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Alle Rezensionen von Baerbel82

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Um es gleich zu sagen, "Die Akte Rosenrot" von Astrid Korten ist ein Thriller, der mir einiges abverlangte, mich aber auch begeisterte. Es ist der Auftakt einer Serie um den Ermittler Ibsen Bach. Bis zu einem Autounfall vor fünf Jahren war der Andere, der alte Ibsen, ein erfolgreicher Profiler. Er wurde damals schwer verletzt, seine Frau Lara starb. Eines Tages wird am Tatort eines bestialischen Mordes eine Postkarte für Ibsen gefunden. Die OMON, eine Einheit der russischen Polizei, bittet das BKA um Amtshilfe. Währenddessen recherchiert die Bloggerin Leonela Sorokin in Moskau im Cold Case eines vermissten Journalisten. Bald ist klar, es gibt eine Verbindung, die 30 Jahre zurückreicht. Ibsen reist zusammen mit seinem Freund und Kollegen Andreas Neumann nach Moskau. Dort treffen sie auf den zuständigen Ermittler Dimitri Kamorow und seine Nichte Pola, ebenfalls eine Profilerin. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Sicht von Ibsen Bach. Das schafft Nähe, ist aber manchmal verwirrend. Denn Ibsen hat Visionen. Er leidet unter Gedächtnisverlust, nimmt starke Medikamente und hat zudem einen Hirntumor. Was ist Wahn, was ist Wirklichkeit? Ein gut recherchiertes Buch, mit einem intensiven Spannungsbogen und einem überraschenden Ende. Geheimdienstliche Aktivitäten sind im Spiel. Der einzelne Mensch wird oftmals hart getroffen von den Handlungen der Mächtigen und ihrer brutalen Handlanger. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Pola kommt sympathisch rüber. Aber mit Ibsen und Leonela bin ich bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Er ist voller Zweifel und hadert mit seiner Vergangenheit. Leo mochte ich nicht. Sie war mir zu naiv. Fazit: Ibsen Bach ermittelt in Berlin und Moskau. Spannend, grausam und mit politischem Hintergrund.

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Um es gleich vorwegzunehmen, "Lazarus" von Lars Kepler ist bereits der siebte Schweden-Krimi mit dem sympathischen Ermittler Joona Linna. Die Vorgänger hatten mich begeistert und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Worum geht es? Der Einstieg ist echt gruselig. Ist Serienkiller Jurek Walter doch noch am Leben? Hat er sich nach dem Tod seines Zwillingsbruders einen neuen Partner gesucht? Oder ist Joona paranoid? Gleich mehrere Handlungsstränge gilt es zu verfolgen. Zwei Streifenpolizisten machen einen grausigen Fund. Danach begegnen wir Valeria, Joonas Freundin. Über das Wiedersehen mit Joona und Saga Bauer, Kommissarin beim schwedischen Staatsschutz, habe ich mich sehr gefreut. Aber der Killer hat Valeria und Sagas kleine Schwester Pellerina längst im Visier. Joona versucht, wenigstens seine Tochter Lumi zu retten. Denn Jurek droht, alle lebendig zu begraben, die ihm lieb sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt¿ Lars Kepler ist das Pseudonym des schwedischen Autorenpaares Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. "Lars" verstehen sie als Hommage an Stieg Larsson, "Kepler" erinnert an den Astronomen, der das europäische Weltbild erschütterte. Lars Kepler hat seinen Kriminalroman wieder packend in Szene gesetzt. Wechselnde Schauplätze und Perspektiven sorgen für Dynamik. Spannend, keine Frage. Aber auch blutig und brutal. Ab und zu finden sich Bezüge zu den Vorgängern. Nichtsdestotrotz könnte ich mir vorstellen, dass Neueinsteiger, die die ersten Bände nicht kennen, Verständnisprobleme haben. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Joona Linna ist Finnlandschwede und einer der besten Ermittler Schwedens, der auch vor unkonventionellen Methoden nicht zurückschreckt. Natürlich sieht er auch noch verdammt gut aus. Jurek, der Antiheld, ist quasi "unkaputtbar" und der Polizei immer einen Schritt voraus. "Lazarus" hat alles, was das halbwegs gesunde Menschenhirn an Obsessionen, Foltern und Metzeleien ausbrüten kann - einschließlich eines psychopathischen Killers, eines charismatischen Ermittlers und eines actionreichen Showdowns. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, der offen lässt, wie es mit dieser genialen Reihe weitergeht. Fazit: Joona Linnas 7. und persönlichster Fall. Mein Krimi-Highlight des Jahres!

