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Alle Rezensionen von kkarin

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Ich hatte zwar schon zuvor Lobeshymnen auf "Good Night Stories for Rebel Girls 1" gehört und gelesen, kam aber erst mit Band 2 in den Genuss, jeweils auf der linken Buchseite die Erfolgsgeschichte einer Frau zu lesen, welche die gängigen gesellschaftlichen Konventionen ihrer jeweiligen Zeit gesprengt, an sich und ihr Vorhaben geglaubt und es konsequent verfolgt hat. Äußerst erfrischend dabei ist der Mix an Frauen aus unterschiedlichsten Epochen, geographischen und gesellschaftlichen Schichten, beruflichen Betätigungsfeldern - von (Friedens-)Aktivistinnen, Menschenrechtlerinnen und Wissenschaftlerinnen bis hin zu Künstlerinnen, Sportlerinnen oder gar einer Skateboarderin bzw. einer Pfadfinderin - und unterschiedlichem heutigen Bekanntheitsgrad. Jede (!) der Frauen bzw. Stories überzeugt für sich und wird optisch durch eine jeweils auf der rechten Buchseite befindliche äußerst ansprechende und/oder eindrückliche Illustration - von 50 auf der gesamten Welt wohnhaften/tätigen Illustratorinnen - gewürdigt. Neben dem Mut, Kraft und der Hartnäckigkeit der Frauen sind es auch die Vielzahl an starken Vätern, Ehemännern oder Wegbegleitern, die in den Geschichten vorkommen, die aufzeigen, dass Gleichberechtigung und die Unterstützung weiblichen Empowerments für alle - unabhängig vom Geschlecht - einen unbezahlbaren (regionalen/weltweiten gesellschaftlichen) Mehrwert schafft. Ein RIESEN Dankeschön an die Protagonistinnen für ihre Vorreiterinnen-Funktion, an Francesca Cavallo, Elena Favilli und die gesamte Timbuktu-Family für diese Buch-Reihe, die hoffentlich noch viele Fortsetzungen finden wird, sowie an alle Rebellinnen und Rebellen, die mittels Crowdfunding die Realisierung ermöglichten/beschleunigten. Meinerseits gibt es eine klare Leseempfehlung für jedermann/-frau jeden Alters, sich mit einer Dosis "Rebel-Girls-Power" zu stärken!

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Zum Inhalt: Kommissar Eschenbach kehrt nach seiner mehrmonatigen Auszeit bei der Tochter in den USA nach Zürich zur Kantonspolizei zurück. Doch während seiner Abwesenheit hat sich das Klima in seiner Abteilung, der er als Leiter der Zürcher Kriminalpolizei vorsteht, massiv verschlechtert. Maßgeblich daran beteiligt: Dr. Christine Saager, Polizeichefin, die eine Ivy Köhler als interimistische Leiterin aus dem Hut gezaubert hat, die zudem nach Eschenbachs Rückkehr nicht wieder ausscheidet, sondern als dessen Stellvertreterin im Team bleiben soll! Und dann der gerade am Tisch liegende Fall eines erst nach mehreren Tagen in seiner Wohnung tot aufgefundenen Siebzigjährigen! Wieso drängt Ivy Köhler derart, den Fall als "natürlichen Tod" zu schließen, zumal Eschenbach beim "ersten Hinsehen" Ungereimtheiten auffallen? Er beschließt, dem Ganzen unter dem Radar von Saager/Köhler nachzugehen und sein Netzwerk vertrauenswürdiger Personen zu nutzen! Doch wo ist einer seiner wichtigsten Freunde und Informationsquellen, Ewald Lenz, der pensionierte Polizeiarchivar? Was für eine Weltentdeckung macht er in seiner Mühle? Und wieso sieht Ivy Köhler in Lenz plötzlich ein Bedrohungspotential mit internationalen terroristischen Verbindungen? Meine Meinung: Plot: Da ich bislang bis auf Martin Suter keine Schweizer KrimiautorInnen oder in der Schweiz spielende Krimis