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Alle Rezensionen von Inge Weis

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Was für ein tolles Buch. Dieses Buch sollte jede Frau ab vierzig lesen! Weil man in diesem Alter die Erfahrung und die Muse hat die diesem Büchlein gebührt. Und, von sich locker sagen kann war ich schon mal, hatte ich schon mal. In diesem Buch versammeln sich witzige, peinliche und absurde Kurznachrichten, an die sich sonst vielleicht nie jemand erinnern könnte. Nach dem Motto Vernünftig, das ist wie tot, nur früher bekämpft die Autorin die kleinen und großen Krisen des Alltags mit einer guten Portion Humor, Gelassenheit und Improvisationstalent. Denn wer immer scheitert, ist auch zuverlässig. Weniger Perfektion heißt oft mehr Gewinn. Denn es hat sich jedenfalls noch nie ausgezahlt, irgendwelchen Idealvorstellungen hinterherzulaufen. Es hat sich nicht gerechnet, weil man eh nie alle mit seinem Tun begeistern kann. Selbst wenn man übers Wasser gehen könnte, käme noch irgendeiner dahergelaufen und würde fragen, ob man zu blöd zum Schwimmen ist. Wie wahr, wie wahr, Anne Vogd plädiered daher für mehr Gelassenheit. Mit einer tollen Metapher zeigt sie uns, wie wir mit unseren kleinen und großen Krisen des Alltags gelassener umgehen sollten. Der blinden Masse hinterherzurennen, statt das eigene Leben zu einem wundervollen Abenteuer zu machen? Die Autorin nimmt die alltäglichen Eigenheiten mit Leichtigkeit und Humor auf die Schippe. Amüsant zu lesen. Skurrile, witzige und einzigartige Episoden wurden hier zu einem wunderbaren Roman zusammengefasst. Einfach mal die Gedanken ausschalten und Lachen! Dieses mitreißende Buch ermutigt dazu, die ausgetretenen Pfade eines Lebens, mit dem man sich nicht wohlfühlt, zu verlassen und man sollte es mindestens einmal im Monat lesen. Wer mal wieder so richtig herzhaft lachen möchte, ohne viel nachdenken zu müssen braucht dringend dieses Buch! Lachtränen garantiert! Ein wunderbar sinnentleerter Zeitvertreib und auch perfekt zum gegenseitigen Vorlesen in einer netten Runde. Sehr anschaulich und lesenswert!

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Moskau war ein Gemisch aus allem: aus unvereinbaren Gebäuden, aus nicht zueinander passenden Menschen, aus entgegengesetzten Zeiten: Mal hatte man an die Seele und an Kathedralen geglaubt, mal an den Körper und an Schwimmbäder; und alles hatte sich in Moskau eingerichtet, nichts wurde je vollständig überwunden oder für immer vernichtet. Eigentlich wollte Ilja nur sein altes Leben zurück haben, die Qualen von sieben Jahren Straflager vergessen. Als junger Student war er in einem Moskauer Club in eine Drogenrazzia geraten. Bei der Durchsuchung fand man Briefchen mit Kokain bei ihm, doch die hatte ihm Petja, einer der Fahnder, zugesteckt, um dem aufmüpfigen Ilja seine Macht zu demonstrieren. Nach sieben dunklen Jahren will Ilja nun ein neues Leben beginnen und Petja, den er in Gedanken das Schwein nennt, verzeihen. Doch alles kam anders; als Ilja nach Hause kommt, ist nichts mehr, wie es war. Seine Mutter stirbt wenige Tage vor seiner Rückkehr an einem Herzinfarkt, seine Freundin ist längst mit einem anderen zusammen, und sein Jugendfreund begegnet ihm mit größtem Argwohn. Enttäuscht ertränkt Ilja seine Trauer im Alkohol, bis er im Rausch der Verzweiflung jenen Fahnder aufsucht, der ihn vor sieben Jahren zu Unrecht hinter Gitter brachte. Im Affekt ersticht Ilja ihn und nimmt ihm sein Smartphone ab. Im Rausch der Verzweiflung begeht er einen folgenschweren Fehler, und sein Leben wird fortan von dem Smartphone eines Toten bestimmt. Als Ilja beginnt, auf die eingehenden Nachrichten des Verstorbenen zu antworten, verstrickt er sich immer tiefer in dessen Vergangenheit. Bis er getrieben von Schuldgefühlen und den Zwängen einer fremden Identität in der brodelnden Metropole Moskau untertaucht. Dmitry Glukhovsky öffnet mit seinem packenden, politischen Roman das Tor zu einer dunklen Welt. Dabei gelingt es ihm, den Leser derart in einen Strudel aus Vertrauen, Misstrauen, Geständnissen und Täuschungen zu ziehen, dass nichts anderes übrig bleibt, als sich selbst und seine eigene Handlungsweise zu hinterfragen. Damit bleibt am Ende dieses emotionalen Auf und Abs nur noch eine Frage offen: Wie weit würdest du gehen? Doswidanja. Nur zu empfehlen. Ein konsequentes Psychogramm eines Täters, erst Charakterdrama, dann Thriller clever konzipierte Verliererballade. Der Wunsch nach Freiheit, Schuldgefühle die den Protagonisten nicht ruhen lassen und ein dunkles Geheimnis... Eine Odyssee in den Wirren der brodelnden Metropole Moskau. Ein großartiger Spagat zwischen Unterhaltung und Anspruch, ein sehr lesenswerter Roman! Einfach nur Weltklasse!!

