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Alle Rezensionen von Diana

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J.D. Hawkins - Inked Love, Noch immer wir Niemals hätte Ash gedacht, dass sie Teo, ihre erste große Liebe, jemals wiedersehen würde. Niemals hätte sie gedacht, das ein Blick reicht, um ihre Gefühle neu zu entfachen. Gerade als sie sich ein neues Tattoo stechen lassen möchte um einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen laufen die beiden sich wieder über den Weg. Damals hat er sie einfach ohne ein Wort verlassen. Teo ist seit Ash keine richtige, feste Bindung eingangen, immer wieder werden seine Gedanken von Ash beherrscht, die Frau, die er immer noch liebt. Doch warum ist er dann einfach abgehauen und hat sie stehen lassen? Diese Frage will er nicht beantworten, aber er kämpft darum, dass sie ihm vertraut, trotz der vielen Geheimnisse. Kann er gewinnen? Ich kenne noch kein Buch von JD Hawkins. Der Plot klang sehr spannend, die Leseprobe hatte mich sofort angesprochen und auch das Cover, obwohl genretypisch, hat mir gut gefallen. Allerdings verlor mich die Geschichte ab der Hälfte immer mehr. Der Schreibstil ist okay, leicht lesbar und auch modern, aber es folgten diverse Wiederholungen, mal aus seiner Sicht, dann wieder auf ihrer. Dazu kommt ein fürchterlich naives, anstrengendes und auch kindliches Verhalten von Ashs Seite. Ja, sie ist zwischendurch richtig sympathisch, aber ihre Gefühlsachterbahn hat mir ein Schleudertrauma beschert. Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt, mal das naive Mädchen, mal die toughe Frau. Mir persönlich war das einfach zu viel, zu anstrengend und das führte dazu, dass sie deutlich an Sympathiepunkte verliert. Schon relativ früh ist klar, warum Teo aus Ashs Leben verschwindet. Ich schätze alle haben es kapiert, nur die naive Ashley nicht. Teo war zwar sympathisch, aber seine Dominanz und sein Lotterleben habe ich ihm nicht so richtig abgenommen. Jetzt, wo er sich etwas aufgebaut hat, sollte er sich eigentlich gefangen haben, auf sich stolz sein, doch oft fühlt er sich von seiner Vergangenheit überrumpelt. Ich war froh, als er endlich die Situation, auch mit seinem Vater, unter Kontrolle bekam, aber leider konnte das die Geschichte nicht wirklich retten. Dann hätten wir noch den Strang um Ashleys Arbeit, sie ist Produzentin und ist Candace unterstellt. Ich habe selten in Büchern das Gefühl ich möchte jemand erwürgen, oder Ash schütteln, dass sie kapiert, was sie tut. Aber mit zunehmender Zickerei und Arroganz ihrer Chefin wurde das Buch für mich uninteressanter. Viele der Charaktere blieben blass und oberflächlich. Vielleicht liegt es an der Länge des Buches, vielleicht hat dieses hin und her zwischen Ash und Teo zu viel Raum eingenommen, letztendlich gab es einen guten Plot aber leider eine nicht so tolle Ausarbeitung. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern dieses Genre ist diese Liebesromanze auf meiner persönlichen Skala eher knapp unterdurchschnittlich. Schade, ich hatte mich so auf das Buch gefreut, aber es ist wie es ist, manchmal passen Leser und Buch nicht ganz zusammen. Ich bin mir sicher, dass andere Leser genau das an diesem Roman toll finden werden, was mir nicht gefällt und auch wenn ich jetzt nicht so überwältigt bin, werde ich zum Vergleich noch ein weiteres Buch des Autoren lesen. Fazit: Eine Lovestory aus der man deutlich hätte mehr machen können und die mich nicht ganz überzeugt hat. 2,5 Sterne.

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Alice Roberts - Spiel des Lebens: Wie der Mensch die Natur und sich selbst zähmte. In diesem Sachbuch erzählt die Autorin ausführlich und sehr detailliert in mehreren Hauptkapiteln (Hunde, Weizen, Rinder, Mais, Kartoffeln, Hühner, Reis, Pferde, Äpfel und Mensch) sowie in diversen Unterkapiteln welchen Einfluss der Mensch auf die Flora und Fauna hat, aber auch wie diese einen Einfluss auf den Menschen haben. In zahlreichen Fragen und Antworten wird die Nutzbarmachung von Pflanzen, das Verhältnis zu Tieren und die "Zähmung" der Arten behandelt. Teilweise sehr spannend. Teilweise aber auch zäh und langatmig werden Fakten und Wissen in diesem Buch zusammen gefasst und mal mehr, mal weniger interessant und verständlich dem Leser näher gebracht. Für dieses Buch sollte man sich Zeit nehmen, auch wenn es mit knapp 400 Seiten kein besonders dickes Buch ist, ist die Thematik an einigen Stellen sehr komplex und ich musste nach jedem der großen Kapitel erst mal eine Pause machen und das Ganze verarbeiten. Am interessantesten waren für mich die Kapitel Hunde, Mensch und Äpfel. Letzteres vor allem, weil ich mir darüber so wenig Gedanken gemacht habe und ein paar interessante Fakten zu Tage gefördert wurden. Wer ein bisschen tiefer in die komplette Materie eintauchen will, wird mit den wissenschaftlichen Fakten wie Gensequenzierungen etc. sicherlich zufrieden sein. Der Erzählstil wirkt streckenweise lebendig, teils schon romanhaft, was dem einen oder anderen Kapitel eine angenehme Leichtigkeit gibt. Die wissenschaftlichen Fakten wirken auch für Laien überwiegend verständlich. Allerdings hätte das Buch deutlich weniger Seiten, wenn in den Unterkapiteln nicht xmal die Themen erneut aufgegriffen werden und es so zu zahlreichen Wiederholungen der Vorgänge kommt. Nichtsdestotrotz, dieses Sachbuch hat mir einen guten Eindruck vermittelt und mir die Entwicklung von Mensch, Tier und Pflanze näher gebracht. Fazit: gut recherchiertes, detailliertes Buch über die "Zähmung" von Flora und Fauna. 3,5 Sterne.

