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Alle Rezensionen von maleur

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Dr. Jan Forster kehrt nach 23 Jahren an den Ort seiner Kindheit zurück. Hier hatte er traumatische Erlebnisse. Die Nachbarstochter hat sich vor seinen Augen das Leben genommen, sein kleiner Bruder ist spurlos verschwunden, sein Vater bei einem Autounfall tödlich verunglückt und seine Mutter konnte den Verlust von Ehemann und Kind nicht verkraften. Der Schreibstil ist einfach und gut. Die Situationen und Örtlichkeiten sind anschaulich beschrieben. Die Protagonisten sind wenig facettenreich charakterisiert. Dr. Forster ist permanent angespannt und besorgt. Die Geschichte ist zum großen Teil aus der Sicht von Jan Forster geschrieben. Einige Dialoge und Situationsbeschreibungen sind eher für einen Jugendroman geeignet, Z.B. ist der Beginn des Verkehrsunfalls mit einem "moralischen Finger" beschrieben, den ich in einem Roman nun eigentlich nicht brauche. Das "konspirative Gespräch" im alten Gewächshaus mutet eher naiv an und erzeugt bei mir nur Kopfschütteln und KEINE Spannung. Ein Thriller wird auch nicht mit der Anzahl der Toten interessanter, es könnten durchaus einige weniger sein. Eigentlich gibt es wenige Personen, die als Täter in Frage kommen und einer davon war so Verdächtig, dass der erfahrene Leser gleich erkennt, der ist es nicht. Ich wünsche mir das etwas subtiler mit mehr Verdächtigen, Überraschungen und Wendungen. Und auch die Auflösung hat mich eher enttäuscht. Meine Erwartungen nach Trigger haben sich leider nicht erfüllt.

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Mit diesem Erzählband hat man 39 nette, humorvolle Kurz-Krimis von 3 bis 4 Seiten. Der Schreibstil ist angenehm. Das Spektrum reicht von Betrug, Diebstahl, Heiratsschwindel bis hin zum Mord. Allerdings ist schon bald das Muster klar, denn immer ist letztendlich der Täter durch missliche Umstände das Opfer. Manchmal empfindet man Mitleid oft aber auch Schadenfreude. Ich kann den kleinen Erzählband nur empfehlen, allerdings sollte man die Geschichten immer wieder mal zwischendurch lesen, dann entsteht auch keine Ermüdung oder Langweile.

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Erzählungen rund um den Urlaub von fünf verschiedenen Schriftstellern. Die Geschichten sind nett und humorvoll und bringen einen teilweise zum Schmunzeln. Allerdings sind diese Geschichten nicht neu. Alle 5 Erzählungen befinden sich auch in dem Erzählband "Urlaub mit Punkt Punkt Punkt". Ein entsprechender Hinweis im Buch wäre begrüßenswert. Fazit: Mit dem Buch hat man eine nette Unterhaltung im und um den Urlaub.

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In diesem Buch sind Gerichtsreportagen von weiblichen Kriminellen geschildert. So wie Reportagen eben sind, sachlich und emotionsfrei geschrieben, mit der entsprechenden Benennung der Paragraphen und - soweit bekannt - der jeweiligen Vorgeschichte. Die Taten reichen von Betrug und Diebstahl über Sexualstraftaten und Vernachlässigung der Führsorgepflicht bis hin zur Körperverletzung und Mord. Die Fälle sind anonymisiert bis auf den Fall der Monika de Montgazon. Es handelt sich hierbei um den Brand einer Doppelhaushälfte mit Todesfolge. Die Frage ist Brandstiftung und Vatermord? Dieser Fall besteht aus 14 Reportagen und einem Interview. In diesen Reportagen wird nicht nur der eigentliche Fall behandelt, sondern auch die Arbeit der Gerichte und Wirkungsweise unseres Rechtssystems dargestellt. Es geht um Justizirrtum und die zweifelhaft Untersuchung der Brandursache. Ein interessantes Büchlein, deren Reportagen man immer mal zwischendurch lesen kann.

