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Alle Rezensionen von silent rose

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Können Sie sich noch an Sofies Welt erinnern? Der Erfolg hat uns gezeigt, daß als trocken verschmähte philosophische Themen, in eine spannende Rahmenhandlung eingebettet, sehr wohl publikumstauglich sind. Auch Yalom versucht einen ähnlichen Weg mit der Schopenhauer-Kur, in der er der Darstellung der schopenhauerschen Philosophie sowie biographischen Details viel Platz einräumt. Eine Therapiegruppe trifft auf Philip, einen Schopenhauer-versessenen Einzelgänger, der sich von jeglichen Beziehungen und Bindungen befreit hat. Was folgt ist ein Schlagabtausch zwischen den sozial- und gruppenorientierten Therapieteilnehmern und dem einsamen Wolf, der das Leben in Anlehnung an Schopenhauer als mißliche Sache versteht. Er will es nicht leben, er will es nur betrachten und bedenken. Die gesamte Kontroverse erfolgt vor dem Hintergrund des heraneilenden Todes, der Julius - dem Therapieleiter, von Anfang an eine zeitliche Beschränkung auferlegt. Er trägt sie mit Fassung, ist sich schon Eingangs über seinen Lebenssinn im Klaren und sieht sich nur durch die Verkörperung der lebenskritischen Einstellung Schopenhauers bei Philip berufen, dessen trügerische Sicherheit aufzubrechen. Durch die Gegenüberstellung der gruppendynamischen Prozesse und der äußerst agilen Interaktion zwischen den Gruppenteilnehmern auf der einen Seite und den Grenzen und Auswirkungen einer einsamen, lebensverneinenden Einstellung auf der anderen Seite ist das Buch ein Plädoyer für gemeinsame Kommunikation und Gespräche, für das Aufeinanderzugehen. Es ist eine Aufforderung zum Leben, zum carpe diem. Das Thema des Buches greift mit der Vereinsamung Konfliktpotential auf und viele werden sich mit einem Akteur identifizieren können. Wermutstropfen ist jedoch die nur durchschnittliche, nicht fesselnde Sprache. Das Buch ist schriftstellerisch flach, den Personen fehlt es an Kontur, deren Ausarbeitung wohl den vielen biographischen Einschüben zu Schopenhauer weichen mußte. Somit liegt die Zielgruppe eher bei Philosophieeinsteigern als bei Belletristikkonsumenten.

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Zweifellos, ich habe das Buch über weite Strecken verschlungen. Es ist als Thriller deklariert und läßt den Leser keine Minute aus seinen Fängen. Mit den kurzen Kapiteln, die ständig zum Weiterlesen animieren und häufig das Spannende im Ungewissen verweilen lassen, peitscht Dan Brown den Leser durch das Buch. Erst gegen Ende verschafft sich der Eindruck Raum, das Buch sei mit überflüssigen Verfolgungsjagden in die Länge gezogen und die Geschichte wurde dabei auf der Straße vergessen. Die notwendigen Zufälle, um ein großes Ganzes darstellen zu können, nehmen ein beängstigendes Ausmaß an und können ein wenig die Geduld des Lesers überfordern. Aber die Beteiligten, die sich dieser Gralssuche widmen und ihr vieles opfern, sind Garant für kontroverse Auseinandersetzungen und lassen jeden etwas für sich und seinen Standpunkt finden. Die Wissenschaftler, die mit mathematischem Verstand das Problem angehen, sehen sich konfrontiert mit dem Transzendenten, dem Religiösen, der Symbolik und der Natur. Opus Dei gegen den Vatikan, Rosenkreuzer, Bauhüttenvereinigungen und auch die Freimaurer werden erwähnt. Ein Konglomerat, mit welchem unser tiefes Bedürfnis nach Verständnis, nach Wissen um der Welten Lauf angeregt wird. Es ist die Sucht nach Erklärung der Zusammenhänge, die uns einweihen in die großen Geheimnisse. Das Spiel mit dem Versteckten, welches vor uns liegt und wir nicht erkennen, ist faszinierend und gefährlich zugleich. Es regt an, die Augen zu öffnen und zu hinterfragen, aber es führt auch zu Mißmut und kritischer Distanz, wenn man nur vermutet und nicht findet. Das Buch schafft es, daß Interesse zu wecken und den Forscherdrang gleichzeitig in eine interessante und historisch bedeutsame Richtung zu lenken. Damit hebt es sich angenehm von den üblichen Verschwörungstheorien ab. Das Dan Brown dieser Sucht mit einem zutiefst feministischen Plot, ja einer Huldigung an das Weibliche begegnet, spricht für ihn. Das Aufgreifen alter Naturreligionen bringt viele Leser auf interessante neue Ideen, die häufig verschüttet und getreten am Boden der hektischen Fortschrittszivilisation darben. Das Buch entführt uns, gibt uns eine Menge Anregungen, während wir sehnsüchtig die Seiten verschlingen und läßt uns am Ende wieder alleine zurück und hat uns dabei eines gelehrt: verlerne nie zu Hinterfragen!