gelesen habe, war ich auf Michael Theurillats LENZ schon sehr gespannt, da sowohl der Klappentext als auch die Leseprobe eine Reise in die Schweiz und Pharmaindustrie versprachen. Schnell erahnte ich, dass meine literarische Reise noch viel weiter gehen wird, denn ich wurde Dank des flüssigen und inspirierenden Erzählstils Theurillats mit einer außergewöhnlichen Freundschaft dreier ehemaliger Studienkollegen, dem weltweiten Streben nach Geld, Macht und Einfluss inklusive der damit einhergehenden militärischen Verstrickungen bishin zum Syrien-Krieg und brillanten gesellschafts-politischen und philosophischen Betrachtungen zur Informations-(Un-)Kultur unserer heutigen Zeit überrascht. Und ich war auch erstaunt, wie allein man in einem westlichen Land dastehen kann und zu welchen "Stilblüten" man sich genötigt sieht. Besonders spannend fand ich dabei, die weltweiten Geschehnisse aus der Sicht eines "neutralen" Schweizers präsentiert zu bekommen, der zudem kritisch den Anteil seines Heimatslandes am weltweiten Geschehen hinterfragt. Protagonisten: Theurillats beschreibt seine Charaktere derart gut, dass ich mich schnell in sie einfühlen konnte. Besonders gelungen ist ihm die Skizzierung von Kommissar Eschenbachs, der mir von Beginn an sympathisch war, nicht zuletzt, weil er sich treu bleibt, weiter "schnüffelt", auch wenn andere ihn davon abhalten wollen: einerseits, weil er es als seine polizeiliche/gesellschaftliche Pflicht ansieht und andererseits, weil er persönlich am Verbleib seines Freundes interessiert ist und last but not least wegen seines Lebensmottos "Es komme schon alles gut." Zudem - im Vergleich zu vielen anderen Krimi-Kommissaren - erfrischend, dass er sich eine Aus-Zeit gegönnt hat, eine innige Beziehung zu seiner Tochter führt und auf langjährige Freunde zurückgreifen kann. Auch Ewald Lenz, der die Wahrheit der Bibliotheken liebt, wird wunderbar charakterisiert, weshalb auch gut nachvollziehbar ist, weshalb Eschenbach den Austausch mit ihm schätzt, wenngleich sowohl er als auch ich als Leserin nicht jedem Gedankengang von Lenz inhaltlich zustimmen können, Lenz uns aber zumindest dazu bringt, nachzudenken und einen eigenen Standpunkt zu schärfen oder überhaupt erst einzunehmen. Neben Eschenbach und Lenz sind es auch die NebendarstellerInnen wie zB Rosa Mazzoleni (Sekretärin mit italienischen Wurzeln) und Claudio Jagmetti (team-intern als Eschenbachs Vertretung Auserkorener) sowie der Pathologe, die mir Lust machen, die gesamte Eschenbach-Reihe kennenzulernen. Schweizer Lebensgefühl: Am Alltagsleben der Protagonisten lässt sich neben geographischen Details Zürichs auch gut in die hiesige Lebensart einfühlen, wie zB ins Sprüngli oder Tabaklädeli zu gehen oder sich Friandises zu gönnen. Die Viersprachigkeit - vor allem Schweizer-Deutsch, Italienisch und Französisch - blitzt vielerorts auf, erschließt sich jedoch bei mangelnden Schweiz- oder den jeweiligen Sprachkenntnissen nicht gänzlich. Dafür wird man mit einer internationalen Note - dem Umgangs-Englisch Eschenbachs, der gerade aus den USA zurückkehrt, versöhnt (holy shit). Fazit: Ein Schweizer Krimi, der sich über die Genre-Grenze hinaus als überraschend geistreicher, unterhaltsamer und inspirierender Roman entpuppt. Eine klare Leseempfehlung an alle, die sich mit weltweiten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und militärischen Entwicklungen auseinandersetzen wollen.

