Diese Arbeitshypothese "lokalisiert" demnach den Sitz des familiären Unbewußten "topographisch" in die latenten Gene. Hinsichtlich der Funktion der latenten Gene nimmt die Schicksalsanalyse an, daß sie als Überträger der verborgenen Ahnenansprüche schicksalslenkende Faktoren darstellen, indem sie die schicksalsformende Wahl in Liebe, Freundschaft, Beruf, Krankheit und Tod bestimmen. Durch diese hypothetische Annahme wird die Schicksalsanalyse zu einer Brücke zwischen Genetik und Tiefenpsychologie.

Die Schicksalsanalyse ist also weder reine Genetik noch reine Tiefenpsychologie. Sie ist beides : die Genetik des Unbewußten.


Zweitens: die Schicksalsanalyse ist ein Verbindungsglied zwischen der Psychoanalyse Freuds und der komplexen Psychologie Jungs.

Nach der Schicksalsanalyse muß man im Unbewußten entwicklungsgeschichtlich drei Schichten verschiedenen Datums annehmen, und zwar:

1. Das historisch jüngste persönliche Unbewußte. In dieser Schicht forscht die Psychoanalyse Freuds nach den individuell verdrängten Sexualansprüchen, welche im frühinfantilen, persönlichen Kampf zwischen Sexualität und Ich unterdrückt und verdrängt wurden.

2. Das familiäre Unbewußte, in dem die schon bei der Befruchtung, also vorpersönlich unterdrückten familiären Ahnenansprüche dynamisch weiterleben und das Schicksal der Person gefährden können. Die Konfrontation mit diesen Ahnenansprüchen - man könnte sagen mit den "Genotypen" - und die endgültige Aussöhnung der Person mit den in ihr verborgenen Ahnen, sind die spezielle Aufgabe der Schicksalsanalyse.

3. Das kollektive Unbewußte, welches die Summe der Archetypen darstellt und die ganze phylogenetische Erbschaft der Menschheit in bezug auf die kollektivenformen der Anschauung, Vorstellung, Wahrnehmung und Intuition beinhaltet. Durch das kollektive Unbewußte werden also die Urformen der menschlichen Erfahrung, Bildung und Kultur erbmäßig bestimmt. Die Enthüllung dieser Schicht des Unbewußten ist die spezielle Aufgabe der komplexen Psychologie Jungs, die wir "Arche-Analyse" nennen. Sie repräsentiert in der Tiefenpsychologie eigentlich keine Trieb-, sondern eine Kultur- Psychologie.

Die Zwischenrolle der Schicksalsanalyse ergibt sich aus der oben dargestellten Struktur und aus dem historischen Aufbau des Unbewußten von selbst. Sie durchforscht das familiäre Unbewußte, also eben dasjenige Zwischengebiet im Unbewußten, welches die Arbeitsschicht der Psychoanalyse mit der der Arche-Analyse biologisch verbindet.

Die Ganzheit des Unbewußten und die Einheit der Tiefenpsychologie werden eben durch diese "familiäre Schicht" hergestellt und gesichert, denn sie verbindet - wie eine Brücke - die zwei Ufer des Unbewußten, zwischen denen bisher eine scheinbar unüberbrückbare Kluft klaffte.


Drittens: die Schicksalsanalyse erfüllt ihre spezifische "Zwischen"- Rolle insbesondere dadurch, daß sie eben das mysteriöse "Zwischen" zweier Lebewesen zu enthüllen versucht, worüber schon Platon im Symposion und neuerdings auch der Philosoph Martin Buber gesprochen haben. Also das "Zwischen", welches zwei Menschen zueinander treibt und in einer Doppeleinheit, einer Unio mystica, zusammenhält.

