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Alle Rezensionen von Anja

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Harper wächst in verschiedenen Pflegefamilien auf. Ihr größter Wunsch ist es, mehr über ihre Herkunft zu erfahren. Als sie an die Universität of Oxford geht, bietet ihr ein Beitritt bei den Diamonds die Chance, ihren Wunsch zu erfüllen. Doch sie ahnt nicht, was es wirklich mit der Vereinigung der vier Farben auf sich hat. Auch die Warnung von Finley, der sie einst verlassen und tief enttäuscht hat, schlägt sie in den Wind. Von Anna Savas habe ich bereits Liebesromane gelesen, daher war ich neugierig auf die Romantasy-Geschichte. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und anschaulich, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Harper will in Oxford einen Neuanfang starten, doch von Beginn an sind die Umstände mysteriös. Doch Harper möchte so gern mehr über ihre Eltern erfahren, sodass sie alle Bedenken in den Wind schlägt und sich auch auf die Gefahren einlässt, die sie bei den Vier Farben erwarten. Sie ist zu einigen unmoralischen Handlungen gezwungen, aber auch ihre Gewissensbisse sind nur von kurzer Dauer, wenn sie ihrem Ziel dadurch ein Stück näher kommen kann. Nicht immer war ich mit Harpers Verhalten einverstanden. Auf der einen Seite beugt sie zahlreiche Regeln, stößt aber auf der anderen ihrer einzigen Freundin vor den Kopf. Auch wenn sie ihre Gründe dafür darlegt, hat sie sich nicht wirklich um Alternativen bemüht. Das Auftauchen von Finley bringt Harper völlig aus dem Gleichgewicht. Welche Geschichte die beiden miteinander verbindet, offenbart sich erst im Verlauf der Geschichte. Aber auch sein Verhalten war für mich nicht immer verständlich. Auch er verfolgt ein Ziel, setzt mit den Regelverstößen aber ebenfalls alles aufs Spiel. Durch die Ich-Perspektive von Harper und Finley gibt es einen Einblick in ihre jeweiligen Gedanken und Gefühle. Zeitgleich ermöglicht der Perspektivwechsel einen Blick auf verschiedene Ereignisse an unterschiedlichen Orten. Die Story konnte mich insgesamt gut unterhalten. Es gibt zahlreiche Geheimnisse und Intrigen, die zu einigen unerwarteten Wendungen fühlen. Emotionale Szenen wechseln sich mit dramatischen Momenten ab. Der magische Aspekt in der Geschichte ist unglaublich spannend, hier bleiben aber noch viele Fragen offen. Obwohl Harper zum Studieren nach Oxford geht, ist dies so ziemlich das einzige, was sie während der ganzen Geschichte nicht tut, denn die Uni besucht sie kaum. Am Ende gibt es etliche neue offene Fragen, aber noch vergleichsweise wenig Antworten. Ich bin gespannt auf den zweiten Band. Fazit Die vier Farben und ihre Magie finde ich unglaublich spannend, allerdings wirft beides bisher noch viele Fragen auf. Harper und Finley sind sympathische Figuren mit nachvollziehbaren Zielen, die sie allerdings teilweise leichtfertig aufs Spiel setzen. Dadurch wechseln sich emotionale mit dramatischen Szenen ab.