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Zum Inhalt: Victoria hat sich vor zwei Jahren von ihrem Anwaltsgatten scheiden lassen und ist von L.A. in ihre Heimatstadt Chicago zurückgekehrt, um ihrer an Multipler Sklerose erkrankten Mutter beiseite zu stehen. Doch im Moment ist zum Glück noch das Gegenteil der Fall, denn ihre Mutter unterstützt Victoria tatkräftig, die neben der Betreuung der 7jährigen Jade auch noch den neuen Job und ihren College-Abschluss unter einen Hut zu bringen versucht. Wofür sie im Moment keine Zeit und Lust hat: Männer, vor allem Anwälte! Als sie ihre Tochter zur Schule bringt und diese auf ihren Freund Henry trifft, steht plötzlich auch dessen Big-Brother, der gutaussehende Reed Warner, vor Victoria. Exakt jener Reed, der auch der best man (Trauzeuge) von ihrem Ex Pete war! Der sich auch den Rechtswissenschaften verschrieben hat! Wird Victoria es nochmals wagen, sich auf einen Mann einzulassen und wird sie bereit sein, ihr Beuteschema gar zu überdenken? Meine Meinung: The one best man ist Teil 1 der neuen dreibändigen Law-and-Order-Reihe des Autorenduos Piper Rayne, einem Pseudonyms zweier USA-Today-Bestseller-Autorinnen, die durch Witz, Esprit, Direktheit, köstlichen Dialogen und zweideutigen Anspielungen - insbesondere im SMS-Verkehr, überzeugen. Obwohl es mein erstes Piper Rayne-Werk ist, hat mich das Buch sofort abgeholt, da die Protagonistin mitten im Leben steht und sich mit den Mehrfachbelastungen einer alleinerziehenden Mutter, die sich auch beruflich entfalten möchte, auseinandersetzt. Besonders gelungen sind auch die beiden Freundinnen Victorias - die ebenfalls geschiedenen Chelsea und Hannah (zweitere zugleich Chefin und Self-made-Multimillionärin), die in Sex-in-the-City-Manier Victoria auf ihrem Weg zurück in die Männerwelt coachen und dabei frank und frei aussprechen, was manche sich nicht zu sagen wagt (zB spricht Chelsea vom hotten Reed bloss noch als Steak ), was zugleich auch ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Piper Rayne überraschen auch mit brillanten Nebenfiguren, die manchmal bloss einen Kurzauftritt haben (zB einer Ü50-jährigen im Lift, die Victoria den Tipp gibt, beim Treffen unter dem Mantel blank zu sein), der wunderbar beschriebenen Mutter Victorias, die ihrem Ex-Schwiegersohn ihren Unmut unverblümt ins Gesicht sagt und der Freundschaft zwischen Jade und Henry, der bei seinen Großeltern aufwächst, da seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Ein wenig allzu gut haben es die beiden aber mit dem best man Reed gemeint, der - dem Titel entsprechend - als derart makellos beschrieben wird, dass er nur einem Frauentraum entsprungen sein kann. Und gerade deshalb funktioniert das Buch auch, weil lesende Frauen wissen, dass es einen derartigen Jackpot wohl kaum geben wird, man sich aber zwischendurch eine derartige Illusion guten Gewissens gönnen darf. Fazit: Witzig-spritzig-unterhaltsamer Liebesroman mit einer guten Portion Dramatik, Humor und Erotik, den man sich zwischendurch ruhig auch einmal gönnen darf. ;-) Der Cliffhanger am Ende verspricht bereits Spannung für Chelsea, der Band 2 gewidmet sein wird.

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Zum Inhalt: Nach der Besiegung Napoleons und dessen Exil auf Elba treffen sich gekrönte Häupter und Spitzendiplomaten im Jahre 1814 in Wien, um die Neuordnung Europas zu verhandeln. Zur britischen Delegation rund um Außenminister Castlereagh zählen auch der verwitwete Herzog of Landmark, der von seinem Adjutanten Bertram Barnett, dem gerade volljährig gewordenen Viscount of Panswick, begleitet wird. Ihnen zur Seite steht Bertrams ebenfalls verwitwete Cousine Agatha, um an der Tafel des Herzoges als Gastgeberin zu fungieren und sich um dessen dreizehnjährige Tochter Lizzy zu kümmern. Zugleich hofft Agatha, ihre verschwundene Schwester in Wien zu finden. Bereits vom ersten Tag der Reise an liegen sich der traditionelle Landmark und die selbstbewusst, weitgereist und gebildet Agatha in den Haaren. Nach einer kühlen Kosten-Nutzen-Rechnung bittet sie der Herzog um ihre Hand, doch Agatha, die bereits mehr für ihn empfindet, stellt Bedingungen. Gleichzeitig wandelt auch Bertram auf amourösen Spuren, jedoch scheint seine angehimmelte Hanni nicht standesgemäß. Im Falle einer Ehe würde er die Gesellschaft und Familie brüskieren. Meine Meinung: Bei KÜSSE AM WIENER KONGRESS handelt es sich bereits um den 4. Teil der Lancroft Abbey Reihe, jedoch kannte ich bislang kein Werk der Autorin Sophia Farago und bin ich erst mit diesem Band