Die Schicksalsanalyse ist die Analyse der Wahl in Liebe, Freundschaft, Beruf, Krankheit und Tod. Was dieses "Zwischen" von zwei in Ehe und Freundschaft sich findenden und liebend verschränkten Personen biologisch und psychologisch bestimmt, ferner all das, was zwischen der gesunden Person und ihrer individuellen Krankheit, zwischen dem lebenden Menschen und seinem persönlichen Tod, ferner zwischen dem Ermordeten und seinem Mörder, sich im Unbewußten geheimnisvoll abspielt, ist ja von Anbeginn das Urproblem des Schicksals und somit auch das der Schicksalsanalyse.


Die Schicksalsanalyse ist jetzt zehn Jahre alt. Naturgemäß steht sie noch in ihren ersten Entwicklungsjahren. Und schon wurde sowohl aus dem Lager der Genetiker wie auch dem der Tiefenpsychologen aber und abermals versucht, diese junge Disziplin in ihrem Aufbau zu stören, ihren Verbindungsweg zu den anderen wissenschaftlichen Disziplinen mit massiven Vorwürfen oder aber durch Totschweigen zu versperren. Mir scheint, daß diese Versuche bisher mißlungen sind.

Die erste Auflage der "Schicksalsanalyse" war innert zweieinhalb Jahren vergriffen. Eine ihrer Methoden, die "Experimentelle Triebdiagnostik", die als zweites Buch der Bücherfolge 1947 im Medizinischen Verlag Hans Huber, Bern, erschien, wurde noch vor ihrer Erscheinung im Buchhandel auf dem Wege einer ungewollten Diaspora meiner ersten Schüler - vielleicht auch zu früh - bekannt.

Ich möchte hier die Schicksalsanalyse nicht gegen alle Vorwürfe, die gegen sie erhoben worden sind, verteidigen. Auf die vereinzelten Kritiken, welche auf einer ernsten wissenschaftlichen Grundlage fußen, werde ich im verbesserten Text dieser zweiten Auflage, an entsprechender Stelle zurückkommen. Die neuen Kapitel über die "Physiologie der latenten Gene", über das "Triebsystem der Schicksalsanalyse", "Genotropismus bei normalen Individuen" und "Gattenwahl bei eineiigen Zwillingen" werden - so hoffe ich - viele Mißverständnisse beheben.

Ich möchte mich hier nur mit denjenigen Fragen allgemeiner Natur beschäftigen, die gegen die Schicksalsanalyse aus weltanschaulichen und ethisch-religiösen Aspekten aufgeworfen wurden.

Eines steht fest: die Schicksalsanalyse hat auf den Leser - ob Naturforscher oder Laie - in gleichem Maße schockierend gewirkt. Die Ursache dieser Schockierung suchen wir darin, daß die Schicksalsanalyse im besonderen zwei infantile Illusionen der Menschheit zerstört hat.

Die erste ist die Illusion des absoluten Freiseins von Gott und Ahnen-Erbe. Die zweite ist die Illusion der totalen Normalität, d. h. die Vorstellung, daß hinter jedem gesunden Erscheinungsbild stets ein völlig gesundes Erbbild stecke. Diese zweite Illusion ist der Wunschtraum, in dem die Menschen davon träumen, daß, wer nach außen manifest gesund erscheint, ja doch nicht nach innen, in seiner Erbanlage, krank sein könnte.


Es wurde von einer großen Gruppe von Kritikern der Vorwurf gemacht, daß die Schicksalsanalyse einen auf die Spitze getriebenen, genbiologischen Determinismus ankündige, der weit über den von Freud und Jung hinausgehe. Dieser Determinismus sei einfach unerträglich und wirke deprimierend.

