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Alle Rezensionen von Anonym

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Der biografische Roman "Dian Fossey - Die Forscherin" ist der erste Band der neuen Reihe "Mutige Frauen, die Geschichte schrieben". Dian Fossey war eine kompromisslose, starrsinnige Frau, die zeitlebens an ihre (physichen und psychischen) Grenzen ging. Eine schwierige Persönlickeit, die keine Konflikte scheute, wenn sie ihre persönlichen Ziele durchsetzen wollte, und sich mit dieser kompromisslosen Haltung viele Feinde in Afrika gemacht hat. Dian Fossey war keine einfache Persönlichkeit, im persönlichen Umgang hat sie es ihren Mitmenschen mit ihrem arroganten, herrschsüchtigen, schroffen Wesen sehr schwer gemacht. Aus Selbstschutz hielt sie ihre sensible, verletzliche Seite bewusst verborgen; geöffnet hat sie sich nur den bedrohten Tieren, die sie fest in ihr Herz geschlossen hatte. Ihre hohen Verdienste kann man nicht genug würdigen; inzwischen ist die Population der vom Aussterben bedrohten Berggorillas wieder angestiegen. Mich hat dieses einfühlsam geschriebene Buch von Susanna Leonard tief beeindruckt zurückgelassen; ich würde mir wünschen, dass es von vielen anderen Leser*innen genauso wertgeschätzt wird.

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Mit ihren atemberaubenden Thrillern um das ungewöhnliche Ermittler-Team, die lebhafte, impulsiv handelnde Detective Jane Rizzoli und die zurückhaltende, analytisch agierende Gerichtsmedizinerin Dr. Maura Isles hat die amerikanische Ärztin und Schriftstellerin Tess Gerritsen viele Leser*innen auf der ganzen Welt begeistert. Auch die nach den starken weiblichen Protagonistinnen benannte amerikanische Fernsehserie "Rizzoli & Isles" hat die Zuschauer mitgerissen und geradezu Kult-Status erlangt. Nach einer langen Pause präsentiert Tess Gerritsen "Mutterherz", den neuen aufregenden 13. Fall für die erfolgreichen Ermittlerinnen aus Boston: Der brutale Mord an einer Bostoner Krankenschwester hält Detective Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Maura Isles in Atem. Noch in ihrer Arbeitskleidung wurde der Frau bei der Heimkehr der Schädel eingeschlagen. Hat sie einen Dieb überrascht, oder hat jemand auf sie gewartet? Was Jane da gar nicht gebrauchen kann, ist eine Mutter, die sie permanent wegen einer vermeintlich entführten Nachbarstochter anruft eine, die schon mehrmals weggelaufen ist. Zudem sind da noch diese unfreundlichen Neuen in der Straße, die kürzlich eingezogen sind. Mit denen ist etwas nicht koscher, glaubt Angela. Jane wischt die Warnungen ihrer Mutter beiseite. Doch Angelas Bauchgefühl trügt nicht und bringt sie in höchste Gefahr Das Cover fällt aus dem Rahmen des Üblichen. Der Betrachter schaut durch zerrissenes Papier auf ein einsam gelegenes Haus am Strand, umgeben von dichten Wäldern, das eine düstere Stimmung ausstrahlt. Der kurze Titel bleibt im Gedachtnis haften; man denkt darüber nach, was eine Mutter für ihr Kind tun würde. Wenn man so will, erzählt Tess Gerritsen zwei Geschichten, die eng miteinander verwoben werden. Ein Handlungsstrang kreist um den brutalen Mord an einer Krankenschwester, der Jane Rizzoli und Maura Isles auf die Spur eines cold case bringt, der zweite Handlungstrang dreht sich um die Aktivitäten von Angela, der neugierigen Mutter von Jane, die aus purer Langeweile ihren neuen Nachbarn hinterherschnüffelt und dunkle Geheimnisse in ihrem biederen Wohnviertel wittert. Besonders schön finde ich, dass das Privatleben von Jane Rizzoli und Maura Isles in diesem 13. Band fortgeschrieben wird; sie sind nicht nur taffe Ermittlerinnen, die sich beruflich in einer von Männern beherrschten Welt durchsetzen können, sondern auch "normale" Frauen, die Beruf und Familie unter einen Hut bringen müssen und sich nach einer harmonischen Beziehung sehnen. Wie immer bin ich von Tess Gerritsen begeistert. Sie versteht ihr literarisches Handwerk; der neue Fall für Rizzoli & Isles ist angenehm zu lesen punktet mit einem logisch gut durchdachten Plot, komplizierten Ermittlungen, die allzu oft in Sackgassen münden, unerwarteten Wendungen und einem packenden Finale, das alle Leser*innen überraschen wird. Deshalb gibt es von mir eine ausdrückliche Empfehlung!