eingestiegen. Bereits zu Beginn wird auf die Familiengeschichte von Lancroft Abbey samt einer Liste der wichtigsten Personen und Begriffe im Anhang verwiesen, mit dessen Hilfe ich problemlos in den 4. Teil einsteigen und mitgerissen wurde. Sophia Faragos flüssiger Erzählstil besticht vor allem durch mit ihrer Dialogstärke (überaus unterhaltsame Wortgefechte zwischen dem Landmark und Agatha) und ihren fundierten Geschichts- und Ortkenntnissen. Alleine die Beschreibung der strapaziösen Anreise nach Wien lässt einen perfekt in die damalige Zeit eintauchen. Als Fan von Büchern, in denen Wien Handlungsspielort ist, war das Buch ein wahrer Lesegenuss für mich! Und obwohl ich dachte, über die Zeit des Wiener Kongresses bestens unterrichtet zu sein, konnte mich Sophia Farago mit interessanten (und ekeligen) Details überraschen. Besonders gelungen erscheint mir in diesem Zusammenhang, dass sie Wien nicht nur aus der Sicht der Gäste beschreibt, bei welchen das österreichische Kaiserhaus durch Opulenz und Prunk zu punkten trachtete, sondern auch immer wieder Einblicke und Eindrücke der Wiener Wohnbevölkerung zum Spektakel der damaligen Zeit einfließen lässt. Dass auch die Rolle der Frau und beginnende Emanzipation am Beispiel der Wiener Salons oder Kaffeehaus-Tradition aufgezeigt wurde, hat mir zudem sehr gut gefallen. Köstlich sind auch die interkulturellen Missverständnisse, wenn Briten auf WienerInnen treffen, insbesondere im Falle Bertrams, bei dem nur bedingt seine unzureichenden Deutsch-Kenntnisse ins Vordertreffen geführt werden können, sondern vielmehr seine jugendliche Unerfahrenheit und Naivität, die phasenweise beinahe schon schmerzhaft für den Leser ist. Abgerundet wird der positive Gesamteindruck durch die beobachtbare Entwicklung des Landmarks, der sein traditionelles Frauenbild - auch unter Berücksichtigung, wie er sich das zukünftige Leben seiner Tochter Lizzy wünscht - weiterzuentwickeln vermag. Fazit: Ein überaus unterhaltsamer und bestens recherchierter historischer Liebesroman zu Zeiten des Wiener Kongresses. Ich werde mir auch die Vorgängerbände gönnen, um zu sehen, ob die gesamte Lancroft-Abbey-Reihe ebenso fesselnd ist oder ob mich Band 4 wegen der wunderbaren Wien-Beschreibungen vereinnahmt hat.

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Zum Inhalt: Wien 1923: Ernestine Kirsch, eine pensionierte Lateinlehrerin, bekommt zwei Karten für das Luxusdampfschiff Jupiter für eine Fahrt Wien-Budapest-Wien und kann ihren Vermieter und guten Freund, Anton Böck, einen in Ruhestand befindlichen Apotheker, mit einer Filmvorführung an Bord locken, sie zu begleiten. Doch nach dem Genuss einer Szegediner Fischersuppe leiden fast alle an Bord und es gibt einen Toten. Der Kapitän, um den guten Ruf der Jupiter besorgt, möchte die Suppe (oder einen natürlichen Tod) dafür verantwortlich machen und scheint auch schnell einen Schuldigen gefunden zu haben, doch für Ernestine und Anton sind dies keine befriedigenden Antworten, denn einerseits legt der Anblick der Leiche eine andere Todesursache nahe und andererseits befinden sich einfach zu viele Verdächtige an Bord Wird es den beiden gelingen, das Mysterium um den Tod des ungarischen Grafen von Jesenky zu klären? Meine Meinung: Obwohl Ernestine und Anton bereits zum dritten Mal gemeinsam ermitteln, habe ich sowohl sie als auch deren Autorin, Beate Maly, erst mit diesem Band kennengelernt, konnte der Geschichte aber aufgrund des flüssigen und humorvollen Erzählstils sofort und problemlos (ohne Vorkenntnisse) folgen. Beate Maly stattet ihre beiden Hauptprotagonisten mit derart liebenswürdigen Charaktereigenschaften aus - die patente, neugierige, alleinstehende Ernestine und der beinahe allen kulinarischen Genüssen erliegende Anton, der sich zudem rührend um seine Tochter Heide und die Enkeltochter Rosa kümmert und dem Ernestine sehr am Herzen liegt - dass es eine Freude ist, den beiden silver agern bei ihren Aktivitäten zu folgen. Zudem überzeugt das Buch wegen Beate Malys Wien- (und Budapest)-Kenntnissen, die sie gekonnt "nebenbei" miteinfließen lässt und dabei nicht nur die wunderschönen Seiten der ehemaligen Kaiserstadt (zB Architektur, Medizin/Psychotherapie, Kulinarik,) präsentiert, sondern auch die herausfordernden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen der turbulenten Zwischenkriegszeit anspricht (zB Gesellschaftsumbruch, Reparationszahlungen, Inflation, ). Dieses historische Wissen ist auch am hervorragenden Mix der unterhaltsamen und köstlich skizzierten NebendarstellerInnen abzulesen, welche einerseits - Downtown-Abbey-mäßig - aus der gehobenen Gesellschaftsschichten entstammen und dem damaligen Zeitgeist entsprachen (alter (ungarischer) Adel, neureiche Kondensmilch-Industrielle, ein Rechtsanwalt, ein Psychiater und eine Nervenkranke, ein Schiffskapitän, ein Medium, eine Familie deren drei Söhne im Krieg gefallen sind und die Tochter sich als Karikaturistin zu etablieren versucht, ) und andererseits die Angestellten (Küchenchef, Jungkoch, Gesellschafterin des Mediums, ) und mitten drinnen Ernestine und Anton als interessierte Beobachter. Fazit: Als Liebhaberin von Büchern, in denen Wien Handlungsspielort ist, war MORD AUF DER DONAU ein Lesegenuss erster Klasse, zumal ich die Protagonisten Ernestine und Anton ins Herz geschlossen habe. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung und verkürze mir bis dahin mit den beiden Vorgängerbänden die Zeit.

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Kurzmeinung: Unterhaltsamer Wegbereiter der "kulinarischen Krimis", der Gusto auf Vor- und Nachspeise (übrigen neun Bände) macht. Zum Inhalt: Den 9. Fall rund um die beruflich unausgelastete ehemalige Cateringunternehmerin, Meisterköchin und Kochkolumnistin Darina Lisle verfasste ihre Autorin Janet Laurence bereits 1995. Aufgrund Darinas bisheriger Erfolge als Hobbydetektivin meldet sich ihre ehemalige Schulfreundin Jamima Ealham mit einem Spezialauftrag: Darina möge den Vater ihres 18monatigen Neffen Rory ausfindig machen, da dessen Mutter Sophie bei der Geburt gestorben ist und verhindert werden soll, dass er bei seinem despotischen Großvater und Multimillionär, Basil Ealham, aufwachsen muss. Obwohl Darina anfänglich zögert, diesen Fall zu übernehmen, wird sie schnell in die Fänge der Familie Ealham gezogen. Zudem bietet ihr Basils Freundin Val Douglas, die sich auf die Herstellung von Lebensmitteln für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten spezialisiert hat und zukünftig zusätzlich Luxus-Baby-Nahrung herstellen möchte, einen spannenden Job an, in welchem Darina ihre kulinarische Passion einbringen könnte. Doch plötzlich brennt Vals Firma ab. In den Ruinen wird eine Leiche gefunden und Darinas Gatte, vor kurzem zum Detective Chief Inspector befördert, ist mit den Ermittlungen betraut. Das Ehepaar Darina Lisle und DCI William Pigram sind sowohl beruflich als auch privat auf das Äußerste gefordert, um Licht in dieses Dunkel zu bringen. Meine Meinung: Obwohl ich Darina Lisle erst im 9. Fall kennengelernt habe, vermochte es der flüssige Schreibstil von Janet Laurence, dass ich auch ohne Vorkenntnis der vorangegangenen acht Bände schnell in die aktuelle Geschichte fand. Insbesondere die gut skizzierte Hauptprotagonisten Danina Lisle macht es einem einfach, ihr in die Untiefen der Familie Ealham folgen zu wollen. Ausgehend vom Cover und des Titels dachte ich, es mit einer Neuerscheinung und einem "kulinarischen Krimi" zu tun zu haben, weshalb ich mir eigentlich noch mehr Kulinarik und eventuell sogar Rezepte erwartet hatte. Zudem verstörte mich ein wenig das vorherrschende Rollenverständnis der Frau. Als ich jedoch feststellte, dass Janet Laurence dieses Buch bereits 1995 geschrieben und es die dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH neu 2018 als eBook herausgebracht hat, war ich vom Werk umso mehr angetan. Für mich ist MORD MACHT APPETIT ein Wegbereiter der heute so aktuellen "Kulinarik-Krimis" (wo AutorInnen sogar eigene Kochbücher im Namen ihrer Protagonisten veröffentlichen) und gleichzeitig unterstreicht es, wie fortschrittlich und vorausschauend die Autorin bereits 1995 war, das heute in der Nahrungsmittelindustrie kaum mehr wegzudenkende Thema Lebensmittelunverträglichkeit in den 9. Fall einzuweben. Den Fall selbst habe ich als spannend empfunden, weil viele charakterlich unterschiedliche Personen mit stark divergierenden Motiven angeboten wurden, ich meine Täter-/Vaterhypothese immer wieder korrigieren musste und schlussendlich beim Showdown eine unerwartete Wendung präsentiert bekam, die durchaus nachvollziehbar erscheint. Dass neben all den Ermittlungen auch das Privatleben von Darina und William behandelt wurde samt all den Auswirkungen einer Beförderungen, Übersiedlung, beruflichen Neuorientierung, unterschiedlich getimeten Kinderwunsches, etc. auf eine Ehe, rundeten den positiven Gesamteindruck ab. Fazit: Ein Wegbereiter der heute häufig anzutreffenden "kulinarischen Krimis", der Gusto auf die übrigen neun Bände macht. Bin schon gespannt, ob Janet Laurence in den anderen Fällen auch so einen Riecher für Zukunftstrends hatte!