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Zwei minderjährige Schwestern (15 und 17 Jahre) verschwinden eines Nachts spurlos und nur Cassandra, die jüngere der beiden Schwestern, steht nach drei Jahren vor der Tür ihres Elternhauses. Was ist mit ihnen geschehen, wo waren sie die drei Jahre über und wo ist die ältere Schwester Emma? Das wird vom FBI mit der forensischen Psychologin Dr. Abby Winter, die auch schon vor drei Jahren mit der Ermittlung befasst war, untersucht. Die Geschichte ist gut strukturiert aufgebaut. Sie wird abwechselnd aus der Sicht von Cassandra (Cass) und Dr. Winter erzählt. Die Kapitel sind nummeriert und mit dem Namen der jeweiligen Protagonistin bezeichnet. Innerhalb der Kapitel wird zum einen die Gegenwart - die Suche nach Emma - und zum anderen die Vergangenheit - die Geschichte der Familie - geschildert. Der Zeitenwechsel erfolgt durch deutlich gekennzeichnete Absätze. Die Gespräche der Beteiligten und der Ermittler sind kursiv geschrieben. Der Schreibstil ist gut, unaufgeregt und frei von Pathos. Die Beteiligten sind sehr gut und differenziert charakterisiert. Die Darstellung der psychiatrischen Störung des Narzissmus und die Folgen für die Angehörigen ist sehr gut recherchiert und beschrieben. Das kann ich natürlich nur als Laie beurteilen. Der Roman besticht durch intrigante Handlungen und Manipulation der Beteiligten und hat einige Wendungen. Die Entwicklung der Geschichte ist eher von der unaufgeregten ruhigen Art, dennoch spannend durch seinen psychologischen Aufbau und mit einem überraschenden Ende. Mich hat dieser Roman total begeistert und gefällt mir besser als der erste Roman von Wendy Walker (Dark Memories - Nichts ist je vergessen, 4 Punkte). Die Schriftstellerin hat es auf meine persönliche Bestenliste geschafft.

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Die Profilerin Lot van Dijk kommt von Amsterdam in eine kleine Gemeinde auf dem Land. Hier kann sie sich nach einem Leichenfund erstmals in ihrer Funktion beweisen. Die Schreibweise ist einfach, das Buch lässt sich flüssig lesen. Die Dialoge sind authentisch. Die Charaktere sind leider oft eindimensional gezeichnet. Da gibt es die zielstrebige Profilerin, den phlegmatische Chef, die fürsorgliche Vermieterin und den netten Kollegen Jaap, der aber im Übrigen eher blass bleibt. Das Buch ist in nummerische kurze Kapitel eingeteilt und wird im unregelmäßigen Wechsel aus der Sich der Profilerin Lot und des Täters geschildert. In zwei Kapiteln wurde die Situation der Opfer beschrieben. Diese Abschnitte sind nach meiner Meinung sehr gut gelungen. Auch die örtlichen Gegebenheiten sind sehr bildhaft dargestellt. Die Kapitel in denen die Entwicklung des Täters beschrieben wird, haben mir ausgezeichnet gefallen. Die Nöte des Kindes und Heranwachsenden in seiner häuslichen Umgebung wurden anschaulichen beschrieben. Nur diese Kapitel haben mich überhaupt veranlasst, das Buch zu Ende zu lesen. Ich wollte wissen, wer sich dahinter verbirgt. Die Kapitel aus der Sicht der Profilerin haben mir anfangs auch gefallen, die Frau ging mir aber mit fortschreitender Geschichte zunehmend auf die Nerven und wäre da nicht die andere Sichtweise, hätte ich das Buch nicht zu Ende gelesen. Die Protagonisten müssen mir in einem Buch nicht immer gefallen, aber einen moralischen Zeigefinger brauche ich ganz bestimmt nicht auch wenn die Autorin versucht hat Lot ein wenig kantig zu zeichnen. Die Ermittlungen empfand ich trotz gut gestelltem Profil als ziemlich verworren und die Versuche da Spannung reinzubringen ist meiner Meinung nach nicht geglückt. Am unverständlichsten ist mir die Situation des Chefs Leo beim Aufgreifen des Täters. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Problem in einem Folgethriller fortgesetzt wird. Den werde ich allerdings nicht mehr lesen.