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Ich lese nicht so viel Science Fiction, aber "Die Reinsten" von Thore D. Hansen hat mich überzeugt. Denn das Thema KI (künstliche Intelligenz) interessiert mich brennend, neue Autoren sowieso. Doch worum geht es? Die Geschichte spielt 2191 in einer nicht wirklich fernen Zukunft. Seit der Klimakatastrophe vor 150 Jahren wird die Erde von der künstlichen Intelligenz "Askit" beherrscht. Es handelt sich um einen Supercomputer, ein "lernendes System", das sich selbständig modifiziert und weiterentwickelt. Fluch und Segen zugleich. Eve Legrand hat seit ihrer Kindheit ein Hirnimplantat, über das sie sich mit Askit verbinden kann. Sie steht kurz davor, in die Akademie der Wissenschaft aufgenommen zu werden, als sich bei ihr erste Zweifel regen. Die Ereignisse überschlagen sich und Eve flieht in die Kolonien, bevor sie offiziell degradiert wird¿ Thore D. Hansen zeichnet in seinem Roman "Die Reinsten" ein düsteres, dennoch realistisches Szenario. Der Klimawandel, das Abdecken von Gletschern, plastikfressende Raupen. Die beschriebenen Entwicklungen in der Technik und die Veränderungen in der Natur befinden sich im Rahmen des Wahrscheinlichen. Aber es geht auch um totale Überwachung und Kontrolle. Eine beängstigende Vision, die aber gar nicht so fern erscheint, wenn man bedenkt, wie transparent der Mensch durch das Internet und andere Überwachungsmechanismen bereits ist. Spannend geschrieben, keine Frage. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Eve ist mir sofort ans Herz gewachsen, denn sie hat viel Empathie. Dem starken Anfang folgt ein etwas schwächerer Mittelteil. Philosophie und IT. Ethik und Moral. Das war mir ein bisschen "too much". Das Ende ist überraschend, aber absolut stimmig. Alles in allem ein Roman, der nicht nur beste Unterhaltung bietet, sondern auch zum Nachdenken anregt. Fazit: Visionärer SF-Roman. Faszinierend und beklemmend zugleich!

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So lautet der erste Satz von "Die Essenz des Bösen", Fall Nummer fünf für Max Wolfe, Detective bei der Londoner Polizei. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Seit "Dein finsteres Herz" bin ich ein Fan von Tony Parsons und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Der Autor geht gleich in medias res: Ein Hubschrauberabsturz in London und Wolfe mittendrin. Viele Menschen sterben, aber Wolfe überlebt. Schnell ist klar, dass die Khan-Brüder, zwei Syrienrückkehrer, hinter dem Terroranschlag stecken. Sie werden bei ihrer Festnahme von der Polizei erschossen. Doch wer hat sie mit der Essenz des Bösen infiziert? Kurz darauf wird der Vater von einem Unbekannten ermordet. Dabei hatte er über dreißig Jahre lang als Busfahrer gearbeitet und schien integriert zu sein. Kann Wolfe wenigstens die 16-jährige Layla vor der aufgebrachten Bevölkerung retten? Tony Parsons hat in seinem neuen Kriminalroman ein aktuelles und heißes Eisen angepackt. Es geht um zunehmende Gewalt. Auf beiden Seiten. Nicht nur Flüchtlinge und Asylanten haben sich radikalisiert, sondern auch sogenannte Wutbürger. Selbst die Polizei sieht sich im Krieg. Wobei die Verhältnisse in England meiner Meinung nach nicht auf Deutschland übertragbar sind. Erzählt wird die Geschichte - wie immer - in der Ich-Perspektive aus Sicht von Wolfe. Auch das Privatleben nimmt wieder einen breiten Raum ein. Wolfe ist alleinerziehend und kümmert sich rührend um seine kleine Tochter Scout. Er liebt Hunde und Boxen - und seine Kollegin Edie Wren. Die Handlung erfährt langsam aber sicher immer wieder neue Wendungen bis zum dramatischen Showdown. Wobei diesmal nicht so sehr Action und Gewalt im Vordergrund stehen, sondern starke Emotionen. Eine Geschichte, die für meinen Geschmack spannender hätte sein können. Fazit: Der 5. Fall für den Londoner Detective Max Wolfe. Gut, für mich aber nicht das beste Buch der Reihe.

