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Alle Rezensionen von adel69

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Worum geht es in dem Buch? Arnold Kahl ist 53 Jahre alt und hat sich gerade - irgendwann im Jahr 2020 - mit seiner Frau Kathrin über den Klimawandel gestritten. Im nächsten Moment ist er plötzlich 78 Jahre alt, befindet sich im Jahre 2045 und liegt in einem Altersheim der Zukunft, in dem er von einem Roboter, namens Gustav, betreut wird. Arnold gerät in Panik - denn er weiß nicht, wie und wann er in dieses Altersheim kam und was in den vergangenen 25 Jahren passiert ist. Verzweifelt versucht er, sich zu erinnern. In seiner Erinnerung tauchen seine Kameraden Olaf, Uli und Walter auf, mit denen er zum Bowlen ging und ein Bier trank. Auch an seine Frau Kathrin, seine Tochter Pia und die Enkelin Hermine erinnert er sich noch gut. Aber 25 Jahre später ist er von Kathrin geschieden, Pia und Hermine leben irgendwo, wo er sie nicht finden kann. Er lebt in einem System, in dem vieles aus "Nanobots" besteht und ihm sein Schlafanzug sagen kann, welche Krankheiten er hat. Auch Gustav, sein Roboter, besteht aus Nanobots. Gustav funktioniert - und wenn er Gefühle hat, wird das als "Fehlfunktion" gewertet. All das ist ziemlich rätselhaft und beschäftigt Arnold. Er sucht Kathrin, die seinen Erinnerungen vielleicht auf die Sprünge helfen kann¿ Meine Meinung zu diesem Buch: Das Buch ist aus der Ich-Perspektive im Präsens geschrieben und ist von Anfang an interessant und amüsant. Viele Dialoge lockern die Handlung auf und machen das Lesen angenehm. Es ist ein Roman, der sich vorwiegend um Ereignisse dreht, die in der Zukunft spielen. Es gibt keine Monster oder düsteren Szenerien, wie man sie oft in Romanen, die in der Zukunft spielen, findet. Die Handlung ist eher humorvoll. Der Autor zeigt eine Welt mit kreativen Erfindungen, die das Leben von Rentnern erleichtern und abwechslungsreich gestalten können. Dennoch werden alle kontrolliert - außer, wenn sie aus diesem System fliehen. Arnold versucht also nicht nur zu erfahren, was in den vergangenen Jahren in seinem Leben los war - er muss auch eine Entscheidung treffen, ob er weiterhin in diesem System leben will. Geschrieben ist alles mit einem Augenzwinkern. Dabei wirkt die Handlung nie überdreht oder albern. Manchmal schwingt auch Ernsthaftigkeit mit - und man fragt sich beim Lesen, wie es einem selbst wohl im Alter von 78 Jahren gehen wird. Arnold wurde offensichtlich in dieses Altersheim abgeschoben - seine nächsten Angehörigen kümmern sich nicht um ihn. Sein Ansprechpartner ist lediglich der Roboter Gustav, der beim Leser äußerst sympathisch rüberkommt - vielleicht, weil es sich hier nicht mehr um das neueste Modell eines Roboters handelt, sondern um einen Roboter, der wegen mancher Fehlfunktionen auch mal menschlich ist. Beim Lesen habe ich immer wieder über den Einfallsreichtum des Autors gestaunt, der Nanobots erfindet, Institutionen, die Wünsche erfüllen, und anderes mehr. Gelesen habe ich das Buch, weil ich wissen wollte, was in den Jahren, an die sich Arnold nicht erinnern kann, mit ihm passiert ist. Der Schluss des Buches hat mich erstaunt - aber ich finde diesen Schluss auch in Ordnung und nachvollziehbar. "Im nächsten Leben wird alles besser" ist ein Buch, das ich so noch nie gelesen habe. Es hat mich amüsiert, zum Nachdenken gebracht - und von vielen aktuellen Problemen abgelenkt - und das ist gut so! Ich gebe fünf Sterne für dieses Buch und eine Leseempfehlung.

