eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher
Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096
€ 0,00
Zur Kasse

Alle Rezensionen von Vorleser

Seite 1 / 3
cover
Inhalt: Die Familie Auwitz-Aarhayn und ihre Bediensteten durchleben die Zeit des ersten Weltkrieges. Aufgrund ihrer Lage geht es ihnen noch vergleichsweise gut, wenngleich sich auch auf dem Gut die Lebensmittelknappheit bemerkbar macht. Nikolaus ist im Krieg, Konstantin ist mit einer Verletzung und einer Kriegsneurose auf das Gut zurückgekehrt, Alexander ist aus der Schule zurück, und für Katharina hat sich nichts verändert. Ihre Mutter hält nach wie vor an ihren Heiratsplänen für sie fest. Einige der Bediensteten wurden eingezogen, die anderen wursteln mehr oder weniger unverändert vor sich hin. Mit Fortschreiten des Krieges wird die Situation für alle immer bedrohlicher, es gibt aber auch Lichtblicke. Meine Meinung Mit `Nachtfeuer' hat Hanna Caspian eine gelungene Fortsetzung der Gut Greifenau-Saga geschrieben. Die Charaktere entwickeln sich weiter - einige so, wie man es erwartet, andere können überraschen. Es gelingt Hanna Caspian die Figuren so plastisch darzustellen, dass man mit fiebert. Man freut sich mit Albert und Wiebke, ist empört und abgestoßen von Feodora, Anastasia, und einigen anderen, empfindet durchaus ein bisschen Schadenfreude für Adolphis, und hofft und bangt besonders für Konstantin und Katharina. Im Vordergrund steht die Familie mit ihren Bediensteten, aber auch einige Dorfbewohner mischen mehr oder minder kräftig mit. Alle haben so ihre kleinen oder großen Geheimnisse, und der Krieg ist nicht gerade zuträglich. Überhaupt ist der erste Weltkrieg sehr gut in die Geschichte eingewoben: er wirkt sich natürlich auf die Geschicke aller aus, steht aber nicht im Vordergrund. Durch diese Verquickung von Krieg und Familienschicksale bekommt man einen sehr guten Eindruck von den Umwälzungen, die der erste Weltkrieg für das gesamte Land mit sich bringt. Ich würde den Roman daher nicht unbedingt als historischen Roman einordnen, er ist aber durch den historischen Kontext besonders interessant und vermittelt einen sehr guten Eindruck davon, wie es den Deutschen während des Krieges so gegangen ist. Das Buch endet mit einem `Cliffhanger', aber da der dritte Band inzwischen vorliegt, kann ich es verzeihen. Ich freue mich schon auf den Abschluss der Trilogie, denn ich muss unbedingt wissen, wie es mit Konstantin und Katharina weitergeht. Können sie dem Schicksal entkommen, das andere für sie vorgesehen haben? Wer gerne Familiengeschichten liest und auch historisch interessiert ist, dem kann ich diese Trilogie nur ans Herz legen. Der Schreibstil ist flüssig, und das Buch liest sich so weg, man merkt gar nicht, dass es über 500 Seiten sind. Und jetzt habe ich eine Verabredung mit der Morgenröte. Ich möchte mich bei Knaur für das Leseexemplar bedanken, sowie bei Literaturschock und Hanna Caspian für die Lese- und Diskussionsrunde.

