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Alle Rezensionen von adel69

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Worum geht es in dem Buch? Es geht um Mattias - die Zeit, als er noch lebte, und die Zeit nach seinem Tod. Menschen, die viel, wenig oder gar nicht mit ihm zu tun hatten, werden beleuchtet. Sie erzählen aus der Ich-Perspektive - über manche wird aber auch aus der auktorialen Erzählperspektive berichtet. Da gibt es Amber, Mattias` Freundin, die seit seinem Tod nur noch funktioniert. Die Großeltern Riet und Hendrik, die alt und gebrechlich sind und viel mit sich selbst zu tun haben, werden dem Leser vorgestellt. Der Tod ihres Enkels Mattias beschäftigt aber auch sie. Der Leser erfährt von Nathan, einem Alkoholiker, der an einem Verkaufscoaching teilnimmt. Ein Kapitel widmet der Autor Kristianna. Sie ist Mattias` Mutter, die immer noch versucht, den Tod ihres Sohnes zu begreifen. Noch weitere Personen werden in diesem Buch vorgestellt. Meine Meinung zu diesem Buch: Ich wollte dieses Buch lesen, denn ich fand die Thematik interessant. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Stil des Romans gefällt mir, manche Sätze finde ich literarisch besonders gelungen. Von der Handlung her ist "Nach Mattias" kein Buch, in dem nur Traurigkeit an vorderster Stelle steht - es ist ein Buch, das auch Zuversicht gibt und zum Nachdenken anregt. Es zeigt viele Leute, die versuchen, mit ihrer Trauer umzugehen und weiterzumachen. Die verschiedenen Charaktere fand ich faszinierend. Als Leserin mochte ich manche Charaktere mehr, manche weniger. Nathan war mir beispielsweise unsympathisch - und ich wusste lange Zeit nicht, warum ihm in dem Buch ein Kapitel gewidmet wurde. Gegen Schluss jedoch konnte ich es herausfinden. Amber mochte ich anfangs auch nicht sehr - aber sie entwickelt sich, und am Ende fand ich sie bewundernswert. Die Großeltern fand ich sehr sympathisch - und auch Mattias` Kristianna. Sie sind beide für mich gut und nachvollziehbar geschildert. Auch Mattias mochte ich. Lange Zeit erfährt man als Leser nicht, wie er ums Leben kam. Man weiß nur bald, dass er es nicht freiwillig tat. Er hatte noch so viele Pläne im Leben! Sehr positiv bewerte ich auch, dass es hinten in dem Buch noch ein Interview mit dem Autor gibt. Darin erfährt man, wie er diesen Roman entwickelt hat. Ich vergebe dem Buch "Nach Mattias" alle fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Worum geht es in dem Buch? Ester und Raffaele heiraten nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie stammen beide aus einer ländlichen Region in Sardinien und kennen sich schon ziemlich lange. Sie ziehen nach Mailand, wo Raffaele eine Arbeit hat. Tochter Felicita kommt auf die Welt. Sie wird von ihrer Mutter Ester verwöhnt - entwickelt jedoch im Laufe der Jahre andere Ansichten über vieles als ihre Mutter. Ester sehnt sich zurück nach Sardinien. Felicita dagegen würde lieber in Mailand bleiben. Sie schätzt die moderne Stadt mit ihrem Warenangebot und die Toleranz der Bewohner. In Sardinien wird man, wenn man aus einer anderen Region Italiens stammt, sofort schief angesehen. Ester kann sich schließlich durchsetzen. Und so zieht die Familie zurück in das sardische Dorf, aus dem Ester und Raffaele kommen. Sie ziehen zu Esters Familie. Das Leben ist nicht leicht in Sardinien. Nicht nur wegen der ständig missmutigen Großmutter, die sich konstant weigert, das Meer sehen zu wollen. Die Arbeitsmöglichkeiten sind auch nicht so zahlreich wie in Mailand - und