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Worum geht es in dem Buch? Franny Stone ist Ornithologin. Sie hat eine irische Mutter und einen australischen Vater und wächst in der Nähe des Meeres auf. Mal in Galway in Irland, mal in Australien. Von ihrer Mutter wird sie verlassen. Das trifft sie sehr, und sie ist immer wieder auf der Suche nach ihrer Mutter. Schon während ihrer Kindheit hat Franny eine Liebe zu Vögeln entwickelt. Sie möchte den Küstenseeschwalben bis zum Südpol folgen. Unter dem Vorwand, dass die Küstenseeschwalben wissen, wo sich Fische aufhalten, schafft es Franny, auf einem Fischerboot durch die Antarktis mitreisen zu können. Auf dem Schiff hat sie es mit Menschen mit unterschiedlichen Charakteren zu tun. Aber auch Franny ist kein "unbeschriebenes Blatt". Ihre Vergangenheit ist mysteriös, viel liegt im Dunkeln. Was ist beispielsweise mit ihrem Mann Niall und ihrer Tochter Iris passiert? Und warum war Franny im Gefängnis? Meine Meinung zu diesem Buch: Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Franny im Präsens (Gegenwart) erzählt. Als Leser lernt man mehrere Episoden aus Frannys Leben kennen, die in unterschiedlichen Jahren passiert sind. Einmal geht es um eine Zeit in der (wahrscheinlich nicht allzu fernen) Zukunft, in der schon viele Tiere ausgestorben und weitere Tierarten vom Aussterben bedroht sind. Franny will Vögel retten und sie erforschen - zum Beispiel die Küstenseeschwalben. Allerdings ist sie nicht legal unterwegs. Wenn die Behörden sie erwischen, droht ihr eine Gefängnisstrafe. Die Autorin hat eine schöne poetische Sprache, die ich sehr gerne gelesen habe. Und auch, dass die Handlung immer wieder in verschiedenen Jahren stattfindet, hat mich nicht gestört oder durcheinandergebracht, da durch passende Überschriften ganz klar ist, worüber man gerade liest - über Begebenheiten auf dem Fischerboot Saghani oder dem Eheleben von Franny und Niall oder anderen Ereignissen. Und langsam offenbaren sich die Antworten rund um die Rätsel, die Franny umgeben. Nicht nur die Vögel, die Franny am Herzen liegen, sind Zugvögel - auch viele Menschen, die in dem Buch vorkommen. Franny beispielsweise und auch einige Leute auf dem Schiff. Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, musste ich erst einmal viele Eindrücke "sacken" lassen, darüber nachdenken. Dieses Buch erstaunte mich vom Anfang bis zum Ende - das komplett unerwartet ist. Es ist aber ein Ende, das ich als Leserin in Ordnung finde und das mich - trotz einiger düsterer Momente in der Handlung - zufrieden zurücklässt. Mein Fazit: "Zugvögel" ist ein besonderes Buch. Ein Buch mit einer interessanten Handlung in einer schönen Sprache. Ein Buch, das mitreißt, fasziniert und zum Nachdenken anregt. Ich vergebe fünf Sterne und eine Weiterempfehlung.