Eine andere Kritik geht noch weiter. Sie sagt: "Die Tendenz, das Schicksal des Einzelnen und der familie im Sinne der Erbbiologie quasi als eine Art fatalistische Prädestination zu deuten, legt eine Parallele zur Lehre des Calvinismus nahe." Derselbe Kritiker will mit einem Hinweis auf Erich Fromms Arbeit: "The Fear of Freedom" behaupten, daß eine Lehre der Prädestination - sei sie religiösen oder naturwissenschaftlichen Charakters - nur zur Zeit einer mit dem Aufkommen des Individualismus wachsenden Unsicherheit der Mittelschichten gedeihen könne, in einer Zeit also, in der die Menschheit für eine Lehre empfänglich wird, "welche den Einzelnen höherer Autorität unterwarf und sein Schicksal schon vor der Geburt her bestimmt sein ließ durch den unerforschlichen Ratschluß Gottes, entweder zu den Auserwählten oder zu den Verdammten zu gehören. In der Schicksalsanalyse ist an die Stelle göttlicher Prädestination die biologische getreten."

Diese Illusion des Freiseins von Gott und Erbnatur wurde durch die Wahl-Theorie der Schicksalsanalyse gefährdet. Das Unbehagen in dieser Desillusionierung beim Lesen der Schicksalsanalyse wurde demnach mit dem generellen Angriff gegen den Determinismus des menschlichen Schicksals abgewehrt. Ein Teil der Menschen will sein Schicksal frei und unabhängig von Gott und Erbe selbst formen. Diese Menschen werden deprimiert, wenn man sie mit dem kleinsten Zwang jedwelcher Schicksalsdetermination konfrontiert. Sie können den Gedanken einfach nicht ertragen, daß es eine "höhere Instanz" gebe, welche ihre persönliche Kompetenz in bezug auf Formung und Lenkung des eigenen Schicksals irgendwo oder irgendwie einzuschränken vermöchte. Der Gedanke, daß es einerseits einen Gott, andererseits eine Erbschaft gebe, der bzw. die in ihrem individuellen Leben nebst dem "freien Willen" noch irgendeine Rolle spielen könne, verletzt ihren persönlichen Narzißmus und wirkt auf sie deprimierend.

Die Schicksalsanalyse behauptet aber, daß jeder Mensch mit einem Lebensplan zur Welt kommt, der unter Führung von verborgenen Erbelementen unsere schicksalformenden Wahlhandlungen unbewußt bestimmt. Der Mensch kommt mit inhumanen und humanen Triebansprüchen zur Welt, da in seiner Ahnenreihe, in seinem Erbgut, sowohl die Anlage zum Inhumanen wie die zum Humanen einmal schon da war. Aus diesem erbbedingten Kreis der Gegensätze der Schicksalsmöglichkeiten kann er nicht flüchten. Die Schicksalsanalyse nimmt an, daß sowohl die sogenannte native, urförmige inhumane, wie auch die im Charakter, im Beruf sozialisierte, ja sogar die geistig sublimierte humane Erscheinungsform genau so wie die neurotische krankhafte Form ein und desselben Triebbedürfnisses auf die individuellen Kombinationen der inhumanen und humanen Ahnenvariationen zurückzuführen sind.

Diese Annahme schließt aber keineswegs die Rolle des persönlichen stellungnehmenden Ichs, der persönlichen Verantwortung, also des "freien Willens" völlig aus. Wir behaupten zwar, daß uns schon bei der Befruchtung sowohl die inhumane wie auch die humane Schicksalmöglichkeit mitgegeben wird. Darin besteht die erbgemäße Determination. Die Person muß aber selbst von den erbgemäß mitgebrachten Schicksalsmöglichkeiten die eine bejahen, die andere verneinen. Dieses Annehmen bzw. Ablehnen einer Strebung hängt aber sowohl von der individuellen Idealbildung, Religion, Erziehung, als auch von den persönlich erworbenen Identifizierungen ab. Darin besteht der Freiheitsbegriff, die Wahlfreiheit, in der Schicksalsanalyse.

Nichts liegt uns ferner als die Absicht, diejenigen Menschen zu unserer Lehre bekehren zu wollen, die sich mit Hilfe einer schwankenden Illusion der "absoluten Freiheit" ihr Daseinsgefühl zu sichern versuchen und sich mit Angst und Bangen jedweder Konfrontation mit der Macht der Ahnen bei der Lenkung ihres Schicksals entziehen wollen.

