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Sozialpsychologie

'Pearson Studium'. 6. Auflage.
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Buch € 49,95 inkl. MwSt.
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Produktdetails
Titel: Sozialpsychologie
Autor/en: Elliot Aronson, Timothy Wilson, Robin M. Akert

ISBN: 382737359X
EAN: 9783827373595
Libri: 6817173
'Pearson Studium'.
6. Auflage.
Pearson Studium

Januar 2009 - gebunden - 688 Seiten

Der Aronson jetzt in komplett neuer deutscher Übersetzung
  • NEU: Vollständig aktualisiert auf dem neuesten Stand der Forschung mit zahlreichen neueren Studien.
  • NEU: Jetzt mit neuen Fallstudien, die die Anwendung der Theorien im alltäglichen Leben veranschaulichen.
  • NEU: Zahlreiche Illustrationen und Bilder auch aus dem deutschen Kulturraum.

Inhaltsverzeichnis
Vorworti
Kapitel 1:Einführung in die Sozialpsychologie1
1.1Was ist Sozialpsychologie?4
1.1.1Die Macht der sozialen Interpretation5
1.1.2Was man unter sozialem Einfluss noch verstehen kann6
1.1.3Sozialpsychologie im Vergleich zur Persönlichkeitspsychologie8
1.1.4Sozialpsychologie im Vergleich zur Soziologie10
1.2Die Macht sozialer Einflüsse11
1.2.1Die Macht des sozialen Einflusses wird unterschätzt12
1.2.2Die Subjektivität der sozialen Situation13
1.3Der Ursprung von Interpretationen: Grundlegende menschliche Motive15
1.3.1Selbstwertgefühl: Das Bedürfnis nach einem positiven Selbstbild16
1.3.2Der Ansatz der sozialen Kognition: Das Bedürfnis, realistisch zu sein18
1.3.3Zusätzliche Motive20
1.4Sozialpsychologie und soziale Probleme20
Kapitel 2:Methodik: Wie Sozialpsychologen Forschung betreiben25
2.1Sozialpsychologie: Eine empirische Wissenschaft27
2.2Das Formulieren von Hypothesen und Theorien27
2.2.1Inspiration durch frühere Theorien und Forschungsergebnisse29
2.2.2Auf persönlichen Beobachtungen basierende Hypothesen29
2.3Die Beobachtungsmethode: Sozialverhalten beschreiben30
2.3.1Dokumentenanalyse31
2.3.2Grenzen der Beobachtungsmethode32
2.4Die Korrelationsmethode: Sozialverhalten vorhersagen33
2.4.1Befragungen33
2.4.2Grenzen der Korrelationsmethode: Korrelation ist nicht gleich Kausalität36
2.5Die experimentelle Methode: Kausale Fragen beantworten38
2.5.1Unabhängige und abhängige Variablen39
2.5.2Die interne Validität bei Experimenten40
2.5.3Externe Validität bei Experimenten41
2.5.4Interkulturelle Forschung44
2.5.5Das grundlegende Dilemma des Sozialpsychologen46
2.6Grundlagenforschung vs. angewandte Forschung47
2.7Ethische Fragen in der Sozialpsychologie48
2.7.1Richtlinien für ethische Forschung49
Kapitel 3:Soziale Kognition: Wie wir die soziale Welt beurteilen55
3.1Im Autopilot: Denken ohne Mühe57
3.1.1Der Mensch als Alltagstheoretiker: Automatisches Denken in Schemata58
3.1.2Mentale Strategien und Abkürzungen71
3.1.3Die Macht des unbewussten Denkens75
3.2Kontrollierte soziale Kognition: Aufwändiges Denken75
3.2.1Mentales Revidieren der Vergangenheit: Kontrafaktisches Denken80
3.2.2Gedankenunterdrückung und ironische Prozesse81
3.2.3Verbesserung der menschlichen Denkprozesse81
3.3Noch einmal der Fall Amadou Diallo84
Kapitel 4:Soziale Wahrnehmung: Wie wir andere Menschen verstehen89
4.1Nonverbales Verhalten92
4.1.1Emotionen im mimischen Ausdruck93
4.1.2Kulturbedingte Kanäle nonverbaler Kommunikation96
4.1.3Nonverbale mehrkanalige Kommunikation98
4.1.4Geschlechtsunterschiede in der nonverbalen Kommunikation100
4.2Implizite Persönlichkeitstheorien: Lücken füllen101
4.2.1Kultur und implizite Persönlichkeitstheorien101
4.3Kausale Attributionen: Die Frage nach dem Warum beantworten103
4.3.1Das Wesen des Attributionsprozesses104
4.3.2Das Kovariationsmodell: Internale und externale Attributionen105
4.3.3Die Korrespondenzverzerrung: Menschen als Persönlichkeitspsychologen107
4.3.4Kultur und Korrespondenzverzerrung111
4.3.5Die Akteur-Beobachter-Divergenz115
4.3.6Selbstwertdienliche Attributionen116
4.4Kultur und andere Attributionsverzerrungen119
4.5Wie zutreffend sind unsere Attributionen und Eindrücke?120
Kapitel 5:Selbstkonzept: Wie wir zu einem Verständnis unseres Selbst gelangen125
5.1Das Wesen des Selbst127
5.1.1Die Funktionen des Selbst128
5.1.2Kulturelle Unterschiede hinsichtlich der Definition des Selbst129
5.1.3Geschlechtsunterschiede bei der Definition des Selbst132
5.2Selbsterkenntnis durch Introspektion133
5.2.1Die Konzentration auf das Selbst: Das Konzept der Selbstaufmerksamkeit134
5.2.2Das Beurteilen unserer Gefühlszustände: Mehr sagen, als wir wissen können137
5.2.3Konsequenzen aus der introspektiven Suche nach Erklärungen139
5.3Selbsterkenntnis durch Beobachtung unseres Verhaltens140
5.3.1Intrinsische versus extrinsische Motivation141
5.3.2Unsere Gefühle verstehen: Die Zwei-Faktoren-Theorie der Emotion145
5.3.3Das Ermitteln der falschen Ursache: Fehlattribution des Erregungszustandes147
5.3.4Das Interpretieren der sozialen Welt: Bewertungstheorien der Emotion
5.4Selbsterkenntnis durch die Beobachtung anderer Menschen149
5.4.1Selbsterkenntnis durch den Vergleich mit anderen150
5.4.2Selbsterkenntnis durch die Übernahme der Ansichten anderer151
5.5Impression-Management: Die ganze Welt ist eine Bühne153
5.5.1Kultur, Impression-Management und Selbstwerterhöhung155
Kapitel 6:Das Bedürfnis, unser Verhalten zu rechtfertigen: Kosten und Nutzen der Dissonanztheorie161
6.1Die Wahrung eines stabilen, positiven Selbstbildes163
6.1.1Die Theorie der kognitiven Dissonanz163
6.1.2Rationales Verhalten versus rationalisierendes Verhalten166
6.1.3Immer wieder diese Entscheidungen167
6.1.4Die Rechtfertigung unserer Anstrengungen172
6.1.5Die Psychologie der unzureichenden Rechtfertigung173
6.1.6Einstellungskonträre Argumentation, ethnische Beziehungen und AIDS-Prävention176
6.1.7Gute und schlechte Taten181
6.1.8Kultur und Dissonanz185
6.2Einige abschließende Gedanken zur Dissonanz: Aus Fehlern lernen186
6.3Noch einmal Heaven's Gate188
Kapitel 7:Einstellungen und Einstellungsänderungen: Gedanken und Gefühle beeinflussen191
7.1Wesen und Ursprung von Einstellungen194
7.1.1Woher kommen Einstellungen?194
7.1.2Explizite und implizite Einstellungen198
7.1.3Wie ändern sich Einstellungen?199
7.1.4Einstellungsänderung durch Verhaltensänderung: Noch einmal die kognitive Dissonanztheorie199
7.1.5Persuasive Kommunikation und Einstellungsänderung200
7.1.6Emotionen und Einstellungsänderung206
7.2Wie man persuasiven Botschaften widersteht211
7.2.1Einstellungsimpfung211
7.2.2Auf der Hut sein vor Produktplatzierungen211
7.2.3Wie man Gruppenzwang widersteht213
7.2.4Wenn Überzeugungsversuche zum Bumerang werden: Die Reaktanztheorie213
7.3Wann sagen Einstellungen Verhalten vorher?214
7.3.1Die Vorhersage spontanen Verhaltens214
7.3.2Die Vorhersage überlegten Verhaltens215
7.4Die Macht der Werbung217
7.4.1Wie Werbung funktioniert217
7.4.2Subliminale Werbung: Eine Form von Bewusstseinskontrolle?220
7.4.3Werbung, kulturelle Stereotype und soziales Verhalten223
Kapitel 8:Konformität: Die Beeinflussung des Verhaltens229
8.1Konformität: Wann und warum232
8.2Informationaler sozialer Einfluss: Das Bedürfnis zu wissen, was »richtig« ist233
8.2.1Das Bedürfnis, exakt zu sein Wenn informationale Konformität nach hinten losgeht237
8.2.3In welchen Situationen hat informationaler sozialer Einfluss ein konformes Verhalten zur Folge?238
8.2.4Informationalem sozialem Einfluss widerstehen240
8.3Normativer sozialer Einfluss: Das Bedürfnis, akzeptiert zu werden241
8.3.1Konformität und soziale Anerkennung: Die Asch-Studien zur Beurteilung von Linien242
8.3.2Noch einmal: Das Bedürfnis, exakt zu sein244
8.3.3Welche Folgen hat es, sich normativem sozialem Einfluss zu widersetzen?245
8.3.4Normativer sozialer Einfluss im Alltag247