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Mit dem Thriler "Blinde Furcht" legt Linda Castillo bereits den 13. Band aus ihrer erfolgreichen "Kate Burkholer"-Reihe vor. In den vergangenen Jahren ist die aus einer amischen Familie stammende Ermittlerin Kate Burkholder vielen Lesern ans Herz gewachsen. Sie ist eine rebellische, selbstbewusste Frau, die sich aus ihrer konservativen, von patriarchalischen jTraditionen geprägten Gemeinde gelöst hat, unbeirrt ihren eigenen Weg geht und sich nichts vorschreiben lässt - genau wie das Opfer eines schrecklichen Verbrechens: Sie war aufsässig und rebellisch. Doch kannte der Mörder auch ihr dunkles Geheimnis? Der dreizehnte Fall für Polizeichefin Kate Burkholder von Spiegel-Bestsellerautorin Linda Castillo. In einem Motel in Painters Mill wird die Leiche einer jungen Frau gefunden brutal ermordet. Als Kate Burkholder zum Tatort gerufen wird, ist sie schockiert. Sie kennt das Opfer von früher. Rachael Schwartz war eine charmante, aber auch rebellische junge Frau, die der strengen Ordnung ihrer amischen Familie vor vielen Jahren für immer entfloh. Doch warum kehrte sie jetzt zurück? Und wer hat sie so brutal umgebracht? Kate erinnert sich, dass Rachael als Kind und Teenager genauso aufsässig war wie sie selbst damals, Rachael hielt sich nicht an die Regeln, beachtete keine Konventionen und hinterließ Familie und Freunde nach ihrer Flucht völlig zerstört. Es gab einige, die ihr nichts Gutes nachsagten. Doch was nur wenige wussten: Rachael hütete ein dunkles Geheimnis. Und derjenige, der Rachael getötet hat, wird alles daran setzen, dass ihr Geheimnis nicht ans Tageslicht kommt. Dafür ist ihm jedes Mittel recht. Um die ganze Wahrheit aufzudecken und den Mörder zur Strecke zu bringen, braucht Kate einen ausgeklügelten Plan. Sonst bliebe Rachaels Schicksal für immer ungesühnt. Das in düsteren Farben gehaltene Cover zeigt eine einzelne Frau auf dem Weg über eine Brücke, Ihr Weg scheint ins Dunkel zu führen. Was mag auf sie warten? Linda Castillo erzählt eine aufwühlende, nervenzerfetzende Geschichte; der spannende Thriller enthält viele brutale, grausame Szenen und ist defintiv nichts für schwache Nerven. Dafür punktet er mit vielen unerwarteten Wendungen und ist ein echter Pageturner, den man nicht mehr aus den Händen legen mag. Auf der Suche nach der Wahrheit gerät Kate Burkholder zwischen alle Fronten, wieder einmal riskiert sie ihr Leben, um einen komplizierten Fall zu lösen, der weit in die Vergangenheit reicht und erschreckende Paralllelen zu ihrer eigenen Lebensgeschichte aufweist. Dieses packende Buch geht unter die Haut. Ein echtes HIghlight, ein brillanter Pageturner!