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Worum geht es in dem Buch? Einst war Tim Blanck mit Rebecka in Schweden verheiratet. Sie waren glücklich mit ihrer Tochter Emme. Als Emme 16 Jahre alt ist, verbringt sie mit einigen Freundinnen Urlaub auf Mallorca - und verschwindet. Für Rebecka und Tim ist von da an nichts mehr, wie es war. Während die Polizei auf Mallorca es irgendwann aufgibt, Emme lebend zu finden, zieht Tim dorthin und arbeitet als Privatdetektiv. Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass Emme noch lebt. Drei Jahre nach Emmes Verschwinden beschattet Tim die Frau eines Millionärs - und gerät auf Emmes Spuren. Fieberhaft versucht er herauszufinden, wo seine Tochter sein könnte¿ Meine Meinung zu diesem Buch: Das Buch ist aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) im Präsens geschrieben. Was mir besonders an dem Buch gefällt, ist der Schreibstil. Der Autor hat eine interessante Erzählsprache, er schafft es beispielsweise, mitreißende innere Monologe zu schreiben. Darüber hinaus ist der Hauptcharakter Tim sympathisch. Anfangs braucht die Handlung Zeit, bis sie in die Gänge kommt. Es gibt auch viele Rückblenden in Tims Vergangenheit - damals, als er, Rebecka und Emme noch eine Familie waren. Auch Rebecka lernt der Leser näher kennen, allerdings bleibt sie zum größten Teil eine Nebenfigur. Irgendwann wird der Krimi actionreich, wendungsreich - und düster. Der Autor zeigt eine andere Seite der Urlaubsinsel Mallorca - eine Seite, die man eigentlich nicht kennen lernen will. Und je weiter Tim mit seinen Ermittlungen voranschreitet, desto mehr zwielichtige Typen er trifft, desto düsterer wird der Krimi. Es gibt Leute, die Tim kennt und die ihm mit Hinweisen weiterhelfen können - aber es gibt auch andere, die ihn an seinen Ermittlungen hindern wollen. Leute, die gefährlich sind und töten wollen. Tim kommt immer wieder in brenzlige Situationen - und das Buch entpuppt sich dann zum spannenden Pageturner. Der Schluss hat mich überrascht - aber auch nachdenklich zurückgelassen. Es war nicht der Schluss, den ich gerne gelesen hätte - aber ein durchaus nachvollziehbarer Schluss, der auch zur Handlung passt. Mein Fazit: Wer einen Krimi lesen will, der auf einer Urlaubsinsel spielt und nach einiger Einlesezeit actionreich wird, sollte zu "Verschollen in Palma" greifen. Was mir auch gut gefallen hat, ist, dass das Buch nicht zu blutig und zu brutal ist. Ich vergebe vier Sterne und eine Leseempfehlung.

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Worum geht es in dem Buch? Theas Ehe ist am Ende. Ihren Mann Gavin hat sie aus dem gemeinsamen Haus geworfen. Sie will sich scheiden lassen, sich alleine um die gemeinsamen Zwillingstöchter kümmern und vielleicht studieren. Seelischen Halt gibt ihr auch ihre Schwester Liv. Gavin aber will sich nicht scheiden lassen. Er will Thea wieder zurückerobern. Mit einigen Freunden betrinkt er sich nicht nur, sondern sie gründen einen Buchclub. Sie wollen dort Liebesromane lesen, um sich zu informieren, wie Frauen "ticken". Sie wollen aus den Liebesromanen lernen. Den ersten Liebesroman, den sie lesen, ist "Die Verführung der Gräfin". Meine Meinung zu diesem Buch: Der Roman ist aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) verfasst. Es liest sich flott, aber die Sprache gefällt mir nicht. Die Autorin spart nicht mit ordinären Wörtern. "Scheiße", "A¿loch" und ähnliche Entgleisungen verwendet sie sehr gerne. Zu viel für meinen Geschmack. Zu viele Schimpfwörter nerven mich beim Lesen - und machen für mich eine Lektüre nicht entspannend. Leider ist auch die Handlung nicht mitreißend. Die Figuren sind oberflächlich, sie werden mir nicht sympathisch. Die Idee, dass Männer Liebesromane lesen, ist nett. Teile des Liebesromans kann man im Buch lesen. Leider ist der Liebesroman sehr kurz. Wichtiger ist, dass Gavin auf einmal vor Liebe zu seiner Frau sprüht und versucht, sie mit Sex zurückzuerobern. Mein Fazit: Kein Buch für mich! Die ordinäre Sprache ist unerträglich, die Figuren oberflächlich, die Handlung nicht mitreißend. Ich habe die Lektüre auf Seite 116 abgebrochen. Zwei Sterne und keine Empfehlung.