cover
Inhalt: Die Firma Futuria, gegründet mit der hehren Idee das Leben für die Menschheit zu verbessern, Krankheiten auszumerzen, und letztendlich den Menschen zur Unsterblichkeit zu verhelfen, hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, und die Ziele haben sich geändert. Dies ist allerdings nicht offensichtlich, offiziell wird weiterhin daran gearbeitet, die ursprünglichen Ziele zu verwirklichen. Die Journalistin Sophia wird von Futuria engagiert um anlässlich des 20jährigen Firmenjubiläums ein Firmenporträt zu erstellen. Bei einer Feier kommt es zu einem Zwischenfall, und Sophia und ihr Kollege Borris untersuchen die Hintergründe. Plötzlich finden sie sich in einem Sumpf aus Intrigen wieder. Derweil sind Futurias Gegner auch nicht untätig, und alles läuft auf einen großen Showdown hinaus dessen Gewinner nicht feststeht. Meine Meinung Mit Ewiges Leben ist Andreas Brandhorst ein großartiger, brandaktueller Thriller gelungen, der es wieder mal schafft heiße Eisen anzupacken und zum Nachdenken anzuregen, ohne dabei zu moralisieren. Der Spannungsbogen wird konstant aufrechterhalten -- was bei über 700 Seiten eine großartige Leistung ist. Das Buch liest sich einfach so weg, man merkt die Länge überhaupt nicht, denn die Szenen und Protagonisten wechseln ständig, wobei alle quasi aufeinander zulaufen. Sympathien und Antipathien die man im Laufe des Buches entwickelt muss man überdenken, denn es ist nicht alles so, wie es scheint. Technische oder wissenschaftliche Kenntnisse braucht man nicht, um das Buch zu verstehen. Alles wird so erklärt, dass man jederzeit im Bilde ist. Interessanterweise hat die Wirklichkeit die Fiktion in einigen Bereichen schon eingeholt, was doch irgendwie erschreckend ist. Natürlich ist uns allen bewusst, dass die schöne neue Welt auch Schattenseiten hat, aber im Allgemeinen verdrängt man das. Im Buch werden wir mit den Schattenseiten konfrontiert und müssen uns damit auseinandersetzen. Es ist ein tolles Buch, großartig recherchiert, sehr flüssig geschrieben, und absolut empfehlenswert. Übrigens ist die Hörbuchvariante, gelesen von Richard Barenberg, auch sehr zu empfehlen. Richard Barenberg liest die Geschichte großartig. Leider ist die Kapiteleinteilung des Hörbuches absolut willkürlich, so dass man nicht ohne weiteres zwischen Buch und Hörbuch hin- und herspringen kann.

cover
Wir befinden uns auf einem Gut in Pommern kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges. Wir lernen die Gutsfamilie, ihre Pächter und Angestellten, sowie einige andere Personen aus den unterschiedlichsten Kreisen kennen, deren Wege sich früher oder später kreuzen. Die historischen Fakten sind gut recherchiert, und die Charaktere sind sehr gut angelegt. Innerhalb von jedem Kreis gibt es gute, schlechte, und gleichgültige Personen. Keine dieser Personen ist nur gut, oder nur böse, sondern alle sind vielschichtig und deshalb überzeugend. Die drei Kinder der Familie die auf dem Gut leben machen die größten charakterlichen Entwicklungen durch, besonders Konstantin, der älteste Sohn und zukünftige Erbe, und Katharina, seine jüngste Schwester. Beide haben ein Geheimnis, aber natürlich ist das Leben für die unmündige Katharina wesentlich schlimmer als für ihren zehn Jahre älteren Bruder. Die Mutter, Feodora, ist eine vom Ehrgeiz zerfressene, gewalttätige Person, der Vater, Adolphis, ist ein Schlappschwanz. Die beiden Kinder die nicht mehr im Haus leben werden von ihren Geschwistern nicht vermisst. Sie haben denselben Dünkel wie ihre Mutter, was besonders bei Nikolaus sehr ausgeprägt ist. Er wird sicher mal ein glühender Anhänger Hitlers werden -- die Anzeichen und Anschauungen sind schon da. Die Dienstboten sind auch interessant: im Grunde spiegeln sie die schlechtesten Eigenschaften ihrer Herrschaft wider, aber darauf kann man sie nicht reduzieren. Alle haben ihr Päckchen zu tragen, was sie mehr oder weniger würdevoll tun. Die Pächter haben Angst vor Neuerungen, was sicher nicht zuletzt auf ihre fehlende Bildung zurückzuführen ist. Mittlerweile schwelt es im Reich, die Arbeiter werden immer unzufriedener, und die Bürgerlichen mit Geld drängen in die Adelskreise -- zumindest versuchen sie es. Alles steuert auf den 1. Weltkrieg zu. Wir verlassen das Gut und Dorf kurz nach Ausbruch des Krieges -- ohne allerdings zu erfahren, wie es weitergeht. Zwei weitere Bände werden folgen, worauf man gespannt sein darf. Das Downton Abbey in Hinterpommern aus dem Klappentext ist absolut gerechtfertigt. Es gibt Parallelen zu dieser beliebten Fernsehserie, was natürlich in der Natur der Sache liegt, denn die Lebensbedingungen der Adligen und Untergebenen waren sicher überall in Europa recht ähnlich. Es gibt aber auch genügend Unterschiede, zum Beispiel ist der Ton im Haus hier viel schärfer als wir es von Lady Cora oder ihrem Mann Robert gewohnt sind. Es gibt auch die Thomas Barrow und Sarah O¿Brien Äquivalente, aber keinen Carson. Dieser Roman hat Spaß gemacht. Er ist gut geschrieben und zeigt die Gesamtsituation im Reich sehr schön auf, lebendig gemacht durch die doch sehr verschiedenen Charaktere und ihre äußeren und inneren Konflikte.

