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Alle Rezensionen von amena25

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Im australischen Giralang-Massiv brechen eine Männer- und eine Frauengruppe zu einer mehrtägigen Wandertour auf, ausgerüstet mit Zelt, Kompass und Wanderkarte. Die Wanderung wird als Teambildungsmaßnahme von ihrer Firma Bailey Tennants organisiert. Während die Männer rechtzeitig und vollzählig von der Wanderung zurückkehren, verspätet sich die Frauengruppe um Stunden. Und statt der ursprünglich fünf kehren nur vier Frauen zurück. Über das Schicksal der verschwundenen Alice Russell wissen die anderen Frauen offenbar nichts. Für Aaron Falk und seine Kollegin Carmen von der australischen Polizei ist Alice Russells Verschwinden ein größeres Problem. Russell ist ihre Undercover-Informantin in der Firma, gegen die sie seit Jahren wegen des Verdachts der Geldwäsche ermitteln. Hat ihr Verschwinden womöglich damit zu tun, dass sie enttarnt wurde? Immerhin befindet sich in der Frauengruppe neben einfachen Sekretärinnen auch die Vorstandschefin Jill Bailey. Während sich normale Stadtmenschen an sich schon schwer im australischen Busch orientieren können, kommen in diesem Fall noch die Kälte und das schlechte Wetter, aber auch die Angst vor einem Serientäter, der früher in der Region sein Unwesen trieb, hinzu. Außerdem erfährt man nach und nach, welche Konflikte innerhalb der Gruppe schwelen, die in einer Notsituation zu wahrem Sprengstoff werden. Das Geschehen wird aus den verschiedenen Perspektiven der einzelnen Beteiligten erzählt, was allmählich, Puzzlestück für Puzzlestück, zu einem Gesamtbild zusammenwächst. Die Spannung wird eher subtil gesteigert. Nicht Gewaltszenen oder allzu viel Action, sondern eher die geschickte Verflechtung der Perspektiven, die in immer kürzer werdenden Abständen wechseln, lassen das Buch zu einem Thriller werden. Zwar ahnt man durch den Satz im Klappentext ,,Grausamer als die Natur ist nur der Mensch" schon, in welche Richtung es gehen wird. Dennoch ist ,,Ins Dunkel" ein spannender Krimi mit überraschenden Wendungen.

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Welche Rolle Nachrichten in der heutigen Politik spielen und wie sie verändert oder verdreht werden, um die eigenen Ziele zu erreichen, wird in diesem Thriller ernüchternd und schonungslos gezeigt. Die Amerikanerin Catherine Finch ist vor einigen Jahren als freiwillige Ärztin nach Syrien gekommen. Als sie vom IS gefangen genommen wird, dreht sie Propagandavideos für den IS, gegen Amerika. Damit wird sie in ihrer Heimat berühmt und verhasst, aber sie überlebt und wird für ihre Kidnapper wertvoll. Bei einem Besuch des Chefpropagandisten des Kalifats, Ahmed Assir, werden beide durch einen Drohnenangriff getötet. Damit sind aber die Friedenverhandlungen des amerikanischen Präsidenten in Gefahr, sodass der amerikanische Geheimdienst ein fingiertes Lebenszeichen von Catherine Finch verbreiten lässt. Die Welt der Geheimdienste und der involvierten Personen ist unübersichtlich und kompliziert. Da jeder nicht nur auf einer Seite spielt, sondern mehreren ,,Herren" dient und zusätzlich noch sein eigenes Schäfchen ins Trockene bringen will, verliert man fast den Überblick. Keiner der Beteiligten ist ein besonderer Sympathieträger. Im Gegenteil, jeder handelt skrupellos und ist, wie z.B. Richard Finch, der Noch-Ehemann des Opfers, nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Der ehemalige CIA-Führungsoffizier Pete Town, jetzt eigentlich im ,,Ruhestand", wird für diese Aktion reaktiviert. Mit ihm fühlt man etwas mit, muss er sich doch seiner Vergangenheit stellen und von seinem ruhigen, glücklichen und beschaulichen Eheleben verabschieden. Allerdings hat auch er jahrzehntelang seine Ehefrau belogen. Seine Aufgabe ist es, mit einer Doppelgängerin Catherine Finchs die Lüge ihres Überlebens aufrecht zu erhalten. Der Thriller ist ziemlich brutal und schonungslos, wirkt dadurch aber auch sehr authentisch. Ein Menschenleben mehr oder weniger spielt für kaum einen der Beteiligten keine Rolle! Also nichts für schwache Nerven.

