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Alle Rezensionen von misspider

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Eerie-on-Sea beherbergt nicht nur die wunderlichsten Menschen, sondern auch eine fantastische Kreatur: den Malamander. Herbie Lemon, ein Findelkind, der im Grand Nautilus Hotel als Sachenfinder - sozusagen Archivar des Fundbüros - arbeitet, staunt nicht schlecht als ihm eines Tages ein Mädchen durch sein Kellerfenster vor die Füsse fällt. Violet Parma wurde vor vielen Jahren als Baby im Hotelzimmer ihrer Eltern gefunden, die spurlos verschwanden. Jetzt ist sie nach Eerie zurückgekehrt, um ihre Eltern zu finden. Oder besser gesagt: um von Sachenfinder Herbie gefunden zu werden, denn schließlich ging sie ja damals selbst verloren. Gemeinsam begeben sich die beiden auf die Suche, d.h. eigentlich folgt der eher vorsichtige Herbie der ungestümen Violet... Dabei schlittern sie von einem Abeneuer ins nächste, immer dicht gefolgt von der fiesen Hakenhand, einer geisterhaften und unheimlichen an einen Piraten erinnernden Kreatur. Und dann ist da noch Sebastian Eels, der Violets Vater gekannt zu haben schien. Hat er etwas mit dem Verschwinden zu tun? Glücklicherweise gibt es in Eerie auch nette, wenn auch merkwürdige Menschen, die Herbie und Violet immer wieder helfen. Ob die beiden Violets Eltern finden? Auf jeden Fall wird das Geheimnis des Malamanders gelüftet, dieser sagenhaften Kreatur, halb Mensch, halb Fisch, die den Ort immer wieder in unheimlichen Nebelnächten heimsucht. Das Buch sprüht nur so vor fantastischen Einfällen und ist immer wieder für eine unerwartete Wendung gut. Die Spannung schraubt sich konstant in die Höhe und am Ende kann man gar nicht schnell genug weiter lesen, um die wachsende Neugier zu befriedigen. Ein in sich abgeschlossenes Buch, dem aber durchaus eine Fortsetzung zuzutrauen und zu wünschen ist. Schließlich entwickeln sich Herbie und Violet zu einem eingespielten Team, das sicherlich auch andere Rätsel lösen könnte. Ein wunderbares Buch, dass keines der gängigen Lieblingsthemen bedient, aber trotzdem oder besser gerade deshalb besonders gut ankommt. Unbedingte Leseempfehlung!

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Als im kleinen Ort Hasenbrönn, wo jeder jeden kennt, die Hausfrau und Mutter Susanne spurlos verschwindet, wissen die Dorfbewohner sofort, wer der Schuldige ist. Frank ist schließlich ein geistig zurückgebliebener Sonderling der schon immer problematisch war und dem alles zuzutrauen ist. Außerdem will Kneipenwirtin Anneliese, die Else Kling von Hasenbrönn, gesehen haben wie er kurz vor dem Verschwinden zu Susanne ins Auto gestiegen ist. Bald ziehen die Gerüchte wie ein Lauffeuer durch Hasenbrönn, und es beginnt eine wahre Hetzjagd. Nur Ines, Franks beste und einzige Freundin seit Kindertagen, ist von Franks Unschuld überzeugt. Aber was verschweigt ihr Frank und warum wird er so nervös, als sie ihn auf seine Begegnung mit Susanne ansprechen will? Sollte Frank wirklich etwas damit zu tun haben? Die ganze Geschichte hindurch schwankte ich zwischen Lachen und Weinen - die Tratschweiber des Ortes und die Gerüchte, die sich fast wie bei dem Spiel Stille Post mit jedem Weitererzähler verändern und immer absurdere Züge annehmen, konnte ich einfach nicht ernst nehmen, zu grausam wäre diese Realität und einfach nur unerträglich - da war jede Menge Fremdschämen angesagt. Gleichzeitig empfand ich tiefes Mitleid mit Frank, seiner Mutter, die ihn stets nur beschützen will, und natürlich auch Ines, die immer wieder von den Dörflern angefeindet wurden. Es war die reinste Folter miterleben zu müssen, wie Frank schikaniert und zum Sündenbock gemacht wurde. Mehr als einmal habe ich den Dorfbewohnern nichts gutes gewünscht und gehofft, dass ihre gerechte Strafe endlich kommen möge. Das Ende brachte allerdings neben Erleichterung auch Verzweiflung darüber, wie weit Menschen mit Leichtigkeit gehen und wozu ihre Opfer getrieben werden können. Die Autorin weiß Grauen und Humor gekonnt zu paaren. Herausgekommen ist eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle, nicht zuletzt aufgrund des rasanten Erzähltempos, das den Lesern keine Atempause gönnt.