8.3.5Wann beugen Menschen sich normativem sozialem Einfluss?252
8.3.6Normativem sozialem Einfluss widerstehen256
8.3.7Der Einfluss von Minderheiten: Wenn wenige viele beeinflussen257
8.4Die Förderung wünschenswerter Verhaltensweisen mithilfe von sozialem Einfluss259
8.4.1Die Rolle injunktiver und deskriptiver Normen260
8.5Gehorsam gegenüber Autoritäten261
8.5.1Die Rolle des normativen sozialen-Einflusses265
8.5.2Die Rolle des informationalen sozialen Einflusses265
8.5.3Andere Gründe, warum wir gehorchen266
8.5.4Kapitel 9: Gruppenprozesse: Einfluss in sozialen Gruppen273
9.1Was ist eine Gruppe?275
9.1.1Warum schließen Menschen sich Gruppen an?275
9.1.2Zusammensetzung und Funktionen von Gruppen275
9.2Gruppen und Individualverhalten280
9.2.1Soziale Erleichterung: Wenn die Gegenwart anderer uns Antrieb gibt280
9.2.2Soziales Faulenzen: Wenn die Anwesenheit anderer für Entspannung sorgt283
9.2.3Geschlechtsspezifische und kulturelle Unterschiede bei sozialem Faulenzen:
Wer lässt am meisten nach?284
9.2.4Deindividuation: Untergehen in der Menge285
9.3Gruppenentscheidungen: Sind zwei (oder mehr) Köpfe besser als einer?287
9.3.1Prozessverluste: Interaktion in Gruppen als Beeinträchtigung guten Problemlösungsverhaltens288
9.3.2Gruppenpolarisierung: Extreme Entscheidungen293
9.3.3Führung in Gruppen295
9.4Konflikt und Kooperation298
9.4.1Soziale Dilemmata299
9.4.2Einsatz von Drohungen zur Konfliktlösung302
9.4.3Auswirkungen von Kommunikation303
9.4.4Verhandlung und Feilschen304
Kapitel 10:Interpersonelle Attraktion: Vom ersten Eindruck zur engen Beziehung309
10.1Was erzeugt Attraktion?312
10.1.1Nachbarn: Der Nähe-Effekt312
10.1.2Ähnlichkeit315
10.1.3Wechselseitige Sympathie317
10.1.4Physische Attraktivität und Sympathie318
10.1.5Theorien der interpersonellen Attraktion: Sozialer Austausch und Ausgewogenheit (Equity)325
10.2Enge Beziehungen327
10.2.1Die Definition von Liebe327
10.2.2Kultur und Liebe329
10.3Liebe und Beziehungen331
10.3.1Evolution und Liebe: Die Partnerwahl331
10.3.2Bindungstypen in intimen Beziehungen333
10.3.3Sozialer Austausch in Langzeitbeziehungen338
10.3.4Ausgewogenheit (Equity) in Langzeitbeziehungen340
10.4Beendigung intimer Beziehungen342
10.4.1Der Trennungsprozess342
10.4.2Die Trennungserfahrung344
Kapitel 11:Prosoziales Verhalten: Warum Menschen helfen309
11.1Grundlegende Motive prosozialen Verhaltens: Warum Menschen helfen351
11.1.1Evolutionspsychologie: Instinkte und Gene351
11.1.2Sozialer Austausch: Kosten und Nutzen des Helfens354
11.1.3Empathie und Altruismus: Das reine Motiv zu helfen355
11.2Persönliche Eigenschaften und prosoziales Verhalten : Warum helfen manche Menschen mehr als andere?358
11.2.1Individuelle Unterschiede: Die altruistische Persönlichkeit358
11.2.2Geschlechtsspezifische Unterschiede bei prosozialem Verhalten360
11.2.3Kulturelle Unterschiede bei prosozialem Verhalten360
11.2.4Auswirkungen von Stimmungen auf prosoziales Verhalten361
11.3Situationsdeterminanten prosozialen Verhaltens: Wann helfen Menschen?364
11.3.1Das Umfeld: Auf dem Land und in der Stadt364
11.3.2Mobilität365
11.3.3Die Anzahl der Zuschauer: Der »Bystander«-Effekt366
11.3.4Die Art der Beziehung: Sozial motivierte Beziehungen oder Austauschbeziehungen371
11.4Wie kann Hilfsbereitschaft gesteigert werden?372
11.4.1Steigerung der Interventionswahrscheinlichkeit durch Zuschauer374
11.4.2Positive Psychologie und prosoziales Verhalten375
Kapitel 12:Aggression: Warum verletzen wir andere? Ist Prävention möglich?
12.1Was ist Aggression?383
12.1.1Ist Aggression angeboren oder erlernt?383
12.1.2Aggression als instinktive, situative oder optionale Strategie384
12.1.3Aggression und Kultur386
12.2Neurale und chemische Einflüsse auf Aggression387
12.2.1Geschlecht und Aggression388
12.2.2Alkohol und Aggression390
12.2.3Schmerz, Unwohlsein und Aggression390
12.3Soziale Situation und Aggression392
12.3.1Frustration und Aggression392
12.3.2Direkte Provokation und ihre Erwiderung394
12.3.3Aggressionsobjekte als Hinweisreize395
12.3.4Imitation und Aggression396
12.3.5Gewalt in den Medien: Fernsehen, Kino und Videospiele396
12.3.6Ist Gewalt verkaufsfördernd?401
12.3.7Gewalttätige Pornografie und Gewalt gegen Frauen401
12.4Wege zur Reduzierung von Aggression403
12.4.1Reduziert Bestrafung aggressives Verhalten?403
12.4.2Katharsis und Aggression405
12.4.3Auswirkungen von Krieg auf das allgemeine Aggressionsverhalten409
12.4.4Wohin mit unserer Wut?409
12.5Hätte das Massaker von Columbine vermieden werden können?413
Kapitel 13:Vorurteile: Ursachen und Interventionen419
13.1Vorurteile: Ein allgegenwärtiges soziales Phänomen422
13.1.1Vorurteile und Selbstwertgefühl423
13.1.2Ein Fortschrittsbericht423
13.2Die Definition von Vorurteilen424
13.2.1Stereotype: Die kognitive Komponente424
13.2.2Diskriminierung: Die Verhaltenskomponente427
13.3Wie entstehen Vorurteile?429
13.3.1Wie wir denken: Soziale Kognition430
13.3.2Wie wir Bedeutung zu schreiben: Die Attributionsverzerrung441
13.3.3Vorurteile und wirtschaftliche Konkurrenz: Die Theorie des realistischen Gruppenkonflikts447
13.3.4Wie wir uns anpassen: Normative Regeln449
13.3.5Versteckter Sexismus452
13.4Wie können Vorurteile abgebaut werden?452
13.4.1Die Kontakt-Hypothese453
13.4.2Wenn Kontakt Vorurteile reduziert: Sechs Bedingungen454
13.4.3Warum die Aufhebung der Rassentrennung anfänglich fehlschlug456
13.4.4Warum funktioniert die Jigsaw-Methode?456
Kapitel 14:Sozialpsychologie und nachhaltiger Lebensstil463
14.1Angewandte Forschung in der Sozialpsychologie466
14.1.1Der Nutzen der experimentellen Methode467
14.1.2Sozialpsychologie als Retter in der Not469
14.2Sozialpsychologie für einen nachhaltigen Lebensstil470
14.2.1Lösung sozialer Dilemmata470
14.3Vermittlung und Veränderung sozialer Normen472
14.3.1Die Messung des Energieverbrauchs erleichtern475
14.3.2Energieverluste begreifbar machen475
14.3.3Ein bisschen Konkurrenzdenken wecken476
14.3.4Heuchelei erzeugen477
14.3.5Kleine Hindernisse entfernen, um große Veränderungen zu bewirken478
14.4Glück und ein nachhaltiger Lebensstil480
14.4.1Was macht Menschen glücklich?480
14.4.2Geld, Materialismus und Glück481
14.4.3Wissen die Menschen, was sie glücklich macht?482
Kapitel 15:Sozialpsychologie und Gesundheit487
15.1Stress und Gesundheit489
15.1.1Resilienz489
15.1.2Wahrgenommener Stress und Gesundheit493
15.1.3Kompetenzgefühl: Die Bedeutung der wahrgenommenen Kontrolle495
15.1.4Wissen, dass du es schaffen kannst: Selbstwirksamkeit499
15.1.5Erklärungen für negative Ereignisse: Erlernte Hilflosigkeit500
15.2Stressbewältigung503
15.2.1Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Stressbewältigung504
15.2.2Soziale Unterstützung: Hilfe von anderen505
15.2.3Persönlichkeit und Bewältigungsstrategien507
15.2.4Darüber reden: Die Verarbeitung traumatischer Ereignisse509
15.3Prävention: Förderung gesünderer Verhaltensweisen510
15.3.1Vermeidbare Gesundheitsprobleme510
15.3.2Sozialpsychologische Interventionen in Sachen Safer Sex511
Kapitel 16:Sozialpsychologie und Recht519
16.1Aussagen von Augenzeugen522
16.1.1Warum sind Zeugenaussagen häufig fehlerhaft?523
16.1.2Beurteilung der Zuverlässigkeit von Zeugenaussagen530
16.1.3Beurteilung, ob Zeugen lügen533
16.1.4Verbesserungsansätze für Augenzeugenberichte534
16.1.5Die Debatte um wiedererlangte Erinnerungen (Recovered Memories)535
16.2Geschworene: Gruppenprozesse am Werk537
16.2.1Informationsverarbeitung der Geschworenen im Prozess538
16.2.2Sind Geständnisse immer glaubwürdig?538
16.2.3Geheime Beratung541
16.2.4Besser zwölf Geschworene als sechs?542
16.3Warum gehorcht der Mensch dem Gesetz?543
16.3.1Verhindern schwere Strafen Verbrechen?543
16.3.2Verfahrensgerechtigkeit546
Glossar552
Literaturverzeichnis561
Stichwortverzeichnis639




