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Alle Rezensionen von katze267

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Jessica Hanser ist 42 als sie plötzlich beim Autofahren eine Panikattacke bekommt, ohne erkennbaren Anlass. Von da an ist Autofahren nicht mehr möglich. Das stellt sie vor große Probleme. Seit ihr Mann sie nach einem Burn - Out verließ, um im Amazonas auf einem Baum zu leben und anschließend in Brasilien neu heiratete muss sie sich und ihre 16jährige Tochter Miriam ernähren und noch die Raten für ihr Haus in dörflicher Umgebung abbezahlen. Doch ohne Auto kann sie weder einkaufen, noch zu ihrer Arbeitsstelle in einer Werbeagentur in Frankfurt fahren oder ihre Tochter zu Verabredungen bringen. Ihr Chef ruft sie trotz Krankschreibung ständig an, um sie beruflich einzuspannen.Hilfe bietet ihr nur die im Dorf als "verrückte Katzenfrau" bekannte Nachbarin Hildegard, die sich um frei lebende Katzen kümmert. Doch dann verschwindet Miriam und Jessica muss sich , mit Unterstützung von Hildegard, ihren Ängsten stellen um Miriam zu finden. Ich habe noch keinen Roman gelesen, der sich dem doch recht ernsten Thema von psychischen Erkrankungen so ernsthaft und doch einfühlsam und warmherzig widmet, man merkt, dass die Autorin Andrea Ulmer ihre Erfahrungen mit einer Angsterkrankung im Familienkreis verarbeitet. Doch ist er beileibe nicht trocken, sondern auch die Rahmenhandlung ist unterhaltsam. Wenn Hildegard z. B das Verhalten von kratzbürstigen Teenagern mit dem von scheuen Katzen vergleicht oder Jessica eine sich bei Hildegard über deren Katzen beschwerende Nachbarin mit Strategien aus ihrer Werbeerfahrung besänftigt, dann ziehen sich die Mundwinkel ganz automatisch zum Lächeln nach oben. Doch nicht nur das Thema Angststörungen und die zwischen Mitleid und "Reiß Dich zusammen" schwankenden Reaktionen der Umwelt werden behandelt, auch der Wert Freundschaft und das Vertrauen zwischen Mutter und Tochter fließen als Themen ein. Ich konnte mich sehr gut in Jessica hineinversetzen, stets ihre Gefühle nachvollziehen und mit Anteilnahme, Spannung und einer Portion Humor die Handlung verfolgen. Ein zusätzliches Highlight waren für mich die in die Handlung verwobenen Katzen, da ich ein Faible für diese Tiere habe. Mein Fazit : ein wundervoll warmherziger, einfühlsamer Roman über ein ernstes Thema, der dennoch gut unterhält. Von mir volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Die junge Lena findet im Keller der Villa ihrer Freundin Francesca, die sie gemeinsam als Sprachschule einrichten wollen, Liebesbriefe und einen alten Film , der ein damals junges Liebespaar zeigt. Neugierig recherchiert sie und findet heraus, dass darauf die Deutsche Moni Renner, Apothekenbesitzerin im Ruhestand ,zu sehen ist zusammen mit dem Sizilianer Vincenzo, der noch kürzlich in der Gegend gesehen wurde, Sie kontaktiert Moni, die aus allen Wolken fällt, hat sie doch vor Jahrzehnten die Nachricht erhalten, dass ihre große Liebe Vincenzo tot sei. Kurzerhand entschließt sie sich, ihre ungeliebte Seniorenresidenz zu verlassen und sich nach Sizilien zu begeben, um Vincenzo zu suchen. Sie und ihr Enkel, der Architekturstudent Jan, der sie spontan