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Normalerweise mag ich es nicht, wenn Bücher mit anderen Büchern oder auch Filmen verglichen werden, ich möchte mir gerne meinen Eindruck machen. In diesem Fall aber fand ich den Vergleich mit Von Winde verweht gar nicht so verkehrt. Die Geschichte begleitet die junge Dora Twardy durch die Zeit des zweiten Weltkrieges. Dabei entwickelt sich Dora vom naiven und verwöhnten Töchterchen zu einer starken Frau, die letztendlich für die Familie sorgt. Diese Entwicklung wird natürlich durch den heranziehenden und dann über alles hereinbrechenden Krieg stark forciert, denn es bleibt Dora gar keine andere Möglichkeit, als schnellstmöglich erwachsen zu werden und sich der grausamen Realität des Krieges zu stellen. Dabei kommt auch die - zumeist unglückliche - Liebe nicht zu kurz, nimmt aber glücklicherweise nicht den Hauptanteil des Buches ein. Anfangs haben mich die naive Einstellung Doras zum weit entfernten Krieg und diverse reichskonforme Äußerungen gestört, andererseits war diese Darstellung realistisch. So ging es eben damals in vielen deutschen Familien zu, auch wenn ich das extrem verstörend fand und bei heutigem Wissensstand nur widerwillig nachvollziehen konnte. Neu für mich war das hautnahe Miterleben der Flucht aus Ostpreußen, von der ich natürlich wusste, aber nicht in derart anschaulichen und drastischen Details. So liefert das Buch mit seinen historischen Schilderungen weit mehr als nur eine dramatische Familiensaga. Ein echter Schmöker, der mir trotz seiner stattlichen Seitenzahl überhaupt nicht lang(weilig) wurde und den ich dann auch ruckzuck durchgelesen hatte.

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Der Roman beginnt in den 70er Jahren in der DDR: Ricarda verliert bei der Geburt ihr Kind - und kann sich damit nicht abfinden. Sie ist überzeugt, dass ihr Kind noch lebt und ihr weggenommen wurde. Ihre Zweifel und Anschuldigungen führen dazu, dass sie ihren Verlobten und ihre Familie verliert. Polizist Thomas Rust, dessen Frau ebenfalls kurz vor der Entbindung steht und im selben Krankenhaus liegt, beginnt Nachforschungen anzustellen. Dabei werden jedoch mehr Fragen als Antworten aufgedeckt und bald befindet sich Rust in den Tiefen politischer und wirtschaftlicher Machenschaften wieder, aus denen es keinen Ausweg gibt. Eine für mich bisher ungewohnte Zeit in einem Roman, an die ich mich nur vage aus meiner Kindheit erinnern kann, daher waren die Einblicke in Politik und Stimmung der damaligen Zeit sehr interessant für mich. Die Handlung selbst war fesselnd, allerdings fiel es mir schwer, eine Beziehung zu einem der Protagonisten aufzubauen, so dass ich den Verlauf eher aus der Distanz beobachtet habe als richtig mitzufiebern. Die Auflösung war schlüssig und realistisch. Insgesamt ein empfehlenswerter Roman über ein schwieriges Thema.