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Christine Jaeggi - Das Gemälde der Tänzerin Der in Mexiko lebende Autor und Ferienanlagenbesitzer Noah ist überhaupt nicht begeistert als seine Familie sich meldet und ihn in seine Heimat zurückbeordert, um den toten Bruder im Hotelmanagement zu vertreten. Noch am Tag der Beerdigung wird er von einer Frau angesprochen, die nach einem verschwundenen Gemälde sucht. Das Bild ist 1942 aus dem Hotel Kronenberg verschwunden und Noahs Bruder hatte sich bereit erklärt, ihr zu helfen. Zu jener Zeit wurde auch ein Zimmermädchen ermordet, ob die beiden Ereignisse zusammen gehören? Helena benötigt unbedingt einen Job, da sie ihre beiden Kinder ernähren muss, und ihre große Liebe vor Jahren verstarb. Sie kann es nicht fassen, dass sie ausgerechnet im Hotel Kronenberg landet, jener schwerreichen Familie, die ihr Leben zerstörte. Als sie auf Noah trifft und mit ihm gemeinsam den Weg des Gemäldes zurückverfolgt, lösen sie nicht nur Geheimnisse aus 1942, sondern auch welche, die besser nie aufgedeckt werden... Ich bin eigentlich kein besonders großer Fan von historischen Romanen, aber da der "Frauenroman" mit dramatischer Liebesgeschichte auf zwei Zeitebenen spielt und die Leseprobe mir gut gefiel, habe ich gerne den Versuch gewagt. Der Erzählstil ist angenehm und lässt sich überwiegend leicht lesen, sodass man das Buch nur schwerlich aus der Hand legen möchte. Das Buch ist eine gute Mischung aus milder Spannung, Drama, ein wenig Liebesgeschichte mit ein paar überraschenden Wendungen und auch eine kleine Portion Crime findet sich hier. Die verschiedenen Perspektivwechsel und die Handlungsstränge auf zwei Zeitebenen sorgen dafür, dass der Leser neugierig bleibt. Die Charaktere wirken gut ausgearbeitet, einige blieben zwar etwas blasser als andere, jedoch konnte ich mich sehr gut in die Geschichte fallen lassen und konnte mir sämtliche Charaktere auf beiden Zeitebenen vorstellen. Helena Saxer wirkte auf den ersten Blick sympathisch, tüchtig aber auch zu Anfang ein wenig distanziert und desillusioniert. Sie musste ihre beiden Kinder alleine aufziehen, lebt mehr oder minder am Existenzminum, gibt aber die Hoffnung nicht auf. Im Verlauf der Geschichte habe ich sie als herzliche, intelligente Frau mit gebrochenem Herzen kennen gelernt. Noah ist ein Freigeist und das absolute Gegenteil seines Vaters Ralph, der mit aller Gewalt Macht ausüben will und immer seinen Willen durchsetzen muss. Noah hat keine Scheu ihm entgegen zu treten, und ein leises Knistern macht sich recht zügig zwischen ihm und Helena bemerkbar. Ich fand seine Figur realitätsnah angelegt, er wirkte sympathisch. Lydia Fischer deren Geschichte in der Vergangenheit erzählt wird, hat mir ebenfalls gut gefallen, sie hat einige Schicksalsschläge zu verkraften, für die große Liebe ist sie bereit zu stehlen und muss durch die Hölle gehen. Das sie dabei ganz am Ende ihr eigenes Happy End bekommt, hat mich berührt, auch wenn ich lange Zeit dachte, dass sie keine Chance mehr darauf hat. An und für sich hat mir die Geschichte gut gefallen, auch wenn es den einen oder anderen Aspekt gab, der mir viel zu übertrieben vorkam und auch nicht so richtig in die Geschichte passen wollte (Roboter). Auch das Ende hat mich nicht sonderlich überzeugen können, da ich das Gefühl hatte, dass es überhastet und irgendwie zu leicht war (Bild an Besitzer). In einigen Fällen konnte ich nicht alles nachvollziehen und die Zeitsprünge wirkten gerade in der Verganenheit etwas unwillkürlich. Mich konnte auch das Knistern zwischen Noah und Helena jetzt nicht vollends überzeugen, von daher fand ich das Ende zwar nett, aber irgendwie nicht ganz stimmig. Die Autorin achtet auf viele Details, was den Lesefluss zwar nicht groß stört, aber zwischendurch doch etwas langatmig war. Ich kann die Story trotzdem empfehlen, da sie gerade im Erzählstrang der Vergangenheit sehr berührend und spannend war. Ich habe mich unterhalten gefühlt und die Emotionen der verschiedenen Figuren wurden gut transportiert. An Liebhaber von Familiengeschichten mit historischen Touch und einer nicht allzu ausgeprägten Liebesgeschichte kann ich diesen Roman auf jeden Fall weiter empfehlen. Fazit: Eine dramatische Liebes-/Familiengeschichte, die berühren kann. 3 Sterne.