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Romy und zwei Freunde wollen den Sommer in einem abgeschiedenen Dorf verbringen, von dessen Existenz nur wenige wissen. Im Dorf häufen sich ungewöhnliche Ereignisse, die alle mit einem Gedicht ihrer Mutter zusammenzuhängen scheinen. Doch das Ende des Gedichtes besagt Romys Tod. Kann das Gedicht wirklich die Zukunft vorhersagen? Den Start des Hörbuchs fand ich ganz spannend, aber letztlich konnten mich weder die Geschichte noch die Sprecherin richtig in ihren Bann ziehen. Mehrfach hatte ich Probleme mit der Betonung der Sprecherin, die sehr oft irgendwie wütend oder gereizt klingt, obwohl das gar nicht immer zu Romys beschriebener Stimmung passt. Aber auch die Story konnte mich einfach nicht packen. Am Beginn passiert wenig, dann überschlagen sich die Ereignisse und es gibt viele spannende und dramatische Momente und unerwartete Hintergründe. Aber das Geschehen wird auch immer undurchsichtiger, wobei viele Zusammenhänge mir nicht genug erklärt werden, sodass am Ende etliche Fragen offen bleiben. Es gibt immer mehr Wendungen, wobei das Geschehen streckenweise einfach konstruiert wirkt. Ich-Erzählerin Romy führt durch die Handlung, schildert ihre Erlebnisse und ihre Suche -nach der Wahrheit und auch ein wenig nach dem Weg, den ihr weiteres Leben nehmen soll. Richtig sympathisch ist mir Romy leider nicht geworden. Was auch für ihren Freund gilt. Beide streiten und zicken ständig, was mit der Zeit recht anstrengend wird. Es gibt manch eigenwillige Gespräche. Fazit Am Ende wird die Story für mich einfach nicht rund. Zu viele undurchsichtige Ereignisse, die nicht vollständig aufgeklärt werden. Es gibt richtig spannende Momente, aber leider auch zu viele langatmige oder nichtssagende Passagen, sodass mich das Hörbuch einfach nicht fesseln konnte. Dass ich es dadurch in mehreren Etappen gehört habe, hat das Verständnis des verworrenen Geschehens dann vermutlich auch nicht leichter gemacht

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Caspar wird von seinen Mitschüler/innen gehänselt. Aus Angst versteckt er sich eines Tages in einem alten Uhrenschrank - und kommt in einer anderen Welt wieder heraus. Als Verbrecher beschimpft wird er zunächst weggesperrt, bevor er sich mit Wilda, einer Einheimischen, auf den Weg macht, um das ganze Reich zu retten. Caspar liebt Zeitpläne und Listen. Alles, was er nicht planen kann, vermeidet er hingegen. Abenteuer zum Beispiel. Freunde hat er an seiner Schule nicht. Wilda ist das genaue Gegenteil, wild, spontan, abenteuerlustig. Völlig unbeschwert ist aber auch sie nicht. Detailliert ausgearbeitet und bildhaft beschrieben wird hier eine ganz zauberhafte Welt erschaffen. Wilda und Caspar reisen durch ganz unterschiedliche Landschaften und treffen auf ungewöhnliche, skurrile Bewohner des Reiches. Eine Karte gibt einen Überblick über die Reiseroute der Figuren. Das Schicksal der Welt lastet auf Caspars und Wildas Schultern - was von den Erwachsenen, denen die Hände gebunden sind, auch klar so formuliert wird. Gar kein Druck also. Die zwei müssen auf ihrem Abenteuer viele Schwierigkeiten überwinden und Gefahren überstehen. Dabei lassen sich - für ein Kinderbuch natürlich nicht untypisch - viele Probleme vergleichsweise einfach lösen, indem beispielsweise Waffen immer ihr Ziel treffen Waffen bzw. das Töten ist auch ein gutes Stichwort. Innerhalb der Geschichte geht es ziemlich oft ums sterben oder getötet werden. So gibt es ein paar schräge Hexen, die überlegen, wie sie die Kinder am besten zubereiten. Auf sehr witzige, schrullige Art, makaber bleibt es dennoch. Ein zentrales Thema der Geschichte ist die Entwicklung der Freundschaft zwischen Wilda und Caspar. Letzterer hatte noch nie Freunde und ist daher sehr unsicher. Wilda ist in dieser Beziehung auch etwas grob und unbeholfen und es ist schön, das Zusammenspiel der beiden zu verfolgen. Und es geht um Mut - der ganz unterschiedlich ausfallen kann und auch schon bei kleinen Taten anfängt. Caspar muss sich immer wieder überwinden und wächst förmlich über sich hinaus. Die Geschichte ist abgeschlossen, aber dennoch bleibt ein ganz zentraler Aspekt offen, sodass ich gespannt auf das nächste magische Reich bin. Fazit Caspar und die Träne des Phönix ist eine bunte Abenteuergeschichte in einem fantastischen Reich, das mit ganz tollen Figuren daherkommt. Die Bewohner von Wolkenstern sind alle etwas speziell, was zu vielen witzigen Szenen führt. Freundschaft und Mut sind zentrale Themen der Geschichte, deren Verlauf manchmal etwas makaber, insgesamt aber doch kindgerecht ist, was so manchen Konflikt natürlich eher einfach löst.