AUTOR

ELLIOT ARONSON ist Professor Emeritus an der University of California at Santa Cruz und Distinguished Visiting Professor an der Stanford University. Er ist einer der renommiertesten Sozialpsychologen der Welt. 2002 wurde er unter die 100 wichtigsten Psychologen des 20. Jahrhunderts gewählt. TIM WILSON ist Professor für Psychologie an der University of Virginia und hat zahlreiche Aufsätze aus den Bereichen Introspektion, Einstellungsänderung, Selbsterkenntnis und affektive Voraussage veröffentlicht.

ROBIN AKERT ist Professorin für Psychologie am Wellesley College, wo sie bereits früh in ihrer Laufbahn den Pinanski Prize for Excellence in Teaching erhielt.



Vorwort

Als wir mit der Arbeit an diesem Buch begannen, war unser Hauptanliegen darzustellen, was für ein faszinierendes Fach die Sozialpsychologie ist. Es hat uns sehr gefreut, in vielen netten Briefen und E-Mails von Dozenten wie Studierenden bestätigt zu bekommen, dass uns das gelungen ist. Einer unserer Lieblingsbriefe kam von einer Studierenden, die schrieb, dass sie das Buch so interessant fand, dass sie es sich immer bis zum Schluss aufhob und sich damit belohnte, wenn sie ihre anderen Arbeiten beendet hatte. Zumindest bei dieser einen Studierenden ist es uns gelungen, dieses Buch zu einer interessanten, spannenden Geschichte zu machen und nicht zu einem trockenen Bericht voller Fakten und Zahlen.

Verbesserungen sind aber immer möglich, und unser Ziel in dieser sechsten Auflage ist es, das Gebiet der Sozialpsychologie noch besser darzustellen. Wenn wir im Seminar unterrichten gibt es keine größere Belohnung, als die schläfrigen Studierenden in der letzten Reihe plötzlich aufmerksam werden zu sehen: »Aha, das habe ich nicht gewusst. Na, das ist wirklich interessant!« Wir hoffen, dass Studierende, die unser Buch lesen, auch so reagieren.

Sozialpsychologie wird für die Studierenden lebendig, wenn sie das gesamte Feld in seinem Zusammenhang überblicken: wie Theorien die Forschung anregen, warum Forschung so durchgeführt wird, wie wir sie schildern, warum weitere Forschungen ihrerseits wieder neue Forschungsfelder eröffnen. Wir haben versucht, unsere Begeisterung für den Forschungsprozess auf verständliche Weise darzustellen, und die Ergebnisse des wissenschaftlichen Vorgehens in Bezug zur alltäglichen Erfahrungswelt des Lesers beschrieben; andererseits wollten wir aber auch unsere Darstellung des Forschungsgebiets nicht »verwässern«. In einer Welt, in der das menschliche Verhalten endlose Überraschungen bereithält und die Forschungsergebnisse durchaus kontraintuitiv ausfallen können, brauchen Studierende eine stabile Grundlage, auf der sie ihr Verständnis dieser herausfordernden Fachrichtung aufbauen können. Im Folgenden erläutern wir detaillierter, wie wir eine rigorose, wissenschaftliche Herangehensweise an die Sozialpsychologie so präsentieren, dass sie, wie wir hoffen, eine großen Teil der Studierenden interessiert und in ihren Bann zieht.

Der erzählende Ansatz

Die Sozialpsychologie steckt voller spannender Geschichten - zum Beispiel, wie der Holocaust Untersuchungen über den Gehorsam gegenüber Autoritäten auslöste, wie Reaktionen auf die Heirat des japanischen Kronprinzen mit Masako Owada, einer Karrierediplomatin, die kulturellen Unterschiede in der Selbstwahrnehmung illustrieren, und wie Lance Armstrongs erfolgreicher Kampf gegen den Krebs und seine unglaublichen sportlichen Erfolge (sieben aufeinanderfolgende Siege in der Tour de France) sozialpsychologische Ansichten zur Gesundheit beleuchten. Indem wir die Forschung in den Zusammenhang der wirklichen Welt stellen, gestalten wir das Material vertrauter, verständlicher und einprägsamer.

Einleitende Vignetten

Jedes Kapitel beginnt mit einer Vignette aus dem wirklichen Leben, die das Thema des Kapitels illustriert. Wir beziehen uns im Text dann immer wieder auf das geschilderte Ereignis und erläutern den Studierenden daran die Relevanz des Lernstoffs. Zu diesen einleitenden Vignetten gehören beispielsweise der tragische Tod von Amadou Diallo, der mit 41 Schüssen von vier weißen Polizeibeamten getötet wurde, als er in der Eingangshalle seines New Yorker Apartmentgebäudes nach seiner Brieftasche griff (Kapitel 3, »Soziale Kognition: Wie wir die soziale Welt beurteilen«), einige erstaunliche altruistische Handlungen an den Schauplätzen der terroristischen Angriffe vom 11. September 2001 (Kapitel 11, »Prosoziales Verhalten: Warum Menschen helfen«) sowie ein Mordprozess, in dem ein Unschuldiger zum Tode verurteilt wurde, weil Augenzeugen Falschaussagen machten (Kapitel 16, »Sozialpsychologie und Recht«).