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Um es gleich vorweg zu nehmen, das neue Werk von Andreas Eschbach ist der Hammer! Ein Horrorszenario, das Datenüberwachung durch den Staat thematisiert. Weimar 1942: Es gibt bereits Komputer, das Weltnetz, Elektropost und tragbare Telephone. Und eine Stelle, die über alldem wacht: das Nationale Sicherheits-Amt (NSA). Hier arbeitet Helene Bodenkamp als Programmstrickerin. Ihre Programme fragen Daten aus Tabellen ab, verknüpfen diese und erstellen Listen sogenannter Regimegegner. Auf diese Art und Weise werden auch Anne Frank und die Geschwister Scholl aufgespürt. Während Helene Gewissensbisse bekommt, denn sie selbst versteckt ihre große Liebe, den fahnenflüchtigen Arthur, nutzt ihr Chef Eugen Lettke das System für seine ganz eigenen Zwecke¿ Wie Andreas Eschbach zeigt, ist es möglich, auch völlig unblutige und dennoch spannende Thriller zu schreiben. Ich liebe "Was-wäre-wenn"-Geschichten. "Ein König für Deutschland" ging auch schon in diese Richtung. Aber "NSA" ist viel mehr als das. Ähnlich wie in George Orwells Roman "1984". Ein Staat, der praktisch jeden ins Visier nehmen kann. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Helene ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie hat viel Empathie, ist aber auch ein bisschen naiv. Lettke dagegen mochte ich nicht. Er ist ein Kotzbrocken, ein Krimineller. Der Autor hat in seinem visionären Roman ein erschreckendes Szenario geschaffen. Brandaktuell, bestens recherchiert und spannend erzählt. Denn die totale Überwachung ist doch längst Realität. Alles und jeder wird ausgespäht. Mit dem Internet ist unser Konsum-, Lese- und Wahlverhalten öffentlich geworden. Unser Denkverhalten auch. Was wäre, wenn heute eine Regierung an die Macht käme, die diese technischen Möglichkeiten für ihre Zwecke missbraucht? Fazit: Geniale Idee. Gelungener Mix aus Fakten und Fiktion. Spannend, erschreckend, real.

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Ich danke Oliver Ménard für drei psychologisch raffinierte Thriller um die investigative Journalistin Christine Lenève und den Berliner Kriminalkommissar Tobias Dom. "Federspiel" und "Das Hospital" hatte ich begeistert verschlungen und auch "Der Kratzer" hat mich nicht enttäuscht. Diesmal bekommt es Dom mit einem Serienkiller zu tun, der ein perfides Spiel mit ihm spielt. Schnell ist klar, nur mit Hilfe von Christine, hat er eine Chance, dieses Duell zu gewinnen. Der Kratzer, so wird der Killer genannt, weil er seinen Opfern immer ein Wort in den Oberschenkel ritzt. Vor sieben Jahren hatten Dom und seine Partnerin Karen den Kratzer zwar gestellt, doch er konnte kurz darauf fliehen. Jetzt hat er wieder zugeschlagen und Doms Ex-Frau überfallen. Das nimmt Dom natürlich persönlich. Will sich der Killer an ihm rächen? Warum dann erst jetzt? Dr. Lindfeld, der seit "Das Hospital" in einer psychiatrischen Anstalt einsitzt, kennt den Kratzer. Aber er will nur mit Christine reden. Ein erbittertes Katz und Maus-Spiel beginnt¿ In Oliver Ménards neuem Thriller geht so richtig die Post ab. Schnelle Schnitte und wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Eine Geschichte voller abgründiger Wendungen, unglaublich spannend. Nur schrittweise wird enthüllt, wohin das Ganze führen soll. Je näher man der Wahrheit zu kommen scheint, desto undurchsichtiger wird sie - bis sie mit voller Wucht zuschlägt. Erst ganz am Ende schließt sich dann der Kreis. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Christine ist eine starke Frau. Doch sie kämpft noch immer mit den Dämonen ihrer Vergangenheit. Denn alles was sie kann, hat ihr Vater ihr beigebracht. Er war Inspektor in einer französischen Eliteeinheit. Aber ihr Vater ist tot. Er wurde ermordet. Auch Kommissar Tobias Dom und Christines Freund Albert, ein ehemaliger Hacker, sind mir inzwischen ans Herz gewachsen. Ich werde sie vermissen. Fazit: Actionreicher Abschluss und fulminanter Höhepunkt der Christine Lenève-Trilogie. Bestes Erzählkino!