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Kurzmeinung: Fesselnder Wirtschafts-Öko-Thriller über den globalen Sandhandel, der zudem als nützliche Vorbereitung für Reisen/Auslandeinsätze in Indien (und benachbarten Ländern) herangezogen werden kann und mit wertvollen interkulturellen Verhaltenstipps und praktischen Lifehacks aufwartet. Zum Inhalt: In seinem 3. Buch schickt der Autor Manuel Vermeer seine weibliche Hauptfigur, die deutsche Hydro-Ingenieurin Dr. Cora Remy (gerade in Nepal tätig), auf Besuch zu ihrem indischen Ex-Studienkollegen Ganesh. Doch als sie in Indien ankommt, ist dieser verschwunden. Bei seinen statischen Überprüfungen des Taj Mahal dürfte er der global agierenden und auch vor Mord nicht zurückschreckenden Sandmafia in die Quere gekommen sein. Auf Coras abenteuerlicher Suche nach Ganesh durch Indien und manch brenzliger Situation prallt sie mit dem gefährlichen Sandlord zusammen. Wird sie Ganesh finden und retten können und dabei selbst mit heiler Haut davonkommen? Meine Meinung: Vorausschickend: Ich schätze es, wenn ExpertInnen, JournalistInnen, etc. ihr Fachwissen breitenwirksam auf Krimi-Niveau herunterbrechen können und verstehe derartige Werke primär als Informations- und Meinungsbildungskanal. Mit dieser Erwartungshaltung ging ich auch an Manuel Vermeers TOD AM TAJ MAHAL heran und hoffte, mehr über den global gehandelten Rohstoff Sand zu erfahren. Und was hab ich bekommen? Exakt das, was ich mir erhofft hatte ¿ und noch viel, viel mehr!!!! Die Konsequenzen des weltweiten Bau-Booms und damit einhergehenden Bedarfs an Zement und Beton (und damit qualitativ hochwertigen Sandes) hat mir erst dieses Buch in seiner vollen Dimension bewusst gemacht. Insbesondere die menschen-unwürdigen Bedingungen seiner Gewinnung haben mich betroffen zurückgelassen. Dank des flüssigen Erzählstils tauchte ich aber auch schnell in die Geschichte, das Land, dessen Kultur, Architektur, Religion, Mystik und Gesellschaft ein und konnte mit Hilfe zahlreicher Querverbindungen - bis hin zu Kinderbüchern! - zwischen der indischen und europäischen/amerikanischen Geschichte/Gesellschaft mein bislang eher klischeebehaftetes Wissen über Indien korrigieren und gefühlsmäßig fundiert erweitern. Obwohl es mein 1. Buch mit Cora und Ganesh war, faszinierten mich die beiden Hautprotagonisten von Beginn an. Ganesh, der in Deutschland studiert hatte, um anschließend in seiner Heimat eines der wichtigsten Bauwerke vor dem Zerfall zu bewahren und Cora, die als Frau in einer eher von Männern dominierten Branche und Weltregion mit ihrer unerschrockenen, offenen, gutgläubigen und geradlinigen Art auf Menschen zugeht. Als überaus informativ empfand ich auch die Details zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Indien. Dr. Manuel Vermeer - dem Sohn einer indischen Mutter und eines deutschen Vaters - ist ein wahrer Pageturner gelungen! Dass die unterhaltsame und informative Story derart überzeugt, mag wohl auch daran liegen, dass er seine Regionalkenntnis und wirtschaftliche Fachexpertise als Inhaber eines Consulting-Unternehmens für China, Indien und Südostasien, der diese Länder seit mehr als 30 Jahren bereist, gekonnt einfließen und uns daran teilhaben lässt. Fazit: So wünsche ich mir Geographie-, Geschichts-, Religions-, Wirtschafts-, Politik-, Literatur-, Kultur- und Architektur-Unterricht!!! ¿ und so kann (und soll) Völkerverständigung bitte auch aussehen! Danke Manuel Vermeer! Ich hoffe auf weitere Fortsetzungen und werde mir zwischenzeitlich mit den beiden Vorgängerbände (versprechen alleine der Themen wegen schon Spannung: "Wasser" bzw. "China") die Zeit verkürzen.

