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Alle Rezensionen von misspider

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Normalerweise bin ich kein großer Fan historischer Romane, aber dieser Thriller hat mich absolut überzeugt. Besonders gefallen hat mir die herausragende Darstellung der damaligen Zeit, die ich nicht nur gestochen scharf vor mir sah, sondern vor allem glaubte auch riechen zu können. Der Gestank nach Dreck und Kloake strömt förmlich aus jeder Seite des Buches, und die Schilderung der herrschenden Zustände ist nichts für schwache Nerven. Menschenverachtend und brutal ist da nicht nur der perverse Mord, der den Ausgangspunkt für die Handlung liefert. Auch im Alltag der Menschen sind unwürdige Verhältnisse und unsagbares Leid in jeglicher Form allgegenwärtige Begleiter. Geschickt werden in diesem Buch mehrere Handlungsstränge miteinander verwoben, und so erfahren wir aus dem Blickwinkel verschiedener Beteiligter deren jeweilige Geschichte. Dabei ist eine schlimmer als die andere, aber letztendlich laufen alle am selben Punkt zusammen: ein grausam verstümmelter menschlicher Torso, der am Flussufer treibt. Das zusammengewürfelte Ermittler-Duo passt perfekt zu dieser düsteren Grundstimmung: der an Schwindsucht erkrankte, auf der Schwelle zum Tod stehende Jurist und ein verbitterter Kriegsveteran mit Holzarm geben ein wahrlich jämmerliches Bild ab. Doch der grausame Leichenfund scheint ihnen neuen Lebenswillen einzuflössen, und so machen sie sich an die mühselige Arbeit, den Fall aufzulösen. Dabei müssen sie sich in die tiefsten menschlichen Abgründe begeben und immer wenn man denkt: noch schlimmer kann es nicht werden, überzeugt einen der Autor vom Gegenteil. Ein herausragender historischer Thriller der dem Leser starke Nerven abverlangt aber dafür ein unbeschreibliches, unvergleichliches Leseerlebnis beschert.

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Seit langem wieder ein Jugendbuch, das mich rundum begeistern konnte. Hier stimmt einfach alles: außergewöhnliche Handlung, sympathische Hauptperson, fesselnder Schreibstil - für mich gibt es einfach nichts an diesem Buch auszusetzen. Besonders fasziniert haben mich die Rätsel, die ein wichtiger Teil der Geschichte sind, allen voran die Wortleitern, die auch jedes Kapitel einleiten. Natürlich hat das meinen Ehrgeiz geweckt, selbst Wortleitern zu bilden, was im Buch allerdings deutlich leichter aussieht als es tatsächlich zu sein scheint ;) Die Hauptperson, das Mädchen Elizabeth, war mir von Anfang an sympathisch, da sie keine offensichtliche Superheldin ist, sondern eher eine graue Maus. Dafür liest und rätselt sie gerne, und genau das soll sich später als große Hilfe beim Lösen des Geheimnisses vom Winterhaus erweisen. Von Anfang an konnte ich mit Elizabeth mitfiebern und war gespannt, was ihr das Schicksal bescheren würde. Die Handlung, in der Elizabeth im Hotel Winterhaus landet und dort einem alten Familiengeheimnis auf die Spur kommt, das sie auch ganz persönlich betrifft, ist komplex und vielschichtig aufgebaut. Natürlich merkt man, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, aber Winterhaus ist anspruchsvoll und spannend genug um auch erwachsene Leser wie mich vollauf zu begeistern. Ein überraschend anderes und originelles Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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Und wieder ein Kinderbuch mit sprechenden Tieren...das heißt in diesem Buch versteht nur ein Kind die Tiersprache, und zwar Lukas. Er kann nämlich auf Tierfunk umschalten, wenn er sein Hörgerät abstellt. Als wir das Buch anfingen, wussten wir nicht dass es sich um eine Fortsetzung handelt, aber zum Glück ist es für das Verständnis nicht nötig, Band 1 gelesen zu haben. Die Geschichte entwickelt sich nach bekanntem Schema, und schon bald stecken Lukas, seine Freundin Marie und ihre beiden Tiere, Kater Millicent und Dogge Horst, mittendrin in einem neuen Abenteuer. Diesmal begeben sie sich auf die Suche nach Meerschweinchen Lilli, das aus dem Tierpark verschwunden ist. Obwohl das Buch sehr unterhaltsam geschrieben ist - die witzigen Dialoge zwischen Millicent und Horst lockern die Geschichte immer wieder auf - konnte uns das Buch nicht wirklich packen und hinterließ nur einen mittelmäßigen OK Eindruck. Zudem wirkt der Schreibstil vergleichsweise kindlich, so dass ich die Altersempfehlung ab 8 Jahren fast schon zu hoch gegriffen finde.

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Eine nette kleine Geschichte um in Weihnachtsstimmung zu kommen - unaufgeregt und stellenweise sehr vertraut, wenn man sich oder andere in den Sätzen wiedererkennt. Perfekt für die kleine Pause zwischendurch im Weihnachtstrubel.