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In den letzten Jahren hat sich Bali zu einem echten Geheimtipp entwickelt. Die indonesische Insel ist berühmt für ihre bewaldeten Vulkanberge, die typischen Reisfelder, Strände und Korallenriffe. Wer von einer literarischen Fernreise träumt, sollte zu dem Roman Das Glück findet dich auf Bali von Juli Klee greifen, das von einem exotischen Reiseziel, Glück und der Such nach Meer erzählt: So unerwartet wie Lena ihren Redakteursjob verliert, findet sie sich nach einer durchzechten Nacht auf Bali wieder: Ohne Job, ohne Plan und ohne ihren Verlobten Martin. Zwar ist sie vorerst die heimischen Probleme los, hat dafür aber mit den balinesischen Gepflogenheiten zu kämpfen. Das erste Mal in ihrem Leben ist sie auf sich allein gestellt - und beginnt ihr Leben zu hinterfragen. Je länger Lena auf Bali ist, desto mehr lernt sie die Insel und die Menschen zu schätzen. Sie entdeckt, dass Yoga mehr bedeutet, als einfach nur auf dem Boden rumzuliegen, genießt die entspannte Lebensart, und auch Surflehrer Tim rüttelt etwas in ihr wach. Lena stellt sich langsam die Frage: Was bedeutet wahres Glück? Das wunderschöne Cover zieht gleich die Aufmerksamkeit auf sich, und der vielsagende Titel schwört auf eine komplexe Lebens- und LIebesgeschichte ein. Das Geschehen spielt im kühlen Norden von Deutschland und auf der exotischen Insel Bali, die Handlung vollzieht sich in der aktuellen Gegenwart. Lena ist eine durchaus sympathische Protagonistin, etwas launisch und sprunghaft für meinen persönlichen Geschmack, was aber angesichts ihrer Lebensumstände verständlich ist. Besonders gut gefällt mir, dass die einzelnen Kapitel mit der Bezeichnung von landestypischen Pflanzen eingeleitet werden. Auch die Beschreibungen von Bali sind sehr plastisch, man kann sich alle Schauplätze gut vorstellen und hat einen klaren Eindruck von den Schönheiten der Insel gewonnen. Positiv empfinde ich, dass die Schattenseiten des Massentourismus hier thematisiert werden. Die künstlich herbeigeführte Verknappung von Wasser führt zu schweren Problemen für die Bevölkerung, andererseits ist Bali auf Tourismus angewiesen, der das Überleben der Bevölkerung wegen der fehlenden Ressourcen sichert. Ein sanfter Tourismus (ohne den Bau weiterer Luxushotels) wäre eine denkbare Alternative. Die unterhaltsame Geschichte an sich ist eine komplexe Mischung als Lebens- und Liebesgeschichte, eine Befreiung von alten Denkmustern und Gewohnheiten, aber auch ein Aufbruch zu neuen Ufern (was eine neue Liebe mit einschließt). Manche Protagonisten sind mir zu überzeichnet dargestellt worden; das Happy-End etwas zu gewollt (aber das ist ja reine Geschmackssache...) Auch wenn dieser leicht lesbare Roman gängige Muster aufgreift und in weiten Zügen vorhersehbar ist, bietet er gute Unterhaltung für zwischendurch. Vor allem die malerische Kulisse macht auf das exotische Land neugierig. Wer packt seine Kofer und gönnt sich einen kleinen Urlaub zwischendurch?