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Nachdem ich in der Buchankündigung den Vergleich zu Gregs Tagebuch (das wir absolut nicht mögen) gelesen hatte, habe ich gezögert ob das Buch das richtige ist. Aber der Pinguin hat den Ausschlag gegeben und so haben wir mutig den Tipp Einfach lesen. Könnt ja gut werden befolgt. Und wurden nicht enttäuscht! Nummer 45 ist der jüngste Pinguin seiner Kolonie und langweilt sch schrecklich. Als er mit einer abgebrochenen Eisscholle in Hamburg landet, ändert sich das zum Glück gewaltig. Zwar kann er jetzt nur noch lispeln, weil er sich den Schnabel verbogen hat, aber bei Familie Wunderlich findet er ein neues Zuhause in der Kühlkammer von Vater Bastis Kneipe. Und so lernt Lispel nicht nur Hamburg, sondern auch das Familienleben und sogar die modernen Medien kennen. Zu allem hat er eine Meinung, auch wenn die manchmal etwas chaotische Folgen hat. Aber er meint es immer gut und wer kann dem niedlichen kleinen Kerl schon böse sein, wenn dabei auch mal etwas schief geht? Das Buch ist herrlich komisch und ironisch. Neben den offensichtlichen, manchmal haarscharf, aber nie zu albernen Witzen für die junge Leserschaft bietet es auch Anspielungen für das erwachsene Publikum, so daß auch das Vorlesen (oder selber lesen) garantiert nicht langweilig wird. Die zahlreichen comicartigen Bilder geben die Situationskomik und die aktuelle Stimmungslage gekonnt wieder, und natürlich ist Lispel Mufflig, wie die Familie den Pinguin kurzerhand nennt, der absolute Star der Geschichte. Ob er im Schwimmunterricht die Lehrerin wortwörtlich nass macht, mit einem Drachen fliegt oder auf dem Familienhund reitet, die Vor- und Nachteile von Handys, Social Media und Internetriesen erörtert oder Detektiv spielt - Lispel stellt sich tapfer jeder Herausforderung nach dem Motto (das bei uns jetzt auch regelmäßig fällt): Einfach mal machen. Könnt ja gut werden. Und das wird es wirklich: dieses Buch ist der absolute Knüller! Uneingeschränkte Leseempfehlung ohne Altersbeschränkung.

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Fünf Jugendliche müssen im Internat das Archiv aufräumen - ein ziemlich langweilige Aufgabe, noch dazu können sich die zwei Mädchen und drei Jungs nicht leiden. Die schüchterne Jana, der blinde Rene, der dicke Schoko-Tobi, der oberflächliche Timo und seine zickige Freundin Lisa machen sich mürrisch an die Aufgabe, bis sie einen uralten Teppich finden. Als Jana sich daraufsetzt, spricht sie erst eine unangenehme Wahrheit aus - und löst sich dann in Luft auf. Bald danach verschwinden auch die anderen vier - im Teppich!? Verwirrt und ratlos stolpert die kleine Gruppe durch eine kahle Welt aus Kälte, Wasser, Hitze - alles ist fremd und verändert sich dabei ständig. Bis sie zu einem Raum kommen, in dem ein alter Mann und sein kleiner Drache leben. Mysterkylus, gennant Myst, erklärt den Jugendlichen die Bedeutung des Tapensis (Teppichs) und dass in dessen Welt alles durch Gedanken und Gefühle geformt wird. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise in Mysts Heimatdorf, um am Ende hoffentlich wieder nach Hause zurückkehren zu können. Dabei müssen sie sich ihren eigenen Gefühlen und unbequemen Gedanken stellen, was noch sehr abenteuerlich und gefährlich wird. Und dann sind da noch die drei Handlanger des Todes, die schon lange auf der Suche nach Myst sind, um seine Seele endlich ihrem Herrn zu überbringen, und die ihnen auf der Spur sind. Die ersten Seiten stürzen den Leser in totale Verwirrung: was ist hier eigentlich los?! Gemeinsam mit den Fünfen kommt man nach und nach hinter die Geheimnisse des Teppichs und die Bedeutung der Macht der Gedanken. Und genauso chaotisch und unvorhersehbar wie die Gedanken der Beteiligten sind, genauso überraschend und unerwartet sind dann auch die Gefahren und Hindernisse, die auf der Reise überwunden werden müssen. Von Myst erfahren Jana und die anderen, dass sie möglicherweise fünf Auserwählte sind, dazu bestimmt die Verbindung zwischen den Welten wieder herzustellen. Aber wird es ihnen vorher gelingen, ihre eigenen Ängste zu überwinden? Denn dazu müssen sie auch ihre gegenseitige Antipathie ablegen und sich endlich als gemeinsames Team zusammenraufen. Hinzu kommt, dass Timo und Jana Gefühle füreinander entdecken, was die eifersüchtige Lisa natürlich gar nicht gut findet... Abgesehen von einer Wendung, die wie aus dem Nichts kam, später aber anscheinend eine grössere Bedeutung haben sollte, und einem zu plötzlichen Ende (schade - ich will mehr!) konnte mich die Story durchaus überzeugen. Es ist mal ein völlig anderes, überraschendes und fantastisches Buch, dessen Verlauf in weiten Teilen unvorhersehbar ist und gerade deshalb so spannend zu lesen - nie wusste ich, wohin die Reise führt und was die Gruppe als nächstes erwartet. Das wirkt teilweise sehr zufällig und chaotisch, ergibt aber genau so auch Sinn, wenn man die unterschiedlichen Gedanken der Beteiligten zugrundelegt. Der Schreibstil wirkt sehr jugendlich, was natürlich haargenau zu den fünf Freunden in der Geschichte passt, und damit vor allem - aber nicht nur - eine junge Leserschaft begeistern dürfte. Eine Fortsetzung ist möglich und wird am Ende auch angedeutet - ich wäre auf jeden Fall dabei.