cover
Mit dem "Rilke Projekt: Wunderweiße Nächte" ist dem Komponisten Duo Schönherz & Fleer etwas großartiges gelungen! Die Kompositionen passen ausgezeichnet zu den ausgewählten Texten Rilkes, und auch die ausgesuchten Interpreten konnten mich, bis auf Cäthe, überzeugen. Die Lyrik Rilkes wird uns auf diese Weise in sehr schöner Form nahegebracht. Die ausgesuchten Texte drehen sich um Liebe, Gott, Weihnachten, Sturm, Schnee¿ alles rund um Herbst und Winter. Rilkes Lyrik ist eindringlich, nicht kitschig, sondern sehr aussagekräftig. Sie beschreibt, und man kann sich total hineinversetzen. Unterstrichen wird dies durch die untergelegten Kompositionen und die verschiedenen Interpretationen - mal Sprechen, mal Gesang. Alles passt auf wundersame Weise zusammen, es ist ein großartiges Hörerlebnis bei dem alle Sinne angesprochen werden. Normalerweise gehe ich nicht auf das Cover ein, aber in diesem Falle wäre es eine sträfliche Vernachlässigung, es nicht zu erwähnen. Das Cover der CD ist wunderschön gestaltet; in schwarz-weiß, mit Gold. Innen liegt ein Heftchen bei mit den Texten der ausgesuchten Stücke, so dass man mitlesen kann, so man es denn möchte. Außerdem sind die Interpreten abgebildet, und natürlich gibt es eine kleine Einleitung durch das Komponisten Duo. Diese CD ist jeden Cent wert den sie kostet, denn sie wird sicher ein Favorit jeder Musik/Lyriksammlung werden. Man kann sehr schön abtauchen, sich berieseln lassen, oder zuhören und reminiszieren - je nach Gemütslage und Stresslevel. Man wird auf jeden Fall am Ende entspannter sein. In meinen Augen ist diese CD ein Muss für jeden Rilke Fan und die, die zwar den Namen kennen, aber außer dem Panther eigentlich nichts von Rilke kennen (so wie ich, bevor ich diese CD hörte).

cover
Bei diesem Buch tue ich mich schwer, eine Rezension zu schreiben. Auf der einen Seite hat es einen gewissen Unterhaltungswert, ist flüssig geschrieben, und für ca 3/4 des Buches auch recht spannend. Auf der anderen Seite war es mir persönlich viel zu gewalttätig (Gewalt um der Gewalt willen, nichts, was die Handlung des Buches wirklich vorangebracht hätte); einige Entwicklungen waren vorhersehbar, und es gab auch gewisse Ungereimtheiten, wie zum Beispiel die Sprachbarriere, die schon nach kurzer Zeit überhaupt nicht mehr vorhanden war, obwohl unsere Protagonisten sich mehr oder weniger ausschließlich in Kreisen bewegen, wo sie wenig bis gar nicht mit der Landessprache konfrontiert werden. Das Thema der Emigration nach Argentinien im 19. und 20. Jahrhundert ist sehr interessant, desgleichen das Thema der vielen jüdischen Mädchen die ohne ihre Familien nach Buenos Aires kamen um hier ein besseres Leben zu finden. ¿Über die Sociedad Israelita de Socorros Mutuos (später auch nach ihrem Gründer Zwi Migdal benannt), hatte ich vorher noch nie etwas gehört, von daher habe ich doch auch etwas mitgenommen.(Wer das Buch noch nicht gelesen hat sollte dieses auf keinen Fall googeln bevor er/sie mit lesen anfängt). Wir lernen allerdings wenig darüber, wie die Argentinier selbst mit dieser Massenemigration umgingen, wir bewegen uns lediglich in den italienischen und jüdischen Kreisen der Immigranten. Diese werden als durchaus hoffnungslos und gewalttätig beschrieben, wenngleich es für unsere Protagonisten und die Freunde, die sie finden, durchaus einen Hoffnungsschimmer gibt. Da ich kurz vorher Der Junge, der Träume schenkte gelesen hatte, fielen mir viele Parallelen auf, was mich mit dem Eindruck zurückließ: kennst du eines, kennst du alle. Wen Gewaltorgien nicht abschrecken, und wer etwas über die Zustände in Italien, Russland, und Argentinien im Jahre 1913 erfahren möchte, kann ich dieses Buch empfehlen, denn es liest sich flüssig und ist durchaus unterhaltsam. Empfindsame Gemüter sollten besser die Finger davon lassen. Ich bedanke mich bei Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.

