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Alle Rezensionen von WrittenArt

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Judith ist fast 50 und ausgerechnet jetzt, droht ihr ihr Leben zu entgleiten. Mit jeder Menge Wehmut und der Urne ihrer Mutter im Gepäck, kehrt sie nach 20 Jahren in ihre alte Heimat zurück. Zu einer gescheiterten Urnenbeisetzung mischen sich dann noch jede Menge Selbstzweifel und Menschen aus ihrer Vergangenheit, die ihr Leben vollends aus der Bahn werfen. Der perfekte Zeitpunkt für Judith sich all den Fragen und Ängsten ihres Lebens zu stellen. Mit typischen Was-wäre-wenn-Gedanken, begibt sie sich auf die Reise zu sich selbst. Meine Meinung: Ich habe fast alle Bücher von Ildikó von Kürthy gelesen und war jedes Mal begeistert. Auch wenn der Humor natürlich fast immer oberflächliche Klischees bediente, war das für mich in Ordnung. Eine leichte Lektüre, bei der man immer schmunzeln musste und sich auch das ein oder andere Mal wiedererkannt hat. Auch die Charaktere mochte ich immer wirklich gern. Umso mehr habe ich mich auf "Es wird Zeit" gefreut, da schon die Leseprobe darauf hindeutete, dass neben dem Humor, dieses Mal auch ernste Themen zur Sprache kommen. Die Charaktere sind im Grunde genommen gleich geblieben, was hier positiv gemeint ist, denn irgendwie hat es sich angefühlt, alte Bekannte wiederzutreffen. Den Schreibstil selbst, konnte man direkt wiedererkennen und auch altbekannte Sprüche über Fettpölsterchen, Cellulite, Diäten und Funktionsunterwäsche kamen nicht zu kurz. Zu den ernsten Themen hatte die Autorin ebenfalls einige witzige Sprüche auf Lager, was an sich eine angenehme Atmosphäre zwischen Traurigkeit und Humor aufgebaut hat. Allerdings muss ich zugeben, dass es das erste Buch ist, wo mich auch viele Dinge gestört haben. Zum einen gab es Passagen, die so nichtssagend waren, dass es fast langweilig und unnötig gestreckt wirkte. Auch einige Witze verursachten ein unangenehmes Lesegefühl, als wollte die Autorin auf Biegen und Brechen noch mehr oberflächliche "Witze" unterbringen wollen. Ich weiß nicht genau woran es lag, aber einiges wirkte beim Lesen nicht unbedingt stimmig und hat damit leider auch das Lesevergnügen etwas gestört. Fazit: Meiner Meinung nach leider eines der schlechteren Bücher der Autorin, was mich ein wenig enttäuscht zurücklässt. Dennoch kann ich die Werke der Autorin definitiv empfehlen.

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Kim ist 13 und schwärmt für Danny. Der ist nicht nur älter und sieht umwerfend aus, sondern ist auch noch ein absolutes Mathegenie. Da Kim dringend Nachhilfe benötigt und ihre Eltern in den Ferien weg sind, steht ihr Plan schnell fest. Sie engagiert Danny als Nachhilfelehrer und hat auch schon eine Vorstellung davon, wie sie ihm näher kommen kann. Den Plan hat sie jedoch ohne ihre Eltern gemacht, denn diese engagieren kurzerhand die zuverlässige Mila und drohen Kim damit, ihr heißgeliebtes Fussballcamp zu streichen, falls es zu Problemen kommen sollte. Ganz so leicht gibt Kim jedoch nicht auf und hat aufgrund dessen, in ihren Ferien, mit einigen unerwarteten Problemen zu kämpfen. Meine Meinung: Das Cover sieht toll aus und passt perfekt zu einem Buch für Teenager. Der Schreibstil ist einfach gehalten und ist meiner Meinung nach sowohl perfekt für Teenager, als auch Erwachsene geeignet. Die Charaktere sind super ausgearbeitet und agieren absolut realitätsnah, wodurch man sich unglaublich gut in sie hineinversetzen kann. Junge Leser können sich mit vielen Dingen des Buches identifizieren und auch wir Erwachsene haben unsere früheren Teenager-Ichs in Kim wiedererkannt. Der Witz kommt ebenso wenig zu kurz, wie die ernsten Themen und Werte, die mehr oder weniger nebenbei vermittelt werden. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen und war für mich eine tolle Sommerlektüre. Fazit: Tolles Jugendbuch, welches, mit jeder Menge Witz, tolle Werte vermittelt. Klare Leseempfehlung.