»Mini-Stories« in jedem Kapitel

Unser erzählender Ansatz beschränkt sich nicht auf diese Einleitungsvignetten. In jedes Kapitel sind vielmehr mehrere »Mini-Stories« eingewoben, die spezifische Konzepte illustrieren und das Material lebendig machen sollen. In jeder solchen Geschichte beschreiben wir zunächst ein Phänomen des wirklichen Lebens, mit dem die Studierenden neugierig gemacht werden sollen. Diese Geschichten sind dem Tagesgeschehen, der Literatur und unserer eigenen Erfahrung entnommen. Danach beschreiben wir jeweils ein Experiment, das versucht, dieses Phänomen zu erklären. Dieses Experiment wird normalerweise ziemlich detailliert beschrieben, weil wir glauben, dass die Studierenden nicht nur die wichtigsten Theorien der Sozialpsychologie kennenlernen, sondern auch die Methoden verstehen und bewerten lernen sollten, die zur Überprüfung dieser Theorien eingesetzt werden. Wir laden die Studierenden oft ein, so zu tun, als seien sie selbst Versuchsteilnehmer, um ihnen ein besseres Gefühl dafür zu geben, wie das Experiment ablief und welche Ergebnisse erzielt wurden. Hier ein paar Beispiele unserer »Mini-Stories« (wenn Sie das Buch durchblättern, werden Sie noch viele mehr finden):

  • In Kapitel 4 über soziale Wahrnehmung führen wir die Korrespondenzverzerrung mit der Diskussion der öffentlichen Reaktion auf eine Aktion ein, mit der Rosa Parks' mutige Weigerung im Jahre 1955 gefeiert werden sollte, sich wegen der Rassentrennung im damaligen Montgomery (Alabama) im Bus nach hinten zu setzen. Im Jahr 2005, als sie starb, brachten Verkehrsunternehmen in ganz Amerika in ihren Stadtbussen Schilder an, mit denen die Fahrgäste gebeten wurden, den Sitz hinter dem Fahrer freizulassen, um Rosa Parks zu ehren. Trotz des Schildes setzten sich einige Fahrgäste auf diesen Sitz. Ein Journalist fragte Passagiere in New Yorker Stadtbussen, was sie von solchen Leuten hielten. Er erhielt sehr negative interne Attributionen als Antwort (zum Beispiel dass es sich um respektlose, überhebliche oder sogar rassistische Menschen handele). Tatsächlich war die Erklärung dieses Verhaltens aber eine typisch situationsbedingte, also eine, die mit den Betroffenen als Person gar nichts zu tun hatte: Sie hatten das Schild nicht gesehen, weil es ziemlich klein war und in der Unübersichtlichkeit des Businneren unterging, und wussten daher nicht, dass sie diesen Sitz freilassen sollten.

  • In Kapitel 9 über Gruppenprozesse führen wir das Thema der Deindividuation mit einer Szene aus Harper Lees Roman Wer die Nachtigall stört ein. In dieser Szene sehen wir einen potenziellen Lynchmob mit den Augen der Protagonistin der Geschichte, der achtjährigen Scout. Der Mob hat sich versammelt, um Tom Robinson, einen fälschlich der Vergewaltigung beschuldigten Schwarzen, zu lynchen. Dieser Mob erfüllt viele der Bedingungen, die von der sozialpsycholo gischen Forschung für Deindividuation genannt werden: Es ist dunkel, die Männer sind gleich gekleidet, und sie haben sich die Hüte über die Ohren gezogen. Dann führt Scout unwissentlich eine geniale sozialpsychologische Intervention durch, indem sie einen der Männer, den sie wiedererkennt, herausgreift, ihn mit Namen anspricht und nach seinem Sohn fragt, der ihr Klassenkamerad ist. Auf diese Weise gelingt es ihr, einen gesichtslosen Mob in eine Ansammlung einzelner Bürger zu verwandeln und so eine sehr gefährliche Situation zu entschärfen.

  • In Kapitel 12 über Aggression stellen wir eine interessante historische Beobachtung vor: Die Irokesen hatten Hunderte von Jahren ein friedliches Leben geführt und nur selten - falls überhaupt - aggressives Verhalten gezeigt. Das änderte sich im 17. Jahrhundert, als die neu angekommenen Europäer die Irokesen in direkte Konkurrenz mit ihren Nachbarn, den Huronen, brachten. Innerhalb kurzer Zeit verwandelten sich die Irokesen in wilde Krieger. Was sagt uns das über die Ursachen von Aggression und ihre kulturelle Verwurzelung? Diese Geschichte leitet in eine Diskussion der Erforschung kultureller und wirtschaftlicher Ursachen von Gewalt über.

Sozialpsychologische Methoden: Noch eine gute Geschichte

Es könnte so aussehen, als ob der erzählende Ansatz die wissenschaftlichen Grundlagen der Sozialpsychologie verschleiert. Wir glauben aber im Gegenteil, dass unsere Geschichten teilweise deswegen so interessant sind, weil man damit den Studierenden erklären kann, wie man Hypothesen wissenschaftlich überprüft. In den letzten Jahren ging der Trend zu Lehrbüchern, die nur kurze Abschnitte über Forschungsmethodik enthalten und die Ergebnisse einzelner Studien lediglich kurz beschreiben. In diesem Buch integrieren wir dagegen die wissenschaftliche Methodik des Fachgebiets in unsere »Geschichten«, und zwar auf vielfältige Weise.

Ein eigenes Kapitel für die Methodik

Anders als einige andere Lehrbücher widmen wir der Methodik ein ganzes Kapitel (Kapitel 2). »Warten Sie mal«, sagen Sie jetzt vielleicht, »wie wollen Sie das Interesse der Studierenden wachhalten, wenn Sie ein ganzes Kapitel mit so trockenem Stoff bringen?« Die

Antwort ist: Indem wir diesen Lehrstoff in unseren erzählenden Ansatz integrieren. Selbst der »trockene« Gegenstand der Methodik kann lebendig werden, wenn man ihn wie eine Geschichte erzählt. Wir beginnen mit der Darstellung zweier drängender Probleme aus dem Alltagsleben, die mit Gewalt und Aggression zu tun haben: Fördert Pornografie Gewalt gegen Frauen? Warum greifen Zuschauer nicht öfter ein, um Gewaltopfern zu helfen? Anschließend erklären wir anhand der tatsächlichen Studien zu diesen Fragen die drei wichtigsten wissenschaftlichen Methoden (Beobachtungsforschung, Korrelationsforschung und Experimentalforschung). Statt einer trockenen Aufzählung methodischer Prinzipien entwickelt sich die Methode wie eine Geschichte mit einem »Haken« (was sind die Ursachen alltäglicher Aggression und Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt?) und einer Moral (solche interessanten, alltagsrelevanten Fragen können wissenschaftlich gelöst werden). Wir waren mit den Reaktionen auf dieses Kapitel in den vorhergehenden Auflagen zufrieden.

Detaillierte Schilderungen einzelner Studien

Prototypische Studien beschreiben wir detaillierter als die meisten Lehrbücher. Wir schildern, wie eine Studie aufgebaut war, was die Teilnehmer wahrnahmen und taten, wie sich der Versuchsaufbau aus den theoretischen Grundlagen herleitete und wie die Ergebnisse die Ausgangshypothese unterstützten. Wir fordern unsere Leser oft auf, so zu tun, als seien sie selbst Versuchsteilnehmer, so dass sie die Studie von diesem Standpunkt aus besser verstehen konnten. Wann immer sinnvoll, haben wir auch Hintergrundinformationen darüber beigefügt, wie eine Studie durchgeführt wurde oder zustande kam; diese kurzen Geschichten geben den Lesern Einblicke in die bisher verborgene Welt der Entwicklung von Forschungsprogrammen. Lesen Sie zum Beispiel die Beschreibung, wie Nisbett und Wilson (1977) eines ihrer Experimente entwickelten, in dem es um die Genauigkeit der kausalen Annahmen geht, die man im Alltag anstellt, auf Seite 138, oder die Beschreibung der Ursprünge von Aronsons Jigsaw-Methode auf den Seiten 456 bis 459.