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Als Teenager hat Parker einen Sommer auf Golden Hill verbracht, der ein tragisches Ende nahm. Nun kehrt er Jahre später zurück und möchte das ehemalige Haus seiner Großeltern neu aufbauen. Doch die Dorfbewohner reagieren wenig begeistert auf ihn. Und auch seine damalige Freundin Clay wird durch Parkers Auftauchen mit der Vergangenheit konfrontiert. Von Nicole Böhm konnte mich One Last Song total begeistern. Und auch der zweite Band der Reihe, One Last Dance, war toll (Teil 3 muss ich noch lesen), sodass ich neugierig auf das neue Buch der Autorin war. Letztlich hat Golden Hill Touches mir zwar gut gefallen, konnte mich allerdings nicht genauso packen wie One Last Song. Der flüssige, anschauliche Schreibstil ist wieder super angenehm zu lesen. Das Setting ist toll - die Ranch in den Bergen, die Naturverbundenheit, die vielen einsamen Orte. Viele bildhafte Beschreibungen schaffen eine tolle Atmosphäre. Abwechselnd schildern Parker und Clay ihre Erlebnisse, wobei es immer wieder kurze Sprünge in die Vergangenheit gibt, aus denen sich nach und nach die damaligen Ereignisse zusammensetzen. Der 28-jährige Parker hat zusammen mit seiner Schwester ehrgeizige Pläne für das Haus seiner Großeltern gemacht. Zwar hat er damit gerechnet, nicht durchweg positiv begrüßt zu werden, die andauernde Ablehnung setzt ihm allerdings doch zu. Vor allem als sich die Probleme auf dem Anwesen häufen. Er versucht, stets höflich und freundlich zu agieren, gerät aber verständlicherweise immer mehr an seine Grenzen. Ich habe ihn als durchweg angenehmen Protagonisten empfunden, der hart für seine Ziele arbeitet und offen über seine Gefühle spricht. In einem Punkt agiert er mir aber etwas zu naiv. Parkers Auftauchen wirft Clay kräftig aus der Bahn, da die damalige Trennung für sie nicht leicht war. Sie ist stets hin- und hergerissen zwischen ihrem Schmerz und der immer noch vorhandenen Anziehung. Zudem trägt sie auch noch ein paar eigene Probleme mit sich herum, mit denen sie sich im Verlauf der Geschichte auseinander zu setzen beginnt. Ich mochte sehr, wie hilfsbereit Clay in allen wichtigen Situationen agiert, obwohl sie genauso gut auf der alten Geschichte hätte herumreiten können. Die langsame Wieder-Annährung der beiden ist eingebettet in Parkers Versuch, das Grundstück auf Fordermann zu bringen. Dabei vergehen, mal hier mal da, immer wieder mehrere Tage oder Wochen, was ich aber nicht als störend empfunden habe. Allerdings hätte ich mir ein paar mehr Emotionen gewünscht. Die beiden treffen sich wieder - und die 11-jahre zurückliegende Liebe ist einfach noch da. Dabei kommt auch der Gefühlsaufbau in der Vergangenheit etwas kurz. Deutlich mehr Raum bekommen die Arbeiten am Haus, die munter vor sich hin plätschern und mit kleineren Spannungsmomenten daherkommen. Genervt hat mich dabei mit der Zeit, wie mies die Bewohner des Ortes Parker teilweise über Wochen hinweg behandelt haben. Das wurde mir irgendwann zu viel, zumal sich hier ein weiterer Aspekt früh andeutet, der erst unnötig spät aufgeklärt wird. Innerhalb der Geschichte gibt es interessante, facettenreiche und geheimnisvolle Nebenfiguren, die in den Folgebänden näher beleuchtet werden. Besonders gespannt bin ich auf das Wiedersehen mit dem wortkargen Jake. Fazit Angenehmer Schreibstil, toll beschriebener Schauplatz. Obwohl ich beide Hauptfiguren mochte, fehlte mir etwas zwischen ihnen. Zudem hat mich das anhaltend unnötig-fiese Verhalten der Bewohner irgendwann genervt.