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Emma Klar geriet als Polizistin in die Falle einer organisierten Verbrecherbande, wurde gefoltert, vergewaltigt und entkam dem vorgesehenen Tod. Nach 2 Jahren sucht sie mit neuer Identität als Privatdetektivin den Anführer der ehemaligen Bande. Dieser wiederum sucht nach ihr, um seine damalige Schmach zu tilgen. Der Schreibstil ist nüchtern, d.h. es liest sich gut weg, ist aber nicht immer packend. Die örtlichen Beschreibungen vermitteln mir kein Lokalchlorit. Die Darstellung der Geschehnisse ist überwiegend bildhaft und spannend. Die Charaktere sind teilweise sehr flach und nichtssagend beschrieben. Das Buch ist in nummerierte Kapitel eingeteilt. Auch innerhalb der Kapitel kommt es zu Orts-, Handlungs- und Betrachtungswechsel. Der Prolog ist ein wirklich guter Einstieg in den Krimi. Hier erfährt man warum Emma Klar eine andere Identität annehmen musste. Mir hat auch die Idee mit der Einbeziehung des BKA gut gefallen, denn irgendwie muss man ja auch einige Ermittlungsmethoden und Möglichkeiten begründen, die ein einfacher Privatdetektiv nicht hat. Allerdings haben sich mir die unterschiedlichen Orte Wismar und Rostock nicht ganz erschlossen. Es wurde lediglich viel hin- und hergefahren. Durch die unterschiedlich geschilderten Gefahrensituationen und Gewalttaten wurde die brisante Situation von Emma Klar veranschaulicht. Das ist alles ganz spannend bzw. interessant zu lesen. Das endet allerdings bei der sich anbahnende Beziehung zwischen Emma und ihrem Kollegen. Hier soll sicherlich die weiche Seite der Protagonistin gezeigt und die Geschichte zum Abschluss gebracht werden. Das ist einfach klischeehaft und fantasielos geschrieben. Ich hatte das Gefühl von nun an schreibt eine andere Autorin. Das Ende kommt dann auch ganz plötzlich. Ich dachte nur "Häääh, das war¿s jetzt?". Was war los? Stand der Abgabetermin bevor? Hatte die Autorin keine Lust mehr? Es gibt am Ende nur unbefriedigende Lösungen. Nicht offen, zum selbst nachdenken, sondern der Krimi wurde nur einfach abrupt und dilettantisch zum Abschluss gebracht. Mein Fazit: Guter Plot, größtenteils sehr interessant, mit abruptem Ende. Weitere Krimis dieser Ermittlerin werde ich aber nicht mehr lesen.

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Eine Patientin wird aus der Psychiatrie entführt. Bei der Such nach ihr gerät die behandelnde Ärztin Dr. Ellen Roth selbst in das Visier des Entführers. Der Schreibstil ist einfach und gut. Die Situationen und Örtlichkeiten sind anschaulich beschrieben. Die Action-Teile sind rasant und die Träume, Fantasien und Gewaltszenen sind schaurig dargestellt. Die Charaktere bleiben leider etwas oberflächlich und eindimensional. Auch die wenigen Abschnitte der menschlichen Beziehungen sind eher Klischeehaft. Die Geschichte ist zum großen Teil - aber nicht nur - aus der Sicht der Psychiaterin geschrieben. Es gibt auch einige Unstimmigkeiten und Logikfehler die ich als künstlerische Freiheit einordne. Besonders die Internetrecherche passt wohl eher in einen Jugendroman als in diesen Thriller und soll sicher nur die Suche zielführend voranbringen. Die Geschichten bietet einige Wendungen und ein doch sehr überraschendes Ende und man muss einige Vorgänge in der Geschichte nachträglich ganz neu bewerten. Ich bin auf Wulf Dorn durch ein Interview mit Günter Keil aufmerksam geworden und wurde mit dem ersten Roman von diesem Autor nicht enttäuscht. Gerne empfehle ich das Buch trotz der genannten Abstriche.