Wichtigkeit sowohl klassischer als auch moderner Forschung

Wir illustrieren die Resultate einzelner Experimente mit zahlreichen Tabellen und Grafiken. Die Sozialpsychologie ist ein rasch expandierendes Gebiet, und in all ihren Bereichen wird spannende neuartige Arbeit geleistet. In dieser sechsten Auflage haben wir sehr viel neues Material eingebaut, beschreiben Dutzende wichtiger neuer Studien und bringen Hunderte von Literaturangaben aus den letzten Jahren. Auf diese Weise deckt das Buch die neuesten Forschungstrends ab und ist auf der Höhe der Zeit.

Viele Texte, die sich auf neue Entwicklungen konzentrieren, neigen dazu, älteres Material zu ignorieren. Wir haben versucht, hier ein Gleichgewicht zwischen aktuellen Forschungsergebnissen und klassischen Arbeiten der Sozialpsychologie zu finden. Einige ältere Studien (zum Beispiel frühe Arbeiten über Dissonanz, Konformität und Attribution) tragen die Bezeichnung Klassiker zu Recht und sind wichtige Meilensteine des Fachs. Anders als andere derzeitige Lehrbücher präsentieren wir zum Beispiel detaillierte Beschreibungen der Studie von Schachter und Singer (1962) über die Fehlattribution von Emotionen (Kapitel 5), der Dissonanzstudie (Kapitel 6) von Festinger und Carlsmith (1959) und der Konformitätsstudien (Kapitel 8) von Asch (1956) und Sherif (1936). Wir bringen die älteren Theorien auf den gegenwärtigen Stand der Forschung, indem wir den Darstellungen dieser Klassiker moderne Herangehensweisen an dieselben Themen folgen lassen, darunter Kultur, Gender, Selbst und Emotion (zum Beispiel Gabriel & Gardner, 2004; Hyde, 2005) in Kapitel 5; Bewahrung der Selbstachtung (etwa Steeles Selbstbestätigungstheorie) in Kapitel 6; der Vorgang der Dissonanzreduktion in verschiedenen Kulturen (zum Beispiel Sakai, 1998; Stone, Wiegand, Cooper & Aronson, 1997; Viswesvaran & Deshpande, 1996) in Kapitel 6; und die Rolle von Verantwortlichkeit und Genauigkeit bei informationeller und normativer Konformität (etwa Quinn & Schlenker, 2002; Barron und Kollegen, 1996) in Kapitel 8. Dadurch erfahren die Studierenden die Kontinuität und Tiefe des Fachgebiets, anstatt es nur als eine Sammlung von Studien aus den letzten paar Jahren zu erleben.

Wichtige Änderungen in der sechsten Auflage

Um zu konkretisieren, inwieweit die sechste Auflage auf den neuesten Stand gebracht worden ist, folgen hier einige Beispiele für neueste Forschung, die aufgenommen wurde:

  • Kapitel 3 »Soziale Kognition: Wie wir die soziale Welt beurteilen« ist ergänzt worden, um die wachsende Betonung des automatischen (unbewussten, unwillkürlichen, unbeabsichtigten und mühelosen) Denkens gegenüber dem kontrollierten (bewussten, willkürlichen, absichtlichen und angestrengten) Denken darzustellen. Wir benutzen wieder die automatische gegenüber der kontrollierten Anwendung von Stereotypen als Beispiel für diese beiden Modi des Denkens, einschließlich der einleitenden Vignette, in welcher der Fall von Amadou Diallo besprochen wird, der von vier weißen Polizisten mit 41 Schüssen niedergestreckt wurde, als er in der Eingangshalle seines Apartmenthauses nach seiner Brieftasche griff. Dieser mögliche Fall automatischer Stereotypanwendung wird Fällen gegenübergestellt, in denen Stereotypen bewusster und willkürlicher angewandt werden, wie etwa beim rassenbezogenen Profiling. Wir haben einen neuen Abschnitt mit dem Titel »Die Macht des unbewussten Denkens« hinzugefügt, der aktuelle Forschungsergebnisse von John Bargh und Ap Dijsterhuis vorstellt. Neu ist außerdem ein »Sozialpsychologie im Alltag«-Kästchen, in dem wir den »Barnum-Effekt« im Persönlichkeits-Feedback als Beispiel für die Repräsentativitätsheuristik diskutieren.

  • Kapitel 4, »Soziale Wahrnehmung: Wie wir andere Menschen verstehen«, ist aktualisiert und reorganisiert worden. So ist zum Beispiel die Diskussion der Korrespondenzverzerrung und des fundamentalen Attributionsfehlers verbessert worden. Wir besprechen Forschungsergebnisse der sozialen Neurologie über »Spiegelneuronen« und den mimischen Ausdruck von Ekel. Außerdem haben wir zwei neue »Sozialpsychologie im Alltag«-Kästchen hinzugefügt. Das eine konzentriert sich auf aktuelle Forschungen über Kommunikation durch Computer und verdeutlicht die Fallen, die in E-Mails lauern: Die Autoren von E-Mails haben ein übermäßiges Vertrauen in ihre Fähigkeit, Emotionen und Bedeutungen allein durch Worte mitzuteilen; sie machen sich nicht klar, wie viel Information verloren geht, wenn nicht verbale Signale fehlen. Das zweite »Sozialpsychologie im Alltag«-Kästchen befasst sich mit einer Studie über die Korrespondenzverzerrung, die direkt nach dem 11. September 2001 durchgeführt wurde. Amerikanische Versuchspersonen erwiesen sich dabei als erstaunlich empfänglich für situationsbezügliche Informationen, wenn es um die Bildung von Attributionen über eine Person vermutlich arabisch-muslimischer Herkunft ging. Schließlich ist auch die einleitende Vignette aktualisiert worden.