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Manche Bücher sind wie Kreuzberger Nächte. Erst fangen sie ganz langsam an. Aber dann, aber dann! Die Methode ist nicht neu: Misstrauen frisst Seele auf, Stück für Stück, und die Spannung wächst. Alfred Hitchcock lässt grüßen. Heiligabend in Hudiksvall, Nordschweden: Der Weihnachtsmann kommt ein bisschen später. Tut mir leid! Kuss! Heiligabend würde also anders verlaufen, als Henna es sich vorgestellt hatte, das war ihr schlagartig klar. In der letzten Zeit hat sich nur weniges so entwickelt, wie sie es gehofft hatte, doch sie hatte sich viel Mühe gegeben, damit wenigstens dieser Tag perfekt wurde. Es war schon eine Weile her, dass Måns ins Auto gestiegen und nach Hudiksvall gefahren war, und mittlerweile war es draußen stockfinster. So sehr sie das norrländische Licht im Sommer liebte, so sehr hasste sie diese Dunkelheit, die sich jetzt wie ein Topfdeckel über sie gelegt hatte. Durch das große Fenster sah sie, dass es noch immer schneite. Sie hing ihren Gedanken nach, aber zuckte zusammen, als in der Ferne ein Motorengeräusch zu hören war. Sie hielt die Luft an, um besser lauschen zu können. Das Geräusch kam immer näher. Sie ging in den Flur. "Jetzt kommt er, jetzt kommt er!", rief ihr Sohn. Die Kinder kamen an ihre Seite gerannt. Ihre kleinen Hände suchten Halt in ihrer Hand. Sie holte tief Luft, dann gingen sie gemeinsam zur Tür. Durch das Fenster im Flur war eine rot gekleidete Figur zu sehen, und da überkam sie ein wohliges Gefühl. Endlich war er zu Hause, Heiligabend konnte beginnen. Sie umfasste die Türklinke und drückte sie nach unten. "Willkommen, lieber Weihnachtsmann", sagte sie. Henna öffnet dem Weihnachtsmann die Tür, der ihre beiden Kinder überraschen soll. "Hallo, hallo. Gibt es hier denn brave Kinder?" Die Stimme ließ ihre Muskeln im ganzen Körper erstarren, vom Kopf bis zu den Zehenspitzen. Sie sah auf das freundliche Lächeln unter dem weißen Kunsthaarschnurrbart und blickte in die Augenhöhlen der Gesichtsmaske, die einen netten Ausdruck hatte. "Mama, der Weihnachtsmann hat aber eine tiefe Stimme" Kein Zweifel, wem diese Stimme gehörte: Es war die Stimme des Bösen. Es ist nicht ihr Ehemann in Verkleidung, sondern ihr Mörder. Er drängt sie ins Haus und streckt sie mit mehreren Schüssen nieder. Mit letzter Kraft schleppte sie sich ins Badezimmer. Das Ende war schneller gekommen, als sie erwartet hatte. Sie stirbt vor den Augen ihrer Kinder. Kommissar Johan Rokka ist nach zwanzig Jahren in Stockholm gerade erst in seine alte Heimatstadt zurückgekehrt und wird die Mordermittlung übernehmen. Es ist ein schwerer Start, denn Henna war die Frau seines alten Schulfreunds Måns. Im Kreis der Verdächtigen sind Freunde von früher. Dann geschieht ein zweiter Mord. Kennt Rokka den Mörder bereits? Ist er der Nächste auf seiner Liste? Gabriella Ullberg Westin spielt auf dieser Klaviatur, als habe sie sie geschaffen. Längst rast der Plot. Jedenfalls stellt sich die Erschießung der Ehefrau am Ende recht anders dar, als sich anfangs vermuten ließ. Psychologisch raffiniert komponiert und rasant spannend. Die Autorin lässt uns an den Gedanken der Protagonisten teilhaben und spielt geschickt mit den Erwartungen des Lesers. Das ist das Raffinierte an diesem Krimi. Perfides Spiel um Schein und Sein mit düstere Atmosphäre und dem typisch schwedischen Krimi-Pragmatismus. Schwedenkrimis, wie ich sie liebe: Nicht düster, spannend- und mal nicht in Stockholm, sondern in Hudiksvall! Und ja: Eigenwillige Ermittler hats hier auch! Psychologisch dicht, spannender Handlungsfaden und echte Originale, die Nordschwedens Verbrecher jagen, super! Ein in allen Belangen wirklich guter Krimi!