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Dies ist der 4. Fall um Dr. Leon Ritter, Rechtsmediziner aus Deutschland, der seine zweite Heimat im beschaulichen Städtchen Le Lavandou im Süden Frankreichs gefunden hat. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin, Capitaine Isabelle Morell von der Gendarmerie Nationale, ermittelt Leon Ritter mit teils unkonventionellen Methoden. Als ein vermeintlicher Kindermörder vorzeitig aus der Haft entlassen wird, sind die rechtschaffenen Bürger Le Lavandous in Aufruhr. Die meisten glauben, Paul Simon habe seine damals zehnjährige Tochter Amélie getötet. Doch die Leiche von Amélie wurde nie gefunden. Und Paul Simon wurde nun vom Berufungsgericht aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Doch Simon kann seine Freiheit in Le Lavandou nicht genießen. Eine Art Bürgerwehr belagert sein Haus und einige Männer drangsalieren ihn sogar. Doch Simon ist auf der Suche nach dem wahren Täter. Als kurz darauf ein Toter am Strand gefunden wird, glaubt Leon Ritter nicht an einen Unfall. Seine Nachforschungen führen ihn nach Porquerolles, was zu sehr interessanten Schilderungen der Inselbewohner und der besonderen Atmosphäre auf der (fast) autofreien Insel führt. Allerdings hat Dr. Leon Ritter nicht nur an seinem eigenen Arbeitsplatz mit einem missgünstigen Chef und einem neuen Kollegen, der ihn womöglich verdrängen will, zu kämpfen. Auch die Polizei, allen voran Commandant Zerna, aber auch die strenge Kommissarin Lapierre aus Toulon, nehmen Leon Ritters Ermittlungen nicht gerade begeistert auf. Immerhin pfuscht er ihnen damit ziemlich ins Handwerk. Dr. Leon Ritter, der zu Beginn der Reihe noch allzu brav und stets bedächtig und sympathisch war, darf nun etwas mehr Charakter und auch mal schlechte Laune zeigen. Allerdings ist auch hier nur Dr. Ritter, mit Hilfe seiner Partnerin Isabelle Morell, in der Lage, den Fall zu lösen, was etwas übertrieben wirkt. Zum Ende gibt es eine erstaunliche Wendung, die die Spannung deutlich hochtreibt. Die Auflösung erfolgt dann aber leider recht schnell und wirkt etwas zu konstruiert. Wofür der Autor wohl nichts kann, was ich aber sehr störend finde, sind die teils falsch geschriebenen französischen Wörter und Wendungen. Entweder richtig oder gleich weglassen!

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Joan und ihr vierjähriger Sohn Lincoln sind nach einem erfüllten Tag im Zoo gerade auf dem Heimweg. Doch als sie in Richtung Ausgang gehen, fallen Schüsse und es gibt Tote. Joan reagiert instinktiv und versteckt sich mit ihrem Sohn in einem Tiergehege. Zunächst bekommt sie per Handy über ihren Mann, der sich außerhalb des Zoos befindet, noch ein paar Informationen. Doch aus Sicherheitsgründen wirft sie das Handy bald weg und ist dann nur noch auf sich allein gestellt. Ihren vierjährigen Sohn ruhig zu stellen, ohne ihm allzu viel Angst einzujagen, ist eine besondere Herausforderung für die Mutter. Die Handlung beginnt viel versprechend, ein Zoo als Schauplatz eines Verbrechens bietet interessante Umsetzungsmöglichkeiten für die Geschichte. Leider wird man als Leser aber seitenweise mit Joans Gedanken und Erinnerungen oder mit den Heldenspielchen ihres Sohnes gelangweilt. Zwischendurch kommt nochmals etwas Dynamik auf, als weitere Personen, auch einer der Täter, ins Spiel kommen. Doch auch dies flacht leider zu schnell wieder ab. Zwar kann man Joans Lage, ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen, doch fesseln konnte mich der ,,Thriller" dadurch nicht besonders. Schade, dass die Chancen, die das Zoo-Setting bieten, nicht besser genutzt wurden.