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Zum Inhalt: Deutschland - Fußball-WM - brütende Hitze. Bei der Schleuse in Anderten (Hannover) wird die Leiche einer Frau aus dem Wasser gezogen. Schnell wissen Hauptkommissar Richard Tackert und sein Team (Sonja, Jan, Sven und Nicola), dass es sich um die 39jährige Tierärztin Annemarie Funke handelt. Die Suche nach ihrem Täter hingegen gestaltet sich unerwartet langwierig. Umfangreiche Recherchen, akribische Datenabgleiche und unzählige Befragungen liefern nur bedingte Fortschritte. Erst Nicolas "kreativer" Ermittlungsansatz eröffnet mögliche internationale Verstrickungen. Oder ist der Täter vielleicht doch in Annemarie Funkes Vergangenheit zu suchen? Weshalb hat sie vor ihrem Ableben eine Privatdetektivin engagiert? Fragen über Fragen! Zudem private Sorgen um Tackerts Schwiegermutter, die von ihm inoffizielle polizeiliche Unterstützung benötigt. Zum Glück stehen ihm mental seine Ehefrau Elisa und die "Götterschar" zur Seite. Meine Meinung: Obwohl es bereits der 7. Fall von Kommissar Richard Tackert ist, lerne ich ihn erst mit ANTAGONIST kennen. Der Schreibstil seines Autors Wolfgang Glagla ist aber derart flüssig, knapp und präzise, dass ich schnell mit Tackert und seinem Team vertraut bin, dh auch ohne Vorkenntnisse den 7. Fall genießen kann. Glagla vermag permanent die Spannung aufrecht zu erhalten, zumal er die Vorkommnisse aus unterschiedlichen Ermittlerperspektiven präsentiert, wobei alle Ermittlungsergebnisse bei Tackert zusammenlaufen. Besonders gelungen sind die Befragungen, welche einem als LeserIn sukzessive die Rolle eines Ermittler-Teammitglieds einnehmen lassen. Da Wolfgang Glagla seine Leserschaft auch an den gedanklichen Schlussfolgerungen teilhaben läßt, erscheinen die gesetzten polizeilichen Ermittlungstätigkeiten konsequent logisch. Dennoch gelingt ihm eine unerwartete - wenngleich schlüssige - Wendung beim finalen Showdown. Neben der reinen Ermittlungsarbeit fand ich insbesondere sie skizzierte Person des Kommissars Richard Tackert überaus gelungen: ein sympathischer Teamleiter in einer glücklichen Beziehung, mit einer wunderbaren Ehefrau, witzigen Sticheleien zwischen ihm und seiner Schwiegermutter, der Begeisterungsfähigkeit für die nächsten Generationen, seiner köstlichen Portion Humor, (Selbst-)Ironie, Sarkasmus und liebenswerten Schrullen. Zudem überrascht der Autor mit amüsanten Wort-Neu-Kreationen (zB für Büstenhalter das Wort "¿.." (sorry, darf nicht spoilern)), dem Einsatz lange schon nicht mehr gehört/gelesener Wörter (zB plemplem), einem wunderbaren Einleitungszitat von Virginia Satir und aktuellen Bezügen (zB Brexit). Fazit: Ein spannender Kriminalroman aus Hannover, der durch Polizeiarbeit - allen voran Befragungen - besticht und mit der gewinnenden Kommissar-Persönlichkeit Richard Tackerts glänzt! Ich möchte unbedingt die Vorgängerbände lesen und hoffe auf einen nächsten Fall! Deshalb inspiriert von Tackert mein Wunsch an das Universum: Mehr Zeit zum Lesen!