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Die grundsätzliche Idee des Buches finde ich total klasse: Einige Tierarten haben nicht den besten Ruf. Sie gelten als gefährlich, dreckig, stinkend, eklig Das Buch möchte mit den Vorurteilen aufräumen und die guten und nützlichen Eigenschaften der einzelnen Tiere aufzeigen. Dies gelingt ihm in meinen Augen aber nur bedingt. Aufgebaut ist das Buch wie folgt: Zu jeder Tierart gibt es zwei Doppelseiten. Auf der ersten Seite sind die Tiere gruselig, blutrünstig und gefährlich gezeichnet - soll heißen: sie fletschen die Zähne, die Augen glühen (rot) oder sie schauen fies. Dazu gibt es etliche farblich abgesetzte Felder, teilweise in Form von Sprechblasen, die direkt von den Tieren ausgehen, in denen allerlei fiese Dinge stehen: ich bin gemein, gefährlich, ich stinke, ich mache XY um dich zu ärgern, ich klaue dir dein Essen, kommst du mir zu nah, greife ich dich an Hier finden sich viele bekannte Eigenschaften wieder, die man den Tieren gemeinhin zuschreibt. Manches empfand ich aber auch etwas an den Haaren herbeigezogen. Auch war ich über manche der aufgeführten Tierarten überrascht, da ich von Orcas, Füchsen oder Kamelen kein grundsätzlich negatives Bild im Kopf hatte. Auf der zweiten Doppelseite findet dann das Gegenteil statt. Die Darstellung der Tiere ist lieb und niedlich. Alle schauen durchweg freundlich und haben riesige Kulleraugen. Dabei finde ich die Zeichnungen einiger Tiere weniger gelungen - Körperproportionen werden zugunsten möglichst großer, niedlicher Gesichter verzerrt. Einige sehen schlicht lächerlich aus. Auch Kackhaufen bekommen hier lustige Gesichter Zudem gibt es auch auf dieser Doppelseite Text: Einmal in Form eines schwarzen Kastens, der wissenswerte Fakten zu den Tieren wiedergibt. Diese Details fand ich überwiegend wirklich interessant und sinnvoll. Dies trifft aber nicht zwingend auf den restlichen Text zu: In weiteren Textfeldern, teilweise wieder in Form von Sprechblasen, teilweise frei auf der Seite schwebend, gibt es einige weitere interessante Daten zu den Tieren. Zudem werden die meisten Fakten der Negativseite aufgegriffen und richtiggestellt - was in einigen Fällen Sinn macht, in anderen Fällen aber daneben geht. So behauptet nahezu jedes Tier von sich, doch total süß, flauschig und niedlich zu sein oder weist auf seine lustigen, niedlichen, hübschen Gliedmaßen oder Farben etc. hin. Der Stier lädt uns auf eine Tasse Tee ein und Rotkäppchen kuschelt sich an den ach so lieben Wolf. Letztlich wird mir zu viel Zeit damit verschwendet, zu sagen: hallo, ich bin niedlich und ich mache all die bösen Sachen gar nicht mit Absicht statt handfestes Wissen zu vermitteln. Was am Anfang vielleicht noch ganz witzig ist, wird bei 38 Tieren dann doch anstrengend. Teilweise erfährt man dadurch über einzelne Tierarten leider relativ wenig, während sich das allgemeine Geplänkel immer wieder wiederholt. Der Kinder-Praxistest wird erst noch zeigen, ob die Kids am Ende zwischen all den Behauptungen Wahrheit und Lüge noch werden sortieren können oder was am Ende zu den Tieren tatsächlich hängen bleibt. Am Ende des Buches gibt es eine hilfreiche kleine Liste mit Begrifferklärungen von benutzten Wörtern wie bestäuben, Aas oder Schädling. Fazit Schöne Idee, die in der Umsetzung für mich nicht komplett geklappt hat. Grundsätzlich ist die optische Gestaltung mit den farbenfrohen Zeichnungen und den abgesetzten Textfeldern ansprechend. Der Versuch, die Tiere freundlich darzustellen, führt allerdings in vielen Fällen zu überzogenen, unrealistischen Abbildungen. Für ein Kindersachbuch kommt mir auch die Faktenvermittlung teilweise zu kurz, da jedes Tier immer wieder von sich behauptet, total niedlich und süß zu sein, was zu unnötigen Wiederholungen führt, immerhin wird das Prozedere mehr als 30 mal durchgezogen. Was aus dieser Flut an Behauptungen am Ende in Erinnerung bleibt, ist dann nochmal eine ganz andere Frage.