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Große Gefühle und eine Liebe voller Hindernisse vor der beeindruckenden, malerischen Kulisse Irlands, und vom Mut, das Glück wiederzufinden. Nach vielen Jahren kehrt Britt nach Irland zurück. Seit ihr Vater dort ums Leben kam, hat sie die Halbinsel Fanad im Norden des Landes, auf der sie als Kind mit ihren Eltern Urlaub machte, nicht mehr besucht. Doch nun will sie endlich wissen, wie es zu seinem angeblichen Unfalltod kam. Ihre einzige Spur ist ein Tagebucheintrag über das berühmte Book of Kells, ein Nationalheiligtum der Iren. So lange war sie stark gewesen. Für ihre Mutter, die so viel Unglück hatte aushalten müssen und trotzdem nie geklagt hatte. Nicht, als sie ihren Mann auf tragische Weise verlor, und auch nicht, als sie so schwer erkrankte. Jetzt, wo sie ebenfalls gegangen war, gab es keinen Grund mehr, den eigenen Schmerz zu bekämpfen oder gar zu verdrängen. Endlich konnte sie die Trauer um den Vater zulassen, den sie nur so kurze Zeit an ihrer Seite gehabt, der sie aber für ihr ganzes Leben geprägt hatte. Auch deswegen sah sie es, entgegen dem Willen ihrer Mutter, als ihre Pflicht an, herauszufinden, warum er hatte sterben müssen. Damals am Fanad Head. Darum war sie nach Irland gekommen, und sie würde diese Aufgabe schon bald in Angriff nehmen. Aber noch war sie nicht so weit. Noch traute sie sich nicht, den Mann zu treffen, der ihr vielleicht helfen konnte. Sie hoffte so sehr, dass er es konnte. Bei ihrer Suche nach Antworten lernt Britt den gutaussehenden Declan kennen, und obwohl sie zunächst aneinandergeraten, fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen. Kurz darauf erfährt sie, wer er wirklich ist und erkennt, dass sie ihn unbedingt wiedersehen muss ... Welch eine Ironie! Ist es wirklich erst etwas über vierzehn Tage her, dass sie aus einem ähnlichen Grund nach Irland kam? Um etwas zu Ende zu bringen? Besser gesagt, um endlich eine Antwort auf die große Frage ihres Lebens zu bekommen und etwas abzuschließen, das sie so viele Jahre gequält hat? Ja, es ist tatsächlich noch nicht lange her, aber es kommt ihr wie eine Ewigkeit vor. Ein Buch wie eine perfekt gepackte Strandtasche: berührendes Familiendrama, wunderschöne Liebesgeschichte und Road Novel. Humorvoll und emotional geschrieben. Kate Dakota ist ein Garant für atemlose Spannung, viel Gefühl und wundervolle Geschichten, die begeistern. Spannend bis zum Ende und zugleich dramatisch, voller Wendungen und trifft einfach auf sehr berührende Weise mitten ins Herz. Große Gefühle und Taschentuch-Alarm, einfach ein tolles Buch! Ein schöner Roman, der zeigt, dass man auch einmal ungewohnte Wege beschreiten muss und das ganz ohne Kitsch! Die Zeit beim Lesen verging wie im Flug und der Schluss kam viel zu schnell.