Raffaele hilft in der Landwirtschaft von Esters Familie mit. Auch Felicita fällt es schwer, sich in Sardinien einzugewöhnen. Auf dem Gymnasium hat sie keine guten Noten, Ihre Figur ist etwas pummelig. Doch sie ist selbstbewusst. Als sie sich in Sisternes - einen jungen Mann aus einer wohlhabenden Familie - verliebt, scheint alles perfekt. Auch für die Mutter Ester, die mit Hingabe Vorbereitungen für die Hochzeit zwischen Felicita und Sisternes trifft. Als Felicita den Eindruck bekommt, dass Sisternes sie nicht liebt - und sie nur aus Anstand heiraten wird, fasst sie einen kühnen Plan. Meine Meinung zu dem Buch: Der Roman ist aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) geschrieben. Ich mag den Schreibstil der Autorin. Er ist nicht ausschweifend. Die Autorin schafft es, große Zeitspannen in kurzen Kapiteln zu erzählen. Anfangs gibt es wenige Dialoge in dem Buch, dafür viel indirekte Rede. Das liest sich schön und literarisch niveauvoll. Erst als Felicita beginnt, ihre Pläne zu entwickeln, um doch noch ihr wahres Glück im Leben zu finden, gibt es auch mehr Dialoge. In dem Buch gibt es einige Personen, die sich über ihre politische Meinung definieren. So ist Raffaele offen für die westliche Welt, weil er sich im Krieg mit einem amerikanischen Jazzmusiker anfreunden konnte. Sein Bruder Felice dagegen ist glühender Kommunist und stirbt jung. Einige Personen suchen nach dem einzig wahren Glück im Leben. So meint Ester, dass ihr Lebensglück lediglich in Sardinien zu finden sei. Als sie erfährt, dass Felicita und Sisternes heiraten wollen, bedeutet das für Ester den Himmel auf Erden. Doch Felicita hat eine andere Auffassung von Glück. Sie will von ihrem Partner geliebt werden - eine Vernunftehe liegt ihr fern. Sie entwickelt im Laufe des Romans ein großes Selbstbewusstsein, das ihr hilft, ihr Leben komplett neu auszurichten. Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist schön geschrieben und nicht ausschweifend. Viele Gedanken bringt die Autorin gleich auf den Punkt. Außerdem habe ich nicht nur einiges über starke Charaktere gelesen, die versuchen, das Bestmögliche aus ihrem Leben zu machen. Sondern ich habe auch erfahren, dass es offensichtlich Konflikte zwischen den Sarden und den Einwohnern anderer italienischer Regionen gab. Das wusste ich vorher noch nicht. Ich vergebe fünf Sterne und eine Weiterempfehlung.

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Worum geht es in der Short Story? Vincent ist reich geworden durch die Herstellung und den Vertrieb von Knöpfen. Ständig ist er in der Welt unterwegs - sowohl beruflich, als auch privat. Beseelt ist er von dem Gedanken, mehr als hundert Jahre alt zu werden. Erreichen will er das mit weniger Stress, genügend Schlaf, gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung. Um dieses Ziel zu erreichen, hat er einen kühnen Plan gefasst, von dem nicht einmal seine Frau erfahren hat. Meine Meinung zu dieser Short Story: Die Geschichte, die aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) geschrieben ist, liest sich flüssig und ist spannend. Und das ohne Dialoge. Die Hauptperson Vincent war mir nicht einmal sonderlich sympathisch - aber er muss es auch nicht sein. Interessant sind die Gedanken und Pläne, die er hat. Als Leserin war ich gespannt, ob sich die straffe Lebensplanung, die sich Vincent auferlegt hat, auch so durchführen lässt. Der Schluss ist abrupt, unerwartet - und regt zum Nachdenken an. Ich vergebe fünf Sterne für "Dreistellig" und eine Leseempfehlung.