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Worum geht es in dem Buch? Madame Nanon - genannt Madame Nan - ist 92 Jahre alt, Witwe und lebt in Bois-de-Val, einem Dorf mit 1.300 Einwohnern im Elsass (Frankreich). Sie hat vier erwachsene Töchter, die sie immer wieder liebevoll als "Kröten" bezeichnet. Eines Tages bekommen sie und ihre Töchter die Chance, einen Laden zu betreiben. Grund ist Malou, der Freund von Tochter Marie. Sein Name erscheint auch im Namen des Ladens. Ein besonderer Verkaufsschlager im Laden sind die so genannten "Liebesbomben", eine Leckerei, die manche Menschen sogar am Körper tragen. Es gibt nämlich Menschen, die glauben, dass diese Liebesbomben helfen, die große Liebe zu finden bzw jemanden, den man liebt, dazu zu bewegen, die Liebe zu erwidern. Manchmal scheint dieser Liebeszauber zu funktionieren. Madame Nan entdeckt, dass sie Monsieur Boberschram liebt. Lange Zeit scheint es so, dass ihre Liebe unerwidert bleibt. Aber Monsieur Boberschram weiß ein Geheimnis, das Madame Nans heile Welt aus den Fugen geraten lassen kann¿ Meine Meinung zu diesem Buch: Die Ich-Erzählerin Madame Nan ist sympathisch und zog mich als Leserin sofort in ihren Bann. Zwar wurde das flüssige Lesen immer wieder erschwert durch indirekte Rede, aber daran gewöhnte ich mich schnell. Die indirekte Rede ist typisch für den Schreibstil der Autorin, der mir gut gefiel. Interessant fand ich auch, während der Lektüre etwas elsässische Geschichte mitzubekommen. Es werden einige Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg erzählt. Ereignisse, die die Bewohner des Elsass berührten und prägten. Die Ereignisse rund um die Liebesbomben werden immer wieder mit einem humorvollen Augenzwinkern erzählt. Das Buch wird aber nie seicht oder nichtssagend. Es machte mir Spaß, die Ereignisse rund um Madame Nan, ihre Töchter und Malou zu lesen. Gegen Schluss des Romans gibt es einen spannenden und dramatischen Höhepunkt. Abgerundet wird der Roman durch einige elsässische Rezepte am Schluss des Buches, von denen ich einige auf jeden Fall nachkochen will. Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Worum geht es in dem Buch? Bridget Devine - genannt Bridie - ist Witwe und lebt im London des 19. Jahrhunderts. Die Stadt ist düster, der Fluss Themse stinkt. Bridie ist als Privatdetektivin tätig. Weiterhin untersucht sie Leichen, sie versucht herauszufinden, warum und woran sie starben. Sie soll ein Mädchen finden - Christabel, das entführt wurde und offensichtlich mit seinem Kindermädchen unterwegs ist. Ihr hilft Ruby, ein Geist, den nur sie sehen kann. Er unterhält sich mit ihr, er hat Ideen, er hilft ihrer Logik auf die Sprünge. Sie finden die Leiche der Kinderfrau des Mädchens. Ihre Kenntnisse der Pathologie hat sie von einem Chirurgen bekommen, der sie als Kind gekauft hat. Er war gut zu ihr und brachte ihr viel bei. So versuchte sie bereits als Heranwachsende, Fälle zu lösen. Sie wertet Spuren und Gegenstände aus und achtet auf kleine Details, die zur Lösung eines Falles führen können. Die Suche nach Christabel ist nicht einfach und oft auch gefährlich. Meine Meinung zu diesem Buch: Nachdem ich das erste Buch "Der Freund der Toten" von Jess Kidd gelesen hatte und davon begeistert war, wollte ich ihr neuestes Werk ebenfalls lesen. Der Roman spielt in London zu einer Zeit, in der man nicht leben möchte. Es gibt dort abscheuliche Dämpfe, üble Gerüche der Brauerei wie fauliges Karamell, Mottenkugeln des billigen Schneiders - die Autorin malt eine dunkle, düstere Atmosphäre mit Worten. Dennoch gefällt mir der Schreibstil der Autorin, Bridie ist eine sympathische Hauptperson. Der Geist Ruby ist nett - und kommt nicht zu oft vor. Bridie findet ihn attraktiv - dennoch kommt es zu keiner Liebesgeschichte zwischen den beiden, was ich gut finde. Das Buch ist aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) verfasst. Es gibt viele Dialoge. Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen. Einmal die Gegenwart - die Zeit also, während der Bridie versucht, Christabel zu finden. Diese Handlung wird im Präsens erzählt. Dann gibt es Rückblenden in die Zeit, als Bridie Kind und Jugendliche war. Diese Ereignisse werden im Präteritum (Vergangenheit) erzählt. Man will wissen, ob Bridie Christabel finden wird. Spannend ist das Buch nicht - aber interessant durch die mitspielenden Charaktere und das, was sie tun. Verstörende, manchmal eklige Szenen wechseln sich ab mit Ereignissen, die aus einem Märchen stammen könnten - beispielsweise die Ereignisse in einem Zirkus. Fazit: Jess Kidd hat einen "anderen Krimi" geschrieben - einen Krimi, in dem Leute, die irgendwann einmal gelebt haben, als Geist erscheinen und mit lebenden Personen zusammenkommen. Die Handlung spielt im 19. Jahrhundert in einer Umgebung, die düster ist. Auch manche Szenen sind gewöhnungsbedürftig - wenn es beispielsweise um Operationen geht. Wen das nicht stört, der bekommt eine interessante Handlung mit historischer Kulisse. Ich vergebe vier Sterne und eine Weiterempfehlung.

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Worum geht es in dem Buch? Jana ist verheiratet mit Max, sie haben zwei Söhne. Sie denkt gerne an ihre Mutter Leonore, die nicht ihre leibliche Mutter war, aber sie mit viel Liebe in Westdeutschland aufgezogen hat, nachdem ihre leibliche Mutter plötzlich verschwunden war. Als sie 2011 Einsicht in Stasi-Akten erhält, bekommt sie mehr Informationen über Leonore, die mit 42 Jahren bei einem Autounfall starb. Es gibt aber auch Erkenntnisse, die Jana veranlassen, noch weiter in der Familiengeschichte zu forschen. Leonore wächst nach dem Krieg in Westdeutschland, in der Nähe von Osnabrück auf. Mit ihrer Mutter Margo versteht sie sich nicht immer. Sie erlebt eine normale Jugend in den 1950er- und 1960er-Jahren und hat immer wieder Kontakt zu Clara in der DDR, einer glühenden Verehrerin des Kommunismus. Während eines Studiums in der Nähe von Münster lernt Leonore Jost kennen, der ihren Reisepass und ihren Personalausweis stiehlt. Und auf einmal steht Leonore immer wieder im Fokus polizeilicher Ermittlungen, weil mit Hilfe ihrer gestohlenen Dokumente beispielsweise Fluchtautos für Verbrechen gemietet werden. Ihr Leben gerät in ruhigere Bahnen, als sie mit ihrem Mann Alexander Jana adoptieren kann. Doch irgendwann zerbricht die Ehe. Clara in der DDR ist lange vom Kommunismus überzeugt - doch irgendwann bekommt sie Zweifel und schafft es, in die Bundesrepublik Deutschland zu kommen. Dort versucht sie, Fuß zu fassen und für eine Zeitung Berichte zu schreiben. Meine Meinung zu diesem Buch: Das Buch ist aus der Perspektive des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit verfasst. Die ersten circa 120 Seiten gestaltete sich die Lektüre für mich jedoch ziemlich zäh. Ich las viel über Leonore, die ich uninteressant fand. Dann passierte etwas Unerhörtes in Leonores Leben - der Diebstahl wichtiger Dokumente, der nicht nur dazu führte, dass Leonore ihren USA-Aufenthalt absagen musste, sondern auch, dass sie immer wieder Kontakt zur Polizei hatte. Ab diesem Zeitpunkt wurde für mich das Buch interessant und spannend - und auch Leonore sympathisch. Die Autorin schafft es, Ereignisse aus den 1970er-, 1980er-Jahren und später vorbildlich in einen Romanzusammenhang zu bringen, so dass man als Leserin darüber informiert wird und sich sogar an manche von ihnen gut zurückerinnern kann. So lernte man Leonore nicht nur als Studentin und liebende Mutter kennen, sondern auch ihre Meinung und Haltung zu diversen Ereignissen. Clara war mir zuerst nicht sympathisch - ihre Vorliebe zum Kommunismus wird authentisch