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Um es gleich vorwegzunehmen, "Vier.Zwei.Eins" ist mein erstes Buch der englischen Autorin Erin Kelly und hat mich begeistert. Doch worum geht es? Im Sommer 1999 reisen Kit und Laura zu einem Festival nach Cornwall, um eine totale Sonnenfinsternis zu erleben. Kit hat seit 1991, da war er gerade mal 12 Jahre alt, schon viele Sonnenfinsternisse erlebt. Laura dagegen hat noch nie zuvor eine gesehen. Kit und Laura sind jung und verliebt, scheinbar füreinander gemacht. Aber im fahlen Licht danach, stolpert Laura über einen Mann und eine Frau. Jamie und Beth. Schlagartig ist ihr klar, dass sie etwas Schreckliches gesehen hat. Jamie wird wegen Vergewaltigung angeklagt - und verurteilt. Eines Tages steht Beth vor Kit und Lauras Tür. 15 Jahre später leben Kit und Laura in ständiger Angst, verbergen ihre Identität und sind auch nicht in den sozialen Medien aktiv. Was war damals geschehen? Als Laura schwanger ist, reist Kit alleine zu einer Sonnenfinsternis auf die Färöer Inseln¿ "Vier.Zwei.Eins" gliedert sich in fünf Teile. So wie eine totale Sonnenfinsternis aus fünf Phasen besteht. Wobei die dritte Phase, die Totalität, die dramatischste und unheimlichste ist. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen mit wechselnden Perspektiven aus Sicht von Kit und Laura erzählt. Zudem punktet die Geschichte mit vielen unvorhersehbaren Twists & Turns, mit denen die Autorin die Handlung voran und die Spannung in die Höhe treibt. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Laura ist eher der emotionale Typ, Kit rational und logisch. Allerdings hüten beide ein dunkles Geheimnis. Und wie das so ist, bleibt es nicht bei einer Lüge. Auf die erste folgt die zweite, und so weiter. Eine Sonnenfinsternis als Metapher für Wahrheit und Lüge. Licht und Dunkel. Doch es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, sondern Vielschichtigkeit. Der Leser kann nie sicher sein, wer im Recht ist und wer im Unrecht, bis zur allerletzten Seite. Fazit: Atmosphärisch, soghaft und von höchster Spannung. Ein Psychothriller, der einen am Ende sprachlos zurücklässt. Hammer!

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"Kowalskis Mörder" ist der letzte Band einer spannenden Trilogie um die Berliner Kommissare Marek Quint und Thomas Leidtner. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Worum geht es? "Kowalskis Mörder ist in Berlin!" Mit dieser Nachricht wird Marek aus dem Schlaf gerissen. Doch damit nicht genug. Der Absender zwingt ihn, ein perfides Spiel mit ihm zu spielen - sonst stirbt seine Freundin, die Gerichtsmedizinerin Kerstin Sander. Marek bittet Thomas um Hilfe, denn Kerstin ist nicht zu erreichen. Offenbar wurde sie entführt. Marek lässt sich auf das "Spiel" ein und ermittelt undercover als Bodyguard eines Staatssekretärs. Währenddessen macht sich Thomas auf die Suche nach Kerstin¿ Ole R. Börgdahl hat seinen neuen Kriminalroman spannend in Szene gesetzt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Immer mal wieder finden sich Bezüge zu den Vorgängern. Das macht Lust auf mehr für die, die die ersten Bände (noch) nicht kennen. Die zeitgeschichtlichen Hintergründe sind sehr interessant und bestens recherchiert. Zudem erfährt der Leser viel über das Thema Personenschutz. "Kowalskis Mörder" ist ein echter Slow Burner, vom Krimi zum Actionthriller, der auch Verschwörungstheorien enthält. Nur das kitschige Ende konnte mich nicht begeistern. Fazit: Ein etwas anderer Reiseführer von Berlin. Lehrreich und packend zugleich!