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Das Buch erzählt aus dem Leben von Trina, die im Südtiroler Ort Graun gelebt hat. Gleichzeitig erzählt es die Geschichte von Faschismus und Nazismus, Krieg und letztendlich dem Bau eines Staudamms, der die ganze Region drastisch verändert. Das Buch basiert auf wahren Begebenheiten, eingebettet in eine fiktive Geschichte. Dadurch, dass der Leser alles durch die Augen von Trina erfährt, aus deren Perspektive geschrieben ist, ist man dem Geschehen unglaublich nah und kann die Gedanken und Gefühle Trinas sehr gut nachvollziehen. Unglaublich, was die Menschen in dieser Region alles durchleiden mussten, und beeindruckend wie stark Trina durch diese Geschehnisse geworden und geblieben ist. Ich bevorzuge fiktive Geschichtsbücher, die einem historische Begebenheiten auf besonders eindringliche Weise vermitteln und viel stärker nachklingen als reine Fakten und Zahlen aus Sachbüchern. Ich bleibe hier ist dafür das beste Beispiel.

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Irgendwo in Deutschland: seit dem Zusammenbruch des Stromnetzes hat sich das Land in einen Ort der Anarchie verwandelt. Plünderung, Mord und Schlimmeres gehören zur Tagesordnung. Lara und Thomas müssen das Land durchqueren, um Zuflucht in einer festungsartigen Anlage zu finden, die Thomas Großvater gebaut hat. Dieser erste Teil erzählt von Laras und Thomas Reise und wie sie kurz vor dem Ziel bei einer anderen Gruppe Überlebender landen, die sie bereitwillig in ihre Gemeinschaft aufnimmt. Und es zeigt sich, dass dieses Dorf vielleicht ein erstrebenswerterer Ort zum Bleiben ist als die Anlage, die von Thomas Großvater offensichtlich äußerst erbarmungslos und mit eiserner Hand geführt wird. Von Anfang an hatte ich ein leichtes Gefühl von Déjà vu, auch wenn diese post-apokalyptischen Reihe ganz ohne Zombies auskommt. Aber der tägliche Überlebenskampf und die Hoffnung auf eine sichere Zuflucht an einem besseren Ort - das alles kommt einem doch sehr bekannt vor. Die Autorin mischt dann noch eine Romanze unter, denn Lara und Thomas waren schon lange sehr gute und vertraute Freunde, aber keiner wollte den ersten Schritt tun. Während Lara wie ein offenes Buch ist, wirkt Thomas verschlossen und geheimnisvoll, und nur häppchenweise erfahren wir wieso er so ein guter Kämpfer und Stratege ist. Trotz hohem Wiedererkennungswert konnte mich die Geschichte in ihren Bann ziehen und ich habe sie sehr schnell weggelesen. Man merkt dem Buch durchaus an, dass es auf jugendliche Leser abzielt, trotz aller Trostlosigkeit und Härte ist der Grundton hier irgendwie hoffnungsvoller als ich es von anderen, ähnlich gelagerten Werken kenne. Das mag auch ein wenig an der Liebesgeschichte liegen, die sich durch die Geschichte hindurchzieht. Natürlich möchte ich jetzt unbedingt wissen, wie es mit Lara, Thomas und dem Dorf weitergeht und ob der Plan zum Überleben gelingt...