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Liebt ihr die Serie Downtown Abbey auf Netflix, die das bewegte Leben einer adligen Familien und ihres Personals am Anfang des 20. Jahrhunderts beleuchtet? Wer nicht nur auf den Bildschirm starren, sondern seine Nase in ein Buch stecken möchte, sollte zu dem schwungvollen Roman Wer wird denn gleich an Liebe denken von Nina May greifen, der in der aktuellen Gegenwart spielt: Wenn du glaubst, es geht nicht mehr, muss ein reicher Erbe her ... Trix Barker, mäßig erfolgreiche Fotografin aus London, ist pleite und zunehmend verzweifelt. Für ihre beste Freundin steht fest: Trix braucht einen Mann, und zwar einen mit Geld. Am besten einen adligen Schlossherrn. Trix hält das zwar für eine Schnapsidee, aber eine andere Lösung fällt ihr auch nicht ein. Also heuert sie kurzerhand als Mädchen für alles auf einem Schloss in Kent an. Doch leider ist das Gemäuer ziemlich in die Jahre gekommen, der Garten völlig verwildert und der Hausherr wenig romantisch veranlagt. Ganz anders der Denkmalschützer Rob, der Trix Herz schon bald gewaltig aus dem Takt bringt ... Das in hellen Farben gehaltene Cover sorgt für gute Laune, in seiner Aufamchung erinnert es mich an einen Comic. Für meine Begriffe kann es kaum ein romantischeres Setting geben als ein leicht heruntergekommenes Schloss in der traditionellen Grafschaft Kent an der südöstlichen Küste von England. Alle Schauplätze des (fiktiven) kleinen Ortes werden anschaulich beschrieben, dass man sich selbst vor Ort glaubt. Das literarische Debüt von Nina May spielt in der Gegenwart; das Geschehen wird aus der Ich-Perspektive von Trix geschildert, einer sympathischen jungen Fotografin, die - anders als typische Golddigger - auf ihr Herz hört, statt auf die Geldbörse ihres Gegenübers zu starren, auch wenn sie materiell gesehen nicht auf Rosen gebettet ist. Als Allrounderin (Mädchen für alles) blickt sie hinter die Kulissen des verarmten Landadels, dem außer einem klangvollen Namen, historischen Erinnerungen und ausgedehnten Ländereien wenig geblieben ist. Auch die anderen Protagonisten sind liebenswert, allen voran Rob, ein reserviert wirkender Mann, der für den britischen National Trust arbeitet und sich der Aufgabe verschrieben hat, Gebäude oder Landschaften von historischem Interesse oder besonderer Schönheit für die Nachwelt zu erhalten. Das literarische Debüt von Nina May hat mich überzeugt. Es ist ein charmantes, humorvolles Lesevergnügen vor einer malerischen Kulisse, das mit vielen witzigen Szenen und unerwarteten Wendungen punktet, perfekt zur Einstimmung auf eine Rundreise zu den schönsten Schlössern und Gartenanlagen Englands. See you!

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Tief in den Wäldern ist meine erste literarische Begegnung mit der internationalen Bestseller-Autorin Chevy Stevens, deren neues Werk vom berühmt-berüchtigten Highway der Tränen inspiriert worden ist: Seit Jahren verschwinden junge Frauen vom einsamen Cold Creek Highway im Nordwesten von Kanada. Das letzte Opfer ist noch nicht lange tot, der Mörder wurde nie gefunden. Nun geraten zwei gegensätzliche Frauen in sein Visier: Die toughe Hailey kennt die Wälder um Cold Creek wie ihre Westentasche. Als sie ein dunkles Geheimnis entdeckt, trifft sie eine unheilvolle Entscheidung. Ein Jahr später kommt Beth, ein Großstadtkind, nach Cold Creek - auf einer persönlichen Suche, die immer gefährlicher wird. Für meinen persönlichen Geschmack ist das Cover gelungen; man blickt direkt auf eine rauhe, wilde Landschaft, mit undurchdringbaren Wäldern und schroffen Felsmassiven, kaum erschlossen durch einen einzigen Highway. Wenn man so will, gibt der Titel die Marschrichtung vor. Das Buch führt tief in die Wälder, die ein finsteres Geheimnis hüten. Nach einem schockierenden Prolog, erzählt aus der Sicht eines namenlosen Opfers