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Worum geht es in diesem Buch? Charlie Lewis ist 16 Jahre alt. Seine Schulabschlussprüfung hat er nicht bestanden. Er trifft sich mit Freunden, sie gehen in ein Pub, sie spielen Schlagball. Und sie gehen auf Partys, wo sie Tabletten schlucken, die sie "high" machen. Und so weiter. Charlies Familie ist zerrüttet. Die Eltern leben getrennt, und Charlie lebt bei seinem Vater, der an Depressionen leidet. Lieber würde er bei seiner Mutter und seiner Schwester leben. Sie leben bei dem neuen Partner der Mutter und dessen Zwillingen. Charlie lernt Fran Fisher kennen, in die er sich verliebt. Um bei ihr landen zu können, wird er Mitglied in der Theatergruppe, in der auch Fran ist. Und genau wie sie soll er in dem Stück "Romeo und Julia" mitspielen. Es geht um Charlies Erlebnisse mit Fran - um ihre Liebe zueinander, die erste Liebe für ihn. Meine Meinung zu diesem Buch: Der Roman ist aus der Ich-Perspektive in der Vergangenheit geschrieben. Beim Lesen erfahre ich viel über einen Heranwachsenden und seine Probleme. Charlie ist sympathisch. Dass er durch seine Abschlussprüfung gefallen ist, scheint ihn nicht zu berühren. Nebenher arbeitet er in einer Tankstelle, um ein bisschen Geld zu verdienen. Ich habe das Buch gelesen, um zu erfahren, wie es mit Charlie und Fran und mit Charlie und seiner Familie weitergeht. Dass Fran und Charlie nicht für immer zusammenkommen, merkt man ziemlich bald, denn Charlie macht immer wieder entsprechende Andeutungen. In dem Buch gibt es wunderschön geschriebene Kapitel, die ich gerne gelesen habe. Beispielsweise die Passagen darüber, als Charlies Vater der Inhaber mehrerer Schallplattenläden war. Dann gibt es langatmige Kapitel, in denen es beispielsweise um das Theaterstück "Romeo und Julia" geht. Da geht es lang und breit darum, wie man einige Textpassagen richtig deklamiert. Solche Kapitel habe ich schneller gelesen, weil sie mich nicht begeistern konnten. Deshalb zieht sich der Roman zeitweise in die Länge - was auch mein Lesevergnügen immer wieder trübte. Mein Fazit: "Sweet Sorrow" ist ein Roman über einen 16-Jährigen, der seine erste Liebe trifft und versucht, sie zu beeindrucken. Teilweise gibt es langatmige Kapitel in dem Buch, dann wieder interessante Stellen. Ich vergebe drei Sterne.

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Worum geht es in dem Buch? Der Krimi spielt in Llanfair, einem Dorf in Wales (Großbritannien). Die Leute dort genießen das Leben, sind aber auch sehr kritisch - besonders, als Menschen aus Pakistan einen leerstehenden Laden übernehmen. Azeem Khan, seine Tochter Jamila und sein Sohn Rachid wollen dort einen Gemischtwarenladen betreiben. Einige Dorfbewohner stehen den Neuankömmlingen erwartungsfroh gegenüber und akzeptieren sie in der Dorfgemeinschaft. Andere wollen keine Pakistanis im Dorf haben. Mitten in dieses Dorfleben platzt die Nachricht, dass Professor Martin Rogers in seinem Haus in der Küche erschossen wurde. Er war kinderlos. Er wurde erschossen, als seine Frau gerade mit dem Hund Gassi ging. Irgendwer schoss durch das offen stehende Küchenfenster. Die Polizei unter der Leitung von Bragg beginnt mit den Ermittlungen. Die Ehefrau ist verdächtig, aber auch diverse Kollegen und Studenten der Universität, in der Martin Rogers tätig war. Sie alle hatten es nicht immer leicht mit Martin. Der leitende Ermittler bei der Polizei ist Bragg, der den Polizisten, die unter ihm arbeiten, immer wieder zeigen muss, wer eigentlich das Sagen hat. Er nämlich. Evans, ein Ermittler, der bereits schon einige Fälle lösen konnten, darf ohne Braggs Erlaubnis niemanden befragen. Er soll Notizen machen und Botengänge erledigen. Auch Wingate hat nicht viele Kompetenzen. Meine Meinung: Der Krimi hat viele Dialoge und liest sich locker. Er ist aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) verfasst. Für Leute, die keine brutalen Krimis mögen und Krimis mit Lokalcolorit mögen, ist dieser Krimi genau richtig. Die Befragungen der Verdächtigen und diverse andere Ereignisse, die sich in Llanfair ereignen, sind oft sehr ausführlich. Gut ist auch, dass der Krimi nicht vorhersehbar ist. Der Leser tappt, was die Auflösung des Falles anbelangt, ziemlich im Dunkeln. Ich konnte mir lange keinen Reim darauf machen, wer die Täterin oder der Täter sein konnte. Manche Stellen waren mir zu ausführlich, aber ich habe den Krimi gerne gelesen. Ich vergebe vier von fünf Sternen und empfehle den Krimi weiter.