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Was hatte ich mich auf diesem Roman gefreut! Stranger Things meets Scandinavian Crime heißt es in der Buchbeschreibung, und zusammen mit dem düsteren Cover hat mich das überzeugt, das Buch unbedingt zu lesen. Leider bliebt die Geschichte um Längen hinter meinen Erwartungen zurück. Es wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Damals, in der Vergangenheit, kam ein charismatischer Pfarrer nach Silvertjärn, der die Dorfbewohner alsbald in seinen Bann zog...was passierte, wird aus der Sicht von Elsa erzählt, die sich um die allein lebende, geisteskranke Birgitta kümmert. Elsas Töchter gehen eigene Wege: Margareta ist in die Stadt gezogen, und Aina wird zur Gehilfin des Pfarrers. Heute, in der Gegenwart: Silvertjärn ist eine Geisterstadt, niemand weiß was damals mit den Einwohnern geschah, nur ein einziges Baby wurde lebend entdeckt und Birgitta wurde tot aufgefunden. Alice, die Enkelin von Elsa, will mit einer kleinen Gruppe einen Dokumentarfilm über Silvertjärn drehen, und dafür fahren sie für ein paar Tage zum Filmen dorthin. Aber es gibt Spannungen in der Gruppe, zu der Alices Freundin Tone - die Tochter des damals zurückgelassenen Säuglings - und ihre frühere beste Freundin Emmy gehören, mit der sie sich jedoch überworfen hatte. Bald empfangen die Walkie Talkies unerklärliche Stimmen und Geräusche, und es scheint als wäre die Gruppe nicht alleine in Silvertjärn... An und für sich eine grandiose Ausgangssituation für einen düsteren, unheimlichen und schockierenden Thriller - egal ob es die erhofften Horroreinschübe gibt oder nicht. Aber leider hat das Buch keine meiner Erwartungen wirklich erfüllt, und etwas in der Art von Stranger Things sucht man hier vergeblich (wer denkt sich bloß immer solche hanebüchenen Vergleiche aus?). Die Charaktere bleiben durchweg blaß - Alice und Emmy benehmen sich wie verzogene beleidigte Kinder, Tone ist irgendwie merkwürdig bleibt aber diffus, und die beiden Männer sind einfach nur notwendige Anhängsel, um eine 5er-Gruppe daraus zu machen. Dementsprechend fand ich die Heute-Kapitel weitestgehend langweilig, da mich die Gruppendynamik überhaupt nicht fesseln konnte. Es gab viel lahmes Gerede und die Handlungen wirkten entweder trotzig oder unüberlegt. Im Gegensatz dazu haben mir die Damals-Kapitel recht gut gefallen, obwohl schon bald klar war was hier Sache ist. Leider wurde viel zu wenig auf die Beweggründe eingegangen, die Erklärungen am Ende waren klischeehaft und nicht wenig originell. Trotzdem: für sich genommen und mit weiteren Details versehen hätte man daraus einen hervorragenden historischen Thriller machen können. Gegen Ende nahm das Buch zwar an Spannung zu, das konnte die maue erste Hälfte und den dahin plätschernden, oft zu willkürlich wirkenden Verlauf aber nicht wettmachen. Auch der Schreibstil hat mich nicht gefesselt, vor allem die Ich-Erzählperspektive der Gegenwarts-Kapitel haben mich nicht angesprochen, was aber sicher auch daran lag dass mir Alice nicht sympathisch war (wie eigentlich alle aus der Gruppe). Fazit: einige gute Ansätze und Ideen, aber das Gesamtergebnis konnte mich letztendlich - und vor allem bei den durch den Werbeslogan geweckten Erwartungen - nicht überzeugen.