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Die 22-jährige Amelia lebt gemeinsam mit ihrer Schwester bei ihrer Tante in Edinburgh. Sie arbeitet in einem kleinen Café. Dort lernt sie den Schriftsteller Jasper Haven kennen - und kann den selbstverliebten, unfreundlichen Kerl nicht leiden. Doch die Wege der beiden kreuzen sich immer wieder und bald können sie die Anziehung zwischen ihnen nicht mehr leugnen. Allerdings plagen beide die Schatten ihrer Vergangenheit Erzählt wird die Geschichte aus den Ich-Perspektiven von Amelia und Jasper, wobei letzterer anfangs selten und später etwas mehr zu Wort kommt. Schnell wird klar, dass beide Hauptfiguren stark von ihrer Vergangenheit geprägt sind und an ganz unterschiedlichen Ereignissen immer noch zu knabbern haben, was ihr aktuelles Verhalten beeinflusst. Der unnahbare Schriftsteller hat mich im Klappentext besonders angesprochen. Jasper ist eine interessante Figur. Er ist erfolgreich und begehrt. Vor Publikum ist er charmant und lächelt, doch sonst ist er eher wortkarg und abweisend. Seine Geschichten dienen nicht nur anderen als Zuflucht. Auch für ihn stellt die Flucht in fantastische Welten einen willkommenen Weg dar, sich nicht mit der Realität beschäftigen zu müssen. Amelia fühlt sich verantwortlich für ihre Schwester. Mit 22 schaut sie noch nicht wirklich in die Zukunft, denn sie traut sich kaum einen Schritt von zuhause weg. Sie vermisst nichts, bis sie einen Vorgeschmack bekommt, was sie in der Welt noch alles erwarten könnte Von Anfang an fühlen die zwei sich zueinander hingezogen. Doch ihre jeweiligen Belastungen und Ängste stehen zwischen ihnen. In der Mitte des Buches war ich etwas frustriert. Die Naturbeschreibungen sind super schön. Die Figuren ja durchaus interessant. Aber es ging nicht so richtig weiter. Die Handlung zog sich etwas. Schweigen und Geheimniskrämerei führt zu Missverständnissen und Drama und ich fürchtete schon, dass die Geschichte nun noch 200 weitere Seiten vor sich hinplätschern würde. Doch weit gefehlt: Im letzten Drittel rückt das Drama zwischen Jasper und Amelia in den Hintergrund, während ein anderes Thema den Mittelpunkt bildet und in ganz anderer Form für Dramatik sorgt, wodurch die Geschichte nochmal richtig interessant wird. Ein paar Dinge entwickeln sich dann etwas zu schnell. Zwischenzeitlich dachte ich schon, die Handlung um Jasper und Amelia wäre gar nicht in einem Band abgeschlossen. Ist sie dann aber recht plötzlich doch und in Band 2 steht nun Amelias Schwester Maisie im Vordergrund. Deren Geschichte finde ich schon hier sehr interessant und hoffe, in ihrem Band dann auch mehr über die Entwicklungen zu erfahren, die sie hier durchmacht, die aber nur angedeutet werden Tatsächlich war mir aber auch Amelias Veränderung etwas zu plötzlich und dadurch - im Gegensatz zu dem sehr emotionalen Weg, den Jasper beschreiten muss - schwerer greifbar. Dadurch geht dem Buch ein wenig an möglicher Tiefe verloren. Fazit Die Naturbeschreibungen vom rauen Schottland haben mich besonders in ihren Bann gezogen. Aber auch die Hintergründe der Figuren, die auf so unterschiedliche Art von ihrer Vergangenheit geprägt sind, fand ich interessant. Richtig fesseln konnte mich aber erst das letzte Dritte des Buches, in dem das Beziehungsdrama an sich viel weniger im Zentrum steht.