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Berlin im Herbst 1968. Während die Studenten im eingemauerten Westteil der Stadt für eine Revolution demonstrieren, geht für viele Menschen das normale Leben weiter. So auch für die Beamten der Mordkommission. Die Leiche einer jungen Frau ist aus dem Wannsee geborgen worden. Der junge Kommissar Wolf Heller soll herausfinden, wer die Frau erstochen hat. Wie ein ganz normaler Krimi beginnt Die Tote im Wannsee , aber schnell wird klar, dass deer Roman eine ganz eigene Dimension besitzt. Denn die Kriminalhandlung ist eingebettet in ein facettenreiches Portrait einer spannenden Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs. Die Tote wird identifiziert als Heidi Gent, gutbürgerliche Ehefrau, Mutter zweier kleiner Kinder und von Beruf Sekretärin bei einem Rechtsanwalt. Schon bald gerät ihr Mann in Verdacht, aber er betont seine Unschuld und scheint auch kein Motiv zu haben. Als Heller die Wohnung der Toten durchsucht, stößt er allerdings auf ein Sparbuch, auf dem die Sekretärin eine ungewöhnlich hohe Summe angesammelt hatte. Hatte sie einen geheimen Nebenverdienst, von dem niemand wusste? Und hat dieses Geld etwas mit dem Mann im teuren Sportcoupé zu tun, der sie ein paar Mal nach Hause gebracht hat? Oder spielt es eine Rolle, dass ihr Arbeitgeber niemand anders ist als Horst Mahler, einer der prominenten Strafverteidiger linksradikaler Aktivisten und aktuell selbst gerade in Haft? Durch Hellers Ermittlungen bekommen die politischen Ereignisse des Jahres 1968 eine wichtige Rolle im Roman. Denn parallel zur Krimihandlung erzählt der Roman von einer Kommune, die plant, Mahler aus dem Gefängnis zu befreien und dann einen Aufstand anzuzetteln. Heller kommt mit seinen Ermittlungen nicht voran. So sehr er sich auch bemüht, immer wieder stößt er an seltsame Grenzen, so dass er sich bald sicher ist, irgendwas an dem Fall ist faul. Aber über das irgendwas kommt er lange Zeit nicht hinaus. Der Leser ist ihm da immer einen Schritt voraus. Die Erzählung verfolgt nicht nur Heller als Hauptfigur, sondern auch die radikalisierte Studentin Louise und den DDR Agenten Harry, der mehr weiß als alle anderen handelnden Personen. Die besondere Lage West-Berlins im Kalten Krieg taucht immer wieder als prägende Rahmenbedingung des Lebens in der Stadt auf, immer präsent, aber nie als aktuelles Drama. Auch die Vergangenheit immer noch präsent. Hellers Vorgesetzter war ebenso wie sein Vater im Zweiten Weltkrieg an Gräueltaten beteiligt, und die unbewältigte Vergangenheit ist ebenso mächtig wie die kontroverse Gegenwart. Der historischen Situation angemessen endet das Drama an der Mauer. Die drei Autoren Martin Lutz, Sven Felix Kellerhoff und Uwe Wilhelm haben in Die Tote im Wannsee ein packendes Porträt einer spannenden Zeit geschaffen, in dem reale Personen wie Bürgermeister Klaus Schütz, Horst Mahler, der Chansonnier Reinhard Mey und DDR-Spionagechef Markus Wolf auftauchen. Kombiniert mit einer packenden Handlung bietet der Roman ebenso spannende wie unterhaltsame Lektüre. Neben der Krimihandlung gelingt den Autoren eine großartige Beschreibung einer spannenden Epoche. Ein komplexer Fall, zwischenmenschliche Komplikationen gepaart mit historischer Genauigkeit und Anschaulichkeit. Tauchen Sie ein in das Hauptstadtgefühl der 68er Jahre. Das Buch führt auf kluge Weise Fiktion und historische Tatsachen zusammen, ohne ständig mit dem Zeigefinger der Belesenheit zu protzen. Ein Muss für Fans und solche die es werden wollen.