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Worum geht es in dem Buch? Boris Pasternak ist Russe und hat sein Buch "Doktor Schiwago" geschrieben - ein Buch, mit dem die sowjetische Regierung nicht einverstanden ist, da hier die Oktoberrevolution vorkommt. Die russische Regierung möchte eine Veröffentlichung des Buches unbedingt verhindern. Sie macht nicht nur Pasternak das Leben schwer, sondern auch seiner Geliebten Olga. Doch auch die USA ist an dem Buch interessiert. Es gibt zwei Frauen - Irina und Sally -, die dafür tätig sein sollen. Irina, eine Russin, ist nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihrer Mutter in die USA eingewandert. Sie sind arm - und so bewirbt sich Irina als Stenotypistin in einem Schreibpool, deren Mitarbeiterinnen Briefe, Unterlagen und anderes für die Regierung schreiben. Irina kann nicht schnell tippen - aber wegen ihres Vaters ist sie dennoch interessant für die US-Regierung. Sie soll nicht nur tippen, sie soll auch als Agentin arbeiten. Zur Seite gestellt wird ihr Sally, die sich mit ihr anfreundet und sie zur Agentin ausbilden soll. Es gelingt einem Italiener, Boris Pasternak zu treffen und sein Manuskript von "Doktor Schiwago" aus der Sowjetunion zu bringen. "Doktor Schiwago" wird zuerst in italienischer Sprache veröffentlicht und tritt seinen Siegeszug in die Welt an. Das Ziel ist, dass das Buch auch in der Sowjetunion gelesen wird. Meine Meinung zu diesem Buch: Nachdem ich die Leseprobe zu dem Buch gelesen hatte, erwartete ich eine spannende Geschichte über die Entstehung des Buches "Doktor Schiwago", seinen Autor Boris Pasternak und dessen Umfeld. Jedoch ist Boris Pasternak eher eine Randfigur - der Fokus des Romans liegt auf Irina und Sally. Sie freunden sich an, Sally ist lesbisch - und Irina verlobt sich mit Teddy, einen Amerikaner, den sie auf der Arbeit kennen gelernt hat. Hier gibt es oft einige Längen in der Handlung - erst zum Schluss wird das Buch richtig spannend. Die Handlung des Romans wird abwechselnd aus der Perspektive des Westens - also vorwiegend den USA - und der Perspektive der Sowjetunion - also des Ostens - gezeigt. Weiterhin wird der Roman aus der Ich-Perspektive einiger Personen - vorwiegend Irina und Sally - erzählt, und als Leserin musste ich am Anfang eines Kapitels oft überlegen, wer der beiden gerade erzählt. Clever finde ich die Kapitel in der Wir-Perspektive - hier erzählen die Stenotypistinnen. Sie erzählen von ihrer Arbeit und dem Zusammenhalt untereinander. Mein Fazit: "Alles, was wir sind" ist ein Buch, das sich oft um die Freundschaft zweier Frauen dreht. Aber auch ein Buch, das zeigt, dass ein Roman - nämlich "Doktor Schiwago" - hochinteressant werden kann für zwei Supermächte. Ich vergebe vier Sterne und empfehle das Buch weiter.

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Worum geht es in dem Buch? Als der französische Kommissar Luc Verlain kurz vor Weihnachten privat in einem Motorboot mit seinem totkranken Vater eine Ausflugsfahrt zu einem Austernbassin im Atlantik unternimmt, stoßen sie auf zwei leblose junge Männer, Austernzüchter. Weiterhin finden sie einen Austernzüchter, der niedergeschlagen wurde. Sie können ihn retten, damit er rechtzeitig in ärztliche Behandlung kommt. Für die beiden jungen Männer allerdings kommt jede Hilfe zu spät - sie wurden ermordet. Aber von wem? Vielleicht von Austerndieben? Oder von konkurrierenden Austernzüchtern? Commissaire Luc Verlain und seine Kollegen ermitteln in viele Richtungen. Sie befragen die Familien der Toten, sie befragen andere