cover
Inhalt: Ein Serienkiller hält die Berliner Polizei -- besonders das Team um Henry Frei und Louisa Albers -- in Atem. Zusammenhänge zwischen den ermordeten Personen scheint es nicht zu geben, aber der Täter hinterlässt Botschaften am Tatort, so dass eine wilde Jagd beginnt, um den nächsten Mord zu verhindern. Natürlich gibt es noch diverse andere Fälle, die die Aufmerksamkeit unseres Teams beanspruchen, unter Anderem ein verschwundener Teenager. Meine Meinung: Mit Stille Schwester hat Martin Krist erneut einen Thriller vorgelegt, der es in sich hat. Trotz des Hinweises im Titel, dass es ein zweiter Band zu einem Thema ist, ist es nicht erforderlich den ersten Band zu kennen, um Stille Schwester folgen zu können. Man sollte sich allerdings selbst den Gefallen tun und den ersten Band lesen... Wie gewohnt bei Martin Krist, bekommt man alles, was einen spannenden Thriller ausmacht, und das Rätselraten und Bibbern fängt schon mit dem Prolog an! Der Spannungsbogen wird durch das gesamte Buch aufrecht erhalten, man fiebert mit, und verdächtigt die falschen Personen. Die Auflösung ist schlüssig, die Charaktere glaubwürdig. Obwohl die Fälle aufgeklärt werden bleiben so einige Fragen offen, was ich persönlich unbefriedigend finde -- und die Fortsetzung lässt noch auf sich warten. Trotzdem sehr zu empfehlen, nicht nur für Fans von Martin Krist.

cover
Dies ist das beste Buch das ich dieses Jahr gelesen habe. Es erzählt schonungslos die Realität des ersten Weltkrieges am Beispiel Yperns (Ieper). Die Gräueltaten die dort begangen wurden stehen für die Schrecken des gesamten ersten Weltkrieges. Vieles war mir gar nicht bekannt, und ich war nicht die Einzige in unserer Leserunde die im Lesen innehalten musste um den Stoff zu verdauen. Dies ist allerdings beileibe nicht das einzige Thema des Buches. Es geht um viel mehr: sexuelle Belästigung in der Familie, häusliche Gewalt, und die Ohnmacht der Frauen der damaligen Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Frauenwahlrecht - Berufswahl für Frauen - Selbstbestimmung der Frau? Fehlanzeige. Unterdrückung wo man hinsieht. Die Protagonistin Felice begehrt dagegen auf, und obwohl ich ihre Rebellion verstehen konnte, war sie mir über große Teile des Buches hinweg nicht nur unsympathisch -- ich konnte sie nicht ausstehen. Das hat mir jedoch das Buch nicht vergällt, im Gegenteil. Eine Protagonistin mit Ecken und Kanten und einem klaren Profil, die kein Übermensch und keine Heldin ist trifft man in der Literatur viel zu selten an. Außerdem gibt es viele Nebencharaktere die faszinierend sind und ihre Rolle spielen. Sie alle machen eine --mitunter erstaunliche -- Entwicklung durch. Auch die Wissenschaft und Technik der Zeit macht rasante Fortschritte, sei es bei Film und Fernsehen, oder im Bereich der Luftschifffahrt -- von den Chemiewaffen gar nicht zu reden. Das Buch vereint alle diese Themen, verwebt sie zu einer faszinierenden, nachdenklich machenden Geschichte die lange nachwirken wird. Das alles passiert in einer wunderschönen Sprache, und ohne dass der moralische Zeigefinger erhoben wird. Ein wirklich beeindruckendes Buch das man unbedingt lesen sollte. Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.