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Zwischen Krimi und Tragödie. Wie weit darf man gehen, um Menschen zu helfen? Und wie lange kann von Hilfe die Rede sein? Rachel Childs wurde im Pioneer Valley in West-Massachusetts geboren. Die Gegend war bekannt als die Region der fünf Colleges - Amherst, Hampshire, Mount Holyoke, Smith und die Universität Massachusetts - , und sie beschäftigte zweitausend Lehrkräfte, um fünfundzwanzigtausend Studenten zu unterrichten. Rachel wuchs in einer Welt der Cafés, Frühstückspensionen, weitläufigen öffentlichen Grünanlagen und altmodischen Holzschindelhäuser auf - Häuser mit umlaufenden Veranden und modrig riechenden Dachböden. Sie war eine erfolgreiche Fernsehjournalistin, hatte alles, was man sich erträumt: ein Leben ohne finanzielle Sorgen, einen gutaussehenden, liebevollen Ehemann, doch im Bruchteil einer Sekunde macht ausgerechnet dieser Mann ihr Leben zu einer Farce aus Betrug, Verrat und Gefahr. Und ein Zusammenbruch vor der Kamera setzt ihrer Karriere und ihrem bisherigen Leben ein Ende. Zermürbt von Panikattacken, verlässt sie kaum noch das Haus. Es ist Brian, der sie aus diesem Alptraum befreit, und es ist Brian, der ihr zweites Leben zu einer Farce aus Betrug, Verrat und Gefahr macht. Nichts ist mehr, wie es scheint, und Rachel muss sich entscheiden: Wird sie kämpfen für das, was sie liebt, oder im Strudel einer unglaublichen Verschwörung untergehen? Dennis Lehane schafft es, seine Charaktere zum Leben zu erwecken und seine Erzählungen in Kopfkino zu verwandeln. Jedenfalls glaube ich, lesenswert ist der Roman vor allem durch das interessante Setting und einen recht lockeren Schreibstil, was unterm Strich eine gelungene Urlaubslektüre ergibt. Raffiniert und unvorhersehbar zieht diese Geschichte in ihren Bann, regt zum Nachdenken an und lässt einen so schnell nicht mehr los! Durchgehend bewegt man sich an der Grenze von Wahnsinn und Realität, bis diese beginnt zu verschwimmen. Mit diesem Buch ist Dennis Lehane ein Meisterwerk gelungen! Ein Sozialdrama, ein Kriminalroman, eine Gesellschaftsstudie, ein genaues Psychogramm der Figuren. Spannender Krimi, toller Plot und eine einzigartige präzise Sprache, raffiniert komponierte düstere Noir-Atmosphäre, mit Verschwörungs-Sonate um Wahn und Angst. Man muss nicht nur ein Faible für sehr schräge Literatur haben, sondern auch für Psychothriller mit Emotion und Gefühl. Fulminant, überraschend, bösartig und faszinierend! Überragender Thriller!

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Ein erstklassiger Thriller voller mysteriöser Geheinmisse und einer zerstörerischen Lüge. Am Anfang stand der Betrug. Dann die Lüge. Zum Schluss war es nur noch Feigheit. Und keiner hatte die leiseste Ahnung, in welche Katastrophe sie das alle führen würde. Ein Ort voller Erinnerungen. Ein Ort voller Lügen. Im Sommer 1999 erleben Kit und Laura eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall. Als sich der Schatten auflöst, im fahlen Licht, glaubt Laura eine brutale Vergewaltigung zu sehen. Doch der Mann bestreitet alles. Die Frau schweigt. Monate nach der Verhandlung steht die Frau vor Lauras und Kits Tür, schleicht sich auf merkwürdige Weise in ihr Leben. Nur Kit scheint zu sehen, was Beth Taylor wirklich ist: eine Bedrohung. 15 Jahre später leben Laura und Kit unter falschem Namen an einem geheimen Ort. Eines Tages steht plötzlich Beth vor Laura, und mit aller Macht drängt die Wahrheit ans Licht die womöglich besser im Dunkeln geblieben wäre. Es beginnt ein psychologisches Verwirrspiel, das sie und alle, die sie liebt, ins Verderben zu reißen droht ... Wie konnte es dazu kommen? Wie sind wir hier gelandet? Wie wird es enden? Die Geschichte wird leise, aber unerbittlich um eine brutale Vergewaltigung, aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt, die dem Leser das Gefühl geben vor Ort zu sein. Erin Kelly zieht bei diesem Psychothriller alle Register ihres Könnens. Selten war eine Reise zu den Abgründen der menschlichen Seele so spannend und intensiv! Eine fesselnde Story über ein schreckliches Verbrechen, die ganz ohne die großen Töne und Gesten auskommt und die dafür ruhig und mit viel Spannungsmomenten erzählt wird. Auch wenn Horror sonst nicht jedermanns Genre ist, schafft es dieser Roman dennoch, den Leser in seinen Bann zu ziehen, denn tief verborgen in jedem Menschen, selbst in der dunkelsten Seele, sollte doch etwas Gutes ruhen. Virtuos durchkonstruiert und psychologisch perfekt! Packend und undurchschaubar und mit überraschender Auflösung, ein Ende, mit dem wohl keiner gerechnet hat, aber irgendwie passen am Ende die schockierenden Erlebnisse zusammen - genau so wünsche ich mir einen Thriller! Nicht nur für Thriller-Fans die perfekte Lektüre für einige fesselnde Lesestunden! Auch für nicht allzu starke Nerven geeignet.