Wir beabsichtigen wirklich nicht, die Lebenslust und die Sicherheit, die sie dieser Illusion verdanken, zu stören oder gar zu zerstören. Die Schicksalsanalyse dieser "absolut freien" Menschen zeigt uns dennoch klar, daß jede individuell-persönliche Wahl-Handlung, mit welcher diese "scheinfreien" Leute sich über die Schranken des familiären Erbkreises, dem sie ewiggebunden angehören, hinwegzusetzen versuchen, dem sicheren Mißlingen und der zermürbenden Enttäuschung geweiht ist.

Man kann schon - so behauptet es die Schicksalsanalyse - auch gegen den "Ahnenstrom" schwimmen. Aber: nur durch eine höhere Sozialisierung bzw. Humanisierung der Ahnenansprüche und nicht durch gewolltes Sich-Ausschalten aus dem Stromkreis der Ahnen.

Vor kurzem traf ich zwei Brüder, deren mütterlicher Onkel ein Mörder war. Beide blieben in dem Kreis des mütterlichen, sadistischen Erbgutes, ohne aber das schwere Schicksal eines Mörders tragen zu müssen. Der eine wurde Metzger, der andere Chirurg.

Kann man aber diese Art der Berufswahl als absolute "Freiheit" deuten? Gibt es derzeit überhaupt eine andere Annahme als die der Schicksalsanalyse, mit deren Hilfe die Zusammengehörigkeit von Mörder, Metzger und Chirurg in der gleichen Familie zu lösen wäre? Nur der Mensch, welcher sich der inneren Triebtradition seiner Ahnen ohne Erb-scheu und Ab-scheu hingibt, nur der, der in sich die Kraft und den Mut aufbringt, sich mit den urförmigen, nativen Ahnenansprüchen auseinanderzusetzen und zu versöhnen, kann sich vor der Gefahr dieser absoluten "Freiheitsillusion" retten. Nur dieser Mensch wird durch eine "höhere Treue" zu den Ahnen seine gefahrbringenden familiären Triebansprüche auf einem höheren Niveau sozialisieren und sublimieren können.

Zur Frage der zweiten Illusion, der Illusion der totalen Normalität, haben wir folgendes zu sagen:

Zahlreiche Menschen leben in dem Irrtum, daß ein gesundes Erscheinungsbild (Phänotypus) zwangsläufig einen Versicherungsschein für die Gesundheit des ganzen verborgenen Erbgutes (des Genotypus) darstelle. Diese Illusion der totalen (d. h. manifesten und latenten) Erbgesundheit verstößt gegen die elementarsten Tatsachen der Mendelschen Genetik. Ein gesundes Erscheinungsbild garantiert noch längst nicht, daß die Person in ihrem Erbgut keine latenten "kranken" Erbelemente trägt. Und dennoch versuchten so manche Leser und Kritiker das Unbehagen, welches durch diese erbbiologische Tatsache hervorgerufen wurde, mit der Behauptung zu bemeistern: "Die unlustvollen Thesen der Schicksalsanalyse beziehen sich nur auf Wahlhandlungen von kranken Menschen. Wir - d. h. Leser und Kritiker - sind aber völlig "erbgesund" und demnach frei von jedwedem Zwang der Wahlgesetze der Schicksalsanalyse."

Dieser Gruppe der Menschen, die sich in ihrer narzißtischen Verletzung darob beklagen, daß "der Menschheit ganzer Jammer einen durch ganze Kapitel der Schicksalsanalyse hindurch angähnt", müssen wir folgendes antworten :

Wir, sogenannte "normale" Individuen, sind alle ausnahmslos Überträger, Konduktoren irgendeiner, oft sogar mehrerer "krankhafter" Triebanlagen. Wir bleiben aber dennoch gesund und können sogar in einer bestimmten Richtung lebenstüchtiger werden, weil wir eben gewisse krankhafte Anlagen in kleiner Dosis in uns tragen, und zwar eben diejenigen, die einst unsere manifesten, triebkranken Vorfahren in "Volldosis" in sich trugen. Denken wir an die Beziehung zwischen Mörder, Metzger und Chirurg. Die sogenannten "normalen" Menschen sind im Lichte der Schicksalsanalyse stets nur im Erscheinungsbild gesund; im Erbbild sind sie "latente Verwandte" von manifest triebkranken Ahnen.