  • Kapitel 5, »Selbstkonzept: Wie wir zu einem Verständnis unseres Selbst gelangen«, umfasst einen neuen Abschnitt »Selbsterkenntnis durch die Übernahme der Ansichten anderer«, in dem wir neuere Forschungen über gemeinsame Realitätstheorien vorstellen. Wie zuvor findet sich auch hier ein ausgewogenes Verhältnis zwischen detaillierter Besprechung klassischer Forschung (zum Beispiel Schachters und Singers Arbeiten über Emotion, Leppers Forschungen über intrinsische Motivation) und modernen, aktuellen Herangehensweisen an diese Themen. Mehr als 40 neue Quellenangaben sind dazugekommen.
  • Kapitel 6, »Das Bedürfnis, unser Verhalten zu rechtfertigen: Kosten und Nutzen der Dissonanztheorie« ist vollständig überarbeitet und aktualisiert worden. Eine wichtige Ergänzung ist die Besprechung der neurologischen Begleitsymptome der kognitiven Dissonanz. In diesem Abschnitt wird die Arbeit von Drew Westen und seinen Kollegen (2006) vorgestellt, die zeigt, wie Konsonanz und Dissonanz mithilfe von Gehirnscans verfolgt werden können.
  • Kapitel 7, »Einstellungen und Einstellungsänderungen: Gedanken und Gefühle beeinflussen«, beginnt jetzt mit einer überarbeiteten Einleitungsvignette, die extreme Fälle von Werbung schildert - darunter einen Mann, der eine Anzeige bei E-Bay aufgab, in der er anbot, einen Markennamen oder Werbeslogan 30 Tage lang auf der Stirn zu tragen. (Das Höchstgebot lag bei mehr als 37.000 Dollar.) Dieses Kapitel ist außerdem mit fast zwei Dutzend neuen Literaturangaben aktualisiert worden.
  • Kapitel 8, »Konformität: Die Beeinflussung des Verhaltens«, fängt mit einer neuen einleitenden Vignette an, in der die beängstigenden Konsequenzen blinden Gehorsams geschildert werden. Ein Mann, der sich als Kriminalbeamter ausgab, rief Manager von Fastfood-Restaurants überall in den Vereinigten Staaten an und wies sie an, demütigende Verhöre (und manchmal sexuelle Misshandlungen) mit ihren Angestellten durchzuführen. Ein großer Teil dieser Manager gehorchte den Anweisungen tatsächlich. Die Vignette konzentriert sich auf einen solchen Vorfall in einem McDonald's-Schnellrestaurant in Kentucky. Das Kapitel ist mit umfangreichen Darstellungen neuer Forschungsergebnisse aktualisiert worden. So wurde zum Beispiel ein neuer Abschnitt über die Rolle der persönlichen Verantwortung und des Gehorsams hinzugefügt, in dem es unter anderem um eine Studie von Osofsky, Bandura und Zimbardo (2005) über die Einstellungen von Justizbeamten in einem Gefängnis-Hinrichtungskommando geht. Weiter werden Ergebnisse der Sozialneurologie über Konformität präsentiert, die neurologische Belege dafür liefern, wie unangenehm es ist, normativen sozialen Einflüssen zu widerstehen. In diesem Kapitel findet sich auch ein neues »Sozialpsychologie im Alltag«-Kästchen, das den Einfluss informationeller und normativer Konformitätseinflüsse auf die Musikvorlieben von Collegestudierenden zum Thema hat.
  • Kapitel 9, »Gruppenprozesse: Einfluss in sozialen Gruppen«, ist aktualisiert worden und umfasst jetzt neue Abschnitte über den Abu-Ghraib-Gefängnisskandal mit Bezug auf Zimbardos Gefängnisstudie, über die Deindividuation im Cyberspace, über transformationale und transaktionale Führung, Situationseinflüsse auf die Kooperation im PDSpiel und über Verhandlungen via elektronische Medien gegenüber persönlichen Interaktionen. Außerdem gibt es ein neues »Sozialpsychologie im Alltag«-Kästchen über groupthink (Gruppendenken) und die Entscheidung, den Irak anzugreifen.
  • Kapitel 10 »Interpersonelle Attraktion: Vom ersten Eindruck zur engen Beziehung« ist mit zahlreichen neuen Quellenangaben und Darstellungen neuer Forschungsergebnisse aktualisiert worden. Dazu gehören beispielsweise die Bindungstheorie, Ähnlichkeit und Anziehungskraft, die Positivitäts-Verzerrung gegenüber körperlicher Attraktivität, der Effekt elektronischer Kommunikation auf Beziehungen sowie kulturspezifische Effekte. Ein neues »Sozialpsychologie im Alltag«-Kästchen befasst sich mit neurologischen Belegen (aus MRT-Scan-Forschungen) für die Gehirnaktivität von leidenschaftlich Verliebten, die zeigen, dass dabei dieselben Befriedigungs-, Belohnungs- und Motivationszentren wie beim Kokainkonsum oder einem Glücksspielgewinn aktiviert werden.
  • Kapitel 11, »Prosoziales Verhalten: Warum Menschen helfen« bringt einen neuen Abschnitt über die Auswirkungen hoher Mobilität auf prosoziales Verhalten.
  • Kapitel 12, »Aggression: Warum verletzen wir andere? Ist Prävention möglich?«, umfasst eine beträchtliche Menge neuen Materials über den evolutionären Ansatz, außerdem Forschungen an nicht menschlichen Primaten in Form von Verhaltensvergleichen zwischen Schimpansen und Bonobos. Außerdem haben wir Material über kulturelle Unterschiede hinzugefügt, darunter Schlegels Arbeiten über die Teduray, ein Regenwaldvolk, in deren Kultur Aggression innerhalb des Stammes so gut wie unbekannt ist.
  • Kapitel 13, »Vorurteile: Ursachen und Interventionen«, ist in mehrfacher Hinsicht aktualisiert worden, unter anderem mit modernisierten Definitionen von Vorurteilen und Stereotypen, einer Diskussion von Crandalls und Eshlemans Rechtfertigungs-Unterdrückungs-Modell für Vorurteile, einer erweiterten Besprechung von Bedrohung durch Stereotype und einem neuen »Sozialpsychologie im Alltag«-Kasten über einen mexikanischstämmigen Amerikaner, der an einer der ersten »Jigsaw«-Klassenstudien teilgenommen hatte und jetzt sein Jurastudium an der Harvard-Universität beginnt.
  • Kapitel 14, »Sozialpsychologie und nachhaltiger Lebensstil«, ist ein neues Kapitel, das den Nutzen der Sozialpsychologie im Umgang mit sozialen und praktischen Problemen zeigt, besonders mit Umweltproblemen. In der Einleitungsvignette geht es um das drängende Problem der globalen Erwärmung. Darauf folgen eine allgemeine Diskussion der Rolle der Sozialpsychologie bei der Lösung praktischer Probleme sowie ein Abschnitt darüber, wie man Menschen zu einem umweltbewussteren Verhalten bringt. (Einiges von diesem Material fand sich bereits in der vorigen Auflage.) Der letzte Abschnitt befasst sich mit der Glücksforschung; die Kernaussage ist, dass Geld und Konsum nicht so glücklich machen, wie die meisten Menschen denken, und dass diejenigen Dinge, die einen tatsächlich glücklich machen, auch mit einem umweltbewussten und nachhaltigen Lebensstil erreicht werden können.
  • Kapitel 15, »Sozialpsychologie und Gesundheit«, ist in mehrfacher Hinsicht aktualisiert worden. Die Lebensereignis-Skala nach Holmes und Rahe wurde durch eine neuere Version ersetzt, die für Studierende angemessener ist. Es gibt einen neuen Abschnitt über Resilienz und einen ebenfalls neuen Abschnitt über Twenges Forschung, wie sich die externale Kontrollüberzeugung bei Studierenden erhöht. Der letzte Abschnitt, »Prävention: Förderung gesünderer Verhaltensweisen«, ist überarbeitet worden und umfasst jetzt eine Darstellung von Interventionen zur Verhütung von HIV-Infektionen.
  • Kapitel 16, »Sozialpsychologie und Recht«, ist umfassend revidiert worden. Wir stellen eine neue Studie über Identifikation durch Augenzeugen von G. Loftus und Harley (2005) vor, besprechen Forschungsergebnisse zu der Frage, warum unerwartete Ereignisse oft nicht wahrgenommen werden, bringen einen neuen Abschnitt über den Wert von Geständnissen und untersuchen aktuelle Arbeiten über die Effekte von Phantombildern auf die Identifikationen durch Gegenüberstellung (Wells, Charman & Olson, 2005). Außerdem geht es hier um Forschungen zum Verhältnis zwischen Reaktionsgeschwindigkeit und dem Vertrauen in die Genauigkeit der Aussagen von Augenzeugen (Weber, Brewer & Wells, 2004).

Integrierte Berücksichtigung von Kultur und Gender

Um Verhalten im sozialen Kontext zu verstehen, müssen wir die Einflüsse von Kultur und Gender berücksichtigen. Anstatt diese wichtigen Themen in einem eigenen Kapitel zu behandeln, besprechen wir sie in jedem Kapitel jeweils im Hinblick auf das dort behandelte Thema. Bei vielen Gelegenheiten stellen wir die wunderbare Vielfalt der menschlichen Gesellschaft anhand der Unterschiede zwischen Menschen verschiedener Kulturen, Völker und Geschlechter vor. Wir gehen auch auf die Gemeinsamkeiten ein, die alle Menschen miteinander teilen, indem wir die Gültigkeit vieler Erscheinungen über die Grenzen von Kultur, ethnischer Zugehörigkeit und Geschlecht hinweg zeigen. Hier einige Beispiele:

  • Kapitel 1, »Einführung in die Sozialpsychologie«: Die Frage nach der Universalität beziehungsweise der kulturellen Relativität sozialpsychologischer Prinzipien wird eingeführt.
  • Kapitel 2, »Methodik: Wie Sozialpsychologen Forschung betreiben«: Die Frage, wie man die Ergebnisse von Studien für verschiedene Menschentypen verallgemeinern kann, wird im Abschnitt über externe Validität diskutiert. Zusätzlich legen wir in einem Abschnitt interkulturelle Forschungsmethoden dar.
  • Kapitel 3 »Soziale Kognition: Wie wir die soziale Welt beurteilen«: Dieses Kapitel untersucht Geschlechtsunterschiede und Leistungen in der Mittelstufe und der Highschool, wobei die Frage erhoben wird, ob diese Unterschiede von genderspezifischen Erwartungen der Lehrer und Eltern herrühren. Es gibt außerdem einen Abschnitt über kulturelle Determinanten von Schemata, in dem eine klassische Arbeit von Bartlett vorgestellt wird.
  • Kapitel 4, »Soziale Wahrnehmung: Wie wir andere Menschen verstehen« : Dieses Kapitel enthält eine Menge Material über Kultur und Gender, darunter eine Diskussion der Universalität emotionaler Gesichtsausdrücke; kulturelle Unterschiede in anderen Formen der nicht verbalen Kommunikation wie Augenkontakt, Anstarren und persönlicher Mindestabstand; Gender-Unterschiede bei nicht verbaler Kommunikation (darunter eine Diskussion von Eaglys Theorie der sozialen Rollen); kulturelle Variation in impliziten Persönlichkeitstheorien sowie kulturelle Unterschiede in Attributionsprozessen.
  • Kapitel 5, »Selbstkonzept: Wie wir zu einem Verständnis unseres Selbst gelangen«: In diesem Kapitel findet sich ein langer Abschnitt über kulturelle Unterschiede in der Definition der eigenen Persönlichkeit, die sich auf Forschungen von Markus, Kitayama, Triandis und anderen bezieht. Es gibt wichtige Abschnitte über geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Definition des Selbst, wobei auf Forschungen von Cross und Madson sowie von Gabriel und Gardner zurückgegriffen wird. Wir besprechen außerdem kulturelle Unterschiede beim Impression-Management, das heißt der Beeinflussung und Steuerung des Eindrucks, den andere Menschen von einem selbst gewinnen.
  • Kapitel 6, »Das Bedürfnis, unser Verhalten zu rechtfertigen: Kosten und Nutzen der Dissonanztheorie«: In diesem Kapitel findet sich ein Abschnitt über kulturelle Unterschiede hinsichtlich der Dissonanz und ihrer Reduktion, der aktuelle Forschung in nicht westlichen Kulturen vorstellt.
  • Kapitel 7, »Einstellungen und Einstellungsänderungen: Gedanken und Gefühle beeinflussen«: Dieses Kapitel enthält einen Abschnitt über Kultur und die Grundlagen von Einstellungen, darunter die Besprechung eines Experiments von Han und Shavitt (1994), in dem die Effektivität verschiedener Arten von Werbung in Korea und den Vereinigten Staaten verglichen wurde. Im Kontext einer Diskussion der Auswirkungen von Werbung stellen wir die Methoden vor, mit denen die Medien kulturelle Stereotypen über Ethnizität und Gender verbreiten und auf diese Weise Bedrohungen durch Stereotype auslösen können.
  • Kapitel 8, »Konformität: Die Beeinflussung des Verhaltens«: Dieses Kapitel beinhaltet eine Diskussion der Rolle des normativen sozialen Einflusses bei der Schaffung und Bewahrung kultureller Schönheitsstandards für Frauen und Männer. Wir stellen Forschungen zu dem starken normativen Druck auf japanische Frauen, schlank zu sein, vor, und wie das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung Essstörungen bei Japanerinnen besser voraussagt als bei Amerikanerinnen. Außerdem besprechen wir geschlechtsspezifische und kulturelle Unterschiede in der Konformität.
  • Kapitel 9, »Gruppenprozesse: Einfluss in sozialen Gruppen«: Wir diskutieren geschlechtsspezifisch und kulturell relevante Forschungsergebnisse an mehreren Stellen dieses Kapitels, darunter Gender- und kulturelle Unterschiede hinsichtlich sozialen Faulenzens (social loafing] sowie geschlechtsspezifische Unterschiede im Führungsstil. Außerdem geht es um Rollenverhalten und Geschlecht, dazu kommt eine Übung, in der Studierende absichtlich ein geschlechtsspezifisches Rollenverhalten verletzen und über die Reaktion der anderen Menschen darauf Buch führen sollen.
  • Kapitel 10, »Interpersonelle Attraktion: Vom ersten Eindruck zur engen Beziehung«: Die Rolle der Kultur wird an mehreren Stellen in diesem Kapitel deutlich, unter anderem in Abschnitten über kulturelle Definitionen von Liebe, kulturelle Schönheitsstandards, kulturelle Unterschiede im Stereotyp »Was schön ist, ist auch gut« (Wheeler & Kim, 1997) sowie über kulturelle Unterschiede in engen Beziehungen.

  • Kapitel 11, »Prosoziales Verhalten: Warum Menschen helfen«: Dieses Kapitel enthält einen Abschnitt über geschlechtsspezifische Unterschiede sowie einen über kulturelle Unterschiede bei prosozialem Verhalten. Dazu gibt es einen neuen Abschnitt über die Wirkung von Kultur und Mobilität auf prosoziales Verhalten.

  • Kapitel 12, »Aggression: Warum verletzen wir andere? Ist Prävention möglich?«: In diesem Kapitel besprechen wir evolutionäre Aggressionstheorien wie auch kulturelle Unterschiede bei Aggression und bringen dazu unter anderem eine Diskussion aktueller Forschungsergebnisse von Richard Nisbett und Dov Cohen; außerdem geht es um die unterschiedlichen Häufigkeiten von Tötungsdelikten in verschiedenen Ländern. Weiter stellen wir Forschungen über geschlechtsspezifische Unterschiede bei Aggression und über die Auswirkungen von Gewaltpornografie auf Gewalt gegenüber Frauen vor.
  • Kapitel 13, »Vorurteile: Ursachen und Interventionen«: Ein integraler Teil jeder Darstellung von Vorurteilen sind geschlechtsspezifische Stereotypen. Wir haben unsere Diskussion dieser Stereotypen um eine Besprechung der Arbeiten von Alice Eagly, Kay Deaux und Janet Swim erweitert. Weitere wichtige Teile dieses Kapitels sind die Bedeutung von Eigengruppen und Fremdgruppen sowie Möglichkeiten der Reduzierung von Vorurteilen.

Der evolutionäre Ansatz

In den letzten Jahren interessierte sich die Sozialpsychologie immer stärker für eine evolutionäre Sichtweise auf viele Aspekte sozialen Verhaltens. Unser Ansatz besteht darin, diese Perspektive in die relevanten Teile jedes einzelnen Kapitels zu integrieren, anstatt ihr ein eigenes Kapitel zu widmen. Wir stellen vor, was nach unserer Meinung ein ausgewogener Ansatz ist, indem wir sowohl die Evolutionspsychologie als auch die Alternativen dazu besprechen. Hier einige Beispiele für Stellen, in denen wir die evolutionäre Sichtweise diskutieren:

  • Kapitel 4, »Soziale Wahrnehmung: Wie wir andere Menschen verstehen«: Wir besprechen die Frage, ob einige Gesichtsausdrücke universell verbreitet sind, und stellen Darwins Ansicht vor, dass das der Fall ist.
  • Kapitel 10, »Interpersonelle Attraktion: Vom ersten Eindruck zur engen Beziehung«: Wir präsentieren die evolutionäre Sichtweise auf Gender Unterschiede bei romantischer Zuneigung und die Frage, warum Menschen sich verlieben.
  • Kapitel 11, »Prosoziales Verhalten: Warum Menschen helfen«: Die Evolutionspsychologie wird als eine der hauptsächlichen Theorien über die Frage vorgestellt, warum Menschen sich prosozial verhalten. Wir stellen Belege für und gegen diese Sichtweise vor und kontrastieren sie mit anderen Herangehensweisen, wie etwa der Theorie des sozialen Austauschs.

  • Kapitel 12, »Aggression: Warum verletzen wir andere? Ist Prävention möglich?« : Wir beschäftigen uns in einem Abschnitt damit, ob Aggression angeboren oder erlernt ist, zusammen mit einer Diskussion einer evolutionären Erklärung aggressiven Verhaltens.