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Bitterer Verrat ... Zwei schwedische Diplomaten werden vermisst - vermutlich wurden sie entführt. Thriller um eine schwedische Unterhändlerin in Kabul. Die schwedische Polizeiausbilderin und Verhandlungsführerin Amanda Lund ist für ein Jahr in Afghanistan stationiert, sie soll die Sicherheitskräfte vor Ort schulen. Sie arbeitet in einem langfristig angelegten Projekt als Beraterin des afghanischen Truppenkommandanten und sie sollte eigentlich nicht an Kampfeinsätzen teilnehmen! Doch gerade erst hat die 35-Jährige einen Angriff der Taliban überlebt, da erhält sie einen neuen heiklen Auftrag: In Kabul wurden zwei Diplomaten der schwedischen Botschaft entführt, sie werden mittlerweile seit sieben, acht Stunden vermisst. Angeblich haben die beiden die Botschaft in einem gepanzerten Wagen mit ortsansässigem Fahrer verlassen. Allerdings hat von ihnen niemand mehr etwas gehört oder gesehen, seit sie zuletzt ihre Position durchgegeben haben - da waren sie an irgendeinem Platz mit M und anschließend noch ein-, zweimal nördlich von Kabul, Amanda soll als Unterhändlerin fungieren. Augenblicklich krampfte sich ihr Magen zusammen. Ihr Auftrag in Nordafghanistan bestand in erster Linie darin, eine internationale Einsatztruppe aufzubauen, nicht Verhandlungen zu führen. Der Druck ist immens, denn in Schweden erwartet man afghanischen Staatsbesuch ¿ In Stockholm bei der Reichskriminalpolizei koordiniert Bill Ekman Amandas Einsatz. Die Sache muss unter Verschluss bleiben, nur ein kleiner Kreis ist eingeweiht. Gleichzeitig untersucht Bill den Mord an einem jungen Mann. Ein Regierungsmitarbeiter, wie sich herausstellt. Obwohl Tausende Kilometer voneinander entfernt, verdichten sich die Hinweise, dass beide Fälle zusammenhängen. Die Spuren führen in höchste Kreise. Schnell merkt Amanda, dass sie es mit keinem gewöhnlichen Fall von Entführung zu tun hat. In einem Labyrinth aus persönlichen und politischen Konflikten, aus falschen Identitäten und sorgsam gehüteten Geheimnissen droht sich die Spur zu verlieren. Doch manchmal will die Vergangenheit einfach nicht ruhen ... Wie literarisch sind diese erschreckenden Entdeckungen denn. Was für eine Autorin, was für eine Ermittlerin, was für ein Roman! Die Autorin hat ein gutes Gespür für Milieu und Dialoge. Dabei sorgen ebenjenes Milieu, die unverbrauchte Perspektive und die Figuren für frischen Wind. Bei Anna Tell ist niemals etwas komplett schwarz oder weiß, das macht das Ganze so spannend und fordert den Leser zur eigenen Stellungnahme regelrecht heraus! Toller Auftakt einer neuen Reihe, sachlich, nicht übertrieben emotional, genaue Beschreibungen, elegant eingefügte Details zum Privatleben der Hauptfiguren und keine unnötigen Übertreibungen. Ein gut geschriebener, intelligenter, realistischer und spannender Politthriller in rasantem Erzähltempo, stilistisch ein gelungener Kontrast zu anderen Skandinavienthrillern. Packend, unglaublich faszinierend und hochaktuell: ein Thrillerdebüt, das internationale Schauplätze und politische Themen mit den Qualitäten des Skandinavienkrimis kombiniert. Glaubwürdig und ein in vielerlei Hinsicht interessanter und provokanter Roman. Must have für alle Krimifans, unbedingt lesenswert!!