dargestellt, indem auch diverse Redewendungen, die in der DDR offensichtlich üblich waren, verwendet werden. Als Leserin hat es mich interessiert, wie es mit Leonore weiterging - und als im letzten Drittel der Fokus auf Clara gelegt wurde, war ich darüber erstaunt, habe aber die Ereignisse rund um Clara auch gerne gelesen. Denn beide Leben - das von Leonore und das von Clara - gehören irgendwie zusammen. Zum Schluss des Buches gab es mehrere unvorhergesehene Ereignisse und Erkenntnisse, mit denen man als Leser nicht rechnet. So blieb für mich das Buch bis zum Schluss interessant und spannend. Mein Fazit: "Margos Töchter" ist ein Roman über interessante Frauen. Zuerst Leonore und Clara, die kurz nach dem zweiten Weltkrieg aufwachsen. Leonore in Westdeutschland und Clara in der DDR. Anschließend Jana, Adoptivtochter von Leonore. Für den etwas zähen Anfang ziehe ich einen Stern ab. So bleiben noch vier Sterne und eine Leseempfehlung.

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Worum geht es in dieser Kurzgeschichte? Die Ich-Erzählerin Brigid besucht ein Konzert in einer österreichischen Stadt. Brigid fühlt sich von dem Sänger Lars sofort angezogen. Sie treffen sich, unterhalten sich - und stellen fest, dass sie einander verstehen. Sie sind Seelenverwandte. Aber funktioniert auch eine Liebesbeziehung unter Seelenverwandten? Brigid und Lars, die per SMS in Kontakt stehen und sich immer wieder treffen, versuchen, das für sich zu ergründen. Sie stellen Erstaunliches fest. Meine Meinung: "Brigid - Liebe im Leben" ist eine interessante, kurzweilig geschriebene Kurzgeschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Brigid und Lars sind sympathisch - und das, was sie denken und tun, ist für mich nachvollziehbar. Das Ende der Geschichte hat mich überrascht, aber auch zum Nachdenken gebracht. Es ist Ende, das mich als Leserin zufrieden zurücklässt. Ich vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Worum geht es in dem Buch? Das Kinderbuch "Antonella Augensterns abenteuerliches Alphabet" präsentiert sich meistens in Reimen. Die Schülerin Antonella Augenstern soll einen Aufsatz schreiben, in dem alle Buchstaben des Alphabets vorkommen. Eine sinnvolle Geschichte soll dabei herauskommen. Nach langen Überlegungen fällt ihr ein Satz ein, in dem jedes Wort mit A beginnt. Sie schreibt ihn auf ein Blatt. Das Blatt wird vom Wind fortgeweht an verschiedene Orte zu verschiedenen Menschen. Menschen, die in verschiedenen Lebenssituationen stecken. So lernen die Leser beispielsweise Eddi Ebert kennen, der einen Zug erreichen will. Oder die umtriebige Familie Finkenbrink, deren Geschirr mit einem Schlauch gespült wird. Oder Josefine Jeddebrock, die sich um ihr Salatbeet kümmert. Jede dieser Personen schreibt einen Satz, dessen Buchstaben mit einem bestimmten Buchstaben des Alphabets beginnen, auf das Blatt. Wird Antonella auf diese Weise zu ihrem Aufsatz kommen? Meine Meinung zu diesem Buch: Das Buch ist lustig - nicht nur für junge Leser, sondern auch für Erwachsene, die es Kindern vorlesen. In kurzweiligen Reimen und dazu erfrischenden Bildern wird eine Geschichte präsentiert. Kinder können mit lustigen Begebenheiten alle Buchstaben des Alphabets üben, und Erwachsene bekommen kurzweilige Unterhaltung. Dieses Buch regt auf jeden Fall zum Schmunzeln und Lachen an. Die Aufmachung in Reimen und bunten Bildern ist so schön und originell gestaltet, dass man das Buch mehrfach zur Hand nehmen kann, um sich damit zu amüsieren. Langweilig wird es nie. Die Frage, die man sich als Leser stellt - nämlich "Wird Antonella ihren sinnvollen ABC-Aufsatz bekommen?" wird ebenfalls beantwortet. Mein Fazit: Bei diesem Buch ist der Lesespaß für Kinder und der Vorlesespaß für Erwachsene auf jeden Fall garantiert. Ich vergebe 5 Sterne und eine Lese- und Kaufempfehlung.