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Catherine Sheperd - Sündenkammer Im Wald finden ein Vater und sein Sohn eine Leiche. Sie ist angebunden an einem Pfahl und alles ist wie eine Hexenverbrennung inszeniert. Kommissar Oliver Bergmann muss sich des Tatorts annehmen und bekommt wenig später sogar Zeugen präsentiert. Seine Ermittlungen führen zu einem Zirkel der "Schwarzen Freiheit". Ein satanischer Kult der auch vor Opfergaben nicht zurück schreckt. Werden seine Ermittlungen ihm zum Täter führen? Vor 500 Jahren in Zons gibt es eine Reihe ungeklärter Tode. Novizen aus dem naheliegenden Kloster werden tot aufgefunden. Schlägt die Rache des Geistes des verstorbenen Totengräbers zu? Der Soldat Bastian Mühlenberg nimmt Ermittlung auf und versucht das Puzzle zu lösen, doch auch die Mönche haben Geheimnisse, und Bastian, der des Lesens kundig ist, stößt auf eine interessante Spur... Ich kenne zwar schon einige Bücher der Autorin, aber "Sündenkammer" ist mein erster Zons-Thriller. Das Hörbuch, gelesen von Erich Wittenberg, konnte mich aufgrund des flüssigen und zeitangepassten Erzählstils schnell fesseln. Es gibt zwei Handlungsstränge, einmal die Vergangenheit in der der Stadtsoldat Bastian Mühlenberg im Vordergrund steht und versucht Morde an Knaben aufzulösen. Zum anderen steht Oliver Bergmann in der Gegenwart im Fokus, der Frauenmorde aufklärt. Wie die beiden Erzählebenen zusammen gehören wird nach und nach gelüftet, trotzdem scheint es auch eine direkte Verbindung zu geben, denn immer wieder schleichen sich Personen aus Gegenwart/Vergangengeit in die Träume. Wie das zusammen hängt, bleibt aber in diesem Hörbuch offen. Die Story ist spannend aufgebaut, wobei mir die Vergangenheits-Ebene etwas besser gefiel. Hier war für mich nicht so flott ersichtlich, wer der Täter ist, insgesamt wirkte es hier etwas gruseliger und hatte auch etwas mehr Thrill zu bieten als die Gegenwart. Der Strang um Kommissar Bergmann war zwar ebenfalls fesselnd, jedoch gab es hier auch mehr Gewalt und Brutalität, die in Einzelheiten geschildert wurden. Dazu kommt ein Hexenzirkel, ein paar Sünden und nicht zuletzt eine aufdringliche Tatverdächtige. Das Motiv ist schnell ersichtlich, jedoch nicht, wie der Täter an seine Opfer kommt. Bergmann erlebte ich als einen kompetenten, sympathischen Ermittler, der mich überzeugen konnte mit seiner offenen und fürsorglichen Art. Das er akribisch ermittelt, ist ein weiterer Pluspunkt. In der Vergangenheit hat mir Wilhelmine besonders gut gefallen, die sich auf die Jagd macht und den Vorsatz fasst, den Totengräber zur ewigen Ruhe zu geleiten. Die Charaktere wirken alle gut ausgearbeitet, ich konnte sie mir sehr gut vorstellen. Die Schauplätze sind ebenfalls gut beschrieben, der nächtliche Ausflug auf den Friedhof mit Wilhelmine, oder die Katakomben haben dem Hörer einen kleinen Grusel beschert. Aber auch die Tatortbeschreibungen waren anschaulich geschildert. Die Story war spannend, es gab einige Überraschungen und ein paar Irrwege, die Charaktere haben gut miteinander harmoniert, und die Story wirkte überwiegend rund, auch wenn nicht alle Fragen beantwortet wurden. Es wurden ein paar Themen angesprochen (Anna, Bastian, Träume, ¿) da hätte ich mir schon mehr Informationen zu gewünscht, einige andere Themen (Anna und ihr Freund) wirkten in die Story reingeworfen, und wollten irgendwie nicht recht passen. Dennoch, ich kann den Thriller empfehlen, da er mich gut unterhalten hat. Erich Wittenberg hat die Story zu einem angenehmen Hörerlebnis gestaltet. Seine intensive Stimme hat sehr gut zu den verschiedenen Charakteren gepasst, denen er mit winzigen Nuancen Leben eingehaucht hat und auch das Erzähltempo war angenehm, sodass ich der Geschichte jederzeit folgen konnte. Die düstere, beklemmende Atmosphäre des Thrillers konnte er ebenfalls gut auf den Hörer transportieren. Die MP3-CD ist in kurzen Tracks aufgeteilt, die einen problemlosen Wiedereinstieg jederzeit möglich macht und die Gesamtspieldauer beträgt ca 512 Minuten. Das Cover ist ein netter Blickfang, der brennende Schlüssel auf blau-grauem Hintergrund, dazu der rote Namenszug sind auffällig und wecken die Neugier. Fazit: Wenn Vergangenheit und Gegenwart aufeinander trifft und die Sünden immer die gleichen bleiben, dann wird es spannend. 3 Sterne.

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KJ. Howe - Die falsche Geisel Thea Paris ist eine der Besten in ihren Job. Sie und ihr Team befreien Geiseln überall auf der Welt. Doch als ausgerechnet ihr eigener Vater an seinem Geburtstag entführt wird, bricht eine Welt in ihr zusammen. Vor fast genau 20 Jahren wurde schon ihr Bruder Nikos entführt, der nach neun Monaten schlimmster Qualen und seelischer Grausamkeit befreit werden konnte. Könnte die Entführung des schwerreichen Unternehmers jetzt etwas mit dem anstehenden Öl-Deal in Kanzi zu tun haben? Oder hat der selbe Täter zwanzig Jahre gewartet, um erneut Geld aus der Familie zu pressen? Oder stecken ganz andere Motive hinter der Entführung? Als die Leichen sich häufen und es Anschläge auf Theas Leben gibt, wird ihr Rif, ein Teamkollege als Bodyguard zur Seite gestellt. Gemeinsam müssen sie Informationen über den Verbleib von Christos Paris einholen und ganz nebenbei die Firma ihres Vaters retten. Doch kann Thea, die bisher keine einzige Geisel verloren hat, diesmal ihre Familie retten? Der Thriller von KJ Howe war von der ersten bis zur letzten Seite spannend, fesselnd, actionreich und sehr kurzweilig. Der Schreibstil ist modern und locker, sodass sich die Geschichte schnell lesen lässt und flott zu einem Pageturner wird. Das Tempo ist recht hoch, die Action gewaltig, die Spannung durchgängig und die verschiedenen Handlungsstränge führen am Ende gut zusammen und lassen kaum Fragen offen. Der Autor kann mit der Lebendigkeit und Ausarbeitung seiner Charaktere punkten. Sie agieren realitätsnah und wirken nicht zu übertrieben. Hier gibt es keine "Superhelden" und "Alleskönner", hier bekommt jeder Charakter mehrere Facetten, hat Probleme, Ecken und Kanten, und genau das, hat mich an dem Thriller fasziniert. Thea ist von der ersten Seite an sympathisch, ihre Schuldgefühle ihrem älteren Bruder gegenüber waren greifbar, da er an ihrer statt vor Jahren entführt wurde. Sie ist in ihrem Job großartig, wirkt aber nicht übertrieben. Sie ist eine toughe Frau mit kleinen Schwächen, was ihre Figur glaubwürdiger macht. Mich hat beeindruckt, wie sie mit ihrer Krankheit umgeht, auch wenn ihre Kollegen nichts davon wissen. Rifat, ihr Partner und Sohn des Sicherheitschefs von Christos Paris, war sympathisch und hat schlagkräftige Argumente ihn zu mögen, auch wenn er streckenweise recht distanziert wirkt. Er mag Thea gern, obwohl diese nicht gerade begeistert ist, dass Rif auf sie aufpassen soll. Rif hat es nicht ganz so mit Autoritäten, legt den einen oder anderen Befehl etwas großzügiger aus, trotzdem mochte ich ihn von der ersten Seite an. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht zu den Charakteren sagen, die zahlreich und allesamt gut ausgearbeitet waren. Denn nichts ist, wie es scheint und genau das macht den Reiz der Geschichte aus. Die Schauplätze sind anschaulich beschrieben, die Handlung selbst ist größtenteils gewalttätig und brutal, aber nicht bis ins kleinste Detail geschildert, was mir besonders gut gefällt. Ebenfalls positiv aufgefallen ist, dass es keine bedeutende Liebesgeschichte oder sich anbahnende, leidenschaftliche Beziehung zwischen den Protagonisten gibt, die den Thriller stören. Die beklemmende und angespannte Atmosphäre ist gut eingefangen, die politischen Themen wirken gut eingearbeitet, das medizinische Wissen ist präsent und ebenfalls gut in der Story untergebracht. Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann wären es wohl die zahlreichen Wiederholungen. Die stören allerdings den Lesefluss nicht, sind einfach nur "da" und integrieren sich in die Story. Hier hätte man etwas weniger erwähnen können, das Thea an Diabetes leidet, sich Rif und Nikos spinnefeind sind oder das Thea an Schuldgefühlen gegenüber Nikos leidet. Es gehört zur Story, ja, es stört auch nicht wirklich, aber es ist mir halt aufgefallen. Nichtsdestotrotz kann ich diesen Thriller auf jeden Fall empfehlen, der ein hohes Tempo, eine actionreiche, mitreißende Story bietet und von der ersten bis zur letzten Seite kurzweilig war. Ich kannte bisher noch kein Buch des Autoren, aber ich werde sicherlich noch mal was von KJ Howe lesen, denn mich hat der Thriller gut unterhalten. Ich wollte das Buch überhaupt nicht zur Seite legen. Tatsächlich könnte ich mir die Story auch verfilmt gut vorstellen. Das Cover passt zum Inhalt der Story, auch wenn ich mir Thea keineswegs als highheelstragendes Supermodel vorstelle. Fazit: durchgängig spannender Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat. 4 Sterne.

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Alexander Oetker - Zara und Zoë, Rache in Marseille Zoë arbeitet für die Mafia, ist eine Problemlöserin, und sie ist als Fürstin der Dunkelheit bekannt, jeder fürchtet sie und doch ist sie wie ein Phantom, dass die Polizei nicht schnappen kann. Sie ist knallhart, furchtlos und sie kennt nur eins: gewinnen. Sie respektiert nicht viele Leute, aber das muss sie auch nicht, denn ihr Ruf eilt ihr meilenweit voraus. Zara ist das genaue Gegenteil, sie arbeitet hart, ist distanziert und kann keine Regeln brechen, ist nicht in der Lage, jemandem weh zu tun und sie arbeitet bei Europol. Die Zwillingsschwester muss nun einen Fall aufklären, der ein totes Mädchen beinhaltet. Sie weiß genau was passieren wird, das etwas größeres hinter dem Tod des Mädchens steckt, doch ihr sind die Hände gebunden. Es gibt nur einen Weg um dieses Chaos in den Griff zu bekommen: Sie muss mit ihrer Schwester reden. Doch Zoë und Zara haben seit über zehn Jahren nicht mehr gesprochen, im Gegenteil, die eine Schwester wünscht der anderen den Tod und als die beiden aufeinander treffen, wird es heftig. Ist Zoë bereit, sich ausnahmsweise mal auf die "richtige" Seite des Gesetzes zu stellen? Und wenn ja, wird sie in der Lage sein den Fall zu lösen? Was passiert, wenn die Mafia Wind davon bekommt? Wie weit ist Zara bereit zu gehen? Ich habe die Story als Hörbuch gehört, gelesen von Beate Rysopp. Der Thriller erzählt eine brutale, spannende und faszinierende Story aus den tiefen Abgründen der Menscheit, die nach noch mehr Macht streben. Dabei schrecken sie vor nichts zurück. Der Erzählstil ist temporeich, flüssig und modern. Die Spannung wird sehr schnell aufgebaut und durchgängig bis zum Ende gehalten. Dabei legt der Autor viel Wert auf die Schauplätze, bringt den französischen Flair genauso gut rüber wie die düstere, angespannte Atmosphäre. Die Charaktere sind lebendig ausgearbeitet. In der Hörbuchversion hatte ich kleine Schwierigkeiten, den vielen verschiedenen Charakteren zu folgen, die zwar allesamt gut ausgearbeitet wirken, aber dennoch zahlreich waren. Schnelle Perspektivwechsel, kleine Cliffhanger und einige Überraschungen sowie nicht vorhersehbare Wendungen haben die Neugier aufrecht erhalten und die Spannung stetig gesteigert. Zoë ist knallhart, distanziert und strahlt eine ungeheure Dominanz aus, sie ist impulsiv und schreckt ebenfalls vor nichts zurück. Sie hat aber auch eine verletzliche Seite, die sie allerdings nur sehr kurz zeigt. Was sie will, nimmt sie sich. Im Gegensatz dazu ist Zara fast schon zahm, aber nicht weniger dominant. Ihr Autismus lässt sie schnell Muster erkennen, sie hat ein paar Rituale, so wie das Schreiben in ihr Notizbuch. Sie ist verheiratet, hat Familie und hat vor vielen Jahren mit ihrem Vater und ihrer Schwester gebrochen, da sie es nicht aushält, gegen Regeln zu verstossen. In kurzen Rückblicken wird nur an der Oberfläche gekratzt, was damals passiert ist, und ich bin mir sicher, dass es hier noch sehr viel Potenzial für weitere Bücher gibt, die ich ganz bestimmt lesen werde. Isaakson, der Partner von Zara war mir auf Anhieb sympathisch, er braucht starke Nerven um mit Zara und ihren Eigenheiten Schritt zu halten, obwohl er ihr "untergeordnet" ist und weniger dominant erscheint, wirkt er zu keiner Zeit schwächlich oder seinen Job nicht gewachsen. Ihn habe ich als sehr angenehm empfunden. Auch die "Bösewichte" der Geschichte wirken gut ausgearbeitet. Lediglich das Finale war mir ein Ticken zu schnell, die Auflösung wird glaubhaft und nachvollziehbar präsentiert, hätte aber noch eine größeren Knalleffekt haben können. Trotzdem hat mir der Thriller sehr gut gefallen und ich kann diesen auf jeden Fall weiter empfehlen. Die Dynamik zwischen den Schwestern ist sehr interessant, die Konfliktsituationen stechen hervor, werden aber von der Vergangenheit zwischen den beiden nicht überschattet und die Story selbst ist kurzweilig und temporeich. Die Synchronsprecherin Beate Rysopp hat mich sofort abgeholt. Ihre Stimme ist markant, das Lesetempo hat mir super gefallen und ich kam, bis auf die Zuordnung der Charaktere auch sehr gut mit. Mit gefiel, mit wieviel Elan sie die Story beschreibt und das sie die Emotionen und die Atmosphäre auf den Hörer transportieren kann. Sie gibt Nuancen in ihre Stimme, um den Charakteren Individualität und Lebendigkeit zu verleihen. Außerdem vermittelt sie eine düstere, beklemmende Atmosphäre sodass der Hörer mitfiebern und mithoffen kann. Die relativ kurzen Tracks auf der MP3 CD sorgen für einen reibungslosen Wiedereinstieg in die Story. Das Cover ist ansprechend. Fazit: Zwei Schwestern die nicht unterschiedlicher sein könnten, Killerin und Polizistin, vereint im Kampf gegen Mord und Terrorismus. 4,5 Sterne.