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Bevor ich zur Bewertung des Buches komme, doch erst mal eine Kritik an den Verlag. Das Buch wurde mit dem Genre "Roman" bezeichnet. Und das ist es auch, ein Roman. Warum dann die Werbepunkt mit dem Inhalt "Der Thriller des Jahres. Alles andere können Sie vergessen"? Unter einem Thriller verstehe ich wirklich etwas anderes. Der sollte einen gewissen Spannungsbogen über die ganze Breite der Geschichte haben. Ich möchte jetzt aber nicht die verfehlte Werbung der Schriftstellerin anlasten und das Buch als Roman bewerten. Jenny befindet sich nach einer brutalen Vergewaltigung in Behandlung des erfahrenen Psychiaters Dr. Alan Forrester. Die Geschichte wird ausschließlich aus der Sicht des Psychiaters erzählt. Die Gespräche mit den Patienten, der Familie oder der Polizei sind kursiv geschrieben. Der Schreibstil ist schnörkellos gut. Die Beteiligten sind teilweise gut charakterisiert. Einige, darunter auch Jenny, bleiben aber eher blass. Das Buch ist in nummerierte Kapitel eingeteilt, die angenehm kurz sind. Die Entwicklung der Geschichte verläuft nicht chronologisch. Es gibt einige Rückblicke bei der Behandlung und Entwicklung unterschiedlicher Patienten. Da ist die Aussage im Text u.a. "¿ dazu später genauer". Das stört ein bisschen, weil es die Einordnung erschwert. Da wäre eine Zeitangabe in den Kapiteln doch ganz gut. Auch die fachlichen Abhandlungen der Psychiatrie sind teilweise zu weitschweifig und wiederholten sich manchmal. Das nötigt mir zwar Respekt ab, hemmt aber den Lesefluss. Und ob diese Aussagen realistisch sind, vermag ich nicht zu bewerten, da ich nicht vom Fach bin. Im Roman geraten unterschiedliche Personen unter Tatverdacht, die ich aber aus den unterschiedlichsten Gründen für mich ausgeschlossen habe. Dennoch gibt es einige Wendungen und auch der Täter und die Art seiner Überführung ist eine Überraschung. Mein Fazit: ein sehr interessanter ROMAN mit überraschenden Entwicklungen. Das Buch erhält von mir eine Leseempfehlung.

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Der Autor schildert das Familienleben mit 3 Kindern in den verschiedensten Situationen. Der Schreibstil ist so wie auch sein Bühnenprogramm, teilweise mit unvollendeten, wieder neu begonnenen Sätzen - also gestottert - wenn er etwas erklären oder begründen soll. Die Schilderung der Situationen mit seinen Kindern war sehr lebhaft und chaotisch. Die philosophischen Überlegungen bei der Zeitungslektüre oder anderen Situationen sind sehr humorvoll mit einem ironischen Ansatz. Warum dann nur 3 Punkte? Manche Situationen wiederholten sich in Abwandlung. Na wie der Alltag so ist, will ich aber nicht in seiner ganzen Bandbreite, kürzer wäre also besser. Und auch die Träume und Phantasien haben mir nicht gefallen, ja sogar gestört. Alles in allem ein ganz unterhaltsames, humorvolles und wunderbares Buch, man muss es sich nur immer wieder sagen.

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