Austernzüchter. Sie stoßen auf Familienprobleme. Außerdem wird ihnen klar, wie hart das Geschäft mit den Austern ist. Es gibt viel Konkurrenz, reiche Austernzüchter versuchen, ihre kleineren Konkurrenten "auszustechen". Auch vor Austerndiebstahl machen manche Leute nicht Halt. Neben den Ermittlungen ist Luc noch beschäftigt mit Anouk, seiner Freundin. Sie arbeitet auch bei der Polizei und hat ein verlockendes Jobangebot bekommen. Dazu müsste sie aber nach Paris ziehen. Meine Meinung: Der aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) geschriebene Krimi hat mich positiv überrascht. Der Autor hat einen lebendigen Schreibstil - und so kann ich mir gut die ganze Atmosphäre bei den Austernzüchtern in Frankreich vorstellen. Die Hauptpersonen sind sympathisch, besonders der Ermittler Luc Verlain. Es gibt viele Dialoge, so bleibt das Buch kurzweilig und lässt sich gut lesen. Die französischen Wörter und Sätze, die ab und zu eingestreut werden, haben mich beim Lesen nicht gestört, weil ich Französisch spreche. Außerdem tragen sie zum Lokalkolorit des Krimis bei. Beim Lesen habe ich mir überlegt, wer der Mörder sein könnte, der die beiden jungen Männer umgebracht hat. Es gibt Überlegungen der Ermittler - und auch eine "falsche Fährte". Bis zum Schluss bleibt der Krimi unvorhersehbar. Für mich ist der Schluss eine Überraschung. Weiterhin gefällt mir, dass der Krimi unblutig ist - die Leichen werden also nicht in allen Details beschrieben. Der Krimi ist der dritte Band einer Reihe rund um Kommissar Luc Verlain. Ohne die beiden ersten Bücher gelesen zu haben, kam ich mit der Lektüre von "Winteraustern" gut klar. Vielleicht lese ich die ersten beiden Bände auch noch. Mein Interesse ist auf jeden Fall geweckt. Fazit: "Winteraustern" ist ein kurzweiliger und unblutiger Krimi aus dem Milieu der Austernzüchter in Frankreich. Die Handlung ist interessant, die Atmosphäre gut beschrieben, die Hauptpersonen sind sympathisch. Ich vergebe fünf Sterne und empfehle das Buch weiter.

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Worum geht es in dem Buch? Die beiden Jungen Bell und Harry lernen sich während eines Sommers in Yorkshire (Großbritannien) kennen und verbringen ihre Freizeit miteinander und erleben so manche Abenteuer. Sie sehen, wie der Großvater die Disteln schneidet. Und sie reden über einen alten Bergstollen, der stillliegt und in dem nichts mehr abgebaut wird. Und über eine Frau, die angeblich als Gespenst herumirrt. Plötzlich stecken Bell und Harry im Stollen fest, weil sie dort ein Geräusch gehört haben und in den Stollen gegangen sind. Sie brauchen Hilfe, um wieder herauszukommen. Meine Meinung zu diesem Buch: Das Buch ist mal aus der auktorialen Erzählperspektive verfasst, aber es gibt auch immer wieder einen Ich-Erzähler. Es gibt viele Dialoge. Spannend wird das Buch nie. Es bleibt geruhsam - die Jungs erforschen die Landschaft, es gibt einen Schornsteinfeger, es werden Überlegungen angestellt über die Frau, die als Gespenst herumirrt und so weiter. Irgendwann nervt mich das beim Lesen, denn ich kann zu keiner der Figuren eine Beziehung aufbauen. Es bleibt für mich lange rätselhaft, worauf das Buch hinauswill. Mein Fazit: "Bell und Harry" von Jane Gardam ist ein Buch, auf das ich mich gefreut hatte, das mich aber wenig begeistern konnte. Die Handlung plätschert dahin, das Buch ist nicht spannend, nicht einmal, als die Jungs im Stollen stecken und von alleine nicht mehr herauskommen. Ich vermisse auch einen "roten Faden" - also einen durchgehenden Handlungsstrang. Ich vergebe zwei Sterne.