Im neuen Kapitel über "Die Physiologie der latenten Gene" werden wir ausführlich darüber berichten, daß dieselben Gene, die in "Volldosis" zu Krankheit und Tod führen können, in Einzeldosis - also bei den sogenannten "normalen" Überträgern, Konduktoren, eine die Vitalität und Lebenstüchtigkeit des Individuums fördernde Wirkung ausüben, eine Tatsache, die derzeit noch von vielen Genetikern abgelehnt wird. Es häufen sich aber jährlich exakte experimentalgenetische Ergebnisse - besonders bei Pflanzen, aber auch im Tierreich - die die obige Grundthese der Schicksalsanalyse bestätigen (s. die Ausführungen über die Heterosis, S. 46ff.).

Man kann aber so manche Menschen aus dem "Luftschutzkeller" ihrer Illusionen auch dann nicht in die gefahrlose, reale Erkenntniswelt hinausführen, wenn man sie auf Grund der exaktesten Untersuchungen zu überzeugen versucht, daß die vermeintliche "Gefahr" beim Annehmen der Wirklichkeit nicht bestehe. Sie sind unfähig zur Konfrontation mit der Realität und können ihre infantilen Illusionen einfach nicht aufgeben.

Die Notausgänge, d. h. die Verlegenheitsmotivierungen, mit denen sich diese Leute vor der Realität zu retten versuchen, sobald sie ihre Illusionen durch neue, bisher unbekannte Tatsachen bedroht fühlen, sind, wie mir scheint, ebenfalls erbbedingt. Dafür spricht die Gleichartigkeit und die Regelmäßigkeit in der Wiederkehr der Abwehrmechanismen gegen jedweden "Angriff" auf diese Illusionen. Als Freud zu behaupten wagte, daß die Ödipussituation eine normale Phase in der kindlichen Sexualentwicklung darstelle, wurde diese Feststellung mit demselben Abwehrmechanismus zurückgewiesen wie später die Gentheorie der Wahlhandlungen. Man sagte: wenn es überhaupt einen "Ödipuskomplex" gebe, so sei er nur bei einer kranken Gruppe der Menschheit zu finden (z. B. bei den Juden). Mutatis mutandis behauptete man, daß die Wahltheorie der Schicksalsanalyse nur für kranke Individuen gültig sei und nicht auf normale bezogen werden könne.

Triebpsychologisch verstehen wir wohl, warum sich eigentlich der Verlust dieser "frühinfantilen" Illusionen der Menschheit stets so deprimierend auswirken muß. Depression bedeutet ja triebpsychologisch den Verlust eines Liebesobjektes bzw. eines Schutzobjektes, sei es eine Person, wie z. B. Mutter oder Vater, oder eine Illusion, wie z. B. absolute Freiheit bzw. Erbgesundheit. Diese Objekte versprachen uns in der Kindheitsillusion Lust und Wohlgeborgenheit, ohne aber die Möglichkeit zu erfüllen, sie in der Wirklichkeit real in Besitz nehmen zu können.

Freud enthüllte auch den Weg, auf dem das Kind die Ohnmacht und Trübheit dieser Depression, die sich nach dem Verlust des nun unerreichbaren Objektes einstellt, bewältigen kann. Es ist der Weg der Abtrennung von dem menschlich unerreichbaren Objekt und sodann die Identifizierung mit dem verlorenen Objekt. An Stelle des nie erreichbaren Objektes baut sich das Kind, später der Jüngling, allmählich ein Objekt-Ideal auf, einen Ersatz für das verlorene Objekt, ein "Besitz-Ideal", welches ihm vorschreibt: "Das kannst du und sollst du haben, aber jenes darfst du nie besitzen." Und nun geht er auf Grund dieses Objekt-Ideals auf die Suche nach einem neuen Objekt, findet es, nimmt es real in Besitz und erst dann - aber dann sofort - verschwinden endgültig sowohl die infantile Illusion wie auch die reaktive Depression. Man sagt: der Junge ist erwachsen.