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Ilona Andrews - Hidden Legacy, Band 3, Wilde Schatten Victoria Tremaine ist der Grund, warum Nevada Baylor sich doch darauf einlässt, ein eigenes Haus zu gründen. Jene Frau, die damals Nevadas Vater so unter Druck gesetzt hat, dass er floh, erhebt nun Anspruch auf Nevada und deren Schwestern, denn das Haus Tremaine stirbt mit Victoria. Doch Nevada hält nicht viel von ihrer machtgierigen, rachsüchtigen Oma und will auch nichts mit ihr zu tun haben. Wenn Nevada ein Haus gründet, wäre sie für drei Jahre vor den magischen Häusern sicher, sie könnte sich in der Zeit Allianzen aufbauen, Geld anhäufen und sich einen passenden Ehemann suchen, der zu ihrem Genprofil passt, und somit hochbegabte Kinder hervorbringen. Connor steht ihr zur Seite und obwohl es ihn schier zerreißt, dass Nevada einen anderen Mann wählen könnte, versucht er sich im Hintergrund zu halten, damit ihr keine Nachteile durch die Verbindung zu ihm entstehen. Als plötzlich Rynda Charles vor ihr steht, eine hochbegabte Empathin und ausgerechnet die Tochter von Olivia, die sie und Rogan vor gar nicht allzulanger Zeit getötet haben, da sie in den Machenschaften des Imperiums verwickelt ist, dass "eine neue Weltordnung" herstellen will und den Unbekannten namens "Caesar" unterstützen, denkt sie zuerst daran, dass es hier um Rache geht. Doch weit gefehlt, Ryndas Ehemann wurde entführt und die Entführer wollen etwas, das Olivia versteckt hat. Der ohnehin schon komplizierte Auftrag wird noch dadurch erschwert, das es sich bei Rynda um die Ex-Verlobte von Connor Mad Rogan handelt, und diese schmeisst sich auch prompt wieder an Nevadas Freund heran. Wird Nevada den Fall aufklären können, denn schon bald gibt es Beweise für eine Verschwörung und wenn das nicht schon allein schlimm genug wäre, versucht Victoria ihre Enkelin einzuschüchtern und sie zur Mitarbeit zu zwingen... Wow, ich habe den dritten Band der "Hidden Legacy"-Reihe verschlungen. Fand ich die ersten beiden Teile schon super, so hat mir "Wilde Schatten" noch ein klein bisschen besser gefallen. Damit hat es Ilona Andrews wieder geschafft: Ich habe mein Jahreshighlight im Bereich Fantasy schon gefunden. Obwohl es auch möglich wäre, dieses Buch separat zu lesen, empfehle ich, die Reihe von Anfang an zu lesen, da sich hier sonst einige Situationen nicht ganz zuordnen lassen. Der Erzählstil ist locker flockig, temporeich, fesselnd und mitreißend, die Story wird aufgrund der guten Balance zwischen Spannung, Überraschungen, Emotionen und Action schnell zu einem Pageturner. Ich brauchte nur wenige Sätze, und ich war sofort wieder in der Story drin, die mit kleineren Rückblicken gespickt ist. Dazu kommt die mystische Komponente und die Liebesbeziehung zwischen Connor und Nevada, die aber nicht zu präsent ist. Die Konfliktsituationen sind hier sehr gut herausgearbeitet, sodass sie glaubhaft und ja, auch manchmal ziemlich witzig, präsentiert werden. Es gibt gleich mehrere Handlungsstränge: Zum einen Nevada die ihr eigenes Haus gründen will, und darauf wartet, dass sie und ihre Familie die Prüfungen bestehen, was schon allein für ein paar unschöne Situationen sorgt. Da die Prüfungen erst nach einer gewissen Zeit gemacht werden dürfen, nutzt sie die Zeit um Brian Sherwood zu finden, der entführt wurde. Nebenher muss sie sich mit Brians Frau Rynda herumschlagen, die die Nähe und Sicherheit von Rogan sucht. Victoria Tremaine versucht ihrer Enkelin habhaft zu werden und schickt ihr eine Killertruppe hinterher und nicht zuletzt gibt es dann noch das Problem, dass plötzlich Interessenten auftauchen, die sie nur aufgrund ihrer Gene heiraten wollen. Die Story ist wunderbar abwechslungsreich, es macht Spaß den Dialogen zu folgen, die Schauplätze und die Handlung selbst wirkt so lebhaft und ausdrucksstark, dass die gesamte Geschichte kurzweilig und viel zu schnell vorüber ist. Nicht alle Fragen werden beantwortet und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung. Ilona Andrews hat ihren Charakteren eine schöne Tiefe und Lebendigkeit eingehaucht. Sie wirken realitätsnah und selbst die Bösewichte haben das "gewisse Etwas", das sie zu interessanten Figuren macht. Mir gefällt die Vielzahl der Facetten, die die Charaktere hervorbringen, dass sich die Autorin immer wieder etwas neues für sie einfallen lässt. Egal ob es sich um einen Pflanzenmagier, Tiermagier oder Elementmagier handelt, uns wird immer wieder etwas neues präsentiert. Nevada hat mir hier auch wieder sehr gut gefallen, über die Bücher hinweg macht sie eine schöne Entwicklung durch, sie wirkt mit jedem Band reifer und erwachsener, sie entscheidet zum Wohl ihrer Familie, aber sie sorgt auch dafür, dass es ihr gut geht mit ihren Entscheidungen. Besonders gut wurden hier auch die Familienmitglieder und Rogan in Szene gesetzt, der diesmal eher im Hintergrund agiert, um Nevada nicht als schwach darstehen zu lassen. Er handelt somit gegen alle seine Prinzipien, denn am liebsten will er sie in Watte packen, beschützen und jeden töten, der es wagt, sich mit ihr anzulegen. Dieser Twist ist ebenfalls sehr gut herausgearbeitet und genau das bringt auch die richtige Würze in die Beziehung. Einfach nur klasse, und ich kann die Reihe auf jeden Fall empfehlen. Das Cover passt sehr schön zur Reihe, ist farblich nicht zu aufdringlich und die Details machen daraus einen hübschen Blickfang. Fazit: Mein Jahreshighlight aus dem Bereich Fantasy. 5 Sterne.