cover
Mit dem Auftakt zu der Bücherreihe um die Bibliothek der flüsternden Schatten ist Akram El-Bahay ein sehr schöner Einstieg gelungen. Wie der Titel verspricht, dreht es sich tatsächlich um eine Bücherstadt -- und die gefährlichen Geheimnisse die diese in sich birgt. Das orientalische Flair kommt sehr gut herüber, man fühlt sich ein bisschen wie in 1001 Nacht. Wir lernen diverse Fabelwesen kennen, manche sind gefährlich, andere sind eher hilflos, und gefährdet sind sie alle. Was mir nicht so gut gefallen hat, sind die Charaktere, bzw deren Entwicklung. Einige sind nicht wirklich glaubwürdig, andere haben viel Potential, werden dann aber mehr oder minder fallengelassen -- möglicherweise, um in einer der geplanten Fortsetzungen eine wichtigere Rolle zu spielen. Einige Fragen werden geklärt, aber die Art und Weise wie das gemacht wird hat mir persönlich nicht so zugesagt. Irgendwie überschlägt sich am Schluss des Buches alles. Das hält zwar die Spannung hoch, ist aber unbefriedigend gelöst und auch etwas verwirrend. Außerdem bleiben sehr viele Fragen offen, und der zweite Band ist noch nicht einmal geschrieben. Dafür ziehe ich generell einen Stern ab, denn als Solo wäre mir das Ende zu schwach. Ich habe mich aber trotzdem sehr gut unterhalten, bin abgetaucht in eine orientalische Fabelwelt mit tollen Ideen, und würde das Buch trotz kleiner Schwächen weiterempfehlen, aber vermutlich wartet man besser auf die Fortsetzung bevor man sonst am Ende eine sehr lange Wartezeit hat. Insgesamt gebe ich 3,5 Sterne, aber da hier keine halben Sterne möglich sind,habe ich aufgerundet. Ich möchte mich ganz herzlich bei Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar sowie für die Leserunde bedanken.

cover
Inhalt: Vietnam in den 1950er Jahren: Nicole, Tochter eines französischen Vaters und einer (toten) vietnamesischen Mutter, ist gerade 18 geworden. Sie bekommt einen kleinen Seidenladen, während ihre fünf Jahre ältere Schwester Sylvie komplett in das Familiengeschäft eingebunden wird. Nicole verliebt sich, aber durch den Krieg der Vietminh gegen die französischen Besatzer weiß sie bald nicht mehr, wem sie trauen kann, und auf welcher Seite sie steht. Meine Meinung: Mit Die Tochter des Seidenhändlers ist Dinah Jefferies ein faszinierender Roman gelungen. Über die Zeit der französischen Besetzung Vietnams war mir vorher nichts bekannt, und so war ich dann sehr gespannt auf das Buch. Ich wurde nicht enttäuscht. Man erfährt einiges über die Kultur Vietnams, sowie darüber, wie es zu der Teilung des Landes überhaupt kommen konnte. Wie in so vielen anderen Ländern, beginnen die politischen Unruhen und Kämpfe damit, dass die Ureinwohner endlich die Fesseln der Besatzer abschütteln wollen. Natürlich stellt das eine Zerreißprobe dar, denn inzwischen gibt es viele Familien, die gemischt sind. So auch Nicole: über ihre vietnamesischen Wurzeln weiß sie praktisch nichts, lernt aber nach und nach, dass es neben der französischen auch eine vietnamesische Seite in ihr gibt, und sie muss sich entscheiden, wo sie hingehört. Natürlich ist das nicht leicht, sie sieht die Fehler und Grausamkeiten beider Seiten. Dass nichts nur schwarz oder nur weiß dargestellt wurde, betrachte ich als eine große Stärke des Romans. Entsprechend hin- und hergerissen ist Nicole auch. Sie fühlt sich zu keiner Seite 100% zugehörig, und wird von keiner Seite vollkommen akzeptiert. Irgendwie muss sie ihren Weg in diesem zerrissenen Land finden, und das ist nicht leicht. Die ersten beiden Drittel des Buches waren sehr spannend und anschaulich beschrieben, im letzten Drittel war die Luft jedoch raus. Die Charaktere bleiben recht farblos, und Nicole bleibt trotz allem, was sie erlebt hat, sehr vertrauensselig und naiv. Das konnte mich nicht richtig überzeugen. Allerdings waren die Umstände sehr schwierig, so dass ich ihre Entscheidungen nicht gänzlich unverständlich fand. Die Absätze erscheinen zum Teil recht übergangslos, was abgehackt wird und den Lesefluss unterbricht. Schön ist der kurze historische Abriss am Ende des Buches, welcher dabei hilft, die Geschehnisse zeitlich einzuordnen. Insgesamt ein sehr lesenswerter historischer Roman, wenngleich ich mir gewünscht hätte, dass die Charaktere besser herausgearbeitet worden wären. Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar und die Leserunde.

