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Alle Rezensionen von maleur

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Im Sommer 1983 wird der 4-jährige Billy vermisst. Das ganze Dorf sucht ergebnislos nach ihm. Nach 20 Jahren hat Vera, Billys große Schwester, Zweifel an Billys Tod, da er ja auch nie gefunden wurde. Der Schreibstil ist unaufgeregt und flüssig. Die Örtlichkeiten sind atmosphärisch gut beschrieben, die Beteiligten differenziert charakterisiert. Die Protagonistin selbst ist sehr problembehaftet, der Vater eher ruhig, der Onkel dominant, der Polizist sehr unsicher. Die Geschichte selbst spielt in der Gegenwart und Vergangenheit. Den Kapiteln der Vergangenheit ist die Jahreszahl vorangestellt. Dazwischen gibt es immer mal wieder Liebesbriefe, die sind kursiv geschrieben und nicht erkennbar von wem die sind. Das Buch beginnt sehr spannend. Der Leser möchte am liebste den kleinen Billy beschützen. Danach flacht der Spannungsbogen über weite Teile ab. Es ist zwar alles sehr atmosphärisch und interessant beschrieben hat aber keine Sogwirkung mehr. Im letzten Teil wird der Krimi noch einmal sehr spannend und das Ende ist überraschend. Den Epilog halte ich für nicht sehr geglückt. Mein Fazit: Interessantes Buch. Ich werde auch das nächste Buch dieses Autors lesen.

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10 kurze winterliche Geschichten über unterschiedlichste menschliche Beziehungen von herzergreifend über lustig bis kriminell. Eine kleine Abwechslung für Zwischendurch. Am besten haben mir die Kurzgeschichten von 3 bis 4 Seiten gefallen.

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In diesem Buch beschreibt die Autorin wie man beim Aufräumen am besten vorgeht und wie eine aufgeräumte Wohnung sich auf das Leben auswirkt. Viele Tipps sind für mich ganz anregend aber nicht immer durchführbar. Na das ist ja auch ein Ratgeber, den man nicht strickt einhalten muss. Auch ich möchte das Aufräumen in kurzer Zeit bewältigen, im Sommer habe ich dazu bestimmt keine Lust. Es gibt aber doch auch noch andere Dinge zu tun, z.B. der Beruf, Sport und Hobbys. Das hat bei mir alles nichts mit aufräumen zu tun. Auch bei der Verwertung der aussortierten Sachen kann man seine Kreativität zeigen. Man kann die Sachen in die Kleidersammlung geben, spenden oder verkaufen. Es muss ja nicht ALLES in dem Müll. Die Beschreibungen zum Lebensgefühl sind so gar nicht meins, dazu ist meine Einstellung zu rational Dieser Teil des Buches ist sicherlich auch in der japanischen Kultur begründet. Diese Buch ist ganz hilfreich, verändert aber sicherlich nicht mein Leben.

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Der Untertitel lautet "Das befreiende Gefühl, mit weniger zu leben" Der Autor beschreibt dabei seinen Weg zum Minimalismus und die damit verbundene Veränderung seines Lebens. Es geht hier mehr um das Entrümpeln und nicht so sehr um das Aufräumen. Durch das Entsorgen nicht benötigter Gegenstände räumt man natürlich auch auf. Das Buch enthält einige Wiederholungen, besonders wenn es um das neue befreiende und glückliche Gefühl des Autors geht. Es werden oft auch Beispiele der Minimalisten Steve Jobs und Mark Zuckerberg aber auch japanischer Prominenter genannt, die ich durchweg nicht kenne. Das Buch enthält auch einige interessante Anregungen. Für mich ist der Mininmalismus keine gangbarer Weg, da ich nicht alleine lebe und somit auch meinen Partner mit einbeziehen müsste. Außerdem sind mir die gezeigten Fotos zu minimalistisch. Mich hat diese Lektüre jedoch animiert die Bücher von Marie Kondo "Magic Cleaning" zu lesen, um Tips zur effektiven Ordnung zu erhalten.

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In diesem Buch geht es nicht um das Aufräumen der Wohnung, sondern um das Beseitigen überflüssiger Gedanken, Zwänge und Pflichten von Frauen. Es werden alle Lebensbereiche behandelt, angefangen von Liebe, Erotik und Sex, über Familienleben, Hausarbeit und Kindererziehung, bis zu Ernährung, Diäten und Kosmetik. Die Themen - durchaus ernst zu nehmen - werden mit einem gewissen Augenzwinkern betrachtet und führen viele Beispiele einiger Interviewpartner an. Allerdings ist das Ablegen von Gewohnheiten und eingefahrener Denkmuster unendlich viel schwerer, als das Aufräumen einer Wohnung. Ich habe dieses Buch im Zuge einer Aktion kostenlos erhalten und habe es nicht bereut. Ich kann die Lektüre nur empfehlen.