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Als Daniel aus dem Afghanistan-Krieg in die deutsche Provinz heimkehrt, ist er ein anderer Mensch. Die Erlebnisse in Afghanistan, die ständig lauernde Gefahr und ein Hinterhalt, bei dem er viele Kameraden und Untergebene verlor, haben aus ihm einen zutiefst verunsicherten, psychisch angeschlagenen Menschen gemacht. Seit ihn seine Frau mit der gemeinsamen Tochter verlassen hat und zu einem anderen Mann gezogen ist, lebt Daniel allein im früheren Familienhaus. Allerdings nicht im, sondern eher vor dem Haus. Er betritt das Haus nur, wenn es absolut nötig ist, da er geschlossene Räume nicht mehr gut ertragen kann, schläft draußen, schaut auf den kaputten Fernseher und auferlegt sich einen strengen Tagesablauf mit täglich extremem Training, um irgendwie klarzukommen. Als er bei einer seiner Joggingrunden eine weibliche Wasserleiche findet, die er auch der Polizei meldet, gerät er bald selbst unter Verdacht. Mit seinem Kumpel Maik beginnt er zu recherchieren und stößt dabei auf weitere Morde nach ähnlichem Tatmuster. Während Daniel für die gesamte Nachbarschaft für den Täter gehalten wird, beginnt auch Maik allmählich an ihm zu zweifeln. Und Daniel selbst in sich irgendwann nicht mehr sicher, ob er so gestört und schizophren ist, dass er nicht mehr weiß, was er tut. Dadurch, dass man auch als Leser irgendwann nicht mehr weiß, wem man trauen soll, wird die Spannung stetig gesteigert. Mit dem Protagonisten fühlt man durchaus mit, sein Verhalten und seine Verunsicherung werden auch glaubwürdig geschildert. Allerdings konnte ich mich in keinster Weise mit der soldatischen Art und dem Umgangston anfreunden. Das Ende ist überraschend, aber etwas konstruiert, da einige Fragen offen bleiben.

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München im Jahr 2013: Manolis Lefteris ist ein Mann für Aufträge der besonderen Art. Er soll geheimnisvolle Akten aufspüren, die sich im Besitz von Kathrin Mändler, einer sehr alten Dame, befinden. Diese Akten können offenbar jemandem sehr gefährlich werden, sodass dieser Auftraggeber bereit ist, sehr gut dafür zu bezahlen, dass diese Akten nicht an die Öffentlichkeit geraten. Im Jahr 1944 tritt die junge Kathrin Mändler eine Stelle als Krankenschwester in der Heil- und Pflegeanstalt Winkelberg bei München an. Ihren Beruf erfüllt sie mit viel Freude und Hingabe. Als sich ihr Chef, der überaus attraktive Arzt Karl Landmann für sie interessiert, verfällt sie ihm leidenschaftlich. Bald bemerkt Kathrin, dass in der Heilanstalt nicht alles mit rechten Dingen zugeht, dass zu viele Patienten sterben, deren Leben als ,,minderwertig" eingestuft wird. Doch durch ihre heimlichen Nachforschungen setzt sie sich selbst großer Gefahr aus. Die zwei Zeitebenen werden geschickt miteinander verknüpft und der Leser erfährt so scheibchenweise, was sich hinter den Mauern der Anstalt Winkelberg abgespielt hat, aber auch, wer der geheimnisvolle Auftraggeber ist. Interessant ist, wie auch Manolis Lefteris Familiengeschichte in das Geschehen mit eingewoben wird. Seine Motive für sein ,,Nebentätigkeit" wirken zu Beginn nicht besonders sympathisch, allerdings nachvollziehbar und verständlich. Seine Suche nach Gerechtigkeit ist durchaus von Rache getrieben, doch entwickelt sich die Figur im Laufe des Romans. Auch Kathrin Mändlers Nichte Vera, die sich als Journalistin für die Vergangenheit ihrer Tante und die gesuchten Akten interessiert, ist keine durchweg positive Figur. Doch gerade das macht dem Roman authentisch und realitätsnah. Die Autorin, die hier unter dem Pseudonym Ellen Sandberg schreibt, ist ansonsten für ihre Krimis bekannt. Eine kleine ironische Begegnung gibt es, als Manolis Lefteris fast auf Kommissar Dühnfort trifft, als er sich bei seinen Recherchen als Polizist ausgibt. Ein spannender Roman um Schuld, Vergessen und Gerechtigkeit.