des Highway-Killers, das im Epilog ein zweites Mal zu Wort kommen wird, führt Chevy Stevens uns nach Cold Creek, eine unbedeutende Kleinstadt, beherrscht von der harten Hand eines lokalen Polizeichefs, der für Zucht und Ordnung sorgt und auf seine Leute stets ein Auge hat. Cold Creek wird von einer Serie von Morden an (indigenen) Mädchen und Frauen erschüttert, begangen von einem oder mehreren Tätern, die als Highway-Killer berühmt-berüchtigt sind. Hier begegnen wir zwei starken Protagonistinnen, Hayley und Beth, deren Lebenswege sich in diesem Thriller auf eine dramatische Weise kreuzen. Hayley ist eine 17-jährige Vollwaise, die nach dem Tod ihrer Eltern im Hause von Verwandten lebt und gegen den autoritären Erziehungsstil ihres Onkels, welcher die Stellung des lokalen Polizeichefs bekleidet, rebelliert; sie fühlt sich von ihm gegängelt, bespitzelt und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Schliche, was sie zur Flucht aus ihrem neuen Zuhause in die dunklen Wälder zwingt. Beth hingegen ist eine 21jährige Jura-Studentin, die nach dem brutalen Mord an ihrer kleinen Schwester Amber aus der Bahn geworfen wird, ihr Studium abbricht und in die Kleinstadt zieht, um Antworten auf die Fragen zu suchen, die ihr auf der Seele brennen. Chevy Stevens ist ein fesselnder Thriller gelungen, der tief in die Wälder führt, auf falsche Fährten lockt und mit einem actionlastigen, packenden Show-Down punktet. Bei der Lektüre ist mir eine Gänsehaut den Rücken hinuntergelaufen; dennoch mochte ich diesen Pageturner nicht mehr aus meinen Händen legen. Dieses Buch ist ein Must-Read für alle Leser, die True Crime lieben!

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Moin! Mit ihrem neuen Buch Fischbrötchen und Schokoküsse präsentiert die erfolgreiche Selfpublisherin Jane Hell bereits den vierten Band aus ihrer Förderliebe -Reihe, die rund um Eckernförde, eine kleine Hafenstadt an der Ostsee, angesiedelt sind: »Er fährt wie der letzte Henker und schimpft die ganze Zeit nur, weil er sich gestern für mich eine Hose anziehen musste.« Marina lebt mit Mitte zwanzig behütet bei ihren Eltern in München. Als die sie bitten, endlich auszuziehen, und sie unerwartet ihren Job verliert, gerät ihr geregeltes Leben aus den Fugen. Um irgendein Einkommen zu haben, muss sie ein Stellenangebot auf einem Gutshof an der Ostsee annehmen, obwohl sie normalerweise strikt allen lebensverändernden Entscheidungen aus dem Weg geht. Marinas neuer Arbeitsplatz, der malerische Hof von Frau Larssen, liegt weit abseits direkt am Strand der Eckernförder Bucht. Ein traumhafter Ort, wäre die Verwaltungsarbeit nicht so ein Chaos. Zusätzlich ist Marina ohne Führerschein auf Tim-Ove angewiesen, den Großneffen ihrer neuen Chefin. Und der verhält sich Marina gegenüber unerklärlich sprunghaft. Zu gern würde sie wissen, was dahintersteckt. Erzählt er ihr immer die ganze Wahrheit über das Anwesen? Und was bedeutet dieses Flattern in Marinas Bauch, wenn er ihr mal wieder auf den Geist geht? Wer nicht über das bunte Cover und den witzigen Titel grinsen muss, sollte zum Lachen in den Keller gehen. Jane Hell setzt ihre locker-leicht geschriebene Förde-Liebe -Reihe mit einem neuen abgeschlossenen Ostsee-Roman fort, der um Mut, Liebe und das Leben am Meer kreist. Das Geschehen wird aus der Ich-Perspektive von Marina, genannt: Mari, vermittelt, einer 25jährigen Immobilienkauffrau, die nach einer beruflichen Bruchlandung das kuschelige heimische Nest in München verlässt und einen Job auf einem mitten im Nirgendwo gelegenen herabgewirtschafteten Gutshof an der Ostsee annimmt. Auch wenn mir die (vorhersehbare) humorvolle Liebesgeschichte gefallen hat, muss ich einige Punkte bemängeln, die mir die Lektüre etwas verleidet haben. Für mein Empfinden eignet sich die etwas chaotische, tollpatschige und überängstliche Protagonistin nicht als