Wir erlauben uns die Zukunftsillusion, daß auch die Gesamtmenschheit auf ihrem mühsamen Wege zu Enthüllung und Bewußtmachung ihres "wirklichen" Schicksals und in bezug auf die Versöhnung mit dieser Schicksalswirklichkeit nicht ewig auf einer so "frühinfantilen" Stufe fixiert bleiben wird, auf der sie heute steht, und daß sie vielleicht einmal doch "erwachsen" wird.


Zum Schluß möchte ich noch die Schicksalsanalyse gegen den Vorwurf verteidigen, sie wolle eine selbständige Tiefenpsychologie auf erbbiologischer Grundlage aufbauen.

Wir betonen hier unmißverständlich, daß die Schicksalsanalyse nur als eine spezifische Richtung und nicht als Disziplin selbständig ist. Sie gehört als Methode zur Ganzheit der Tiefenpsychologie. Den Versuch, die Tiefenpsychologie auf Grund der verschiedenen Methoden in Teile zu schneiden und verschiedene miteinander rivalisierende "Tiefenpsychologien" zu treiben, erachten wir für völlig verfehlt. Denn genau so, wie es bei jedem Individuum nur ein einheitliches Unbewußtes gibt, gibt es auch in Wirklichkeit nur eine einheitliche Tiefenpsychologie. Die Tiefenpsychologie wurde von Sigmund Freud ins Leben gerufen und Freuds Recht auf die Ganzheit der Tiefenpsychologie ist unbestreitbar. Jede Richtung, die auf Grund der Verdrängung und Übertragung irgendeine Schicht des Unbewußten - sei es die persönliche, die familiäre oder die kollektive - zu enthüllen versucht, gehört als Methode zu der Freudschen Tiefenpsychologie auch dann, wenn sie diese Schicht mit eigener Methode durchleuchtet. Die komplexe Psychologie (Arche-Analyse) und die Schicksalsanalyse sind meines Erachtens genau so zwei verschiedene Methoden der Tiefenpsychologie wie ihre erste Methode, die Freudsche Psychoanalyse.

Die Einheit und Ganzheit der Tiefenpsychologie könnten in der Zukunft durch zwei Maßnahmen gesichert werden: Erstens dadurch, daß die "Sektenbildung" ein für allemal eingestellt wird und alle Psychologen, die dem gleichen Objekt, der Tiefenpsychologie, dienen wollen, verständnisvoll zusammenarbeiten. Zweitens sollte die Ausbildung der Tiefenpsychologen der Zukunft, - entsprechend der Totalität des Unbewußten - stets dreidimensional durchgeführt werden. Die drei Hauptmethoden der Tiefenpsychologie: die Psychoanalyse, die komplexe Psychologie und die Schicksalsanalyse sollten in Zukunft von jedem Kandidaten, der Tiefenpsychologie praktisch ausüben will, der Reihe nach erworben werden, damit später in der Praxis nach Bedarf die eine oder die andere Methode angewendet werden kann.

Die Zeit ist reif sowohl für eine Gesellschaft wie auch für eine Hochschule für Tiefenpsychologie.

Meinen Mitarbeitern, Herrn Franz Mérei, Dr. Stefan Benedek, Dr. Ludwig Kardos, Dr. Julius Surànyi, Dr. Paul Roboz, Dr. Stefan Garai, Frau Dr. Illyés-Kozmutza, Vera Roboz-Groàk, Susanna Déri-Körösy, Dr. Klara Sàndor, Dr. Anna Gleimann und Ibolya Màrton verdanke ich in erster Linie, daß dieses mannigfaltige Material gesammelt und wissenschaftlich bearbeitet wurde. Eine statistische Bearbeitung des Materials ist für die Zukunft vorbehalten.