begleitet, werden gastfreundlich bei Francesca und Lena aufgenommen, obwohl diese gerade in Schwierigkeiten bei der Errichtung ihrer Sprachschule stecken, sogar die Mafia als Gegner vermuten. Gemeinsam suchen die vier nun nach Vincenzo und versuchen dabei noch, die Schwierigkeiten mit der Sprachschule aus dem Weg zu räumen. Schließlich lässt noch Monis Tochter Tanja die inzwischen von ihr geleitete Apotheke kurzfristig im Stich und macht sich aus Sorge um das ihr unverständliche Verhalten der Mutter auf nach Sizilien. Die Autorin versteht es meisterhaft, die Atmosphäre Siziliens und ihre auflockernde Wirkung auf die drei zuvor etwas "drögen"Deutschen zu vermitteln. Spannung entsteht durch die Suche nach Vincenzo aber auch durch die Bemühungen um die Rettung der Sprachschule, wobei der Autorin immer wieder überraschende Wendungen einfallen.. Die Protagonisten sind sehr sympathisch, man kann sich gut in sie hineinversetzen und ihre Gefühle nachvollziehen. Außerdem gibt es viele vergnügliche Szenen, die den Leser schmunzeln oder sogar laut lachen lassen Besonders gefallen hat mir, dass sich alle fragen, ob das Leben, das sie führen, das Leben ist, das sie führen wollen und der Roman den Mut vermittelt, in jedem Alter seine Träume zu verwirklichen. Auch die Liebe kommt für alle Altersstufen nicht zu kurz, auch das ein für mich sehr positiver Aspekt. Mir hat der Roman viele schöne Lesestunden beschert und ich vergebe verdiente 5 Sterne..

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Die märchenhafte Geschichte spielt in einer fiktiven Stadt und in einer unbestimmten Zeit. Aviv ist ein junger Glasbläser, dessen Mutter bei der Geburt starb. Aufgezogen wurde er von der Hebamme Selma, die ihn die Achtsamkeit gegenüber der Natur lehrte und vom Glasbläser Abramowitsch liebevoll unterstützt. Auf der anderen Seite gibt es den gut 50jährigen Arzt Kaminski, von Kind an grausam und gefühllos, der nun feststellt, dass ihm etwas fehlt, etwas, das er Seele nennt und das er nun unbedingt für sich haben will. Und so ersinnt er einen perfiden Plan. Er fängt die Seele von Sterbenden mit ihrem letzten Atemzug ein, destilliert diesen Hauch und gewinnt so "Seelenkondensate" mit bestimmten Eigenschaften. Möglichst viele gute Eigenschaften möchte er sammeln und dann daraus für sich eine reine, perfekte Seele formen. Zum Einfangen dieser Seelen benötigt er 50 Glasphiolen, die er bei Aviv in Auftrag gibt. Begnügt er sich zunächst mit Sterbenden, beginnt er nach und nach dem Tod nachzuhelfen. Aviv versucht, dieses grausame Unterfangen zu beenden und die gefangenen Seelen zu befreien. Erzählt wird abwechselnd von Aviv und Kaminski, den beiden Gegenpolen der Geschichte. Der ganze Roman wird wie ein poetisches Märchen erzählt, folgt dem Verlauf der Jahreszeiten, beginnend mit dem Frühling, der Übersetzung von Avivs Namen. Mit Fortschreiten der Jahreszeiten wird die Stadt immer düsterer, die dunklen Machenschaften verdüstern die Menschen und die Natur. Viele philosophische Fragen werden aufgeworfen, die den Leser zum Nachdenken anregen. Mein Fazit : ein poetisches Märchen, zauberhaft erzählt, das viel Stoff zum Nachdenken bietet und beim Leser noch lange nachklingt.