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Patrick erwirbt sein Elternhaus und versucht dort ein perfektes Heim aufzubauen. Seine Frau Sarah, seit dem Tod ihrer Mutter psychologisch angegriffen, scheitert regelmäßig bei dem Versuch, dieses perfekte Leben zu gestalten und ihr eigenes Unbehagen dabei zu ignorieren. Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Die Situationen und Örtlichkeiten sind atmosphärisch und prickelnd beschrieben. Die Familienmitglieder sind gut charakterisiert. Die Geschichte enthält einige Wendungen und Überraschungen. Ich habe die Leseprobe in "Mörderische Aussichten" im Sommer gelesen und mich sehr auf das Erscheinen gefreut. Meine Erwartungen wurden zwar nicht enttäuscht, allerdings war der Mittelteil doch sehr langwierig. Ich hatte den Eindruck, dass Sarahs Tabletteneinnahme sich auf die Entwicklung der Geschichte einschläfernd auswirkt. Ein Teil der Geschichte lebt von unterbrochenen Gesprächen, nicht zu hören und ignorieren der Aussagen. Im Buch sagte einmal Anna zu Sarah "wach endlich auf". Das entsprach auch meinem Gefühl. Ich war bei der Geschichte an die frühe Joy Fielding erinnert. Mir hat das Buch gut gefallen und ich werde bestimmt ein weiteres Buch dieser Autorin lesen.

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Iris führt eine harmonische Ehe - glaubt sie. Doch als ein Flugzeug abstürzt, in dem ihr Mann war, obwohl er eine andere Maschine nehmen wollte, begreift sie, dass sie ihn gar nicht kannte. Er hat ihr etwas vorgemacht, was seine Kindheit und seinen Job anging. Dann erhält Iris plötzlich Nachrichten und Warnungen, die eigentlich nur von Will, ihrem Ehemann, kommen können. Der Geschichte ist aus der Perspektive von Iris in der Ich-Form geschrieben. Der Schreibstil ist einfach und schnörkellos. Die Beteiligten sind unterschiedlich intensiv charakterisiert. Die Autorin vermag es, im Leser berechtigte Zweifel am Tod von Will aufkommen zu lassen. Das Bemühen der Fluggesellschaft an der Aufarbeitung des Absturzes und die Trauerbegleitung für die Hinterbliebenen finde ich gelungen. Der Thriller wartet mit einigen Wendungen auf und vermag es dadurch einen im Bann zu halten. Besonders gelungen ist das überraschende Ende, für amerikanische Romane doch eher ungewöhnlich.

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Der junge Anwalt Lars Kaufmann soll für einen wohlhabenden Mandanten dessen alte Liebe wiederfinden. Die Geliebte ist vor 50 Jahren spurlos verschwunden. Die Suche soll gut honoriert werden, muss aber geheim bleiben. Für Lars kommt dieser Auftrag sehr gelegen, da er in finanziellen Nöten steckt. Lars hat nicht nur Schwierigkeiten mit seinen Gläubigern, er wird auch von einem unbekannten Gegner an der Suche gehindert, sieht sich außerdem in der Kanzlei und Familie einem hohen Konkurrenzkampf ausgesetzt und hat bei all dem niemanden, dem er vertrauen kann. Der Schreibstil ist leicht lesbar. Die Protagonisten sind wenig facettenreich und eher klischeehaft charakterisiert. Das ist sicherlich für eine kurze Story ausreichend. Die Gefahren, in die Lars gerät, sollen die Spannung erhöhen, sind aber eher naiv. Über das Motiv der späten Suche sollte man auch gar nicht erst nachdenken. Irgendein Aufhänger muss die Geschichte ja haben. Die Örtlichkeiten und Begebenheiten sind atmosphärisch beschrieben. Die Überführung des Täters und das Ende waren nicht Ideenreich. Die Geschichte würde ich in die Rubrik "Jugendkrimi" einordnen und nur weil der Krimi so kurz war, habe ich ihn überhaupt zu Ende gelesen. Zusammenfassend: ein naiver Kurz-Krimi, mit in dem die Autorin sich für mich nicht empfohlen hat. Ich habe die im Buch enthaltene Leseprobe zu "Totenweg" gar nicht erst gelesen.