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Marie lebt mit ihren 3 Kindern in einer Wohnung, eines renovierungsbedürftigen Hauses, in Berlin. Ihre Leidenschaft, die Töpferei, wirft schon länger nicht genug Geld ab und auch die Miete soll nach einigen Renovierungsarbeiten in horrende Höhen schießen. Als Marie genau zu diesem Zeitpunkt einen großen Auftrag erhält, scheint das Leben es endlich mal gut zu meinen. Doch noch am gleichen Tag liegt ihre Töpferwerkstatt wortwörtlich in Schutt und Asche und ihr wird bewusst, dass sie den Auftrag wohl schweren Herzens absagen muss. Wäre da nicht Ruth, ihre rüstige Nachbarin, die gar nicht daran denkt, einfach aufzugeben. Sie besitzt ein Haus auf Rügen und würde gern mit Marie und ihren Kindern dort hin ziehen. Doch diese ist hin und her gerissen. Ist sie wirklich bereit ihr ganzes Leben hinter sich zu lassen, um in die Abgeschiedenheit Rügens, in ein ebenfalls renovierungsbedürftiges Haus zu ziehen? Ist die Idee ihrer Nachbarin umsetzbar, oder schlichtweg durchgeknallt? Und was sagen eigentlich ihre Kinder dazu? Meine Meinung: Mein erster Eindruck, als ich das Cover, samt der Aufschrift Ostseeroman, gesehen habe, war eher negativ, da ich davon ausgegangen bin, mich erwartet ein altbackener Liebesroman, wie man ihn aus Groschenheften kennt. Das hat aber wiederum dazu geführt, dass ich absolut positiv überrascht war nach der Leseprobe und mir aufgrund dieses Einblicks den Roman gekauft habe. Die Charaktere haben mir grundsätzlich gut gefallen, auch wenn ich von der ein oder anderen Entscheidung durchaus genervt war. Dennoch fand ich es durchgehend passend, da Menschen nun mal nicht perfekt sind. Als Außenstehender kann man schnell sagen, was wie richtig wäre, aber wenn man mitten in der Situation hängt, hätte man einige Fehler eventuell auch gemacht. Für mich war die Geschichte durchgehend stimmig. Natürlich teils vorhersehbar und auch kitschig, aber das haben die meisten Liebesromane so an sich. Das weiß ich im Grunde vorher schon und bin darauf eingestellt, wenn ich Liebesromane lese. Dafür kann ich diese gut nebenbei lesen und fühle mich damit wohl, ohne dauerhaft über das Buch nachdenken zu müssen. Der Schreibstil war unerwartet modern, einfach gehalten und durchgehend unterhaltsam. Die Schönheit von Rügen bzw. allgemein der Ostsee wurde gut rüber gebracht, ohne zu aufdringlich zu wirken. Fazit: Ein absolut lesenswerter Liebesroman. Auch wenn es durchaus einige kitschige Situationen gibt, überwiegen der Witz und die Wohlfühlmomente.