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"Nur nicht unsichtbar werden" ist ein Titel, der viel verspricht - und manchmal müssen wir erfahren, daß Versprechen nicht immer gehalten werden können. Es ist ein Buch für Insider, für Iren, die die Insel in den Sechzigern und Siebzigern erlebt haben. Eine Zeit, in der zögerlich die ersten Widerstände gegen das Patriarchat hervortraten und der Erzkonservatismus langsam angenagt wurde. Es ist eine Ansammlung von Orten und Namen, die ohne das politische, kulturelle und soziale Hintergrundwissen nicht eingeordnet werden können und die oft auch nur aufzählenden, nennenden Charakter haben. Nur mit vereinzelten Anekdoten schafft es Fr. O'Faolain, erklärend einen Einblick z.B. in den Nordirlandkonflikt zu gewähren, aber über weite Strecken ist es eine Aneinanderreihung von sehr kurz beschriebenen Ereignissen, aus denen leider nur selten eine Erkenntnis hervorblinzelt. Die prägnanten, aufwühlenden und zu hinterfragenden Sätze wie "sie gehöre zu Menschen, die keine Konturen hätten, die keine Rolle spielten, die nicht wichtig waren, die weich und melancholisch und depressiv waren, anstatt für den Erfolg draußen, in der hellen, harten Welt zu kämpfen" - wird von ihr nur zitiert. Sie sind die einsame Ausnahme in den ansonsten recht unkreativen und wenig abwechselungsreichen Sätzen. Aber sie schreibt es selber mehrfach und es ist ihr insofern kein Vorwurf zu machen - sie schrieb das Buch für sich, um mit sich selber ins Reine zu kommen, ihren Frieden zu suchen und ihre Bestimmung zu finden. Und so ist es auch eine Geschichte von Demut, von dem Halt, die eine tiefe heimatliche Verwurzelung geben kann, von der Suche nach Zugehörigkeit und Identität.

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Libera läßt uns in seinem Romandebüt tief in die Gefühls- und Gedankenwelt eines pubertierenden Außenseiters blicken. Aus Neid und Arroganz von vielen seiner Klassenkameraden gemieden, lebt der Theaterliebhaber in seiner Welt der Worte und Sprache. Äußerst agil gestaltet er schon in jungen Jahren sein Leben, nimmt es in die Hand und erringt mit dem Glauben an die Macht des Wortes persönliche Siege. Ja, es ist eine Geschichte vom erfüllten Leben und vom Mut, seinen Weg zu gehen. Und es ist ein Ostblock-Roman, der das grazile Frankreich als Garten Eden des Schöngeistes porträtiert, der die unbändige Sehnsucht nach Freiheit und der französischen Lebensart in Worte faßt und der nicht zuletzt einen Einblick in die sozialistische Realität gewährt. Ein Herz für die Kunst, für das Theater sollte der Leser mitbringen. Doch dann steht dem ungetrübten Lesevergnügen bei dieser Huldigung an die Sprache nichts im Weg.

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Ein Verkaufserfolg war es. Und ich wage zu behaupten, daß ein wesentlicher Teil im Wiedererkennungseffekt verborgen liegt. Die Präzision, mit denen Willemsen uns Gefangene des Alltages porträtiert, ist erdrückend. Fast möchte ich meinen, daß sich jeder in einer Scherbe des Spiegels erkennt, der an der Einfalt und Verwahrlosung zerbrochen ist. Mit anregenden Formulierung und einem Gespür für Situationskomik schafft Willemsen es, seine hervorragende Beobachtungsgabe auf punktgenau treffende Prognosen zuzuspitzen und nimmt damit dem Leser das abweisende "aber ich doch nicht" aus seinem Antwortrepertoire. "Reisen bildet" und wer Deutschland nicht in eben dieser Art bereist, tut gut daran, sich mit diesem Buch zu beschäftigen. Einige Städte werden sich übergangen fühlen, andere Ortschaften ob ihrer Größe übergebührlich berücksichtigt. Das Ergebnis ist Vielfalt. Einziger Wehrmutstropfen scheint mir, daß einige Zeitsprünge manchmal nicht eindeutig zu identifizieren sind und so einen leichten Schleier hinterlassen. Aber ungeachtet dessen: Dieses Buch will zum Nachdenken anregen und die Lust an der Neugierde erwecken. Nicht auszudenken, wenn sich die verdutzten Eltern eines Schülers für einige Stunden in seiner Unterrichtslektüre verlieren würden, weil die Deutschlandreise neben Faust als Lückenfüller herangenommen wurde.

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Eine handvoll mehr oder minder interessante Geschichten vom Klammern und Loslassen, von Selbstbestimmung und Egozentriertheit, viele langatmige Darstellungen und wenig prägnante Thesen und Lebensweisheiten. Das in meinen Augen zentrale Thema des Buches ist der Versuch, dem Leser mit der Endlichkeit seines Seins zu konfrontieren und ihn dadurch zu Gedanken über seine gegenwärtige Lebensgestaltung anzuregen. Experimente mit einer Lebenslinie, auf der der Patient seine verbleibende Zeit erkennen soll, und die Frage, welchen Spruch man sich denn auf seinen Grabstein wünscht, bezeichnet Ernest als Existenzschocktherapie. Diese Gedanken in Kombination mit einem Plädoyer für Wahrheit und Ehrlichkeit bilden den Kern des Buches, der aber leider nur in sehr wenigen fesselnden Dialogen verborgen ist. Über weite Passagen erstrecken sich ermüdende, sprachlich schwache Beschreibungsungetüme, die den Eindruck hinterlassen, einzig der geforderten Seitenzahl angedient zu sein. Schade, der hoch interessante Stoff hätte ein wenig leidenschaftlicher verpackt werden können.

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