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Dieser historische Roman spielt in der Epoche im 15.Jahrhundert, in der drei Päpste um den heiligen Stuhl konkurrierten, genauer gesagt im Jahre 1415. (im Roman 1417) Ausgangspunkt ist das Konzil zu Konstanz, in dem eine Einigung erzielt werden soll. Einer der Päpste, Baldassare Cossa, als Gegenpapst Johannes XXIII. genannt,, flieht zu Beginn des Romans vor einem Mordanschlag. Sein Sekretär und Vertrauter Pioggio Bracciolini, hat zwischenzeitlich das Konzil verlassen, um mit dem Minnesänger Oswald von Wolkenstein in einem abgelegenen Kloster verschollene historische Schriften aufzuspüren. Dabei geht es Pioggio um bisher unentdeckte, alte Texte, die er kopieren will, während Oswald eher an Diebstahl und mögliche lukrative Verkäufe denkt. Im Kloster entdecken sie ein geheimnisvolles, angekettetes Buch mit derart brisantem Inhalt, dass die Ordnung der Welt dadurch gefährdet wird. Mit der sich seit dem Mord an ihrem Mann Jobst von Mähren im Kloster verborgen gehaltenen Agnes von Mähren gelingt den beiden die Flucht mitsamt dem brisanten Buch. Jeder der drei versucht nun, das Buch für seine Zwecke, die sehr unterschiedlich gelagert sind, zu nutzen und so entsteht eine Rivalität und es entbrennt ein Wettstreit um das Werk und seine möglicherweise existierenden versteckten Fortführungen. In diesen Wettstreit mischen sich bald auch König Sigismund und Baldassare. Dieser historische Roman verwebt Wahrheit und Fiktion sehr geschickt, den real existierenden Hauptprotagonisten werden erfundene zur Seite gestellt und auch Gegebenheiten und Orte sind eine gelungene Mischung aus historischer Realität und der Fantasie des Autors, so das der Spannungsbogen stets oben bleibt. Mit der Anziehungskraft von Agnes auf Pioggio kommt auch eine romantische Komponente ins Spiel. Besonders interessant fand ich die mit einem Stundenglas gekennzeichneten Kapitel, die dem Leser die Vorgeschichte von Pioggio und Baldassare nahe bringen, sie machten diese beiden Charaktere "lebendiger". Der Schreibstil ist bildreich und gibt dem Kopfkino viel Nahrung, liest sich angenehm und flüssig. Der Epilog am Ende, der die weiteren Schicksale erläutert, war mir ein bisschen zu kurz. Sehr hilfreich fand ich hingegen das Nachwort mit Erläuterungen zu den historischen Personen,Orten und Ereignissen, das Personenverzeichnis und das Glossar., Mein Fazit : Klare Leseempfehlung und 4,5 Sterne

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Mit diesem vierten Band " Die Geschichte des verlorenen Kindes" schließt Elena Ferrante die Geschichte um die beiden Freundinnen Lila und Elena ab, er endet mit dem Verschwinden von Lila, mit dem Band 1 begann. Beide sind inzwischen Anfang 30. Elena hat zu Nino Sarratore , den sie seit ihrer Jugend liebt, gefunden, verlässt ihren Mann Pietro und zieht mit ihren beiden Töchtern nach Neapel, in eine gemeinsame Wohnung mit Nino, in die Nähe ihres alten Viertels, des Rione, und damit in die Nähe von Lila, die Neapel nie verlassen hat. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Enzo betreibt Lila inzwischen die erfolgreiche Computerfirma "Basic Sight", Elena strebt nach dem Erfolg ihres ersten Buches eine Karriere als Schriftstellerin an.Die beiden ehemals so engen Freundinnen, die gerade in Band drei "Getrennte Wege" gingen, nähern sich wieder an. Alles scheint gut, doch Nino verbirgt ein Geheimnis und Lila wird von einem schweren Schicksalsschlag getroffen. Besonders gefiel mir in diesem vierten Band, dass wieder die alten Freunde eine Rolle spielen, alte Feindschaften allerdings auch. Die Konflikte betreffen , anders als in Band drei, wieder mehr das unmittelbare Umfeld der beiden Freundinnen, die Einbeziehung der politischen Lage ganz Italiens wird stark zurückgenommen, höchstens die Lage in Neapel bekommt noch eine gewisse Relevanz. Die Beziehung der Freundinnen unterliegt einigen Wechseln, wird nie langweilig. Auch im Freundeskreis gibt es einige mehr oder minder dramatische Ereignisse. Der Leser begleitet Elena und Lila über einen Zeitraum von fast dreißig Jahren, womit dieser Band eine wesentlich längere Zeitspanne umfasst als die drei Vorgänger, allerdings liegt der Fokus auf den ersten zehn-fünfzehn Jahren, die weiteren werden eher in "Kurzfassung" behandelt. Der Schluss, obwohl er den Kreis recht konsequent schließt, lässt mich ein wenig ratlos zurück. Doch die Rückkehr zur dichten Atmosphäre der Anfangsbände, zur Konzentration auf den Rione, die beiden Freundinnen und ihren eigenen Kreis gefiel mir sehr gut. Die sprachliche Umsetzung ist , wie immer, überaus gelungen, alles ist authentisch, nachfühlbar, die Umgebung gut und fürs Kopfkino umsetzbar geschildert. Mein Fazit : Band 4 bildet einen wahrhaft gelungenen Abschluss einer außergewöhnlichen Freundschaftssaga.

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Dies ist schon der 4. Band der Abenteuer um die unsichtbare Bibliothek, ihre Bibliothekarin Irene Winters und ihrem Assistenten, dem Drachen in Menschengestalt, Kai Strongrock. Die unsichtbare Bibliothek sammelt nach wie vor seltene Bücher in allen Parallelwelten, um das Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos und gleichzeitig zwischen den mehr den Welten mit hohem Chaosgehalt zugeneigten Elfen und dem mehr der Ordnung zugeneigten Drachen zu erhalten, Neutralität ist hierbei oberstes Gebot. Doch gerade diese Neutralität gerät in Gefahr, als die Drachenlady Jin Zhu Irene bittet, ihr bei der Beschaffung eines Buches zu helfen, das sie für die Erlangung eines wichtigen Postens am Hofe der südlichen Drachenkönigin benötigt. Ihr Argument ist, dass ihr Rivale bereits die Hilfe eines anderen Bibliothekars erlangt hat. Lügt sie und will sich damit Irenes Hilfe erschleichen oder hat wirklich ein Bibliothekar die Neutralität gefährdet ? Irene begibt sich auf eine höchst brisante Mission, im Zweifelsfall ohne Unterstützung der um ihre Neutralität besorgten Bibliothek. Diesmal ist das von der Autorin gewählte Umfeld das Chicago der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, die Zeit der Tommy Guns, der Prohibition und der Gangsterbosse, eine wirklich interessante und actiongeladene Atmosphäre. Wie immer gut recherchiert und auch auf Einzelheiten bedacht. In diesem Band spielen , anders als im eher von Elfen dominierten Band 3, mehr die Drachen eine tragende Rolle, besonders für eifrige Verfolger der Reihe eine interessante Entwicklung und eine Gelegenheit, mehr über die beeindruckende und teilweise furchteinflößende Kultur diese Wesen zu erfahren. Wie immer gibt es viel Spannung, überraschende Wendungen und sehr fantasievolle Einfälle in einem sehr gut und angenehm lesbaren Schreibstil, der dem Kopfkino reichlich zu tun gibt. Mich hat auch dieser vierte Band begeistert und ich werde auf jeden Fall ein Fan der Reihe bleiben.

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Bryluen, genannt Bree, ist Model, genauer gesagt Curvy Model. Schon direkt nach dem Schulabschluss begann sie ihre Karriere und entkam so dem Bed and Breakfast ihrer Eltern und den ständigen Auseinandersetzungen mit ihrer Mutter. Nur die Trennung von ihren Freundinnen schmerzte sie, doch blieb der Kontakt stets erhalten und die innigen Freundschaftsbande blieben bestehen. Enge Beziehungen zu Männern hat sie bisher vermieden, es blieb bei unverbindlichen Affären.. Doch nun mit Anfang 30 neigt sich ihre Karriere dem Ende zu. Da ruft sie ein familiärer Notfall, eine ernste Erkrankung ihrer Mutter heim ins heimatliche Cornwall, um ihrem Vater mit dem Bed und Breakfast zu helfen. Unterwegs hat sie noch eine kurze, einprägsame Begegnung mit Ben und seinem Hund. Eben dieser Ben trifft bald darauf als Gast im Bed and Breakfast ein. Er macht einen großen Eindruck auf Bree, und auch er scheint Gefühle zu entwickeln, doch er verbirgt etwas. Wird dieses Geheimnis die Beiden entzweien? Und wie wird es mit Bree und ihrer Karriere weiter gehen? Die Autorin beschreibt einfühlsam die sich entwickelnde Beziehung, aber auch den Konflikt der beiden. Brees Freundinnen Alys und Chesten stehen ihr stets unverbrüchlich zur Seite und auch ein vierpfotiger Gefährte taucht auf. Eine weitere Rolle spielt für mich die beeindruckende Landschaft, die die Autorin wundervoll ausdrucksstark beschreibt, sowohl die Schönheit als auch die rauhe Seite von Cornwalls Küste. Mein persönliches Highlight als Katzenfan sind die ,wie bei dieser Autorin üblich, im Buch auftretenden Katzen, es gibt kein" katzenfreies "Buch dieser Autorin. Der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm. Ein schönes Buch, über Freundschaft und Liebe, Vertrauen und Verständnis für Mensch und Tier vor einer beeindruckenden Landschaftskulisse. Eine wunderschöne Lektüre, die ich aus vollem Herzen empfehlen kann.

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In diesem kleinen Band mit dem Titel "Siebzehn" sind nicht siebzehn , sondern gerade mal sechs Kurzgeschichten von Lyl Boyd vereint, doch auch mit diesen sechs schafft es der Autor, eine recht große Bandbreite von Genres und Emotionen abzudecken. in Justitia ist es ein Richter, mit einem bestialischen Mörder,in "Entenfütterung", eine Schwester, die ihren Bruder besucht und neue Erkenntnisse über ihn gewinnt , in "Mein geliebter Garten" ein Gärtnerlehrling, der Unverhofftes erlebt . In "Kriegsveteran" hilft ein Urgroßvater seinem Enkel bei der ersten Liebe, "Ein Zeitproblem" handelt von einer prestigeträchtigen Story und in "Jazz trifft Beat" vertraut ein junger Mann auf die heilende Wirkung von Musik. Die Geschichten sind in klarer, unverschnörkelter Sprache geschrieben, bergen fast immer Überraschungen und unerwartete Wendungen, sind mal rührend, mal romantisch, mal ein bisschen zynisch, doch nie langweilig. Ein schöner kleiner unterhaltsamer Band, abwechslungsreich und auch zum Nachdenken anregend.

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Irene Winters ist Bibliothekarin, aber keine im üblichen Sinne, sie arbeitet für die unsichtbare Bibliothek. Diese versucht durch das Aufspüren und Sicherstellen bestimmter Bücher das Gleichgewicht zwischen Drachen und Elfen in den unzähligen Parallelwelten zu erhalten., die sich alle durch kleinere oder größere Abweichungen von unserer Welt unterscheiden. Während die Drachen Welten mit hoher Ordnung bevorzugen, ziehen die Elfen das Chaos vor. Sowohl Elfen als auch Drachen (in menschlicher Gestalt) leben in der Welt, der Irene als ständige Bibliothekarin zugeteilt ist, eine Welt, ungefähr vergleichbar mit dem viktorianischen London. Mit dem Meisterdetektiv Vale gibt es sogar ein Pendant zum berühmten Sherlock Holmes. Kai Strongrock, ein Drache königlichen Geblütes, ist Irenes Assistent und freundschaftlich bis romantisch mit ihr verbunden, Vale ist beider Freund. Gerade haben Kai und Irene einen Auftrag erfüllt und ein seltenes Buch für die Bibliothek beschafft, da wird Kai entführt. Zunächst mit Unterstützung von Vale, doch dann auf sich allein gestellt, versucht Irene, Kai aufzuspüren und zu befreien. Zunächst in London, doch dann muss sie sich in eine andere Welt voller Chaos begeben, In der maskierten Stadt, einer ungewöhnlichen Variante von Venedig lauern unzählige Gefahren auf sie, doch sie verfolgt unbeirrt und mutig ihr Ziel. Schon das Grundkonzept der Parallelwelten, der unsichtbaren Bibliothek und dem fragilen Gleichgewicht zwischen Drachen und Elfen, Ordnung und Chaos hat mich begeistert. Doch auch der Handlungsverlauf konnte mich völlig überzeugen. De Autorin lässt sich immer wieder neue, fantasievolle Szenarien und Figuren einfallen, nie wird es langweilig, der Spannungsbogen bleibt durch unerwartete Wendungen und scheinbar unüberwindbare Hindernisse stets erhalten, Zudem ist der Schreibstil wundervoll anschaulich und detailreich,, das Kopfkino bekommt reichlich Bildmaterial, ohne dass die Beschreibungen langatmig werden. Mich hat das Buch völlig begeistert und ich hoffe noch auf eine lange Reihe weiterer Abenteuer mit Irene Winters und der unsichtbaren Bibliothek.

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Der Roman spielt 1936 im bürgerkriegsgeplagten Spanien. Der Agent Falco Lorenzo wird mit einer wichtigen Mission betraut : er soll mithilfe einer ortsansässigen Widerstandsgruppe einen wichtigen Anführer der Falangisten aus dem Gefängnis in Alicante befreien. Zu dieser Gruppe gehört neben den Geschwistern Ceri und Gines Montero auch die charismatische Eva Renger. Zwischen Falco und Eva entwickelt sich eine Anziehungskraft. Doch wer spielt falsch, wem kann man trauen? Der Roman ist von Intrigen und taktischen Überlegungen geprägt. Leider verfüge ich über kein wirkliches Hintergrundwissen über den spanischen Bürgerkrieg, so dass mir manche Zusammenhänge fehlten, manche Logik unverständlich blieb. Da wäre eine kurze Einführung oder ein Glossar hilfreich gewesen, ebenso eine Karte, die die Wege Falcos verfolgen ließ. Nach anfänglich noch vielen von Gesprächen und Taktik geprägten Abschnitten entwickelt der Roman allmählich Spannung, besonders bei der Planung und Durchführung der Mission in Alicante Der überraschende letzte Abschnitt ist dann wirklich rasant zu nennen. Leider konnte ich keine große Sympathie zu Falco aufbauen. Dass er als Agent kaltblütig und grausam handelte, war zu erwarten, auch eine gewisse Gefühlsarmut , aber er weist auch keinerlei Überzeugung für eine Sache auf, sein Engagement für die Seite der Falangisten ist eher zufällig, er vertritt die Sache seines Mentors, des Admirals, Leiter des Geheimdienstes SNIO. Auch sein frauenverachtendes Verhalten nahm mich nicht sonderlich für ihn ein. Jedoch sind die beiden Hauptprotagonisten, Falco Lorenzo und Eva Renger realistisch und authentisch charakterisiert, auch die teils von Armut, Angst und Gewalt, teils vom Luxus der Machthaber geprägte Bürgerkriegsatmosphäre ist sehr gut und einfühlsam beschrieben. Insgesamt sicher ein atmosphärisch gelungener Roman , für den mir aber Hintergrundinfomationen fehlten, um dem Geschehen konsequent folgen zu können und mit deren Hauptcharakter Falco Lorenzo mich zunächst wenig Sympathie verband., erst gegen Ende konnte ich mich mehr mit ihm identifizieren.

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