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Das Buch: "Das Haus der Sehnsucht" ist ein Liebesroman, der als Taschenbuch und E-Book am 7. Mai 2019 im FeuerWerke Verlag erschienen ist. Der Inhalt: Als Michelle das erste Mal auf Alexander trifft, fühlt sie sich augenblicklich zu ihm hingezogen und weiß dennoch sofort, dass daraus nichts werden kann. Er ist verheiratet und hat einen Sohn und zu allem Überfluss ist seine Frau Clare ihre Lektorin und mittlerweile Freundin. Auch Alexander ist hin und her gerissen zwischen den Gefühlen für Michelle und seinem Verantwortungsgefühl für Clare. Als Michelles Leben endgültig auf den Kopf gestellt wird, zieht sie sich in ein idyllisch gelegenes Haus am Pleasant Lake zurück und trifft dort auf Matt, der ihr von Beginn an bei allem zur Seite steht. Obwohl sie in ihrer neuen Heimat glücklich ist, kann sie Alex einfach nicht vergessen. Doch dann sorgt ein unerwarteter Schicksalsschlag erneut dafür, dass alles durcheinander gerät. Meine Meinung: Das Cover sagt mir persönlich überhaupt nicht zu. Auch wenn es nur die Idylle am Pleasant Lake darstellen soll, wirkt es auf mich schlichtweg altbacken und verstaubt. Auch der Titel macht das Ganze nicht wirklich besser. In der Buchhandlung hätte ich es wohl auf keinen Fall in die Hand genommen. Die Geschichte allerdings, die am Ende ja das Wichtigste an einem Buch ist, konnte mich wirklich überzeugen. Der Schreibstil ist einfach gehalten. Die Autorin hat auf unnötige Schnörkel und lang gezogene, unnötige Szenen verzichtet und stattdessen die Geschichte durchgehend voran getrieben, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Auf manche Nebenstränge der Geschichte hätte man da sogar noch deutlich detaillierter eingehen können. In alle Charaktere konnte man sich sehr gut hineinversetzen und auch die Nebencharaktere sind da nicht zu kurz gekommen. Da man die Gedanken und Gefühle aus den unterschiedlichen Sichten der Charaktere vermittelt bekam, konnte man einfach noch viel mehr mitfühlen. Was mir an dem Buch ganz besonders gefallen hat, waren die Themen bzw. Probleme, die auftraten und behandelt wurden. Seien es nun die Gefühle, die man automatisch entwickelt hat und dann zu unterdrücken versucht, die Zweifel in der eigenen Beziehung oder unerwiderte Gefühle. Auch Ängste, Sorgen, Depressionen spielten eine Rolle und haben den klischeehaften Liebesroman für mich viel lebendiger und vor allem realitätsnah werden lassen. Fazit: Ein toller Liebesroman, der, aufgrund seiner beiläufigen Themen, unter die Haut geht. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle Liebesroman-Junkies.

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Das Buch: "Das wilde Leben der Cheri Matzner" ist ein Familienroman, der als gebundene Ausgabe und als E-Book am 24. April 2019 im Diogenes Verlag erschienen ist. Der Inhalt: Der Arzt Solomon Matzner und seine italienische Frau freuen sich auf ihr erstes Kind. Als Cici dann eine Fehlgeburt erleidet, stürzt sie in eine tiefe Depression. In seiner Hilflosigkeit adoptiert ihr Mann hinter ihrem Rücken ein Kind, damit sich alles wieder zum Guten wendet. Cici liebt das Baby, welches den Namen Cheri trägt, und überschüttet es förmlich mit ihrer Liebe. Doch im Laufe der Jahre entwickelt sich Cheri nicht so, wie ihre Eltern es sich vorgestellt hätten. Sie ist zu rebellisch, eigensinnig und wenn es nach ihrer Mutter geht, nicht mädchenhaft genug. Die Streitigkeiten sind vorprogrammiert, doch Cheri bleibt ihrem Wesen treu und trifft im Laufe ihres Lebens auf die unterschiedlichsten Probleme und Familiengeheimnisse. Meine Meinung: Der Anfang des Buches begann wirklich vielversprechend. Sowohl der Schreibstil, als auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Ab dem Zeitpunkt der Adoption wurde die Geschichte von Seite zu Seite langatmiger. Unnötige Informationen, langgezogene Szenen und wirre Familiengeschichten haben das Lesen teilweise regelrecht anstrengend werden lassen. Ich musste mich zeitweise zum Lesen zwingen und habe mich Stück für Stück durch das Buch gekämpft. Das Ende war wiederum genauso gut wie der Anfang, aber dennoch kann ich nicht sagen, dass es sich dafür gelohnt hätte das Buch zu lesen. Die eigentliche Geschichte wäre durchaus interessant und auch die Charaktere wären tiefgründig genug dafür, aber die Umsetzung sagt mir leider überhaupt nicht zu. Fazit: Eine viel zu langatmige Story, über die dramatischen Erlebnisse einer Frau. Von einem wilden Leben kann nicht die Rede sein, allenfalls traurig.