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Die Weihnachtsgeschichte, erzählt aus der Sicht der Schafe - tierisch und voller Humor! Es ist Nacht, als ein helles Licht die Schafherde weckt. Was ist hier los? Und wo sind die Hirten? Die Schafe beschließen, eine Nachtwanderung zu machen, um dem Geheimnis des Lichtes und der frohen Botschaft auf den Grund zu gehen... Dabei erleben sie durchaus aufregende Abenteuer - zumindest für Schafe und es zeigt sich: der Weg ist das Ziel. Der trockene Humor und das oft kindlich/kindische, aber immer unverkennbar (oder auch wiedererkennbare) menschliche Verhalten der Schafe sind einmalig und haben uns immer wieder zum Lachen gebracht. Vermutlich wird es auch hier wieder Kritiker geben, die diese Neuinterpretation nicht gut heißen und sich auf die Füsse getreten fühlen. Aber wer dieses Buch ernsthaft vergleichen will, ist selber schuld. Wir jedenfalls haben uns prächtig amüsiert und können das Buch nur empfehlen!

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Was bitte war das denn? Wer sich nicht vom überaus grellen und unvergleichlich geschmacklosen Cover und dem merkwürdigen Titel abschrecken lässt und auch die ersten Seiten durchsteht, ohne das Buch gleich aus dem Fenster zu werfen, ist für eine unerwartete Überraschung gut. Hier bewahrheitet sich tatsächlich der Spruch: Beurteile ein Buch nie nach seinem Äußeren. Selten hat mich ein Buch so überrascht wie dieses hier: was erst so grottenschlecht anfing, das ich mich schon fragen musste, ob sich hier jemand einen schlechten Scherz erlauben will, mauserte sich zu einer fast schon tiefgründigen Geschichte über Liebe, Verlust und Freundschaft. Tom Sandmann ist ein Macho erster Güte, doch hinter dem toughen Auftreten versteckt sich eine äußerst sensible Seele, die Angst davor hat, alleine zu bleiben und (erneut) verletzt zu werden. Als er von seinem Geschäftspartner in Zwangsurlaub zur Selbstfindung in eine einsame finnische Hütte geschickt wird, ändert dies sein Leben. Was vor allem daran liegt, dass aufgrund einer Doppelbuchung auch die einundzwanzig jährige Nancy in der Hütte landet. Nach einem verbalen Schlagabtausch, in dem sich die beiden in nichts nachstehen, entdecken sie jedoch den weichen Kern des anderen und nähern sich einander an. Als Nancy kurz darauf spurlos verschwindet, ist Tom am Boden zerstört, versucht jedoch sein Leben wieder in normale Bahnen zu lenken und künftig ein besserer Mensch zu sein. Der Rest des Buches ist eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle und Ereignisse, bei der man nie so genau weiß, welcher Abgrund sich hinter der nächsten Wendung auftut. Was objektiv betrachtet wohl als absolut wahnwitzig und völlig unglaublich sowieso bewertet werden müsste, fügt sich dennoch zu einer grandiosen Geschichte von hohem Unterhaltungswert mit unerwartetem Tiefgang und Herz zusammen. Und trotz des manchmal extrem anspruchslosen und abschreckenden Einsatzes von Kraftausdrücken fand ich das Buch am Ende alles andere als anspruchslos. Unbedingt mehr davon! Und das wird am Ende des Buches zum Glück bereits angekündigt: noch zwei weitere Bände soll es in der 3 Bee Reihe geben. Ich kann es kaum erwarten, als nächstes die Bad Bitch in die Finger zu kriegen...

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Die Familie Birch verbringt die Feiertage auf dem Landsitz der Familie in Quarantäne, denn Tochter Olivia kommt aus Liberia zurück, wo sie Haag-Patienten behandelt hat. Um eine Ansteckung auszuschließen, ist jeglicher Kontakt zur Außenwelt für sieben Tage ausgeschlossen. Natürlich kommt es trotzdem anders als erwartet, als George, der Verlobte von Olivias Schwester, und Jesse, der uneheliche Sohn von Olivias Vater, auftauchen - und gezwungenermaßen bleiben müssen. Obwohl die Geschichte zur Weihnachtszeit spielt, liefert Weihnachten eigentlich nur die Hintergrundmusik, spielt aber keine Hauptrolle. Viel mehr geht es um die Familiendynamik, um aufgestaute Enttäuschungen, fehlende Kommunikation und gut gehütete Geheimnisse, die natürlich doch ans Licht kommen. So richtig warm wurde ich zwar mit keinem der Charaktere, andererseits fand ich es gut dass alle ihre Fehler und Macken hatten. Und auch wenn es nicht die eine Identifikationsperson gab, gab es eigentlich bei allen kleine Eigenheiten, die mir vertraut vorkamen - ob an mir selbst oder in meiner Familie. Und obwohl die Handlung, die durchaus zu überraschen wusste, wenig Anlass zu Fröhlichkeit gab, waren da doch auch kleine Momente, in denen trockener (britischer?) Humor durchblitzte und einem eine kleine Verschnaufpause von all den Dramen gönnte. Wer genug hat vom ewigen Weihnachts-Romantik-Kitsch, ist bei diesem weihnachtlich angehauchten Familiendrama gut aufgehoben.