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Anna ist seit fast einem Jahr zu Hause gefangen. Aufgrund ihrer Angststörung kann sie das Haus nicht verlassen. Aus Langeweile beobachtet sie ihre Nachbarn. Als sie Zeuge eines Verbrechens wird, will ihr jedoch keiner glauben, weil es kein Opfer gibt. Die Geschichte wird ausschließlich aus der Sich von Anna erzählt. Die Kapitel sind mit Datumsangaben bezeichnet. Der Schreibstil ist einfach und versteht es auch bei banalen Handlungen den Leser in Bann zu halten. Der Autorin gelingt es ausgezeichnet, die Beklemmung von Anna beim Verlassen des Hauses zu vermitteln. Die übrigen beteiligten werden nur oberflächlich charakterisiert, geht ja auch nicht anders, weil Anna ja kaum Kontakt zur Außenwelt hat. Anna selbst macht es einem aber auch nicht leicht, sie zu mögen. Handlung findet eigentlich in der Hälfte des Buches gar nicht statt. Der Leser wird mit den Gedanken, Chats und Zwiegesprächen von Anna konfrontiert. Auch beim Leser kommen Zweifel auf, ob es überhaupt ein Verbrechen gibt oder ob zu viel Wein im Spiel ist. Dieser Teil könnte durchaus etwas kürzer gehalten sein. Im letzten Drittel des Romans kommt Tempo auf. Hier wird erst klar warum Anna an ihrer Panik leidet. und auch Annas Beobachtung klärt sich hier auf. Das Ende war für mich gar nicht sooo überraschend. Ich finde aber das Thema zu solch einem Typ von Psychopathen sehr interessant. Mein Fazit: Wer nur actionreiche und dialoggeschwängerte Bücher mag, sollt die Finger von diesem Buch lassen. Wer aber, wie ich, auch ruhige psychologisch ausgefeilte Roman liebt, ist mit diesem Buch gut bedient.

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Robin Alexander rekonstruiert die Ereignisse von September 2015 bis März 2016, einem schwierigen Entwicklungsabschnitt der jüngsten Deutschen und Europäischen Geschichte. Das Buch basiert auf Recherchen in Berlin, Brüssel, Wien, Budapest und der Türkei. Das Buch ist ein Report und soll Wertungsfrei sein. Das ist dem Autor aber nicht durchweg gelungen und macht das Ganze nur noch sympathischer, wer kann dabei schon neutral bleiben!? Der Schreibstil ist gut verständlich. In den einzelnen Kapiteln steht das Agieren einzelner Politiker oder Staaten im Vordergrund. Das ist soweit sehr interessant, beginnt dann aber oft wieder mit dem September 2015 oder eher. Das hat meinen Lesefluss etwas gestört. Eine Zeitschiene im Kopf oder auf dem Papier macht sich dabei sicherlich gut. Der Inhalt des Buches gleicht dann einem Polit-Thriller. Ich gehe nicht davon aus, dass Politiker immer nur heroisch und uneigennützig agieren, aber ein bisschen mehr gesamtgesellschaftliche Betrachtungsweise und planvolles Handeln darf ich doch erwarten, schließlich hat deren Bildungsweg ja nicht mit der Grundschule geendet. Statt dessen erfährt man, dass die Politiker (nicht nur die Deutschen) die Dinge einfach aussitzen, sich den Entscheidungen entziehen, persönlich Befindlichkeiten über die Sache stellen, sich wegeducken, an ihrem Sessel kleben und durch Intrigen und Manipulationen ihren Status festigen und ausbauen. Hatten die Politiker die Interessen der Flüchtlinge im Focus? Nein, ihr Interesse galt (und tut es immer) den Meinungsumfragen, den Rest bewältigen dann die Beraterfirmen, Kommunalbehörden und Ehrenamtlichen. Hatten die Politiker das Wohl des eigenen Volkes im Sinn oder wollten sie im Interesse der Wähler agieren? Nein, auch hier gilt nur die Meinung des Wählers vor der Wahl und dann ist aber auch schon gut damit "dem Volke zu dienen". Wie schön könnte doch Regieren ohne das lästige Volk sein. Das ist doch sowieso nie zufrieden. Doch genug mit der Politikerschelte, ich will doch nur das Buch bewerten. Das Buch hat der Autor den Politikern vor Veröffentlichung vorgelegt und auch nach Jahresfrist gibt es keine Forderungen zur Streichung oder Änderung der Darstellung, so dass ich von der Richtigkeit der Reportage ausgehe. Das Buch ist wirklich gut, ein echter Polit-Thriller. Ich kann es nur empfehlen.

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