Identifikationsfigur; es ist mir sehr schwergefallen, mit ihr warm zu werden. Sie wirkt wie ein überbehütetes Kind, das an Mamas Rockzipfel hängt und vor seinem eigenen Schatten Angst hat, nicht wie eine erwachsene Frau, die einen Studienabschluss (B. A.) und praktische Berufserfahrungen vorweisen kann. Der erzwungene Ortswechsel tut ihr gut, aber an der Ostsee gerät sie laufend in haarsträubende Situationen; die Situationskomik wirkt manchmal etwas überstrapaziert. Auch mit ihrem Love-Interest Tim-Ove, dem gutaussehenden Großneffen der alten Gutsherrin, der sich als Entwickler von Apps durchs Leben schlägt und (Spoiler) aus edlen Motiven das Vermögen seiner Großtante verzockt, hatte ich meine Schwierigkeiten, sein großkotziges Auftreten und die markigen Sprüche, die seine tiefen, wahren Gefühle für Mari verschleiern sollte, gingen mir auf die Nerven. Schade!

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Liebt ihr mitreißende Bücher mit Herz und Humor, die in Italien spielen? Dann solltet ihr euch den neuen Roman Immer Ärger mit den Bambini von Tessa Hennig nicht entgehen lassen: Ich habe gar keinen Enkel ... Ehe kaputt, Weinhandlung pleite. Alles, was Sandra vom großen Glück geblieben ist, sind Likes auf Instagram. »Gejammert wird trotzdem nicht«, findet ihre rüstige Mutter Heike. Guter Wein muss her. Also auf nach Apulien! Doch die Reise der beiden wird schon am Gotthard-Tunnel jäh unterbrochen: Auf einer Raststätte gabeln sie den fünfzehnjährigen Federico auf. Er ist aus dem Heim abgehauen und will zu seinem Großvater Alessio nach Brindisi. Den kennt er allerdings nur vom Foto, weshalb Alessio wenig erfreut ist, als Sandra und Heike den Jungen bei ihm abladen wollen. Ein Bambino hat ihm gerade noch gefehlt! Der mürrische Alte lebt einsam auf einem Weinberg und behauptet, er habe gar keinen Enkel. Es brauchtHeikes ganzen Einfallsreichtum und Federicos jugendlichen Charme, um Alessios, aber auch Sandras Glück ein wenig nachzuhelfen Das witzige Cover zaubert gleich ein Lächeln ins Gesicht, genauso wie dieser locker-leicht geschriebene Roman, der von einem emotional aufwühlenden, turbulenten Abenteuer in Apulien erzählt. Alle Romane von Tessa Hennig kreisen um starke Protagonistinnen, die das 50. Lebensjahr längst hinter sich gelassen haben. Hier ist es Heike, eine patente verwitwete Frau, die einen (schlecht laufenden) Kiosk in ihrer Heimat führt und sich mit ihrer einzigen Tochter zu einer spontanen Reisen nach Apulien aufmacht. Mit ihren lebensbejahenden, optimistischen Einstellung ist sie mir gleich ans Herz gewachsen, sie kümmert sich liebevoll (wie eine echte Oma) um den kleinen Ausreißer Federico, der sich auf die Suche nach seinem unbekannten Großvater gemacht hat, während ihre einzige Tochter Sandra ihrer gescheiterten Beziehung und der verlorenen Weinhandlung nachtrauert und mit ihren eigenen (finanziellen) Problemen beschäftigt ist. Auch Federico ist zum Klauen, ein hilfsbereiter, künstlerisch begabter Junge, der sein Schicksal in die eigenen Hände nimmt und seine neuen Weggefährten tatkräftig unterstützt. Der neue Roman von Tessa Hennig spielt in Apulien, und Tessa Hennig hat die Schönheit dieser süditalienischen Region perfekt eingefangen. Dank ihrer anschaulichen Beschreibungen hat man alle Schauplätze deutlich vor Augen; man könnte fast glauben, selbst vor Ort zu sein. Das italienische Lebensgefühl spiegelt sich in ihrem unterhaltsamen Roman wieder; besonders gut gefallen hat mir die Schilderung eines traditionellen Festes, wo der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft beschworen wird. Immer Ärger mit den Bambini ist eine berührende, mitreißende Familiengeschichte, die mir viele schöne Lesestunden geschenkt hat. Für mich ist dieses Buch von Tessa Hennig ein klares (Lese-) Highlight, perfekt zur Einstimmung auf den nächsten Urlaub in Italien.