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Todbringende Odysee für Mutter und Tochter. Andrea lebt bei ihrer Mutter. Wie sie es sieht, ist sie Ein Teil von ihr . Bei einem Amoklauf in einem Café lernt sie die Mutter von einer neuen Seite kennen. Was wäre, wenn Andrea nicht diese furchtbare Erfahrung gemacht hätte? Wäre sie weiter die introvertierte, eher antriebslose junge Frau geblieben, die mit 31 Jahren noch am Rockzipfel der Mutter hing? Das Schicksal und die Autorin von Ein Teil von ihr wollten es anders. Sie lässt ihre Heldin in dem neuen Thriller just an deren 31. Geburtstag in einen tödlichen Alptraum schlittern. Karin Slaughters Story ist knallhart und ihr gesellschaftkritischer Blick gnadenlos. Man kennt es von der Autorin, dass sie genau hinter die Kulissen des Establishments und die Fassaden der sogenannten feinen Gesellschaft schaut, in denen ebenso wie in anderen Teilen der Bevölkerung das Böse einen breiten Raum einnimmt. Andrea, genannt Andy, ist Teil dieser Gesellschaft, in der sie einfach keinen richtigen Platz findet. In New York gestrandet und nun wieder in der heimischen Umgebung von Belle Isle in Georgia, fühlt sie sich unwohl. Sie ist deillusioniert, da ihr gar nichts gelingen will - im Gegensatz zu ihrer erfolgreichen Mutter Laura. Bewundernd schaut sie zur der anerkannten Logopädin auf, die ihr gegenüber stets liebe - und verständnisvoll ist. Bis zu ihrem Geburtstag. Denn da geraten Mutter und Tochter in einem Café in die Schusslinie eines durchgedrehten Mannes. Laura erweist sich als nahkampferprobt und todesmutig, ja kaltblütig: Sie tötet den Amokläufer mit seinem eigenen Messer, während Andy paralysiert ist und hilflos zuschaut. Wieder und wieder sieht Andrea Oliver das Gesicht ihrer Mutter Laura vor sich: gelöst, gutmütig, beherrscht - während sie einem Menschen das Leben nimmt. Vierundzwanzig Stunden später liegt Laura im Krankenhaus, angeschossen von einem Mann, der ihr dreißig Jahre lang auf den Fersen war. Auf der Suche nach Gründen für die Tat, lernt Andy, je weiter sich ihr die wahre Identität dieser Frau enthüllt, desto mehr entpuppt sich ihr Leben als eine Lüge. Wer ist ihre Mutter wirklich? Verzweifelt folgt Andrea den Spuren in die Vergangenheit... Denn sonst kann es für keine von ihnen eine Zukunft geben. Doch dann kehrt das Grauen mit voller Wucht zurück. Für beide wird der schreckliche Vorfall zu einem Schlüsselerlebnis. Laura muss befürchten, dass ihre Tat nicht als Notwehr, sondern als Mord gewertet wird und schickt Andy deshalb fort. Ihre Tochter soll ihr Leben in die Hand nehmen und endlich auf eigenen Beinen stehen. Völlig fassungslos steht Andy nun der neuen Situation gegenüber. Was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Es ist der Beginn einer todbringenden Odysee, deren Richtung aus der Ferne von Laura vorgegeben wird, deren Verlauf aber aus der Vergangenheit gesteuert zu werden scheint. Das ist die zweite Erzählebene, in deren Mittelpunkt die junge Jane steht, Tochter eines superreichen, skrupellosen Unternehmers, der sein musikbegabtes Kind quält. Verantwortungslose Eltern, schwache Geschwister und ein dämonischer Freund stürzen das Mädchen fast in den Abgrund. Die Autorin wechselt rhythmisch die Perspektiven zwischen den Jahren 1986 und 2018. Im gleichen Maße, wie sie die zeitliche Lücke füllt, entdecken Andy und Jane ihre Persönlichkeit. Erwartungsgemäß nähern sich beide Stränge immer weiter an, bis sie mit einem Paukenschlag zusammengeführt werden. Die Autorin hat ihre eigene Heimat zum Hauptschauplatz gemacht. Doch neben dem heißen Süden Georgias führt sie ihre Figuren erstmals auch quer durch die Staaten sowie über den Atlantik nach Europa. Das Milieu, das