  • Kapitel 13, »Vorurteile: Ursachen und Interventionen«: Dieses Kapitel enthält eine Besprechung der Untersuchungen von David Buss über Gender-Unterschiede in Fürsorglichkeit (der Neigung, andere Menschen zu unterstützen, anstatt sich ihnen gegenüber durchzusetzen, traditionell Frauen zugeschrieben).

Die praktische Seite der Sozialpsychologie

Eine der besten Methoden, das Interesse der Studierenden wachzuhalten, ist, die Bedeutung des Lernstoffs in der realen Welt herauszustellen. Von der Vignette, die jedes Kapitel eröffnet und auf die immer wieder eingegangen wird, bis zu den Diskussionen historischer und aktueller Ereignisse und unserer eigenen Erfahrungen, die in die erzählerische Struktur eingebettet sind, wird unsere Erzählung von realen, vertrauten Beispielen beleuchtet. Die praktische Anwendung ist allerdings ein integraler Bestandteil der Sozialpsychologie und verdient eine gesonderte Behandlung. Zusätzlich zur integrierten Berücksichtigung von Fragen der praktischen Anwendung im Text wird sie auf zwei Arten zusätzlich dargestellt.

»Selbsttest«: Übungen für Studierende

Über den Text der sechsten Auflage sind » Selbsttest« - Übungen verteilt, in denen die Studierenden eingeladen werden, die gelernten Konzepte auf ihr Alltagsleben anzuwenden. Die Übungen enthalten detaillierte

Anweisungen, wie man versuchen kann, tatsächliche sozialpsychologische Experimente zu replizieren, etwa Milgrams (1963) Methode des verlorenen Briefes in Kapitel 11 oder die Studie über das Wegwerfen von Müll und Normen von Reno und Kollegen (1993) in Kapitel 14. Andere »Selbsttest«-Übungen drucken Selbstbewertungs-Fragebögen nach, mit deren Hilfe die Studierenden selbst herausfinden können, welche Werte sie auf diesen Skalen erzielen. Dazu gehört beispielsweise die Messung der interdependenten und independeten Sicht des Selbst nach Singeiis (1994) in Kapitel 5 und die Kognitionsbedürfnis-Skala in Kapitel 7. Wieder andere Übungen sind Ratespiele, die sozialpsychologische Konzepte illustrieren, wie etwa die Denkssportaufgabe in Kapitel 3, die Beurteilungsheuristiken darstellt, oder Beispiele, die zeigen, wie man ein bestimmtes Konzept im Alltagsleben anwendet, wie etwa eine Übung in Kapitel 9, in der die Studierenden eine geschlechtsspezifische Rollennorm verletzen und die Folgen beobachten sollen. Die »Selbsttest«-Übungen werden bei Studierenden auf viel Interesse stoßen und machen psychologische Konzepte einprägsamer und anschaulicher.

»Sozialpsychologie im Alltag«

Wir stellen mehrere Abschnitte unter dem Titel » Sozialpsychologie im Alltag« heraus, die besonders relevant für interessante und wichtige Probleme des Alltagslebens sind. Zum Beispiel gibt es in Kapitel 5 (Selbstverständnis) ein »Sozialpsychologie im Alltag«-Kästchen zum Thema, wie Eltern ihre Kinder loben sollten, gestützt auf aktuelle Forschungen über intrinsische Motivation. In Kapitel 7 (Einstellungen) findet sich ein weiteres Kästchen über die Effektivität von Medienkampagnen zur Reduzierung des Drogenmissbrauchs; des Weiteren eines in Kapitel 12 (Aggression) darüber, wie man die Misshandlung durch Mitschüler in Schulen (bullying) bekämpft. Ein Kästchen in Kapitel 8 (Konformität) befasst sich damit, wie sich Propaganda mittels informationeller und/oder normativer sozialer Beeinflussungsprozesse auf Einstellungen und Verhalten der Bürger auswirkt. In der sechsten Auflage sind mehrere neue »Sozialpsychologie im Alltag«-Kästchen hinzugefügt worden. Wir glauben, dass die Studierenden diese Verbindungen zu wichtigen sozialen Fragen zu schätzen wissen.

Kapitel 14 bis 16 über Anwendungen in der Praxis

Die letzten drei Kapitel des Buches befassen sich mit Anwendungsfragen, nämlich einem nachhaltigen Lebensstil zur Sicherung der Zukunft, dem Gesundheitswesen und der Strafverfolgung. Kapitel 14 enthält Teile eines ehemaligen Kapitels über Umweltbewusstsein, doch der größte Teil ist neu und stellt detailliert die einmalige Position der Sozialpsychologie bei der Lösung praktischer Probleme dar. In der vorigen Auflage hatten diese Kapitel ein eigenes Nummerierungssystem, um zu verdeutlichen, dass sie an mehreren verschiedenen Punkten eines Sozialpsychologieseminars in Verbindung mit früheren Kapiteln behandelt werden können. Da wir aber nicht den Eindruck vermitteln wollen, dass diese Kapitel sich vom Hauptteil des Textes unterscheiden, haben wir sie jetzt in die normale Kapitelnummerierung einbezogen. Trotzdem sind sie nach wie vor als möglichst unabhängige Einheiten konzipiert, die an vielen verschiedenen Punkten eines Sozialpsychologieseminars relevant werden können.

Danksagungen

Elliot Aronson erkennt mit großem Vergnügen die Beiträge seiner besten Freundin Vera Aronson (die zufällig auch seine Frau ist) zu diesem Buch an. Vera inspirierte ihn wie immer zu vielen seiner Ideen und war eine geduldige Zuhörerin und konstruktive Kritikerin der im Entstehen begriffenen Konzepte, die sie in vernünftigere Analysen umzuformen half. Er möchte außerdem seinem Sohn Joshua Aronson, der selbst ein brillanter junger Sozialpsychologe ist, für die vielen anregenden Gespräche danken, die nicht wenig zur Endfassung dieses Buches beigetragen haben.

Tim Wilson möchte seinem Betreuer im Hauptstudium, Richard E. Nisbett, danken, der sein Interesse an diesem Fachgebiet nährte und ihm die Kontinuität zwischen sozialpsychologischer Forschung und dem Alltagsleben zeigte. Er dankt seinen Eltern, Elizabeth und Geoffrey Wilson, für ihre unermüdliche Unterstützung. Am meisten dankt er seiner Frau Deirdre Smith und seinen Kindern Christopher und Leigh für ihre Liebe und Geduld und für ihr Verständnis, wenn zu später Stunde der Computer immer noch angeschaltet war.

Robin Akert möchte ihren Studierenden und Kollegen am Wellesley College für ihre Unterstützung und Ermutigung danken. Besonders ist sie Prof. Jonathan Cheek, Prof. Patricia Berman, Allison Bibbins Ward und Linda DuFresne für ihre Ratschläge und Reaktionen und ihren Humor verpflichtet. Sie möchte sich außerdem bei ihren Sozialpsychologie-Studierenden bedanken, deren Intelligenz, Scharfsinn, Engagement und Lebensfreude ihre ständigen Energie- und Motivationsquellen für dieses Buch waren. Sie ist voll tiefer Dankbarkeit gegenüber ihrer Familie, Michaela und Wayne Akert sowie Linda und Jerry Wuichet; deren Enthusiasmus und grenzenlose Unterstützung haben ihr durch dieses Projekt geholfen wie durch alle anderen zuvor. Und schließlich: Es gibt keine Worte, die ihre Dankbarkeit und Verpflichtung gegenüber Dane Archer, dem Mentor, Kollegen und Freund ausdrücken können, der ihr die Welt der Sozialpsychologie eröffnete und seither ihr Ratgeber gewesen ist.

Kein Buch kann ohne die Hilfe vieler Menschen geschrieben und veröffentlicht werden, die hinter den Kulissen mit den Autoren zusammenarbeiten, und unseres ist keine Ausnahme. Wir möchten uns bei den vielen Kollegen bedanken, die ein oder mehrere Kapitel dieser Auflage und früherer Auflagen gegengelesen haben.

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