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Die Handlung: Am 21. Dezember 2008 sieht Laurie, als sie in London im Bus fährt, an einer Bushaltestelle ihren Traummann. Er liest - und scheint sie auch zu sehen. Für Laurie ist es Liebe auf den ersten Blick, und sie will diesen Mann finden. Das ist nicht einfach - und als sie schon aufgegeben hat, trifft sie ihn doch. Er ist der neue Freund ihrer besten Freundin Sarah. Jack heißt er. Laurie ist jetzt zwiegespalten. Sie hat den Mann ihrer Träume gefunden - andererseits getraut sie sich nicht, ihm ihre Liebe zu gestehen, denn sie will Sarah nicht verletzen. Auch Jack erkennt Laurie wieder - die Frau aus dem Bus, die ihn auch faszinierte. Er findet sie liebenswerter als Sarah, will aber Sarah nicht verletzen. So treffen sich Laurie und Jack immer wieder - er als Freund von Sarah, sie als Freundin von Sarah. Man erfährt als Leser ihre Gedanken - Laurie liebt Jack, und Jack liebt Laurie, aber sie sagen es lange Zeit nicht. Auch als Laurie Jack in einem passenden Moment fragt, ob er sich nicht erinnere, sie am 21. Dezember 2008 gesehen zu haben, will er das nicht zugeben. Die Jahre gehen dahin. Laurie lernt während eines Aufenthalts in Thailand Oscar kennen und lieben. Im Gegensatz zu Jack zeigt er sein Interesse an ihr deutlich. So ist es kein Wunder, dass Laurie und Jack Heiratspläne schmieden¿ Meine Meinung zu diesem Buch: In diesem Buch gibt es zwei Ich-Erzähler - Laurie und Jack. Beide erzählen im Präsens (Gegenwart) ihre Sicht der Dinge. Als Leserin weiß ich schnell, dass die beiden sich lieben - aber aus Rücksicht auf Sarah diese Liebe doch lieber nicht realisieren wollen. Es ist nett zu lesen, was sie unternehmen - wie sich Laurie, Sarah und Jack entwickeln, welche berufliche Wege sie einschlagen. Laurie fasst jedes Jahr Neujahrsvorsätze, die sie dem Leser präsentiert. Das ist originell. Der Schreibstil ist nett und mir manchmal zu ausführlich - aber ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es ist eine schöne Entspannungslektüre - und, auch wenn der Titel es vermuten lässt, kein Weihnachts- oder Winterroman. Man kann das Buch auch im Sommer oder während anderer Jahreszeiten lesen - denn es gibt auch Szenen, die im Sommer und anderen Jahreszeiten spielen. Man bekommt einige Jahre aus dem Leben von Laurie, Sarah und Jack mit, wobei hier nur einzelne Tage herausgepickt werden. Tage, während derer etwas passiert, das vielleicht für die Handlung wichtig sein könnte. Man liest das Buch, weil man wissen möchte, ob Laurie und Jack doch noch zueinanderkommen. Die beiden sind sympathisch, auch Sarah mochte ich sehr. Zu Oscar hatte ich als Leserin ein eher distanziertes Verhältnis - so richtig sympathisch fand ich ihn nicht. Mein Fazit: "Ein Tag im Dezember" ist eine nette Liebesgeschichte für zwischendurch - zum Entspannen. Manchmal hatte mir das Buch zu viele Längen, deswegen ziehe ich einen Stern ab. So bleiben vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

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Worum geht es in dem Buch? Im Berlin der 1920er-Jahre gibt es Menschen, die Geld zum Überleben haben, weil sie über ein Geschäft und ein geregeltes Einkommen verfügen. Beispielsweise Walter Schreiber, der Obst- und Gemüsehändler ist. Andererseits muss er aber auch mit seinen Ausgaben vorsichtig sein. Er ist verheiratet, seine Frau ist krank. Mit ihr und den drei Kindern wohnt er in einer Zweizimmerwohnung. Im Berlin der 1920er-Jahre gibt es aber auch arme Menschen. Menschen, die versuchen, zu überleben. Beispielsweise der alte Emil Fundholz. Er ist seit 20 Jahren geschieden und lebt auf der Straße. Immer wenn er Geld hat, kauft er sich Essen, aber auch alkoholische Getränke. Ohne sie kann er nicht sein. Aus einem Pflichtgefühl heraus kümmert er sich um "Tönnchen", einen dicken Mann. Wegen eines schlimmen Erlebnisses in der Kindheit, ist Tönnchen zum Idioten geworden und isst sehr viel. Fundholz gibt ihm immer wieder Nahrung ab. Irgendwann kann Fundholz einen feuchten Kellerraum als