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Das Buch: "[*]ichwillihnberühren" ist ein realer Liebesroman, der als broschierte Ausgabe und E-Book am 12. April 2019 im Ach je Verlag erschienen ist. Der Inhalt: OJ hat sich verliebt. Doch nicht in irgendjemanden, sondern in seinen Kumpel und ausgerechnet dieser liegt nun, nur mit Boxershorts bekleidet, in seinem Bett. Da OJ mit der Situation vollkommen überfordert ist, flüchtet er sich ins Internet und startet einen "Jodel", in dem er um Hilfe bittet. Die wildfremden Leute geben ihm in den kommenden Situationen mal mehr, mal weniger gute Ratschläge und fiebern aufrichtig mit, denn auch in den kommenden Tagen wird es für OJ nicht einfacher das Verhalten seines Kumpels zu deuten. Meine Meinung: Das Cover sieht toll aus und obwohl es mit Emojis überhäuft ist, wirkt es nicht überladen. Der Schreibstil ist, gerade am Anfang, etwas gewöhnungsbedürftig. Die Sprache ist modern und einfach gehalten. Trotz dem eher seichten Beginn, nimmt die Story relativ bald Fahrt auf und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Ich hatte dabei aber eher das Gefühl, als wäre ich live dabei, anstatt "nur" ein Buch zu lesen. Die Gefühle von OJ wurden mir als Leser sehr ausführlich und authentisch vermittelt. Richtig spannend wurde es dann, als die Perspektive zum anderen Protagonisten wechselt, da man endlich mal mitbekommen hat, was der Gegenpart in der gleichen Situation denkt. Diese Art die Geschichte zu erzählen hat hier super gepasst. Durch die ausführlich beschriebenen Gefühle, Zweifel und Ängste, konnte man sich sehr gut mit den Charakteren identifizieren. Was ich ebenfalls toll finde ist, dass 75% der Einnahmen des Buches gespendet werden, an das Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V.. Fazit: Eine reale Liebesgeschichte aus der heutigen Zeit, die deutlich macht, wie schnell Missverständnisse entstehen können. Absolute Leseempfehlung.

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Das Buch: "Ein Tropfen vom Glück" ist ein Zeitreiseroman von Antoine Laurain, der als gebundene Ausgabe und Hörbuch im März 2019 bei Atlantik erschienen ist. Der Inhalt: Hubert, Magalie, Julien und Bob könnten unterschiedlicher nicht sein, doch durch einen Einbruch in das Pariser Mehrfamilienhaus, in dem alle, bis auf den Amerikaner Bob, wohnen, finden sie zusammen und verbringen den Abend gemeinsam. Hubert köpft anlässlich der neuen Bekanntschaften eine Flasche Wein aus dem Jahr 1954, die er zuvor noch im Keller gefunden hat. Der Abend verläuft super und die Vier verstehen sich blendend, doch als sie am nächsten Morgen aufwachen, finden sie sich alle im Jahr 1954 wieder und haben keine Ahnung, wie sie zurück in ihre Zeit gelangen können. Meine Meinung: Das Cover finde ich schön, aber dennoch nicht unbedingt originell. Der Schreibstil ist gut verständlich, wirkt auf mich allerdings leicht veraltet, was aber dennoch für die Geschichte passend ist. Die Grundstory ist absolut nichts neues, aber die Idee mit dem Wein fand ich persönlich schön. Auch das Kennenlernen der Charaktere hat für mich gut gepasst und ich konnte es kaum erwarten, dass die Protagonisten am nächsten Morgen erwachen und sich den Zeitreiseproblemen stellen müssen. Leider habe ich da wohl zu viel erwartet, denn ab diesem Punkt wurde die Geschichte für mich zunehmend langweiliger. Alles wurde sehr langatmig erzählt, egal aus welcher Sicht man die Ereignisse gerade mitverfolgt hat. Natürlich gab es hin und wieder mal eine interessante Szene, aber mir persönlich war das leider viel zu wenig. Die Geschichte hatte definitiv mehr Potential. Die Idee war gut und auch die Charaktere fand ich gut ausgearbeitet, aber die Umsetzung war für mich ungenügend. Fazit: Eine gute Zeitreiseidee mit sympathischen Charakteren, die aber leider viel zu schlecht und vor allem langatmig umgesetzt wurde.