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Petra Durst-Beninng - Die Fotografin, 2, Die Zeit der Entscheidung Mimi Reventlow fühlt sich sehr geschmeichelt, als ihr der smarte Johann nachreist und sie sich in dem kleinen Örtchen Laichingen wiedertreffen. Johann alias Hannes will die Weberbetriebe unter die Lupe nehmen und die Missstände vor allem beim machtgierigen Gehringer aufdecken und nebenbei ist es nett, auch Zeit mit Mimi zu verbringen. Die Wanderfotografin kümmert sich liebevoll um ihren schwerkranken Onkel Josef und versucht gleichzeitig Fuß in dem kleinen Dorf zu fassen. Freundinnen zu finden ist schwierig, aber nicht unmöglich und sie muss viel Leid mit ansehen. Wird sie sich entscheiden, in dem kleinen Dörfchen zu bleiben? Ich kenne noch kein Buch der Autorin, durfte aber an einer Hörrunde zu Band 2 teilnehmen. An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei dem Verlag und Lovelybooks für das Hörbuch bedanken, dies beeinflusst meine ehrliche Meinung aber nicht. Es ist sicherlich vom Vorteil, wenn man den Vorgänger kennt, aber ich persönlich kam bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr gut in die Geschichte, da es kleinere Rückblicke gibt. Nachdem ich für mich erst mal die verschiedenen Charaktere sortiert habe, war es auch kein Problem der Geschichte zu folgen. Allerdings bin ich neugierig geworden, und so werde ich Band 1 in Kürze nachholen. Der Erzählstil ist locker, flüssig und der Zeit angepasst. Die Geschichte spielt um 1910 in der schwäbischen Alb in dem Dorf Laichingen. Die Atmosphäre, die teils hoffnungslos, teils Armut, teils Resignation ausstrahlt, ist gut eingefangen. Der große Macher im Dorf ist der Weberei-Besitzer Gehringer, der seine Mitarbeiter ausbeutet und seinen Machthunger nicht stillen kann. Mimi ist eine toughe Frau, die sich wenig sagen lässt und versucht die Umstände etwas zu verbessern. Obwohl historische Bücher nicht zu meinen Favoriten gehören, muss ich sagen, dass mich die Geschichte überrascht hat. Sie konnte mich schnell fesseln und ich blieb aufgrund der vielen Perspektivwechsel, überraschenden Wendungen und großen und kleinen Dramen stets neugierig. Die Charaktere wirken realitätsnah und lebendig ausgearbeitet. Fangen wir mit Mimi an, sie hat das Herz am rechten Fleck, wirkt sympathisch, versucht sich in ihre Mitmenschen hineinzuversetzen und ihnen zu helfen, auch wenn sie damit die eine oder andere Grenze etwas überschreitet. Sie ist zwar nicht übertrieben neugierig, aber sie mischt sich ab und an schon etwas ein, was einigen Dorfbewohnern natürlich nicht passt, ganz besonders nicht dem Gehringer, der ja eine Machtposition innehat und freies Denken unerwünscht ist. Johann alias Hannes, den sie im ersten Buch getroffen haben muss, ist in Laichingen ebenfalls zu hause, doch er konnte mich gar nicht von sich überzeugen. Ich habe ihn zwar als motivierten, aber nicht unbedingt aufrichten Mann kennengelernt. Ich empfand ihn als distanziert und so konnte ich ihm überhaupt nicht nahe kommen. Besonders mitgefiebert habe ich mit Alexander und Anton, zwei Freunde die beide nicht unterschiedlicher sein könnten. Anton will unbedingt in die weite Welt, Alexander träumt von einem Kunststudium doch als Sohn eines Webers hat er da nicht viele Alternativen. Die Handlung selbst, aber auch die Schauplätze sind hier gut beschrieben, sodass ich mir die Story jederzeit gut vorstellen konnte und ich ein Bild von der Umgebung vor Augen hatte. Die Story selbst hat ein gutes Tempo, immer wieder passiert etwas, sodass man weiter dran bleiben möchte. An manchen Stellen wirkte es ein klein wenig aufgesetzt und zu viel des Guten, an anderen Stellen hätte ich mir etwas Offenheit gewünscht, aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Svenja Pages, die Snychronsprecherin, konnte mit ihrer ausdrucksstarken und vielseitigen Stimmfarbe das Hörbuch noch toll aufwerten. In einem angenehmen Tempo, mit vielen unterschiedlichen Nuancen hat sie den verschiedenen Charakteren und der Handlung wunderbar Leben eingehaucht. Die Emotionen und die Atmosphäre hat sie sehr gut auf mich transportieren können. Die MP3 CD's sind in kurzen Tracks zwischen ca. 2 und 7 Minuten aufgeteilt, was einen problemlosen Wiedereinstieg bei Pausen möglich macht. Das Cover passt zum Inhalt und auch zu der Zeit, ist nett anzusehen. Fazit: Eine schöne Geschichte über eine sympathische, toughe Wanderfotografin, die das Leben vieler Menschen verändert und Mißstände nicht hinnehmen möchte. Knappe 4 Sterne.