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Was hatte ich mich auf diesem Roman gefreut! Stranger Things meets Scandinavian Crime heißt es in der Buchbeschreibung, und zusammen mit dem düsteren Cover hat mich das überzeugt, das Buch unbedingt zu lesen. Leider bliebt die Geschichte um Längen hinter meinen Erwartungen zurück. Es wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Damals, in der Vergangenheit, kam ein charismatischer Pfarrer nach Silvertjärn, der die Dorfbewohner alsbald in seinen Bann zog...was passierte, wird aus der Sicht von Elsa erzählt, die sich um die allein lebende, geisteskranke Birgitta kümmert. Elsas Töchter gehen eigene Wege: Margareta ist in die Stadt gezogen, und Aina wird zur Gehilfin des Pfarrers. Heute, in der Gegenwart: Silvertjärn ist eine Geisterstadt, niemand weiß was damals mit den Einwohnern geschah, nur ein einziges Baby wurde lebend entdeckt und Birgitta wurde tot aufgefunden. Alice, die Enkelin von Elsa, will mit einer kleinen Gruppe einen Dokumentarfilm über Silvertjärn drehen, und dafür fahren sie für ein paar Tage zum Filmen dorthin. Aber es gibt Spannungen in der Gruppe, zu der Alices Freundin Tone - die Tochter des damals zurückgelassenen Säuglings - und ihre frühere beste Freundin Emmy gehören, mit der sie sich jedoch überworfen hatte. Bald empfangen die Walkie Talkies unerklärliche Stimmen und Geräusche, und es scheint als wäre die Gruppe nicht alleine in Silvertjärn... An und für sich eine grandiose Ausgangssituation für einen düsteren, unheimlichen und schockierenden Thriller - egal ob es die erhofften Horroreinschübe gibt oder nicht. Aber leider hat das Buch keine meiner Erwartungen wirklich erfüllt, und etwas in der Art von Stranger Things sucht man hier vergeblich (wer denkt sich bloß immer solche hanebüchenen Vergleiche aus?). Die Charaktere bleiben durchweg blaß - Alice und Emmy benehmen sich wie verzogene beleidigte Kinder, Tone ist irgendwie merkwürdig bleibt aber diffus, und die beiden Männer sind einfach nur notwendige Anhängsel, um eine 5er-Gruppe daraus zu machen. Dementsprechend fand ich die Heute-Kapitel weitestgehend langweilig, da mich die Gruppendynamik überhaupt nicht fesseln konnte. Es gab viel lahmes Gerede und die Handlungen wirkten entweder trotzig oder unüberlegt. Im Gegensatz dazu haben mir die Damals-Kapitel recht gut gefallen, obwohl schon bald klar war was hier Sache ist. Leider wurde viel zu wenig auf die Beweggründe eingegangen, die Erklärungen am Ende waren klischeehaft und nicht wenig originell. Trotzdem: für sich genommen und mit weiteren Details versehen hätte man daraus einen hervorragenden historischen Thriller machen können. Gegen Ende nahm das Buch zwar an Spannung zu, das konnte die maue erste Hälfte und den dahin plätschernden, oft zu willkürlich wirkenden Verlauf aber nicht wettmachen. Auch der Schreibstil hat mich nicht gefesselt, vor allem die Ich-Erzählperspektive der Gegenwarts-Kapitel haben mich nicht angesprochen, was aber sicher auch daran lag dass mir Alice nicht sympathisch war (wie eigentlich alle aus der Gruppe). Fazit: einige gute Ansätze und Ideen, aber das Gesamtergebnis konnte mich letztendlich - und vor allem bei den durch den Werbeslogan geweckten Erwartungen - nicht überzeugen.

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