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Die Idee, ein Erstleserbuch mit lauter Fakten rund um unsere Erde zu füllen, gefällt mir grundsätzlich gut. Allerdings empfinde ich das Buch thematisch als zu vollgepackt. Es ist alles mögliche drin - aber nichts so richtig. Alle Themen werden kurz angerissen und auf ein Minimum an Fakten heruntergebrochen. Dadurch ziehen sieh eher mehr Fragen nach sich, als tatsächlich neues Wissen zu vermitteln. Ein paar weniger Themen, die dafür ein wenig mehr erklärt werden, hätte ich passender gefunden. So ist das Thema Umweltschutz natürlich ein total wichtiges und es ist gut, bereits Kinder für das Problem zu sensibilisieren und ihnen kleine Hilfsmittel an die Hand zu geben, aber es fügt ich nicht so richtig ein zwischen Erdentwicklung, Plattentektonik und Wetterentstehung und macht das Buch thematisch noch komplexer. Die Texte sind überwiegend in einfachen Worten gehalten. Die Sätze kurz. Die Textblöcke klein. Dennoch strotzt das Buch nur so vor komplizierten Begrifflichkeiten und komplexen Zusammenhängen, die versucht wurden, auf wenige Sätze herunterzubrechen. Ob Kinder davon nun aber verstehen, wie sich Erdplatten bewegen, warum tausend Jahre Regen unsere Ozeane gefüllt haben oder wie aus einer Bakterie der Mensch entstanden ist, wage ich zu bezweifeln. Gerade Erstlesern ab sieben Jahren, für die das Buch ausgelegt ist, dürften etliche Begrifflichkeiten noch Schwierigkeiten bereiten. Die Aufmachung des Buches ist toll. Viele Fotografien und Grafiken unterstützen den Text und veranschaulichen einige der dargestellten Zusammenhänge. Am Ende der einzelnen Kapitel gibt es jeweils eine Rätselseite mit ganz verschiedenen Rätseln, Fragen und Aufgaben, die sich teilweise nur über das Lesen des Textes erschließen. Neben kleinen Kreuzworträtseln, einem Labyrinth oder Quizfragen fällt eine Silbenklatschaufgabe allerdings irgendwie heraus...

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Von Susin Nielsen habe ich im letzten Jahr Adresse unbekannt gelesen, das mich sehr berühren konnte. Nun war ich gespannt auf das neue Buch und hoffte auf eine ebenso sensibel und intensiv erzählte Geschichte. Die bekam ich auch - allerdings doch ganz anders. Wilbur ist 14 und wird seit Jahren gemobbt. Das Missgeschick eines Lehrers und ein fieser Mitschüler sind ihm zum Verhängnis geworden - nun lastet ihm eine alte Geschichte und ein fieser Spitzname an. Dass sein Körper nicht gerade dem klassischen Schönheitsideal entspricht, macht die Situation nicht einfacher - dass er sich dadurch möglichst unscheinbar kleidet und beim Gehen versucht, sich klein und unsichtbar zu machen, natürlich auch nicht. Was dort in der Schule passiert, ist wirklich extrem und macht mich sehr betroffen, zumal auch die Lehrkräfte in diesen Situationen teilweise unangenehm auffallen. Als Wilbur sich verliebt, aber meint, nicht mit dem gutaussehenden, beliebten Mitschüler mithalten zu können, steckt er den Kopf in den Sand - und wird von seinen Freunden herausgezogen. Von nun an wird an einer Veränderung gearbeitet, an einer optischen, aber vor allem am Aufbau seines Selbstbewusstseins. Ganz grundsätzlich hat mir die Entwicklung, die Wilbur durchmacht, gut gefallen. Es sind kleine Schritte, einzelne Situationen, in denen er versucht, für sich einzustehen, andere unterstützt oder sich verbal zu wehren beginnt. Auch wenn nicht alles direkt klappt, bauen ihn auch die Tiefschläge auf. Immerhin hat er es versucht. Er war mutig. ABER: Es ist ein sehr schmaler Grat zwischen Veränderungen, die das eigene Selbstwertgefühl stärken, und der Aussage, man müsse trainiert, schlank und modisch sein, um etwas wert zu sein. Und es gibt andere Kleinigkeiten, die ebenfalls ein falsches Bild erzeugen