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Louise Bay - British Knight Alexander Knightley hält nicht viel von Privatleben, da er ein angesagter Top Anwalt ist und in die Fußstapfen seines Vaters tritt. In der Kanzlei ist er als Workaholic bekannt, kommt als erster, geht als letzter, macht alles selbst und lässt sich nicht ins Handwerk pfuschen. Als ihm ausgerechnet die attraktive, selbstbewußte Amerikanerin Violet King als Assistentin an die Seite gestellt, erinnert er sich, sie schon kurz zuvor gesehen zu haben. Eine Ablenkung kann er überhaupt nicht gebrauchen und schmeisst sie kurzerhand aus dem Büro. Doch Violet, die schon Erfahrung mit hartarbeitenden, rauen Männern gemacht hat, lässt sich nicht einschüchtern und erledigt ihre Arbeit, wenn er bei Gericht ist. So gut, das Alex sie einfach nicht ignorieren kann. Violet will einen Neuanfang, in London will sie sich über ihre Zukunft klar werden und die Ketten der Vergangenheit abschweifen. Doch das ist nicht ganz so einfach, denn sie fühlt sich ausgerechnet zu Alex hingezogen. Aber sie und ein Workaholic? Das kann nicht gut gehen, oder? Und schließlich will sie sich nie mehr das Herz brechen lassen. Ich kenne bereits alle drei Vorgängerbücher der Reihe von Luise Bay und ich bin immer wieder aufs neue begeistert, wie die Autorin eine absolut tolle, erotische wie emotionale Story mit so einer Leichtigkeit und Humor, aber auch einer angenehmen Tiefe verfasst, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen kann und will. Auch beim vierten Teil, der eigenständig gelesen werden kann, obwohl hin und wieder die Figuren aus den Vorgängern auftauchen, war ich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, konnte in die Welt von Violet und Alex abtauchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dabei doch die eine oder andere Gemeinsamkeit haben. Der Erzählstil ist modern, locker leicht und im Gegensatz zu den Vorgängerbänden gab es hier weniger Satzwiederholungen und auch das unbeliebte F-Wort wird hier deutlich weniger genannt, sodass die Geschichte viel ausgewogener wirkt. Außerdem sind auch hier wieder die Beschreibungen der Schauplätze toll gelungen. Die Charaktere wirken auch hier lebendig und facettenreich, sie haben eine schöne emotionale Tiefe, die Konfliktsituationen sind realistischer aufgebaut und die Dynamik der handelnden Figuren gefällt mir sehr gut. Alex ist ein netter Kerl, der im Schatten seines verstorbenen Vaters steht und versucht (nicht nur versucht) genauso gut wie sein Vater, wenn nicht sogar besser zu sein. Das er da keine Zeit fürs Privatleben hat, sich verausgabt und das Leben zu leben vergisst ist da selbstverständlich. Erst Violet lässt ihn aufhorchen und er kann sich nur schwer aus seiner Lebenspirale lösen. Ich fand ihn trotz allem sympathisch, auch wenn seine Fehler nachvollziehbar waren, hätte ich ihn trotzdem hin und wieder schütteln mögen. Ein Blick hinter die Fassade reicht eigentlich aus, dass er nichts mit dem Leben anzufangen weiß, weil er eben nichts anderes gelernt hat. Violet ist ein Wirbelwind, anfangs wirkt sie etwas chaotisch und unorganisiert, aber das ist sie gar nicht. Sobald sie ihren Job in der Kanzlei annimmt, zeigt sie ihr wahres Potenzial und nach und nach erfahren wir ein wenig was über ihre Vergangenheit und ihre Beziehung zu Männern. Das sie von ihrem Ex gleich um eine ganze Firma geprellt wurde, steht hier immer wieder zur Debatte, wird aber nicht sonderlich in den Fokus gerrückt, ich dachte da kommt vielleicht noch das eine oder andere dazu. Sie war mir ebenfalls sehr sympathisch, und bereits in der Geschichte um ihren Bruder Max hatte ich sie positiv und lebensfroh in Erinnerung. Jetzt bleibt noch Darcy übrig, die immer noch nicht in festen Händen ist, aber ich hoffe ihre Geschichte ist bald die nächste. Ich habe mich wieder wunderbar unterhalten gefühlt. Es gab ein paar Überraschungen, einiges war vorhersehbar, natürlich gab es Klischees die einfach für mich dazugehören, die Erotik war präsent, war detailliert und nett beschrieben, aber alles in allem war es weniger, als in den Vorgängern und ehrlich gesagt, auch geschmackvoller, obwohl die anderen Bände ebenfalls toll waren. Ich glaube, die Geschichte um Alex und Violet ist mein Favorit aus der Reihe, wenn auch nur mit einer knappen Nasenspitze vorn. Ich bin wiedereinmal begeistert von der temporeichen, romantischen und fesselnden Story. Das Cover passt sehr gut in die Reihe und ich mag es. Fazit: Für mich das beste Buch aus der Reihe, erotisch und emotional, fesselnd und magisch. 5 Sterne.