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Worum geht es in dem Buch? Alexander, genannt Sascha, ist 30 Jahre alt, hat eine kleine Tochter und zieht in eine Mietwohnung in Minsk (Belarus - Weißrussland) ein. Seine Nachbarin Tatjana, die über 90 Jahre alt ist und an Demenz leidet, erzählt ihm beim Teetrinken aus ihrer Vergangenheit vor dem Zweiten Weltkrieg. Tatjana wuchs bei ihrem Vater auf, denn die Mutter starb bei der Geburt der Tochter. Die Familie zog nach Moskau, wo Hungersnot herrschte. Die Zaren waren nicht mehr da. Später heiratete Tatjana Alexej, sie bekommen eine Tochter, namens Alessja. Tatjana bekommt eine Arbeit bei der NKID, einer wichtigen staatlichen Stelle - und ihr Mann Alexej gerät in Kriegsgefangenschaft. Es scheint unmöglich zu sein, dass er wieder frei kommt - und auch Tatjana schwebt in Gefahr. Ebenso Sascha hat ein schweres Schicksal hinter sich. Er zieht alleine mit seiner Tochter in die Wohnung ein, aber was ist mit seiner Frau passiert? So nach und nach erfährt der Leser, was mit Sascha los ist. Meine Meinung zu diesem Buch: Der Roman "Rote Kreuze" ist nicht immer einfach zu lesen. Es gibt zwei Ich-Erzähler - einmal Sascha, einmal die alte Dame Tatjana. Ihre Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive und aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) beschrieben. Die "Roten Kreuze" sind ein Symbol. Einmal stehen sie für Zeichen, die Tatjana im Mietshaus gemacht hat, um sich mit ihrer Demenz orientieren zu können. Dann steht "Rotes Kreuz" auch für die gleichnamige Hilfsorganisation. Tatjanas Geschichte berührt - ich habe beispielsweise nicht gewusst, dass es Menschen gab, die vor dem Zweiten Weltkrieg in Russland verfolgt wurden, weil sie dort nicht geboren wurden. Manchmal jedoch ist mir die Handlung in dem Roman zu langgezogen. Tatjana schildert manche Details mit viel Dramatik, es werden auch Briefe und Dokumente zitiert - und an die verschiedenen russischen Namen muss man sich erst einmal gewöhnen. So bezeichnet Tatjana ihren Mann Alexej auch mal mit dem Namen Ljoscha. Tatjana zwingt Sascha ihre Geschichte richtig auf - er will sie zuerst nicht hören, dann hört er aber doch interessiert zu. Er erscheint mir zuerst farblos. Erst im Laufe des Romans wird er interessanter. Dann, als es darum geht, was mit seiner Frau Lana passiert ist. Mein Fazit: "Rote Kreuze" ist stellenweise kein einfach zu lesender Roman, doch wer sich für russische Geschichte und Schicksale kurz vor und während des Zweiten Weltkriegs interessiert, kann an dem Buch sicherlich Gefallen finden. Mir war die Handlung stellenweise zu langatmig. Ich vergebe vier Sterne.

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