könnten, wenn beispielsweise der 14-jährige Protagonist zugibt, noch nie mit einer Frau geschlafen zu haben (ich hielt das zunächst für einen Übersetzungsdreher, da es eigentlich darum geht, im gleichen Zimmer zu schlafen) und sein gleichaltriger Freund daraufhin fragt: Du hast immer noch nicht? Die Mischung der Charaktere hat mir richtig gut gefallen: Wilburs bester Freund ist der 85-jährige Nachbar. Während Wilbur ihn körperlich unterstützt, versorgt Sal Wilbur wiederum mit seiner Lebensweisheit. Darüber hinaus gibt es noch zwei Schulfreunde, die sich als loyale Unterstützer herausstellen, wobei sich in einem Fall Vertrauen und Freundschaft erst entwickeln müssen. Auch Wilburs Beziehung zu seinen zwei Müttern ist sehr herzlich und liebevoll dargestellt. Allerdings bekommt Wilbur auch viele ihrer Sorgen mit und gerät immer wieder in die Situation, seine eigenen Probleme zu verschweigen, um seine Mütter nicht zusätzlich zu belasten. Mobbing, Freundschaft, Mut, Selbstvertrauen und die erste Liebe - diese Themen sind in eine ruhige Geschichte verwoben, die ohne große Überraschungen und ohne größere Aufregung auskommt, aber dennoch nicht langweilig wird. Es gibt witzige Momente, skurrile Szenen und auch berührende Augenblicke. Aber es gibt auch ganz viele alltägliche Teenager-Momente, die eine authentische Atmosphäre schaffen. Dank der Ich-Perspektive gibt Wilbur immer wieer Einblicke in seine Gedanken und Gefühle, die sein Handeln erklären. Das Cover wird mit fortschreiten der Geschichte immer stimmige, weil es verschiedene Aspekte der Geschichte in einem Bild vereint. Fazit Die gigantischen Dinge des Lebens handelt von ganz besonderen Freundschaften und einer starken Entwicklung des 14-jährigen Protagonisten, der Mut und Selbstvertrauen entwickelt und für sich selbst einzustehen beginnt. Wilburs Erlebnisse, die schlimmen wie die schönen, sind einfühlsam erzählt, allerdings bleibt das Vorgehen seiner Freunde, Wilbur aufzurütteln, dennoch ein Drahtseilakt - da es immer wieder auch um seine Optik geht. Dabei ist Wilbur doch ohnehin schon ein Prachtmensch !

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Grimm ist ein Buchhändler, der allein lebt. Bis zu dem Tag, als plötzlich ein Zesel in seinem Laden steht, der beschließt, bei ihm einzuziehen. Und mit so einem Zesel erlebt man allerhand Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört, aber auch einen Blick in das Buch geworfen. Das Hörbuch ist toll. Es macht Spaß, Boris Aljinovic zuzuhören, der in einem angenehmen Tempo und mit toller Betonung liest. Besonders die verstellte Stimme für das kleine Möhrchen ist einfach großartig und verstärkt die ohnehin witzigen Dialoge zusätzlich. Dennoch glaube ich, dass auch das Buch seinen Reiz hätte: Denn die Geschichte besteht aus lauter kleinen Episoden, die eine tolle Vorleselänge hätten. Die Kapitel aber getrennt voneinander zu hören, gestaltet sich eher schwierig, da die Kapitelanfänge sich teilweise mitten in einem Track befinden. Und die süßen, bunten Zeichnungen des Buches fehlen dem Hörbuch natürlich auch. Die einzelnen Kapitel bauen nach Möhrchens Ankuft etwas mehr, später nur noch locker aufeinander auf. Nachdem Möhrchen eingezogen ist, erleben Grimm und der Zesel ganz verschiedene Dinge miteinander. Jede Episode ist ein Abenteuer für sich, das die zwei in ihrem neuen Alltag bewältigen - sie wollen Pudding kochen, Raketen bauen, besuchen Freunde oder feiern Weihnachten. Grimm ist ein Buchhändler, der gern Geschichten schreibt. Er ist freundlich, ein wenig schüchtern und sehr schlau. Aber er ist auch sehr einsam. Möhrchen ist ein Zesel - ein bisschen Zebra, ein bisschen Esel. Er mag Spiele und Pudding. Aufräumen mag er aber nicht. Er ist abenteuerlustig, fantasievoll, neugierig