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Nach dem erfolgreichen Start einer unterhaltsamen Reihe um die tierliebe, resolute Hobby-Detektivin Rosa Fink legt Manuela Sanne den dritten Band Des Pudels Kern vor, der streng gehütete Geheimnisse in dem kleinen Ferienort an der Nordseeküste aufdeckt: »'Ich möchte mir süße Goldies ansehen? Hast du eine Überraschung für mich geplant, Schatz?', stellte Sebi sich ahnungslos, aber das Zucken um seine Mundwinkel verriet ihn.« Warum ist Hundefigaro Ricci Rossi unauffindbar? Rosa, neuerdings stolze Mitbesitzerin der Pension Zum Jadebusen, vermutet Schlimmes: Sie hat genau gesehen, wie erst Pudel Fiete und dann Riccis Eltern von zwei Mafiosi bedroht wurden. Sogar Rosas Mann Sebi ist alarmiert und stellt Nachforschungen an, obwohl er vor der Neueröffnung der Pension genug andere Probleme hat. Doch die Ehefrau des Verschwundenen gibt sich unbesorgt. Schon bald wird klar, dass jeder in der Familie Rossi Geheimnisse hütet - und ein besonders pikantes könnte Ricci zum Verhängnis werden. Das süße Cover lässt die Herzen aller Hunde-Fans höher schlagen. Denn es zeigt ein niedliches Hündchen, das durchaus als Doodle durchgehen könnte und gerade im Begriff ist, seine Hundehütte unweit des weitläufigen Sandstrandes zu verlassen. Manuela Sanne schenkt uns ein Wiedersehen mit dem (im zweiten Anlauf) frisch verheirateten Paar Sebi und Rosa Fink, die sich eine neue gemeinsame Existenz in Dangast aufbauen wollen. Ihre gemütliche Pension steht sozusagen in den Startlöchern; trotz des aufwendigen Umbaus bleibt den sympathischen Protagonisten genügend Zeit, ihre zwei kleinen Katzenkinder zu verwöhnen, ihre guten Beziehungen zu den neuen Nachbarn zu pflegen - und einem streng gehüteten (Familien)-Geheimnis auf die Spur zu kommen. Eine gewichtige Rolle in diesem Buch spielen sogenannte Doodles , den aktuellen Zeitgeist verkörpernde Designer-Hunde (Hybridhunde), die aus einer gezielten Kreuzung von Pudel und anderen Rassen entstehen. Dennoch sind es zwischenmenschliche Probleme und gewisse Vorlieben, die Rosa und Sebi im Laufe der haarsträubenden Ermittlungen in Atem halten. Manuela Sanne erzählt mit einem Augenzwinkern; man darf sich auf eine lockere, unterhaltsame Lektüre freuen.