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Das Buch: "Wo mein Herz schlägt" ist ein Liebesroman von Rose Bloom, der als E-Book und broschierte Ausgabe am 1. April 2019 im Forever by Ullstein Verlag erschienen ist. Der Inhalt: Nach einer Herztransplantation geht es Claire rein körperlich wieder gut, doch mit der Tatsache, dass jemand gestorben ist, bevor sie ihr neues Leben beginnen konnte, kommt sie noch nicht komplett zurecht. Um endlich neu beginnen zu können, möchte sie sich zumindest bei den Familienangehörigen des Spenders bedanken. Dafür reist sie auf die kleine Insel Lundy Island und lernt dort seinen sehr griesgrämigen Bruder Grant kennen. Seine Art veranlasst sie dazu ihre wirklichen Gründe für ihren Besuch auf der Insel zu verheimlichen. Seine Schwägerin und Nichte sind das genaue Gegenteil von Grant und Claire schließt die beiden schnell ins Herz. Als Claire Schritt für Schritt durch Grants aufgestaute Mauer bricht, kommen sich die beiden zwar näher, aber sie weiß, dass irgendwann auch der Tag kommen muss, an dem er die Wahrheit erfährt. Meine Meinung: Der Schreibstil wurde einfach gehalten und die Autorin hat es geschafft, die Spannung in einem guten Tempo voranzutreiben. Auch der Spagat zwischen Romantik, Humor und den ernsten, traurigen Themen ist für mich perfekt getroffen. Das in der Story das Thema Organspende aufgefasst wird finde ich super. Was mir aber besonders gefallen hat, war, dass die Autorin es durch die Charaktere absolut glaubhaft rüber gebracht hat. Da ist zum einen Claire, die das Glück hatte ein Spenderherz zu bekommen, wofür sie auch unfassbar dankbar ist. Dennoch erfährt man als Leser auch, welche Zweifel, Ängste und Sorgen Claire hat, denn es ist nicht selbstverständlich, durch das Herz eines anderen Menschen weiterzuleben. Auf der anderen Seite haben wir Grant, der mit dem Tod seines Bruders nicht klarkommt, sich vollkommen zurückzieht und sich teilweise sogar die Schuld an seinem Tod gibt. Die Autorin hat seine Trauer mit all seinen Eigenheiten gut rüber gebracht. Da das ernste Thema so gut von beiden Seiten beleuchtet wurde, konnte man sich auch gut in beide Situationen hineinversetzen. Auch die wenigen restlichen Charaktere waren sympathisch und gut ausgearbeitet. Die Handlung war für mich ebenfalls durchgehend schlüssig. Fazit: Eine gelungene Liebesgeschichte, die durch das wichtige Thema Organspende unglaublich an Tiefe gewinnt und zum weiteren Nachdenken anregt. Klare Leseempfehlung.