Zürich, im Juni 1948


III


Die vorliegende Abhandlung stellt das erste Buch einer Bücherfolge dar, deren fünftes und letztes Glied, die "Schicksalsanalytische Therapie" fast gleichzeitig mit der dritten Auflage dieses ersten Buches herauskam. Die fünf Bücher, die von 1944 bis 1963 erschienen sind, behandeln das gleiche Objekt, nämlich das menschliche Schicksal, in selbständigen Abhandlungen und stets auf einem anderen Gebiet, aber mit der gleichen Schaurichtung und Denkweise.

Dieses erste Buch ist ausschließlich der Genetik des Schicksals gewidmet. Es versucht, die Rolle des Erbes in den schicksalgestaltenden Wahlhandlungen mit Hilfe von Familienforschungen aufzudecken. Die grundlegende Aufgabe, die hier zu lösen war, ist der Beweis, daß das Schicksal, ob es sich durch die Wahl in Liebe oder Freundschaft, in Beruf, Krankheitsform oder Todesart manifestiere, stets Wahl sei. Denn: Wahl macht Schicksal.

Das zweite Buch, "Lehrbuch der experimentellen Triebdiagnostik", dient dem Ziel, ein System zur Bestimmung des Menschen durch experimentelle Diagnostik der Sexual-, Affekt-, Ich- und Kontakt-Schicksale aufzubauen. Es wurde zu einer klinischen Diagnostik der Schicksalsmöglichkeiten des Einzelnen.

Das dritte Buch, "Triebpathologie", machte den Versuch, die psycho- pathologischen Vorgänge in den verschiedenen Neurosen, Psychopathien und Psychosen experimentell zu durchleuchten und die Rolle der Triebe, Affekte und Ichveränderungen in den klinischen Schicksalen dieser seelischen Erkrankungen aufzuweisen. Es liefert die tiefenpsychologische Grundlage zu einer klinischen Psychopathologie.

Das vierte Buch, "Ich-Analyse", klärt mit Hilfe einer neuen Ichlehre die ausschlaggebende Rolle des Ichs in der Wahl des freien, persönlichen Schicksals des Einzelnen auf. Es dient als Grundlage zur Ich- Therapie.

Das fünfte und letzte Buch, die "Schicksalsanalytische Therapie", bringt eine Reihe neuer Heilverfahren, durch welche in bestimmten - leider nicht in allen - Fällen auch jene hereditären Trieb- und Ichschicksale auf indirekten Wegen umgebaut oder mit besseren Existenzformen vertauscht werden können, bei denen die Dauer der konventionellen Behandlung sich ins Unabschließbare verlängert.

Die Bearbeitung dieser Bücherfolge benötigte zwanzig Jahre. Inzwischen erweiterte und wandelte sich teils auch der Begriff des Schicksals. Im letzten Kapitel des ersten Buches wurde bereits von einem "lenkbaren" Fatalismus gesprochen. Es erweckte trotzdem in manchem Leser die Meinung, daß die Schicksalsanalyse einen absoluten Determinismus auf der Basis des Erbes darstelle. Dem ist aber nicht so.

Im vierten Buch, in der "Ich-Analyse", wurde durch die Aufteilung des Schicksals in die zwei Grundkategorien von Zwangs- und Freiheitsschicksal klargelegt, daß jedem Schicksal ein Stück "Zwang" der Ahnen und ein Stück "Freiheit" des wahlfähigen Ichs der Person innewohnt. Im fünften Buch wurden dann jene Methoden beschrieben, mit deren Hilfe man das mitgebrachte Erb- oder Zwangsschicksal dem Einzelnen bewußt zu machen, ihn mit der vererbten Garbe seiner Existenzmöglichkeiten zu konfrontieren und zum Schluß ihn von den bewußtgewordenen Existenzmöglichkeiten sein eigenes, persönliches Schicksal selber wählen zu lassen vermag. So kamen wir allmählich zu einer neuen Begriffsbestimmung des Schicksals:

Schicksal bedeutet im allgemeinen die bewußte Übernahme der einzig humanen Aufgabe, die von der Natur bestimmten Entwicklungsstufen der Menschwerdung schrittweise der Reihe nach zu überschreiten, um dann zwischen den erblich gegebenen und bewußtgemachten Existenzmöglichkeiten frei wählen zu können.

Auf Grund dieser Begriffsbestimmung sind also Zwang und Freiheit im Schicksal des Einzelnen graduelle Abstufungen der Kräfteverhältnisse zwischen dem Erbe, d. h. der natürlichen Bestimmung des Menschen durch die Ahnen, und der Wahlfreiheit des Ichs, also der Selbstgestaltung der natürlichen Bestimmung durch den persönlichen Akt der freien Wahl.

Seelische Gesundheit und Krankheit sind Folgezustände der Wahl des Ichs unter den gegebenen Existenzmöglichkeiten. Beide sind dem neugebildeten Begriff des Schicksals untergeordnet.

Das Zwangsschicksal entsteht durch die Wahl der Wiederholung einer bereits dagewesenen krankhaften Ahnenexistenz. Dieses erste Buch behandelt insbesondere die Formen des Zwangs- oder Erbschicksals auf den verschiedenen Gebieten des Lebens.

Freiheitsschicksal heißt die Wahl der freien Menschwerdung durch das Ich. Die letzten zwei Bücher dieser Bücherfolge geben die Theorie ("Ich-Analyse") und die Praxis ("Schicksalsanalytische Therapie") dieser Menschwerdung.

Letzten Endes bezweckt die neue Schicksalslehre (Neo-Anankologie) mit dieser Bücherfolge im Menschen das Bewußtsein zu erwecken, daß er ein Schicksal mit mehreren Existenzmöglichkeiten hat und daß er selber wählen kann. Ohne ein derartiges Schicksalsbewußtsein regrediert der Mensch zu leicht auf die Stufe des Inhumanen. Denn nur durch die Bewußtwerdung der eigenen inhumanen und humanen Schicksalsmöglichkeiten dürfen wir hoffen, daß die gegenwärtige Dehumanisierung aufgehalten und der Weg zur freien Menschwerdung, zur Humanisierung des Einzelnen, gefördert werden kann.

Die wichtigste Änderung im Aufbau der vorliegenden dritten Auflage ist der völlig neue dritte Teil: "Erbanalyse. Die Anwendung der erbstatistischen Methoden in der Schicksalsanalyse."

Dem Herausgeber, Prof. Dr. med. Heinrich Meng (Basel), sei besonders gedankt, daß er für die erste Herausgabe des vorliegenden Buches so mutig gekämpft hat. Ferner danke ich Frau Dr. phil. Therese Wagner- Simon (Riehen) für die Durchsicht des neuen Manuskriptes und für die Hilfe beim Lesen der Fahnenkorrekturen.

Dem Verlag Schwabe & Co. (Basel) bin ich für die großzügige Ausstattung des Buches zu aufrichtigem Dank verpflichtet.


Zürich, im Herbst 1964L. Szondi



Auch heute noch - 34 Jahre nach dem ersten Erscheinen - hat das Interesse für vorliegendes Werk, das als theoretische Grundlage für alle folgenden Publikationen Leopold Szondis zu verstehen ist, nicht nachgelassen.

Der Verlag freut sich, die " Schicksalsanalyse" im Einvernehmen mit dem Autor nun in einer vierten, gegenüber der dritten unveränderten Auflage herauszugeben.


Basel, im Frühjahr 1978Schwabe & Co.



1Szondi L.: Analysis of marriages. Acta psychol. (Den Haag) 3 (1937).
2Szondi



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