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"Tod und Schatten" von Ole R. Börgdahl hatte ich mit Begeisterung verschlungen. Und auch der 2. Fall für die Berliner Kommissare Marek Quint und Thomas Leidtner, "Blut und Scherben", hat mich nicht enttäuscht. Worum geht es? Im Wald wird ein Grab mit einer männlichen Leiche gefunden. Schnell ist klar, dass es sich um Ken Börder handelt, ein Kleinkrimineller. Sein Kumpel Rainer steht schon bald unter Verdacht. Doch Thomas verfolgt eine andere Spur, unterstützt von Marek und der Gerichtsmedizinerin Kerstin, denn bei der Obduktion wurden offenbar Fehler gemacht. Marek wurde zum Tatorterkennungsdienst versetzt, Thomas in eine andere Operative Einheit. Während Marek es gut getroffen hat, kommt Thomas mit seinem neuen Chef überhaupt nicht klar. Konflikte sind also vorprogrammiert. "Blut und Scherben" ist ein schöner ruhiger Ermittlerkrimi mit interessanten Einblicken in die Arbeit der Polizei. Sprachlich locker erzählt. Wie immer gelingt es Ole R. Börgdahl, Spannung aufzubauen - und zu halten. Ab und zu finden sich Bezüge zum Vorgänger, erscheinen alte Bekannte. Zudem hat der Autor eine Thematik gewählt, die nicht schon x-fach kriminalliterarisch abgearbeitet wurde. Ole R. Börgdahl versucht die ein oder andere falsche Fährte zu legen, über die wahlweise die Kommissare oder die Leser stolpern sollen. Die Auflösung ist überraschend, aber stimmig. Auch wenn ein paar Punkte offen bleiben. Über das Wiedersehen von Marek und Thomas habe ich mich sehr gefreut. Beide sind mir inzwischen ans Herz gewachsen. Und so bin ich schon gespannt auf den 3. Fall. Fazit: Marek Quint und Thomas Leidtner ermitteln in Berlin. Einfallsreich!

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Martin Kühn ist 44, verheiratet und hat zwei Kinder. Er wohnt auf der Weberhöhe, einer Neubausiedlung nahe München - und er hat immer noch zu tun. Nicht nur, dass er sein Haus auf giftigem Boden gebaut und weder seine Karriere bei der Polizei noch seinen Sohn unter Kontrolle hat. Nun verhält sich auch noch seine Frau Susanne seltsam und in der Nachbarschaft geht ein Erpresser um. Außerdem hat Kühn Schuldgefühle wegen der Sache mit Ulrike und last but not least Ärger mit dem Amtsarzt. Amir ist tot. Er wurde an einer Münchener Bushaltestelle ins Koma getreten und ist qualvoll erstickt. Kühn und sein Kollege Steierer ermitteln in der Welt der Reichen und Mächtigen. Was hatte der 17-jährige Kleinkriminelle mit libanesischen Wurzeln dort zu suchen? In Jan Weilers Roman prallen zwei Welten aufeinander, als sich Amir und Julia krachend verlieben. Sie ist die Tochter von Elfie und Claus van Hauten und hat noch einen älteren Bruder, Florin. Elfie engagiert sich beim "Münchner Sternenhimmel", ihr Mann ist Patentanwalt. Sie sind reich, sie sind mächtig - aber sind sie deshalb auch verdächtig? "Kühn hat Ärger" ist mehr Gesellschaftsroman als Krimi, tiefsinnig und philosophisch. Mit Sozial- und Gesellschaftskritik spart der Autor nicht. Aber auch der unverkennbar trockene und Weiler-typische Humor kommt nicht zu kurz. Die Themen sind vielfältig. Es gibt eben nichts Interessanteres, als über die Risiken und Nebenwirkungen des Lebens zu erzählen, auch über die Schattenseiten in uns selbst. Und das gelingt dem Autor perfekt. Fazit: Martin Kühn, Band 2. Beste Unterhaltung. Bitte mehr davon!

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