cover
Inhalt: Wir befinden uns überwiegend in Auckland, Neuseeland, das von Vulkanausbrüchen bedroht wird. Nur die Magier und ihre Quellen können die Naturkatastrophen aufhalten, aber es gibt viel zu wenige Magier. Liliana ist eine angehende Magierin, und sie, sowie alle anderen jungen AnwärterInnen werden ins kalte Wasser geworfen um eine Katastrophe ungeheuren Ausmaßes zu verhindern, denn die erfahrenen MagierInnen sind zu Einsätzen anderswo. Liliana hat allerdings ein Problem: ihre Quelle gibt ihr nicht die Magie, die sie braucht, sondern sträubt sich dagegen. Sie reagiert wie ein trotziges Kleinkind und behandelt ihre Quelle sehr mies -- aber sie stößt nicht an damit, halten die Magier sich doch für etwas Besseres. In der zweiten Ebene haben wir die Magierin Adara und Seth, einen Wächter. Adara ist verzweifelt, wurde ihre Quelle doch als Verräter gebrandmarkt und verbrannt. Sie fliegt nach Rom, um herauszufinden, wie sie ihre Quelle zurück ins Leben bringen kann. Sie findet ein paar Antworten, aber sie wird überwacht und kann nicht so handeln, wie sie möchte. Am Ende muss sie eine wichtige Entscheidung treffen. Meine Meinung: In ihrem Buch Sternensturm - Das Herz der Quelle nimmt uns Alana Falk mit ins Neuseeland der Jetzt-Zeit, die allerdings eine Besonderheit aufzuweisen hat: es gibt Magie und Magier. Die Magier können ohne ihre Quellen keine Magie wirken, und darum ist der Prozess der Verbindung zwischen Magier und Quelle sehr bedeutend. Diese Idee ist neu, denn Magier und Quelle müssen zum erfolgreichen zaubern so eine Art Symbiose eingehen. Dass das nicht immer so problemlos funktioniert, ist ein Thema des Buches. Natürlich gibt es eine Menge anderer Probleme und dadurch ist das Buch spannend und unterhaltsam. Es ist flüssig geschrieben und liest sich gut. Den einen oder anderen Punkt konnte man vermuten, aber insgesamt war die Geschichte nicht vorhersehbar und wartete bis zum Schluss mit Überraschungen auf. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und entwickeln sich, nicht zuletzt dadurch, dass sie aufeinander angewiesen sind. Auch die Nebenfiguren sind gut beschrieben und interessant. Eine Fortsetzung ist geplant, aber das Buch kann ohne Probleme als Standalone gelesen werden, da alles aufgelöst wird, wobei es natürlich noch genügend Aspekte gibt, die in einem Nachfolgeband aufgegriffen und erläutert werden können. Ein vorzügliches Jugendbuch das Spaß gemacht hat. Vielen Dank an Arena für das Rezensionsexemplar.

Seite 1 / 3
Unser Service für Sie
Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
Bei als portofrei markierten Produkten bezieht sich dies nur auf den Versand innerhalb Deutschlands.

** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.
eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: