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Alle Rezensionen von Anonym

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"Die Greifenreiterin 1: Gefangenschaft" ist der Auftaktband zu einer neuen High Fantasy-Trilogie aus der Feder von Sabine Schulter. Diesmal entführt uns die Autorin in eine Welt, in der es noch Greifen gibt und ein Volk, die Himmelsreiter, das diese majestätischen Tiere züchtet und reitet, wobei es sich hierbei mehr um eine lebenslange Freundschaft als eine klassische Tier-Mensch-Beziehung handelt. Wir lernen die junge Rayna kennen, die quasi ein Ausnahmetalent unter den Greifenreitern ist: sie wurde sehr frühzeitig von ihrer Greifendame und Gefährtin Ferril erwählt, und die beiden zeichnet ein hohes Maß an Verbundenheit aus. Dies ist auch der Grund dafür, dass Rayna trotz ihrer Jugend mit einem wichtigen Auftrag betraut und als Botschafterin zum Volk der Shealif gesandt wird. Doch sie gerät bereits auf ihrem Weg in Gefangenschaft beim Volk der Nanjoks und trifft dort auf das Geschwisterpaar Hyron und Satella, beide wiederum aus dem Volk der Shealif. Die drei Gefangenen freunden sich allmählich an und versuchen gemeinsam zu entfliehen. Mir hat sehr gut gefallen, dass die Geschichte zunächst in Raynas früher Kindheit beginnt, mit dem für sie wichtigsten Erlebnis: ihrer ersten Begegnung mit Greifendame Ferril. Mich persönlich hat es auch nicht gestört, dass hier etwas ausgeholt und das Leben der Greifenreiter und ihre enge Beziehung zu ihren Tieren im Detail beschrieben wird, denn nur so ist Raynas Verhalten und ihre Sorge um Ferril später in der Gefangenschaft zu verstehen. Ebenso gefällt mir die nur allmähliche Annäherung der drei Gefangenen. Ich habe hier keine wilde Action vermisst. Die Charaktere sind sympathisch und authentisch beschrieben. Hyron und Rayna befinden sich beide in einer vergleichbar vertrackten Ausgangssituation: sie sind beide gleichermaßen durch ihre Liebe und Fürsorge zu der Schwester Satella bzw. ihrem Greif Ferril gebunden und stellen das Wohlergehen dieser jeweils über ihre eigenen Interessen. Dennoch versuchen sie einen Weg zu finden, den Nanjoks zu entfliehen. Der erste Teil endet mit einem ziemlichen Cliffhanger und ich bin sehr gespannt, wie es nun weitergeht!

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Mit seinem Buch "Alles nur aus Zuckersand" nimmt uns Dirk Kummer, geboren 1966, ein bekannter Regisseur und Drehbuchautor, mit in die DDR seiner Kindheit. Das (Hör)Buch ist - mal in "umgekehrter" Reihenfolge als sonst üblich - die Geschichte seines preisgekrönten deutschen Fernsehfilms aus dem Jahr 2017, in dem der Autor seine eigenen Kindheitserfahrungen beschrieben hat. Der Silberfischverlag hat das Kinderbuch pünktlich zum Mauerfall-Jubiläum als gekürzte Lesung herausgegeben, auf 2CDs,120 Minuten, sehr einfühlsam gelesen vom bekannten Schauspieler, Regisseur und Hörbuchsprecher Charly Hübner. Zum Inhalt: Ostdeutschland, 1979: Für den zehnjährigen Fred und seinen besten Freund Jonas ist jeder Tag ein Abenteuer. Am liebsten spielen sie in der verlassenen Fabrik, in der Nähe der Grenze zu West-Berlin. Doch dann stellt Jonas Mutter einen Ausreiseantrag und ab sofort dürfen sich die beiden nicht mehr treffen. Heimlich fangen sie an, einen Tunnel in den Sand zu graben. Auch wenn Jonas die DDR verlässt, werden sie sich wiedersehen. Ganz sicher. Die Geschichte ist durchgängig aus der Sicht des zehnjährigen Fred geschrieben. Man erhält sehr geschickt Einblick in die damaligen Verhältnisse. Dirk Kummer beschreibt den Familienalltag mit Mutti und Vati, in seiner "taubenblauen", eigentlich grauen Uniform so liebevoll detailliert, dass man glaubt, mit am Abendbrottisch der Familie bei "Stulle mit Brot" zu sitzen. Man lernt Freds besten Freund Jonas kennen, und erfährt zwischen den Zeilen, dass Jonas` alleinerziehende Mutter - anders als Freds linientreue Eltern - durchaus kritisch denkt. Nachdem Jonas Mutter einen Ausreiseantrag gestellt hat, verbieten Freds Eltern ihm den Umgang mit Jonas. Die Jungen können sich nur noch heimlich treffen. Sie beginnen Pläne zu schmieden, wie sie sich nach Freds Ausreise wiedersehen können und beginnen schließlich, in einer alten Fabrik im weichen märkischen "Zuckersand" eine Fluchttunnel in den Westen zu graben. Die Geschichte ist nicht nur für Kinder interessant: auch wenn sie für die Altersgruppe ab 10 Jahren gemacht ist (und diese Altersgruppe aus sehr gut erreichen wird), verbirgt sich in dem (Hör)Buch doch eine sehr einfühlsam und berührend erzählte Zeitreise für die ganze Familie - ein wirklich gelungenes (Hör)Erlebnis für Jung und Alt!

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"Unter einem guten Stern" ist der Debutroman von Autorin Minnie Darke. Durch das märchenhafte Cover, das super zu der Geschichte passt, wurde meine Neugierde geweckt. Auch der Klappentext und die Leseprobe waren vielversprechend. Die junge Justine, "Mädchen für alles" bei einer großen Zeitschrift, träumt von einer Karriere als festangestellte Journalistin. Noch mehr allerdings träumt sie von ihrer Jugendliebe Nick, der sie nach langen Jahren zufällig wieder über den Weg gelaufen ist. Da dieser fest an die Macht der Sterne und an Horoskope glaubt und der Druck der Horoskope in Justines neuen Aufgabenbereich als Redaktionsmanagerin fällt, beschließt sie spontan, Nick und ihrer gemeinsamen Zukunft per Wink mit dem Horoskop-Zaunpfahl auf die Sprünge zu helfen. Entsprechend ändert sie also die Horoskope eigenmächtig ab und baut kleine Hinweise für Nick ein - nur dass Nick etwas schwerfällig ist, während sich viele andere Wassermänner sich von ihren himmlischen Fingerzeigen (in die Irre) leiten lassen¿ In der Leseprobe hatte mir Minnie Darkes Schreibstil, der so an die Sternzeichen angelehnt war und mit vielen Zusatzinformationen in Form von Einschübseln aufwartete, noch sehr zugesagt, doch für die gesamte Länge des Buches, dass zu dem mit über 500 Seiten ziemlich mächtig ist, fühlte ich mich zunehmend genervt und im Lesefluss unterbrochen. Ebenso wie der Schreibstil dadurch etwas ungelenk und anstrengend wurde, empfand ich es auch inhaltlich im Laufe der Geschichte. Ein, zwei Nebenerzählstränge, die geschickt miteinander verflochten werden, gefallen mir immer gut, hier aber fühlte ich mich irgendwann erschlagen. Schade, hier wäre echt weniger mehr gewesen, denn die Grundidee mit den "getürkten" Horoskopen fand ich sehr witzig und originell.

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"An Nachteule von Sternhai " ist ein tolles Jugendbuch der beiden Autorinnen Holly Goldberg Sloan und Meg Wolitzer über den Beginn einer Freundschaft zwischen Avery und Betty in Form eines Emailaustausches. Der Klappentext verspricht die schönste Freundschaftsgeschichte und den genialsten Dialog seit Gut gegen Nordwind . Achtung, Suchtpotential! Diesem Buch verfällt der glückliche Leser mit ganzem Herzen ab der ersten Seite. "Du kennst mich nicht, aber ich schreibe dir trotzdem." So beginnt die Geschichte von Bett und Avery, deren alleinerziehende Väter die verrückte, romantische Idee haben, dass sie eine Familie werden könnten. Nicht mit Bett und Avery! Obwohl sich die beiden Mädchen auf gar keinen Fall kennenlernen wollen, beginnen sie vor lauter Neugierde, in ihren E-Mails Fragen zu stellen, mehr von ihren Leben zu erzählen und Dinge auszutauschen. Nach und nach vertrauen sich Nachteule und Sternhai - wie sie sich mittlerweile nennen - ihre persönlichsten Gedanken und Geheimnisse an und können sich ein Leben ohne einander nicht mehr vorstellen. Das auffällige Cover und der ungewöhnliche Titel haben zuerst meine Aufmerksamkeit geweckt, was es mit "Nachteule" und "Sternenhai" auf sich hat, erschließt es aber erst im Laufe der Geschichte, denn es sind die Namen, die sich die beiden Mädchen bei ihrem Emailaustausch geben. Bereits der Anfang "Du kennst mich nicht, aber ich schreibe dir trotzdem." - ließ mich schmunzeln, denn sofort rückt Betty, genannt Bett, später B und noch später Sternenhai, mit den Neuigkeiten raus: ihr Vater und Averys Vater haben sich ineinander verliebt und wollen, dass sich die Mädchen bei einem gemeinsamen Sommercampaufenthalt kennenlernen und anfreunden. Auch als Hörbuch war die Geschichte trotz der zunächst schnellen und kurzen Emails leicht verständlich, witzig und spannend. Obwohl sie einander eigentlich nichts von sich verraten wollen, tauschen die beiden Mädchen sich über so vieles, was sie bewegt aus. Einerseits sind sie von ihren Interessen und ihren Typen so unterschiedlich, wie es nur möglich ist, Avery eher zurückhaltend, eher ängstlich und ein Bücherwurm, Bett, sportlich, dynamisch und temperamentvoll, und doch haben sie eine vergleichbare Familiensituation: sie wachsen jeweils bei ihren homosexuellen, alleinerziehenden Vätern auf. Damit hat die Geschichte für mich auch ein sehr interessantes und ungewöhnliches Setting, das mir imponiert hat, und gerade auch durch seine äußere Form eines Emailaustausches wirklich etwas Besonderes! Bettys und Averys Geschichte hat mich voll und ganz in ihren Bann gezogen und ich bin total begeistert!

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"Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" von Autor Stuart Turton, ist kein üblicher Kriminalroman a la Agatha Christie, in dem eine Partygesellschaft den Mörder unter sich zu identifizieren versucht, vielmehr ist es auch ein wenig Fantasygeschichte, da sich die Ereignisse in einer Art Zeitschleife ständig wiederholen und der Ich-Erzähler immer wieder in der Person eines anderen Gastes erwacht und den Tag und den Mord von neuem erlebt. Bereist das Cover hatte meine Aufmerksamkeit geweckt und der Klappentext mit der ungewöhnlichen Idee der Zeitschleife hatte mich neugierig gemacht. Leider bin ich in der Umsetzung etwas untergegangen! Was sich im Klappentext unterhaltsam und spannend liest, ist in der Ausgestaltung ziemlich verwirrend, da der Leser zusammen mit Protagonist "Aiden" jedes Mal als jemand anders erwacht und erst einmal herausfinden muss, wer er überhaupt ist. Die Szenen zogen sich für meinen Geschmack teilweise endlos mit einer Fülle an Details, die mich ermüdet haben. Durch den ständigen Perspektivwechsel in der Ich-Form empfand ich den Schreibstil als anstrengend. Inhaltlich hat mich die Auflösung leider auch nicht überzeugt. Daher eine interessante und witzige Idee, in der Umsetzung aber leider steckengeblieben!

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In ihrem Roman "Das Erbe von La Florentina" nimmt uns Autorin Anne Colwey mit an die malerische Amalfiküste auf das Weingut "La Florentina", das dem Buch seinen Namen gegeben hat. Mit dieser traumhaften Kulisse und den idyllisch-schönen Landschaftsbeschreibungen ist aber aus meiner Sicht auch schon alles Positive über das Buch gesagt. Sämtliche Frauenfiguren, die im Buch auf treten - von den Nebenfiguren in Gestalt der Freundin Fiona und der alten italienischen Großmutter Giulia vielleicht mal abgesehen - sind durch und durch unsympathisch, agieren nicht nachvollziehbar als ob sie partout in ihr eigenes Unglück rennen wollen. Der Verlauf der Geschichte ist eigentlich von Anfang an vorhersehbar, aber die Protagonistin widersetzt sich dem mit einer bornierten Hartnäckigkeit, dass man als Leser nur den Kopf schütteln kann¿ Protagonistin Laura van Dyck ist 28 Jahre alt und wechselt als angestellte Köchin von einem Job zum nächsten. Sie hat ein absolut gestörtes Verhältnis zu ihrer Mutter, wofür es im Laufe der Geschichte eine Erklärung gibt, die mich aber nicht wirklich überzeugt hat. Auch das Verhältnis zu ihrer geliebten Großtante Harriet ist für mich etwas merkwürdig, ebenso wie die unerklärliche Erbschaft in Gestalt des Weinguts "La Florentina", das idyllisch an den Hängen der Amalfiküste hoch über dem Meer liegt. Wie gesagt, die Beschreibung der Landschaft, des Weinguts fand ich wunderschön, nur hat mich die Geschichte überhaupt nicht in ihren Bann gezogen. Es erscheint mir einfach nicht nachvollziehbar, dass Laura weder das Verhältnis zu ihrer Mutter noch zu ihrer Großtante, noch die Umzüge zwischen England, Italien und Deutschland hinterfragt hat. Wer ihr Vater ist, scheint auch niemanden zu interessieren. Und die wahre Familientragödie, die sich im Laufe der Geschichte herauskristallisiert, war für mich schon sehr früh erkennbar. Sämtliche Frauenfiguren in dem Buch möchte man als Leser schütteln, da sie allesamt emotional verkrüppelt zu sein scheinen und sich hinterher wundern, warum sie von einem Unglück ins nächste stolpern. Durch die Erzählweise konnte ich auch zu keiner der Protagonistinnen irgendeinen Bezug aufbauen und das Ende kam so überraschend und lässt so viel offen, dass ich hinter dem Rezeptteil noch ein Kapitel gesucht habe. Schade, da hatte der Klappentext wohl zu viel versprochen¿

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"Silberdrache" von Autorin Angie Sage ist der erste Band zu einer neuen fantastischen Serie um Drachen, Freundschaft und Magie für Jungen und Mädchen ab 11 Jahren. Das Buch reizt schon durch sein tolles, geheimnisvolles Cover zum Lesen, der Klappentext ist spannend! Im Mittelpunkt stehen gleich mehrere Kinder, die in verschiedenen Parallelwelten leben. Da ist die 11jährige Sirin, die in unserer Welt lebt und deren Mutter schwerkrank ist, sowie das Geschwisterpaar Allie und Joss, das verwaist in einer Parallelwelt lebt, in der es gute und böse Drachen, genannt Raptoren, gibt. Ihre Gegenspieler ist die Familie Lennix, Herrscher über die Raptoren, in deren grausame und menschenverachtende Welt man ebenfalls einen Einblick erhält. Die Kapitel wechseln zwischen den Kindern und den Welten hin und her und verfolgen auch innerhalb der Welt der Drachen die verschiedenen Geschehnisse in der Familie Lennix und bei den Waisenkindern Joss und Allie. Die Wege aller Protagonisten beginnen sich zu kreuzen, als ein silbernes Drachenei aufgetaucht sein soll, obwohl die legendären Silberdrachen doch ausgestorben sein sollen. Die Familie Lennix macht sich auf den Weg, um dieses Ei zu rauben und für ihre Zwecke auszunutzen, doch durch einen Zufall fällt dieses Ei genau Joss vor die Füße und heraus schlüpft Lysander, ein kleiner Silberdrache! Und schon nimmt das Schicksal seinen Lauf! Die Geschichte ist wirklich spannend erzählt und nicht nur für junge Leser geeignet. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Anfang ist vielleicht ein wenig langatmig, aber dann nimmt die Geschichte rasch an Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich. Ich halte das Buch für Jungen und Mädchen gleichermaßen geeignet und auch das empfohlene Lesealter von 11 Jahre für passend, da grausame Handlungen (Drachenfütterung etc.) nicht explizit beschrieben werden und auch traurige Szenen, wie z.B. der Tod von Sirins Mutter im Krankenhaus, nur verschlüsselt erzählt werden, und da ganz zart besaitete Seelen vermutlich ohnehin nicht zu einem Buch mit Drachenkämpfen greifen würden. Gerade zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse, die Protagonisten der verschiedenen Welten begegnen sich und es gibt einen echt fiesen Cliffhanger. Ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht!

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"Die Malerin des Nordlichts" ist ein Roman aus der Reihe "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe", in der verschiedene Künstlerinnen, mal mehr, mal weniger bekannt, vorgestellt werden. Der Klappentext verspricht: Ein Leben für die Kunst, ein Leben für die Liebe. Norwegen 1922: Signe ist talentiert, ambitioniert und vor allem eins: frei! Endlich hat sie sich aus ihrer unglücklichen Ehe gelöst, und damit von einem Mann, der für ihre große Leidenschaft, die Malerei kein Verständnis hat. In ihrer Jugend lernte sie, an der Seite ihres Onkels, dem Genie Edvard Munch, die schillernde Osloer Bohème kennen. Nun nimmt Signe Unterricht beim Sohn von Paul Gauguin, sie hat sich geschworen, ihr Leben ausschließlich der Kunst zu widmen. Sie will ein Werk hinterlassen, das - ebenso wie die Bilder ihres Onkels - die Menschen bewegt und aufrüttelt. Dann lernt sie Einar kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Als er sich dem Widerstand anschließt, begreift Signe, dass man manchmal alles wagen muss - in der Liebe und in der Kunst. Für mich war es nach dem um Edith Piaf der zweite Band in der Reihe. Während ich bei Edith Piaf das Gefühl hatte, tatsächlich etwas über die Künstlerin und den damaligen Zeitgeist zu erfahren, blieb mir Signe Munch auch nach Lektüre des vorliegenden Buches weitgehend unbekannt. Lena Johannson schafft es zwar im ersten Teil sehr gut, den damaligen Zeitgeist, das vorherrschende Frauenbild, Signes Situation in ihrer Ehe und die Schwierigkeiten, mit denen Signe Munch als geschiedene Frau konfrontiert war, darzustellen, vieles geht aber dann in der anschließenden Liebesgeschichte zu dem jüngeren Musiklehrer Einar Sibke unter. Als der 2. Weltkrieg Norwegen erreicht, folgt Signe nach einigem Zögern ihrem Mann in den Widerstand, um dann alles zu verlieren, ihren Ehemann, der zunächst verhaftet, dann getötet wird und ihre Kunst, die von den Nationalsozialisten als "entartet" gebrandmarkt wird. Auch wenn viel Neues über diese weitgehend unbekannte Nichte des großen Edvard Munch berichtet wird, ist die Erzählung doch etwas langatmig und verliert sich in Details. Als Hörbuch etwas schwierig zu folgen, gerade durch detaillierte Beschreibungen des Malstils, Pinselführung, Farben etc., ich persönlich bin auf das Buch umgestiegen. Alles in allem ein etwas schwächerer Band der Reihe!

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Kingdoms of Smoke - Die Verschwörung von Brigant ist der erste Band einer neuen Fantasy-Reihe aus der Feder von Autorin Sally Green. Die Geschichte nimmt uns mit nach Brigant, einem Königreich, das ein grausamer und intriganter König beherrscht. Gleich die ersten Kapitel sind für ein Jugendbuch ziemlich grausam. Wir werden Zeugen einer Hinrichtung, deren grausame Details und vorangegangene Folter genau beschrieben werden - das hätte ich in der Form weder erwartet noch gebraucht. Interessant ist der Erzählstil: die Erzählperspektive wechselt ständig nach kurzen Kapiteln zwischen den 5 Protagonisten hin und her, deren Schicksale zunächst unabhängig voneinander zu sein scheinen, deren Wege sich dann aber kreuzen und am Schluss in eine einheitliche Geschichte münden. Anfangs ist dieser rasche Wechsel ziemlich verwirrend, aber man liest sich ein und kann der Geschichte dann gut folgen. Dennoch zog sich die Geschichte in meinen Augen ziemlich hin, punkten konnten für mich vor allem die letzten Kapitel, in denen die Geschichte an Fahrt gewinnt und die verschiedenen Charaktere zusammen geführt werden! Daher bin ich schon gespannt, wie es in Band 2 weitergeht!

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Der Untergang der Könige soll der fulminante Auftaktband zu einer neuen Fantasyreihe aus der Feder der Autorin Jenn Lyonns sein. Die Idee ist auch wirklich toll, aber mit ihrem Erzählstil hat mich die Autorin dann einfach geschafft! Nicht nur verschiedene Erzählstränge von drei verschiedenen Erzählern laufen parallel (und hierbei auch noch teils im gesprochenen, teils im rein gedanklichen Dialog), auch die Zeitebenen wechseln kapitelweise hin und her. Dazu wird man in eine fantastische Welt hineingeworfen und von Anfang an mit fremden Begriffen von den Fantasiewesen über die Völker bis hin zur Kleidung, Gebräuche etc - an sich ein tolles Worldbuilding, aber ich ging irgendwann unter! Der Stammbaum am Ende und die Fußnoten waren nicht wirklich hilfreich... Schade, hier hatte ich das Gefühl, dass weniger oft mehr ist!

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