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Stefan Anhem - 10 Stunden tot Fabian Risk hat es im moment nicht leicht und deswegen hat er sich auch eine Auszeit von der Polizeiarbeit genommen, um sich für seine zerbrechene Familie Zeit zu nehmen. Das ausgerechnet auf seine Tochter geschossen wurde, konnte er nicht absehen und noch weniger verkraften. Das er sich ausgerechnet mit der Waffe vor dem Täter verteidigen musste, die sein Sohn mit nach Hause gebracht hat, wirft Fragen auf. Um seine Ehe steht es auch nicht zum Besten und er versucht das bestmögliche zu machen, um seinen Sohn Theo zum reden zu bringen, um Matilda die Angst zu nehmen, denn sie glaubt weiterhin fest daran, dass ein Geist prophezeit, jemand aus ihrer Familie würde sterben und nicht zuletzt um sich mit seiner Ehefrau Sonja wieder anzunähern. Doch dann holen ihn seine Kollegen aus dem Urlaub, denn sie haben gleich mehrere offene Fälle. Ein kleiner syrischer Junge wurde in einer Waschmaschine zu Tode geschleudert. Es gibt einige Spuren, ist ein Pädophiler oder doch eine rechtsradikale politische Gruppe darin involviert? Irene Lilja ermittelt mit Klippan, und gerät selbst ins Fadenkreuz, als sie zu tief buddelt. Außerdem wird eine ermordete Frau aufgefunden, die nur Tage vorher zur Polizei gegangen ist, um Anzeige zu erstatten, jedoch nicht ernst genommen wurde, weil sie ihren Stalker nicht beschreiben konnte. Weiterhin gab es einen Mord in einem Kaufhaus, in dem der maskierte Täter einen Fleischverkäufer vor Zeugen niedergemetztelt hat. Und nicht zuletzt ermittelt Fabian Risk heimlich in einem Fall seines toten Kollegen Elvin, der auf einer besonders heißen Spur war... Gibt es einen Mörder direkt unter ihnen? Ich kenne noch nicht alle Krimis aus der Fabian Risk-Reihe, aber den direkten Vorgänger "Minus 18 Grad" habe ich verschlungen. Ich bin zugegenen auch kein großer Fan von Krimis aus Schweden, aber Stefan Anhem ist ein Autor, der mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln kann und besonders gut gefällt mir, dass trotz hoher Seitenzahlen oder auch vieler Tracks im Hörbuch, die Story von Anfang bis Ende spannend, fesselnd, vielseitig und durchweg interessant bleibt. Ich habe das Ebook und parallel dazu das Hörbuch gehört, denn ich mag es, direkte Vergleiche zwischen beiden Medien ziehen zu können. Da es sich um die ungekürzte Fassung handelt, gab es hier keine wesentlichen Unterschiede. Der Schreibstil von Stefan Anhem ist durchweg modern, flüssig und lässt sich leicht lesen, was dazu führt das das Buch nach wenigen Seiten schon ein Pageturner trotz der verschiedenen Handlungsstränge und seiner Komplexität ist und ich es nur schwerlich aus der Hand legen konnte. Schauplätze und insbesondere Tatorte sind detailliert, bildhaft dargestellt, sodass ich mir diese sehr gut vorstellen kann. Mich würde es übrigens nicht wundern, wenn es irgendwann eine Verfilmung der Bücher geben würde. Zurück zu den Tatorten, diese sind teilweise unschön beschrieben und vielleicht nicht unbedingt was für schwache Nerven, obwohl ich auch schon deutlich gewalttätigeres gelesen habe. Der Autor schafft es, den Ekelfaktor recht gering zu halten. Die Charaktere wirken auch hier wieder lebendig und facettenreich, ich mag wie der Autor seinen Figuren Leben einhaucht. Sie besitzen allesamt eine angenehme Tiefe, wirken realtitätsnah, haben ihre Sorgen und Nöte, und das macht sie menschlich. In diesem Buch gibt es keine "Übermenschen", keine besondere Helden, keine besonderen Bösewichte. Alles wirkt so realistisch und normal, dass es sich vielleicht sogar einfach nur um einen Nachbarn handeln könnte (hoffentlich nicht!). Fabian gefällt mir auch diesmal als Hauptfigur sehr gut. Er wirkt oft überfordert, versucht das richtige zu tun, will das seine Familie nicht zerbricht, was nicht gerade einfach ist, wenn seine Ehefrau Sonja ihm die kalte Schulter zeigt, sein Sohn Theodor scheinbar schwerwiegende Geheimnisse hat und seine Tochter mehr auf einen Geist hört, als auf ihren Vater. Etwas befremdlich ist, nachdem Matilda aus dem Krankenhaus kommt redet sie ihren Vater nur noch mit "Fabian" an. Nachdem "Minus 18 Grad" so tragisch geendet hat, läuft der Handlungsstrang um die verdeckten Ermittlungen von Elvin weiter. Hier hat er seinen Kollegen in Verdacht, einige Morde begangen zu haben. Risk ermittelt und muss plötzlich mit genau diesem Kollegen wieder arbeiten, was zu der einen oder anderen kleinen Schwierigkeit führt. Dunja Hougaard ist untergetaucht, die Kollegen versuchen sie zu finden, zwar steht sie nicht unbedingt im Fokus der Story, aber ich hatte mich schon gefragt, wie es mit ihr weiter geht und ich muss mich wohl bis zum nächsten Band gedulden, wie es mit ihr weiter geht. Überhaupt endet das Buch diesmal mit einem echt fiesen Cliffhanger, der mich ein wenig ärgert, aber natürlich verstehe ich, dass man die Spannung auf den nächsten Krimi schon mal legen muss. Die Story ist durchgängig spannend, fesselnd und auch emotional, denn wie könnte man nicht emotional werden, wenn ein Kind in der Waschmaschine zu Tode geschleudert wird. Gerade Irene Lilja nimmt diesen Fall sehr persönlich und gerät selbst ins Fadenkreuz brutaler und abscheulicher Täter. Die verschiedenen Perspektivwechsel machen die Story noch spannender, egal ob es um Fabian oder Irene, ob es um Dunja oder sogar um die Sicht des Täters geht, jeder muss sich mit seinen eigenen Problemen herumschlagen. Gerade die Sicht des Täters ist erschreckend, da er keinem Muster folgt. Wie sollen Fabian und sein Team ihn nur schnappen. Es gibt einige Handlungsstränge die nicht zu Ende geführt werden, was das ganze ein wenig unbefriedigend macht, dennoch ist das Buch so fesselnd, dass ich es nicht zur Seite legen konnte. Die Hörbuchversion besteht aus 2 mp3 CDs (ca 840 Minuten) und David Nathan leiht dem Krimi seine Stimme. Das ist mit einer der Gründe, warum ich unbedingt das Hörbuch hören wollte, da er für mich einer der besten Synchronsprecher ist, ich seine Stimme sehr angenehm finde. Gekonnt baut er auch hier wieder schnell die Spannung auf, liest die Geschichte temporeich und emotional, entschleunigt sie, wenn es ruhigere Passagen gibt. Er gibt seinen Charakteren eine besondere Note und ich hatte das Gefühl, mitten in der Story zu stehen. Die Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert und passt sehr gut zu diesem Krimi. Eins ist klar, zu jeder Zeit kann er die Stimmung halten, die Atmosphäre einfangen und auf den Hörer transportieren. Egal ob Hörbuch oder in Print/Ebook, ich kann diesen Krimi auf jeden Fall empfehlen, da die Story zwar komplex aber durchweg faszinierend und spannend ist. Der Krimi ist eigenständig lesbar, auch wenn die Grundgeschichte durchgängig ist. Es gibt kleinere Rückblicke auf die Geschehnisse in der Vergangenheit. Das Cover ist mit der blauen Schrift auf dem grauen Landschaftscover ein netter Blickfang. Fazit: Spannender, komplexer Krimi der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt und Fabian Risk und sein Team vor fast unlösbare Aufgaben stellt. 4,5 Sterne.

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