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Mit ihren zwei Sommer-Romanen Das Glück ist lavendelblau und Das Leben leuchtet sonnengelb hat Pauline Mai einen festen Platz in den Buchhandlungen erobert. Mit ihrem dritten Roman Liebe funkelt apfelgrün entführt sie ihre Leserinnen in das abgelegene schottische Dorf Appelmore, wo eine kreative deutsche House-Sitterin mit ihren selbst gebackenen Broten für Aufsehen sorgt und eine längst vergessene Tradition zu neuem Leben erweckt. Manchmal braucht es eine ganze Dorfgemeinschaft, um ein gebrochenes Herz zu kitten Liebe braucht keine Ferien? Dem kann Mila nur widersprechen. Wochenlang war sie in Theo verliebt, und er hat ihre Hoffnungen geschürt. Nun stellt sich heraus, dass er eine Verlobte hat! Für Mila bricht eine Welt zusammen. Bleibt nur die Flucht - das House-Sitting-Angebot in Schottland aus dem Internet kommt da genau richtig. Kurz entschlossen reist sie in das verschlafene Örtchen Applemore. Doch der Dorfgemeinschaft ist der Neuzugang nicht geheuer. Erst Milas Backkünste und die Idee, ihre Brote zu tauschen - gegen Musikstunden, knackige Äpfel oder Freibier im Pub - öffnen die Herzen der Bewohner. Und als plötzlich der gut aussehende Finley auftaucht, macht auch Milas Herz einen unerwarteten Hüpfer. Das Cover des neuen Romans von Pauline Mai strahlt in hellen, frischen Farben, die für gute Laune und positive Energie sorgen. Mit kühnen Strichen ist der interessante Titel in Szene gesetzt worden; das helle Grün weckt Assoziationen an zarte Apfelblüten und knackige Früchte, wie man sie auf dem liebevoll gestalteten Schutzumschlag bewundern kann. Auch zwei Katzen fehlen nicht; sie sind fest mit dem schottischen Cottage verwurzelt. Als erklärter Fan von Pauline Mai fühlte ich mich gleich an ihre bereits erschienenen romantischen Sommer-Romane erinnert, die in der Provence und in der Toskana spielen; ihre literarischen Werke besitzen einen hohen Wiedererkennungswert in den Buchhandlungen. Ein drittes Mal nimmt Pauline Mai ihre Leser*innen mit auf eine aufregende literarische Reise, von ihrer trubeligen Heimatstadt Heidelberg in das verschlafene Dorf Applemore in Schottland. Das Geschehen wird aus der Ich-Perspektive von Mila erzählt, einer literarisch interessierten jungen Frau, die als Rezeptionistin in einem Hotel in Heidelberg arbeitet und fest an romantische Liebe glaubt, auch wenn sie ihr selbst noch nicht begegnet ist. Nach einer bitteren Enttäuschung flüchtet Mila in die grünen Weiten Schottlands, wo eine zuverlässige House-Sitterin gesucht wird. Die reservierten Bewohner machen ihr das Einleben in die Gemeinschaft nicht leicht; Mila fällt es schwer, Kontakte zu knüpfen, bis sie die Herzen ihrer mürrischen Nachbarn durch selbstgebackene Sauerteig-Brote im Sturm erobert. Mit einer richtungsweisenden Tausch-Aktion erweckt sie eine längst vergessene Tradition in Applemore zu neuem Leben; Mila findet ihre wahre Berufung und sieht sich in die Gemeinschaft integriert, verstockte Fremde entwickeln sich zu echten Freunden, und aus einem guten Freund wird sogar die große Liebe. Pauline Mai hat eine zauberhafte (Liebes-) Geschichte geschaffen, die man mit allen Sinnen genießen kann. Gleichgültig, ob es sich um warmen Porridge oder frisch gebackenes Brot handelt, meinen persönlichen Geschmack hat sie in jedem Falle getroffen. Mit ihrem wunderschönen, bildlichen Schreibstil hat Pauline Mai mich gleich gefangen genommen; ich hatte alle Schauplätze deutlich vor meinen Augen und habe mich in dem fiktiven Ort Applemore wie zu Hause gefühlt. Für mich ist dieses mitreißende Buch ein absolutes Highlight, nicht nur im Sommer.

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