und einfach superniedlich. Möhrchen bringt Schwung in den Alltag des Buchhändlers, der sich bereitwillig auf alle Ideen des Zesels einlässt. Seine kindlich-naive Sichtweise lässt auch die Erwachsenen manchmal staunen und umdenken. Die Geschichte hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Möhrchen ist einerseits recht neunmalklug, andererseits weiß er aber viele Menschendinge einfach nicht, woraus sich spaßige, aber auch superniedliche Situationen und Dialoge ergeben. Gleichzeitig enthält die Geschichte aber auch viele wichtige, kindgerecht verpackte Botschaften - beispielsweise über Freundschaft oder Nächstenliebe. Die Sprache ist einfach gehalten und sehr anschaulich mit vielen witzigen, nudelsuppenwarmen Wortkreationen. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Abenteuer des witzigen, herzerwärmenden Duos. Fazit Zuckersüße, witzige Abenteuer, die mit vielen wichtigen Botschaften daherkommen. Ein Blick in das Buch zeigt, dass auch die farbenfrohen, detaillierten Zeichnungen unglaublich gelungen sind - aber auch die Hörbuchumsetzung überzeugt auf ganzer Linie: Boris Aljinovic verleiht besonders dem kleinen Möhrchen eine ganz besondere Note. Seine Art, vorzulesen, verstärkt die witzigen Dialoge. Absoluter Schmunzelalarm!

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Zwölf ist ein Jagdling in der Loge. Um dort aufgenommen zu werden, muss man seinen Namen und seine Herkunft aufgeben. Doch ihre Vergangenheit holt Zwölf immer wieder ein. Einmal mehr, als die Loge überraschend angegriffen wird und sie sich mit zwei Gefährten auf die abenteuerliche Suche nach einer vermissten Mitschülerin begibt Dass die Figuren statt Namen Nummern tragen, ist anfangs ungewöhnlich, stellte für mich aber kein größeres Problem dar, da nur vier von ihnen wirklich eine größere Rolle spielen. Wirklich gut gefallen hat mir die detailliert ausgestaltete Welt mit den neuartigen Wesen. An jeder Ecke lauern unerwartete Bedrohungen und ungewöhnliche magische Begebenheiten. Dank des anschaulichen flüssigen Schreibstils ist es leicht, sich das Geschehen vorzustellen. Ein paar Probleme hatte ich aber mit dem wechselhaften Verhalten der Figuren. Diese sind arg jung (Zwölf ist 13) und benehmen sich dementsprechend teilweise auch entsprechend kindlich - oder eben wirklich kindisch, besonders im Kontakt miteinander. Immer wieder kommt es zu verbalen Kabbeleien in eigentlich brenzligen Situationen. Andererseits werden sie zum Kampf ausgebildet. Sie geraten in diverse Gefahrensituationen, die sie im Gegensatz zu ihrem sonstigen Verhalten sehr erwachsen meistern. Im Verlauf machen sie, besonders Zwölf, eine Entwicklung durch. Die Ereignisse verändern ihre Sicht auf einige Dinge und das Verhältnis zueinander. Vor allem Zwölf ist gezwungen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und den richtigen Weg für sich zu finden. Geschildert werden die Ereignisse aus der personalen Sicht von Zwölf. Immer wieder blitzen die Schatten ihrer Vergangenheit durch. Aber sie ist nicht die einzige, die Geheimnisse verbirgt. So kommt es im Verlauf zu unerwarteten Aufdeckungen und überraschenden Zusammenhängen in einer magisch-bunten Story. Zwar ein paar Handlungsstränge sind halbwegs abgeschlossen, dennoch ist das Ende relativ offen und lässt noch einige Fragen offen. Fazit Interessante Fantasywelt voller überraschender Wesen und Begebenheiten. Die Handlung bietet spannende Momente, abwechslungsreiche Gefahren und viele Geheimnisse, die aufgedeckt werden müssen. Nicht immer passte für mich das kindliche Verhalten der jungen Figuren mit ihrem erwachsenen Kampfverhalten zusammen. Dafür macht aber besondern Zwölf eine lehrreiche Entwicklung durch.

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