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Tara wacht eines Morgens auf - im Bett ihres sympathischen und verheirateten Nachbarn Lee! Dabei kann sie sich an nichts erinnern, nur dass sie am Abend auf ein Glas Wein und ein nettes Gespräch kurz vorbeischauen wollte. Aber das größte Problem: Lee ist ermordet worden, das Messer steckt noch in seiner Brust. Hat sie ihn ermordet? Doch sie findet keine Blutspuren an sich selbst und kann sich die Tat auch unter keinen Umständen vorstellen. Völlig unüberlegt schleicht Tara sich in ihr eigenes Zuhause zurück, ohne die Polizei zu rufen. Damit bringt sie sich selbst in eine Zwickmühle, die aber diese Krimihandlung erst möglich macht. Tara versucht, auf eigene Faust den Täter zu finden, ohne sich selbst zu verraten. Als die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, kommen einige pikante Details über den ermordeten Nachbarn Lee ans Licht. So hatte er neben seiner Ehefrau wohl noch eine weitere Geliebte. Auch soll er sich an Taras 17-jährige Tochter Rosie herangemacht haben. Immer mehr Personen aus Taras Umfeld geraten unter Verdacht, so z.B. auch ihr eigener Ehemann Noah, der zu der Zeit anscheinend auf Geschäftsreise in New York war, offenbar aber gelogen hat. Sogar ihre eigene Tochter hätte ein Motiv, und Tara weiß nicht, ob sie ihr vertrauen kann. Bis Rosie plötzlich der Polizei gegenüber aussagt, dass sie gesehen hat, wie ihre Mutter frühmorgens aus dem Nachbarhaus herauskam! Die Handlung ist an sich interessant angelegt und birgt viel Potential, leider kommt es aber zu einigen Längen, vielen Wiederholungen, ausufernden Dialogen und unnötigen Verwicklungen, wie z.B. die Liaison zwischen Tara und dem ermittelnden Detective. Das Ende ist zwar eine gelungene Überraschung, wirkt aber auch recht konstruiert und leider bleiben einige Fragen unbeantwortet.

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Als die elfjährige Polly McClusky von ihrem Vater Nate an der Schule abgeholt wird, weiß sie, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Eigentlich sollte ihr Vater im Gefängnis sitzen und sie hat ihn mehr als die Hälfte ihres Lebens nicht gesehen. Dennoch weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist, mit all den Tattoos und den blauen Revolverheldenaugen. Nate McClusky entführt seine Tochter, um ihr Leben zu retten. Im Gefängnis hat Nate sich einen zu mächtigen Feind gemacht: die Aryan Steel Gang. Deren Kopf sitzt zwar im Hochsicherheitstrakt, regelt aber durch seine Kontakte alles, und zwar wirklich alles innerhalb und außerhalb der Gefängnismauern. Pollys Mutter und ihr Stiefvater sind von den Aryan Steels schon ermordet worden. Polly und Nate McClusky sollen die nächsten sein. So beginnt die Flucht der beiden durch Kalifornien. Die schüchterne, hochbegabte, aber teils auch noch sehr kindliche Polly wird durch Nates Kampf- und Überlebenstraining erwachsener und härter. Polly ist für Nate der einzige Überlebensgrund und das Motiv, seinen Feinden zuvorzukommen, koste es, was es wolle, zur Not auch sein eigenen Leben. Zu Beginn irritiert die einsilbige und verkrampfte Kommunikation zwischen Vater und Tochter. Allmählich nähern sich beide allerdings an und öffnen sich etwas, was durchaus berührend wirkt. Allerdings ist mir die dargestellte Gewalt und Brutalität, die bei den Auseinandersetzungen und Überfällen teils detailliert beschrieben wird, zu viel. Die meisten Beteiligten sind in irgendeiner Weise kaputte Typen, zugedröhnt mit Drogen, hoffnungslos, im Netz der einen oder anderen Gang und deren Hierarchie gefangen. Der einzige Hoffnungsschimmer geht ausgerechnet von Polly aus, die zusehends reifer wird und sich in der aggressiven und teils dumpfen Erwachsenenwelt durchsetzen kann. Sprache und Wortwahl spiegeln diese Welt durchaus wider: harte Schnitte, knappe Sätze, schlichte bis vulgäre Wortwahl lassen die Gedanken Nate McCluskys oder auch die Dialoge authentisch wirken, sind aber dennoch gewöhnungsbedürftig. Ein harter, schonungsloser Roman, auf den man sich einlassen sollte.