Übernachtungsmöglichkeit für sich und Tönnchen bei Walter Schreiber mieten. Arm ist auch Grissmann. Er ist circa 30 Jahre alt. Er bekommt eine Arbeitslosenunterstützung und versucht, diese durch Geschäfte - sowohl legale als auch illegale - aufzubessern. Einst arbeitete er als Straßenbahnschaffner, hat aber seinen Job verloren, als einmal Geld fehlte. Sonnenberg ist blind und ebenfalls arm. Im Ersten Weltkrieg hat er sein Augenlicht verloren. Seitdem ist er schlecht gelaunt. Außerdem trinkt er. Immer wieder schlägt er seine Frau Elsi. Deswegen will sie ihn verlassen. Sie leben vom Verkauf von Streichhölzern auf der Straße. Außerdem kann Sonnenberg Harmonika spielen und ist ab und im Lokal "Fröhlicher Waidmann" als Musiker tätig. Frau Fliebusch wurde ebenfalls vom Schicksal hart getroffen. In der Wirtschaftskrise verlor sie viel Geld, und ihr Verlobter Wilhelm ist im Ersten Weltkrieg gefallen. Diese Tatsache kann sie jedoch nicht akzeptieren. Sie meint, dass ihr Wilhelm noch lebe und dass alle Leute sie anlügen wollen. In altmodischer Kleidung und mit zwei Koffern wandert sie verbittert durch Berlin. Eine Bekannte gibt ihr jede Woche Geld. Als sie eines Tages hört, dass ein Mann, namens Wilhelm, im Lokal "Fröhlicher Waidmann" sein soll, glaubt sie, dass es sich um ihren Verlobten Wilhelm handelt. Und schon macht sie sich hoffnungsvoll auf in dieses Lokal. Minchen Lindner ist eine junge Frau, die Glück gehabt hat. Der Direktor einer Firma, Herr von Sulm, holte sie von der Straße und finanziert ihr die Miete für eine Wohnung in Berlin unter der Voraussetzung, dass sie ihn immer wieder dort trifft. Sie trifft ihn und noch andere ältere Männer, die sich einsam fühlen. Geld hat sie jetzt mehr, als sie ausgeben kann. Das weiß auch ihr Vater, der sie immer wieder um Geld anpumpt. Er war einst Gerichtsvollzieher, aber er arbeitete nicht immer korrekt, wurde erwischt und kam ins Gefängnis. Seitdem er entlassen ist, ist er arm und pumpt immer wieder seine Tochter um Geld an. Sie will ihm welches im "Fröhlichen Waidmann" geben. Meine Meinung zu diesem Buch: Das Buch ist aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit verfasst. Von der Atmosphäre her erinnert es mich an Klassiker, wie "Menschen im Hotel" von Vicki Baum und "Das Herz ist ein einsamer Jäger" von Carson Mc Cullers. Der Schreibstil gefällt mir, das Buch ist interessant. Es ist kein Pageturner - aber es ist faszinierend durch die verschiedenen - meistens tragischen - Charaktere und die Situationen, in die sie kommen. Als Leser will ich wissen, wie es mit ihnen weitergeht und ob sich ihre Lebenssituation ändern wird. Fundholz beispielsweise finde ich bewundernswert - wie er durch die richtigen Taktiken an Nahrung kommt und dabei auch immer wieder Tönnchen mit versorgen kann. Tönnchen mag ich nicht immer, aber seine Vergangenheit weckt Mitleid. Grissmann ist ein listiger "Fuchs", durch Unachtsamkeit hat er seinen Job verloren. Aber es gibt Situationen, die er für sich nützen kann, die ihm zu Geld verhelfen, beispielsweise, als er einen älteren Mann erpressen kann. Gut finde ich, dass in manchen Kapiteln auch einige Überlegungen des Autors zu damals aktuellen Themen genannt werden. So bringt er beispielsweise seine Ängste über Maschinen zu Papier, die menschliche Arbeitskräfte ersetzen und noch ersetzen werden. Oder er stellt Überlegungen darüber an, wie manche Leute tanzen. Anfreunden muss ich mich mit altmodischen Wörtern, wie "Kiepen" - das sind hohe Tragekörbe. Solche Wörter muss ich nachschlagen. Das ist aber nicht schlimm. Einige dieser "Menschen neben dem Leben" in diesem Roman treffen sich, kennen sich, unterhalten sich. Und einige von ihnen wollen den "Fröhlichen Waidmann" aufsuchen. Weil sie dort etwas erledigen wollen oder Erwartungen haben. Mein Fazit: "Menschen neben dem Leben" ist ein lesenswerter Roman über den Alltag einiger, oft armen, Menschen aus dem Berlin der 1920er-Jahre. Ich vergebe alle Sterne und empfehle das Buch weiter.

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