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Das Buch: "Liebende" ist eine poetische Fabel von Jeong Ho-seung, die als gebundene Ausgabe, E-Book und Hörbuch im März 2019 bei O.W. Barth erschienen ist. Der Inhalt: Blauperlenauge kann sein Glück kaum fassen, als er gemeinsam mit Schwarzperlenauge ausgesucht wird, um als Windspiel an einem buddhistischen Tempel hängen zu dürfen. Der Karpfen ist davon überzeugt in Schwarzperlenauge die Liebe seines Lebens gefunden zu haben. Doch im Laufe der Jahre wird er immer unzufriedener und ist davon überzeugt, dass sein Gefährte ihn nicht mehr liebt. Wie durch ein Wunder wachsen Blauperlenauge Flügel und der überglückliche Karpfen begibt sich auf eine gefährliche Reise durch die Welt, auf der Suche nach der wahren Liebe und sich selbst. Meine Meinung: Sowohl das Cover, als auch die Illustrationen im Buch passen perfekt zur Geschichte. Der Schreibstil ist sehr poetisch und angenehm zu lesen. Die Geschichte zwischen Blauperlenauge und Schwarzperlenauge behandelt auf eine sehr fantasievolle Art und Weise alltägliche Probleme und Situationen auf der Welt. Obwohl man vieles auf das eigene Leben übertragen kann, fand ich das Buch ab einem gewissen Punkt schlichtweg zu übertrieben, naiv und kitschig. Vielleicht hat das eine Fabel auch so an sich, aber für mich wäre weniger da deutlich mehr gewesen. Es wurden alle Situationen leider viel zu kurz abgehandelt, so dass man lediglich durch die Geschichte gerast ist. Dennoch regt das Buch auf jeden Fall zum Nachdenken an. Fazit: Wer nichts gegen poetische, fantasievolle Übertreibungen hat, ist mit dieser Fabel sicherlich gut beraten, da einige Probleme des Lebens in dieser Geschichte aufgegriffen wurden.

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Das Buch: "Kaschmirgefühl" ist ein Liebesroman von Bernhard Aichner, der als gebundene Ausgabe im März 2019 bei Haymon erschienen ist. Er ist auch als E-Book und Hörbuch verfügbar. Der Inhalt: Gottliebs Leben wird von Einsamkeit beherrscht. Abenteuer fanden bisher nur in seiner Fantasie statt, bis zu dem Tag, an dem er beschließt bei einer Erotikhotline anzurufen. Am anderen Ende der Leitung ist Marie und die beiden beginnen ein ausführliches Gespräch, anstatt Telefonsex zu haben. Doch als ob das nicht schon seltsam genug ist, lügen die Beiden von Beginn an. Obwohl die beiden sich immer weiter in das Lügengespinst hinein lügen, nähern sie sich in dieser Nacht auch irgendwie an. Meine Meinung: Das Cover finde ich super gewählt, da es mal etwas ganz anderes ist und perfekt zur Geschichte passt. Der Schreibstil ist quasi ein einziger langer Dialog, was zwar irgendwie seltsam ist, aber auch unglaublich gut passt, weil man fast das Gefühl bekommt, man könnte dieses Telefonat live belauschen. Die Charaktere fand ich ok. Einerseits fand ich es gut, dass man immer nur häppchenweise etwas über beide erfahren hat, andererseits wurde es durch die Lügen irgendwann ziemlich unübersichtlich. Man hat zwar ein Gefühl dafür bekommen, was die beiden bewegt, aber es bleiben auch einige Fragen offen. Was mich persönlich stört ist, dass es als Roman verkauft wird. Für mich persönlich war es eine Kurzgeschichte mit allem was dazu gehört. Wenn ich es als Kurzgeschichte bewerten würde, fände ich die Story und auch die Umsetzung super. Als kompletter Roman fehlt mir da leider doch einiges. Fazit: Eine gute und interessant umgesetzte Kurzgeschichte, die leider als Roman verkauft wird und dadurch Erwartungen schürt, die bedauerlicherweise nicht eingehalten werden können. Lesenswert ist die Geschichte auf jeden Fall, hat allerdings mit 17,90€ für das dünne Büchlein auch einen stolzen Preis.

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