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,,Als ich an einem Sonntagnachmittag Anfang September nach Hause kam, stolperte ich auf der Treppe über eine scharfe Rothaarige. So beginnt Christof Weigolds Detektivroman, der zu Beginn der Zwanziger Jahren in Hollywood spielt. Reinhard, genannt Hardy Engel verdingt sich mehr schlecht als recht als Privatdetektiv, da es zu einer Karriere als Schauspieler bisher nicht gereicht hat. Die ,,scharfe Rothaarige , passenderweise mit dem Namen Pepper Murphy, beauftragt Hardy Engel, ihre Mitbewohnerin zu finden. Die verschwundene Virginia Rappe werde von ihrem Verlobten vermisst. Hardy lässt sich von Peppers Charme und Geld bezirzen, doch als er sich auf die Suche nach Virginia Rappe macht, bemerkt er schnell, dass diese kein Kind von Traurigkeit war, und mitnichten Peppers Mitbewohnerin! Virginia Rappe stirbt, kurz nachdem sie eine rauschende Party des Filmstars und Komikers Fatty Arbuckle besucht hat. Er soll die junge Frau vergewaltigt und brutal mit einer Flasche verletzt haben. Während sich der Fall zu einem Skandal für Arbuckle und damit für die ganze Filmbrache entwickelt, wendet sich das Blatt für Hardy Engel. Vom deutschen Gründer der Universal-Filmstudios Carl Laemmle persönlich wird er engagiert, für Ermittlungen und Aufträge jeder Art. Hardy Engel spielt zunächst mit, obwohl er weiß, dass er mit diesem Job und dem finanziellen Segen gekauft werden soll. Außerdem wird ihm auch noch die reizende Pepper als Sekretärin zur Seite gestellt. Hardy Engel, Deutscher, der nach dem 1. Weltkrieg sein Glück in Amerika sucht, erinnert an alte, verrauchte Detektivfilme mit Humphrey Bogart: Der einsame, etwas zerknautsche Held, der niemandem trauen kann, nicht einmal sich selbst, zuviel trinkt und zu wenig schläft, aber eigentlich doch zu den Guten gehört. Der Roman ist einerseits ein spannender Krimi, andererseits ein Zeitroman, der den Ruhm und den Glanz der Zwanziger Jahre, aber auch deren rabenschwarze Kehrseite zeigt. Der historische ,,Fall Arbuckle wird gekonnt mit Fiktion verknüpft und damit zu großem Kino für den Leser. Dieser sollte sich allerdings auf Über-Spielfilmlänge einstellen, angesichts der 629 Seiten.

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Als der alte Tadeus de Vries ermordet aufgefunden wird, in einer kleinen Holzkiste erstickt, ist niemand sonderlich traurig. Der reiche Bauer hat sich zeitlebens durch seine herrische und egoistische Art nur Feinde gemacht. Seine eigene Frau hat er ständig betrogen, die Jüngeren hat er sich mit Gewalt genommen, den eigenen Bruder hat er übers Ohr gehauen.... Seine autoritäre und geschäftstüchtige Art hat ihm bei manchen Respekt verschafft, aber keine Freundschaften. Feinde hatte er also genügend, doch wer bringt einen über Achtzigjährigen um? Stephan Möllenkamp, neuer Hauptkommissar bei der Kripo Leer und seine Kollegen ermitteln. Doch mit jeder neuen Information tun sich neue Tatverdächtige und neue Motive auf. Sind radikale Naturschützer, die gegen das Sperrwerk der Ems protestieren, gegen de Vries vorgegangen, der natürlich für das Bauvorhaben war und gut daran verdienen wollte? Oder gibt es jemanden, der die SS-Vergangenheit von de Vries endlich rächen wollte? Auch die etwas herbe Lokalreporterin Gertrud Boekhoff recherchiert und kommt dabei der Polizei und Stephan Möllenkamp ziemlich in die Quere. Entgegen der Vorankündigung werden die beiden keine Dreamteam, sondern haben eher reichlich Konflikte miteinander. Zu hoffen ist, dass sich die beiden im nächsten Fall etwas besser zuarbeiten und ergänzen! Immer wieder sind Kapitel um ein Geschwisterpaar eingeschoben, die am Ende des 2. Weltkrieges aus Ostpreußen nach Ostfriesland fliehen und sich ohne Eltern durchschlagen müssen. Diese Kapitel gehen einem sehr zu Herzen! Allerdings ist dadurch auch die Auflösung recht bald vorhersehbar. Dennoch zieht sich das Ende etwas in die Länge, was der Spannung abträglich ist. Andererseits gewinnt der Krimi durch Lokalkolorit und Humor wiederum viel an Unterhaltungswert. Auf eine Fortsetzung darf man gespannt sein.

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