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Mit Echo Killer hat die Autorin einen vielversprechenden Auftakt für eine neue Thriller-Serie hingelegt. Harper McClain ist Polizeireporterin, aber als sie von einem grausamen Mord erfährt, der dem an ihrer Mutter haargenau gleicht, kann sie nicht einfach nur darüber berichten. Sie muss wissen, ob es einen Zusammenhang gibt und beginnt ihre eigenen Ermittlungen. Dabei kommen ihr der Job und ihre Beziehungen bei der Polizei, die sie seit dem Mord an ihrer Mutter unter die Fittiche genommen hatte, zugute. Letztendlich wird sie gleich in doppelter Hinsicht von ihren Enthüllungen enttäuscht... Der Plot war interessant aufgebaut, und obwohl ich irgendwann ab der Hälfte wusste, wer der Täter war, hat das der Spannung keinen Abbruch getan. Obwohl Harpers Handlungen mehr als einmal zwischen Naivität und Dummheit schwankten, waren ihre sehr persönlichen Motive nachvollziehbar. Die Ermittlungsarbeit der Polizei kam mir allerdings etwas zu kurz, und ich fand es unrealistisch, dass die Polizei nicht ähnliche Spuren fand und verfolgte wie Harper. Hier hätte es mehr Berührungspunkte geben müssen, so aber machte es den Eindruck als hätte die Polizei den Fall aufgrund ihrer Unfähigkeit lieber gleich zu den Akten gelegt. Die Romanze mit Luke war mir ein wenig zu kitschig, nahm aber zum Glück nur eine Nebenrolle ein. Die Charaktere waren mit einer Tiefe ausgestattet, die sie sehr plastisch und real wirken ließ. Zwar überschlugen sich die Ereignisse nicht, aber es herrschte die ganze Zeit eine unterschwellige Spannung und das etwas gemächlichere Tempo passte hervorragend in die stickige Hitze Savannahs. Ein gelungener Einstieg, der mich mit Neugier und Spannung auf die Fortsetzung zurück lässt.

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Voller Spannung und mit großen Erwartungen habe ich die Fortsetzung zu Crimson Lake erwartet. Nun ist sie endlich da und ich bin nicht enttäuscht worden! Redemption Point knüpft nahtlos an den ersten Teil an, und sofort ist man wieder mittendrin im Geschehen. Diesmal geht es neben dem neuen Fall, den Amanda und Ted übernehmen, vor allem um die - wenn von Teds Seite auch unfreiwillige - Aufklärung der Entführung und des Missbrauchs von Claire Bingley, derer Ted Conkaffey fälschlicherweise angeklagt wurde. Noch einmal wird der ganze Dreck aufgewühlt, dem Ted mittlerweile einigermaßen entflohen zu sein glaubte, aber diesmal findet der Fall wirklich ein Ende. Derweil ermittelt Teds Partnerin Amanda mit DI Pip Sweeney in einem Doppelmord, der in einer schäbigen Kneipe stattfand. Die frisch beförderte Polizistin ist von ihrer neuen Verantwortung überfordert und nimmt die Unterstützung von Amanda gerne an, auch wenn Amanda eine echte Nervensäge ist... Deren ermittlerische Fähigkeiten gereichen einem Monk zur Ehre, und so ist sie der Polizei immer eine Nasenlänge voraus und natürlich wird auch dieser Fall meisterlich gelöst. Das Buch liest sich genauso spannend und rasant wie der erste Teil, und man kommt kaum zum Luft holen (geschweige denn Essen, Trinken oder Schlafen...). Endlich wurde Teds Fall gelöst, auch wenn ihm das sein altes Leben nicht zurückbringen wird. Mini-Kritikpunkt: Sweeney wurde ein bisschen zu hilflos dargestellt, und Amanda wirkte noch überzogener als bisher, was grenzwertig nahe am Lächerlichen vorbei schrammte. Aber die Autorin hat gerade noch die Kurve gekriegt und konnte mich auch mit dem zweiten Teil der Crimson Lake Reihe wieder vollauf begeistern. Wie ich gesehen habe ist der dritte Teil bereits angekündigt - jetzt heißt es also erst einmal wieder sehnsüchtig warten...

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Der historische Hintergrund hat mich besonders gereizt, und die Beschreibung von Land und Leuten zu dieser Zeit hat mir auch gut gefallen. Allerdings habe ich nie echte Nähe zu den Charakteren verspürt, wie das bei den meisten anderen Romanen der Fall ist. Zwar habe ich auch mitgefiebert, Personen taten mir leid oder ich konnte sie absolut nicht ausstehen - aber alles doch immer aus einer gewissen Distanz heraus. Der Plot war komplex, meiner Meinung nach fast schon ein bisschen zu viel hinein gepackt, so dass ich das ein oder andere Mal dem Ende entgegen gefiebert habe, dann aber leider nicht aus Erwartung einer Auflösung, sondern weil es mir zwischendurch zu lang wurde. Insgesamt ein faszinierendes und spannendes Zeitporträt, das mir letztendlich aber nicht im Gedächtnis bleiben wird.

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