Slaughter für ihren Thriller gewählt hat, ist in der Oberschicht angesiedelt. Darin thematisiert sie die Profitgier von Magnaten, die über Leichen gehen, sowie einmal mehr Gewalt gegen Frauen. Hinzu kommt ein von ihr bislang kaum geackertes Gebiet: der Linksterrorismus. Wie immer hat Karin Slaughter keine Scheu, Verbrechen in all ihrer Brutalität und Grausamkeit genau zu schildern. Man merkt ihr gefällt es, ihre Leser zu schockieren. Daneben aber beweist sie ebenso viel Gespür für die Zerrissenheit, für Sehnsüchte und Ängste, für starke Gefühle und damit verbundene innerliche Eruptionen, kurz: für die Komplexität ihrer Charaktere. Das wiederum führt zum Titel des Buches. Ein Teil von ihr bezieht sich natürlich auf die Verbundenheit von Mutter und Tochter, die sich beide neu definieren müssen. Ein Meisterwerk psychologischer Spannung. Es ist Karin Slaughter genial gelungen, ihren Figuren bis tief in die Seele zu schauen und jede Einzelne mit Schuld und Leid gleichermaßen zu belegen. Die außergewöhnliche Charakterschärfe der Figuren und der Tiefgang der Geschichte, die sich so beklemmend lebendig liest, erschüttert bis ins Mark durch psychologische Kniffe vom Feinsten, während die Spannung dafür sorgt dass man regelrecht atemlos weiterliest. Die dunkle Vergangenheit ist stets gegenwärtig in diesem äußerst schaurigen Thriller. Mit Feingefühl und Geschick fesselt Karin Slaughter den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.

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Isabel Allende erzählt uns eine Geschichte, wie nur sie es kann, beseelt, humorvoll und lebensklug und wirft den Leser mit ihrem neuen Roman in ein nicht endendes Wechselbad der Gefühle. Eine Geschichte von drei grundverschiedenen Menschen, die durch eine kuriose Schicksalslaune zusammenkommen. Von der Flucht vor sich selbst und der Aussicht auf einen späten Neuanfang. Und davon, wie viel wir erleiden können, ohne unsere Hoffnung zu verlieren. Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst. Denn, in ihrem Kofferraum liegt eine Leiche. Zur Polizei kann sie nicht, denn das scheue guatemaltekische Kindermädchen ist illegal im Land. Richard wendet sich Hilfe suchend an Lucia, seine draufgängerische chilenische Untermieterin, die ebenfalls an der Uni tätig ist. Lucia drängt zu einer beherzten Aktion: Die Leiche muß verschwinden. Hals über Kopf machen sie sich auf den Weg in die nördlichen Wälder, auf eine Reise, die die drei zutiefst verändern wird. Richard hätte auch nie gedacht, dass er mal die Justiz behindert. Denn das Gesetz ist grausam und Justitia ist blind, aber in diesem Falle hatten sie ihre Waage nur ein bisschen zugunsten einer natürlichen Gerechtigkeit geneigt. Und am Rande dieses Abenteuers entsteht etwas zwischen Richard und Lucia, von dem sie beide längst nicht mehr zu träumen gewagt hatten. Denn mitten im Winter erfuhren sie endlich, dass in ihnen ein unvergänglicher Sommer ist. Fesselnd und meisterhaft, wie Isabel Allende Geschichte, Spannung und Romanze zusammenbringt. Ihre dichte und rasante Geschichte über kleine und große Verbrechen ist ausgesprochen scharfsinnig, ganz und gar charmant und unglaublich spannend! So mitreißend von starken Frauen erzählt nur Isabel Allende. Ein unvergänglicher Sommer entfaltet den Zauber großer Erzählkunst. Mit seiner genialen Handlung ergründet der Roman, was es heißt, einander zu respektieren, zu behüten und zu lieben. Ein atemraubender Krimi und zugleich ein fesselnder Roman über und davon, wie viel wir Menschen erleiden können, ohne unsere Hoffnung zu verlieren. Isabel Allende schreibt stimmungsvoll über eine Liebe, die weit in die Vergangenheit reicht.

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