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Zum Inhalt: Da es sich um eine Kurzgeschichte von 18 Seiten handelt, möchte ich nicht spoilern. So viel sei verraten (weil es ja auch der Titel/das Cover macht): Es geht um schwule Pinguine unter der Regenbogenfahne in einem Zoo und die Liebe. Meine Meinung: Dem Autor Jürgen Block gelingt es auf unterhaltsame Weise, seine Leserschaft binnen kürzester Zeit und häufig in Dialogform in eine gänzlich andere Welt zu führen, um dort die Liebe samt deren Tücken kennenzulernen. Als Bonus-Track fungieren die vorab präsentierten Merkmale einer Kurzgeschichte seitens des dp DIGITAL PUBLISHERS Verlags, die einem das Kennenlernen und Reinfinden in das Genre Kurzgeschichte erleichtern. Fazit: Für alle, die sich daran erfreuen können, wenn sich zwei Liebende finden und füreinander (und den Nachwuchs) da sind!

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Zum Inhalt: Schwedens Staatsschutz befindet sich nach der blutigen Hinrichtung eines ranghohen Politikers in höchster Alarmbereitschaft. Nachdem ein terroristisches Motiv nicht ausgeschlossen werden kann und der Premierminister eventuell auch im Fadenkreuz der/des Täter/s steht, werden neben klassischen auch unkonventionelle Ermittlungswege unter höchster Geheimhaltungsstufe beschritten: der inhaftierte Ex-Ermittler Joona Linna soll helfen. Ihm zur Seite steht die knallharte Staatsschutzmitarbeiterin Saga Bauer. Schnell wird beiden klar, dass der Staatsschutz sein eigenes Süppchen kocht. Doch Joona Linna und Saga Bauer wollen bloß weitere Tote verhindern (was sich jedoch leider nicht vermeiden lässt). Sukzessive wird den Ermittlern klar, dass ein Kinderlied über "ten rabbits ¿" der Schlüssel zum Täter sein kann. Meine Meinung: Joona Linna ermittelt in Hasenjagd" zwar bereits zum 6. Mal, ich habe aber sowohl ihn als auch das Autorenduo Lars Kepler erst mit diesem Band kennengelernt. Bereits der Einstieg war knallhart und hat sofort einen Sog entwickelt. Über lange Strecken vermögen es Lars Kepler auch, diese Spannung mit brutalen Hinrichtungen, gefährlichen Gefängniskämpfen oder stark sexualisierten Szenen aufrechtzuhalten. Zwischendurch - als ob sie der Leserschaft Zeit zum Verschnaufen geben wollen - ebbt diese Spannung immer wieder ab und wird durch wiederholte Schilderungen ein und derselben Szene aus unterschiedlichen Blickwinkeln (des Opfers, des Täters, Joonas, Sagas, des Staatsschutzes, des Forensikers, des Pathologen, ¿) schier in die Länge gezogen. Generell scheint das Buch von Widersprüchen und Gegensätzen zu leben. Liegt das daran, dass ein Mann-Frau-Duo "Hasenjagd" geschrieben hat oder war es gar deren unterschwelliges Ziel, diese intra- und interpersonellen Spannungen darzustellen, um ihre Leserschaft permanent zu fordern, wem sie ihre Sympathie/Antipathie zuerkennen? Zum Beispiel das erste Opfer: wie kann ein solches Ekelpaket ein derart hohes politisches Amt ausüben? Oder Joona: Darf ein inhaftierter Ex-Ermittler "einfach so" aus dem Gefängnis zu Ermittlungszwecken geholt werden? Auch die Beschreibung der Hauptprotagonisten wie zB die der taffen Saga, die einem feuchten Männertraum entstiegen scheint und im Gegensatz dazu Joona mit seinen zaghaften Annäherungsversuchen seiner Schulliebe gegenüber .... Die Liste ließe sich unendlich lange fortsetzen (um nicht zu spoilern, wird darauf verzichtet), da Lars Kepler viele verschiedene, anfänglich unzusammenhängend erscheinende Personen und spannende Handlungsstränge anbieten, diese beim finalen Showdown aber schlüssig zu verknüpfen verstehen. Fazit: Knallharter Thriller, der meine Schmerzgrenze des Erträglichen verschoben hat. Trotz einiger Längen werde ich Joona Linna und Saga Bauer weiterverfolgen bzw. mir ihre vorhergehenden Fälle "reinziehen". Um Joona und Saga "noch besser erfassen zu können" hätte ich dies vielleicht schon zuvor tun sollen. Trotzdem: Der 6. Fall bekommt eine klare Empfehlung für LeserInnen mit starken Nerven!

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